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Germanisch/deutsche Dialekte
20.03.2018, 15:08
Beitrag: #221
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Witz und verkürzt itz z.B. Katowitz, welches auf polnisch Katowice genannt wird. kommt als Endung vom slawischen wice gleich Dorf. Die neue Form kommt von der Eindeutschung.
In und ig wird es auch im Westen geben. Beispiele müßte ich aber suchen. In hat alte indogermanische Wurzeln und ist auch bei Kelten häufig. Ig ist im Deutschen eine beliebte Endung z.B. Zeisig, fleisig. Ig ist eine Alternative zu ich als Endung.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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20.03.2018, 15:30
Beitrag: #222
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(20.03.2018 15:08)Paul schrieb:  Witz und verkürzt itz z.B. Katowitz, welches auf polnisch Katowice genannt wird. kommt als Endung vom slawischen wice gleich Dorf. Die neue Form kommt von der Eindeutschung.
In und ig wird es auch im Westen geben. Beispiele müßte ich aber suchen. In hat alte indogermanische Wurzeln und ist auch bei Kelten häufig. Ig ist im Deutschen eine beliebte Endung z.B. Zeisig, fleisig. Ig ist eine Alternative zu ich als Endung.

Zeisig kommt auch auch dem Slawischen, genau wie Stieglitz. Dann such mal weiter, ich lasse mich gern widerlegen

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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21.03.2018, 21:54
Beitrag: #223
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
In Norditalien gibt es das Veltlin Hochtal, vielleicht auch ein Gewässer. Das ist bestimmt ein keltischer Name. Die Endung in ist verbreitet.

https://www.welt.de/wirtschaft/article13...oehen.html

viele Grüße

Paul

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21.03.2018, 22:59
Beitrag: #224
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Da hast du aber lange und weit gesucht. Sicher, dass da nicht vorgepreschte Slawen (Slowenen) dahinter stecken?

Aber egal, aus Deutschland hast du offenbar nix gefunden.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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21.03.2018, 23:53
Beitrag: #225
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Namen wie Berlin und Stettin sind ja keine slawischen Namen, also warum ist die Endung in in den neuen Bundesländern häufig? Ich denke aber, es ist dieselbe Form wie das ing in Bayern, dort mit g ganz hinten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_..._in_Bayern

Auch die slawischen Vorbilder für die itz Endungen sind ja ganz anders. Das slawische Votwort für Stiglitz ist ja ein anderes Wort - szczygieł.

In der Schweiz finden wir den Tessin, welches aber die deutsche Bezeichnung ist.

viele Grüße

Paul

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22.03.2018, 10:05
Beitrag: #226
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(21.03.2018 21:54)Paul schrieb:  In Norditalien gibt es das Veltlin Hochtal, vielleicht auch ein Gewässer. Das ist bestimmt ein keltischer Name. Die Endung in ist verbreitet.

https://www.welt.de/wirtschaft/article13...oehen.html

Das Veltlin ist und war seit dem Mittelalter nur die deutsche Übersetzung von Valtellina. Der Fluss des Veltlins ist die Adda.

Der Name des Tals bezieht sich auf den Ort Teglio, val ist italienisch für "Tal" also ist das "Valtellina" das Tal von Teglio.
Teglio hiess in der Römerzeit Tellius, hat also keinen keltischen Ursprung.

Du kannst nicht die deutsche Übersetzung von andersprachigen Orts- und Flurnamen als Basis für Herkunfts-Thesen verwenden:
Teglio hiess im Mittelalter auf deutsch "Tell" und dennoch kam der Wilhelm Tell nicht von dort.
Im rätoromanischen Sprachraum gibt es die Ortschaft Savognin, die hiess im Mittelalter auf deutsch "Schweiningen" und so hiess sie nur, weil die Leute, die den Ortschaftsnamen ins Deutsche übersetzt haben, eben den alemannischen Dialekt sprachen - deshalb die "ingen" Endung.
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22.03.2018, 10:23
Beitrag: #227
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(21.03.2018 23:57)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(21.03.2018 23:53)Paul schrieb:  Namen wie Berlin und Stettin sind ja keine slawischen Namen, also warum ist die Endung in in den neuen Bundesländern häufig? Ich denke aber, es ist dieselbe Form wie das ing in Bayern, dort mit g ganz hinten.

