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Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
12.05.2014, 16:30
Beitrag: #81
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(12.05.2014 08:50)Renegat schrieb:  
(12.05.2014 08:25)Suebe schrieb:  Kennt einer der Mitstreiter/innen die Biografie unseres Ex-Kanzlers Gerhard Schröder?
Vater Schaustellergehilfe, gefallen in Rumänien.
Aufgewachsen in Behelfswohnungen usw. usf.
Seine Mutter nennt er "die Löwin"
Womit alles gesagt ist wie es ging.

Du kennst sicher sein Geburtsdatum, hat gerade spektakulär seinen 70. gefeiert. Damals 68 und in den 70ern danach ging es so. Das ist Vergangenheit.

Hmmm
weniger Spektakulär,
der Selim.

Mitschüler meiner mittleren Tochter in der Grundschule.
Türke, jede Menge Geschwister, mindestens 6, Vater seit 20 Jahren Frührentner.
Ein eigenes Zimmer hatte der Selim nie, eigenes Bett? eher nicht.
Fahrrad, Fussballschuhe? nicht dran zu denken.
Hauptschule, usw. Berufskolleg, den Bachelor hat er letzten Sommer abgelegt.
Inzwischen im 2. Semester im Master

es geht.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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12.05.2014, 16:40
Beitrag: #82
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Kann mir mal einer sagen, was ich hier falsch gemacht habe?

Meiner Meinung nach habe ich auf den "Kleinstädter" sehr zurückhaltend reagiert.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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12.05.2014, 18:05
Beitrag: #83
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Das Thema ist im Grunde recht emotional. Entsprechend sind die Reaktionen.
Ich denke, es gibt schon Gründe, warum ihr hier in diesem Forum beruhigt weiter schreiben könnt...jedenfalls glaube ich nicht, dass es im Verlauf der letzten Mails bewusste Beleidigungen gegeben hat.

VG
Christian
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13.05.2014, 00:06
Beitrag: #84
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(12.05.2014 15:20)Bunbury schrieb:  Renegat, ich würde mir sehr gerne anhören, was die jüngeren zu sagen haben.
Aber die tun es ja leider nicht.Wink
Ich hätte bis jetzt noch die Hoffnung, die Diskussion ganz dezent zu umschiffen. Big Grin
Aber okay, dann steuer ich mal meine Eindrücke wieder.

Deiner These, dass es für die Arbeisthaltung der Jugendlichen wichtig ist, wie die Eltern Arbeit vermitteln, halte ich für vernünftig und auch richtig.

Ich sehe das ein Stück weit an meinen Eltern.
Denen macht ihr Job zwar spaß, aber es gibt Tage oder Wochen, wo die so gestresst und genervt nach Hause kommen, dass du mit denen am besten nicht reden solltest.
Dadurch bin ich jetzt bei weitem nicht arbeitsscheu oder faul geworden, aber ich habe doch gemerckt, dass ich deren Job nicht machen will, auch wenn er ihnen großen Spaß macht.

Zu dem Thema Arbeitserfahrung sammeln, bevor man die Schule verlässt.
Das ist sicherlich wichtig und schadet auch nicht, nur ist das nicht so einfach.
Man kann natürlich einen Ferienjob machen. Der lohnt sich aber meistens nur in den Sommerferien, denn die restlichen Ferien sind in der Regel zu kurz und da muss man, gerade in der Oberstufe, genug für die Schule machen.
Also bleiben nur die Sommerferien, doch da fahren erstens viele in den Urlaub und zweitens ist es in manchen Regionen nicht wirklich einfach einen zu finden.
Abgesehen davon wollen viele nicht nur in den Ferien arbeiten, sondern längerfristig, um eben dauerhaft etwas Geld zu verdienen. So wie ich.
Das war aber in meinem Fall gar nicht so einfach, denn ich gehe bzw. ging in der Nachbarstadt zur Schule, was bedeutet, dass ich jeden Tag ca. 1 Stunde für den Hin- und Rückweg benötige.
Ich wollte allerdings nicht in der Nachbarstadt arbeiten, sondern in der Nähe meines Wohnortes, da ich meinen Arbeitsplatz auch mit dem Fahrrad erreichen muss.
Also hab ich bei mir im Ort gesucht, was ganz schön frustrierend war.
Denn kein Betrieb oder Laden hat auf meine Bewerbungen reagiert. Es gab weder Absagen, noch Zusagen, noch irgendeine Lebenszeichen.
Ich hatte dann allerdings Glück und nach einem viertel Jahr kam endlich eine Reaktion und ich wurde zum Probearbeiten eingeladen.
So hab ich dann, am Anfang der Sommerferien 2013, meinen Aushilfsjob bekommen. So weit so gut, nur kam nach den Ferien dann der große Schock, denn mein Stundenplan erlaubte es mehr nur noch an zwei Tagen in der Woche (Dienstags und Samstags) zu arbeiten. Das hätte eigentlich bedeuten müssen, dass ich den Job wieder aufgeben muss, aber weil ich einen wirklich tollen Chef habe, konnte ich den Job behalten.
Ich hatte Glück, aber wie viele Schüler haben dies nicht und müssen ihren Aushilfsjob aufgeben??
Deswegen finde ich es auch ein bisschen unfair, sich darüber zu wundern oder gar zu ärgern, wie mein Reiligionslehrer in der 11 und 12 Klasse, dass nicht alle Schüler neben der Schule auch noch arbeiten.
Das können viele nämlich gar nicht schaffen!!
Ich erläutert das jetzt einfach mal weiter an meinem Beispiel und meinem Stundenplan aus der 13. Klasse.
Ich hatte in der 13 Montags, Donnerstags und Freitags bis 15:40 uhr Schule, müsste dann bis 16:15 Uhr auf meine Bus warten und war somit erst um 16:45 bis 16:50 Uhr zu Hause.
Arbieten konnte ich dann nicht mir, da die letzte Schicht um 16:00 Uhr anfing und bis 20:00 Uhr geht.
Am Mittwoch war es sogar noch besser, denn da hatte ich bis 17:30 Uhr Schule.
Auch da viel arbeiten aus.
Der eizige wirklich vernünftige Tag war Dienstag, denn dar hatte hatte ich nur bis 13:10 Uhr und konnte somit die Spätschicht von 16:00 bis 20:00 Uhr machen.
Abgesehen davon, muss jeder Schüler natürlich auch Hausaufgaben machen und lernen und hat vielleicht auch ein oder zwei Hobbies.
Das muss man als Schüler erstmal alles unter einen Hut kriegen, wenn nicht eine Sache hinten rüberfallen soll.
Ich hab das, wenn auch teilweise mehr schlecht als recht, geschaft, was mich in machen Wochen aber auch sehr stark an meine Belastungsgrenzen gebracht hat.
Nur wie viele können das eben nicht und werden entweder krank oder müssen eine Sache aufgeben??
Warum steigt denn die Anzahl der Jugendlicher, die an Depreissionen erkranken seit 2004 an??
http://www.hna.de/nachrichten/politik/de...94358.html
Liegt das vielleicht an dem immer größer stärker werdenden und immer früher einsetzenden Stress??
Denkt mal darüber nach.

