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Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
02.11.2012, 08:57
Beitrag: #81
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Hier wird um des Kaisers Bart diskutiert. Nur 1 Aspekt spreche ich hier an:
Verkehrskollaps in einigen Gemeinden durch den Güterverkehr aber auch den Individualverkehr auf den Straßen:.
- starke Umwelbelastung in einer Gemeinde: Verkehrsunfälle, Zerstörung der Bausub stanz der Häuser duch Vibration, die gewachsene Struktur eines Ortes wird durch eine verkehrsreiche Straße zerschnitten, weil ihre Überquerung gefährlich ist.
Gesunkener Verkehrswert der Häuser. Schmutz , Alles stimmt.

Nun soll eine Ortsumgehung gebaut werden: Die normalen Bürger sind dafür , auch die Grundbesitzer, diese ihre alte Wiese nun zum Höchstpreis verkaufen. Nicht aber der Tankstellenbesitzer und der Hotellier am Ende des Ortes. auch nicht der Wirt vom "Ochsen" oder vom "Fränkischen Hof" und auch nicht die Naturschützer

Und der Interessenskonflikt ist da.

Jeder von uns partizipiert vom Güterverkehr auf der Straße:
- Lieferung "in time" an einer bestimmten Stelle, ist nur mit LKW möglich.
- "in time" bedeutet geringere Kosten für einen Produzenten = kaum Lagerhaltung,
vom LKW direkt in die Fertigung , d.h. geringere Fertigungskosten, die ALLEN
zugute kommen.

Und nun zum Individualverkehr:
Es musste ja das Häuschen im Grünen sein, das nur mit dem Auto erreichbar ist
(mit 2 Autos, eines für den Gatten, um zur Arbeit zu fahren und eines für die Frau Gemahlin, für die Betreuung der Kinder und ihrer individuellen Lebensgestaltung)
Ist kein Bedarf am öffentlichen Nahverkehr, wird dieser reduziert oder ganz eingestellt.
Mit dem Rad zur Straße zu fahren, um dort 10 min auf einen Buss zu warten ?
DAS geht doch gar nicht.
Mit jedem Autokauf wird den Kommunen die Grundlage für den Unterhalt des Öffentlichen Nahverkehrs entzogen, zumindest auf dem Land..
Urbanes Wohnen, das wäre der Garaus für den Verkehrskollaps in den Randgemeinden der Städte.
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02.11.2012, 11:16
Beitrag: #82
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(31.10.2012 21:10)Suebe schrieb:  3. Und am wichtigsten:
Ich wollte euch frei Haus den mMn entscheidenden Grund nennen, warum es grundsätzlich zumindest mittelfristig (1-2 Jahrzehnte) keine Umkehr im Individualverkehr geben wird.

Da bin ich bei dir. Leiding mag das 1974 gesagt haben, aber er hätte es schon viel früher sagen können. Die Massenmotorisierung setzet in Deutschland mit den 50er Jahren ein. Schon damals quälte man die Autos über den Brenner nach Italien, wo man sich am "Teutonengrill" die große Urlaubsfreiheit mit hunderttausenden anderen "Individualisten" teilte.

VG
Christian
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02.11.2012, 12:35
Beitrag: #83
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(01.11.2012 23:36)Bunbury schrieb:  
(01.11.2012 23:11)Suebe schrieb:  Nein, du verstehst mich nicht.
Die Tröstung ist deshalb auch klein.

Was ich hier, vermutlich endgültig vergeblich,
rüberbringen will ist:
Alles was ihr zum Thema Individual-Verkehr schreibt ist richtig. Es geht aber aus verschiedenen Gründen am Kern des Problems vorbei.

Aha, hier haben wir jetzt endlich des Pudels Kern.
Ich rede vom Individualverkehr.
Und ich rede deswegen davon, weil ich jeden Morgen einen rein durch (überflüssigen) Individualverkehr verursachten Verkehrskollaps vor der Nase habe. Und das ist in der tat so. Vielleicht führe ich das bei Gelegenheit auch mal näher aus.
Das Rhein-Main-Gebiet steuert auf einen absoluten verkehrskollaps zu- und das eben nicht nur oder nicht in erster Linie wegen des Güterverkehrs. Hier gibt es im Bereich des Individualverkehrs derartig viele katastrophale strukturelle Fehlentscheidungen, daß ich am liebsten "Scotty, beamen" sagen würde...

