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Buddha-Statue aus Meteorit geschnitzt Presseschau
24.10.2012, 12:17
Beitrag: #2
Buddha-Statue aus Meteorit geschnitzt Presseschau
Fälschung?

" Statue aus Meteoritengestein Beim Barte des Nazi-Buddhas

Der Fund machte Schlagzeilen: Forscher hatten eine Statue entdeckt, tausend Jahre alt angeblich, aus Meteoritengestein, eine Swastika auf der Brust. Doch Experten haben Zweifel an der Geschichte des mysteriösen Fundstücks - es ist wohl eine moderne Auftragsarbeit für den Antiquitätenhandel.

Von einer wohl einzigartigen Statue haben Forscher um Elmar Buchner im Fachmagazin "Meteorics and Planetary Science" berichtet: Die rund 24 Zentimeter große menschliche Figur, auf deren Brust eine Swastika prangt, besteht aus Gestein, das vom sogenannten Chinga-Meteoriten stammt. Das haben die Forscher durch die Analyse des Materials ermittelt. Es ist ihren Angaben zufolge die einzige Darstellung eines Menschen aus Meteoritengestein. Indem sie die genaue Zusammensetzung des stark eisenhaltigen Materials ermittelten, konnten sie es diesem Meteoriten klar zuordnen.

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Wie die Figur aus kunsthistorischer Sicht einzuordnen ist, darüber war sich die Arbeitsgruppe aus Geologen und Planetenforschern nicht ganz sicher - auch wenn die Beteiligten Meinungen mehrerer Experten einholten. Eine in ihrem Fachartikel geäußerte Vermutung lautet, dass die Statue vor rund tausend Jahren im Grenzgebiet von Sibirien und der Mongolei oder in Tibet entstanden ist und aus der Bön-Kultur stammt.
./.
Viele Medien berichteten über die Geschichte, auch SPIEGEL ONLINE.

Vom Eisenmann zum Hosen tragenden Lama

Doch kurz darauf meldete ein Buddhismusforscher ernste Zweifel an. Achim Bayer von der Dongguk University in Seoul schreibt in einem Fachartikel, der beim Hamburger Zentrum für Buddhismuskunde einzusehen ist, dass die Statue aus seiner Sicht nicht in Asien, sondern in Europa hergestellt wurde. Und zwar erst vor relativ kurzer Zeit.

Verschiedene Merkmale der Statue, die er "Hosen tragender Lama" nennt, seien nicht stimmig. Bayer listet unter anderem die untypische Form von Hose und Schuhwerk, den einzelnen Ohrring und auch den Bart des Mannes auf.
Er vermutet, dass die Statue im Zeitraum zwischen 1910 und 1970 entstanden ist - das Meteoritengestein könnte dann in unbearbeiteter Form nach Deutschland gekommen sein. Entweder wurde die Figur für den allgemeinen Antiquitätenhandel oder aber speziell für den Bereich der Nazi-Memorabilien gefertigt, schreibt er. In beiden Fällen könne der Zusammenhang mit der Expedition von Ernst Schäfer bewusst hergestellt worden sein, um die Statue mysteriöser und interessanter zu machen.

Über erworbene Gegenstände wurde penibel Buch geführt

Historikerin Isrun Engelhardt, die sich intensiv mit der Schäfer-Expedition beschäftigt hat, ist sich sicher, dass die Statue nicht mit dem Forschungsreisenden nach Deutschland gelangt ist. "Es gibt eine sehr genau geführte Liste mit Datum, Ort und Wert der gekauften Objekte", erklärt sie. Dort fänden sich einige Statuen, aber keine passe zu der von Buchner beschriebenen. Ursprünglich umfasste die ethnologische Sammlung mehr als 2000 Objekte, so Engelhardt. Kosten: 12.119 Reichsmark und 80 Pfennige - so genau ist alles vermerkt. Viele Gegenstände gingen zum Ende des Kriegs verloren. Was noch von der ursprünglichen Sammlung übrig ist, wird im Münchner Völkerkundemuseum aufbewahrt. Auch aus Schäfers privatem Umfeld stamme die Figur nicht, sagt die Forscherin, die heute im Ruhestand ist. "
zitatende

zum weiterlesen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...62263.html

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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