Wenn man den Gedanken jetzt weiter führt, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass es manchen Jugenblichen an Mitivation fehlt.
Denn was erleben sie denn??
Sie sehen den Stress bei den Etlern, sie haben Stress in der Schule und werten auch logischerweise in der Arbeitswelt Stress haben und für was??
Für gar nichts!!
Denn meiner Generation wird es bedeutend schlechter gehen, als euerer Generation.

Also für was soll man sich auch anstrengen??
Für eine gute Zukunft, die man nicht haben wird?? Für 1000 oder mehr Jahrsverträge oder wenn man noch mehr Pech hat nur bezahlte Praktika??
Denn mal ganz ehrlich, die Aussage eurer Generation, dass man was erreicht, wenn man sich nur genug anstrengt ist schon lange nicht mehr wahr.
Meiner Generation wird es bedeutend schlechter gehen als euerer und nur wer Glück, wird es vllt. so gut haben, wie seine Eltern.
Die Gründe dafür sind vielfälltig, jedoch habt ihr es in der Hand dagegen etwas zu tun und damit unsere Zukunftsaussichten zu verbessern.
Denn eure Generation habt momentan das Sagen in diesem Land, also nutzt eure Macht um eine besser Zukunft zu gestallten und uns nicht nur Scherben zu hinterlassen und schimpft nicht immer auf usn Jugendliche, denn ihr und euer System habt uns erschaffen. Wir sind nicht so auf die Welt gekommen.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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13.05.2014, 11:52
Beitrag: #85
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Erstmal vielen Dank, Annatar für den persönlichen Bericht und den Einblick in deinen Alltag.
Besonders wohltuend fand ich die Stellen, an denen du auf die Glücksfälle in deinem Einzelfall aufmerksam gemacht hast und darauf, dass nicht jeder einen verständnisvollen Chef oder glückliche Umstände im Stundenplan hat.


(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Nur wie viele können das eben nicht und werden entweder krank oder müssen eine Sache aufgeben??
Warum steigt denn die Anzahl der Jugendlicher, die an Depreissionen erkranken seit 2004 an??
http://www.hna.de/nachrichten/politik/de...94358.html
Liegt das vielleicht an dem immer größer stärker werdenden und immer früher einsetzenden Stress??
Denkt mal darüber nach.
Darüber denke ich schon länger nach. Die festgestellten Depressionen bei Kindern und Jugendlichen setzen sich mE bis weit ins junge Erwachsenenalter fort, wenn auch die Symptome sich verändern und erwachsener werden, wie in dem Artikel beschrieben.

Wollen wir das hier weiterdiskutieren oder ein neues Thema dazu aufmachen?

(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Wenn man den Gedanken jetzt weiter führt, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass es manchen Jugenblichen an Mitivation fehlt.
Denn was erleben sie denn??
Sie sehen den Stress bei den Etlern, sie haben Stress in der Schule und werten auch logischerweise in der Arbeitswelt Stress haben und für was??
Für gar nichts!!
Denn meiner Generation wird es bedeutend schlechter gehen, als euerer Generation.
Das klingt irgendwie hoffnungslos, Annatar. Auch nach meiner persönlichen Erfahrung gibt es diese Grundstimmung, vielleicht nicht überall und nicht gleich stark ausgeprägt und vielfach übertüncht durch die Happy-Erfolgreich-Fassade, aber der Trend ist da und er wird stärker.

