Umfrage: War Ludendorffs und Hindenburgs Zusammenarbeit "erfolgreich" im ersten Weltkrieg?
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Nein 75.00% 3 75.00%
Ja 25.00% 1 25.00%
Gesamt 4 Stimmen 100%
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Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
19.05.2014, 14:39
Beitrag: #1
Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Guten Mittag, Smile

Ich brauche eure Hilfe, aufgrund meiner Hausarbeit mache ich eine Umfrage und Ihr würdet mir sehr viel helfen, wenn Ihr abstimmen würdet. Smile

War Ludendorffs und Hindenburgs Zusammenarbeit "erfolgreich" im ersten Weltkrieg? Smile

a) Nein
b) Ja

Vielen Dank!! Smile
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19.05.2014, 17:25
Beitrag: #2
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Ja. Die beiden haben im Osten Erfolge gehabt, die man in Berlin mit dieser Truppenstärke nicht erwarten durfte. Ihr Auftrag lautete, die Ostfront so lange zu halten, bis Kräfte im Westen frei geworden wären. Stattdessen besiegten sie die russischen Streitkräfte mehrmals.

VG
Christian
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19.05.2014, 22:03
Beitrag: #3
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
(19.05.2014 17:25)913Chris schrieb:  Ja. Die beiden haben im Osten Erfolge gehabt, die man in Berlin mit dieser Truppenstärke nicht erwarten durfte. Ihr Auftrag lautete, die Ostfront so lange zu halten, bis Kräfte im Westen frei geworden wären. Stattdessen besiegten sie die russischen Streitkräfte mehrmals.

Andererseits konnten sie langfristig als Oberste Heeresleitung auch nichts gewinnen und hatten doch tausende Opfer zu verantworten. Auch wenn sie wohl nicht schuld waren an der Lage, die wohl zu ihrer Zeit schon aussichtslos war, würde ich sagen "Nein, sie waren (schlussendlich) nicht erfolgreich".
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19.05.2014, 22:15
Beitrag: #4
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Bis 1916: ja, ab 1916 (als 3. OHL): nein

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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19.05.2014, 23:05
Beitrag: #5
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Hm. Die Frage ist eigentlich nicht sehr eindeutig gestellt. Meinst Du ob die beiden gut miteinander konnten oder ob insgesamt sie als Team erfolgreich waren (ich denke mal, Du meinst letzteres).

Ich würde sagen, in Ausführung von Sansavoir, solange es gegen die Russen ging, die ein überwiegend aus Analphabeten bestehendes unzulänglich geführtes Heer hatten, hatten Hindenburg und Ludendorff ihre Erfolge.

Dies führte aber auch zur Überschätzung der beiden, die schliesslich zur Katastrophe führte, und nicht nur derjenigen von 1918 sondern eigentlich auch, zumindest zu guten, aber möglicherweise entscheidenden Teilen, auch der von 1945.
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20.05.2014, 07:12
Beitrag: #6
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Ja, genau das meine ich, ob sie ingesamt als Team erfolgreich waren. Danke euch!! und an alle anderen die noch nicht abgestimmt haben, bitte macht das noch Big Grin
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20.05.2014, 12:48
Beitrag: #7
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Die Beiden, als Team waren erfolgreich.
Gar keine Frage.
Tannenberg, ein modernes Cannae! So oft gab es das nicht in der Weltgeschichte.
Der erfolgreiche Feldzug 1915, dann 1916, nach der Übernahme der OHL, Rumänien.
Die Siegfriedstellung 1917, Abwehr der Nivelle-Offensive.

Man hat frühzeitig auf das Erdkampfflugzeug gesetzt, unter Berücksichtigung der Flexibilität bewusst statt dem Tank(Panzer).
Die erfolgreichen rückzugsschlachten Sommer-Herbst 1918.

Und, notabene, man hat aufgehört als klar wurde, dass der Krieg verloren war. Man vergleiche mit 1944!

Auf der Minus-Seite wäre lediglich der unbeschränkte U-Boot-Krieg anzuführen, der eher den Analysten der Marine anzukreiden ist.

Was ab Ende Oktober 1918 war, hat mit dem "Team" nichts mehr zu tun.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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31.05.2014, 23:02
Beitrag: #8
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
Man muss bei dieser Frage aber schon die Gesamtbilanz -auf die kommt's schließlich an- und nicht nur einzelne Schlachten (z.B.Tannenberg) betrachten.

Und für diese Gesamtbilanz ist "desaströs" noch ein Hilfsausdruck. Dass dieses unglaubliche Desaster 1945 durch einen noch größeren Fanatiker noch deutlich getoppt wurde, macht die Sache um keinen Deut besser.

Die Herrn der OHL mögen brauchbare Strategen für einzelne Schlachten gewesen sein, die nötige Intelligenz um das große Ganze zu überblcken hatten sie -im Gegensatz zu einem Bismarck z.B.- jedoch nicht.

Das dilettantische politische Herumfuhrwerken des Reiches (Brest Litowsk, U-Bootkrieg, Zimmermanndepesche, Belgien u.a.) wurde nur noch von dem des österreichischen Kaiser Karl unterboten.


