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Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
29.10.2012, 14:11
Beitrag: #61
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Suebe, mein Schatz Heart

ich stimme dir ja in fast allem zu. Aber vergiß bitte nicht, daß wir das Thema nicht mit der Frage gestartet haben, daß wir vor einem Verkehrskollaps stehen und das ganze immer weiter vorantreiben.

Wir haben mal mit dem Gedanken angefangen, daß gerade bei Luxuskarosen die Autokonzerne die großen Gewinne einstreichen, während die Allgemeinheit die Folgekosten dafür zahlt. Nein, dazu müssen wir jetzt im Moment nicht unbedingt zurück, das will ich gar nicht.

Aber du gehst ständig auf Dinge ein, die ich in Bezug auf die eine Fragestellung gesagt habe, nicht aber als Antwort auf die andere verstanden haben will.

Das Mißverständnis sollten wir einfach mal ausräumen, dann sind wir wieder auf Augenhöhe.

Und ich wollte auch ganz sicher nicht dich belehren, sondern den einen oder anderen User, der mir ganz gerne unterstellt, daß ich mich lediglich von grünem Parteienidealismus leiten lasse- und auf diese Untersellungen habe ich einfach keinen Bock mehr.(So, das mußte jetzt auch mal gesagt sein.)

Ich war erst Logisitkerin und somit Bestandteil des ganzen Systems, das sämtliche Folgekosten leugnet und versucht, diese der Allegemeinheit aufzudrücken. Und je mehr die Folgekosten abzusehen waren, umso mehr wandte ich mich gegen das System.

Gerade Logistiksysteme und Globalisierung lassen sich nicht von einander trennen, das müßte jedem klar sein.

So, und jetzt zu dir: ja, Güter gehören auf die Bahn. Aber das wiederspricht leider der modernen Wirtschaftstheorie.

Dazu später nochmal, ich stelle gerade fest, daß es 13.10 ist und ich jetzt Junior von der Schule abholen und mit ihm etwas essen gehen muss. (Ich keige heute nämlich neue Fesnter und sitze hier in der Daunenjacke am PC und friere mir den allerwertesten ab...)

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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29.10.2012, 21:32
Beitrag: #62
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Kommen wir noch mal auf die Eisenbahn zurück.

Prinzipiell stimme ich dir zu, Suebe- Güter gehören eigentlich auf die Eisenbahn und nicht auf die Straße.

Aber irgendwie hat die Wirtschaft und die Politik vor etlichen Jahren anders gedacht. Es war das Straßennetz, das ausgebaut wurde, nicht das Schienennetz. Mit dem Ausbau des Straßennetzes aber entstanden Strukturen, die genau auf den Ausbau des Straßennetzes zugeschnitten waren. So haben Paketdienste bei Gemeinden an Verkerhsknotenpunkten angeklopft und angekündigt, daß, wenn die Gemeinde bereit sei, ihnen eine Abfahrt und ein Gelände zur verfügung zu stellen, sie dort ein Verteilerzenter errichten und Arbeitsplätze schaffen.

Es ist schwer vorstellbar, daß die gleichen Gemeinden jetzt einer Verlagerung des verkehrs auf die Schiene wieder zu stimmen würden.

Oder glaubst du ernsthaft, daß Amazon zulassen würde, daß es seinen Wettbewerbsvorteil verliert? Im Leben nicht.

Ja, Güter gehören auf die Schiene- aber für die Schiene gilt das gleiche wie für die Straße- zwei Gegenstände können nicht zur gleichen Zeit den gleichen Raum einnehmen. Der Raum auf der Schiene ist auch noch viel beschränkter als es der auf der Straße ist. Die Weichen wurden vor Jahrzehnten falsch gestellt- aber ein "Zurück" gibt es nicht mehr.

Ich wüßte nicht, wie wir den Güterverkehr wieder zurück holen sollten auf die Schiene. Ehrlich nicht. Es fehlt das Geld, das Schienennetzt entsprechend auszubauen, es fehlt auch die Bereitschaft dazu. Wer bestellt denn heute schon bei dem, bei dem es länger dauert?

Gehen würde es nur, wenn man eine Steuer auf die Nutzung von Luft und Boden erheben würde- da schneidet der Straßenverkehr besonders mies ab.

Aber schon hier im Forum findest du keinen außer mir, der dafür ist. Und damit ist das "Güter zurück auf die Schiene" wohl schon gestorben.

Vergiß nicht, wir sind mittlerweile als Käufer ein Haufen narzisstischer Kleinkinder, die es nicht gelernt haben, die Befriedigung ihrer Bedürfnisse aufzuschieben...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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30.10.2012, 11:45
Beitrag: #63
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Ich möchte wieder auf die Rolle des KFZ in der Gesellschaft zurück kommen, zum Stellenwert, den ein Auto generell, für jeden in der Gesellschaft hat.

Nicht auf die Wertigkeit, auf die positive oder negative Einschätzung des Fahrers einer bestimmten Marke und auch nicht auf die Assoziationen, die erwiesenermaßen selbst bei ganz profanen Dingen - Länge der Rücklichter als Phallussymbol, als Synonym für Männlichkeit des Fahrers - galten.

Automobil, das Sichselbstbewegende , befriedigt wohl ein menschliches Grundbedürfnis wie essen und trinken , sich von A nach B bewegen zu können, uneingeschränkt. wie früher zupferde.
Wurden darum im amerikanischen Westen Pferdediebe generell aufgeknüft ? weil sie diese Befriedigung des Grundbedürfnisses eines anderen durch ihre Tat unmöglich machten ?
Selbst Ehebruch, die Wegnahme der Ehefrau wurde nicht so hart bestraft.
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30.10.2012, 11:45
Beitrag: #64
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Ich bin mit dir einer Meinung, dass die SUVs ein vollkommener Irrweg der Motorisierung ist. Mag sein, dass die hohen Kraftstoffpreise da irgendwann zu einem Umdenken führen. ZZ ist da aber nichts in Sicht.

Als Insider erwarte ich da gar nichts,
gekauft wird was der Geldbeutel zulässt, und sehr wichig, was der Genosse Trend gerade auch fährt.

Ist auch egal, denn:
Die Umweltprobleme sind ganz klar und deutlich mehr im Bereich Logistik entstanden und entstehen weiter, ungebremst.
Im Gegensatz zu dir bin ich der Meinung, dass da relativ einfach gegengesteuert werden könnte. So man wollte.
(Da ist nichts Kismet, gar nichts.)