Ich habe mit Absicht den Güterverkehr weitestgehend ausgeklammert, weil das meiner Meinung nach in diesem Thread bei seiner Überschrift fehl am Platz ist. Was hat der Güterverkehr letztendlich mit der gegenwärtigen Rolle des KFZs als Spiegel unserer modernen Gesellschaft zu tun?

Für mich sind das zwei völlig unterschiedliche Themenkreise.

(01.11.2012 23:11)Suebe schrieb:  Ist den eifrigen Diskutanten eigentlich dies bekannt?
"Lastwagen, die länger sind als bislang im Straßenverkehr zugelassen, werden Lang-Lkw oder Gigaliner genannt. Heutige Lastzüge haben eine Länge von bis zu 18,75 Metern und ein Gesamtzuggewicht von 40 Tonnen. Gigaliner sind mit 25,25 Meter viel länger und bis zu 60 Tonnen schwer - allerdings ist ihr Gewicht in Deutschland derzeit auf 40 Tonnen begrenzt. Nur Lastwagenfahrer mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung dürfen einen Gigaliner fahren. Auf Autobahnen dürfen Lang-Lkw nicht überholen, auf anderen Straßen nur solche Fahrzeuge, die höchstens 25 Stundenkilometer fahren."
aus der Süddeutschen vom 17. September
link:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pr...-1.1469888

dahin geht der Weg.
Aber natürlich alles unter dem Fähnchen "Umweltbelatung senken"
Und wir alle werden des Irrsinns fette Beute.

Das blendend funktionierende Frachtsystem der Schiene wird endgültig fertiggemacht. Ein einziger Güterwagen der Bahn packt ebenfalls 60 Tonnen, der Gleisunterbau der Bahn verträgt dies aber. Unsere Straßen niemals.

Da redet aber keiner davon.

Erstens kenne ich das Problem mit den sogenannten Gigalinern. Ich weiß nicht, wer den Blödsinn verzapft hat, daß das angeblich dem umweltschutz dienen soll- das ist so kompletter Unfug, daß ich hier zum Rumpestilzchen werden könnte. Naja, eher zum Rumpelstilz. Das "Chen" lassen wir mal weg...
ja, diese Probleme kenne ich. Und ich denke, wir stimmen, was das anbetrifft, durchaus überein.

Wo wir offensichtlich nicht übereinstimmen, ist, daß es deiner Meinung nach recht egal zu sein scheint, welche Fehler im bereich des Individualverkehrs gemacht werden, solange solche Böcke im Bereich des Güterverkehrs geschossen werden.

Ich bin da ganz anderer Meinung. Ich glaube nicht, daß man die strukturellen Probleme des Individualverkehrs vernachlässigen kann, nur weil der Güterverkehr größere Probleme macht.

Das ist nämlich nicht überall der Fall. Der Verkehrskollaps hier vor der Haustür hat mit dem Güterverkehr nichts zu tun.
Die täglich 30.000 Fahrzeuge, die sich durch die schmale Hauptstraße unseres Vorortes zwängen, sind zu 99% PKW, 0,8 % Lieferwagen und nur 0,2 % Lastwagen.... (das ist jetzt wieder die geschichte mit Frankfurt und Eschborn, aber die erzähle ich jetzt dann doch nicht mehr...)



Es ist zweifellos festzustellen, dass hier die meisten/alle weiter sind als die Masse. Zumindest was die Einschätzung der Umweltbelastung durch den Individual-Verkehr angeht.
Aber die Masse ist nicht so weit! Die hängt nicht nur ein bißchen hinterher. Und lasst euch von Lippenbekenntnissen nicht irremachen.

Heute noch bekommt die Masse der engagierten Umweltfreunde einen Horror beim Gedanken E10 in ihr geliebtes Fuhrwerk zu tanken. Das Wägelchen könnte ja Schaden nehmen............ was ausgemachter Quark ist, die Karre verträgt es oder nicht, was ohne weiteres in 1 Minute abzuklären ist.
Das ist Umweltbewusstsein in Wirklichkeit, sozusagen "Hardcore".