Sie opferten das Reich und seine Bürger kleinlichem Großmachtstreben, der Befriedigung persönlicher Macht und fantatischem Nationalismus.

Und nachher war man nicht mal manns genug, zum eigene Versagen zu stehen und hängte die Schuld den demokratischen Kräften der neuen WR um.

MfG, Titus Feuerfuchs
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03.06.2014, 09:37
Beitrag: #9
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
(31.05.2014 23:02)Titus Feuerfuchs schrieb:  Man muss bei dieser Frage aber schon die Gesamtbilanz -auf die kommt's schließlich an- und nicht nur einzelne Schlachten (z.B.Tannenberg) betrachten.

Und für diese Gesamtbilanz ist "desaströs" noch ein Hilfsausdruck. Dass dieses unglaubliche Desaster 1945 durch einen noch größeren Fanatiker noch deutlich getoppt wurde, macht die Sache um keinen Deut besser.

Die Herrn der OHL mögen brauchbare Strategen für einzelne Schlachten gewesen sein, die nötige Intelligenz um das große Ganze zu überblcken hatten sie -im Gegensatz zu einem Bismarck z.B.- jedoch nicht.

Das dilettantische politische Herumfuhrwerken des Reiches (Brest Litowsk, U-Bootkrieg, Zimmermanndepesche, Belgien u.a.) wurde nur noch von dem des österreichischen Kaiser Karl unterboten.


Sie opferten das Reich und seine Bürger kleinlichem Großmachtstreben, der Befriedigung persönlicher Macht und fantatischem Nationalismus.

Und nachher war man nicht mal manns genug, zum eigene Versagen zu stehen und hängte die Schuld den demokratischen Kräften der neuen WR um.

Hmmm....
gefragt sind die Teamleistungen.

Als die "den Laden" übernahmen, war die Karre ja bereits voll in den Dreck gefahren.
1914-15 hat "das Team" im Osten sehr bemerkenswerte Erfolge zu verbuchen gehabt.
1916 in sehr aussichtsloser Situation die Lage nochmals gerettet.
Das Jahr 1917 war für die Mittelmächte das erfolgreichste im ganzen Krieg.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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03.06.2014, 21:27
Beitrag: #10
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
(03.06.2014 09:37)Suebe schrieb:  
(31.05.2014 23:02)Titus Feuerfuchs schrieb:  Man muss bei dieser Frage aber schon die Gesamtbilanz -auf die kommt's schließlich an- und nicht nur einzelne Schlachten (z.B.Tannenberg) betrachten.

Und für diese Gesamtbilanz ist "desaströs" noch ein Hilfsausdruck. Dass dieses unglaubliche Desaster 1945 durch einen noch größeren Fanatiker noch deutlich getoppt wurde, macht die Sache um keinen Deut besser.

Die Herrn der OHL mögen brauchbare Strategen für einzelne Schlachten gewesen sein, die nötige Intelligenz um das große Ganze zu überblcken hatten sie -im Gegensatz zu einem Bismarck z.B.- jedoch nicht.

Das dilettantische politische Herumfuhrwerken des Reiches (Brest Litowsk, U-Bootkrieg, Zimmermanndepesche, Belgien u.a.) wurde nur noch von dem des österreichischen Kaiser Karl unterboten.


Sie opferten das Reich und seine Bürger kleinlichem Großmachtstreben, der Befriedigung persönlicher Macht und fantatischem Nationalismus.

Und nachher war man nicht mal manns genug, zum eigene Versagen zu stehen und hängte die Schuld den demokratischen Kräften der neuen WR um.

Hmmm....
gefragt sind die Teamleistungen.

Als die "den Laden" übernahmen, war die Karre ja bereits voll in den Dreck gefahren.
1914-15 hat "das Team" im Osten sehr bemerkenswerte Erfolge zu verbuchen gehabt.
1916 in sehr aussichtsloser Situation die Lage nochmals gerettet.
Das Jahr 1917 war für die Mittelmächte das erfolgreichste im ganzen Krieg.

Ich habe über dieses Thema nochmal nachgedacht und kann eigentlich nur ein äusserst negatives Urteil über dieses Tandem Hindenburg-Ludendorff geben.

Die Karre war eigentlich schon im Herbst 1914 in den Dreck gefahren - ja, man hätte da sehen müssen, dass der Schlieffen Plan an allen Fronten nicht aufging, so war es auch später und jeder der dann in die Verantwortung gezogen wurde, hätte dies einsehen müssen und eine diplomatische Lösung suchen müssen.

Dass das Jahr 1917 so erfolgreich gewesen sein soll, erschliesst sich mir auch nicht ganz. In Russland gab es die Revolution und der Demokrat Kerenski kam an die Macht. Gleichzeitig ermöglichte das den Kriegseintritt der USA. Auch hier eine Möglichkeit, den Krieg zu beenden.