Man will aber nicht, schmeißt lieber dem Volk fröhlich die Individualverkehr-Diskussion zum Fraß vor, wo sich eh nichts ändern wird.


Feinstaubplaketten pappt man an die Autos,
derweil sind 15 Paketdienst-Kamikazes, (zZ insbesondere Rumänen und Bulgaren, sie können kein Wort deutsch, und wenn eine Umleitung das Navi austrickst, ist das Chaos perfekt) im gleichen Wohnviertel unterwegs, auf jeder Achse die zulässigen 30km/hs. Was die wohl in die Luft blasen?

Aber, man sieht es ja hier, es weiß jeder, dass der Individual-Verkehr der "Mollenmann" ist, und merkt gar nicht wie er manipuliert und hinters Licht geführt wird.

OK,
aber was solls, vor lauter Filosofiererei über Themen bei denen sich eh jeder besser auskennt Cool, komme ich gar nicht mehr zu den diversen Historik-Themen die mir viel mehr auf den Nägeln brennen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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30.10.2012, 13:13
Beitrag: #65
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Der Individualverkehr ist sicher nicht die alleinige Ursache der Verkehrsprobleme, außerdem läßt er sich durch verschiedene Maßnahmen leichter umsteuern.

Über die Güter auf der Strasse ist schon einiges gesagt worden. Der Leberplan ist aus den 70ern, Suebe, damals waren Bahn und Post noch Staatsunternehmen der Infrastruktur.
Kann es sein, dass die aktuellen Probleme auch mit der Privatisierung dieser beiden Unternehmen zusammenhängen?
Die Straßen sind in D noch fast alle in öffentlicher Hand. Irgendwo habe ich gelesen, dass es Teilstücke gibt, die von Privatinvestoren gebaut und gegen Maut betrieben werden. In unseren Nachbarländern sind Mautgebühren für alle Nutzer viel häufiger. In D wird Maut nur für LKW ab 12 t erhoben, die von Suebe angeführten Sprinter usw sind wahrscheinlich alle kleiner, damit kenne ich mich nicht aus.

Mal abgesehen von dem höheren Aufwand, der durch das Umladen von Schiene oder Schiff auf den Transporter für die letzten Meter, entstehen würde, ist die Strasse vielleicht zu billig?

Wäre sie teurer, würde sich doch der Schienenausbau wieder lohnen, oder nicht?
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30.10.2012, 21:57
Beitrag: #66
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(30.10.2012 11:45)Suebe schrieb:  Ist auch egal, denn:
Die Umweltprobleme sind ganz klar und deutlich mehr im Bereich Logistik entstanden und entstehen weiter, ungebremst.
Im Gegensatz zu dir bin ich der Meinung, dass da relativ einfach gegengesteuert werden könnte. So man wollte.
(Da ist nichts Kismet, gar nichts.)

Wie denn? Das würde mich ganz ernsthaft interessieren, weil mich dieses Problem in der tat seit fast 20 Jahren beschäftigt- und sich bei mir halt wirklich die Einstellung breitgemacht hat, daß man die Uhr nicht einfach zurückdrehen kann.
Gerne auch per Mail.

Ich wäre im übrigen bei fast allem dabei- ich finde die Geschwindigkeit der heutigen Zeit nicht toll....

(30.10.2012 11:45)Suebe schrieb:  Man will aber nicht, schmeißt lieber dem Volk fröhlich die Individualverkehr-Diskussion zum Fraß vor, wo sich eh nichts ändern wird.

Wer ist "Man"?
Mein großer Bruder? Wink

(30.10.2012 11:45)Suebe schrieb:  Feinstaubplaketten pappt man an die Autos,
derweil sind 15 Paketdienst-Kamikazes, (zZ insbesondere Rumänen und Bulgaren, sie können kein Wort deutsch, und wenn eine Umleitung das Navi austrickst, ist das Chaos perfekt) im gleichen Wohnviertel unterwegs, auf jeder Achse die zulässigen 30km/hs. Was die wohl in die Luft blasen?.

Nicht nur das- sie blockieren die Straßen, so daß andere Fahrzeuge nicht vorbeikönnen und beim Warten auch noch mal eine Extrarunde Schadstoffe in die Luft blasen....

(30.10.2012 11:45)Suebe schrieb:  Aber, man sieht es ja hier, es weiß jeder, dass der Individual-Verkehr der "Mollenmann" ist, und merkt gar nicht wie er manipuliert und hinters Licht geführt wird.

Nun mach den Individualverkehr nicht zum unschuldigen Opfer. Das ist er denn auch nicht. Obwohl ich vielleicht einräumen muss, hier in meinem von Koreanern und Amerikanern "eroberten" Umfeld besonders schlimme Auswüchse desselbigen beobachten zu können... (Wie zum Beispiel, daß Kinder zur 350 m entfernten Schule gefahren werden, obwohl die Autoschlange, in die man sich einreihen muss, locker das dreifache beträgt. natürlich in SUV´s...)

Auch im Individualverkehr gibt es durchaus Einsparpotentiale. Aber wie gesagt, vielleicht sind in deiner Gegend die Autofahrer ja vernünftiger...

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Volker Pispers
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30.10.2012, 21:59
Beitrag: #67
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(30.10.2012 13:13)Renegat schrieb:  Der Individualverkehr ist sicher nicht die alleinige Ursache der Verkehrsprobleme, außerdem läßt er sich durch verschiedene Maßnahmen leichter umsteuern.

Über die Güter auf der Strasse ist schon einiges gesagt worden. Der Leberplan ist aus den 70ern, Suebe, damals waren Bahn und Post noch Staatsunternehmen der Infrastruktur.
Kann es sein, dass die aktuellen Probleme auch mit der Privatisierung dieser beiden Unternehmen zusammenhängen?
Die Straßen sind in D noch fast alle in öffentlicher Hand. Irgendwo habe ich gelesen, dass es Teilstücke gibt, die von Privatinvestoren gebaut und gegen Maut betrieben werden. In unseren Nachbarländern sind Mautgebühren für alle Nutzer viel häufiger. In D wird Maut nur für LKW ab 12 t erhoben, die von Suebe angeführten Sprinter usw sind wahrscheinlich alle kleiner, damit kenne ich mich nicht aus.

Mal abgesehen von dem höheren Aufwand, der durch das Umladen von Schiene oder Schiff auf den Transporter für die letzten Meter, entstehen würde, ist die Strasse vielleicht zu billig?