Und mit dirigistischen Maßnahmen ist dem Individual-Verkehr nicht beizukommen. Und das wissen die Entscheidungsträger sehr gut.
Siehe "Freie Fahrt für Freie Bürger"
die Regierung die da unerwünschtes veranlasst wird "weggefegt"
oder es wird befürchtet, dass sie weggefegt wird, was auf dasselbe hinaus läuft.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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02.11.2012, 22:12
Beitrag: #84
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(02.11.2012 08:57)krasnaja schrieb:  Und nun zum Individualverkehr:
Es musste ja das Häuschen im Grünen sein, das nur mit dem Auto erreichbar ist
(mit 2 Autos, eines für den Gatten, um zur Arbeit zu fahren und eines für die Frau Gemahlin, für die Betreuung der Kinder und ihrer individuellen Lebensgestaltung)
Ist kein Bedarf am öffentlichen Nahverkehr, wird dieser reduziert oder ganz eingestellt.
Mit dem Rad zur Straße zu fahren, um dort 10 min auf einen Buss zu warten ?
DAS geht doch gar nicht.
Mit jedem Autokauf wird den Kommunen die Grundlage für den Unterhalt des Öffentlichen Nahverkehrs entzogen, zumindest auf dem Land..
Urbanes Wohnen, das wäre der Garaus für den Verkehrskollaps in den Randgemeinden der Städte.

ja, die Argumentationsweise kenne ich, sie mag in Hamburg und Umgebung auch zutreffend sein, hier geht sie an der Realität vorbei.

Das öffentliche Verkehrsnetz im Rhein-Main_Gebiet ist ganz einfach aufgebaut- man kommt von jedem leidlich großen Kaff sehr gut nach Frankfurt rein und abends auch wieder raus.
Arbeitet also jemand in Frankfurt City, ist der öffentliche Personen- Nah-Verkehr absolut ideal. naja, gut, natürlich nur, solange sich nicht wieder mal ein Selbstmörder vor die U-Bahn wirft, was gelegentlich vorkommt.

Was hier aber überhaupt nicht funktioniert, ist, wenn man von Kaff A nach kaff B kommen will. Da ist der öffentliche personennahverkehr derartig mangelhaft, daß es manchmal günstiger ist, mit der bahn nach Frankfurt rein zufahren und dort umzusteigen in die Bahn, die dann wieder rausfährt.
Ich hatte mal eine Schulung in der Nachbargemeinde, und weil ich gleich an der U-Bahn Station wohnte und das Schulungsgebäude in der Nachbarstadt 5 Minuten von der haltestelle der anderen U-Bahn-Linie entfernt war, dachte ich, ich lasse das Auto einfach mal stehen und nehme die öffentlichen Verkehrsmittel. Dazu mußte ich halt einmal von der einen u-Bahn in die S-Bahn umsteigen und dann wieder von der S-Bahn in die andere U-Bahn-Linie. Sie fahrpläne sind aber danach ausgrichtet, daß man nach Frankfurt will. Also fährt die S-Bahn Richtung Frankfurt kurz nach der Ankunft der U-Bahn am hiesigen Bahnhof. Nicht aber in die Gegenrichtung. Die war gerade gefahren, also 18 Minuten Wartezeit. Und dann nochmal 14 Minuten Wartezeit auf die andere U-Bahn. Insgesamt war ich 1 Stunde unterwegs- für eine Strecke, für die ich im Berufsverkehr 20 Minuten brauche und ansonsten 10.
Sorry, aber die zeit hat heutezutage keiner.
Also fuhr ich zum zweiten Schulungstag dann doch wieder mit dem Auto.

