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Rätselhafte Bahnlinien
26.10.2015, 19:28
Beitrag: #1
Rätselhafte Bahnlinien
Arkona hat ein schönes Rätsel gemacht:
"Wenn man sich die Bahnlinien im Norden ansieht, so ist meine Heimatstadt Wismar Sackgasse. Anbindung an Lübeck ist über den 20 km südlich gelegenen Bahnhof Bad Kleinen (bekannt durch die 1993 erfolgte Schiesserei zwischen GSG-9 und RAF).
Warum diese etwas eigenwillige Streckenführung? Und nein das hat keine topographischen, sondern historisch politische Gründe. "


Und mir sind da auch ein paar "komische" Bahnlinien eingefallen.

Schwarzwaldbahn war auch politisch, kein Zentimeter durch Württemberg es ergibt sich bis heute eine richtig atemberaubende Streckenführung.
Die Bahnlinie Sigmaringen - Tuttlingen, wo allem nach keiner mehr weiß, warum die der Donau entlang geht.
Beides touristisch sehr sehr sehenswert.

Mitten in Oberschwaben steht ein gewaltiger Bahnhof in einer sehr einsamen Gegend, Schwackenreute.
Das hätte nach den Plänen der (natürlich badischenShade) Eisenbahngewaltigen in der Mitte des 19. Jahrhunderts ein gewaltiges Verkehrskreuz werden sollen tja, leider nix geworden.
Der "Nostalgie-Orient-Express" ist da ein paar Mal gefahren, als Kulisse passend.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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29.10.2015, 20:11
Beitrag: #2
RE: Rätselhafte Bahnlinien
Eichstätt hat bis heute einen Stichbahnhof. Eine 13000-Einwohner-Stadt mit eigener Bahnstrecke...warum das? Weil die Stichstrecke mal viel weiter ging, durchs ganze Altmühltal bis Beilngries. Beilngries war eigentlich auch nur eine kleine Stadt, in früheren Zeiten war es aber die Zweitresidenz des Fürstbischofs von Eichstätt. Wenn Eichstätt an die Bahnlinie angebunden war, musste es Beilngries auch sein, das hätte sonst einen Aufstand gegeben, außerdem war in Beilngries ein Anschluss an den Ludwig-Kanal gegeben, den Vorläufer des RMD-Kanals. Als die Altmühltal-Strecke nicht mehr rentabel war, wurde sie dichtgemacht, auf dem Bahndamm läuft heute auf weiten Strecken der Altmühltal-Radwanderweg, nur das kurze Stück bis in die Kreis- und Bischofsstadt Eichstätt blieb von der ganzen Linie erhalten und wird heute wieder rege genutzt von nach Ingolstadt pendelnden Schülern, von übers Wochenende aus Eichstätt flüchtenden Studenten und von Berufspendlern nach Ingolstadt oder München.
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