Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Geldgeschichte
14.07.2014, 19:56
Beitrag: #21
RE: Geldgeschichte
(13.07.2014 00:10)zaphodB. schrieb:  
Zitat:Da irren sich diese Goldhändler.
die irren nicht nur,sonder die behaupten schlicht Quark und zwar gewaltigen-weil ich um einen Gegenwer von 3000 Dollar für den Focus aufzubringen selbstverständlich mehr Gold auf den Tisch legen muß, als wenn ich einen Gegenwert von 300 Dollar bezahlen will.
Und,mal davonabesehen,daß der Goldpreis auch Schwankungen unterliegt, natürlich der Gegenwert,den ich in Form des Focus erhalte ungleich größer ist als der des Model T.

Technische Entwicklungen in die Bewertung des Geldes einfließen zu lassen, halte ich für mindestens diskutabel.
Die Entwicklung bei elektronischen Geräten fließt ja mittlerweile auch in die offizielle Inflationsberechnng ein, was ich kritisch sehe.

Besser geeignet, um den Wert des Geldes bzw. Goldes vergleichen zu können, sind Waren und Dienstleistungen, die keinem oder nur einem geringen zeitlichen Wandel uterliegen.

Klassisches Beispiel:

Für eine Unze Gold konnte man sich im alten Rom genauso wie heute einen schönen Anzug (bzw.Tunika) kaufen.

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
14.07.2014, 20:11
Beitrag: #22
RE: Geldgeschichte
(11.07.2014 21:21)Triton schrieb:  Gerade erst entdeckt.
Jaja, das liebe Geld. Die meisten wissen nicht einmal, was es ist, rennen ihm aber die meiste Zeit ihres Lebens hinterher.
Erfunden habens die Lyder. Nur leider zuwenig davon.
Big Grin


(11.07.2014 21:21)Triton schrieb:  Kann mir jemand erklären, wie erfundenes Geld den Wohlstand erhöhen soll?

Es erhöht auf alle Fälle den Wohlstand derjenigen, bei denen das frische Geld als erstes ankommt, das sind im Regelfall die Banken und ihr Umfeld.


(11.07.2014 21:21)Triton schrieb:  Wenn Gelddrucken auf lange Sicht im realen Leben "reich" machen würde, dann wäre die Hyperinflation 1923 doch eine Bombensache gewesen. Mein Opa hat mir da was ganz anderes erzählt...

Die Dosis macht das Gift.

Die Menge des geschöpften Geldes muss mit der Entwicklung der Realwirtschaft korrelieren.
Das tut sie aber immer weniger; begonnen hat dieses Missverhältnis mit der Aufkündigung von Bretton Woods 1971.
Seitdem kann die Geldmenge beliebig aufgeblasen werden, da man sich von der Golddeckung verabschiedet und ganz und gar dem fiatmoney verschrieben hatte.

Seitdem wächst die Geldmenge erheblich schneller als die Realwirtschaft. Mit der jüngsten Finanzkrise hat sich dieser Sachverhalt nochmals deutlich verschärft.

Wir leben wohl in der Spätzeit eines Schuldgeldsystems. Die Leitzinsen sind bei allen großen Notenbanken auf Anschlag, dh.nahe Null, eine Erhöhung hätte den sofortigen Kollaps zur Folge.
Immer mehr Schulden mit immer noch großeren Schulden zu finanzieren, funktioniert immer nur eine gewisse Zeit, da das exponentielle Schuldenwachstum irgenwann nicht mehr finanzierbar ist.

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
16.07.2014, 17:34
Beitrag: #23
RE: Geldgeschichte
Es ist oder wäre halt das erste Mal, dass ein derart aufgeblähtes Luftgeldsystem zusammenbricht, deshalb gibt es dazu auch keine Erfahrungswerte und die Prognosen der Schwarzseher haben sich nicht (so schnell) bewahrheitet wie viele erwarteten. Dass wir momentan regional ganz ordentlich prosperierende Volkswirtschaften sehen, ist für mich ganz normal und kein Anlass, alles in rosarot zu malen. Neue Schulden sind immer neues Geld und das befeuert natürlich die Realwirtschaft, zumindest solange die Illusion da ist, aus Schulden würde einmal reales Vermögen.