Und das ist jetzt eine gute Gelegenheit, die Geschichte mit dem Umzug der Allianz von Frankfurt nach Eschborn wieder aufzugreifen.
Also, die Allianz saß in Frankfurt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ganz gut zu erreichen, von ungefähr jedem kaff aus im Rhein-Main-Gebiet. Soviel Infrastruktur kostet natürlich. Und zwar viel. Und deswegen ist der Gewerbesteuerhebesatz in Frankfurt auch hoch.
In Eschborn nicht. Eschborn ist verdammt günstig. In Eschborn gibt es viel grüne Wiese. Ja, irgendwo gibt es auch eine S-Bahn Station mit P+R parkplatz. Schließlich gibt es ja auch noch tatsächlich leute, die von Eschborn nach Frankfurt fahren. So, und deswegen kann es sich Eschborn auch leisten, einen ganz, ganz niedrigen Gewerbesteuerhebesatz zu haben. Und das spart einem Unternehmen, das von Frankfurt aus nach Eschborn zieht, ganz schön viele Steuern....
Nur müssen jetzt in Zukunft ganz viele Leute aus ganz vielen Käffern nicht mehr nach Frankfurt, sondern nach Eschborn fahren. Eine Freundin von mir, die in Eschborn arbeitet, hat das mit dem Öffentlichen Personen Nahverkehr mal ausprobiert. Es ist nicht zu schaffen. Nicht in der Zeit, um von der Arbeit wieder rechtzeitig zu Hause zu sein, bevor die Kinder auf der Matte stehen. Man kommt von hier nämlich nicht einfach nach Eschborn. Eigentlich muss man dazu erst mal nach Frankfurt rein...
Also nehme ich an, daß sich hier in der Nachbarschaft demnächst einige Leute ein zweites Auto kaufen werden und ihren Beitrag dazu leisten, daß die Schlange auf der engen Hauptstraße unseres Vorortes noch ein bißchen länger wird...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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02.11.2012, 22:29
Beitrag: #85
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(02.11.2012 12:35)Suebe schrieb:  Es ist zweifellos festzustellen, dass hier die meisten/alle weiter sind als die Masse. Zumindest was die Einschätzung der Umweltbelastung durch den Individual-Verkehr angeht.
Aber die Masse ist nicht so weit! Die hängt nicht nur ein bißchen hinterher. Und lasst euch von Lippenbekenntnissen nicht irremachen.

Heute noch bekommt die Masse der engagierten Umweltfreunde einen Horror beim Gedanken E10 in ihr geliebtes Fuhrwerk zu tanken. Das Wägelchen könnte ja Schaden nehmen............ was ausgemachter Quark ist, die Karre verträgt es oder nicht, was ohne weiteres in 1 Minute abzuklären ist.
Das ist Umweltbewusstsein in Wirklichkeit, sozusagen "Hardcore".

Mit E10 habe ich aber auch so meine Probleme, wenn ich ehrlich bin. Aber aus ganz anderen Gründen. Ich finde es irgendwo nicht richtig, Essen in den tank zu packen, solange es auf der Erde noch Menschen gibt, die hungern.
Aber das nur nebenbei gesagt.

(02.11.2012 12:35)Suebe schrieb:  Und mit dirigistischen Maßnahmen ist dem Individual-Verkehr nicht beizukommen. Und das wissen die Entscheidungsträger sehr gut.
Siehe "Freie Fahrt für Freie Bürger"


Wahrscheinlich hast du recht, auch wenn es absolut iditoisch ist.
Jedes Jahr, wenn ich in den Urlaub fahre, passiere ich oben bei Hünxe die Grenze. Plötzlich sind nur noch 120 km erlaubt. Und weißt du was? Abbremsmanöver, die zu Staus führen könnten, werden viel seltener. Der verkehr fließt. Finde ich sehr entspannend. Verbraucht auch viel weniger Sprit. Warum sollte das in Deutschland nicht funktionieren?
Seit die CDU/FDP Landesregierung auf der A661 die Tempolimits der Rotgrünen Regierung aufgehoben hat, kommt es dort wesentlich häufiger zu Staus. Will keiner hören, ist aber so...

Aber seien wir ehrlich- es ist ja gar nicht die Wut der Bürger, die die Regierungen fürchten. Nein, es sind die deutschen Autohersteller, die kein Interesse an einem Tempolimit haben. Was nutzt einem schließlich der BMW oder Mercedes, wenn man nur 120 fahren darf? Dann kann man ja auch Franzosen fahren. (Und geil, ich bin wieder am Ursprung angelangt....Big Grin)


Zudem wird verdammt noch mal zeit, bei politischen Entscheidungen auch zumindest zu überlegen, welche Auswirkungen das auf den verkehr hat.
Hallo, was soll eigentlich der Mist, daß Städte und Gemeinden jetzt mit Rabattaktionen durch die Gegend ziehen und sich gegenseitig die Firmen abzuwerben versuchen? Wir sind hier doch nicht im Wettstreit zwischen Media-Markt und Saturn-Hansa. Haben die einen Knall?

