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Normale Version: Neues Jux-Rätsel
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Dann dränge ich mich mal vor. (wi)

Was hat der Dicke Friedrich und das Tübinger Schloss mit dem Brand von Moskau zu tun?

(Wohlgemerkt, es ist nicht der brennend versenkte Kreuzer im Schwarzen Meer gemeint)
Irgendwas mit Napoleons Russlandfeldzug?
(20.04.2022 16:48)Bunbury schrieb: [ -> ]Irgendwas mit Napoleons Russlandfeldzug?

Ja
Ich vermute mal, dass im Schloß so einiges an Beutegut aus Moskau vorhanden ist, was die Württemberger beizeiten nach Hause sendeten, bevor sie sich in Russland den Allerwertesten abfroren.
(20.04.2022 19:03)Arkona schrieb: [ -> ]Ich vermute mal, dass im Schloß so einiges an Beutegut aus Moskau vorhanden ist, was die Württemberger beizeiten nach Hause sendeten, bevor sie sich in Russland den Allerwertesten abfroren.


Nein
Weitere Hinweise:

Cotta der Verleger von Schiller und Goethe, Konradin Kreutzer Komponist zdZ Hofkapellmeister in Stgt, der Kronprinz Wilhelm und Wangenheim später württ. Bevollmächtigter beim Deutschen Bund, und nicht zuletzt der russische Botschafter in Stgt.
hatten auch die Finger drin.
Cotta leistete die Anschubfinanzierung, bekam dann aber Angst um sein Geld, ihn bezahlte daraufhin der russ. Botschafter

das was im Tübinger Schloss so vor sich ging wurde im Frühjahr in die Nähe von Moskau transferiert
tja,
und der Rostoptschin
hatte natürlich auch damit zu tun.
Die ganze doch etwas verwunderliche Geschichte hat natürlich auch die Aufmerksamkeit der Franzosen gefunden.
Und in Moskau haben sie dann auch Hinweise auf die Verwicklung "höchster" Kreise in Württemberg gefunden.
König Friedrich wurde von Napoleon zur Stellungnahme aufgefordert, die er dann auch abgab. Es ist "eigentlich" kaum anzunehmern, dass er tatsächlich "nichts" wusste.
Aber, er hat Erkundigungen bei seinen Beamten eingezogen, die Ergebnisse hat er dann an Napoleon weitergegeben, der es ihm dann mow "abkaufte".
Wobei die Beamten "natürlich" auch nichts wussten.

Der hier Gesuchte und Hauptakteur in der Story hat sich "zur Tarnung" wie im nachhinein behauptet wurde, mit der Lenkbarkeit von Luftschiffen beschäftigt.
Zu der Zeit war übrigens ein Graf Zeppelin württ. Außenminister, ebenfalls in die Aktionen hier verstrickt, und dessen Enkel hat dann tatsächlich die Lenkbarkeit der Luftschiffe möglich gemacht.
Was so manchen Historiker des 19. Jahrhunderts zu Vermutungen verführte.

Sooo, jetzt habe ich eigentlich fast alles erzählt, und die Lösung kann gefunden werden.
Das steht bestimmt im "Zamoysky", aber verlange bitte nicht, dass ich jetzt daraufhin nochmal 700 Seiten durchlese. Es hat leider kein Stichwortverzeichnis.
Im Zamoysky steht leider nichts dazu.
Tolstoi hat dieser "Story" in Krieg und Frieden eine knappe Seite gewidmet.
Leppich heißt der "Held" ein Franke aus der Würzburger Gegend.
Er hat sich 1811/12 mit dem Bau von Lenkbaren Luftschiffen beschäftigt.
Und, er war offensichtlich ein erfolgreicher Visionär, namhafte Unterstützer gefunden. Er hat bei seinen erfolglosen Versuchen sehr viel Geld verbraten.
Das hat aber letztlich alles, auch das von Cotta vorgeschossene Geld, Zar Alexander übernommen!
Ohne dies Leppich im geringsten übel zu nehmen!
Was zu erheblichen Spekulationen Anlass bot.
Und zu Teil 2 der Story führt.
Heute Abend mehr dazu.
(23.04.2022 10:28)Suebe schrieb: [ -> ]Im Zamoysky steht leider nichts dazu.
Tolstoi hat dieser "Story" in Krieg und Frieden eine knappe Seite gewidmet.
Leppich heißt der "Held" ein Franke aus der Würzburger Gegend.
Er hat sich 1811/12 mit dem Bau von Lenkbaren Luftschiffen beschäftigt.
Und, er war offensichtlich ein erfolgreicher Visionär, namhafte Unterstützer gefunden. Er hat bei seinen erfolglosen Versuchen sehr viel Geld verbraten.
Das hat aber letztlich alles, auch das von Cotta vorgeschossene Geld, Zar Alexander übernommen!
Ohne dies Leppich im geringsten übel zu nehmen!
Was zu erheblichen Spekulationen Anlass bot.
Und zu Teil 2 der Story führt.
Heute Abend mehr dazu.

