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hinrichtungen und Henker
05.01.2015, 13:04
Beitrag: #1
hinrichtungen und Henker
Nach dem es in einem Jux-Rätsel von solchen in Paris die rede war.

Kennt eigentlich einer hier die weitere Biografie des Henkers Lang, der Koloman Wallisch (angeblich mit besonderem Vergnügen) und die Dollfuss-Mörder ins Jenseits beförderte?

1938 KZ-Dachau und dort totgeschlagen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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05.01.2015, 17:43
Beitrag: #2
RE: hinrichtungen und Henker
Der Wiener Scharfrichter und Henker Lang war auch für das Hängen des italienischen Nationalhelden Dr. Cesar Battisti in Trient verantwortlich. Meine das war 1916.
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05.01.2015, 17:47
Beitrag: #3
RE: hinrichtungen und Henker
Josef Lang (Henker)

Josef Lang (* 11. März 1855 in Simmering bei Wien; † 21. Februar 1925 ebenda) war Scharfrichter in Österreich. Er übte dieses Amt von 1900 bis zum Ende

9 KB (1.159 Wörter) - 23:19, 21. Dez. 2014


Johann Lang (Henker)

Johann Lang (* ?; † 1938 im KZ Dachau) war Scharfrichter in der Zeit der ersten österreichischen Republik (1918–1938). Lang war ursprünglich Polizeibeamter

4 KB (355 Wörter) - 13:28, 12. Aug. 2014

aus Wikipedia: es gab zwei Scharfrichter namens Lang
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05.01.2015, 21:33
Beitrag: #4
RE: hinrichtungen und Henker
(05.01.2015 17:47)liberace schrieb:  Josef Lang (Henker)

Josef Lang (* 11. März 1855 in Simmering bei Wien; † 21. Februar 1925 ebenda) war Scharfrichter in Österreich. Er übte dieses Amt von 1900 bis zum Ende

9 KB (1.159 Wörter) - 23:19, 21. Dez. 2014


Johann Lang (Henker)

Johann Lang (* ?; † 1938 im KZ Dachau) war Scharfrichter in der Zeit der ersten österreichischen Republik (1918–1938). Lang war ursprünglich Polizeibeamter

4 KB (355 Wörter) - 13:28, 12. Aug. 2014

aus Wikipedia: es gab zwei Scharfrichter namens Lang

Der Josef war der Onkel.
In der Republik Österreich gab es keine Todesstrafe und deshalb natürlich auch keinen Henker.

Der Johann hatte aber anscheinend dem Onkel ein paar mal assistiert. Am 11.11.1933 hatte Dollfuss/Schuschnigg die Todesstrafe über einen Verfassungskniff eingeführt. Und Johann Lang erklärte sich bereit ....

Einen der ersten den die Nazis aus Österreich ins KZ verfrachteten war dieser Lang. Und weiter siehe oben.

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05.01.2015, 23:03
Beitrag: #5
RE: hinrichtungen und Henker
Lang richtete wohl immer nach dieser seltsamen Methode hin, bei der das Opfer an einem Pfahl hochgezogen wird.
Und war stolz darauf, sein Handwerk zu beherrschen.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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06.01.2015, 09:03
Beitrag: #6
RE: hinrichtungen und Henker
(05.01.2015 23:03)Triton schrieb:  Lang richtete wohl immer nach dieser seltsamen Methode hin, bei der das Opfer an einem Pfahl hochgezogen wird.
Und war stolz darauf, sein Handwerk zu beherrschen.

Stimmt, es gibt ein Foto, auf dem er den gehängten Dr. Cesare Battisti auf einem Brett präsentiert, senkrecht stehend noch mit Strick, Lang selber mit Knollennase, Zwicker und Bowler. Foto ist in dem Buch: "Der Untergang der Donaumonarchie" von Dr. Helmut Andics. Dieses Buch kann ich empfehlen.
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06.01.2015, 22:13
Beitrag: #7
RE: hinrichtungen und Henker
Über solche Punkte wollte ich mich weniger ausbreiten.
Lediglich die Tatsache dass ein Henker mal die Quittung für seine Untaten bekam, hat mir gutgetan.