(02.11.2012 12:35)Suebe schrieb:  die Regierung die da unerwünschtes veranlasst wird "weggefegt"
oder es wird befürchtet, dass sie weggefegt wird, was auf dasselbe hinaus läuft.

Genau. und deswegen herrscht hierzulande auch in jeder Beziehung Stillstand. Schließlich besteht bei jeder Entscheidung die Gefahr, daß die Regierung weggefegt werden könnte...Die Frage ist halt immer nur, durch wen.

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09.12.2012, 23:41
Beitrag: #86
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Eine Untersuchung von bisher nicht erfaßten Nebenkosten der PKW hat ergeben, daß jeder PKW im Jahr Kosten von €1600 zusätzlich an Umweltschäden, Lärmschäden und Gesundheitsschäden verursacht.

Bei etwa 43 Mio zugelassenen PKW ergibt das die schwindelerregende Summe von 68.800.000.000 € an Kosten, die die Gesellschaft zu tragen hat. Da stellt sich schon die Frage, wie sie das schaffen soll.

langsam, wenn ich mir solche zahlen ansehe, fange ich an zu überlegen, ob das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen am Ende vielleicht doch so keine schlechte Idee ist.

Immerhin muss dann keiner mehr für einen Hungerlohn 50 km über völlig verstopfte Autobahnen fahren...

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10.12.2012, 00:16
Beitrag: #87
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(09.12.2012 23:41)Bunbury schrieb:  Eine Untersuchung von bisher nicht erfaßten Nebenkosten der PKW hat ergeben, daß jeder PKW im Jahr Kosten von €1600 zusätzlich an Umweltschäden, Lärmschäden und Gesundheitsschäden verursacht.

Bei etwa 43 Mio zugelassenen PKW ergibt das die schwindelerregende Summe von 68.800.000.000 € an Kosten, die die Gesellschaft zu tragen hat. Da stellt sich schon die Frage, wie sie das schaffen soll.

Tja....

(19.09.2012 11:13)Bunbury schrieb:  [...]Da Statistiken nur so viel wert sind wie ihre Interpretation, ist die obige Aussage einfach nur irreführend, wenn sie so isoliert betrachtet wird. Mit einer einzelnen Statistik, die ich aus dem Gesamtzusammenhang reiße, kann ich so ziemlich alles beweisen. [...]


(02.12.2012 21:23)Wallenstein schrieb:  Statistiken, egal von wem herausgegeben, werden gerne angezweifelt.
Und das zu Recht. Man kennt zu selten die Rahmen- oder Randbedingungen, die Basis, auf der bestimmte Erhebungen durchgeführt wurden. Von daher ist man stets gut beraten, die angegebenen Zahlen einer Statistik auf Plausibilität und den Herausgeber auf dessen Seriösität hin zu hinterfragen, zu überprüfen.[....]



(09.12.2012 23:41)Bunbury schrieb:  langsam, wenn ich mir solche zahlen ansehe, fange ich an zu überlegen, ob das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen am Ende vielleicht doch so keine schlechte Idee ist.

Immerhin muss dann keiner mehr für einen Hungerlohn 50 km über völlig verstopfte Autobahnen fahren...

Man mag es kaum glauben, aber keiner ist gezwungen, am A.. der Welt zu wohnen. In Ö wird die Förderung für die Pendlerkultur (Pendlerpauschale) auch noch pünktlich vor den Wahlen angehoben.

Zuerst lässt man den ländlichen Raum wirtschaftlich verkümmern (in Ostösterreich durch den Eisernen Vorhang begünstigt), lässt sich für die Umwidmung von Grünland zu Bauland schmieren, fördert somit die Zersiedelung und jammert dann über den vielen Verkehr durch die Pendler -absurd.....

MfG, Titus Feuerfuchs
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10.12.2012, 12:31
Beitrag: #88
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Hier im ländlichen MVP sind die Leute auf ein Auto angewiesen, sofern sie nicht in einer größeren Stadt wohnen. Ein Arbeitsweg von 1,5 Stunden pro Fahrt gilt als zumutbar, sonst wird das ALG gekürzt.

Die Lösung in den Ballungsräumen und größeren Städten wäre einfach: Öffentlicher Personennahverkehr kostenlos. Ich habe noch keine plausible Rechnung gesehen, die die Kosten dafür gegen die Folgekosten des Autos benachteiligt. Aber das ist politisch nicht gewollt, die Autolobby speziell in Deutschland ist zu einflussreich und die Einnahmen aus der Mireralöl-Steuer zu verlockend.

