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Ewiges Rom
04.06.2012, 21:34
Beitrag: #21
RE: Ewiges Rom
(04.06.2012 18:38)Maxdorfer schrieb:  So ist es. Aber solche Serien müssen sich natürlich ein bisschen aufpushen und ihr Thema wichtiger und brisanter machen, als es ist, um überhaupt bei den Jungen Leuten anzukommen.

Obwohl es blöd klingt, wenn ich "die Jungen Leute" sage... Rolleyes
Ich steh da halt drüber.CoolWink

Weiß schon was du meinst, denke nicht das es da unbedingt um die Jungen Leute geht. Es geht eher um die Frage wie begeistert man Leute die sich eigentlich nicht soo für Geschichte interessieren für diese und für die Sendungen (möchte demnächst mal einen entsprechenden Tread eröffnen).

Aber erstens finde ich kann mans mit dem "Populismus" da auch übertreiben, was Terra X tut und zweitens finde ich einfach das man ein zu großes Themengebiet nimmt. Es gäbe so viele kleinere Themengebiete wo man Leute leicht mit einem Stimmungsvollen Fernsehbeitrag begeistern könnte.
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05.06.2012, 09:14
Beitrag: #22
RE: Ewiges Rom
(04.06.2012 14:40)Default schrieb:  
(04.06.2012 11:29)dieter schrieb:  Lieber Admi,
ich habe zitiert und die Quelle jeweils angegeben. Ich werde zukünftig überhaupt keine Quellen mehr verwenden, damit wegen solcher "Kleinigkeiten" das neue Forum nicht in Frage gestellt wird.
Lieber Dieter,

wahrscheinlich hast du jetzt etwas mißverstanden. Sehe ich zumindest so.
Du hast das doch praktisch immer richtig gemacht.Smile
Natürlich weiß ich nicht, ob deine Terra-X oder Phoenix-Beiträge wörtlich übernommen oder von dir modifiziert wurden.

Was Suebe und Admin angesprochen haben, heißt doch einfach nur, bei wörtlicher Übernahme das Ganze
Zitat:als Zitat kennzeichnen
+ Quelle.
Bei eigener Überarbeitung nur die Quelle angeben.

So zumindest habe ich das verstanden.
Lieber Default,
das kann so sein, ich will aber das Forum nicht gefährden. Ich habe im alten Forum G-Geschichte bei fast 9000 Beiträgen von mir so geschrieben und es ist nicht beanstandet worden. Auch im GW habe ich so geschrieben. Bin schon sehr erstaunt, dass wenn ein User,
den ich vorher nicht gekannt habe, meine Vorgehensweise kritisiert und man dann prompt darauf reagiert.Rolleyes

Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu
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05.06.2012, 16:35
Beitrag: #23
RE: Ewiges Rom
(04.06.2012 21:34)WDPG schrieb:  Weiß schon was du meinst, denke nicht das es da unbedingt um die Jungen Leute geht. Es geht eher um die Frage wie begeistert man Leute die sich eigentlich nicht soo für Geschichte interessieren für diese und für die Sendungen (möchte demnächst mal einen entsprechenden Tread eröffnen).

Aber erstens finde ich kann mans mit dem "Populismus" da auch übertreiben, was Terra X tut und zweitens finde ich einfach das man ein zu großes Themengebiet nimmt. Es gäbe so viele kleinere Themengebiete wo man Leute leicht mit einem Stimmungsvollen Fernsehbeitrag begeistern könnte.

Das Stimmt. Der Thread wäre mal interessant.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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05.06.2012, 16:43
Beitrag: #24
RE: Ewiges Rom
(04.06.2012 18:38)Maxdorfer schrieb:  So ist es. Aber solche Serien müssen sich natürlich ein bisschen aufpushen und ihr Thema wichtiger und brisanter machen, als es ist, um überhaupt bei den Jungen Leuten anzukommen.

