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Osterinsel
25.10.2016, 10:22
Beitrag: #1
Osterinsel
Guten Morgen Leute,

soviel ich weis, haben die früheren Bewohner ihre Insel kahl geschlagen. Viele Bäume, oder gar alle, wurden abgeholzt mit dem Ziel vorwiegend ihre Moai (Steinfiguren) zu transportieren.
Somit schritt die Erosion voran. Selbst Mineralien, die benötigt für das Wachstum der Flora sind, sind fast dem Boden entzogen worden durch starke Winde und Salzwasser.

Ich habe mal gelesen, dass die chilenische Forstbehörde sich bemüht, die Erosion zu stoppen, indem sie beschlossen einen speziellen Baum anzupflanzen, den Aito-Baum. Sie sind aber noch dabei zu forschen, welcher Baum sich noch dazu eignen könnte, evtl. eine Eukalyptusart? Zuvor befanden sich eine Art von Palmen.
Wie gesagt: Im Boden befinden sich kaum Mineralien, so dass diese Behörde den Boden zuerst die fehlenden Mineralien zuführen muss. Teilweise wäre das schon gelungen?
Ich habe auch in einem anderen Forum gelesen, dass/wenn genügend Steine auf der Insel verteilt werden, könnten auch diese die Erosion stoppen.

Was sagt ihr dazu? Stimmt beides oder nur eines?
Gern würde ich hierzu mal eure Meinung hören.

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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25.10.2016, 11:20
Beitrag: #2
RE: Osterinsel
Das Beste ist immer Obstbäume anzupflanzen, damit die Bewohner schell etwas davon haben z.B. Feigen.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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25.10.2016, 19:16
Beitrag: #3
RE: Osterinsel
wie ist denn heute der Stand der Wissenschaft zur Osterinsel.

Mein Wissensstand ist AkuAku aus den 50ern als Heyerdahl mit einem Forscherteam (per DampferTeeth) dort war.

Ich habe zuvor gegooglet, kam gleich als mögliche Erklärung der Besuch von Außerirdischen....

Leider keine weiter Erklärung obs die "kleinen Grünen Männchen" waren. Bat

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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25.10.2016, 19:58
Beitrag: #4
RE: Osterinsel
In Bezug auf die Flora zählen die Osterinseln zu den artenärmsten der Welt.
Dazu las ich:

"Ursprüngliche Pflanzen, die die Ureinwohner auch intensiv nutzten sind heute teilweise ausgestorben oder nur noch in einer sehr geringen Zahl vorhanden. Zu nennen wäre hier beispielsweise der Toromiro-Baum (Sophora toromiro), eine Baumart die bis zu drei Meter hoch werden konnte, mehrere Stämme besaß und aus sehr feinporigem hartem Holz bestand. Dieses Holz wurde von den Rapa Nui unter anderem für die Herstellung der Schnitzfiguren, Schrifttafeln oder Zeremonien- und Ritualstäbe genutzt. Der letzte dieser strauchartigen Bäume fand Thor Heyerdahl 1955 stark beschädigt im unteren Hangbereich des Rano Kau. Heyerdahl sammelte 6 oder 7 Samen auf und sandte sie nach Schweden, wo sie letztlich dem Botanischen Garten in Göteborg übergeben wurden. Erst vier Jahre später hat man versucht die Samen zum Keimen zu bringen, was bei fünf auch gelang. Spätere Züchtungen aus den ersten Setzlingen wurden dann an weitere Botanische Gärten gegeben, darunter auch Bonn.

Um 1960 fiel der letzte Toromiro-Stamm noch einem Brennholzsammler zum Opfer. Seither gilt der Toromiro-Baum in der freien Natur als ausgestorben. Zwischenzeitlich wurde versucht, den Toromiro auf der Osterinsel wieder anzusiedeln. Dazu wurde im Jahr 1993 die so genannte "Toromiro Management Group" gegründet, zu deren Mitgliedern auch die Botanischen Gärten Göteborg und Bonn sowie der Kew Garden bei London und die chilenische Forstbehörde gehören. 1995 konnten der chilenischen Forstbehörde insgesamt 180 Setzlinge übergeben werden. Leider wurden diese Setzlinge während der Quarantänezeit von einem Pilz befallen und sind eingegangen. Seither ruht das Projekt. Laut Wikipedia befindet sich ein einziges Exemplar des Toromiro-Baums auf der Osterinsel, und zwar im Garten des Gouverneurs. Dieses Exemplar stammt allerdings aus dem Botanischen Garten in Viña del Mar."

http://www.osterinsel.de/02-pflanzen.htm
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25.10.2016, 20:49
Beitrag: #5
RE: Osterinsel
Ich schaue nochmal ob ich diese Seite finde, wo ich es mal gelesen habe.
Kann aber nicht garantieren, ob es historisch belegbar ist.