Mal ehrlich, wer braucht in Berlin, Hamburg oder dem Ruhrpott wirklich unbedingt ein eigenes Auto?

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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10.12.2012, 13:15
Beitrag: #89
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 12:31)Arkona schrieb:  Hier im ländlichen MVP sind die Leute auf ein Auto angewiesen, sofern sie nicht in einer größeren Stadt wohnen. Ein Arbeitsweg von 1,5 Stunden pro Fahrt gilt als zumutbar, sonst wird das ALG gekürzt.

Die Lösung in den Ballungsräumen und größeren Städten wäre einfach: Öffentlicher Personennahverkehr kostenlos. Ich habe noch keine plausible Rechnung gesehen, die die Kosten dafür gegen die Folgekosten des Autos benachteiligt. Aber das ist politisch nicht gewollt, die Autolobby speziell in Deutschland ist zu einflussreich und die Einnahmen aus der Mireralöl-Steuer zu verlockend.

Mal ehrlich, wer braucht in Berlin, Hamburg oder dem Ruhrpott wirklich unbedingt ein eigenes Auto?

Zustimmung.
Meine Tochter wohnt im Stuttgarter Westen. Wenn du dort keine Garage hast, suchst du des Abends ein halbe Stunde lang einen Parkplatz und des Morgens eine halbe Stunde lang dein Auto. (war das jetzt gestern oder vorgestern, dass ich die Karre vor der Klinik abgestellt habe, oder habe ich sie gestern vor dem Veterinäramt abgestellt?????? Wink)

Hat sie sich einen "Carsharing-Account" eingerichtet, das sind eigentlich moderate Kosten, für die 3mal im Jahr wo sie die Alten besucht. Wink

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10.12.2012, 13:46
Beitrag: #90
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 13:15)Suebe schrieb:  Hat sie sich einen "Carsharing-Account" eingerichtet, das sind eigentlich moderate Kosten, für die 3mal im Jahr wo sie die Alten besucht. Wink

Das ist eine gute Möglichkeit, mache ich schon seit Jahren. Hat außerdem den Vorteil, dass man sich ein bedarfsgerechtes Auto nehmen kann. Den Mikro für Besuche und Fahrten auf´s schlecht mit Öffis erreichbare Land, Transporter für SB-Möbelhäuser und den Kombi für Einkaufsfahrten auf die graue Wiese. Obwohl letztere an großstädtischen Ausfallstraßen eigentlich eine häßliche Bausünde sind, mit den riesigen Parkplätzen davor. Wahrscheinlich auch der Autolobby geschuldet. Die Fahrradhersteller sollten sich für den Großeinkauf mal was gescheites einfallen lassen, überhaupt ist es dringend geboten, dass der Radverkehr in Großstädten mit entsprechenden Wegen und Verkehrsregeln gefördert wird. Da können wir von NL viel lernen.
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10.12.2012, 16:13
Beitrag: #91
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 13:46)Renegat schrieb:  Die Fahrradhersteller sollten sich für den Großeinkauf mal was gescheites einfallen lassen, überhaupt ist es dringend geboten, dass der Radverkehr in Großstädten mit entsprechenden Wegen und Verkehrsregeln gefördert wird. Da können wir von NL viel lernen.

Das ist dann wieder Topografie und Geografie abhängig.
In Stuttgart nur schwierig.
Bei uns, meine Frau fährt seit Jahren engagiert ein E-Bike, hört es halt auch beim Einkauf in der Metzgerei auf. Mehr vom Gewicht und Volumen her, geht nicht. Sonst, Bank, Post usw erledigt sie alles mit dem E-Renner.
Aber halt die nächsten 4 Monate nicht. Seit einer Woche liegt bei uns Schnee. Und wird, so wir Pech haben bis Mitte März liegen bleiben.
Womit die Grenzen der Zweiradmobilität erreicht sind.


OT: Aber gestern Skifahren war schöööööööööönnnnnnnnnnnn!