(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Also für was soll man sich auch anstrengen??
Für eine gute Zukunft, die man nicht haben wird?? Für 1000 oder mehr Jahrsverträge oder wenn man noch mehr Pech hat nur bezahlte Praktika??
Denn mal ganz ehrlich, die Aussage eurer Generation, dass man was erreicht, wenn man sich nur genug anstrengt ist schon lange nicht mehr wahr.
Meiner Generation wird es bedeutend schlechter gehen als euerer und nur wer Glück, wird es vllt. so gut haben, wie seine Eltern.
Die Gründe dafür sind vielfälltig, jedoch habt ihr es in der Hand dagegen etwas zu tun und damit unsere Zukunftsaussichten zu verbessern.
Nein Annatar und damit sind wir beim Punkt und ganz großen Mißverständnis, an dem die Elterngeneration zumindest eine Mitschuld trifft.
Kämpfen, um was zu ändern, ist das Privileg aber auch die Pflicht der jungen Generation. Die hat nämlich die pubertären Aggressionen, die schon immer dafür sorgten, dass die Menschheit sich weiterentwickelte. Sonst säßen wir noch auf den Bäumen und pflückten Obst. Einige junge, fixe, übermütige ließen sich von den konservativen Warnungen der Alten aber nicht abhalten und kletterten runter, weil es dort zwar riskantes aber besseres Essen gab, oder so ähnlich.


(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Denn eure Generation habt momentan das Sagen in diesem Land, also nutzt eure Macht um eine besser Zukunft zu gestallten und uns nicht nur Scherben zu hinterlassen und schimpft nicht immer auf usn Jugendliche, denn ihr und euer System habt uns erschaffen. Wir sind nicht so auf die Welt gekommen.
Eines gebe ich aber zu, ihr Jungen habt es extrem schwer, denn ihr seid in der Minderheit. Diesen demographischen Faktor gab es mW so noch nie in der Geschichte. Das ist aber auch schon wieder fast ein eigenes Thema.

Was mich bei dieser Diskussion immer mehr beschäftigt, ist die vermutete Diskrepanz zwischen Erziehungs- und Ausbildungszielen und den Aufgaben, die die heutige Wirtschaft für die Masse der Arbeitskräfte anbietet.
Da hat sich was umgekehrt, denke ich. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft ging man vom einzelnen Menschen und seinen Neigungen und Begabungen aus. Selbst in definierten Berufen konnten sich viele im Laufe ihres Arbeitslebens noch schrittweise zu einer gewissen Selbstverwirklichung entwickeln. Warum sollte ein kluger Chef einen introvertierten Buchhalter zu Kundenkontakt zwingen, wenn er damit unglücklich ist und schlechter arbeitet?
Heute haben wir in vielen Betrieben nur noch betriebswirtschaftlich definierte Funktionen und die Menschen werden zugeordnet, meist ohne Rücksicht auf Vorkenntnisse und Neigungen, Kriterium ist eher der Preis.
Dieses "Funktionierenmüssen" kann nicht jeder immer durchhalten. Vor allem dann nicht, wenn er zum Individualisten erzogen wurde.

Ich denke immer noch an Chris´ Beschreibung zur Entstehung unseres dreigliedrigen Schulsystems und die Entwicklung, die es seit den 70ern nahm. Hechelt unser Schulsystem etwa hinterher? Rein logisch, muß es eigentlich für die zukünftigen Bedarfe bilden.
Oder haben wir verschiedene Ziele? Erziehen und bilden wir in unserem Schulsystem den mündigen Bürger, weil wir den für eine funktionierende Demokratie unbedingt brauchen?
Für die Wirtschaft der Zukunft aber nicht, da brauchen wir eher ein Heer von perfekt funktionierenden Arbeitsameisen.
Womit ich dann wieder bei dieser These wäre.
(06.05.2014 19:43)Annatar schrieb:  [...]
Deswegen hat er, meiner Meinung nach, auch recht mit seiner These, dass wir uns zwischen Kapitalismus und Demokratie entscheiden müssen.
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13.05.2014, 12:59
Beitrag: #86
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(13.05.2014 11:52)Renegat schrieb:  ./.
(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Wenn man den Gedanken jetzt weiter führt, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass es manchen Jugenblichen an Mitivation fehlt.
Denn was erleben sie denn??
Sie sehen den Stress bei den Etlern, sie haben Stress in der Schule und werten auch logischerweise in der Arbeitswelt Stress haben und für was??
Für gar nichts!!
Denn meiner Generation wird es bedeutend schlechter gehen, als euerer Generation.
Das klingt irgendwie hoffnungslos, Annatar. Auch nach meiner persönlichen Erfahrung gibt es diese Grundstimmung, vielleicht nicht überall und nicht gleich stark ausgeprägt und vielfach übertüncht durch die Happy-Erfolgreich-Fassade, aber der Trend ist da und er wird stärker.

