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Die konvergente Evolution - Presseschau
20.05.2014, 18:24
Beitrag: #1
Die konvergente Evolution - Presseschau
Unter identischen Umweltbedingungen entwickeln sich ähnliche Lebewesen.

Diese Theorie verbirgt sich hinter der "konvergenten Evolution"

spiegel online
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...70177.html

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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22.05.2014, 22:55
Beitrag: #2
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
Nun,das Objekt Stabheuschrecke ist m.E. nicht aussagekräftig.
Da es sich um die gleiche Tierart handelt, haben wir es hier nur mit einem eher begrenzten evolutionären Anpassungsprozeß zu tun, der innerhalb des variablen Eigenschaftsspektrums der Tierart bleit, aber keine gänzlich neuen Eigenschaften hervorbringt. Und das ist nix Neues.So gibt es z.B.bei Carriozo /New Mexiko zwei Sorten von Agamen-eine helle,sandfarbene ,die in der Wüste lebt und eine fast schwarze,die auf den Basaltfeldern rumturnt.Solche Variaionsspektren hat schon Darwin bei seinen Galapagosfinken festgestellt.
Mit "konvergenter Evolution" ist aber m.E. etwas völlig anderes gemeint, nämlich daß die Ausnutzung ähnlicher ökologischer Nischen voraussetzt,daß artenübergreifend bestimmte Schlüsseleigenschaften vorhanden sind , die das Überleben in diesen Nischen ermöglichen.
Beispiel: um in den kalten Regionen von Arktis und Antarktis zu überleben braucht es eine körpereigene Isolationsschicht und sowohl Robben als auch Pinguine und Eisbären weisen diese Schicht mit ähnlichem Aufbau (Haar/Federnschicht über isolierender Fettschicht ) auf,obwohl es sich um völlig unerschiedliche Tierarten handelt.
Auch die äüßere , dem Leben im Wasser angepasste Form von Walen und Fischen wäre eine solche Form konvergenter Evolution.

So was ähnliches gibt es auch in der Geschichte, nämlich ein Phänomen,das ich als ""konvergente Technologie" bezeichnen würde"- will heißen,daß bestimmte technische Probleme zu unterschiedlichen Zeiten mit auf dem Standard der jeweiligen Epoche basierender Technologie ähnlich gelöst wurden .
z.B. das Zersägen von Baumstämmen mit Handsägen oder wind-,wasser.,dampgf- diesel- und elektrogetriebenen Sägemühlen.
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23.05.2014, 15:31
Beitrag: #3
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(22.05.2014 22:55)zaphodB. schrieb:  Nun,das Objekt Stabheuschrecke ist m.E. nicht aussagekräftig.

Stimmt. So wie ich das verstehe, handelt es sich "nur" um Unterarten, die sich allerdings trotzdem überraschend schnell an den Lebensraum der jeweils anderen Unterart anpassen konnten. Insofern ein Indiz, dass der Lebensraum tatsächlich die Gene eines Tieres verändern kann, und zwar rasch.
Die Fische in den zwei Kraterseen in Nicaragua wären da schon ein beseres Beispiel, aber im überzeugendsten finde ich immer solche Beispiele, die tatsächlich bei weit voneinander entfernten und auch nur entfernt(est) verwandten Arten ähnliches Aussehen hervorrufen, z.B. Flugbeutler und Flughörnchen oder auch die amerikanische Großsäbelzahnkatze Smilodon und das Beuteltier Thylacosmilus aus Südamerika. Am besten finde ich persönlich aber das eozäne Säugetier Leptididium und die australischen Känguruhs. Beide hüpften auf ihren enormen Hinterbeinen, sind aber auf verschiedenen Kontinenten, zu völlig verschiedenen Zeiten (immerhin 50 Millionen Jahre auseinander!), von völlig unterschiedlicher Größe (das kleinste rezente Känguruh ist vermutlich größer als das Lepticidium) und mit völlig unterschiedlicher Lebens- und Ernährungsweise (Känguruh Pflanzenfresser, die großen leben in Steppen, Lepticidium waldbewohnender Insektenfresser).

VG
Christian
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23.05.2014, 20:03
Beitrag: #4
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
Wie ist denn das in Australien?

Gibt es da nicht etliche arten von Beuteltieren, die sich mehr oder weniger so entwickelt haben, wie anderswo Säuger?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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24.05.2014, 08:28
Beitrag: #5
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
Stimmt. Die Namen der Beuteltierarten sagen es schon meistens, mit welchem Säugetier die Beuteltiere eine konvergente Evolution haben:
Beutelratten
Koalabär
Beutelwolf
Beutelmarder
Mausbeutler
der schon angesprochene Gleitbeutler
Beutelmull

Interessanterweise gab es in Australien und Ozeanien bis zur Ankunft des Menschen dort Landkrokodile, die anderswo zusammen mit den Dinosauriern ausgestorben sind. Da die australische-ozeanischen Landkrokodile aber erst Miozän auftauchen, war hier wohl auch eine Parallelentwicklung zugange, noch dazu, wo die australischen Landkrokodile einer anderen Gruppe innerhalb der Krokodile entstammten als die kretazischen Exemplare.

VG
Christian
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24.05.2014, 21:45
Beitrag: #6
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
Im Bürgermeister-Müller-Museum in Solnhofen im Altmühltal zeigt man ein solches ausgestorbenes Landkrokodil, das sich im Jagd- und Angriffsmodus zeitweise sogar nur auf den Hinterbeinen fortbewegt haben soll.-Und wäre Quinkana nicht ausgestorben, gäbe es vielleicht heute "das Krokodil ,das läuft wie ein Mann" Big Grin
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14.09.2016, 03:39
Beitrag: #7
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
Dinosaurier waren ja Zweibeiner.