TT:
Wobei ich stark annehmen, dass das Elektro-Fahrzeug im Roller-Bereich umgehend Furore machen wird. Den Renault-"E-Roller" bin ich im Oktober ausgibig Probe gefahren, pfiffiges Ding. Und nicht vergleichbar mit dem blöden C-Roller von BMW.

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10.12.2012, 22:52
Beitrag: #92
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 12:31)Arkona schrieb:  Die Lösung in den Ballungsräumen und größeren Städten wäre einfach: Öffentlicher Personennahverkehr kostenlos. Ich habe noch keine plausible Rechnung gesehen, die die Kosten dafür gegen die Folgekosten des Autos benachteiligt. Aber das ist politisch nicht gewollt, die Autolobby speziell in Deutschland ist zu einflussreich und die Einnahmen aus der Mireralöl-Steuer zu verlockend.

Der Kostenfaktor ist in der Tat ein nicht tzu vernachlässigender Faktor. Wobei ich festgestellt hat, daß der RMV (Also Frankfurt und Umgebung) dann doch sehr viel teurer ist als bsp. der Personennahverkehr in Hamburg.
Wenn man richtig kostenrechnet, ist das Auto zwar immer teurer als der ÖPN, aber wenn man das Auto sowieso schon hat, dann macht es hier wenig Sinn, U-Bahn zu fahren. Das Ticket 4 km in die Stadt kostet dann € 1,70, die Tageskarte € 3,30. Für ein Kinderticket sind 0,95 € fällig, das Tagesticket kostet € 1,80 Da sind die variablen Fahrzeugkosten natürlich niedriger...

(10.12.2012 12:31)Arkona schrieb:  Mal ehrlich, wer braucht in Berlin, Hamburg oder dem Ruhrpott wirklich unbedingt ein eigenes Auto?

Ist in Frankfurt auch so- wer in Frankfurt wohnt und arbeitet, der ist ohne Auto wirklich besser dran. Aber wehe, man will die Stadt verlassen...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
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10.12.2012, 23:40
Beitrag: #93
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 22:52)Bunbury schrieb:  Ist in Frankfurt auch so- wer in Frankfurt wohnt und arbeitet, der ist ohne Auto wirklich besser dran. Aber wehe, man will die Stadt verlassen...

Wie oft macht man das denn? Es gibt doch auch noch die Bahn oder Car-Sharing. Mein Auto bewege ich vielleicht alle 2-3 Wochen mal und ob ich mir irgendwann mal einen Nachfolger zulege, ist sehr unsicher. Wobei ich in einer Gegend wohne, wo es kein Parkplatzproblem gibt - aber ich habe Supermarkt, Pizzeria, Sparkasse, Strassenbahn und jede Menge Grün und Wasser vor der Haustür.
Wer jeden Meter partout mit dem Privat-PKW zurücklegen will, konserviert nur seine alten Gewohnheiten als das Benzin noch 1 DM kostete. Da ist ein bisschen umdenken angebracht. Habe vor ein paar Tagen gelesen, dass der Motorisierunggrad bei jungen Leuten unter 25 wesentlich niedriger ist als vor 10 Jahren. Das mag auch am fehlenden Geld liegen, aber bestimmt nicht ausschliesslich.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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11.12.2012, 00:01
Beitrag: #94
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Ich fahre mit meinem PKW nicht viele km im Jahr, aber von März bis Oktober/November fast täglich. Das liegt vor allem daran, dass ich zu frühen oder zur späten Stunde arbeitsmäßig unterwegs bin. Zwischen 1 und 4 verkehrt kaum eine Bahn oder Bus, die Nightliner fahren zu umständlich. Zweitens brauche ich inzwischen mein Auto auch, weil die halbe Verwandt- und Bekanntschaft ins Umland gezogen ist. Und drittens ist es auch bequemer nur einmal in der Woche einkaufen, als jeden Tag ein bisschen. Also ich möchte mein altes Auto nicht missen.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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11.12.2012, 16:42
Beitrag: #95
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(10.12.2012 23:40)Arkona schrieb:  Wer jeden Meter partout mit dem Privat-PKW zurücklegen will, konserviert nur seine alten Gewohnheiten als das Benzin noch 1 DM kostete. Da ist ein bisschen umdenken angebracht. Habe vor ein paar Tagen gelesen, dass der Motorisierunggrad bei jungen Leuten unter 25 wesentlich niedriger ist als vor 10 Jahren. Das mag auch am fehlenden Geld liegen, aber bestimmt nicht ausschliesslich.