./.


Ich kam im Jahr 1952 zur Welt. Es tobte der Korea-Krieg.
Ein paar Monate nach meiner Geburt hat man meinen Eltern den Lakra-Kredit zum Hausbau um 10.000 DM gekürzt, Korea. Wurde das Haus ein Jahr später fertig, denn 10.000 DM war sehr viel Geld damals.
1956 war der Ungarn-Aufstand und der Nahostkrieg. 1958 gab es Berlin-Drohungen, 1961 war der Bau der Mauer, 1962 Kuba.
1962 hat mine Mutter letztmals ihr Lebensmittellager für Notfälle kräftig aufgestockt, Konserven, Haferflocken, Salz und Mehl. Im Keller lagerten so um die 10 Zentner Kartoffeln.
In der Schule wurden immer mal wieder Faltblätter verteilt, was bei einem Angriff mit "Kern-Waffen" zu tun wäre, wie man sich verhalten soll.... an 10 jährige verteilt! Die Luftschutz-Atemmasken von 39-45 wurden immer wieder feste mit Talkum bestäubt, man konnte ja nicht wissen....

Vielleicht schreibe ich noch mehr dazu....

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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13.05.2014, 13:07
Beitrag: #87
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Suebe, ganz ehrlich, ich finde deinen Beitrag an dieser Stelle absolut kontraproduktiv. Und ich frage dich ganz offen, willst du in diesem Forum den Dieter geben?

Warum kannst du den jungen Betroffenen denn nicht mal zuhören, verd.... Poste deine Geschichtchen in einem anderen Thread.
Ich verstehe durchaus, was du damit sagen willst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Annatar und andere seiner Generation verstehen. Und zwar zu recht, denn du hast dir damals die ollen Kriegskamellen von Vatern auch nicht mehr anhören wollen.
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13.05.2014, 13:18
Beitrag: #88
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Immer mit der Ruhe, kontraproduktiv is was ganz anderes. Ich habe schon verstanden, was Suebe mitteilen wollte: Dass es Generationen gab, die noch ganz andere Gründe zum Schwarzsehen gehabt hätten als die heutige Jugendgeneration.
Und recht hat er.

Andererseits liegt es im Auge des Betrachters, ob er etwas negativ oder positiv sieht. In der Gemengelage der 50er und 60er war auch die Chance auf einen Neuanfang verborgen, wohingegen die heutigen Jugendlichen, wenn sie ihre Lage mit der ihrer Eltern vergleichen, als die Alten noch jung waren, schon auch Grund haben können, deprimiert zu sein. Geht ja mir schon so: Von der Rente mal leben können? Zweifelhaft, auch wenn ich Beamter bin und da vielleicht noch bessere Aussichten hab als zu der Zeit, als ich Arbeitnehmer oder Selbstständiger war.

Aus Sicht derer, die in dern 50ern/60ern jung waren, mag die Klage der heutigen Jugendlichen jammern auf hohem Niveau sein, aber aus Sicht der heutigen Jugendlichen haben sie schon Grund zum Klagen.

VG
Christian
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13.05.2014, 15:47
Beitrag: #89
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(13.05.2014 13:07)Renegat schrieb:  Suebe, ganz ehrlich, ich finde deinen Beitrag an dieser Stelle absolut kontraproduktiv. Und ich frage dich ganz offen, willst du in diesem Forum den Dieter geben?

Warum kannst du den jungen Betroffenen denn nicht mal zuhören, verd.... Poste deine Geschichtchen in einem anderen Thread.
Ich verstehe durchaus, was du damit sagen willst, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es Annatar und andere seiner Generation verstehen. Und zwar zu recht, denn du hast dir damals die ollen Kriegskamellen von Vatern auch nicht mehr anhören wollen.

tja,
ich schreibe trotzdem weiter, auch für Dich, denn es war ja sooooo toll in den 70ern.....

Lassen wir die 60er mal weg.

In den 70ern gab es 18 Monate Wehrpflicht 18 Monate die schlicht der Teufel geholt hat. Jaa, die wurden dann auf 15 Monate reduziert, die hat aber halt auch der Teufel geholt.....
Und wie der Wehrdienst durchgesetzt wurde, meinen Kumpel Joe haben sie mit 28 geholt zdZ Amtmann im Staatsdienst, dann Rekrut...

Dann gab es den Radikalen-Erlass, und der war fürchterlich, hat einer bei 2-3 Demos eine große Klappe gehabt, wars vorbei mit dem Staatsdienst. Und wir hatten keine CSU-Regierung, nein Rot-Gelb regierte und die Kanzler hießen Brandt und Schmidt.
Ein Kumpel studierte Jus, gab es die Chance auf eine Stelle in einer Bundesbehörde, hat er den Kontakt zu allen Kumpels vorsichtshalber abgebrochen, einer mit dem er ganz Dicke war, hat er des nachts zu Fuss zwei Bahnstationen weit besucht, (richtig konspirativ) versucht zu erklären. Getroffen haben die beiden sich nie wieder.
Nur,
der Kontaktabbbrecher kam aus einer Arbeiterfamilie, das Studium haben die Eltern sich herb abgespart keine Urlaube und so, ein Auto hatte der Student, die Eltern natürlich nicht....

