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Ein Russe in Mähren Ende des Ersten Weltkriegs
05.09.2021, 10:42
Beitrag: #1
Ein Russe in Mähren Ende des Ersten Weltkriegs
Ich habe hier in Prag eine Bekannte getroffen und es hat sich ergeben, dass ihre Grossmutter ein uneheliches Kind einer Tschechin und eines Russen war. Dieser Russe musste dann Böhmen verlassen, es ist nicht ganz klar, wann das war, die Bekannte glaubt, dass es noch vor der Entstehung der Tschechoslowakei am 28. Oktober 1918 war.

Ds führt mich zur Frage: Weiss hier jemand, welches Schicksal russische Kriegsgefangene nach dem Waffenstillstand resp. nach dem Separatfrieden von Brest-Litowsk erlitten haben? Kehrten die zurück? Ist es möglich, dass sie bleiben konnten, evtl. auch aufgrund gewisser Auflösungserscheinungen in der KuK Monarchie?

In Deutschland muss es ja auch Kriegsgefangene gegeben haben, wer darüber etwas weiss, bitte auch gerne schreiben.
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07.09.2021, 15:56
Beitrag: #2
RE: Ein Russe in Mähren Ende des Ersten Weltkriegs
Artikel VIII des Vertrags von Brest-Litowsk regelte die umgehende Rückführung der Kriegsgefangenen.

Zitat:Artikel VIII.

Die beiderseitigen Kriegsgefangenen werden in ihre Heimat entlassen. Die Regelung der hiermit zusammenhängenden Fragen erfolgt durch die im Artikel XII vorgesehenen Einzelverträge.

Zitat:Artikel XII.

Die Herstellung der öffentlichen und privaten Rechtsbeziehungen, der Austausch der Kriegsgefangenen und der Zivilinternierten, die Amnestiefrage sowie die Frage der Behandlung der in die Gewalt des Gegners geratenen Handelsschiffe werden in Einzelvertragen mit Rußland geregelt, welche einen wesentlichen Bestandteil des gegenwärtigen Friedensvertrages bilden und, soweit tunlich, gleichzeitig mit diesem in Kraft treten.

von da:
https://www.1000dokumente.de/index.html?...ation&l=de

Die Rückführung der deutschen und österreichischen Kriegsgefangenen gestaltete sich den Umständen entsprechend zum Teil sehr langatmig.
Wie das umgekehrt galt, entzieht sich meiner Kenntniss.

Was ich weiß, nach 1945 blieben nicht wenige polnische Kriegsgefangene in Deutschland persönlich kannte ich noch ein gutes Dutzend. Wobei mir aus der Hand kein Fall eines Russen bekannt ist.
Was den Umkehrschluss zulässt, dass es dies zT auch 1918 gab.

"Nichts ist befriedigender, als sich an Schwierigkeiten zu erinnern, die man gemeistert hat." (N. Stoffel)
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10.09.2021, 12:30
Beitrag: #3
RE: Ein Russe in Mähren Ende des Ersten Weltkriegs
Hier noch ein weiterer Hinweis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nansen-Pass

der Nansen-Pass wurde insbesondere für russische Flüchtlinge geschaffen, die nicht in die Sowjetunion zurück wollten.

Es ist aber sehr wohl möglich, dass der Gesuchte noch zu KuK-Zeiten zurück nach Russland ging, gehen konnte.

Was in der Zeit so alles möglich war, ein Beispiel ist Ernst Reuter
https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Reuter

"Nichts ist befriedigender, als sich an Schwierigkeiten zu erinnern, die man gemeistert hat." (N. Stoffel)
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