Aktien sind immerhin Sachwerte, wenn mir auch deutsche Aktien momentan deutlich zu teuer sind. Aber die Entwicklung des DAX (1990 bei 1000 Punkten, heute das Zehnfache und das bei vielen unveränderten Teilnehmern) zeigt, dass es nie falsch ist, auf unternmehmerische Erfolge mehr zu bauen als auf reine Finanzwirtschaft.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
16.07.2014, 18:42
Beitrag: #24
RE: Geldgeschichte
(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Es ist oder wäre halt das erste Mal, dass ein derart aufgeblähtes Luftgeldsystem zusammenbricht, deshalb gibt es dazu auch keine Erfahrungswerte und die Prognosen der Schwarzseher haben sich nicht (so schnell) bewahrheitet wie viele erwarteten. Dass wir momentan regional ganz ordentlich prosperierende Volkswirtschaften sehen, ist für mich ganz normal und kein Anlass, alles in rosarot zu malen. Neue Schulden sind immer neues Geld und das befeuert natürlich die Realwirtschaft, zumindest solange die Illusion da ist, aus Schulden würde einmal reales Vermögen.

Aktien sind immerhin Sachwerte, wenn mir auch deutsche Aktien momentan deutlich zu teuer sind. Aber die Entwicklung des DAX (1990 bei 1000 Punkten, heute das Zehnfache und das bei vielen unveränderten Teilnehmern) zeigt, dass es nie falsch ist, auf unternmehmerische Erfolge mehr zu bauen als auf reine Finanzwirtschaft.


Wir haben es da mit den Volkswirten zu tun.
Das sind die Theologen unter den Kaufleuten, sie wissen nichts aber glauben vielerlei.

Wobei sie den Teologen gegenüber insofern im Nachteil sind, dass deren Glaubenssätze nie widerlegt werden.
Die der Volkswirte immer wieder aufs neue. Suchen sie sich halten einen neuen Galuben Bat

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
16.07.2014, 21:49
Beitrag: #25
RE: Geldgeschichte
(16.07.2014 18:42)Suebe schrieb:  
(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Es ist oder wäre halt das erste Mal, dass ein derart aufgeblähtes Luftgeldsystem zusammenbricht, deshalb gibt es dazu auch keine Erfahrungswerte und die Prognosen der Schwarzseher haben sich nicht (so schnell) bewahrheitet wie viele erwarteten. Dass wir momentan regional ganz ordentlich prosperierende Volkswirtschaften sehen, ist für mich ganz normal und kein Anlass, alles in rosarot zu malen. Neue Schulden sind immer neues Geld und das befeuert natürlich die Realwirtschaft, zumindest solange die Illusion da ist, aus Schulden würde einmal reales Vermögen.

Aktien sind immerhin Sachwerte, wenn mir auch deutsche Aktien momentan deutlich zu teuer sind. Aber die Entwicklung des DAX (1990 bei 1000 Punkten, heute das Zehnfache und das bei vielen unveränderten Teilnehmern) zeigt, dass es nie falsch ist, auf unternmehmerische Erfolge mehr zu bauen als auf reine Finanzwirtschaft.


Wir haben es da mit den Volkswirten zu tun.
Das sind die Theologen unter den Kaufleuten, sie wissen nichts aber glauben vielerlei.

Wobei sie den Teologen gegenüber insofern im Nachteil sind, dass deren Glaubenssätze nie widerlegt werden.
Die der Volkswirte immer wieder aufs neue. Suchen sie sich halten einen neuen Galuben Bat

ja, das war auch der Nachteil des Kommunismus und ist der Nachteil von Scientology. Wenn man Glück im Diesseits verkündet, ist man irgendwann widerlegt. Glück im Jenseits kann nicht widerlegt werden.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 00:02
Beitrag: #26
RE: Geldgeschichte
(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Es ist oder wäre halt das erste Mal, dass ein derart aufgeblähtes Luftgeldsystem zusammenbricht, deshalb gibt es dazu auch keine Erfahrungswerte und die Prognosen der Schwarzseher haben sich nicht (so schnell) bewahrheitet wie viele erwarteten.