Moment:
ist zwar diese Seite nicht wo ich es mal gelesen habe, aber der Inhalt ist ähnlich

http://www.deutschlandfunk.de/osterinsel..._id=306040

Hier mal noch ein Link (Video)

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...f-Rapa-Nui

Aber - wie schon gesagt - keine Garantie für tatsächlichen historischen Hintergrund.

Die Seite, wo ich das mal gelesen habe, finde ich nicht mehr... Sad

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25.10.2016, 21:17
Beitrag: #6
RE: Osterinsel
(25.10.2016 19:16)Suebe schrieb:  Ich habe zuvor gegooglet, kam gleich als mögliche Erklärung der Besuch von Außerirdischen....

Leider keine weiter Erklärung obs die "kleinen Grünen Männchen" waren. Bat

Suebe, du kleiner Witzbold Big Grin

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25.10.2016, 23:04
Beitrag: #7
RE: Osterinsel
Die meisten Pflanzen kamen irgendwann übers Meer angetrieben o. wurden von den Einwanderern mitgebracht. Eigentlich müßte die Audforstung mit früher vorhandenen Bäumen leicht sein. Hinzu sollte man wirklich Obstbäime anpflanzen, die nicht sofort gerodet werden.

viele Grüße

Paul

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26.10.2016, 12:07
Beitrag: #8
RE: Osterinsel
(25.10.2016 23:04)Paul schrieb:  Die meisten Pflanzen kamen irgendwann übers Meer angetrieben o. wurden von den Einwanderern mitgebracht. Eigentlich müßte die Audforstung mit früher vorhandenen Bäumen leicht sein. Hinzu sollte man wirklich Obstbäime anpflanzen, die nicht sofort gerodet werden.

@Paul: so einfach wird es nicht gehen wie du es dir vorstellst, da im Boden kaum noch oder gar keine Mineralien vorhanden sind. Ohne Mineralien (die notwendig fürs Wachstum sind) werden Bäume und Sträucher wieder absterben.
Also muss erst dem Boden Mineralien zugeführt werden.

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26.10.2016, 17:22
Beitrag: #9
RE: Osterinsel
(25.10.2016 19:16)Suebe schrieb:  wie ist denn heute der Stand der Wissenschaft zur Osterinsel.

Mein Wissensstand ist AkuAku aus den 50ern als Heyerdahl mit einem Forscherteam (per DampferTeeth) dort war.

Lies "Kollaps" von Jared Diamond...

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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26.10.2016, 17:54
Beitrag: #10
RE: Osterinsel
(26.10.2016 17:22)Arkona schrieb:  
(25.10.2016 19:16)Suebe schrieb:  wie ist denn heute der Stand der Wissenschaft zur Osterinsel.

Mein Wissensstand ist AkuAku aus den 50ern als Heyerdahl mit einem Forscherteam (per DampferTeeth) dort war.

Lies "Kollaps" von Jared Diamond...

Tja, der Trend geht offensichtlich klar zum Zweit-Buch Idea

Eins noch, die Osterinsel hat in der deutschen Seekriegsgeschichte auch eine Rolle gespielt.

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31.10.2016, 09:42
Beitrag: #11
RE: Osterinsel
@Suebe: falls es noch von Interesse ist, hab ich was bei Tante Wiki gefunden:

Die Osterinsel gehört zu den artenärmsten Inseln des Südpazifiks. Es sind weniger als 30 indigene Samenpflanzen (Spermatophyta) bekannt. Das ist hauptsächlich eine Folge der isolierten Lage; die Insel war niemals mit einer kontinentalen Landmasse verbunden. Vögel, Wind und ozeanische Strömungen konnten nur in weit geringerem Maße als bei anderen Inseln Samen eintragen.[3]

Der erfolgreichste Überträger von Pflanzenmaterial dürfte daher der Mensch gewesen sein. Bereits die ersten Siedler haben Nutzpflanzen auf die Insel gebracht, wie die Legende von Hotu Matua berichtet. Zahlreiche Nutzpflanzen existierten bereits, bevor die Europäer die Insel erreichten, wie mehreren Berichten – zum Beispiel von Roggeveen, Forster und anderen frühen Entdeckern – zu entnehmen ist. Dazu gehörten zum Beispiel: Papiermaulbeerbaum, Süßkartoffel, Yams und Taro. Aber auch die Europäer trugen in umfangreichem Maße Pflanzen ein, zum Beispiel verschiedene Grasarten als Weidepflanzen für die Schafe und Rinder.

