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Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
29.09.2015, 19:34
Beitrag: #1
Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Bei den Jux-Rätseln habe ich vor einiger Zeit davon geschrieben, dass Monrovia im 1. WK von einem deutschen U-Boot von See her beschossen wurde.

Mich würde hierzu näheres interessieren.
Hat einer der Mitdiskutanten hier weitergehende Infos?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.09.2015, 19:44
Beitrag: #2
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Ich würde mal sagen, so ganz ohne war das zu der Zeit nicht, durch den Atlantik um West-Afrika herum und wieder zurück.

1916 war U 53 in den USA was als bemerkenswerte seemännische Leistung galt (die Briten-Schiffe die im Beisein der US-Navy vor deren Kriegshafen aufgebracht wurden, war verl. als Showstück gdacht)

Über die Aktion vor Westafrika habe ich aber zuvor nie nix gelesen und gehört

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29.09.2015, 20:18
Beitrag: #3
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Liberia verhielt sich zu Beginn des 1. WK neutral. Allerdings sympathisierte die amerigo-afrikanische Oberschicht mit den Alliierten. Außerdem erlaubte der liberianische Präsident David Howard den Franzosen das Errichten einer Funkstation. Diese wurde schließlich 1917 von einem deutschen U-Boot aus beschossen und zerstört. Daraufhin erklärte die Republik Liberia dem Deutschen Kaiserreich den Krieg.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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29.09.2015, 21:45
Beitrag: #4
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Immerhin durfte Liberia dann als Kriegsmacht an den Versailles-Verhandlungen teilnehmen, was von deutscher Seite (nicht beteiligt, nur das Ergebnis zur Kenntnisnahme) als Affront (nicht betroffener "Neger-Staat") wahrgenommen wurde.

Übrigens, der Kriegseintritt erfolgte VOR dem Beschuss.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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30.09.2015, 09:37
Beitrag: #5
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(29.09.2015 20:18)Sansavoir schrieb:  Liberia verhielt sich zu Beginn des 1. WK neutral. Allerdings sympathisierte die amerigo-afrikanische Oberschicht mit den Alliierten. Außerdem erlaubte der liberianische Präsident David Howard den Franzosen das Errichten einer Funkstation. Diese wurde schließlich 1917 von einem deutschen U-Boot aus beschossen und zerstört. Daraufhin erklärte die Republik Liberia dem Deutschen Kaiserreich den Krieg.

(29.09.2015 21:45)Arkona schrieb:  Immerhin durfte Liberia dann als Kriegsmacht an den Versailles-Verhandlungen teilnehmen, was von deutscher Seite (nicht beteiligt, nur das Ergebnis zur Kenntnisnahme) als Affront (nicht betroffener "Neger-Staat") wahrgenommen wurde.

Übrigens, der Kriegseintritt erfolgte VOR dem Beschuss.

Da sind die Quellen tatsächlich "etwas durcheinander" man kann zum Teil lesen, dass mit dem Beschuss ein Kriegseintritt verhindert werden sollte.
Das ist aber definitiv falsch, wie Arkona auch schreibt.
Aber ein U-Boot an die Westafrikanische Küste schicken, um ein paar mal "bumbum" zu machen....
Sollten da weitere Neutrale von ähnlichen Schritten abgehaltdn werden?

Es muss jedenfalls irgendwelche Akten geben

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30.09.2015, 17:03
Beitrag: #6
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Ich hab damals ein wenig recherchiert, aber das ist wohl der Teil des Rätsel-3ds, der verschwunden ist...kann mich nur noch erinnern, dass es im Wesentlichen zwei Quellen gab, die wieder und wieder kopiert worden sind, mit den beiden eben zitierten aussagen...
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30.09.2015, 17:33
Beitrag: #7
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(30.09.2015 09:37)Suebe schrieb:  ...man kann zum Teil lesen, dass mit dem Beschuss ein Kriegseintritt verhindert werden sollte.
Das wäre ja völliger Mumpitz. Liberia als Kriegsgegner verhindern? Da hätte Wilhelm aber das Zittern bekommen :-).
Auch Portugal hatte ein Expeditionskorps entsandt, dessen zweifelhafte Kampfkraft offenbarte sich während der 4. Flandernschlacht im April 1918.

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30.09.2015, 18:28
Beitrag: #8
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(16.03.2015 16:16)Suebe schrieb:  
(16.03.2015 11:24)Arkona schrieb:  Hatte man nicht 1917 ein Marineluftschiff mit Nachschub zu Lettow-Vorbeck geschickt, das aufgrund einer Falschmeldung über dem Sudan umkehrte?