Obwohl es blöd klingt, wenn ich "die Jungen Leute" sage... Rolleyes
Ich steh da halt drüber.CoolWink
Quark. Die meisten "jungen Leute" gucken gar kein "Staatsfernsehen". Da bringt auch mehr brisants in Dokus nichts.
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05.06.2012, 17:22
Beitrag: #25
RE: Ewiges Rom
(05.06.2012 16:43)Annatar schrieb:  
(04.06.2012 18:38)Maxdorfer schrieb:  So ist es. Aber solche Serien müssen sich natürlich ein bisschen aufpushen und ihr Thema wichtiger und brisanter machen, als es ist, um überhaupt bei den Jungen Leuten anzukommen.

Obwohl es blöd klingt, wenn ich "die Jungen Leute" sage... Rolleyes
Ich steh da halt drüber.CoolWink
Quark. Die meisten "jungen Leute" gucken gar kein "Staatsfernsehen". Da bringt auch mehr brisants in Dokus nichts.
Also "Gallileo" kam bei uns in der Klasse früher immer direkt nach den Simpsons von der Beliebtheit und der "Coolness" her.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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05.06.2012, 17:23
Beitrag: #26
RE: Ewiges Rom
(05.06.2012 17:22)Maxdorfer schrieb:  
(05.06.2012 16:43)Annatar schrieb:  
(04.06.2012 18:38)Maxdorfer schrieb:  So ist es. Aber solche Serien müssen sich natürlich ein bisschen aufpushen und ihr Thema wichtiger und brisanter machen, als es ist, um überhaupt bei den Jungen Leuten anzukommen.

Obwohl es blöd klingt, wenn ich "die Jungen Leute" sage... Rolleyes
Ich steh da halt drüber.CoolWink
Quark. Die meisten "jungen Leute" gucken gar kein "Staatsfernsehen". Da bringt auch mehr brisants in Dokus nichts.
Also "Gallileo" kam bei uns in der Klasse früher immer direkt nach den Simpsons von der Beliebtheit und der "Coolness" her.
Gallileo läuft auch nicht im "Staatsfernsehen" sondern auf einem privaten Sender.
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05.06.2012, 17:45
Beitrag: #27
RE: Ewiges Rom
Ich würde die Frage nach der Ewigkeit Roms dahingehend beantworten, dass Rom als Beispiel eines 'Weltenzentrums' zu jeder Zeit existiert hat. Sei es mit sehr direktem Bezug, wie in Konstantinopel, als zweites Rom, oder Moskau, als 'drittes Rom' der Zaren, oder um den Anspruch auf die Herrschaft zu legitemieren, wie in Aachen als Kaiserpfalz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, wobei 'Rom' sich dann meiner Meinung nach noch nicht einmal auf einen bestimmten Ort beschränken muss (!).
Rom kann sich, in seiner Funktion als Rom, wegen der weltpolitischen Entwicklung gar nicht über einen längeren Zeitraum hinweg an ein und demselben Ort befinden, so seltsam es klingen mag.

Nur wo Gräber sind, gibt es Auferstehungen.
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05.06.2012, 19:28
Beitrag: #28
RE: Ewiges Rom
(05.06.2012 17:23)Annatar schrieb:  Gallileo läuft auch nicht im "Staatsfernsehen" sondern auf einem privaten Sender.
ICH habe ja auch nie vom Staatsfernsehen geredet sondern immer nur von Wissenschaftssendungen, die historische Zusammenhänge reißerisch darstellen, um damit ein junges Publikum zu erreichen.
Das gilt für Terra X UND Gallileo. Dass letztere Sendung erfolgreicher ist und dass sie auf einem privaten Sender läuft (wo sicherlich ein Zusammenhang besteht, da gebe ich dir recht) ist eine andere Sache.