Wäre sie teurer, würde sich doch der Schienenausbau wieder lohnen, oder nicht?

ja, du hast die Probleme auf den Punkt gebracht. Der Straßentransport ist definitv zu billig.

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Volker Pispers
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31.10.2012, 11:37
Beitrag: #68
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(30.10.2012 11:45)krasnaja schrieb:  Automobil, das Sichselbstbewegende , befriedigt wohl ein menschliches Grundbedürfnis wie essen und trinken , sich von A nach B bewegen zu können, uneingeschränkt. wie früher zupferde.
Wurden darum im amerikanischen Westen Pferdediebe generell aufgeknüft ? weil sie diese Befriedigung des Grundbedürfnisses eines anderen durch ihre Tat unmöglich machten ?

Nein, sondern weil man ohne Pferd generell aufgeschmissen war. Das Pferd war ja nicht nur Transportmittel im Westen (der ja nur etwa 20 Jahre lang wirklich "wild" war...), sondern unerlässlich für den Lebensunterhalt - jedenfalls für die, die ein Pferd besassen. Wer im amerikanischen Kolonisationsgebiet ein Pferd hatte, der brauchte es auch.
Anders als das heute bei den Autos ist.

Bunbury hat´s ja schon angesprochen: Die wildesten Auswüchse hat´s in Sachen Individualmotorisierung bei den Amis. Drive in, wohin du schaust. Ja keinen Meter zu Fuß gehen. Wir Deutschen sind da auch nicht viel besser, aber ein bisschen schon. Fleißig Umweltschutz predigen, aber moigens die paar Meter zum Bäcker mit dem Auto fahren...
Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, hat´s Staus auf der Bundesstrasse (!). In den Autos jeweils ein Männeken (oder Frauchen).
Unter uns Kollegen schauen wir schon, dass wir möglichst Fahrgemeinschaften zusammenbekommen, aber wir haben alle so unterschiedliche Arbeitszeiten, das ich´s im vergangenen Jahr grad mal bei zwei Kollegen geschafft hab, eine Fahrgemeinschaft einzurichten. Und da waren wir selten zu dritt...
Die von modernen Arbeitnehmern geforderte Flexibilität ist es, die die einsamen Arbeitswege zur Folge hat und dementsprechend die Staus zur Rush-Hour.
Die Bequemlichkeit der Menschen und die Bequemlichkeit, die das Auto liefert sind es, die die häufigen Just-for-Fun-Fahrten zur Folge hat.

Seien wir ehrlich: Das Auto ist schon eine wahnsinnig tolle Sache. Kaum einer kann sich heute vorstellen, ganz ohne zu sein. Selbst als ich täglich mit dem Zug und der S-Bahn zur Arbeit fahren konnte, hatte ich ein Auto - ich brauchte es an meinem Wohnort, um mal größere Einkäufe im etwas weiter entfernten Großsupermarkt machen zu können, um abends unabhängig von Fahrzeiten von S-/U-Bahn weggehen zu können, um einfach mal schnell einen Freund in einem andern Stadtteil besuchen zu können, um meine Eltern besuchen zu können, um berufliche Fahrten machen zu können, bei denen ich mit Bahn oder Flugzeug Umwege hätte machen müssen oder am Zielort auf ein Taxi angewiesen gewesen wäre.

VG
Christian
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31.10.2012, 12:44
Beitrag: #69
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Mal ganz OT,
der Gründer von dem was sich heute Volkswagen nennt war Heinrich Nordhoff, dem einen oder anderen vielleicht noch ein Begriff, wem nicht schau in Wiki, als Basic reicht das.
Nordhoff hat Ende der 40er Jahre genial die Zeichen der Zeit erkannt, er hat ein Verkehrsmittel geschaffen, wie es die Deutschen brauchten. Besser als alles andere was damals für Geld zu haben war.
Nordhoff hat in den 60ern genauso genial die Zeichen der Zeit verkannt, als alter Sturkopf der sowieso alles am besten weiß. Genius und das Gegenteil liegen manchmal recht nahe beieinander. Sein Nachfolger Kurt Lotz hat Nordhoffs Werk fast vollendet, und Volkswagen voll gegen die Wand gefahren.

Der Aufsichtsrat hatte mit der Wahl dessen Nachfolgers Rudolf Leiding aber wieder ein überaus glückliches Händchen.
Rudolf Leiding war seinem Vor- Vorgänger in etlichen Punkten würdig.
Er sanierte und rettete Volkswagen binnen kurzem, Passat, Golf, Scirocco, Polo, Audi 50, Audi 80. Jahre zuvor schon hatte er als Chef in Ingolstadt gegen den erklärten Willen Wolfsburgs den Audi 100 entwickelt. Es wäre noch einiges zu ihm zu sagen, hier noch OTer als OT. Confused
Deshalb, auch hier bitte ich den interessierten Wiki zu Rate zu ziehen.

Und jetzt wird es wieder TT:
Das war alles nur die Einleitung, Angel
Rudolf Leitung hat einmal einen sehr bezeichneneden Satz gesagt, den ich hier mal in die Individual-Verkehr-Diskussion einfließen lassen will.

"Alle Philosophen und Manschheitsbeglücker haben dem Menschen in Wirklichkeit nur sehr wenig genützt.
Die wahre Freiheit hat er erst durch das Auto erhalten."

Denkt mal darüber nach, aus dem Satz spricht sehr viel Menschenkenntnis und Weisheit.
Wenn ihn Leiding soooo ernst auch gar nicht gemeint hat.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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31.10.2012, 13:10
Beitrag: #70
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 12:44)Suebe schrieb:  "Alle Philosophen und Manschheitsbeglücker haben dem Menschen in Wirklichkeit nur sehr wenig genützt.
Die wahre Freiheit hat er erst durch das Auto erhalten."

Allerdings hat er sich in seiner Freiheit auch gleich wieder eingesperrt.
Wieviele Ausgaben frisst so ein Auto?
Wie sehr orientieren wir unser Leben an unserer Blechkiste? (Stichworte "Des Mannes liebstes Kind", samstägliche Autowäsche, Welt-bricht-zusammen-wenn-ein-Kratzer-drin-ist usw....)
Wieviele Quadratkilometer wurden wegen der Autos zugeteert?
Wieviele Dörfer sind heute umgeben, um nicht zu sagen, umzingelt von Umgehungsstrassen?
Wieviele schöne, wertvolle, alte Häuser, ja ganze Viertel, wurden eingeebnet, um Platz für Autostraßen und Parkplätze zu schaffen? Wie viele parkende Autos verschandeln die Städte? (man kann ja kein Haus mehr fotografieren, ohne ein Auto mit drauf zu haben...)
Wieviele Innenstädte veröden, weil man die Einkaufszentren auf der grünen Wiese nun mal besser mit dem Auto erreichen kann?
usw.usf.