war ein langer Tag Big Grin

Leppich war Miterfinder oder Verbesserer eines Musikinstrumentes. Daher seine Bekanntschaft mit Konradin Kreutzer. Die beiden gingen zusammen auf Tournee.
Sind in Wien und Paris und und und aufgetreten.
In Paris kauft Leppich einen gebrauchten Ballon. Von nun an befasste er sich
mit der "Lenkbarmachung",
In Stuttgart kann er, vermutlich über Konradin Kreutzer, Kronprinz Wilhelm für die Idee interessieren, der setzt ein paar Tübinger Professoren, darutnter Bohnenberger darauf an, die Leppichs Idee für realisierbar halten.
Insbesondere die militärischen Möglichkeiten eines Lenkballons faszinieren Kronprinz Wilhelm.
Teile des Tübinger Schlosses werden Leppich zur Verfügung gestellt, Cotta gibt Geld für das Kronprinz Wilhelm bürgt.
Da der militärische Einsatz insbesondere gegen Napoleon geschehen sollte, werden unter der Hand die Stuttgarter Botschafter Wiens und Petersburg interessiert.

Im Frühjahr 1812, als sich der Russlandfeldzug Napoleons zweifelsfrei ankündigt, bricht Leppich seine Zelte in Tübingen ab, und reist über Wien nach Moskau. Der russische Botschafter bezahlt die Schulden bei Cotta usw.
In Moskau wird Leppich mit offenen Armen aufgenommen, eine "Fabrik" auserhalb Moskaus wird im zur Verfügung gestellt, 150 Mann Militär zur Bewachung eingeteilt. Wieder soll ein lenkbares Luftschiff entstehen, mit dem die Invasion Napoleons zurückgeschlagen werden soll.
Es sollte eine Tragkraft von ca. 150 Mann Militär haben, zzgl. der vorgesehen Brandbomben.
Der Erfolg sollte sicher sein....
Kutusow hört von dem Luftschiff und fragt nach, man solle es ihm "endlich" zur Verfügung stellen... (dies ist eine Randnote, ohne Namensnennung bei Zamoyski)

Kurz bevor die Franzosen Moskau besetzten bricht Leppich seine Zelte ab, die fertigen Luftschiffsteile werden zerstört.
Rostoptschin, der Moskauer Governeur sendet ein enttäuschtes Schreiben an dem Zaren, dass alle Hoffnung getrogen hätte, und die Sache lediglich fürchterlich viel Geld gekostet hätte.

Leppich reist nach Petersburg.
Allerdings ist sein Aufenthalt für die ersten Tage der französischen Besetzung unklar, er soll bis zum Ausbruch des Brandes noch in Moskau geblieben sein.
Das Material für die vorgesehenen Brandbomben soll entscheidend für den Brand Moskaus gewesen sein.
Nur, etwas genaues weiß man nicht.

Leppich ging jedenfalls zum Zaren, und kam im Frühjahr 1814 wieder nach Deutschland. Keineswegs vermögenslos.
Er kaufte umgehend ein Schlößchen in der Nähe von Würzburg als Wohnsitz.
An dieser Tatsache wird der Verdacht, dass Leppich der Brandstifter von Moskau war, festgemacht.
Der Zar wird wohl kaum Leppich dafür belohnt haben, dass er ihm eine ganz erhebliche Menge Geld kaputt machte, mit seinen Lenkluftschiff-Versuchen.

Erste Gerüchte, dass der Brandstifter ein Deutscher war, müssen unmittelbar nach dem Brand aufgekommen sein.

Quelle: https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuel...hten/62892
"Armee im Untergang" eine Aufsatzsammlung über die württ. Beteiligung im NapoleonischenRusslandfeldzug
Was noch zu ergänzen ist:
Kein Schimmer wie Leppich die Steuerung des Ballons umsetzen wollte.
Die og Publikation schweigt sich darüber vollständig aus.
Es soll zwar eine "Zeichnung" geben, aber die ist nirgends einsehbar.