(05.06.2012 17:45)Newmaar schrieb:  Ich würde die Frage nach der Ewigkeit Roms dahingehend beantworten, dass Rom als Beispiel eines 'Weltenzentrums' zu jeder Zeit existiert hat. Sei es mit sehr direktem Bezug, wie in Konstantinopel, als zweites Rom, oder Moskau, als 'drittes Rom' der Zaren, oder um den Anspruch auf die Herrschaft zu legitemieren, wie in Aachen als Kaiserpfalz des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, wobei 'Rom' sich dann meiner Meinung nach noch nicht einmal auf einen bestimmten Ort beschränken muss (!).
Rom kann sich, in seiner Funktion als Rom, wegen der weltpolitischen Entwicklung gar nicht über einen längeren Zeitraum hinweg an ein und demselben Ort befinden, so seltsam es klingen mag.
Geographisch ist das völliger Quark (wie dir sicher klar ist). Aber der "Mythos" Rom, der "Status" Rom (ist gar nicht so leicht zu umschreiben) ist sicherlich fast unvergänglich. Nicht ewig - denn vor dem Urknall gab es auch Rom nicht und selbst Rom wird die Einverleibung der Erde durch die Sonne nicht überleben - egal ob geographisch oder ideologisch.
Aber wenn man das so sieht, kann man auch den zahlreichen römischen Kaisern recht geben, die auf ihren Münzen (die ja, da sie viel herumkamen im Reich, als Propagandainstrument sich geradezu anboten und auch viel genutzt wurden" das "ewige Rom", "roma aeterna" priesen.

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06.06.2012, 17:00
Beitrag: #29
RE: Ewiges Rom
(05.06.2012 19:28)Maxdorfer schrieb:  Geographisch ist das völliger Quark (wie dir sicher klar ist). Aber der "Mythos" Rom, der "Status" Rom (ist gar nicht so leicht zu umschreiben) ist sicherlich fast unvergänglich.

Derartige Mythen bilden sich immer dann, wenn ein großes und mächtiges Reich irgendwann untergegangen ist. Man denke an das alte Ägypten, Babylonien, Assyrien usw. Zuweilen können allerdings auch kurzlebige Reiche im Gedächtnis haften bleiben, sofern sie in irgendeiner Hinsicht besonders einzigartig - sei es grausam oder imperial - gewesen sind. Dazu zählt z.B. das Hunnenreich unter Attila oder das Mongolenreich unter dem alten Dschinghis.
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06.06.2012, 17:48
Beitrag: #30
RE: Ewiges Rom
(06.06.2012 17:00)Dietrich schrieb:  
(05.06.2012 19:28)Maxdorfer schrieb:  Geographisch ist das völliger Quark (wie dir sicher klar ist). Aber der "Mythos" Rom, der "Status" Rom (ist gar nicht so leicht zu umschreiben) ist sicherlich fast unvergänglich.

Derartige Mythen bilden sich immer dann, wenn ein großes und mächtiges Reich irgendwann untergegangen ist. Man denke an das alte Ägypten, Babylonien, Assyrien usw. Zuweilen können allerdings auch kurzlebige Reiche im Gedächtnis haften bleiben, sofern sie in irgendeiner Hinsicht besonders einzigartig - sei es grausam oder imperial - gewesen sind. Dazu zählt z.B. das Hunnenreich unter Attila oder das Mongolenreich unter dem alten Dschinghis.
Deswegen habe ich meinen Begriff "Mythos" auch noch ergänzt durch den Begriff "Status", der es vielleicht ein bissel besser trifft.

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06.06.2012, 18:45
Beitrag: #31
RE: Ewiges Rom
(05.06.2012 19:28)Maxdorfer schrieb:  ICH habe ja auch nie vom Staatsfernsehen geredet sondern immer nur von Wissenschaftssendungen, die historische Zusammenhänge reißerisch darstellen, um damit ein junges Publikum zu erreichen.
Das gilt für Terra X UND Gallileo. Dass letztere Sendung erfolgreicher ist und dass sie auf einem privaten Sender läuft (wo sicherlich ein Zusammenhang besteht, da gebe ich dir recht) ist eine andere Sache.
Genau auf diesen Zusammenhang wollte ich aber hinaus.
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06.06.2012, 19:09
Beitrag: #32
RE: Ewiges Rom
(06.06.2012 18:45)Annatar schrieb:  
(05.06.2012 19:28)Maxdorfer schrieb:  ICH habe ja auch nie vom Staatsfernsehen geredet sondern immer nur von Wissenschaftssendungen, die historische Zusammenhänge reißerisch darstellen, um damit ein junges Publikum zu erreichen.
Das gilt für Terra X UND Gallileo. Dass letztere Sendung erfolgreicher ist und dass sie auf einem privaten Sender läuft (wo sicherlich ein Zusammenhang besteht, da gebe ich dir recht) ist eine andere Sache.
Genau auf diesen Zusammenhang wollte ich aber hinaus.