Die Schwarzseher haben wohl nicht damit gerechnet, dass Draghi sich dazu bereiterklären würde, im Notfall die Statuten der EZB einfach zu ignorieren.

Denn das tat er, als er ankündigte, im Fall des Falles alles tun zu wollen (dh. unbegrenzter Ankauf von schlecht bewerteten Staatsanleihen vom Primärmarkt), um einen Kollaps zu verhindern.

Das wirkt vorerst; die Frage ist halt, wie lange, und was kommt dann. Huh





(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Dass wir momentan regional ganz ordentlich prosperierende Volkswirtschaften sehen, ist für mich ganz normal und kein Anlass, alles in rosarot zu malen.


Wo denn? In Europa jedenfalls nicht;

in der Eurozone beträgt das Wachstum dieses Jahr nur prognostizierte 1,1%.

http://www.nzz.ch/finanzen/newsticker/iw...1.18343405



Letztes Jahr war's noch weniger. Auch Deutschland grundelt bei 0,x% Prozent herum...

[Bild: 1361257349185.jpg]

http://derstandard.at/1361240798733/Oest...-den-Trend



Weiters hier noch eine sehr empfehlenswerte Übersicht:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/wirt...en104.html


(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Neue Schulden sind immer neues Geld und das befeuert natürlich die Realwirtschaft, [...]



Eigentlich immer weniger, dh. mittlerweile zu wenig, das ist ja eines der drzeitige Probleme. Deswegen haben wir zz im Euroraum auch eine zu niedrige Inflation; in einige Krisenstaaten ja sogar eine Deflation.


(16.07.2014 17:34)Triton schrieb:  Aktien sind immerhin Sachwerte, wenn mir auch deutsche Aktien momentan deutlich zu teuer sind. Aber die Entwicklung des DAX (1990 bei 1000 Punkten, heute das Zehnfache und das bei vielen unveränderten Teilnehmern) zeigt, dass es nie falsch ist, auf unternmehmerische Erfolge mehr zu bauen als auf reine Finanzwirtschaft.

Naja, irgendwo muss das billige Geld halt hin. Laut einer Studie, die ich neulich in der "Presse" gelesen hab', gründen sich lediglich rund 30% des Börsenbooms auf den Daten der Realwirtschaft; der Rest ist rational nicht erklärbar.

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 04:08
Beitrag: #27
RE: Geldgeschichte
Ein äußerst empfehlenswerter Artikel im Focus zum Thema Geld. Es geht über die Machenschaften der amerkanischen Hochfinanz und der FED:

Zitat: Die US-Notenbank kontrolliert den Dollar - und hat es in der Hand, ganze Volkswirtschaften in den Ruin zu treiben. FOCUS-MONEY zeigt, wem die mächtigste Zentralbank der Welt gehört und was sie alles manipuliert.

Geld regiert die Welt. Mitnichten. Es gibt noch eine Instanz der Macht über dem bloßen Reichtum. Denn wer das Geld regiert, dem kann der Rest ziemlich egal sein. Direkter als Mayer Amschel Rothschild (1744-1812) hat es kaum jemand formuliert:

„Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.“

[...]

Das Monopol auf den Druck der Banknoten, die Hoheit über die Geldmenge und die Macht über die Zinsen besitzt eine Privatinstitution. Gegründet vom wohl mächtigsten Bankenkartell aller Zeiten. Ein gigantischer Bluff. Demokratisch legitimiert.

Der Dollar ist in der Hand des Federal Reserve System. Dessen Eigner sind Privatbanken. Wie gering der Einfluss der Regierung auf das ist, was die Fed anstellt, erklärte der langjährige Notenbank-Chef Alan Greenspan einmal recht deutlich in einem Fernsehinterview:

„Zunächst einmal ist die Federal Reserve eine unabhängige Agentur. Das bedeutet, dass es keine Regierungsagentur gibt, die unsere Aktionen außer Kraft setzen kann"
[...]

http://www.focus.de/finanzen/boerse/das-...95856.html

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 11:29
Beitrag: #28
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 00:02)Titus Feuerfuchs schrieb:  Auch Deutschland grundelt bei 0,x% Prozent herum...


wo hast du denn das her?
Die Schätzungen für 2014 liegen zwischen 1,8 und 2,0 % Plus.

