Antwort schreiben 
 
Themabewertung:
  • 0 Bewertungen - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
25.02.2017, 09:36
Beitrag: #1
Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Ein Team der Uni Trier hat sich als Reenacter betätigt.
und war mit dem Nachbau eines römischen Prahms auf der Mosel unterwegs

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...34420.html

aus dem Link
Zitat:Dann galt es, die Werte für einen richtigen Prahm hochzurechnen. "Unser 1:2-Modell kann mühelos 1,6 Tonnen transportieren", sagt Hofmann-von Kap-herr, "oder 1,2 Tonnen und fünf Studenten." Ein römischer Prahm aber war doppelt so groß. "Der konnte bis zu 15 Tonnen laden", rechnet er weiter. Dann allerdings lag er so tief im Wasser, dass es leicht über die Bordwand schwappen konnte. "Wenn die Waren trocken bleiben sollten, waren 12 bis 13 Tonnen eine sichere Größenordnung." Damit konnten die Römer auf einem Prahm mit erstaunlich wenig Muskelkraft schon halb so viele Waren durch das Reich transportieren wie heute ein moderner Lkw.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.02.2017, 12:02
Beitrag: #2
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Ich würde mir die Frage stellen, ob solche Schiffstypen von Rhein, Mosel, Lahn...überhaupt römischen Ursprungs waren. Die Verwendung der einheimischen Boote z.B. die Beauftragung einheimischer Schiffer wäre naheliegend und warum sollten ubische und keltische Händler plötzlich ihre Schiffe verschrotten?
Die Ubier sollen lt Cäsar schon vor den Römern über eine große Handelsflotte verfügt haben.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.02.2017, 16:31
Beitrag: #3
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Transport über den Wasserweg war wohl immer der ökonomisch günstigste. Das war/ist übrigens auch der eigentliche Grund für Flotten, Seekriege usw.: man möchte Kontrolle über diesen besonders günstigen und dazu noch unzerstörbaren Transportweg, der dazu noch gratis zu haben ist.

Marine-Fährprahm ist übrigens etwas, mit dem selbst technisch Interessierte und Marinefreunde wenig anfangen können. Dabei waren diese Überbleibsel des nicht gesprungenen "Seelöwen" einer der Hauptstützen der Küstenverteidigung im besetzten Frankreich.
Der Prahm ist eine zu Unrecht beinahe unbekannte Schiffsgattung.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.02.2017, 17:16
Beitrag: #4
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Paul hat natürlich recht, selbstverständlich haben die Flussanrainer in Mitteleuropa längst vor den Römern Flusskähne gebaut und genutzt.

In Mainz gibt es ein Museum dazu. (wenn die närrischen Tage vorbei sind, wird sich zaphod bestimmt noch melden)

http://www2.rgzm.de/navis/Musea/Mainz/Navismus.htm

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.02.2017, 18:01
Beitrag: #5
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
[quote='Suebe' pid='55829' dateline='1488035768']
Paul hat natürlich recht, selbstverständlich haben die Flussanrainer in Mitteleuropa längst vor den Römern Flusskähne gebaut und genutzt.

In Mainz gibt es ein Museum dazu. (wenn die närrischen Tage vorbei sind, wird sich zaphod bestimmt noch melden)

http://www2.rgzm.de/navis/Musea/Mainz/Navismus.htm
[/quote

Vielleicht ist der nachfolgende link von Interesse:

https://geschimagazin.wordpress.com/2014...en-758494/

Und dieser zur vorrömischen Schiffahrt ab dem Neolithikum auch in "Germanien":

https://books.google.de/books?id=RtVQCwA...rt&f=false
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
25.02.2017, 18:32
Beitrag: #6
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
So weit ich weiß, basieren zumindest die römischen Patrouillenboote auf einem Entwurf, der aus Illyrien stammt? Die Frachtboote waren jedenfalls ein anderer Typ, bei dem ich mir schon vorstellen kann, dass er auf einheimische Entwürfe zurück geht. So weit ich das mir auf die Schnelle anlesen konnte, weisen die Bauweise des Bugs und die Setzung des Mastes in einen eigenen Mastspant anstatt in ein Kielschwein darauf hin, dass hier eine Bauweise vorliegt, die von nördlich der Alpen stammt.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
26.02.2017, 10:14
Beitrag: #7
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
(25.02.2017 18:32)913Chris schrieb:  So weit ich weiß, basieren zumindest die römischen Patrouillenboote auf einem Entwurf, der aus Illyrien stammt? Die Frachtboote waren jedenfalls ein anderer Typ, bei dem ich mir schon vorstellen kann, dass er auf einheimische Entwürfe zurück geht. So weit ich das mir auf die Schnelle anlesen konnte, weisen die Bauweise des Bugs und die Setzung des Mastes in einen eigenen Mastspant anstatt in ein Kielschwein darauf hin, dass hier eine Bauweise vorliegt, die von nördlich der Alpen stammt.

Später, als sie das Meer befuhren, hatten sich die Römer die Bauweise ihrer Schiffe von den Karthagern, die zuerst das Meer beherrschten, abgeschaut. Wie es ihnen aber gelingen konnte, steht auf einem anderen Blatt.
Das mal so by the way Smile

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
28.02.2017, 09:57
Beitrag: #8
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
(26.02.2017 10:14)Aurora schrieb:  
(25.02.2017 18:32)913Chris schrieb:  So weit ich weiß, basieren zumindest die römischen Patrouillenboote auf einem Entwurf, der aus Illyrien stammt? Die Frachtboote waren jedenfalls ein anderer Typ, bei dem ich mir schon vorstellen kann, dass er auf einheimische Entwürfe zurück geht. So weit ich das mir auf die Schnelle anlesen konnte, weisen die Bauweise des Bugs und die Setzung des Mastes in einen eigenen Mastspant anstatt in ein Kielschwein darauf hin, dass hier eine Bauweise vorliegt, die von nördlich der Alpen stammt.