Die heute vorherrschende Vegetation entspricht nicht der ursprünglichen. Sie ist das Ergebnis massiver menschlicher Eingriffe in das Ökosystem. Archäobotanische Befunde belegen, dass die Insel einst dicht mit Palmwäldern einer Art bedeckt war, die eng mit der Honigpalme (Jubaea chilensis) verwandt ist. In Proben von Rano Kao wurde nachgewiesen, dass eine Entwaldung über einen längeren Zeitraum ab dem Jahr 1010 (± 70 Jahre) stattfand.[4]
Man schätzt, dass in dieser Zeit mehr als zehn Millionen Palmen auf der Insel gefällt wurden. Der Verlust des Palmenwaldes, der die Kulturpflanzen vor dem ständig wehenden Wind und vor Austrocknung geschützt hatte, führte zu einer umfangreichen Bodenerosion, die wiederum entscheidende Auswirkung auf die Nahrungsmittelversorgung und damit auf den rapiden Rückgang der Bevölkerung gehabt haben dürfte.

Weiter lesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Osterinsel

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31.10.2016, 10:37
Beitrag: #12
RE: Osterinsel
(26.10.2016 17:54)Suebe schrieb:  Eins noch, die Osterinsel hat in der deutschen Seekriegsgeschichte auch eine Rolle gespielt.

Der "Seeteufel" Graf Luckner nahm unfreiwillig dort Aufenthalt. Steht jedenfalls in Wiki, stimmt aber nicht.

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31.10.2016, 16:55
Beitrag: #13
RE: Osterinsel
(31.10.2016 10:37)Arkona schrieb:  
(26.10.2016 17:54)Suebe schrieb:  Eins noch, die Osterinsel hat in der deutschen Seekriegsgeschichte auch eine Rolle gespielt.

Der "Seeteufel" Graf Luckner nahm unfreiwillig dort Aufenthalt. Steht jedenfalls in Wiki, stimmt aber nicht.

Nee, da hast du recht.
Der Luckner ist in neuseeländischer Gefangenschaft gelandet.
Ein Teil der Mannschaft hat mit einem gekaperten Segler "Lutece" zur Osterinsel geschafft, die zu Chile gehört.
Und kam deshalb nicht in Gefangenschaft wurde lediglich "neutralisiert".
Dieser Segler, umgatauft auf Fortuna, war vermutlich das letzte Schiff unter der Seekriegsflagge des Kaiserreichs in der Südsee.

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31.10.2016, 23:31
Beitrag: #14
RE: Osterinsel
Nun ja ich bin da auf eine sehr interessante Graphik gestossen-danach gingen der Rückgang des baumbestandes und die gesellschaftlichen,ökonomischen und kulturellen Krisen gerade nicht Hand in Hand
[url=]https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/8/8f/KulturschemaOsterinsel.svg[/url]
Folgt man der Graphik, dann folgten die Zeiten größter Bevölkerungszahl und intensiver Landwirtschaft gepaart mit neuen Agrartechniken erst erhebliche Zeit nach dem Verschwinden des Baumbestandes und auch die Errichtung der Statuen und Zeremonialplattformen erreichte dann erst ihren Höhe- und Endpunkt.
Insofern widerspricht diese Entwicklung der These Jareds ,wonach die Abholzung mit dem Niedergang der Kultur und Ökonomie koreliert.

Es scheint eher der Zusammenbruch der gesellschaftlichen Strukturen
gewesen zu sein,der letztlich zum Zusammenbruch der Intensivlandwirtschaft und damit der Gesamtkultur führte.
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31.10.2016, 23:58
Beitrag: #15
RE: Osterinsel
@zaphod, du vergisst dass so etwas immer zeitverzögert eintritt. Die Osterinsel war ein Mikrokosmos, die Europäer trafen davon nur noch kümmerliche Reste an.

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