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Militärkampf oder Sport Frei!
01.12.2017, 19:39
Beitrag: #1
Militärkampf oder Sport Frei!
Guten Abend werte Forianer,

ich schaue gerade sehr interessiert Live das Biathlon der Frauen und Frage mich so grundsätzlich ... gibt es eigentlich eine Sportart für Olympia oder anderen freien Amateur Wettbewerben, die nicht auf eine militärische Vergangenheit zurückgeführt werden können?

Hass ist krass, Liebe ist krasser
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01.12.2017, 20:53
Beitrag: #2
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Natürlich.
Auto- und Motorrad-Rennsport

Ach war das eine Freude, als Gott der Herr mich schuf, ein Kerl wie Samt und Seide .....
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01.12.2017, 22:12
Beitrag: #3
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(01.12.2017 20:53)Suebe schrieb:  Natürlich.
Auto- und Motorrad-Rennsport

Na gerade die Verbernnungsmotortechnik diente dem Krieg, wie keine andere Technik ... *hüstel* ...

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05.12.2017, 12:08
Beitrag: #4
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(01.12.2017 19:39)Flora_Sommerfeld schrieb:  Guten Abend werte Forianer,

ich schaue gerade sehr interessiert Live das Biathlon der Frauen und Frage mich so grundsätzlich ... gibt es eigentlich eine Sportart für Olympia oder anderen freien Amateur Wettbewerben, die nicht auf eine militärische Vergangenheit zurückgeführt werden können?

Sämtliche Ballspiele: Fussball, Handball, Tennis, Golf...
Kunstturnen (Ringe, Barren, etc.)
Eishockey
Skilauf
Bergsteigen und Klettern (inkl. Wettkampfklettern)
Radsport (auch wenn die Schweiz mal eine Radfahrer-Truppe hatte)
Curling
Schwimmsport
usw.

Wenn man Sportarten auf eine militärische Vergangenheit einschränken will, so gelingt das eigentlich nur bei den ursprünglichen olympischen Disziplinen (und auch da nur bedingt)
Ringen, Boxen, Pankration (eine Mischung zwischen Ringen und Boxen), Wettlauf (Kurz-, Lang- und Doppellauf), Fünfkampf (Ringen, Wettlauf, Speerwurf, Diskuswurf, Weitsprung) Waffenlauf und Wagenrennen (wenn man so will der antike Motorsport).
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05.12.2017, 16:33
Beitrag: #5
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Alles vormilitärische Ausbildung:

Sämtliche Ballspiele: Fussball, Handball, Tennis, Golf...
Kunstturnen (Ringe, Barren, etc.) = Turnvater Jahn Landsturm 1813
Eishockey = Indianischer Kampfsport später entschärft, Tomahowks wurden verboten
Skilauf = württ. Schneeschuhkompagnie in den Vogesen Winter 1914-15
Bergsteigen und Klettern = die Front in Fels und Eis 1915-1918
Radsport (auch wenn die Schweiz mal eine Radfahrer-Truppe hatte) = alle! hatten Radfahrtruppen zuletzt noch die Hitlerjugend, 2 Panzerfäuste am Lenker montiert
Curling = keltischer Kampfsport wurde nacktDevil ausgeübt
Schwimmsport = no ja, schon Radetzky (in seinem Lager war Österreich) war ein perfekter Schwimmer

Fussball = setz dich am Samstag in die Allianz-Arena und zieh fünf Minuten nach dem Anpfiff ein Gladbach-Trikot über.................
du wirst alle Arten des soldatischen Fern- und Nahkampfes kennenlernen....

Ach war das eine Freude, als Gott der Herr mich schuf, ein Kerl wie Samt und Seide .....
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05.12.2017, 16:38
Beitrag: #6
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
"Sport frei"

war mir jetzt unbekannt,

"Berg frei"

dagegen von den Naturfreunden her schon.

Ach war das eine Freude, als Gott der Herr mich schuf, ein Kerl wie Samt und Seide .....
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05.12.2017, 19:42
Beitrag: #7
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 16:38)Suebe schrieb:  "Sport frei"

war mir jetzt unbekannt,

"Berg frei"

dagegen von den Naturfreunden her schon.

Sport Frei! kommt aus der DDR

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05.12.2017, 19:47
Beitrag: #8
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Skilauf = das würde ich dem Ski-alpin militärisch zuordnen
Bergsteigen und Klettern (inkl. Wettkampfklettern) = auch militärisch, Geländelauf
Radsport (auch wenn die Schweiz mal eine Radfahrer-Truppe hatte) = sowieso, es gab ja sogar im 1.WK reine Fahrraddivisonen.
Schwimmsport = hat auch wieder was militärisches

Der militärische Fünfkampf besteht aus folgenden 5 Disziplinen:

Schießen
Hindernislauf
Hindernisschwimmen
Werfen
Geländelauf.