Ein anderer dem es ähnlich ging, war übrigens die Jugendikone Che.
Das Schwein hat die gleiche Medizin zum Kosten gekriegt, die er anderen im Hundert verordnet hat.

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07.01.2015, 11:14
Beitrag: #8
RE: hinrichtungen und Henker
Freisler kam bei einem Bombenangriff um.

Aus Wiki:
Zitat:Freisler kam bei dem schweren US-Luftangriff auf Berlin vom 3. Februar 1945 ums Leben, als er auf dem Weg in den Luftschutzkeller des Volksgerichtshofs in der Bellevuestraße 15 von einem Bombensplitter getroffen wurde. Dagegen steht die autobiografische Darstellung durch den späteren Richter am Bundesverfassungsgericht Fabian von Schlabrendorff, Freisler sei in seinem Beisein durch einen herabstürzenden Balken im Schutzraum erschlagen worden,[20] in Widerspruch zu Darstellungen in historischer Fachliteratur,[21][22] wenn sie auch lange Zeit weiter wiederholt wurde.[23][24]

Bei seinem Tod hielt Freisler noch die Akte von Schlabrendorffs in der Hand. Ein von der Straße herbeigerufener Arzt stellte nur noch seinen Tod fest; es war der Bruder Rüdiger Schleichers, den Freisler am Tag zuvor zum Tode verurteilt hatte. Freislers Tod rettete unter anderem Schlabrendorff das Leben

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08.01.2015, 01:25
Beitrag: #9
RE: hinrichtungen und Henker
Freisler hatte vielleicht den leichtesten Tod aller führenden Nazis, schnell und unerwartet.
Weiß eigentlich jemand, ob er selbst Einfluß auf die Art der Hinrichtungen hatte? Die waren im 3.Reich ja höchst unterschiedlich, besonders of wurde wohl die Guillotine eingesetzt.
Aber welches kranke Schwein wohl die Widerständler mit Klaviersaiten an Fleischerhaken aufhängen ließ?

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08.01.2015, 12:38
Beitrag: #10
RE: hinrichtungen und Henker
(08.01.2015 01:25)Triton schrieb:  ./.
Aber welches kranke Schwein wohl die Widerständler mit Klaviersaiten an Fleischerhaken aufhängen ließ?

Es wird meist als "Wunsch des Führers" dargestellt.
Jedoch,
im vorauseilenden Gehorsam ist so manches geschehen, was im Nachheinein zumindest peinlich war.
Und die "kleinen" Führer waren per Saldo auch nicht besser als der Gröfaz.
Ergo: Ich habe Zweifel.

Den Canaris soll man laut dem Bericht eines Zeitzeugen mehrfach am Galgen hochgezogen und wieder abgelassen haben, er sollte die Todesqualen wohl öfter erleiden.

Die Amis haben als Zeugen reihum ranghöhere Politiker nach Landsberg geladen. So ua den damaligen Vize-Kanzler Blücher.

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22.05.2016, 10:13
Beitrag: #11
RE: hinrichtungen und Henker
Ob Johann Lang den sozialdemokratischen Politiker Koloman Wallisch wirklich mit besonderem Vergnügen ins Jenseits beförderte, ich finde schon, dass das zu hinterfragen ist. Johann Lang hat den Mann schließlich nicht aus eigenem Antrieb umgebracht, sondern auf Befehl derer, die 1933 in der 1. Republik Österreich die Macht übernommen hatten.

Bei seinem Onkel Josef Lang (1855-1925) wäre zu berücksichtigen, dass er bereits Jahre vor dem Ersten Weltkrieg beruflich Henker von Wien tätig. Er wurde also keineswegs erst Henker, um im Ersten Weltkrieg die Ausführung der Hinrichtung von Personen zu übernehmen, die dem (aus Sicht seiner Arbeitgeber) feindlichen Lager angehörten.