Tappst du da evtl. in die Prozentfalle? die oft angeführten 0,4+0,5% sind immer gegenüber dem Vorquartal gerechnet, das liegt aufs Jahr bezogen dann wieder im genannten Bereich.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 12:02
Beitrag: #29
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 04:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  Ein äußerst empfehlenswerter Artikel im Focus zum Thema Geld. Es geht über die Machenschaften der amerkanischen Hochfinanz und der FED:

Zitat: Die US-Notenbank kontrolliert den Dollar - und hat es in der Hand, ganze Volkswirtschaften in den Ruin zu treiben. FOCUS-MONEY zeigt, wem die mächtigste Zentralbank der Welt gehört und was sie alles manipuliert.

Geld regiert die Welt. Mitnichten. Es gibt noch eine Instanz der Macht über dem bloßen Reichtum. Denn wer das Geld regiert, dem kann der Rest ziemlich egal sein. Direkter als Mayer Amschel Rothschild (1744-1812) hat es kaum jemand formuliert:

„Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.“

[...]

Das Monopol auf den Druck der Banknoten, die Hoheit über die Geldmenge und die Macht über die Zinsen besitzt eine Privatinstitution. Gegründet vom wohl mächtigsten Bankenkartell aller Zeiten. Ein gigantischer Bluff. Demokratisch legitimiert.

Der Dollar ist in der Hand des Federal Reserve System. Dessen Eigner sind Privatbanken. Wie gering der Einfluss der Regierung auf das ist, was die Fed anstellt, erklärte der langjährige Notenbank-Chef Alan Greenspan einmal recht deutlich in einem Fernsehinterview:

„Zunächst einmal ist die Federal Reserve eine unabhängige Agentur. Das bedeutet, dass es keine Regierungsagentur gibt, die unsere Aktionen außer Kraft setzen kann"
[...]

http://www.focus.de/finanzen/boerse/das-...95856.html


Die Kritik an den Eigentumsverhältnissen der FED ist "Uralt".
Die Geschichte zeigt aber, dass Zentral-Banken im Eigentum der Staaten wesentlich leichter manipuliert werden können.
Und in der Vergangenheit oft genug wurden.

Zumindest hat die FED keine vollständige Enteignung der US-Bürger auf dem Kerbholz, wie die Staatseigenen Zentralbanken im 20. Jahrhundert fast alle. Die deutsche gleich 2mal (zweimal)

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 12:57
Beitrag: #30
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 11:29)Suebe schrieb:  wo hast du denn das her?
Die Schätzungen für 2014 liegen zwischen 1,8 und 2,0 % Plus.
[...]

Bezog mich auf 2013.

Wie's fürs Gesamtjahr 2014 ausschaut, weiß man nat. noch nicht.Wink
Die (jüngere) Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass Prognosen in der Regel zu optimistisch waren.

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 13:02
Beitrag: #31
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 12:02)Suebe schrieb:  
(18.07.2014 04:08)Titus Feuerfuchs schrieb:  Ein äußerst empfehlenswerter Artikel im Focus zum Thema Geld. Es geht über die Machenschaften der amerkanischen Hochfinanz und der FED:


Die Kritik an den Eigentumsverhältnissen der FED ist "Uralt".

Mag sein; nichtsdestotrotz ist die Kenntnis dieses Sachverhalts nicht sehr weit verbreitet, da die Eigentumsverhältnisse der FED in der Regel nicht auf die große Glocke gehängt werden...


(18.07.2014 12:02)Suebe schrieb:  Die Geschichte zeigt aber, dass Zentral-Banken im Eigentum der Staaten wesentlich leichter manipuliert werden können.
Und in der Vergangenheit oft genug wurden.

Zumindest hat die FED keine vollständige Enteignung der US-Bürger auf dem Kerbholz, wie die Staatseigenen Zentralbanken im 20. Jahrhundert fast alle. Die deutsche gleich 2mal (zweimal)


Die deutsche Geschichte im 20. Jh. unterscheidet sich auch ein kleinwenig von er US-amerikanischen...Rolleyes

Eine Zentralbank als Staat im Staat gehört eigentlich sofort eliminiert.

