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Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
28.10.2013, 21:30
Beitrag: #1
Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
Wer hat als erster Giftgas eingesetzt?
Die Franzosen oder die Deutschen?

Ganz falsch, die Perser

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...21258.html

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.10.2013, 08:56
Beitrag: #2
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
Die Erfinder des Giftgases waren eigentlich - mal wieder - die größten Erfinder der Antike, die Griechen. Die zündeten Haufen von Federn an und trieben den Rauch mit Blasebälgen Richtung Gegner.
Das war übrigens 187 v.Chr. bei der Belagerung von Ambracia, der ehemaligen Hauptstadt von Pyrrhus, durch die Römer während des römisch-syrischen Kriegs.
'Bei der Verbrennung von Vogelfedern entsteht nicht nur giftiges Kohlenmonoxid und -dioxid, sondern auch Schwefelwasserstoff bzw. Schwefelsäure, wegen des in den Federn enthaltenen Keratins.
Ich gehe davon aus, dass den Griechen bekannt war, dass beim Verbrennen tierischer Materie etwas Giftigeres entsteht als bei der Verbrennung z.B. von nassem Holz, was ja auch genügend Rauch erzeugt hätte, um die Römer zu verwirren und zum husten zu bringen...

VG
Christian
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29.10.2013, 10:47
Beitrag: #3
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
Verschanzte Gegner (z.B. in einer Höhle) durch Ausräuchern zur Aufgabe zu zwingen dürfte genauso alt sein wie der Krieg selbst.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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29.10.2013, 13:29
Beitrag: #4
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
(29.10.2013 10:47)Arkona schrieb:  Verschanzte Gegner (z.B. in einer Höhle) durch Ausräuchern zur Aufgabe zu zwingen dürfte genauso alt sein wie der Krieg selbst.


tja,
davon schreibt schon der Weinland im Rulaman...


OT:
Und mir geht wieder der Hut hoch.......

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.10.2013, 15:30
Beitrag: #5
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
(29.10.2013 10:47)Arkona schrieb:  Verschanzte Gegner (z.B. in einer Höhle) durch Ausräuchern zur Aufgabe zu zwingen dürfte genauso alt sein wie der Krieg selbst.

Das is dann aber noch kein Giftgaseinsatz...
Giftgas isses dann, wenn ich bewusst eine gasförmige Substanz freisetze, die den Gegner vergiftet. Rauch erschwert "nur" das Atmen, erst in gewisser Dosis und nach gewisser Zeit bekommt man dann auch eine Rauchgasvergiftung, aber Giftgas setzt von vornherein voraus, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich meinen Gegner körperlich schädige.

VG
Christian
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29.10.2013, 16:00
Beitrag: #6
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
(29.10.2013 15:30)913Chris schrieb:  
(29.10.2013 10:47)Arkona schrieb:  Verschanzte Gegner (z.B. in einer Höhle) durch Ausräuchern zur Aufgabe zu zwingen dürfte genauso alt sein wie der Krieg selbst.

Das is dann aber noch kein Giftgaseinsatz...
Giftgas isses dann, wenn ich bewusst eine gasförmige Substanz freisetze, die den Gegner vergiftet. Rauch erschwert "nur" das Atmen, erst in gewisser Dosis und nach gewisser Zeit bekommt man dann auch eine Rauchgasvergiftung, aber Giftgas setzt von vornherein voraus, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich meinen Gegner körperlich schädige.

VG
Christian

Genau davon schreibt Weinland.
Und am Schluss waren sie alle tot in der Höhle.

Zitat:Jetzt fiel Rulamans Blick auf den Herd. Da lagen menschliche Gebeine, halb verkohlt, wie angebraten, große und kleine, von Erwachsenen und Kindern.

Hatten die Kalats hier ein Kannibalenmahl gehalten? Wenn sie Knaben schlachteten beim Belenfest und ihr Blut tranken, dachte Rulaman, so konnten sie auch Menschenfleisch verzehren.

Was hatte der mächtige Scheiterhaufen vorn im Eingang der Höhle zu bedeuten? Er war nur halb niedergebrannt; viele frische Baumzweige mit Laub sahen daraus hervor. Noch rauchte und glimmte es in der Asche. War das eine neue teuflische Kriegslist der verräterischen Kalats?

Er zündete einen Holzspan an und schritt mit Mühe über den Scheiterhaufen weg in die Höhle hinein.

Diese war noch immer mit Rauch gefüllt. Er konnte kaum atmen, und sein Span wollte nicht brennen.

Jetzt wurde ihm klar, was geschehen war. Die rachedürstenden Weißen, die nicht gewagt, mit den Waffen in der Hand in die Höhle einzudringen, hatten die Aimats feigerweise wie Füchse und Hyänen ausgeräuchert. Sie hatten die Armen, die in der Verzweiflung herausstürzten, niedergemacht, am Feuer gebraten und verzehrt.

Mit Grausen und Zorn drang er vorwärts. Er wollte all das Entsetzliche mit eigenen Augen sehen, um es zu glauben.

Kurz ehe er in die große Halle kam, strauchelte sein Fuß an einer Leiche. Da lag ein Weib mit einem Kind im Arm, ganz unversehrt, offenbar erstickt.

zum weiterlesen
http://gutenberg.spiegel.de/buch/2707/30

Repo war da schon tot, hinterrücks ermordet, wie im richtigen Leben.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.10.2013, 17:51
Beitrag: #7
RE: Giftgaseinsatz vor 1800 Jahren Presseschau
(29.10.2013 15:30)913Chris schrieb:  
(29.10.2013 10:47)Arkona schrieb:  Verschanzte Gegner (z.B. in einer Höhle) durch Ausräuchern zur Aufgabe zu zwingen dürfte genauso alt sein wie der Krieg selbst.

Das is dann aber noch kein Giftgaseinsatz...
Giftgas isses dann, wenn ich bewusst eine gasförmige Substanz freisetze, die den Gegner vergiftet. Rauch erschwert "nur" das Atmen, erst in gewisser Dosis und nach gewisser Zeit bekommt man dann auch eine Rauchgasvergiftung, aber Giftgas setzt von vornherein voraus, dass ich mir dessen bewusst bin, dass ich meinen Gegner körperlich schädige.
Wenn ich Federn, nasses Stroh, Schwefel oder weiß Gott was noch nutze, weiß ich doch wohl, dass der entstehende Rauch besonders reizauslösend und giftig ist. Und wie schnell eine Rauchgasvergiftung tödlich endet, davon kann jeder Feuerwehrmann ein Lied singen.

Übrigens, auch Tränengas gilt als chemischer Kampfstoff und ist laut Haager Landkriegsordnung verboten. Das gilt aber nicht für Einsätze im Inneren, wie wir alle wissen...

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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