Aber nein, man beging eines der schwersten Verbrechen an der Menschheit: Man schleuste nach Russland die Radikalkommunisten ein - von wegen also "jüdisch-bolschewistische" Weltverschörung, ganz einfach dümmliche preussische Militaristen, die lieber den kommunistischen Geist aus der Flasche liessen, um vielleicht doch noch den militärischen Sieg zu erfechten, statt den Verhandlungsfrieden zu suchen. Dass dann Adolf Hitler, der mit beiden durchaus "erfolgreich" kooperierte, daraus eben diese "jüdisch-bolschewistische" Weltverschwörung machte, ist die totale Ironie.

Letztlich nutzte alles nichts, das Duo Hindenburg-Ludendorff ritt Deutschland tiefer und tiefer ins Ungklück, aber mit dem Waffenstillstand 1918 war es leider nicht vorbei, beide nährten die Dolchstosslegende, Ludendorff machte am Hitler Putsch 1923 mit, Hindenburg ernannte ihn dann knappe 10 Jahre später zum Reichskanzler, was zur totalen Niederlage Deutschlands führte, aber auch zu einer erneuten Ausbreitung des Kommunismus.

Vor diesem Hintergrund kann man wohl an diesen beiden Figuren nicht allzu viel positives gewinnen. Ihre "Teamarbeit" trug entscheidend zu den beiden grossen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, Kommunismus wie Nationalsozialismus, bei, wie sonst von keinem, auch von Kaiser Karl. I von Habsburg nicht.
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05.06.2014, 20:08
Beitrag: #11
RE: Umfrage zu Hindenburg und Ludendorff (1. Weltkrieg)
"die Karre war eigentlich im Herbst 1914 schon in den Dreck gefahren"

das ist zweifellos richtig.
Insgesamt waren über eine Million Soldaten gefallen (die verlustreichsten Monate im ganzen WK1) die Munition war fast verschossen, nicht nur bei den Deutschen, die anderen hatten auch fast nichts mehr zum knallen.

Aber an einen Frieden dachte keiner, niemand. Weder bei den Mittelmächten, noch bei der Entente.

Man suchte andere Lösungen.
Zu den deutschen Überlegungen habe ich schon mal einen 3nd angeleiert




(16.09.2013 12:40)Suebe schrieb:  Als die Marneschlacht verlorengegangen war, war die aus damaliger Sicht einzige Chance den Krieg zu gewinnen dahin.

Das will ich hier aber gar nicht diskutieren.
Es handelt sich dabei auch keineswegs um meine Einschätzung, sondern um die wirklich relevanter Entscheidungsträger in Deutschlands Wissenschaft, Forschung und Industrie im Jahre 1914.

Das waren aber Patrioten im besten Sinne, sehr entschiedene, die der Meinung waren:
es muss etwas geschehen!
Man trat an die Reichsleitung, das Kriegsministerium und die Marineleitung heran, und bot diesen diverse Projekte und Patente an, die schon angedacht und teilweise vorentwickelt waren.

Diese Umstände, die Projekte und deren Umsetzung oder auch nicht, würde ich hier gerne näher untersuchen.

Aber, alleine werde ich das nicht schaffen, ich bitte deshalb sehr um rege Mitarbeit.

(17.09.2013 13:00)Suebe schrieb:  Im September 1914 bekam Ernst Heinkel eine dringende Einladung zu dem Bosch-Direktor Klein nach Stuttgart, man kannte sich, Heinkel hat ihm zusammen mit Helmuth Hirth (dt. Flugpionier) 1913 ein Albatros Wasserflugzeug verkauft.
Mit dem Klein auf dem Bodensee Flüge machte.

Bei Klein wartete eine hochkarätige Gesellschaft, Robert Bosch, Albert Hirth Vater von Helmuth Hirth und Besitzer der SKF (Süddeutsche Kugellagerfabrik) Claudius Dornier,
und unter weiteren Graf Zeppelin.
Graf Zeppelin stellte seinen Plan vor, ein Großflugzeug zu bauen, das im Stande wäre eine sehr große Bombe zu transportieren, die über einem Hafen abgeworfen, sämtliche dort vor Anker liegenden Schiffe zerstören könnte.
Die grundsätzlich richtige Idee, abgesehen von der "Riesenbombe" wurde festgestellt.
Helmuth Hirth, zu der Zeit als Kriegsfreiwillger im "Felde", hatte die Herren überzeugt, dass ein solches Flugzeug nur mit dem Konstrukteur Heinkel zu realisieren wäre.
Heinkel widerum schlug Prof. Baumann von der TH Stgt., bei dem er studiert hatte, als Wissenschaftler für das Projekt vor.

Dies war die Geburtsstunde der VGO (Versuchsbau Gotha Ost) später nach Staaken verlegt.
Entwicklungs-Firma der deutschen Gothas- und Staaken-Riesenbomber

hier schon mal dieses Thema etwas angeritzt.

Wobei man dem "Team" Hi-Lu mMn nicht vorwerfen sollte, dass sie auch nicht klüger waren als alle anderen Enscheidungsträger sämtlicher kriegführenden Nationen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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