Das stimmt natürlich auch.

Aber am 4. August 1917 hat eine schwimmende Marineeinheit Kanonenbot-Politik gemacht.
Vermutlich der letzte deutsche Versuch hierzu.

Es war in West-Afrika, und die deutsche Wiki weiß dazu, wie so oft auf den 1.WK bezogen, nichts.
Die englische ist da gehaltreicher Idea

(16.03.2015 17:15)913Chris schrieb:  Hängt vemrutlich mit der Kriegserklärung Liberias an das Deutsche Reich am 4.8.1917 zusammen...
wollte ein deutscher Käpt´n die Kriegserklärung Liberias verhindern?

VG
Christian

(16.03.2015 17:38)Suebe schrieb:  
(16.03.2015 17:15)913Chris schrieb:  Hängt vemrutlich mit der Kriegserklärung Liberias an das Deutsche Reich am 4.8.1917 zusammen...
wollte ein deutscher Käpt´n die Kriegserklärung Liberias verhindern?

VG
Christian


Bingo. Das ist richtig.
Ein U-Boot hat Monrovia beschossen, um die Kriegserklärung Liberias zu verhindern.
Natürlich vergeblich.
Dies habe ich so aus Quelle 1: bpb Online-Dossier über die Ereignisse an der Peripherie des Krieges.

In Quelle 2 wird dagegen der Beschuss Monrovias durch ein U-Boot erst auf den 10. April 1918 verortet. Was dann natürlich keine Kanonenboot-Politik wäre, sondern eine einfache Kriegshandlung-
Ich schau nochmals.

(16.03.2015 17:41)913Chris schrieb:  Ich hab den Beschuss Monrovias durch ein U-Boot eigentlich auch immer für das Jahr 1918 gefunden. Deswegen auch meine so vorsichtige Antwort.

VG
Christian

(16.03.2015 18:43)Suebe schrieb:  
(16.03.2015 17:41)913Chris schrieb:  Ich hab den Beschuss Monrovias durch ein U-Boot eigentlich auch immer für das Jahr 1918 gefunden. Deswegen auch meine so vorsichtige Antwort.

VG
Christian


Sorry, dass ich da eine "Nebelkerze" gezündet habe.
Das ist meine 1. Quelle
http://www.bpb.de/apuz/182562/der-krieg-...rika?p=all

aus dem Link:
Zitat:Oder zählt zum Krieg an der Peripherie, wenn am 4. August 1917 ein deutsches U-Boot die liberianische Hauptstadt Monrovia beschoss, um die westafrikanische Republik von der Aufgabe ihrer Neutralität abzuhalten?


Das ist der Kenntnisstand aus dem Rätsel.

Nun scheint da tatsächlich das eine oder andere in den gut zugänglichen Quellen widersprüchlich zu sein.

Nun hoffe ich auf einen der Marinecracks, Arkona? Flora Sommerfeld?, der die eine oder andere gedruckte Quelle zum Seekrieg 14-18 sein eigen nennt.

Denn, einen Hintergrund muss es geben, die Beschießung jedenfalls gab es, im April 1918 die mit der Kriegserklärung Liberias im August 17 so nichts zu tun hat.

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30.09.2015, 18:32
Beitrag: #9
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Ich finde auch nicht mehr dazu. Ja, wenn @Köbis sich mal äußern würde...

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30.09.2015, 19:01
Beitrag: #10
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(30.09.2015 18:32)Arkona schrieb:  Ich finde auch nicht mehr dazu. Ja, wenn @Köbis sich mal äußern würde...


Es hat im Juni 1918 auch einen U-Boot-Beschuss einer kleinen Hafenstadt in Massachussets gegeben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Orleans

Es steckte da anscheinend doch eine Art Strategie dahinter "wir haben einen langen Arm, und können auch weit weg zuschlagen"

as dem Link:
Zitat:Das U-Boot tauchte auf und eröffnete zuerst das Feuer auf die Stadt und danach mit beiden Torpedorohren und den Kanonen auf den etwa 37 Meter langen Schleppdampfer Perth Amboy, der von vier Holzkähnen umgeben war.

Männer der naheliegenden US Coast Guard-Station stürmten auf ihren Beobachtungsturm und meldeten den Angriff an die Naval Air Station in Chatham. Nach der Versenkung des Schleppdampfers feuerte das U-Boot auf die Holzkähne. Von der brennenden Perth Amboy und den Kähnen flüchteten 32 Seeleute und Zivilisten, darunter auch die Frau und Kinder des Schlepperkapitäns.