Bin nun wahrlich kein Auto-Pessimist, aber die Schattenseiten muss man schon auch sehen...

VG
Christian
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31.10.2012, 13:21
Beitrag: #71
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 11:37)913Chris schrieb:  
(30.10.2012 11:45)krasnaja schrieb:  Automobil, das Sichselbstbewegende , befriedigt wohl ein menschliches Grundbedürfnis wie essen und trinken , sich von A nach B bewegen zu können, uneingeschränkt. wie früher zupferde.
Wurden darum im amerikanischen Westen Pferdediebe generell aufgeknüft ? weil sie diese Befriedigung des Grundbedürfnisses eines anderen durch ihre Tat unmöglich machten ?

Nein, sondern weil man ohne Pferd generell aufgeschmissen war. Das Pferd war ja nicht nur Transportmittel im Westen (der ja nur etwa 20 Jahre lang wirklich "wild" war...), sondern unerlässlich für den Lebensunterhalt - jedenfalls für die, die ein Pferd besassen. Wer im amerikanischen Kolonisationsgebiet ein Pferd hatte, der brauchte es auch.
Anders als das heute bei den Autos ist.


VG
Christian

Deine Meinung kann man haben,
Du sprichst von wichtigen Leuten, also denen, die sich aus der Masse hervorhoben.
Sind diese Leute heute nicht ebenfalls aufgeschmissen, wenn sie kein Auto haben ? genauer: sie diesen Lebensstil und Standard nur dann halten können, wenn schnell mobil mit Auto und nicht nur mobil mit öffentlichem Nachverkehr ?

DAS ist die wirtschaftliche Seite, Ich habe aber die vergleichbare mentale Seite gemeint.
Wird bei einer Beschädigung des Fahrzeuges heute nicht ähnlich strenger gegenüber vergleichbaren anderen Vergehen gerichtet wie im Westen ? als Pferdediebstahl nicht wie normaler Diebstahl geahndet wird ?

z.B. Wegfahren nach Sachbeschädigung an einen anderen Fahrzeug wird immer als Fahrerflucht ausgelegt, auch wenn dieser Unfall nicht bemerkt wird.
Oder bei einer leichter Beschädigung eines anderen Fahrzeug (Stoßfängerabdeckung) - Dinge, die in Frankreich, Italien z.B. alltäglich sind, hier bricht für die meisten Autofahrer eine Welt zusammen, gefordert wird dann ein Ersatz zum Neuwert, nicht unbedingt zur Bereicherung sondern einfach darum, weil der geschädigte Autofahrer nun meint, mit dem optischen Zustand seines Fahrzeuges verglichen zu werden.

Also: Das Pferd oder das Auto als Prestige-Objekt, dem augrund seiner Stellung und Wertigkeit in der Gesellschaft eine deutslich höhere Wertschätzung zukommt
Als Antwort auf die vergleichbare Befriedigung des Bedürfnisses auf Bewegung, Mobilität, oder auch Einschränkung der Mobilität, zwiwschen Pferd und Auto weise ich auf die empfundene Härte der Strafe eines Führerscheinentzuges an.
Der Bestrafte ist in seiner Mobilität eingeschränkt. Eine reine Geldstrafe ist leichter zu verkraften.
Außer bei Alkoholikten war dem Gesetzgeber nicht die Entfernung eines Täters aus dem Straßenverkehr wichtig, es sollte zur Erziehnung eine emotional hoch empfundene Strafe sein.
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31.10.2012, 21:10
Beitrag: #72
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 13:10)913Chris schrieb:  
(31.10.2012 12:44)Suebe schrieb:  "Alle Philosophen und Manschheitsbeglücker haben dem Menschen in Wirklichkeit nur sehr wenig genützt.
Die wahre Freiheit hat er erst durch das Auto erhalten."

Allerdings hat er sich in seiner Freiheit auch gleich wieder eingesperrt.
Wieviele Ausgaben frisst so ein Auto?
Wie sehr orientieren wir unser Leben an unserer Blechkiste? (Stichworte "Des Mannes liebstes Kind", samstägliche Autowäsche, Welt-bricht-zusammen-wenn-ein-Kratzer-drin-ist usw....)
Wieviele Quadratkilometer wurden wegen der Autos zugeteert?
Wieviele Dörfer sind heute umgeben, um nicht zu sagen, umzingelt von Umgehungsstrassen?
Wieviele schöne, wertvolle, alte Häuser, ja ganze Viertel, wurden eingeebnet, um Platz für Autostraßen und Parkplätze zu schaffen? Wie viele parkende Autos verschandeln die Städte? (man kann ja kein Haus mehr fotografieren, ohne ein Auto mit drauf zu haben...)
Wieviele Innenstädte veröden, weil man die Einkaufszentren auf der grünen Wiese nun mal besser mit dem Auto erreichen kann?
usw.usf.

Bin nun wahrlich kein Auto-Pessimist, aber die Schattenseiten muss man schon auch sehen...

VG
Christian


Natürlich muss man die Schattenseiten auch sehen.

Aber:
1. Ist das nicht meine Meinung und Überzeugung. Eine Diskussion darüber erübrigt sich deshalb.
2. Hat das Leiding (Jahrgang 1913) ca. 1974 gesagt.

3. Und am wichtigsten:
Ich wollte euch frei Haus den mMn entscheidenden Grund nennen, warum es grundsätzlich zumindest mittelfristig (1-2 Jahrzehnte) keine Umkehr im Individualverkehr geben wird.

Die Freiheit! heute Nachmittag, da mich das Wetter hier ankotzt, 2-3 Tage nach Südtirol zum Torkeln zu fahren. Oder auch nicht.
Morgen früh, kurz nach Freiburg, nachschauen ob der Junior auch mal was ernsthaftes macht, nicht nur den diversen Vergnügungen nachgeht.
Oder auch nicht.

Versteht man, was ich damit ausdrücken will?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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01.11.2012, 10:15
Beitrag: #73
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 12:44)Suebe schrieb:  "Alle Philosophen und Manschheitsbeglücker haben dem Menschen in Wirklichkeit nur sehr wenig genützt.
Die wahre Freiheit hat er erst durch das Auto erhalten."