Interessant ist die Intelligenzentwicklung der Wale, also unter ganz anderen Bedingungen als beim Menschen auf dem Land. Manche Wissenschaftler vergleichen die Sprache der Delfine mit der der Menschen.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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16.09.2016, 19:01
Beitrag: #8
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(14.09.2016 03:39)Paul schrieb:  Dinosaurier waren ja Zweibeiner.

Eine Linie von ihnen, wobei nicht wenige mit zunehmender Größe wieder zur Vierbeinigkeit zurückgekehrt sind. Die Landkrokodile waren aber keine Dinosaurier!
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16.09.2016, 19:07
Beitrag: #9
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(14.09.2016 03:39)Paul schrieb:  Interessant ist die Intelligenzentwicklung der Wale, also unter ganz anderen Bedingungen als beim Menschen auf dem Land. Manche Wissenschaftler vergleichen die Sprache der Delfine mit der der Menschen.

Bei den Delfinen vermutet man dass das soziale Zusammenleben zu ihrer hohen Intelligenz geführt hat, inklusive ihrer "Sprache". Den gleichen Ursprung hatte vermutlich auch die menschliche Intelligenz. Je sozialer die Vormenschen wurden, desto größer ihre Hirne Wink Warum wurden die Menschen immer sozialer? Weil sie jagten...
Interessanterweise hat das menschliche Hirnwachstum nämlich einen ganze großen Sprung gemacht. Jahrmillionen lang lässt sich das Gehirn der Vormenschen mit Wörtern wie "schimpansenartig" und "Größe einer Orange" beschreiben. Urplötzlich tauchte dann der Homo erectus auf - mit einem im Vergleich zu seinen Vorfahren fast doppelt so großen Gehirn und einem Körperbau, der nahelegt, dass er - anders als seine Vorfahren - ein exzellenter (Verfolgungs-)Jäger gewesen sein musste. Wink
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18.09.2016, 01:57
Beitrag: #10
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(16.09.2016 19:07)913Chris schrieb:  
(14.09.2016 03:39)Paul schrieb:  Interessant ist die Intelligenzentwicklung der Wale, also unter ganz anderen Bedingungen als beim Menschen auf dem Land. Manche Wissenschaftler vergleichen die Sprache der Delfine mit der der Menschen.

Bei den Delfinen vermutet man dass das soziale Zusammenleben zu ihrer hohen Intelligenz geführt hat, inklusive ihrer "Sprache". Den gleichen Ursprung hatte vermutlich auch die menschliche Intelligenz. Je sozialer die Vormenschen wurden, desto größer ihre Hirne Wink Warum wurden die Menschen immer sozialer? Weil sie jagten...
Interessanterweise hat das menschliche Hirnwachstum nämlich einen ganze großen Sprung gemacht. Jahrmillionen lang lässt sich das Gehirn der Vormenschen mit Wörtern wie "schimpansenartig" und "Größe einer Orange" beschreiben. Urplötzlich tauchte dann der Homo erectus auf - mit einem im Vergleich zu seinen Vorfahren fast doppelt so großen Gehirn und einem Körperbau, der nahelegt, dass er - anders als seine Vorfahren - ein exzellenter (Verfolgungs-)Jäger gewesen sein musste. Wink

Die Grösse des Gehirns sagt noch nichts über die Intelligenz aus. Sonst wären Elefanten klüger als Menschen. Und Rabenvögel, welche ebenfalls als intelligent gelten (einige benutzen Werkzeuge), müssten kreuzdumm sein. Im Übrigen (das wird Paul freuen): Der Neandertaler hatte ein grösseres Hinrnvolumen als der HS - auch grösser als der heutige HS.
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18.09.2016, 11:44
Beitrag: #11
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(18.09.2016 01:57)Aguyar schrieb:  Die Grösse des Gehirns sagt noch nichts über die Intelligenz aus. Sonst wären Elefanten klüger als Menschen. Und Rabenvögel, welche ebenfalls als intelligent gelten (einige benutzen Werkzeuge), müssten kreuzdumm sein. Im Übrigen (das wird Paul freuen): Der Neandertaler hatte ein grösseres Hinrnvolumen als der HS - auch grösser als der heutige HS.

Nun gibr es keine Artgrenze zwischen Neandertaler und südlichen Menschen. Wir könnten nur Durchschnittswerte vergleichen, bei denen die Menschen, die sich an das harte Leben im Norden angepasst hatten gut abschneiden.
Die Differenzierung der Walhirne ist stärker als beim Menschen.
Forscher nehmen leider an, das die Intelligenz des Menschen seit der Altsteinzeit wieder abnahm, da der Selektionsdruck in andere Richtungen ging.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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19.09.2016, 10:39
Beitrag: #12
RE: Die konvergente Evolution - Presseschau
(18.09.2016 01:57)Aguyar schrieb:  Die Grösse des Gehirns sagt noch nichts über die Intelligenz aus. Sonst wären Elefanten klüger als Menschen.
Das gilt aber nur, weil du verschiedene Arten miteinander vergleichst. Wenn aber EINE Art ein größeres Gehirn entwickelt, dann normalerweise doch, weil mehr Gehirnmasse gebraucht wird. Da das Gehirn sehr viel Energie verbraucht, is die einzig logische Folgerung, dass ein Zugewinn an Intelligenz für die einzelne Art der Grund war, warum man sich diesen Energiefresser "großes Gehirn" angetan hat Wink
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