Aber ich nicht. Tongue

Fassen wir zusammen: Wir haben beide recht Big Grin

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12.06.2012, 20:37
Beitrag: #33
RE: Ewiges Rom
(04.06.2012 21:34)WDPG schrieb:  Es geht eher um die Frage wie begeistert man Leute die sich eigentlich nicht soo für Geschichte interessieren für diese und für die Sendungen (möchte demnächst mal einen entsprechenden Tread eröffnen).

Den Tread gibts mittlerweile: http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...hp?tid=118
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26.09.2016, 02:02
Beitrag: #34
RE: Ewiges Rom
(02.06.2012 11:41)dieter schrieb:  Vom Aufstieg zum Untergang des Römischen Reiches
Für fast 1,2 Miliarden Menschen ist Rom das Zentrum dieser Erde - für alle Katholiken nämlich. Hier wohnt der Papst, hier ist der Vatikan. Aber Rom war schon einmal der Mittelpunkt - lange vor Christus. wie kam das?
Wie ist aus einer kleinen Siedlung am Tiber ein Riesenreich entstanden, das den lauf der welt beeinflußt hat wie kein anderes? in kaum 700 Jahren schafften es die Römer, sich von einem Hirten- und Fischervolk zu Weltherrschern hochzuarbeiten. Wir alle haben die Baukunst, die Verwaltung und vorallem das Rechtssystem von den schlauen Römern übernommen - ganz abgesehen von den münzen, der Schrift und dem Latein, das damals zur Weltsprache wurde.

Quelle:Zitat aus http://www.terra-x.zdf.de

Das Münzwesen hatten wir im heutugen Deutschland allerdings schon vor den Römern. Kelten und südliche Germanen prägten eigne Münzen, da sie den Handel erleichterten. In meiner Gegend wurde das Tanzende Männlein geprägt, welches wohl den Fruchtbarkeitsgott Freir darstellte.

viele Grüße

Paul

aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn)
in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt
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27.09.2016, 15:57
Beitrag: #35
RE: Ewiges Rom
(26.09.2016 02:02)Paul schrieb:  Das Münzwesen hatten wir im heutugen Deutschland allerdings schon vor den Römern. Kelten und südliche Germanen prägten eigne Münzen, da sie den Handel erleichterten.

ja, allerdings nicht aus eigener "Erfindungsgabe", sondern indem sie das griechische Münzwesen kopierten und adaptierten. Handelskontakte über Marseille und den Balkan sowie keltische Söldner in griechischen Heeren machten die mitteleuropäischen Kelten mit dem Münzwesen als solchem bekannt und da die Kelten die Vorteile von Münzen erkannten, kopierten sie griechische Münzen.
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27.09.2016, 18:08
Beitrag: #36
RE: Ewiges Rom
@Paul: Soviel auch mir bekannt ist und ich unseren Chris zustimme, gab es die erste Münzprägung um 2000 v. Chr. Die Lydier hatten schon 650 - 600 v. Chr. Münzen als Zahlungsmittel. Und die ersten Silbermünzen kamen 550 v. Chr. in Kleinasien und erreichten ganz Griechenland.
Römische Münzen gab es schon im 3. Jh v. Chr.

Aber das sog. Germanien (die Barbaren wie von den Römern genannt) vor den Römern Münzen prägten oder geschlagen haben, ist mir neu.
Außer die Kelten, die ihre "Regenbogenschüsselchen" 300 v. Chr. geschlagen haben, die sich bis Süddeutschland verbreiteten, aber nicht geschlagen wurden von Südlichen Germanen, nur von den Kelten, wie Chris erwähnte...

gut nachzulesen auch hier bei Tante Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnze

Einem Haus eine Bibliothek hinzuzufügen heißt, dem Haus eine Seele zu geben.

Marcus Tullius Cicero
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27.09.2016, 18:50
Beitrag: #37
RE: Ewiges Rom
(27.09.2016 18:08)Aurora schrieb:  @Paul: Soviel auch mir bekannt ist und ich unseren Chris zustimme, gab es die erste Münzprägung um 2000 v. Chr. Die Lydier hatten schon 650 - 600 v. Chr. Münzen als Zahlungsmittel. Und die ersten Silbermünzen kamen 550 v. Chr. in Kleinasien und erreichten ganz Griechenland.
Römische Münzen gab es schon im 3. Jh v. Chr.