Wie gesagt, das ist immer ein Stück weit davon abhängig, wo man wohnt. Ich wohne außerhalb von Frankfurt- und der ÖPV ist hier so organsiert, daß man sehr gut nach Frankfurt rein und wieder rauskommt und daß man sich in Frankfurt ganz gut bewegen kann.
Schwierig ist es, wenn man sich in den Städten außerhalb Frankfurts bewegt. Wenn man da von A nach B kommen will, wird es schweirig. Ohne Auto kostet das eine Menge Zeit, weil die ganzen U-und S-Bahnen in richtung Frankfurt getaktet sind, aber nicht für die Nachbargemeinden.
Deswegen habe ich ein Auto. Die Hälfte der Ärzte sitzt in der Nachbarstadt, und zwar die, die ich wegen der Kinder regelmäßig aufsuchen muss. Das it mit öffentlichen einfach nicht zu schaffen.

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11.12.2012, 17:34
Beitrag: #96
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Genau so ist es.

wer da wohnt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Burgfelden

braucht ein Auto.
Die Kinder kommen in die Schule, die Kinder kommen heim aus der Schule, passt mit dem ÖPNV wunderbar.
Aber! Jugendmusikschule, Arzttermine, usw usf ohne Auto sind das alles Tagesreisen!
Oder ganz schlicht Bus verpasst, was dann?
Autostopp!
Das funktioniert sogar recht gut, man kennt sich, und hilft einander, aber ein gutes Gefühl ist das nicht.

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11.12.2012, 17:50
Beitrag: #97
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
Mich ärgert es schon, daß die U-Bahn so teuer ist, gebe ich ehrlich zu. Die Station ist nicht weit weg, von daher wäre das manchmal schon ganz angenehm, mit der Bahn in die Stadt zu fahren. Jetzt zum Weihnachtsmarkt habe ich das gemacht, damit ich mir Glühwein genehmigen kann. Aber da hatte ich auch die Kinder nicht dabei...

Wobei ich es nebenbei natürlich klasse ist, wie die Deutsche Bahn (und der RMV) jetzt mal wieder tüchtig die Preise erhöht, weil ja die bösen Energiekosten so gestiegen sind.
Dabei ist die Bahn als energieintensives Unternehmen von den ganzen Zusatzkosten befreit...

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11.12.2012, 23:04
Beitrag: #98
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(11.12.2012 17:50)Bunbury schrieb:  Mich ärgert es schon, daß die U-Bahn so teuer ist, gebe ich ehrlich zu. Die Station ist nicht weit weg, von daher wäre das manchmal schon ganz angenehm, mit der Bahn in die Stadt zu fahren.

Sei mal ehrlich, ist das wirklich teurer als das Auto? Mal an der üblichen Kilometerpauschale von 32 Cent gerechnet. Dazu dürfte es schwer sein, in der Stadt für nix zu parken.

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11.12.2012, 23:39
Beitrag: #99
RE: Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(11.12.2012 23:04)Arkona schrieb:  Sei mal ehrlich, ist das wirklich teurer als das Auto? Mal an der üblichen Kilometerpauschale von 32 Cent gerechnet. Dazu dürfte es schwer sein, in der Stadt für nix zu parken.

Ja. 4 km hin und zurück á 32 Cent sind € 2,48. Parkhaus €1,00 pro Stunde.
Mit zwei Kindern per U-Bahn in die Stadt gefahren macht € 6,90, und nach spätestens zwei Stunden habe ich eh die Schnauze voll. Meistens sind wir aber nur eine Stunde da, zur Bücherei.

Ich beruhige dann mein schlechtes Gewissen damit, daß ich das nur alle 14 Tage (Ausleihfrist für CD´s) mache und alle Besorgungen in der Stadt dann miterledige...

Natürlich weiß ich, daß genau genommen die Bahnfahrt günstiger ist. Aber nur, wenn man am Anfang entscheidet, ob man sich ein Auto anschafft oder nicht. Wenn es dann mal da ist, dann muss man einen Teil der Kosten (Steuer, Versicherung, Abschreibung, Tüv- Gebühren) ja zahlen, ob man das Auto nun stehen läßt und mit der bahn fährt oder ob man das Auto nimmt.

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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