Grenzenlose Freiheit für jeden gibt es nicht. Das ist nun mal Fakt. Egal, um welche Freiheit es geht- je mehr Freiheiten ich mir herausnehme, um so mehr schränke ich die Freiheiten eines anderen ein. Das gilt für jede Art von Freiheit, auch für die Autofahrer.

Solange ein Auto oder auch ein Motorrad nicht völlig geräuschlos und völlig ohne Abgase fährt, schränkt es mit jeder Fahrt die Freiheit anderer ein.

Ich wohne hier am Fuße eines Berges, der bei schönem Wetter sehr gerne von Motorradfahrern frequentiert wird, die dort so gerne ihre Freiheit ausleben wollen.
Ich würde mich bei schönem Wetter ganz gerne abends auf den Balkon setzen, den Vögeln zuhören oder dem Rauschen der Blätter.
Deise Freiheit habe ich aber nicht- weil ständig irgendwelche Idioten meinne, ihre Maschinen bis zum Anschlag aufdrehen zu müssen. Bei den gelegentlich durchgeführten Kontrollen wird dann auch regelmäßig festgestellt, daß ein sehr großer Prozentsatz die Maschinen manipuliert, damit sie schön laut sind. Denn offensichtlich kann man nicht Motorrad fahren, wenn es leise ist. Das hat negative Auswirklungne auf das Freiheitsgefühl der armen Motorradfahrer....

Natürlich macht das Auto unabhängig und frei. Allerdings muss man sich vielleicht auch bei Gelegenheit überlegen, ob die Strukturen, die geschaffen wurden, für die man das Auto braucht, vielleicht nicht deshalb so sind, wie sie sind, weil so viele ein Auto haben.

Ist es heute wirklich noch ein zeichen von Freiheit, ein Auto zu haben- oder bedeutet heute der Nichtbesitz eines Autos nicht eigentlich, daß man vom Gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist?

In dem Fall wäre ein Auto aber keine Freiheit mehr, sondern ein Zwang...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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01.11.2012, 13:01
Beitrag: #74
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 10:15)Bunbury schrieb:  
(31.10.2012 12:44)Suebe schrieb:  "Alle Philosophen und Manschheitsbeglücker haben dem Menschen in Wirklichkeit nur sehr wenig genützt.
Die wahre Freiheit hat er erst durch das Auto erhalten."

Grenzenlose Freiheit für jeden gibt es nicht. Das ist nun mal Fakt. Egal, um welche Freiheit es geht- je mehr Freiheiten ich mir herausnehme, um so mehr schränke ich die Freiheiten eines anderen ein. Das gilt für jede Art von Freiheit, auch für die Autofahrer.

Solange ein Auto oder auch ein Motorrad nicht völlig geräuschlos und völlig ohne Abgase fährt, schränkt es mit jeder Fahrt die Freiheit anderer ein.

Ich wohne hier am Fuße eines Berges, der bei schönem Wetter sehr gerne von Motorradfahrern frequentiert wird, die dort so gerne ihre Freiheit ausleben wollen.
Ich würde mich bei schönem Wetter ganz gerne abends auf den Balkon setzen, den Vögeln zuhören oder dem Rauschen der Blätter.
Deise Freiheit habe ich aber nicht- weil ständig irgendwelche Idioten meinne, ihre Maschinen bis zum Anschlag aufdrehen zu müssen. Bei den gelegentlich durchgeführten Kontrollen wird dann auch regelmäßig festgestellt, daß ein sehr großer Prozentsatz die Maschinen manipuliert, damit sie schön laut sind. Denn offensichtlich kann man nicht Motorrad fahren, wenn es leise ist. Das hat negative Auswirklungne auf das Freiheitsgefühl der armen Motorradfahrer....

Natürlich macht das Auto unabhängig und frei. Allerdings muss man sich vielleicht auch bei Gelegenheit überlegen, ob die Strukturen, die geschaffen wurden, für die man das Auto braucht, vielleicht nicht deshalb so sind, wie sie sind, weil so viele ein Auto haben.

Ist es heute wirklich noch ein zeichen von Freiheit, ein Auto zu haben- oder bedeutet heute der Nichtbesitz eines Autos nicht eigentlich, daß man vom Gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist?

In dem Fall wäre ein Auto aber keine Freiheit mehr, sondern ein Zwang...
,


Wunderbar.
Alles richtig.
Alles Allgemeinplätze.
Es wird dir fast jeder recht geben.
Nur, und das bemühe ich mich jetzt bald seit Adam und Eva euch beizubringen, es ist bei weitem noch nicht bei jedem angekommen. Ganz im Gegenteil, dafür sind noch mindestens 1-2 Jahrzehnte Zeit anzusetzen.
Und bis dahin wird nichts geschehen, Confused

außer den üblichen Kanzelreden siehe oben. Angry
Die jeder mit Lippenbekenntnissen im Dutzend absegnen wird. Lippenbekenntnisse kosten nichts, verpflichten zu nichts, sind also überaus wohlfeil.

Jetzt packt mich echt der Frust. Warum habe ich die ganze Zeit die ich diese Woche übrig hatte, für diese sinnlose Diskussion eingesetzt?????


Edit:
Ach, eins noch, das E-Bike meiner Frau feiert im Mai sein 10-jähriges, Hercules Elektra, hat drei Akku-Sätze auf 9.000 km gebraucht, angeschafft zu einer Zeit, als 90% der Bevölkerung nicht mal wusste was das ist.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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01.11.2012, 13:04
Beitrag: #75
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 10:15)Bunbury schrieb:  Grenzenlose Freiheit für jeden gibt es nicht. Das ist nun mal Fakt. Egal, um welche Freiheit es geht- je mehr Freiheiten ich mir herausnehme, um so mehr schränke ich die Freiheiten eines anderen ein. Das gilt für jede Art von Freiheit, auch für die Autofahrer.

Solange ein Auto oder auch ein Motorrad nicht völlig geräuschlos und völlig ohne Abgase fährt, schränkt es mit jeder Fahrt die Freiheit anderer ein.

Ich wohne hier am Fuße eines Berges, der bei schönem Wetter sehr gerne von Motorradfahrern frequentiert wird, die dort so gerne ihre Freiheit ausleben wollen.
Ich würde mich bei schönem Wetter ganz gerne abends auf den Balkon setzen, den Vögeln zuhören oder dem Rauschen der Blätter.
Deise Freiheit habe ich aber nicht- weil ständig irgendwelche Idioten meinne, ihre Maschinen bis zum Anschlag aufdrehen zu müssen. Bei den gelegentlich durchgeführten Kontrollen wird dann auch regelmäßig festgestellt, daß ein sehr großer Prozentsatz die Maschinen manipuliert, damit sie schön laut sind. Denn offensichtlich kann man nicht Motorrad fahren, wenn es leise ist. Das hat negative Auswirklungne auf das Freiheitsgefühl der armen Motorradfahrer....