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 15:20
Beitrag: #32
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 13:02)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(18.07.2014 12:02)Suebe schrieb:  Die Kritik an den Eigentumsverhältnissen der FED ist "Uralt".

Mag sein; nichtsdestotrotz ist die Kenntnis dieses Sachverhalts nicht sehr weit verbreitet, da die Eigentumsverhältnisse der FED in der Regel nicht auf die große Glocke gehängt werden...


(18.07.2014 12:02)Suebe schrieb:  Die Geschichte zeigt aber, dass Zentral-Banken im Eigentum der Staaten wesentlich leichter manipuliert werden können.
Und in der Vergangenheit oft genug wurden.

Zumindest hat die FED keine vollständige Enteignung der US-Bürger auf dem Kerbholz, wie die Staatseigenen Zentralbanken im 20. Jahrhundert fast alle. Die deutsche gleich 2mal (zweimal)


Die deutsche Geschichte im 20. Jh. unterscheidet sich auch ein kleinwenig von er US-amerikanischen...Rolleyes

Eine Zentralbank als Staat im Staat gehört eigentlich sofort eliminiert.

Das "Wissen" darüber ist nicht sehr verbreitet, das stimmt,
man stößt mit dem Fakt auch immer wieder auf völligen Unglauben.
Das mag aber zum erheblichen Teil an den Medien liegen, die zur Meinungsbildung von den Betroffenen herangezogen werden.

Auf der Penne 11-12. Klasse war das bei uns auf alle Fälle Thema.

Aus wiki:
Zitat:Das Federal Reserve System ist eine staatliche Einrichtung, die sich allerdings in privatem Besitz befindet. Es wurde durch Gesetz gegründet; Änderungen an der Struktur und den Aufgaben des Systems sind daher nur durch den Gesetzgeber möglich. Zwar sind die zwölf regionalen Federal Reserve Banks als Aktiengesellschaften organisiert, deren Aktionäre die in ihren Bezirken tätigen privaten Banken sind; die Aktionärsrechte im Fall der Federal Reserve Banks haben aber mit denen privater Banken wenig gemeinsam. Die privaten Banken sind kraft Gesetzes Aktionäre der Federal Reserve Banks und haben keine freie Entscheidung, ob bzw. wie viel sie investieren. Auch sind die Anteile an den Federal Reserve Banks, anders als bei Aktien üblich, nicht übertragbar.[13] Die Mitglieder der Gremien, die über die Geldpolitik der Fed entscheiden, werden nicht – wie das in einer privaten Aktiengesellschaft geschehen würde – durch die Aktionäre gewählt, sondern politisch ernannt (Nominierung durch den US-Präsidenten und Bestätigung durch den Senat). Auch die Gewinnverteilung der Fed unterscheidet sich erheblich von der privater Aktiengesellschaften: Die privaten Banken, die Aktien an den Federal Reserve Banks halten, erhalten eine vorab gesetzlich fixierte Dividende; der übrigbleibende Gewinn fließt an den amerikanischen Bundeshaushalt. Zahlenmäßig sind die Dividenden an die Aktionäre vernachlässigbar: Im Jahr 2011 beliefen sich die Dividendenzahlungen an die privaten Banken auf 1,6 Milliarden Dollar, die Gewinnausschüttung an den Bundeshaushalt auf 78,4 Milliarden Dollar;[14] dass überhaupt an Aktionäre gezahlt wird, ist in erster Linie eine Kompensation dafür, dass die Fed – anders als beispielsweise das Eurosystem – traditionell keine Zinsen auf die Zentralbankguthaben der privaten Banken zahlt. In Anbetracht dieser Unterschiede zu privaten Aktiengesellschaften bezeichnet sich das Federal Reserve System als „independent entity within the government“.[15] Auch durch amerikanische Bundesgerichte wurde bereits entschieden, dass es sich bei den Federal Reserve Banks um öffentliche Institutionen des Bundes („federal instrumentalities“) handelt

Wirtschaftlich ist es halt eine völlig andere Welt.
Sie wurden mindestens ein Jahrhundert kürzer von Fürsten und Despoten geknechtet.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
18.07.2014, 20:07
Beitrag: #33
RE: Geldgeschichte
(16.07.2014 21:49)Marek1964 schrieb:  ./.
ja, das war auch der Nachteil des Kommunismus und ist der Nachteil von Scientology. Wenn man Glück im Diesseits verkündet, ist man irgendwann widerlegt. Glück im Jenseits kann nicht widerlegt werden.