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05.12.2017, 21:41
Beitrag: #9
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 12:08)Aguyar schrieb:  ...

Sämtliche Ballspiele: Fussball, Handball, Tennis, Golf...
und Eishockey und...
...

Ballspiele und so denke ich dass es auch militärisch angesehen werden kann: als Team zusammenarbeiten (im MA wenn einige zusammenkämpften waren sie zusammen stärker), den Gegner als Einheit überrumpeln, ...
Vielleicht einige "Nachkommen" des Buhurt.

„Quintili Vare, legiones redde!“
Augustus
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05.12.2017, 21:49
Beitrag: #10
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 21:41)Hallo schrieb:  
(05.12.2017 12:08)Aguyar schrieb:  ...

Sämtliche Ballspiele: Fussball, Handball, Tennis, Golf...
und Eishockey und...
...

Ballspiele und so denke ich dass es auch militärisch angesehen werden kann: als Team zusammenarbeiten (im MA wenn einige zusammenkämpften waren sie zusammen stärker), den Gegner als Einheit überrumpeln, ...
Vielleicht einige "Nachkommen" des Buhurt.

Hmmm, allgemein könnte man sagen, daß ein Wett-kampf auch immer auf militärische Basis herunterzubrechen wäre. Sagt auch schon der Name bzw. das zugefügte Adjektiv -kampf.

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05.12.2017, 23:07
Beitrag: #11
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Synchronschwimmen oder Rhythmische Sportgymnastik. Ehrlichgesagt, ich weiss nicht was @Flora mit der Ausgangsfrage meinte.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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05.12.2017, 23:15
Beitrag: #12
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 23:07)Arkona schrieb:  Synchronschwimmen oder Rhythmische Sportgymnastik. Ehrlichgesagt, ich weiss nicht was @Flora mit der Ausgangsfrage meinte.

Es tut nicht weh, wenn du mich direkt ansprichts und es ging mir einfach nur darum, ob es eine Sportart gibt, die nicht auf einen militärischen Hintergund zurückzuführen ist.

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05.12.2017, 23:25
Beitrag: #13
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Also wenn der Ball im Tor, hat es immer einen militärischen Hintergrund? Lächerlich...

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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05.12.2017, 23:29
Beitrag: #14
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 23:25)Arkona schrieb:  Also wenn der Ball im Tor, hat es immer einen militärischen Hintergrund? Lächerlich...

Na, wie du das bewertest ist deine Sache .. aber richtig ist, daß ich auch schon die Thematik Wett-Kampf in der Begrifflichkeit erwähnt habe.

Ist damit ein Wettkampf, egal in welcher Form auch immer, gleichzusetzen mit dem Stärken und Schwächeren und deshalb auch ohne Ausnahme auf das militärische zu übertragen oder bin ich da dann doch auf dem Holzweg?

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06.12.2017, 10:34
Beitrag: #15
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
(05.12.2017 16:33)Suebe schrieb:  Alles vormilitärische Ausbildung:

Sämtliche Ballspiele: Fussball, Handball, Tennis, Golf...
Kunstturnen (Ringe, Barren, etc.) = Turnvater Jahn Landsturm 1813
Eishockey = Indianischer Kampfsport später entschärft, Tomahowks wurden verboten http://www.forum-geschichte.at/Forum/edi...?pid=59810
Skilauf = württ. Schneeschuhkompagnie in den Vogesen Winter 1914-15
Bergsteigen und Klettern = die Front in Fels und Eis 1915-1918
Radsport (auch wenn die Schweiz mal eine Radfahrer-Truppe hatte) = alle! hatten Radfahrtruppen zuletzt noch die Hitlerjugend, 2 Panzerfäuste am Lenker montiert
Curling = keltischer Kampfsport wurde nacktDevil ausgeübt
Schwimmsport = no ja, schon Radetzky (in seinem Lager war Österreich) war ein perfekter Schwimmer

Fussball = setz dich am Samstag in die Allianz-Arena und zieh fünf Minuten nach dem Anpfiff ein Gladbach-Trikot über.................
du wirst alle Arten des soldatischen Fern- und Nahkampfes kennenlernen....

Wenn sich das Militär eine Sportart unter den Nagel gerissen hat, macht dies die Sportart nicht automatisch zu einer militärischen Sportart. Und weil alle Europäer Radfahrertruppen hatten, heisst das nicht, dass Radfahren eine vom Militär erfundene Sportart ist. Sonst wäre der Autosport auch eine militärische Sportart, nur weil das Militär ebenfalls Motorfahrzeuge im Einsatz hat.

Als Kriterium gilt eigentlich nur das Alter der Sportart resp. von wem sie zuerst ausgeübt wurde - ob vom Militär oder Zivilsten. Massgebend für eine Beurteilung ist die Herkunft der Sportart. Ist eine Sportart lediglich ein Wettkampf macht dieser Umstand die Sportart noch nicht - wie Flora meint - zu einem militärischen Sport.