Ich vermute mal, dass Leppich seine "Lenkungs-Theorie" geheim hielt.
Aber ich schrieb ja, Bohnenberger + Co scheint es schlüssig vorgekommen sein.
Ein neues Rätsel

Die Kartoffel soll ja bei den Landwirten auf Widerstand gestoßen sein.
Keiner wollte sie anpflanzen!
Nur mit allen möglichen Tricks und Zwang soll die Obrigkeit den Anbau durchgesetzt haben.
Die Geschichten wie der "gute" König FdG die Brandenburgischen und preußischen Ökonomen zu überzeugen versuchte, rühren einen zu Tränen.

Nun habe ich gestern mow zufällig gelesen
Was die Bauern tatsächlich überzeugte.
Keine zu Tränen rührenden "Rührstücke"
Handfeste Vorteile!

Und die waren?

Ist hier die Frage!
Schnapsbrennen...
(09.05.2022 13:19)Arkona schrieb: [ -> ]Schnapsbrennen...

Nöööö,
nicht flüssig.
Auch Getreide und Obst ist zu verschnapsen.

Handfest!

Nun kennt man im Osten unserer Republik die Ökonomen vermutlich gar nicht mehr so unmittelbar. Als Folge der LPGs. Musst du dich halt mit den historischen Bauern befassenIdea
Aber mit was ist ein Landwirt, im Westen gibt es die ja noch, immer und sofort zu überzeugen?
(09.05.2022 20:07)Suebe schrieb: [ -> ]
(09.05.2022 13:19)Arkona schrieb: [ -> ]Schnapsbrennen...

Nöööö,
nicht flüssig.
Auch Getreide und Obst ist zu verschnapsen.

Handfest!

Nun kennt man im Osten unserer Republik die Ökonomen vermutlich gar nicht mehr so unmittelbar. Als Folge der LPGs. Musst du dich halt mit den historischen Bauern befassenIdea
Aber mit was ist ein Landwirt, im Westen gibt es die ja noch, immer und sofort zu überzeugen?

Hier die Lösung:
Zitat:Konflikte um den Zehnten entstanden oft beim Kulturwechsel, besonders wenn Bewirtschafter auf zehntpflichtigem Land vom Ackerbau abrückten, um etwas anderes zu produzieren. Die Zehntherren bevorzugten das lagerfähige, leicht vermarktbare und im Anbau vergleichsweise gut kontrollierbare Getreide. Der Wechsel auf Gras-, Gemüse- oder im 18. Jahrhundert auf Kartoffelbau hatte für sie markante Verluste zur Folge (Einschlagsbewegung). Das Zehntrecht aber gab den Zehntherren nicht das Recht, die Art der Kultur vorzuschreiben, nur der "böswillige" Nichtanbau war untersagt.

von da
Sebastian Grüninger; Andreas Ineichen: "Zehnt", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.01.2015. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008982/2015-01-25/, konsultiert am 10.05.2022.

Ergo: Hatte der "Zehntherr" markante Verluste zu verkraften, konnte der "Zehntpflichtige" sich über markante Gewinne freuen.
Mal wieder ein Rätsel.

Pancho Villa wird ein Begriff sein.
Er war ja in vielen Sätteln unterwegs.
Wunderdinge werden von einem seiner Pferde erzählt.

Mich hat ein anderer Sattel verwundert, von dem er angeblich sehr begeistert war.
Frage: Was war das für ein Sattel?
(25.05.2022 19:51)Suebe schrieb: [ -> ]Mal wieder ein Rätsel.

Pancho Villa wird ein Begriff sein.
Er war ja in vielen Sätteln unterwegs.
Wunderdinge werden von einem seiner Pferde erzählt.

Mich hat ein anderer Sattel verwundert, von dem er angeblich sehr begeistert war.
Frage: Was war das für ein Sattel?

Ein Hinweis:
Pancho Villa wurde umgebracht.
Er war nicht zu Pferde unterwegs, sondern als Autofahrer. Fakt.
Und Pferde sind keineswegs die einzigen Fortbewegungsmittel die einen Sattel brauchen.

Also, auf gehts!
Pancho Villa fuhr eine Harley-Davidson.
Und äußerte sich äußerst positiv über das Motorrad!
Da gab es einmal einen Ritter, frühe Neuzeit.
Der, obwohl Protestant, in dem Kreuzgang eines Klosters beerdigt wurde.
Der trotz seines abenteuerlichen Leben für die damalige Zeit steinalt wurde.
Zumindest einmal setzte er auch auf das "falsche Pferd"

wer war der Ritter?
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