Wenn ich da nochmal kurz einhaken darf.

Bei den schwäbischen Pietisten (zumindest bei einer der vielen Richtungen die es bei denen gibt)
zählt der geschäftliche wirtschaftliche Erfolg als äußeres Zeichen der Gnade Gottes,
die ihnen ihr Schöpfer schon in diesem "Jammertal" schenkt.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
22.07.2014, 22:18
Beitrag: #34
RE: Geldgeschichte
(18.07.2014 20:07)Suebe schrieb:  
(16.07.2014 21:49)Marek1964 schrieb:  ./.
ja, das war auch der Nachteil des Kommunismus und ist der Nachteil von Scientology. Wenn man Glück im Diesseits verkündet, ist man irgendwann widerlegt. Glück im Jenseits kann nicht widerlegt werden.

Wenn ich da nochmal kurz einhaken darf.

Bei den schwäbischen Pietisten (zumindest bei einer der vielen Richtungen die es bei denen gibt)
zählt der geschäftliche wirtschaftliche Erfolg als äußeres Zeichen der Gnade Gottes,
die ihnen ihr Schöpfer schon in diesem "Jammertal" schenkt.

In der Tat, auch der Calvinismus, der sparsame Protestantismus, wo man mehr erarbeitet als ausgibt, und sich so Kapital bilden kann, ist auch der wirtschaftliche Erfolg von Bedeutung.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
23.07.2014, 20:11
Beitrag: #35
RE: Geldgeschichte
Mir liegen für die Alb und Oberschwaben einige "punktuelle" Untersuchungen über die Abgabenlast von Bauern und Handwerkern über die Jahrhunderte vor.

Das erstaunliche für mich, sie liegen über die Jahrhunderte eigentlich immer mehr oder weniger bei 30-33 % des Ertrags.

Demnach also auch nicht viel anders als heute.
Wobei berücksichtigt werden muss, dass die Landwirtschaft, zumindest die Kleinbauern bis weit ins 20. Jahrhundert hinein eigentlich mehr oder weniger nur am Rande mit Geld wirschafteten, da galt nach wie vor die Tauschwirtschaft.

Hat eine/r der Mitstreiter/innen Material aus anderen Gegenden unseres Untersuchungsgebiets?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.07.2014, 00:57
Beitrag: #36
RE: Geldgeschichte
Was bedeutet "Ertrag" hier? Der Ernteertrag oder der Ertrag=Einnahmen abzgl. Kosten?

Dubiose Quelle, vielleicht trotzdem interessant:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende...phal-.html
Bei den Nullzinsen und Haushalten am Limit, sehe ich nur, dass irgendwann einer der größeren Staaten einen Bankrott hinlegt und gewaltige Finanzvermögen vernichtet werden. Und Bürgerkriege halte ich auch in Europa wieder für denkbar.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
27.07.2014, 06:12
Beitrag: #37
RE: Geldgeschichte
(25.07.2014 00:57)Triton schrieb:  Was bedeutet "Ertrag" hier? Der Ernteertrag oder der Ertrag=Einnahmen abzgl. Kosten?

Dubiose Quelle, vielleicht trotzdem interessant:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende...phal-.html
Bei den Nullzinsen und Haushalten am Limit, sehe ich nur, dass irgendwann einer der größeren Staaten einen Bankrott hinlegt und gewaltige Finanzvermögen vernichtet werden. Und Bürgerkriege halte ich auch in Europa wieder für denkbar.

Das Schöne an dubiosen Quellen ist, dass sie einem mitunter Anregungen geben, wonach man in seriösen Medien suchen muss.