Die antiken olympischen Disziplinen sind natürlich alles militärische Sportarten - Ringen, Boxen, Wettlauf, Speerwurf etc. gehörte zum Ausbildungsprogramm eines Truppenangehörigen resp. "Kriegers", bevor diese Disziplinen auch "zivil" ausgeübt wurden. Insofern könnte man natürlich den Autosport auch als militär. Sportart werten, weil der Vorläufer - das Wagenrennen - gewissermassen auf den antiken Streitwagen beruht. Wohingegen der Radsport resp. Fahrrad-Rennen bereits vor der militär. Verwendung des Fahrrads ausgeübt wurde.

Schwimmwettkämpfe gab es vor dem Einsatz von militärischen Kampfschwimmer und auch bevor es gelegentlich als Ausbildung für mittelalterliche Knappen erwähnt wird. Also keine militärische Sportart.

Skilauf ist in seiner ursprünglichen Form als "Langlauf" in Skandinavien überliefert und diente primär der Fortbewegung und (noch nicht) der militär. Fortbewegung. Wandern ist schliesslich auch keine militär. Sportart, obwohl Soldaten ausreichend Gelegenheit dazu erhalten.
Auch die ersten Skiabfahrten hatten keinen militärischen Hintergrund.

Reiten und Fechten sind natürlich militär. Sportarten und die mittelalterliche Turniere waren letztendlich eine Ableitung (oder Übung) von tatsächlichen Schlachten.

Fussball entstand ebenfalls im Mittelalter (in Europa und in China) diente aber auch ursprünglich ausschliesslich dem Vergnügen und war damit eine rein zivile Sportart, auch wenn man sich dabei prügelte. (Nicht jede Dorf-Schlägerei hatte im Mittelalter militärischen Charakter, auch wenn eine Dorfprügelei gelegentlich eine Fehde oder einen Kriegszug nach sich ziehen konnte).

Tennis entstand ebenfalls im Mittelalter (wo es anfänglich noch von Hand, ohne Schläger) gespielt wurde und hatte nicht im entfernstesten einen militärischen Ursprung.

Einer der ersten Bergsteiger überhaupt war Horace Bénédicte de Saussure, welcher den Mont Blanc bestieg und dort verschiedene physikalische und chemische Experimente durchführte. Die Nachfolger der "Aufklärer-Bergsteiger" waren weniger die Landvermesser als englische Sportsmänner der Oberschicht (mit lokalen Führern) die absolut keinen militärischen Zweck verfolgten - der Einbezug des Gebirges ins Kriegsgeschehen blieb den Alpini und den Kaiserjägern im 1. Weltkrieg vorbehalten. (Nein, Hannibal war kein Bergsteiger). Also eine zivile Sportart.
Kletterwettkämpfe sind im Übrigen eine sehr neue Erscheinung.

Die Herkunft von Hockey und Curling (Indianer und Kelten) kannte ich nicht - aber hier hast Du wohl recht, der Ursprung dürfte ein "militärischer" sein.

Schach hat, wenn man es dann als "Sport" gelten lassen will, als Strategiespiel hingegen einen eindeutigen militärischen Ursprung.
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06.12.2017, 13:26
Beitrag: #16
RE: Militärkampf oder Sport Frei!
Meine Äußerungen über "Curling" und "Eishockey" bitte ich als Spass zu werten. Derweil ich keine Ahnung habe. Lediglich "schwadroniert"

Zum Skilanglauf erinner ich an den mit Abstand größten Sportwettkampf in dieser Disziplin, den "Wasa-Lauf"
Zur Erinnerung wie sich erste schwedische "Wasa-König" die Krone schnappte.

Zitat:Im Schweden des Jahres 1520 gab es eine große Unzufriedenheit über die Union mit Dänemark unter Führung des dänischen Königs. Der Adelsmann Gustav Eriksson Wasa rief offen zum Widerstand auf und wurde daraufhin gefangengenommen. Doch ihm gelang die Flucht. So gelangte er in die Provinz Dalarna. In Mora erreichte ihn die Nachricht, dass sein Vater, sein Bruder und 80 weitere Anhänger beim Stockholmer Blutbad geköpft worden waren. Doch auch jetzt waren die Bauern noch skeptisch. So war Gustav Wasa gezwungen, seine Flucht nach Westen fortzusetzen.

Kurz darauf wurden in Mora weitere Gewalttaten der Soldaten von König Christian bekannt. Das Volk bereute seine Zurückhaltung gegenüber Gustav Wasa und schickte die zwei besten Skiläufer des Ortes los, um Gustav einzuholen. Im Gebiet von Sälen hatten sie ihr Ziel erreicht. Sie überredeten Gustav Wasa, zurückzukehren und den Kampf zu leiten. Nach mehr als zwei Jahren Krieg machte sich Schweden von Dänemark unabhängig.
aus wiki

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