Die bald danach ankommenden Curtiss HS-2L und R-9 Wasserflugzeuge verfehlten mit ihren Bomben das U-Boot....
U 156 setzte nach dem gelungenen Raid die Jagd auf alliierte Schiffe vor der amerikanischen Küste fort. In Orleans wurden einige Krater und Granaten an der Küste und im nahen Moor gefunden. Das Gebiet selbst erlitt nur geringen Schaden, lediglich die Bevölkerung war sehr stark beeindruckt. Leute begannen von Seegefechten vor der Küste zu berichten. Andere sprachen von einem vermeintlichen Mutterschiff von U 156. Zeitungen bezeichneten das Gefecht ironisch als die Schlacht von Orleans und schrieben eine Belohnung für den Fund einer U-Boot-Basis in der Bucht von Fundy aus. Die Stadt schaltete aus Angst vor deutschen Spionen, die deutsche U-Boote informieren würden, auch alle öffentlichen Lichter aus.

Der Angriff auf Orleans war die einzige Operation der Mittelmächte gegen das US-amerikanische Festland während des Ersten Weltkrieges. Es war das erste Mal seit der Belagerung von Fort Texas im Jahr 1846, dass das Festland der Vereinigten Staaten angegriffen wurde.

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30.09.2015, 20:36
Beitrag: #11
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Da vermute ich keine besondere Strategie dahinter, sonst wäre das öfter vorgekommen. Eher hatte der eigenmächtige Kommandant Richard Feldt "Halsschmerzen", war also scharf auf den Pour le Merite.

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01.10.2015, 15:28
Beitrag: #12
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Küstenbeschießungen mit U-Booten gab es auch noch im 2.Weltkrieg. Japanische U-Boote trauten sich das noch zu Beginn des Pazifikkrieges. Ich denke, sogar Midway war bei den Zielen dabei.

Militärischen Nutzen kann das nicht oder nur unbedeutend haben, was hat so ein U-Boot an Artillerie? Im Höchstfall 2 Kanonen mittleren Kalibers, auf einer schwankenden Plattform stehend, jede Granate muss von Hand mühsam an Deck geschafft werden. Da U-Boote nicht gepanzert sind, kann man auch nicht nahe an die Küste ran und muss auch zeitig wieder verschwinden.

Also entweder Symbolcharakter ("Schuß vor den Bug") oder Terrorakt, sprich der Gegner wird gezwungen, seine Küste zu schützen und dann stehen eben 2 Kanonen im Hafen von Liberia statt woanders.

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01.10.2015, 16:19
Beitrag: #13
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Japan hatte im 2. WK ein U-Boot mit "beigepacktem" bomber so gut wie fertig, mit dem der Panama-Kanal angegriffen werden sollte.
Während dies für 44-45 eine Randnotiz ist,

ist ein U-Boot-Angriff auf Liberias Hauptstadt 1918 von meinetwegen Wilhelmshaven aus, eine technich tolle Leistung.

Von dem her halte ich die Sache für Untersuchungswürdig.

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01.10.2015, 20:45
Beitrag: #14
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(01.10.2015 16:19)Suebe schrieb:  Japan hatte im 2. WK ein U-Boot mit "beigepacktem" bomber so gut wie fertig, mit dem der Panama-Kanal angegriffen werden sollte.
Während dies für 44-45 eine Randnotiz ist,
U-Boote mit Bordflugzeug waren keine Neuheit. Bekanntester Vertreter dieser Gattung dürfte bis dato die Surcouf gewesen sein. Neu bei den japanischen U-Trägern war die Verwendung der Flugzeuge (Bomber statt Aufklärer) und die Startrampe.
U-Boote hatten bis zur Erfindung des Radars einen großen Nachteil: vom niedrigen Turm aus sieht man nicht weit.

(01.10.2015 16:19)Suebe schrieb:  ist ein U-Boot-Angriff auf Liberias Hauptstadt 1918 von meinetwegen Wilhelmshaven aus, eine technich tolle Leistung.
Warum eigentlich? Über Wasser, wie die Boote fast auschließlich verwendet wurden, waren das ganz normale Schiffe mit Dieselantrieb. Warum sollen die nicht den halben Atlantik durchqueren können?

