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Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
19.11.2020, 16:04
Beitrag: #141
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
1913 waren die allermodernsten deutschen U-Boote bereits in der Lage, getaucht einmal um Dänemark herum zu fahren.
Was natürlich geheim war.

Nachdem Deutschland recht spät mit Bau und Entwicklung von U-Booten begonnen hatte, ist dies durchaus als Zeichen der Prioritäten-Wende zu sehen.

Meine These:
Man hatte erkannt, dass die Briten im Kriegsfall auf die Fernblockade setzten, und suchte ein Mittel dagegen!

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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19.11.2020, 19:31
Beitrag: #142
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
(19.11.2020 16:04)Suebe schrieb:  1913 waren die allermodernsten deutschen U-Boote bereits in der Lage, getaucht einmal um Dänemark herum zu fahren.
Was natürlich geheim war.

Nachdem Deutschland recht spät mit Bau und Entwicklung von U-Booten begonnen hatte, ist dies durchaus als Zeichen der Prioritäten-Wende zu sehen.

Meine These:
Man hatte erkannt, dass die Briten im Kriegsfall auf die Fernblockade setzten, und suchte ein Mittel dagegen!

Also die Uboote ab U19 waren die ab 1913. Ihr ging man vom Petroleumantrieb auf den Diesel über.
Für die Unterwasserfahrt mit E-Motor lag die Reichweite bei 80sm /5kn ... das sind in etwa 160 km. Ist die Dänische Küste so kurz?

Zu deiner These, nein.
Die TI (Torpedoinspektion) sah die Aufgabe auch noch 1913 bei der defensiven Küstenverteidigung vor. Ein kleiner Teil wurde allerdings schon für eine Blockadetätigkeit in der Nordsee eingeplant aber sicherlich nicht mit Blick auf die feste Fernblockade bzw. einer Abriegelung durch die Engländer.

Es gab aber auch schon Offiziere, die die Uboote als offensive Handelzerstörer sahen. Doch setzte sich das vor dem Krieg noch nicht durch, da war das Denken nach der Entscheidungsschlacht mit den Dickschiffen noch zu vorherrschend.

Erst im Krieg schwenkte das Denken um, nachdem die Fernblockade eine Entscheidungsschlacht egalisierte.

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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20.11.2020, 16:21
Beitrag: #143
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
(19.11.2020 19:31)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(19.11.2020 16:04)Suebe schrieb:  1913 waren die allermodernsten deutschen U-Boote bereits in der Lage, getaucht einmal um Dänemark herum zu fahren.
Was natürlich geheim war.

Nachdem Deutschland recht spät mit Bau und Entwicklung von U-Booten begonnen hatte, ist dies durchaus als Zeichen der Prioritäten-Wende zu sehen.

Meine These:
Man hatte erkannt, dass die Briten im Kriegsfall auf die Fernblockade setzten, und suchte ein Mittel dagegen!

Also die Uboote ab U19 waren die ab 1913. Ihr ging man vom Petroleumantrieb auf den Diesel über.
Für die Unterwasserfahrt mit E-Motor lag die Reichweite bei 80sm /5kn ... das sind in etwa 160 km. Ist die Dänische Küste so kurz?

Zu deiner These, nein.
Die TI (Torpedoinspektion) sah die Aufgabe auch noch 1913 bei der defensiven Küstenverteidigung vor. Ein kleiner Teil wurde allerdings schon für eine Blockadetätigkeit in der Nordsee eingeplant aber sicherlich nicht mit Blick auf die feste Fernblockade bzw. einer Abriegelung durch die Engländer.

Es gab aber auch schon Offiziere, die die Uboote als offensive Handelzerstörer sahen. Doch setzte sich das vor dem Krieg noch nicht durch, da war das Denken nach der Entscheidungsschlacht mit den Dickschiffen noch zu vorherrschend.

Erst im Krieg schwenkte das Denken um, nachdem die Fernblockade eine Entscheidungsschlacht egalisierte.