SS20, Nachrüstung, Mutlangen, AKW allüberall, WAA, ständig die Angst, dass irgendeiner besoffen oder bekifft auf einen Knopf drückt, und das wars dann.

Mann Gottes, hört bloß auf mit der Nostalgie


Sorry, wenn es mir etwas hochkocht, aber aus der Ferne ist halt immer alles besser....


OK.
Mal emotionslos.

Das ganze was annatar schrieb von No future usw. usf.,
wir sind in einem Forum für Geschichte,
hat Ähnlichkeit mit der Stimmung vor dem ersten Weltkrieg.
Lest mal Trakl, Sternheim, den jungen Tucholsky oder auch Kisch.
Nur, welche Antworten auf die drängenden Fragen ihrer Zeit haben die gefunden?
Leute, die Richtigen!
Es ist ihnen nur ein Hitler und ein paar andere Verbrecher dazwischen gekommen

Es ist das Recht, die Pflicht der Jugend sich Gedanken über die Zukunft und die Welt zu machen, zu philosophieren.
Das habe ich/wir einst auch getan.
Haben wir die Welt verbessert?
Ich denke mal per Saldo schon.

Am Sonntag bin ich zwecks Regenschauer in einem Naturfreundehaus eingekehrt, ich versorge mich bei solchen Gelegenheiten gerne mit gedrucktem, Zeugs das man halt nirgens sonst kriegt.
Da stand in einer Broschüre welches Gefühl von Freiheit den Leuten in den 20er Jahren die Möglichkeit gab, an den Wochenenden in der Natur zu wandern, ein Gefühl das in der Intensität für uns Jetztmenschen nicht mehr nachvollziehbar wäre.

Damit möchte ich nun doch mein Engagement in diesem 3nd beenden,
damit und dem Motto der Naturfreunde

Berg frei
Welt frei
Völker frei

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13.05.2014, 17:34
Beitrag: #90
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Schon richtig, in den 20ern ist aus den Erfahrungen des Krieges viel Neues entstanden, auch Wirres bzw. Unverstandenes bzw. schwer Verständliches (Stichwort "Dada"), aber eben auch neue Literatur (z.B. "Neue Sachlichkeit", Thomas Mann, Brecht, Zuckmayer, Kisch, Zweig, Remarque), Malerei (Surrealismus, Grosz, Kollwitz), Filmkunst (Fritz Lang), Mode, Gesellschaft (Frauen!), Lebensweise (z.B. eben die Naturfreunde)...ales mow entstanden aus dem Bemühen einer "jungen" Generation, die die "alten Zöpfe" abschneiden wollte und das auch tat.
Viele machten das nicht mit, vor allem innerlich (aber bei den "Goldenen Zwanzigern" wollten die Betuchteren dann doch mitfeiern, die machten "nur" äußerlich mit bei dieser Aufbruchbewegung), was dann letzten Endes dazu führte, dass die Jugend ebenso gleichgeschaltet wurde wie Kunst, Literatur usw.

Mal schauen, vielleicht schafft die heutige Jugend ja auch so einen "Aufbruch" wie die Jugend der 20er und 50er (Rock´n Roll)/60er Jahre ("68er")...und wir, die Älteren, gelten späteren Generationen als die "Bremser", die "Nicht-Versteher"...

VG
Christian
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16.05.2014, 19:29
Beitrag: #91
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Hier haben wir übrigens einen 3nd der genau diesen Punkt für die Zeit vor dem 1. WK beschreibt.

http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...p?tid=5842

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22.05.2014, 09:48
Beitrag: #92
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Heute die Schlagzeile in der Südwestpresse

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien...NG-3587005

Handel, Handwerk und Industrie finden immer weniger Lehrlinge

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12.06.2014, 17:53
Beitrag: #93
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(12.05.2014 16:40)Suebe schrieb:  Kann mir mal einer sagen, was ich hier falsch gemacht habe?

Meiner Meinung nach habe ich auf den "Kleinstädter" sehr zurückhaltend reagiert.

Habe den Verlauf dieser ursprünglich mal sehr interessanten Diskussion leider erst jetzt gelesen. Denke da ist ohne das es jemand wirklich beabsichtigt hat was aus dem Ruder gelaufen.

Ich finde jeder soll hier seine Erfahrung und Sicht der Dinge einbringen können, nur so entsteht das interessante Gesamtbild. Ein Gesamtbild das meiner Meinung nach in diesem Thema auch der Politik fehlt. Es ist klar, ich habe eine andere Sicht als jemand der in einer Millionenstadt oder an Land lebt, ein Junger hat da oft eine andere Erfahrung als ein älterer, jemand der vielleicht selbst auf Arbeitssuche ist eine andere als einer der vielleicht gut verdient usw. Denke es ist schon wichtig das man da nicht zu persönlich wird, auch wenn es ein sehr emotionales Thema ist.