Das geht dir nicht alleine so, ich wohne in der Nähe eines beliebten Naherholungsgebietes. Am Wochenende fallen die Leute aus dem Umland ein, um dort spazieren zu gehen. Die kommen mit Autos, Motorrädern, im Sommer am liebsten mit offenem Dach, man möchte wohl gesehen und gehört werden. Für mich bedeutet das, ohne Oropax kann ich meinen Balkon nicht geniessen. Inzwischen habe ich meinen Frieden damit gemacht.

Eine Lösung der Abgas- und Lärmprobleme wären mE die E-Autos. Auf den Nordseeinseln fand ich die sehr angenehm. Da fahren die aber sehr langsam und es sind nur wenige. Wenn ich mir vorstelle, jeder führe so ein E-Mobil, auch die hektischen Lieferanten und dann mit mind. 50 km/h oder schneller, wäre das dritte, große Autoproblem, die gefährliche Zerschneidung des Raums wahrscheinlich noch gravierender, weil man die Gefahr nicht mehr hören könnte.



(01.11.2012 10:15)Bunbury schrieb:  Natürlich macht das Auto unabhängig und frei. Allerdings muss man sich vielleicht auch bei Gelegenheit überlegen, ob die Strukturen, die geschaffen wurden, für die man das Auto braucht, vielleicht nicht deshalb so sind, wie sie sind, weil so viele ein Auto haben.
Ist es heute wirklich noch ein zeichen von Freiheit, ein Auto zu haben- oder bedeutet heute der Nichtbesitz eines Autos nicht eigentlich, daß man vom Gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen ist?

In dem Fall wäre ein Auto aber keine Freiheit mehr, sondern ein Zwang...
Besonders unfrei fühle ich mich ohne Auto nicht. Eigentlich komme ich überall hin, wo ich hinwill. Es kommt natürlich darauf an, wo man wohnt. Viele vermeintliche Vorteile des Autos sind nur Gewohnheit oder schon Vergangenheit.
Neulich habe ich mal wieder eine Landpartie mit dem Auto gemacht, das angepeilte Ziel haben wir problemlos erreicht. Als wir dann dachten, jetzt fahren wir auf Sicht und suchen ein nettes Draußenlokal, um entspannt in schöner Umgebung, was zu essen, wurde es anstrengend. Spontan anhalten geht nicht, nicht mal auf dem Lande. Entdeckten wir ein schönes Café oder Hinweisschild, waren wir schon dran vorbei. Man hat ja nicht die Freiheit, so langsam zu fahren, wie es einem angenehm wäre.
Das kenne ich von Radtouren ganz anders, da ist jede Bank mit schöner Aussicht meine, weil ich die Freiheit habe, überall anzuhalten und einzukehren. Landschaft angucken und genießen, geht noch nicht mal mehr auf Landstraßen, auf Autobahnen sowieso nicht.
Reise mit dem Auto, eigentlich jeder Weg, ist nur noch anstrengende Funktion, um nach Plan von A nach B zu kommen. Das ist doch keine Freiheit.

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der bei Autofahrern durchklingt, obwohl sie es selten offen aussprechen. Im eigenen Auto zu fahren, bedeutet Verlängerung der Privatsphäre und Abgrenzung. Man muß sich dann nicht, wie in den Öffis, mit Menschen aller Schichten in einem öffentlichen Raum bewegen.
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01.11.2012, 14:34
Beitrag: #76
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 13:01)Suebe schrieb:  Wunderbar.
Alles richtig.
Alles Allgemeinplätze.
Es wird dir fast jeder recht geben.
Nur, und das bemühe ich mich jetzt bald seit Adam und Eva euch beizubringen, es ist bei weitem noch nicht bei jedem angekommen. Ganz im Gegenteil, dafür sind noch mindestens 1-2 Jahrzehnte Zeit anzusetzen.
Und bis dahin wird nichts geschehen, Confused

außer den üblichen Kanzelreden siehe oben. Angry
Die jeder mit Lippenbekenntnissen im Dutzend absegnen wird. Lippenbekenntnisse kosten nichts, verpflichten zu nichts, sind also überaus wohlfeil.

Jetzt packt mich echt der Frust. Warum habe ich die ganze Zeit die ich diese Woche übrig hatte, für diese sinnlose Diskussion eingesetzt?????


Edit:
Ach, eins noch, das E-Bike meiner Frau feiert im Mai sein 10-jähriges, Hercules Elektra, hat drei Akku-Sätze auf 9.000 km gebraucht, angeschafft zu einer Zeit, als 90% der Bevölkerung nicht mal wusste was das ist.

Nun jammer hier mal nicht rum.Wink
Wenn du einen beliebig intrepretierbaren Satz in die Diskussion wirfst, dann mußt du erst mal damit rechnen, daß jedre darauf antwortet, was er zu sagen hat. Und wenn es so ein Allgemeinplatz ist, dann mussst du auch mit Allgemeinplätzen als Antwort rechnen.

Ich wollte heute morgen eigentlich auch etwas gaaaaaaanz anderes schreiben, aber da das nun mal kein Blog ist, auf dem ich nur meine Lebensweisheiten zum Besten gebe, antworte ich schon mal auf das, was andere scheiben. Wink


Was willst du uns denn beibringen? Ich habe es ehrlich gesagt, noch nicht so ganz geschnallt. Der Kernsatz deiner Aussagen lautet: Der Individualverkehr ist nicht schuld am verkehrskollaps, die Autofahrer sind eigentlich nicht die Bösen, und die nächsen 20 Jahre wird sich daran nichts ändern, daß es Individualvrekehr gibt.
Ich habe momentan echt Schwieirgkeiten zu begreifen, was du willst- und dementsprechend kann ich auch gar nicht sehen, in welche Richtung eine dich zufriedenstellende Antwort gehen kann.