Aber die Frage nach der Verantwortlichkeit des Scharfrichters für seine Hinrichtungen dürfte schon seit Jahrhunderten Thema gewesen sein: der Scharfrichter - Vollzugsorgan / "Beamter", Mörder oder "Mörder wider Willen", wie auch einige Beispiele aus der "Literatur" zeigen. Mehr dazu unter http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...p?tid=7133

Das Beispiel des Nürnberger Henkers Franz Schmidt (um 1555, Hof - vor dem 14, Juni 1634, Nürnberg) zeigt übrigens, dass der Scharfrichter auch schon im 16. Jahrhundert keineswegs immer nur ein "Paria" war. Hier wäre es sicher interessant zu wissen, inwieweit der Status des Scharfrichters wie auch anderer "unehrlicher" Berufe je nach Region unterschiedlich gesehen wurde. Von Franz Schmidt, der später das Nürnberger Bürgerrecht besaß und als Mediziner sein Leben beschloss, ist bekannt, dass die Nürnberger Stadtregierung ihn sogar ausdrücklich als Henker für ihre Stadt haben wollte. (Brauchbare Literaturhinweise zu Franz Schmidt finden sich bei Wikipedia.)

Im 19. Jahrhundert scheint der Scharfrichter in Wien keineswegs mehr ein "Paria" gewesen zu sein. Scharfrichter Karl Selinger war z. B. ein Stammgast im Kaffeehaus von Josef Lang, was nicht gerade für einen gesellschaftlichen Außenseiter spricht, zudem es sich bei diesem Kaffeehaus um eine seriöse Lokalität gehandelt hat. Josef Lang, sein späterer Nachfolgers, hatte das Tischlerhandwerk erlernt, war als Heizer tätig gewesen und sich dann als Kaffeehausbesitzer in Simmering (damals Ortsgemeinde in Österreich unter der Enns, heute Stadtteil von Wien) selbständig gemacht, ehe er zuletzt Henker wurde.

Lang, der bereits als Kaffeesieder Selinger bei Hinrichtungen assistiert hatte, hatte offensichtlich selbst Interesse an dem Henkerhandwerk. Dass er sich im Jahr 1900 nicht selbst um die Nachfolge von Selinger bewarb, hatte nicht damit zu tun, dass er in diesem Fall sein Kaffeehaus aufgeben musste oder weil er kein Interesse an dieser hatte, sondern es hing damit zusammen, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits die Altersgrenze für die Aufnahme in den Staatsdienst überschritten hatte und deshalb davon ausging, dass er keine reelle Chance auf den Posten des Henkers hatte.
Da ihn die Stadt Wien unbedingt als neuen Henker wollte, wurde dann in seinem Fall eine Ausnahme gemacht.

Die Suchaktion nach dem Assistenten von Selinger, von dem nicht einmal zunächst der Name bekannt war, zeigt übrigens, dass sich die Stadt Wien die Neubesetzung der Henkerstelle nicht leicht gemacht hat. Denn eigentlich gab es mit dem Prager Scharfrichter Wohlschläger einen Interessenten mit entsprechender "Ausbildung". Nur hatte dieser zuvor in Wien eine Hinrichtung durchgeführt, bei der Wohlschläger einiges schief gegangen war oder er sich offensichtlich sehr ungeschickt angestellt hatte, was offensichtlich für die Behörden Grund genug war, sich einen anderen Kandidaten zu suchen. Was Lang betrifft, so wird immer wieder hergehoben, dass seine Hinrichtungsmethode mit dem Würgegalgen jedenfalls für seine Zeit relativ human war, er sein Handwerk offensichtlich verstand. (In der Geschichte finden wir übrigens immer wieder auch Diskussionen um die Ausführung der Hinrichtung, die durchaus zweischneidig wirken, wie das Beispiel der Guillotine zeigt.)

Aus heutiger Sicht ist es vermutlich befremdlich, dass ein angesehener Bürger Interesse an der Tätigkeit eines Henkers hat, was bei Lang der Fall gewesen sein dürfte. Denn ist es nichts bisher bekannt, dass er aus sozialer oder materieller Notwendigkeit, sich zusätzlich zu seinem Kaffeehaus Geld dazu verdienen musste. Vielleicht würden wir ihn eher verstehen, wenn er ein Medizinstudent gewesen wäre und seine Assistenz bei Hinrichtungen zur Sammlung von beruflicher Erfahrung genutzt hätte.