Ich glaube gerade in diesem Thema gibt es nicht die Wahrheit. Ist die Jugend arbeitsscheu? Kann sein, die ganze glaube ich nicht, aber vielleicht Teile. Aber selbst wenn muss diese Arbeitsscheu von wo kommen. Gibt es einfach zu wenige Arbeitsplätze? Machen es sich die Arbeitgeber zu leicht? Was kann die Politik tun und wo sind ihr in Wahrheit Grenzen gesetzt, auch wenn manche es dort nicht wahrhaben wollen?

Das alles sind interessante Frage in einer Diskussion die eben sehr schnell auch mal recht emotional werden kann, denke nur wir müssen aufpassen das nicht zu übertreiben. Nicht das du dich jetzt angegriffen fühlst von mir, aber beim drüberlesen hatte ich schon den Eindruck als wäre die Diskussion da irgendwann mal aus dem Ruder gelaufen.
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12.06.2014, 18:06
Beitrag: #94
Zu Faul? Einige Argumente und Sichtweisen:
(11.05.2014 15:50)Bunbury schrieb:  
(11.05.2014 09:17)913Chris schrieb:  Die Frage ist nur: Woran liegt das, dass eben die Grundeinstellungen zur Arbeit bei manchen schlichtweg fehlen?

Ich habe da eine Theorie, die mir aber sicher von dem einen oder andere entrüsteten Forianer um die Ohren gehauen wird.

Wenn der papa abends völlig müde von der Arbeit nach Hause kommt und weder Zeit noch Lust hat, sich mit dem Sprößling auf angenehme Art und Weise zu beschäftigen, lernt der Sprößling, daß Arbeit irgendwie etwas schlechtes sein muss, weil der Papa nämlich schlecht gelaunt nach Hause kommt.
Wenn dazu noch die Mama arbeitet und immer in der Hetze ist und wenig Zeit hat, um sich dem Kind zuzuwenden, dann lernt das Kind, das Arbeit etwas schlechtes sein muss.
Dazu kommt dann noch, daß das Kind überhaupt keine Ahnung hat, was diese "Arbeit" eigentlich ist. Es sieht Mutter und Vater irgendwohin abrauschen und schlecht gelaunt und müde wiederkommen.
Den Zusammenhang mit der Playstation in seinem Zimmer und der Arbeit der Eltern erschließt sich ihm nicht. Das können Kinder nicht erfassen.
Wie sollen Eltern, die in der Arbeitswelt entweder unterfordert (oftmals Frauen in teilzeit) oder überfordert (viele in Vollzeit) sind, ihren Kindern
bitte eine positive Einstellung zur Arbeit vermitteln?

Wenn ich ehrlich bin den Gedanken habe ich auch schon mal gehabt und er könnte schon eine gewisse Rolle spielen. Wenn die Eltern eh nur noch genervt von der Arbeit kommen, wie soll dann der Nachwuchs darauf kommen das Arbeit was wirklich erstrebenswertes ist. Und einen gewissen Ehrgeiz braucht man aber beim Erwerben einer Arbeitsstelle heute.

Denke aber das ist nur ein Faktor von mehreren in dieser Hinsicht. Eltern die mehr Zeit für ihr (auch schon älteres Kind haben) haben auch in der schwierigen Zeit der Jobsuche mehr Zeit den Sohn oder die Tochter zu fragen ob da jetzt mal was weitergeht. Etwas was ich als wichtig erachte, war zum Glück in meinem Leben nur selten ohne Arbeit, aber weiß schon das man sehr schnell in ein Loch fällt. Man ist Anfangs voller Ehrgeiz, dann kommen unverschämte Reaktionen, Absagen und insgesamt wenig motivierendes. Irgendwann (und das geht relativ schnell) baut man sich dann einen Alltag auf wo man auch beim Nichtstun vor der Playstation recht zufrieden ist (so ein Phase habe ich damals vor meinem Zivildienst erlebt, deshalb spreche ich aus Erfahrung).

Wichtig ist das Loch auch bei einer anderen Beobachtung (bei der mir eventuell der eine oder andere aus einer anderen Generation jetzt heftig widerspricht). Ich denke das man heute länger braucht um sich beruflich zu finden und zu orientieren. Bei vielen Leuten in meinem Freundeskreis war es so das sie nach der Schulzeit mal eine Zeit da und dort einen Übergangsjob hatten, dazwischen wieder Phasen der Arbeitslosigkeit. Diese Zeit ist oft gar nicht mal so kurz und kann sich auch ein paar Jahre lang ziehen, bis man den Job findet, den man dann über länger machen möchte. Solche Phasen sind schwierig, es ist einfach in das oben genannte Loch zu fallen. Denke diese Phasen gabs früher auch, aber sie waren seltener und kürzer (so zumindest meine Beobachtung aus der Erzählung der Generation meiner Eltern). Und wie gesagt nicht jeder hat den Ehrgeiz da doch wieder mal rauszufinden.

Ein letztes Argument von dem ich selbst nicht 100% überzeugt bin fällt mir noch ein. So vermitteln es zumindest manche Fernsehsender, es gibt eben auch Umfelder, die es irgendwie als Alternative sehen, einfach nicht arbeiten zu gehen und von Harz IV (oder bei uns der Mindestsicherung) zu leben. Vergrößert natürlich die Anzahl derer auch, die nicht arbieten gehen.

