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Achsenfragment im Federsee gefunden
08.07.2015, 18:51
Beitrag: #1
Achsenfragment im Federsee gefunden
Im Federsee wurde ein Achsenfragment gefunden, das auf Grund des Fundzusammenhangs auf ca. 1050 vChr zu datieren ist.

Ausriss:
Zitat:Auf Grund des Fundzusammenhangs wohl ähnlich alt ist ein noch knapp 1,5 m langes annähernd quadratisch zurecht gehauenes Holzobjekt, das sich zu beiden Seiten hin verjüngt und an den Enden einen nahezu runden Querschnitt aufweist. Die eine noch erhaltene Stirnfläche ist sorgfältig überbeilt.

Vergleichsfunde, wiederum aus der Wasserburg Buchau zeigen, dass es sich um die Rohform einer Wagenachse handelt. Vergleichbare Wagenachsen dieser Zeitstellung sind in Süddeutschland mit Ausnahme des Federsees bisher nicht bekannt, so dass es gerechtfertigt ist, bei dem Stück aus Oggelshausen von einer sensationellen Entdeckung zu sprechen.

von da
http://www.denkmalpflege-bw.de/no_cache/...unden.html

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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09.07.2015, 07:17
Beitrag: #2
RE: Achsenfragment im Federsee gefunden
Nochmal 1500 Jahre älter sind Achsen und Räder aus ostfriesischen Mooren (http://www.zeit.de/1984/37/wagen-im-moor - ein Artikel von 1984!!), in der gleichen Zeitschicht (Glockenbecher/Schnurkeramik) gefunden wie Bohlenwege, mit denen die Moore wegsam gemacht wurden. Der Federsee ist auch in einem Moor gelegen, eine augenfällige Parallele. Schon die Trichterbecherleute (gehen der Glockenbecher/Schnurkeramiker-Zeit voraus) lebten gern in Mooren bzw. auf trockenen Flächen zwischen den Mooren und verbanden ihre Siedlungen mit Bohlenwegen.
Die ostfriesischen Räder sind schon relativ weit entwickelt, sie bestehen nicht mehr aus (wenig haltbaren) Baumscheiben, sondern sind aus Bohlenstücken zusammengesetzt und somit weitaus belastbarer.
Interessant ist, dass auch die Sumerer etwa zur gleichen Zeit das Rad entdeckt zu haben scheinen, jedenfalls gibt es 4500 Jahre alte Schriftzeichen, die "Rad" bedeuten.
Die Ostfriesen der schnurkeramischen Zeit waren also technische Avantgarde, zusammen mit den Sumerern.

VG
Christian
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09.07.2015, 08:44
Beitrag: #3
RE: Achsenfragment im Federsee gefunden
(09.07.2015 07:17)913Chris schrieb:  Nochmal 1500 Jahre älter sind Achsen und Räder aus ostfriesischen Mooren (http://www.zeit.de/1984/37/wagen-im-moor - ein Artikel von 1984!!), in der gleichen Zeitschicht (Glockenbecher/Schnurkeramik) gefunden wie Bohlenwege, mit denen die Moore wegsam gemacht wurden. Der Federsee ist auch in einem Moor gelegen, eine augenfällige Parallele. Schon die Trichterbecherleute (gehen der Glockenbecher/Schnurkeramiker-Zeit voraus) lebten gern in Mooren bzw. auf trockenen Flächen zwischen den Mooren und verbanden ihre Siedlungen mit Bohlenwegen.
Die ostfriesischen Räder sind schon relativ weit entwickelt, sie bestehen nicht mehr aus (wenig haltbaren) Baumscheiben, sondern sind aus Bohlenstücken zusammengesetzt und somit weitaus belastbarer.
Interessant ist, dass auch die Sumerer etwa zur gleichen Zeit das Rad entdeckt zu haben scheinen, jedenfalls gibt es 4500 Jahre alte Schriftzeichen, die "Rad" bedeuten.
Die Ostfriesen der schnurkeramischen Zeit waren also technische Avantgarde, zusammen mit den Sumerern.

VG
Christian

Federsee dito.
Siehe hier
http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...t=federsee

Eingangsbeitrag
(17.08.2012 10:56)Suebe schrieb:  In den Mooren Oberschwabens hat man vor ca. 10 Jahren schon ca, 5.000 Jahre alte Holzscheibenräder gefunden. Mit den zugehörigen befestigten Straßen und Zugtierställen.
Diese Räder hatten ein rechteckiges Achsloch, die Achse muss also mit rotiert sein.
Nachdem dies schon eine Sensation war, aus der gleichen Zeit sind bisher lediglich sumerische Abbildungen von Achsen und Rädern bekannt. Die sumerischen Räder haben ein rundes Achsloch die Achse war also fest am Wagen befestigt.

Inzwischen hat man in Oberschwaben bei Schussenried aber auch Räder mit runden Achslöchern gefunden, ergo beide Konsruktionen waren hier bekannt.

Zitat:Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg legten im September dieses Jahres mehrere hölzerne Scheibenräder frei, die in einem Moor bei Bad Schussenried (Lkr. Biberach, Oberschwaben) nahezu 5000 Jahre unter Grundwasser konserviert blieben. Insgesamt fanden sich drei große Scheibenräder aus Ahornholz (Dm. ca. 56 cm) mit rechteckigem Achsloch, deren Teile mit schwalbenschwanzförmigen Einschubleisten zusammengefügt sind. Zudem kam in der gleichen Kulturschicht ein kleines Modellrad (Dm. ca. 6 cm) mit rundem Achsloch zum Vorschein, ebenfalls aus Ahorn. Somit waren gleichzeitig beide technischen Prinzipien – Räder mit rechteckigem Achsloch auf rotierenden Achsen und Räder mit rundem Achsloch auf feststehenden Achsen – bekannt

Quelle:
http://www.aid-magazin.de/Raeder-aus-der...sword_list[0]=r%C3%A4der

Mit jeder Entdeckung steht man vor neuen Rätseln

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