Noch fragwürdiger wirkt auf uns heute, dass ein gut situierter Kaffeehausbesitzer (zudem geachteter Bürger) seine Position für die Anstellung als Henker aufgibt.

Hinweise, dass Lang bei der Freiwilligen Feuerwehr war und mehrere Male Menschen das Leben gerettet hat, zeigt ihn als hilfsbereiten und mutigen Menschen, dem das wohl anderer wichtig ist. Wie passt das zu jemandem, der freiwillig einen Job zu machen bereit ist, bei dem er Menschen töten muss?

anzunehmen, oder wenn er das zusätzliche Einkünfte gebraucht hätte.(Offensichtlich hatte Lang keinen sozialen oder materiellen Grund, Selinger bei Hinrichtungen , dass er Dass Lang neben seinem Beruf als Kaffeehausbs . , sondern außerdem, als ihm der Posten sogar angeboten wird, diesen annimmt.
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Nicht uninteressant ist übrigens auch die Geschichte der Todesstrafe in der österreichischen Monarchie, die oft für den Vorgängerstaat der heutigen Zweiten Republik Österreich gehalten wird. So wurde die Todesstrafe bereits 1787 (unter dem damaligen Kaiser Josef II.) in seinen Ländern abgeschafft. Sein Bruder und späterer Nachfolger Großherzog Leopold von Toskana (als Kaiser später Leopold II.) hatte schon im Jahr zuvor die Todesstrafe und Folter im Großherzogtum Toskana abschaffen lassen.

Unter Leopolds Nachfolger Kaiser Franz II. (als Kaiser von Österreich seit 1804 / 1806 Franz I.) wurde die Todesstrafe im Jahr 1795 für Hoch- und
Landesverrat wieder eingeführt. 1803 wurde sie im damaligen Strafgesetz auch für Verbrechen wie Mord, räuberischer Totschlag, Brandstiftung (die damals als dem Meuchelmord vergleichbares Verbrechen galt) und Geldfälschung vorgesehen. Im Strafgesetz von 1871 wurde ihre Verhängung allerdings nur mehr auf das Verbrechen Mord reduziert.

Quelle: http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Oeffentlich...HICHTE.pdf

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Nur die Geschichtenschreiber erzählen uns, was die Leute dachten.
Wissenschaftliche Forscher halten sich streng an das, was sie taten.

Josephine Tey, Alibi für einen König
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22.05.2016, 21:24
Beitrag: #12
RE: hinrichtungen und Henker
Der von mir erwähnte Lang, war der Neffe des Kaffeehausbesitzers.
Die Aussage zu Wallisch stammt von einem damals mit gefangengenommenen Sozialdemokraten. Und wird so wohl kaum zu beweisen sein.
Die weitere Entwicklung könnte aber vielleicht schon ein gewisser Hinweis sein, dass Neffe-Lang irgendwo "etwas mehr tat" mindestens ist mir kein weiterer Fall bekannt, wo ein Henker persönliche Feindschaft auf sich gezogen hätte.

Es ist übrigens interessant, auch 1848 bei Robert Blum war in Wien kein Henker zur Hand. Aber was für eine Bluspur haben die Ö. im Jahr darauf durch Ungarn gezogen.

Im 1. WK sehr ähnlich, überaus zurückhaltend zu Hause. Und als Besatzer in der Beziehung fürchterlich.

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22.05.2016, 21:53
Beitrag: #13
RE: hinrichtungen und Henker
(22.05.2016 21:24)Suebe schrieb:  Der von mir erwähnte Lang, war der Neffe des Kaffeehausbesitzers.
Die Aussage zu Wallisch stammt von einem damals mit gefangengenommenen Sozialdemokraten. Und wird so wohl kaum zu beweisen sein.
Die weitere Entwicklung könnte aber vielleicht schon ein gewisser Hinweis sein, dass Neffe-Lang irgendwo "etwas mehr tat" mindestens ist mir kein weiterer Fall bekannt, wo ein Henker persönliche Feindschaft auf sich gezogen hätte.

Es ist übrigens interessant, auch 1848 bei Robert Blum war in Wien kein Henker zur Hand. Aber was für eine Bluspur haben die Ö. im Jahr darauf durch Ungarn gezogen.