Im konkreten Fall findet sich z.B. das hier:

http://www.welt.de/wirtschaft/article115...grund.html

Bei Hollande, bzw. der französischen Politik im Allgemeinen drängt sich ab und an der Eindruck auf, dass das Land nicht fahrlässig, sondern schon absichtlich runtergewirtschaftet wird.
Bei der Euroeinführung hatte es noch eine positive Handelsbilanz, nun ist sie nachhaltig negativ...

MfG, Titus Feuerfuchs
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
04.08.2014, 20:13
Beitrag: #38
RE: Geldgeschichte
1871 wurde im(damals) neuen Deutschen Reich die Mark eingeführt.
Was - natürlich- nicht ohne lange Diskussionen geschah.

Eine Petition im Deutschen Reichstag reichte ein gewisser Wagner aus Landshut ein, die ich den verehrten Interessierten nicht vorenthalten will.

Er weist daraufhin, dass bei einer Stückzahl von 18 Millionen Goldmünzen der jährliche Verlust durch "Abnützung" ca. 50.0000 Taler betragen würde, und schlägt deshalb vor,
1.) dass die Münzen mit einem Ring aus hartem, unedlen Metall versehen werden (hätten sie ausgesehen wie die heutigen Euromünzen)
2.) die Rechnungseinheit nicht Mark sondern Schilling zu nennen, wegen des besseren "Wohlklangs"
3.) die 10 Schillingmünze Mark zu bennen, die 20-SchillingMünze aber Doppelmark oder Bismark.

Während die beiden erstn Vorschläge ja durchaus Hand- und Fuss hatten, fragt sich der Jetztmensch, ob der Petitionseinreicher den 3. Vorschlag tatsächlich ernst meinte.
Aber, wie gesagt, tatsächlich geschehen im deutschen Reichstag des Jahres 1871.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
04.08.2014, 22:19
Beitrag: #39
RE: Geldgeschichte
(04.08.2014 20:13)Suebe schrieb:  1871 wurde im(damals) neuen Deutschen Reich die Mark eingeführt.
Was - natürlich- nicht ohne lange Diskussionen geschah.

Eine Petition im Deutschen Reichstag reichte ein gewisser Wagner aus Landshut ein, die ich den verehrten Interessierten nicht vorenthalten will.

Er weist daraufhin, dass bei einer Stückzahl von 18 Millionen Goldmünzen der jährliche Verlust durch "Abnützung" ca. 50.0000 Taler betragen würde, und schlägt deshalb vor,
1.) dass die Münzen mit einem Ring aus hartem, unedlen Metall versehen werden (hätten sie ausgesehen wie die heutigen Euromünzen)
2.) die Rechnungseinheit nicht Mark sondern Schilling zu nennen, wegen des besseren "Wohlklangs"
3.) die 10 Schillingmünze Mark zu bennen, die 20-SchillingMünze aber Doppelmark oder Bismark.

Während die beiden erstn Vorschläge ja durchaus Hand- und Fuss hatten, fragt sich der Jetztmensch, ob der Petitionseinreicher den 3. Vorschlag tatsächlich ernst meinte.
Aber, wie gesagt, tatsächlich geschehen im deutschen Reichstag des Jahres 1871.

Super, dass es denen nicht gleich einfliel, das (T)euro zu nennen, hehe.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
05.08.2014, 08:47
Beitrag: #40
RE: Geldgeschichte
(04.08.2014 22:19)Marek1964 schrieb:  [quote='Suebe' pid='37621' dateline='1407175996']
1871 wurde im(damals) neuen Deutschen Reich die Mark eingeführt.
./.

Geil, dass es denen nicht gleich einfliel, das (T)euro zu nennen, harhar.

Tja,
ein bayerischer Abgeordneter opponierte massiv gegen die Münz- und Geldneuordnung, "da so die angestrebte internationale Währungsordnung unmöglich gemacht würde".
Womit er auf die lateinische Münzunion von 1865 anspielte. Ich schrieb es schon, der zB der Schweizer Franken den Namen verdankt.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt    |     Startseite    |     Nach oben    |     Zum Inhalt    |     SiteMap    |     RSS-Feeds