Das zumindest sind meine Gedanken zum Thema "Jugendarbeitslosikeit und des zu Faul zum Arbeiten seins".
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12.06.2014, 19:02
Beitrag: #95
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Zu dem Thema Arbeitserfahrung sammeln, bevor man die Schule verlässt.
Das ist sicherlich wichtig und schadet auch nicht, nur ist das nicht so einfach.
Man kann natürlich einen Ferienjob machen. Der lohnt sich aber meistens nur in den Sommerferien, denn die restlichen Ferien sind in der Regel zu kurz und da muss man, gerade in der Oberstufe, genug für die Schule machen.
Also bleiben nur die Sommerferien, doch da fahren erstens viele in den Urlaub und zweitens ist es in manchen Regionen nicht wirklich einfach einen zu finden.

Bei den Ferialjobs gebe ich dir absolut recht, ist grundsätzlich keine schlechte Sache, aber oft auch nicht so einfach.

Mal eine andere Überlegung: In der Ausbildung zum Altenfachbetreuer (heute heißt es Fachsozialbetreuer für Altenarbeit) hat man sehr viele Praktikum und dazwischen auch Schule. Im Nachhinein gesehen lehrnt man bei diesen genausoviel. Und man hat auch die Möglichkeit sich zu präsentieren (viele Kollegen habe später an der Praktikumsstelle Arbeit gefunden, klar der Arbeitgeber und auch der potentielle Arbeitnehmen sehen schon vorher, passt das oder nicht).

Wäre es nicht sinnvoll die Pflichtpraktikers in Betrieben auch bei anderen Ausbidlungen zu forcieren?
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15.06.2014, 19:11
Beitrag: #96
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(12.06.2014 19:02)WDPG schrieb:  
(13.05.2014 00:06)Annatar schrieb:  Zu dem Thema Arbeitserfahrung sammeln, bevor man die Schule verlässt.
Das ist sicherlich wichtig und schadet auch nicht, nur ist das nicht so einfach.
Man kann natürlich einen Ferienjob machen. Der lohnt sich aber meistens nur in den Sommerferien, denn die restlichen Ferien sind in der Regel zu kurz und da muss man, gerade in der Oberstufe, genug für die Schule machen.
Also bleiben nur die Sommerferien, doch da fahren erstens viele in den Urlaub und zweitens ist es in manchen Regionen nicht wirklich einfach einen zu finden.

Bei den Ferialjobs gebe ich dir absolut recht, ist grundsätzlich keine schlechte Sache, aber oft auch nicht so einfach.

Mal eine andere Überlegung: In der Ausbildung zum Altenfachbetreuer (heute heißt es Fachsozialbetreuer für Altenarbeit) hat man sehr viele Praktikum und dazwischen auch Schule. Im Nachhinein gesehen lehrnt man bei diesen genausoviel. Und man hat auch die Möglichkeit sich zu präsentieren (viele Kollegen habe später an der Praktikumsstelle Arbeit gefunden, klar der Arbeitgeber und auch der potentielle Arbeitnehmen sehen schon vorher, passt das oder nicht).

Wäre es nicht sinnvoll die Pflichtpraktikers in Betrieben auch bei anderen Ausbidlungen zu forcieren?
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das was bringen würde, denn letzten Endes werden viele Ausbildungen ja bei einem Betrieb absolviert, der einen in der Regel auch übernimmt.
Und die schulischen Ausbildungen, beinhalten in der Regel auch genug Praktikas.

(12.06.2014 18:06)WDPG schrieb:  Ein letztes Argument von dem ich selbst nicht 100% überzeugt bin fällt mir noch ein. So vermitteln es zumindest manche Fernsehsender, es gibt eben auch Umfelder, die es irgendwie als Alternative sehen, einfach nicht arbeiten zu gehen und von Harz IV (oder bei uns der Mindestsicherung) zu leben. Vergrößert natürlich die Anzahl derer auch, die nicht arbieten gehen.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass diese Fernsehsendungen einen so Einfluss haben.
Um ein Leben in der Dauerarbeitslosigkeit attraktiv zu finden, muss man entweder shcon ganz unten sein (was ur die wenigsten sind) oder aber so fiel Sche*** im Berufsleben erlebt haben, dass dagegen die Arbeitslosigkeit wie ein Kindergeburtstag vorkommt.
Außerdem sollte einem auch klar sein, dass diese Sendungen schon stark gestellt sind.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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15.06.2014, 21:43
Beitrag: #97
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(15.06.2014 19:11)Annatar schrieb:  Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass diese Fernsehsendungen einen so Einfluss haben.
Um ein Leben in der Dauerarbeitslosigkeit attraktiv zu finden, muss man entweder shcon ganz unten sein (was ur die wenigsten sind) oder aber so fiel Sche*** im Berufsleben erlebt haben, dass dagegen die Arbeitslosigkeit wie ein Kindergeburtstag vorkommt.
Außerdem sollte einem auch klar sein, dass diese Sendungen schon stark gestellt sind.