Meines Wissens hat man ziemlich schnell, noch 1911 erkannt, dass die RN auf die Fernblockade setzen würde.
Nachdem schon zuvor erkannt war, dass man in einem Wettrüsten nicht bestehen konnte, muss ein Wechsel, ein Umdenken erfolgen.
Was ja eben nicht den Einsatz von U-Booten als Handelsstörer bedeutet.

Technik:
Um 1910 war der Dieselmotor soweit "fertigentwickelt" (Rudolf Diesel ist auf der Fahrt nach England ums Leben gekommen, weiß der Teufel was da tatsächlich gelaufen ist) bei der Batterietechnologie war das Deutsche Reich ebenfalls führend. Und die getauchte Umrundung Dänemarks mit den 1913er Booten ist ebenfalls Fakt.
Zu beachten ist hier, dass das Deutsche Reich 1918 nicht so untergegangen ist, wie 1945, Geheimentwicklungen demzufolge nach Kriegsende geheim blieben.
Nur hat sich inzwischen gut 100 Jahre dafür kein S... interessiert, so dass der Interessierte sich alles aus den entlegensten Quellen zusammenstupfen muss.

Also ich halte meine These schon für vertretbar

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20.11.2020, 17:03
Beitrag: #144
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
(20.11.2020 16:21)Suebe schrieb:  Und die getauchte Umrundung Dänemarks mit den 1913er Booten ist ebenfalls Fakt.

Wo hast du diese Fakten her?
Meine Daten habe ich aus einer Tabelle aus dem Rössler- Deutsche Geschichte des Ubootbaus Band 1

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20.11.2020, 17:11
Beitrag: #145
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
(20.11.2020 16:21)Suebe schrieb:  Meines Wissens hat man ziemlich schnell, noch 1911 erkannt, dass die RN auf die Fernblockade setzen würde.
Nachdem schon zuvor erkannt war, dass man in einem Wettrüsten nicht bestehen konnte, muss ein Wechsel, ein Umdenken erfolgen.


Wenn deine Annahme sich tatsächlich im RMA und der Flotte durchgesetzt hat, dann hat es entweder nur im Kopf stattgefunden oder die Planung des RMA war so durchstrukturiert, daß 1911 die Neukonstruktion von Schiffstypen nicht mehr möglich war.
Welche wurden 1911 geplant, so aus Kopf wäre ich jetzt bei der Bayern-Klasse und Mackensen-Klasse. Aber auch wurde die Reichweite gegenüber den anderen Schiffen erhöht. Gebracht hätte es aber auch nichts, die Reichweite zu erhöhen, weil das Groß der Flotte eben nur auf die kurzen Wege in der Deutschen Bucht geplant waren.

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23.11.2020, 16:05
Beitrag: #146
RE: Beitrag der deutschen Flotte zum 1. Weltkrieg
(20.11.2020 17:03)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(20.11.2020 16:21)Suebe schrieb:  Und die getauchte Umrundung Dänemarks mit den 1913er Booten ist ebenfalls Fakt.

Wo hast du diese Fakten her?
Meine Daten habe ich aus einer Tabelle aus dem Rössler- Deutsche Geschichte des Ubootbaus Band 1

"Auftauchen, Kriegsfahrten von U 53" Rose, von 1939
"Die Entstehungsgeschichte der U-Boote" Lawrenz von 1968
der Lawrenz hört "eigentlich" 1900 auf, hat aber einen Sonderteil zu den E-Batterien fortgeführt bis 1960, bestätigt indirekt indem er schreibt, dass die ehem. Kriegsgegner von 14-18 bei den Batterien 1931 dort waren, wo die kaiserliche Marine 1911 war. Interessanterweise erwähnt er !968! die Brennstoffzelle als zukünftigen U-Bootantrieb verweist auch auf die strikte Geheimhaltung damals, so hätte es mindestens 5 U-Boote der kaiserl. Marine vor 1900 gegeben, ohne dass Belege dazu auffindbar wären. Lwrenz hatte noch Gelegenheit mit 2 Howald-brüdern zu sprechen, die ihm manche Details nennen konnten,

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