Später, als sie das Meer befuhren, hatten sich die Römer die Bauweise ihrer Schiffe von den Karthagern, die zuerst das Meer beherrschten, abgeschaut. Wie es ihnen aber gelingen konnte, steht auf einem anderen Blatt.
Das mal so by the way Smile

klugscheißen am Morgen: Dass die Römer karthagische Schiffe kopierten, mit dem "Raben" ausstatteten und anschließend die Karthager besiegten, fand während des 1.punischen Krieges statt, 260 v.Chr.

Flusschiffe benötigten die Römer erst, als sie soweit nach Europa vorgedrungen waren, dass die Flüsse für sie als Verkehrswege und Grenzlinien interessant wurden, also etwa ab der Zeit Caesars - grob gesagt 200 Jahre nach dem 1.punischen Krieg Wink
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
28.02.2017, 15:53
Beitrag: #9
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
(28.02.2017 09:57)913Chris schrieb:  ./.

Flusschiffe benötigten die Römer erst, als sie soweit nach Europa vorgedrungen waren, dass die Flüsse für sie als Verkehrswege und Grenzlinien interessant wurden, also etwa ab der Zeit Caesars - grob gesagt 200 Jahre nach dem 1.punischen Krieg Wink

Jaaa...
der Po und die OberitalienischenSeen wurden aber, glaube ich mich erinnern zu können, schon zur Bronzezeit kräftig "beschifft" waren Teile großer europäischer Handelsstraßen

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
28.02.2017, 18:40
Beitrag: #10
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Aber nicht von den Römern, sondern von den oberitalischen Galliern bzw. vor denen von den Etruskern. Die Flussschiffe der Römer stammen aber nicht aus diesen Bautraditionen, sondern aus Illyrien?
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
01.03.2017, 23:15
Beitrag: #11
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
(26.02.2017 10:14)Aurora schrieb:  Später, als sie das Meer befuhren, hatten sich die Römer die Bauweise ihrer Schiffe von den Karthagern, die zuerst das Meer beherrschten, abgeschaut. Wie es ihnen aber gelingen konnte, steht auf einem anderen Blatt.
Das mal so by the way Smile


Nur zum Verständnis, aber alle Schiffe und Boote der Antike waren keine reinen hochseefähigen Konstruktionen, sondern immer im Bereich der Küstenschifffahrt ausgelegt, auch wenn es Ausnahmen gab. Das bedeutet aber auch, daß die Schiffe und boote in aller Regel flach-gehende Konstruktionen waren, die sowohl im Küstenbereich wie auf größeren bis mittelgroßen Flüssen fahren konnten. Da wurde beim Bau wohl kaum in der Konstruktion unterschieden.

Dazu gab es im Sommer eine schöne Ausstellung in Mainz. Ich muss mal die Bilder dazu rauskramen.
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
02.03.2017, 10:25
Beitrag: #12
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
(01.03.2017 23:15)Köbis17 schrieb:  Dazu gab es im Sommer eine schöne Ausstellung in Mainz. Ich muss mal die Bilder dazu rauskramen.

Die Bilder wären sehr interessant !

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
03.03.2017, 01:42
Beitrag: #13
RE: Die römische Binnenschifffahrt - Presseschau
Wie,Du warst in Mainz und hast Dich nicht gemeldet- da hättest Du eine gratis Stadtführung vom Meister Z gekriegt und wir hätten ein Weinchen trinken können
Das Museum für antike Schifffahrt vulgo Römerschiffmuseum genannt (neben dem übrigens demnächst das archäologische Zentrum gebaut wird , wohin auch das RGMZ umzieht`) hat des öfteren interessante Themenausstellungen und diverse Bootsmodelle-auch von Frachtschtschiffen,
die römischen Rheinschiffen wiesen eine relativ grosse Typenvielfalt auf -je nach Zweck
Fie Militärschiffe hatten zwar geringen Tiefgang ,waren aber schnell und mit Pfeilgeschützen wie dem Skorpion bestückt und damit eine Art schwimmende Kleinkastelle
Frachtschiffe ,die feste Häfen anliefen hatten meist größeren Tiefgang und Laderaum
Dazu kamen wohl auch hochseefähige Schiffe die ja auch das Mittelmeer und die Nordsee befuhren.
Da auch amphibische Operationen unter Einbeziehung maritimer Küstengewässer überliefert sind könnte ich mir kombinierte Flotten aus seegängigen Transportschiffen und Flussbooten vorstellen, die z-B- via Nordsee im Weser- und Elbegebiet operierten
Alle Beiträge dieses Benutzers finden
Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema: Verfasser Antworten: Ansichten: Letzter Beitrag
  Römische Tetrarchie David Paul 1 1.004 03.02.2018 14:39
Letzter Beitrag: Sansavoir
  Römische Geschichte nhand von Bleiablagerungen - Presseschau Suebe 0 1.070 30.08.2017 19:08
Letzter Beitrag: Suebe
  Römische Torsionsgeschütze und das Wetter Presseschau Suebe 1 2.090 17.01.2014 17:27
Letzter Beitrag: Henricus Grotus
  Römische Kaiser Maxdorfer 4 4.379 11.08.2013 14:46
Letzter Beitrag: Maxdorfer
  Römische Herrschaft in Germanien Maxdorfer 3 2.957 20.01.2013 16:46
Letzter Beitrag: 913Chris

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste

Kontakt    |     Startseite    |     Nach oben    |     Zum Inhalt    |     SiteMap    |     RSS-Feeds