Nein, nicht die Sendung hat einen Einfluss, die Sendungen vermitteln bei mir den Eindruck das es diese „Harz IV-Umfelder“ tatsächlich gibt. So unerklärlich ist das für mich auch wieder nicht. Habe oben beschrieben wie schwer es ist seine Richtung da zu finden, manchesmal braucht es einen Tritt in den Hintern um wirklich aktiv weiterzusuchen, dieser bleibt denke ich aber in einem Umfeld aus wo es nicht selbstverständlich ist das man arbeiten geht. Denke nur es könnte ein Faktor sein der einem teilweise runterzieht.

Was das mit dem Gestellt sein betrifft. Ehrlich gesagt gibt es viele Sendungen wo es echt interessant wäre, wie viel gestellt ist und wie viel nicht. Oft denke ich ist gar nicht soo viel gestellt, aber man kann eine Story relativ geschickt manipulieren und in eine Richtung darstellen. Bei manchen ist es natürlich klar, aber warum sollte ein Fernsehsender so manches mit bezahlten Schauspielern abdecken, wenn es so ohne ganz große Summen auch geht. Ist aber ein anderes (interessantes Thema).
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09.07.2014, 12:48
Beitrag: #98
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(15.06.2014 21:43)WDPG schrieb:  
(15.06.2014 19:11)Annatar schrieb:  Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass diese Fernsehsendungen einen so Einfluss haben.
Um ein Leben in der Dauerarbeitslosigkeit attraktiv zu finden, muss man entweder shcon ganz unten sein (was ur die wenigsten sind) oder aber so fiel Sche*** im Berufsleben erlebt haben, dass dagegen die Arbeitslosigkeit wie ein Kindergeburtstag vorkommt.
Außerdem sollte einem auch klar sein, dass diese Sendungen schon stark gestellt sind.

Nein, nicht die Sendung hat einen Einfluss, die Sendungen vermitteln bei mir den Eindruck das es diese „Harz IV-Umfelder“ tatsächlich gibt. So unerklärlich ist das für mich auch wieder nicht. Habe oben beschrieben wie schwer es ist seine Richtung da zu finden, manchesmal braucht es einen Tritt in den Hintern um wirklich aktiv weiterzusuchen, dieser bleibt denke ich aber in einem Umfeld aus wo es nicht selbstverständlich ist das man arbeiten geht. Denke nur es könnte ein Faktor sein der einem teilweise runterzieht.
Gut, das kan durchaus sein.
(15.06.2014 21:43)WDPG schrieb:  Was das mit dem Gestellt sein betrifft. Ehrlich gesagt gibt es viele Sendungen wo es echt interessant wäre, wie viel gestellt ist und wie viel nicht. Oft denke ich ist gar nicht soo viel gestellt, aber man kann eine Story relativ geschickt manipulieren und in eine Richtung darstellen. Bei manchen ist es natürlich klar, aber warum sollte ein Fernsehsender so manches mit bezahlten Schauspielern abdecken, wenn es so ohne ganz große Summen auch geht. Ist aber ein anderes (interessantes Thema).
Dafür braucht ein Sender nicht mal bezahlte Schauspieler. Bei vielen Scripted Reality Serien sind das ja Laien, die ein paar hundert Euro dafür bekommen.
Und selbst wenn wirklich keine Schauspieler bzw. Laienschauspieler einsetzt, kann man immer noch viel inszenieren.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
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12.08.2014, 16:13
Beitrag: #99
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
Heute morgen ist mir ein Statement des BW Landeshandwerkspräsidenten Joachim Möhlre auf den Schreibtisch geflattert. Das er anläßlich der IQB-Studie die im Landtag am 25.6. diskutiert wurde abgab.

Zusammengefasst: Dass BW im bundesweiten Ranking weit vorne wäre, sei höchstens zweitrangig. Schlimm wäre es, dass 25% der 9. klässler in Mathe die Mindeststandarts nicht erfüllen würden. Und noch viel schlimmer wäre es, dass sich dieser Wert seit der Pisa-Studie 2003 nicht im geringsten gebessert hätte.
"Mit Schulabsolventen die auf dem Niveau der 4. Klasse stehen geblieben sind, kann das Handwerk nichts anfangen. Seit Jahren müsse mit Nachhilfe und teuren Maßnahmen der Berufsvorbereitung nachgebessert werden, damit diese Jugendlichen der Wirtschaft als zukünftige Fachkräfte zur Verfügung stünden."

Da, meine sehr verehrten Mitdiskutantinnen und Diskutanten liegt der Hase im Pfeffer.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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12.08.2014, 18:32
Beitrag: #100
RE: Warum interessiert niemanden die extreme Jugendarbeitslosigkeit in Europa?
(12.08.2014 16:13)Suebe schrieb:  Da, meine sehr verehrten Mitdiskutantinnen und Diskutanten liegt der Hase im Pfeffer.

Die Frage ist nur: woran liegt´s?
Und: Was kann man dagegen machen?

Es liegt ja nicht nur in Mathe dieser Hase im Pfeffer. In Deutsch sieht´s annähernd genauso schlimm aus.
Abschlussklasse Gym - Rechtschreibfehler? Dürfte ebenfalls ein Viertel der Schüler sein, bei dem man besser nicht nachzählt...

VG
Christian
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