So, jetzt habe ich natürlich keine große Zeit mehr, aber das was ich zu sagen hatte, hatte etwas mit dem Umzug der Allianz von Frankfurt nach Eschborn zu tun...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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01.11.2012, 17:54
Beitrag: #77
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 21:10)Suebe schrieb:  Die Freiheit! heute Nachmittag, da mich das Wetter hier ankotzt, 2-3 Tage nach Südtirol zum Torkeln zu fahren. Oder auch nicht.
Morgen früh, kurz nach Freiburg, nachschauen ob der Junior auch mal was ernsthaftes macht, nicht nur den diversen Vergnügungen nachgeht.
Oder auch nicht.

Versteht man, was ich damit ausdrücken will?
Ja, ich verstehe dich. Sogar sehr gut. Keine Ahnung, ob dir das ein Trost ist?
Ich könnte wenn ich wollte und die Vorraussetzungen dafür habe. Oder eben auch nicht. Das ist neben anderem ein Maß für die Freiheit.

Aber Chris, Bunbury und Renegat verstehe ich auch. Zumindest versuche ich es bzw. bilde es mir ein.
Wobei Chris die ganze Angelegenheit wohl sehr realistisch sieht.
Die beiden anderen sicher auch, aber bei ihnen steckt auch eine gewisse Portion Ideologie und Trauer mit drin. Wobei ich das mit der Trauer noch nicht genau umschreiben kann.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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01.11.2012, 23:11
Beitrag: #78
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 17:54)Wallenstein schrieb:  
(31.10.2012 21:10)Suebe schrieb:  Die Freiheit! heute Nachmittag, da mich das Wetter hier ankotzt, 2-3 Tage nach Südtirol zum Torkeln zu fahren. Oder auch nicht.
Morgen früh, kurz nach Freiburg, nachschauen ob der Junior auch mal was ernsthaftes macht, nicht nur den diversen Vergnügungen nachgeht.
Oder auch nicht.

Versteht man, was ich damit ausdrücken will?
Ja, ich verstehe dich. Sogar sehr gut. Keine Ahnung, ob dir das ein Trost ist?
Ich könnte wenn ich wollte und die Vorraussetzungen dafür habe. Oder eben auch nicht. Das ist neben anderem ein Maß für die Freiheit.

Aber Chris, Bunbury und Renegat verstehe ich auch. Zumindest versuche ich es bzw. bilde es mir ein.
Wobei Chris die ganze Angelegenheit wohl sehr realistisch sieht.
Die beiden anderen sicher auch, aber bei ihnen steckt auch eine gewisse Portion Ideologie und Trauer mit drin. Wobei ich das mit der Trauer noch nicht genau umschreiben kann.


Nein, du verstehst mich nicht.
Die Tröstung ist deshalb auch klein.

Was ich hier, vermutlich endgültig vergeblich,
rüberbringen will ist:
Alles was ihr zum Thema Individual-Verkehr schreibt ist richtig. Es geht aber aus verschiedenen Gründen am Kern des Problems vorbei.

Ist den eifrigen Diskutanten eigentlich dies bekannt?
"Lastwagen, die länger sind als bislang im Straßenverkehr zugelassen, werden Lang-Lkw oder Gigaliner genannt. Heutige Lastzüge haben eine Länge von bis zu 18,75 Metern und ein Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen. Gigaliner sind mit 25,25 Meter viel länger und bis zu 60 Tonnen schwer - allerdings ist ihr Gewicht in Deutschland derzeit auf 40 Tonnen begrenzt. Nur Lastwagenfahrer mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung dürfen einen Gigaliner fahren. Auf Autobahnen dürfen Lang-Lkw nicht überholen, auf anderen Straßen nur solche Fahrzeuge, die höchstens 25 Stundenkilometer fahren."
aus der Süddeutschen vom 17. September
link:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pr...-1.1469888

dahin geht der Weg.
Aber natürlich alles unter dem Fähnchen "Umweltbelatung senken"
Und wir alle werden des Irrsinns fette Beute.

Das blendend funktionierende Frachtsystem der Schiene wird endgültig fertiggemacht. Ein einziger Güterwagen der Bahn packt ebenfalls 60 Tonnen, der Gleisunterbau der Bahn verträgt dies aber. Unsere Straßen niemals.

Da redet aber keiner davon.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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01.11.2012, 23:17
Beitrag: #79
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Vielleicht trifft es das mit der Trauer schon ganz gut. Denn das mit der Freiheit- das klingt für mich einfach albern.
Ich habe ein Auto. Und trotzdem kann ich eben nicht, wenn mich das Wetter hier ankotzt, für zwei bis drei Tage woanders hinfahren. Ich kann noch nicht mal woanders hinfahren, wenn mich etwas anderes ankotzt.
Ich habe ein Auto, aber warum soll ein Auto Freiheit bedeuten?
Ein Auto kann- auch wenn man von Umweltschutz, Lärm, Verkehrskollaps absieht- nur dann Freiheit bedeuten, wenn es ansonsten nichts gibt, was einen hält.
Und wenn es ansonsten etwas gibt, das einen bindet- dann ändert das Auto auch nichts daran, oder?

Dann zitiere ich hier mal etwas anderes:
"Freedom is just another word for nothing left to lose"...
(Janice Joplin)

Ich habe mich ja heute nachmittag, weil ich gerade mal nichts andres zu tun hatte, ein bißchen darüber nachgedacht, was das Auto so für mich bedeutet.
Ich hasse Autofahren. Hier zumindest. Mir fällt kaum etwas anderes ein, was eine derartige sinnlose Zeitvergeudung ist, als in einem Auto Stoßstange an Stoßstange über asphaltierte Straßen zu kriechen. Wow, was für eine grenzenlose Freiheit. Gibt es etwas sinnloseres im Leben als in einer gottverdammten Autoschlange zu stehen? zeit, die man für so viel interessantere Dinge nutzen könnte, damit zu verbringen, ungefähr 100 mal die Minute das Nummernschild des Vordermannes zu lesen und sich zu überlegen, was man mit dieser sinnlosen Zahlenkobination anfangen könnte?
Und doch muss man es. Weil uns unser verdammtes modernes Leben irgendwie dazu zwingt.
Heute beispielsweise. Der Grund, warum ich überhaupt ein Auto habe. Weil alles so gottverdammt hektisch ist und unter zeitdruck stattfindet. Ohne Auto wäre es mir einfach nicht möglich, die räumliche Entfernung in der mir zur Verfügung stehenden Zeit zu überbrücken.
Heute- ganz klassisch. Sohnemann muss zur Allergiespritze in die Nachbarstadt. Er hat bis 15.15 Uhr Schule, muss bis spätestens 16.00 Uhr in der Praxis sein. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln würde er es nicht schaffen. Völlig unmöglich. Also muss ich ihn fahren. Sinnlos durch den Stau. Mit anderen Müttern, die wahrscheinlich genauso gute Gründe haben wie ich, das Kind von der Schule abzuholen, um die wenigen Parkpplätze streiten. Im Schnekcentempo durch die Stadt. Und dann-ab ins Parkhaus. 22 freie Plätze zeigt die Anzeige an. Aber Pustekuchen. Die Parkplätze sind nämlich so gottverdammt eng geschnitten, daß die von mir so heigeliebten SUV´s immer mehr Platz brauchen als die Linien gezogen sind. Und somit sind viele scheinbar freie Parkplätze allenfalls noch fahrradtauglich. Nach dreimaligem kreisen finde ich dann endlich einen Parkplatz, zwischen einem Corsa und einem andern Golf.
Von Freiheit merke ich dabei nichts. Eher denke ich dabei an das 20 Jahre alte Lied von Badesalz "Senor de Pledes, fahr weg den mercedes. Platzda mit deinem masda- und den passaat, den mach ich plaaat.."
(Und wegen der Allergiespritze hatte ich dann auch zeit, darüer nachzudenken, was der Suebe jetzt eigentlich von mir hören will... eine halbe Stunde warten, ob es keinen Anfall gibt..)