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07.10.2015, 10:05
Beitrag: #15
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Hallo Zusammen,

die UBoot-Klassen der MS Boote U43 - U172 waren mit Ihrer Größe von 725 bis 1.175t Verdrängung hochseefähige UBoote.
Die Reichweiten lagen bei 8 kn Marschfahrt zwischen 8.000 - 12.000 sm. Somit waren Einsatzgebiete bei den Azoren bis zur westafrikanische Küste möglich bzw. nicht unüblich.
Auch waren diese UBoote im Vergleich zu einen VII oder IX aus dem 2.WK stärker mit Artillerie bewaffnet. In der Regel führen diese 2x 8,8cm oder 10,5cm bis hin zu 15cm Geschützen, der einen Beschuß auch auf Landziele durchaus sinnvoll erscheinen lässt.

Welches UBoot nun genau am 04.07.1917 vor Monrovia stand könnte z.B. über das KTB aus dem Bundesarchiv - Abteilung Militärarchiv in Freiburg angefragt werden.

Hier noch ein paar Listen zu UBooten des 1.WK:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deut...%931919%29
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_U...e_bis_1919
[Bild: $_57.JPG]

Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken....
Erich Kästner
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09.10.2015, 20:23
Beitrag: #16
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
Vielen Dank, Marinemalerei hat mir schon immer gefallen!

Die Links zeigen wieder mal, wie immens der 1.Weltkrieg technische Entwicklungen vorangetrieben hat. Nicht nur, wenn auch am auffälligsten, bei den Flugzeugen. Die ersten U-Boote waren noch Petroleumboote, sogar das von Otto Weddigen. Am Ende des Krieges lesen sich die technischen Daten nicht viel anders als bei den Booten des 2.Weltkriegs, wenn auch Tauchtiefe und andere Eigenschaften zugelegt haben werden. Das "Tauchboot" war damit grundsätzlich wohl wie das Schlachtschiff zu Ende entwickelt.

Solche Beschießungen halte ich immer noch vor allem für Propaganda- und Terrormaßnahmen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man damit mehr als eine Funkstation oder ein paar Hafenkräne zerstören kann. Die Hochseeflotte fuhr mit den Küstenbeschießungen Englands eine ähnliche Strategie.

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11.10.2015, 11:22
Beitrag: #17
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(09.10.2015 20:23)Triton schrieb:  [...]Solche Beschießungen halte ich immer noch vor allem für Propaganda- und Terrormaßnahmen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man damit mehr als eine Funkstation oder ein paar Hafenkräne zerstören kann. [...]
Im 1. Weltkrieg waren die Funkstationen elementar, vor allem für eine schnelle Verbindung als Kommunikation zwischen den weltweit verteilten Kommandostellen der Royal Navy z.B.
Diese Unterbrechen zu können war nicht nur Propaganda.

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11.10.2015, 21:32
Beitrag: #18
RE: Seebeschuss der Hauptstadt Liberias
(11.10.2015 11:22)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(09.10.2015 20:23)Triton schrieb:  [...]Solche Beschießungen halte ich immer noch vor allem für Propaganda- und Terrormaßnahmen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass man damit mehr als eine Funkstation oder ein paar Hafenkräne zerstören kann. [...]
Im 1. Weltkrieg waren die Funkstationen elementar, vor allem für eine schnelle Verbindung als Kommunikation zwischen den weltweit verteilten Kommandostellen der Royal Navy z.B.
Diese Unterbrechen zu können war nicht nur Propaganda.

Da hat Flora natürlich recht. Dachte ch gar nicht dran.

Die Funkstation mit der Südwestafrika, und Deutschost erreicht wurde, war in Togo, als die besetzt war, war die dt. Führng auf britische Zeitungsartikel zur Lage in Südwest und beiLettow angewiesen.
Was unter vielem anderen auch zum Rückruf des Zeppelins führte, der Lagostik und Kriegsmaterial nach Deutschost bringen sollte. Man war Falschmeldungen aufgesessen, Lettow hättekapituliert und hat das Luftschiff an der äußersten Reichweite des Funkverkehrs zurückgerufen.

Seestrategich wurde die britische-schwächung in der Nordsee nicht erkannt, als die beiden Schlachtkreuzer wg Spee zu den FLKLANDS GESANDT WURDEN:
Hätte zudem Zeitpunkt ja durchaus Chancen eröffnet.
Alles Probleme die entstanden da die dt. Kommunikation abgerissen war.

Umgekehrt wenn irgendwo ein U-Boot operiert, und die Schifffahrt im betreffenden Gebiet wird nicht gewarnt, muss das die Chancen erheblich verbessern.

Klasse Hinweis!

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