Auch die slawischen Vorbilder für die itz Endungen sind ja ganz anders. Das slawische Votwort für Stiglitz ist ja ein anderes Wort.

In der Schweiz finden wir den Tessin, welches aber die deutsche Bezeichnung ist.

In der Schweiz gibt es auch ein Reutlingen!
Was willst du mit deiner Darstellung zur Ortsnamen herleiten?

Du kannst absout sicher sein dass Ortschaftsnamen, die auf ingen enden. alemannischen Ursprungs sind (deshalb gibt es die hauptsächlich in Baden-Württemberg und der Deutschschweiz).

Im vorliegenden Fall ist die Deutung auch sonst einfach: "Reutlingen" weist auf den mittelalterlichen Landesausbau hin - das Dorf entstand durch Rodung. Alle "Reuten", "Rüti", "Rütli", aber auch "Rath", "Reit" (Reit im Winkel) etc. beziehen sich auf Rodung.

Auch die "Schwanden" und "Schwendi" gehen auf mittelal. Landesausbau durch Rodung zurück (schwenden meint das Entfernen der Rinde von den Bäumen).

Die vielen "Ronco" in Norditalien haben denselben Ursprung. "Roncola" ist die Hippe, das Werkzeug, mit dem u.a. gerodet wird.
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22.03.2018, 11:34
Beitrag: #228
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Ristorante Ticinese
und der zugehörige Fluss heißt Ticino

Fasst alle schwäbisch/allemannischen Ortsnamen gibt es mehrfach, wobei es unterschiedliche Erklärungen dafür gibt.

Auf der Alb bei Zwiefalten gibt es einen Ort Namens "Upflamör" Namensherkunft ganz klar koreanisch. Oder kanaanitisch?

Nö, ursprünglich hieß der Ort Oberpflummern. Dei einen sagen der wäre zu "Upflamör" verballhornt, andere schreiben von einem franz. Karthografen der schlecht verstand.
Vielleicht stimmt beides.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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23.03.2018, 11:02
Beitrag: #229
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(21.03.2018 23:53)Paul schrieb:  Namen wie Berlin und Stettin sind ja keine slawischen Namen...

Doch, genau das sind sie...
Es gibt noch Dutzende kleinerer Orte im Nordosten, die auf -in enden.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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23.03.2018, 12:02
Beitrag: #230
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Ich habe nicht geschrieben, das es keinen Bezug dieser Namen zu slawischen Worten gibt, aber es gibt keinen slawischen Ortsnamen Berlin. Irgendwie soll aus dem Wort für trockne Erde im Sumpf Brl(den ich nicht kenne) der Name Berlin hergeleitet sein. Scheinbar werden bei solchen Eindeutschungen wie aus dem Italienischen gerne die Endungen in verwendet.

viele Grüße

Paul

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23.03.2018, 16:17
Beitrag: #231
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(23.03.2018 12:02)Paul schrieb:  Ich habe nicht geschrieben, das es keinen Bezug dieser Namen zu slawischen Worten gibt, aber es gibt keinen slawischen Ortsnamen Berlin. Irgendwie soll aus dem Wort für trockne Erde im Sumpf Brl(den ich nicht kenne) der Name Berlin hergeleitet sein. Scheinbar werden bei solchen Eindeutschungen wie aus dem Italienischen gerne die Endungen in verwendet.


Die Endung -in ist im Westslawischen sehr wohl verbreitet
Cammin, Wolin, usw usf

habe ich mal just for fun Wiki befragt, und da steht
Zitat:Der Name Berlin leitet sich vermutlich von dem slawischen Begriff br’lo bzw. berlo mit den Bedeutungen ‚Sumpf, Morast, feuchte Stelle‘[38] oder ‚trockene Stelle in einem Feuchtgebiet‘ sowie dem in slawischen Ortsnamen häufigen Suffix -in ab. Dafür spricht vor allem, dass der Name in Urkunden immer wieder mit Artikel auftaucht

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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