Aber das Autofahren hat natürlich auch schöne Seiten. Nur nich hier. Im urlaub. In den grandiosen schottischen Higlands, wo man auf einer vielbefahrenen Singeletrack Road so ugnefähr 15 Autos auf 60 km trifft. Wo man sich einfach, weil es schön ist, an einen dieser passing Places stellt und stehen bleibt, die Wasserfälle zählt, die die Berghänge der weiten Glens herunterstürzt. Oder anhält, um die Adler kreisen zu sehen. Die Sonne hinter den bergen versinken zu sehen.
Ja, das sind die drei Wochen im Jahr, in denen auch ich dem Autofahren etwas abgewinnen kann, in denen ich es nicht für sinnlos vergeudete Zeit halte...Ja, hier kann ich einen Zusammenhang zwischen "Auto und Freiheit entdecken."

Aber nicht hier. Nicht die anderen 49 Wochen im jahr...

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01.11.2012, 23:36
Beitrag: #80
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 23:11)Suebe schrieb:  Nein, du verstehst mich nicht.
Die Tröstung ist deshalb auch klein.

Was ich hier, vermutlich endgültig vergeblich,
rüberbringen will ist:
Alles was ihr zum Thema Individual-Verkehr schreibt ist richtig. Es geht aber aus verschiedenen Gründen am Kern des Problems vorbei.

Aha, hier haben wir jetzt endlich des Pudels Kern.
Ich rede vom Individualverkehr.
Und ich rede deswegen davon, weil ich jeden Morgen einen rein durch (überflüssigen) Individualverkehr verursachten Verkehrskollaps vor der Nase habe. Und das ist in der tat so. Vielleicht führe ich das bei Gelegenheit auch mal näher aus.
Das Rhein-Main-Gebiet steuert auf einen absoluten verkehrskollaps zu- und das eben nicht nur oder nicht in erster Linie wegen des Güterverkehrs. Hier gibt es im Bereich des Individualverkehrs derartig viele katastrophale strukturelle Fehlentscheidungen, daß ich am liebsten "Scotty, beamen" sagen würde...

Ich habe mit Absicht den Güterverkehr weitestgehend ausgeklammert, weil das meiner Meinung nach in diesem Thread bei seiner Überschrift fehl am Platz ist. Was hat der Güterverkehr letztendlich mit der gegenwärtigen Rolle des KFZs als Spiegel unserer modernen Gesellschaft zu tun?

Für mich sind das zwei völlig unterschiedliche Themenkreise.

(01.11.2012 23:11)Suebe schrieb:  Ist den eifrigen Diskutanten eigentlich dies bekannt?
"Lastwagen, die länger sind als bislang im Straßenverkehr zugelassen, werden Lang-Lkw oder Gigaliner genannt. Heutige Lastzüge haben eine Länge von bis zu 18,75 Metern und ein Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen. Gigaliner sind mit 25,25 Meter viel länger und bis zu 60 Tonnen schwer - allerdings ist ihr Gewicht in Deutschland derzeit auf 40 Tonnen begrenzt. Nur Lastwagenfahrer mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung dürfen einen Gigaliner fahren. Auf Autobahnen dürfen Lang-Lkw nicht überholen, auf anderen Straßen nur solche Fahrzeuge, die höchstens 25 Stundenkilometer fahren."
aus der Süddeutschen vom 17. September
link:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pr...-1.1469888

dahin geht der Weg.
Aber natürlich alles unter dem Fähnchen "Umweltbelatung senken"
Und wir alle werden des Irrsinns fette Beute.

Das blendend funktionierende Frachtsystem der Schiene wird endgültig fertiggemacht. Ein einziger Güterwagen der Bahn packt ebenfalls 60 Tonnen, der Gleisunterbau der Bahn verträgt dies aber. Unsere Straßen niemals.

Da redet aber keiner davon.

Erstens kenne ich das Problem mit den sogenannten Gigalinern. Ich weiß nicht, wer den Blödsinn verzapft hat, daß das angeblich dem umweltschutz dienen soll- das ist so kompletter Unfug, daß ich hier zum Rumpestilzchen werden könnte. Naja, eher zum Rumpelstilz. Das "Chen" lassen wir mal weg...
ja, diese Probleme kenne ich. Und ich denke, wir stimmen, was das anbetrifft, durchaus überein.

Wo wir offensichtlich nicht übereinstimmen, ist, daß es deiner Meinung nach recht egal zu sein scheint, welche Fehler im bereich des Individualverkehrs gemacht werden, solange solche Böcke im Bereich des Güterverkehrs geschossen werden.

Ich bin da ganz anderer Meinung. Ich glaube nicht, daß man die strukturellen Probleme des Individualverkehrs vernachlässigen kann, nur weil der Güterverkehr größere Probleme macht.

Das ist nämlich nicht überall der Fall. Der Verkehrskollaps hier vor der Haustür hat mit dem Güterverkehr nichts zu tun.
Die täglich 30.000 Fahrzeuge, die sich durch die schmale Hauptstraße unseres Vorortes zwängen, sind zu 99% PKW, 0,8 % Lieferwagen und nur 0,2 % Lastwagen.... (das ist jetzt wieder die geschichte mit Frankfurt und Eschborn, aber die erzähle ich jetzt dann doch nicht mehr...)

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