Aber das sog. Germanien (die Barbaren wie von den Römern genannt) vor den Römern Münzen prägten oder geschlagen haben, ist mir neu.
Außer die Kelten, die ihre "Regenbogenschüsselchen" 300 v. Chr. geschlagen haben, die sich bis Süddeutschland verbreiteten, aber nicht geschlagen wurden von Südlichen Germanen, nur von den Kelten, wie Chris erwähnte...

gut nachzulesen auch hier bei Tante Wiki:

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnze

Chris hat hier nicht widersprochen. Er weis, das Ubier z.B. Cubi und Matthiaker - wenn Matthiaker die Bewohner der Heidetränke waren und Usipeter ähnliche Münzen wie die Kelten prägten, bevor die Römer ihre Nachbarregionen erreichten. Die Eburonen schenkten adligen Ubiern wohl auch viele Münzen, auf die sie ubische Motive prägten, damit die Ubier ihnen im Kampf gegen die Römer halfen. Ich habe ja hier nicht geschrieben, das die Ubier vor den Römern Münzen prägten. Man weis nicht genau, wann Ubier/Vorfahren der Ubier die ersten Münzen z.B. ohne Motiv prägten bzw. Metallstücke als Geld verwendeten - vielleicht schon bevor die Römern dies taten, denn Rom wurde ja erst 700 vor Chr. gegründet?

viele Grüße

Paul

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28.09.2016, 00:21
Beitrag: #38
RE: Ewiges Rom
Womit wir wieder bei der alten Diskussion wären, ob Ubier ,Matthiaker und andere von Caesar als Germanen betitelte Völker östlich des Rheins tatsächlich Geranen waren oder Kelten wie die Leute auf der anderen Rheinseite,Keltische Siedlungsformen und keltische Sachkultur sprechen dafür und die Matthiaker verehrten auch keltische Götter wie die Sirona ,
Bis auf Caesars subjektive politische Einteilung und die seiner römischen Plagiatoren wie Tacitus gibt es keine Anhaltspunkte dafür,dass es sich um Germanen handelte, während die ojektivierbaren Fakten dagegen sprechen,
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28.09.2016, 10:06
Beitrag: #39
RE: Ewiges Rom
(28.09.2016 00:21)zaphodB. schrieb:  Womit wir wieder bei der alten Diskussion wären, ob Ubier ,Matthiaker und andere von Caesar als Germanen betitelte Völker östlich des Rheins tatsächlich Geranen waren oder Kelten wie die Leute auf der anderen Rheinseite,Keltische Siedlungsformen und keltische Sachkultur sprechen dafür und die Matthiaker verehrten auch keltische Götter wie die Sirona ,
Bis auf Caesars subjektive politische Einteilung und die seiner römischen Plagiatoren wie Tacitus gibt es keine Anhaltspunkte dafür,dass es sich um Germanen handelte, während die ojektivierbaren Fakten dagegen sprechen,

ich vertrete ja nicht immer die gerrschende Meinung. Bei den Ubiern ist es aber inzwischen so, das sie mehrheitlich als Germanen gesehen werden. Einige der bekannten Argumente:

-Die Weiheinschriften der Ubier, die Namen ihrer Göttinen, Orte und Gewässer wurden z.B. von Peter Paul Schweitzer sprachwissenschaftlich ausgewertet. Er kommt zu den Schluß, das die indogermanischen Vorfahren der Ubier die Entwicklung zur Germanischen Sprache mitmachten und um Chr Geburt Hochgermanisch sprachen.
- Cäsar beschrieb sie als zivilisierte Germanen.
- Andere Römer sahen die Leibwache des Cäsar aus Ubiern als Germanisch. Die germanische Leibwache nahm auch die ehrenvolle Beerdigung der als Geisel in Rom festgehaltenen Seherin aus dem Stamm der Brukterer Veleda vor
-Wir sprechen in Hessen auch heute die Weiterentwicklung des Germanischen, obwohl es im Unterlauf der Lahn keine Bevölkerungsverschiebung gab. Es gab zwar viele Auswanderer. Diese wurden überwiegend durch den eignen Geburtenüberschuß ersetzt. Hinzu kamen hessische Usipeter und einige Matthis(Chatten), die überwiegend auch schon von Ubiern aus Nordhessen stammten.
-Die massenhafte Einwanderung vor allem von Ubiern, Usipetern und Tenkterer ins linksrhreinische Gebiet führte zu dessen Germanisierung. Wie könnten Kelten eine Region germanisieren?
- Die Münze Tanzendes Männlein wurde von den Ubiern erst auf dem Dünsberg und Waldgirmes und später in Köln geprägt. Diese Münze ähnelte den Münzen der germanischen Usipeter und Matthiakern in Bad Nauheim und der Heidetränke.
-Die Ubier nahmen ihr Stadtrecht und die anderen Aspekte ihrer Kultur aus ihren rhechtsrheinischen Städten auch ins Linksrheinische mit.
- Ubier und Tenkterer stellten seit Cäsar auch überwiegend die germanische Reiterei der Römer. Cäsar war von den Reiterkriegern der Tenkterer sehr beeindruckt, welche seine zahlenmäsig überlegene keltische Reiterei in die Flucht jagde.

viele Grüße

Paul

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29.09.2016, 00:47
Beitrag: #40
RE: Ewiges Rom
-Nun zu Schweitzer und seinen Sprachtheorien haben ja bereits diskutiert-nur selbst Schweitzer räumt ein,dass viele oberhessische Ortbezeichnungen keltischen Ursprungs sind.Ich verweise nur mal auf seine Abhandlung "Keltische Namen im Lahngebiet. Heutige Namen und ihr gallischer Ursprung."Dort leitet er u.a. die Namen Dünsberg,Dörnberg im Habichtswald und Dornburg im Westerwald aus dem Keltischen her ebenso wie Hünstetten,,Hünfelden, und Orte die auf -lar enden wie Asslar,Wetzlar,Dorlar,Lollar,

-Die Weiheinschriften waren übrigens in Latein gehalten und nicht in Germanisch und die Götter wie die von den Matthiakern verehrte Sedona waren keltische welche.

-Caesar war kein Ethnologe und wenn die Unterteilung der Völkerschaften am Rhein in kelten und Germanen eine politische und keine ethnologische war- und vieles spricht ,wie oben ausgeführt dafür,
dann hat die auf ihn zurück zu führende römische Beurteilung hier wenig Aussagekraft und keinerlei obkjektiven Beweiswert.

-Über den Tod der im Bataveraufstand involvierten Veleda ist m.E. nichts genaues bekannt-und über ihr Begräbnis schon garnicht-die letzte gesicherte Info über sie ist ihre Gefangennahme 77 n. Chr. durch die Truppen Vespasians .-Caesars ubische Leibwache hatte da längst ausgedient. Im übrigen leitet sich der Name vom gallischen "veled" ab und nicht wie im 19.jhdt angenommen vom vom gothischen "witan"
zumal die Goten zu der Zeit am Rhein nicht zu lokalisieren waren.

-Wir sprechen in Hessen auch heute die Weiterentwicklung des Germanischen- nämlich Rheinfränkisch
aber dies auch erst seit der Völkerwanderung. Zum Rheinfränkischen gehören Pfälzisch,Hessisch und Niederhessisch und die Behauptung,dass es in diesem Sprachgebiet und besonders am Unterlauf der Lahn keine Bevölkerungsverschiebung gab ist schlicht falsch.-bereits die Ubier wurden von dort umgesiedelt, die Chatten rückten nach und dann die Allemannen und Franken- zwischenzeitlich zogen noch die Vandalen, Alanen und Sueben durch- und von siedlungskontinuität kann in dem Gebiet ab der Römerzeit keine Rede mehr sein.

-Die Ubier nahmen keineswegs ihr Stadtrecht mit,sie hatten nämlich keins-die linksrheinischen Städte existierten unter römischem Recht -wie das Beispiel vom Oppidum Ubiorum belegt,das 50 n-Chr. unter römischem Recht zur Stadt Köln erhoben wurde, die Bezeichnung als oppidum deutet übrigens auch auf keltische Wurzeln hin,

-
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