Im 1. WK sehr ähnlich, überaus zurückhaltend zu Hause. Und als Besatzer in der Beziehung fürchterlich.

Nun, jedenfalls hat der Neffe Lang dafür, dass er unter den Austrofaschismus Henker war, später in der NS-Zeit gebüßt, für einen Henker ein eher unübliches Ende.

Und was die "Bluspur" der Österreicher im Herbst 1848 und im Jahr darauf in Ungarn betrifft, wer waren eigentlich diese Österreicher: die Familie Windisch-Graetz mit Wurzeln im heutigen Slowenien, der Kroate Joseph Jelačić und Julius Jakob Freiherr von Haynau aus Kassel. Nun gut, und was den Kaiser betrifft - war seine Familie nicht ursprünglich aus dem Schwäbischen ins spätere Bundesland Niederösterreich eingewandert?

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23.05.2016, 08:26
Beitrag: #14
RE: hinrichtungen und Henker
Da hast du mich scheints missverstanden.

Die letzte Hinrichtung in der BRD, in der Nacht bevor das Grundgesetz Gültigkeit erlangte und es keine Todesstrafe mehr gab, war in Tübingen.

Da tut man sich wunder wie Dicke mit demokratischen Traditionen, das "Heimatland des Liberalismus"
und dann solche Fakten.

Ich bemühe mich historische Fakten, insbesondere solche, die irgendwie bemerkenswert sind aufzuzeigen.
Der "erhobene Zeigefinger" ist nicht mein Ding.

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06.07.2016, 14:01
Beitrag: #15
RE: hinrichtungen und Henker
Ich weis nicht, ob es hier reinpasst. Hier in der ehemaligen DDR gab es die Todesstrafe, die aber der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht bekannt war. Ort der Hinrichtungen war in Leipzig wo seit 1960 in einem Nebentrakt der dortigen Strafanstalt in der Alfred-Kästner-Straße alle Exekutionen durchgeführt wurden. Die zum Tode Verurteilten wurden entweder guillotiniert oder von hinten in den Kopf geschossen.
Diese Vorkommnisse zählte zu eines der dunkelsten Geheimnisse der SED-Diktatur.
Wer aber namentlich die Henker waren, hab ich noch nicht herausgefunden.

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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07.07.2016, 20:25
Beitrag: #16
RE: hinrichtungen und Henker
(06.07.2016 14:01)Aurora schrieb:  Ich weis nicht, ob es hier reinpasst. Hier in der ehemaligen DDR gab es die Todesstrafe, die aber der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht bekannt war. Ort der Hinrichtungen war in Leipzig wo seit 1960 in einem Nebentrakt der dortigen Strafanstalt in der Alfred-Kästner-Straße alle Exekutionen durchgeführt wurden. Die zum Tode Verurteilten wurden entweder guillotiniert oder von hinten in den Kopf geschossen.
Diese Vorkommnisse zählte zu eines der dunkelsten Geheimnisse der SED-Diktatur.
Wer aber namentlich die Henker waren, hab ich noch nicht herausgefunden.

Die Alfred-Kästner-Straße liegt in der Südvorstadt mitten in einem (in der DDR üblichen) Wohn- und Industriegebiet.
Der Henker hatte eine Dienstwohnung in der Gefängnisanlage. Er kam immer von auswärts, meist einen Tag vorher. Die Hinrichtungen wurden früh in einem Raum im Keller, meistens zwischen vier und sechs ausgeführt. Als Hinrichtungsart wurde meistens Tod durch Erschießen gewählt. Der Henker soll dem zum Tode Verurteilten mit einem Pistolenschuss in den Hinterkopf oder durch einen Genickschuss getötet haben. Der letzte zum Tode Verurteilte, der in Leipzig hingerichtet wurde, war Werner Stiller. Er war hauptberuflicher Stasi-Mitarbeiter, der 1981 die Seiten wechseln wollte und seine Flucht in die Bundesrepublik geplant hatte. Die Hinrichtung erfolgte auf Veranlassung von Erich Mielke. 1987 wurde die Todesstrafe in der DDR abgeschafft. Während der Wendezeit wurde gelästert, dass dies eine vorbeugende Maßnahme der SED-Bonzen war ...

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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