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Armer Konrad ./. Bauernkrieg
25.09.2019, 17:21
Beitrag: #21
RE: Armer Konrad ./. Bauernkrieg
Noch zum Tübinger Vertrag. Auch der Leibeigene Württemberger genoß ab dem Tübinger Vertrag die Freizügigkeit!
Darauf musste man in anderen Gebieten des HRR noch 400 Jahre warten! Einer der Gründe warum die Auswanderungszahlen aus Württ. immer am höchsten waren im HRR.

Es gibt ebenfalls eine in Mainz gedruckte Publikation, netto 800 Verse lang...
ebenfalls für den Verkauf bestimmt,
in der dem "Armen Konrad" die "Bundschuheigenschaft" massivst unterstellt wird.
Weiter,
was für ein gütiger und vorsorgender Herrscher der Herzog Ulrich wäre.... und was für ein Unrecht die Aufständischen deshalb begangen hätten...
...................

Dem Pfarrer Gaisser ist übrigends im Nachgang nichts geschehen, ganz im Gegensatz zu etlichen anderen, denen der Kopf vor die Füsse gelegt wurde.
Insofern muss man die Anführerschaft schon in Abrede stellen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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07.10.2019, 20:23
Beitrag: #22
RE: Armer Konrad ./. Bauernkrieg
Der Anlass der ersten Erhebungen im großen Bauernkrieg war laut Zimmerischer Chronik das Verlangen des Grafen Lupfen in der Herrschaft Stühlingen, dass die Bauern ihm Schnecken sammeln sollten....

ich habe es bei Zimmermann nachgelesen, es stimmt.
Zusätzlich schreibt der noch von Erdbeeren die gesammelt werden mussten....

OT
Ähnliches geschah in der Grafschaft Hzl-Hechingen im 17. Jahrhundert, da sollten Untertanen einen Fuchsbau ausgraben....
Was zu einer der dortigen Sensenrevolutionen führte

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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08.10.2019, 20:33
Beitrag: #23
RE: Armer Konrad ./. Bauernkrieg
Könnte es nicht sein, dass diese Anlässe gar keine historisch-gesicherten Fakten sind, sondern in Wirklichkeit aus der Legende stammen? Zumindest ist das Schema dahinter merkwürdig ident. Der "böse" Herr(scher) demütigt seine Untertanen, in dem sie nötigt, etwas tun zu müssen, was dumm und unsinnig wirkt (und demütigend ist), worauf es zum Aufstand kommt.

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Nur die Geschichtenschreiber erzählen uns, was die Leute dachten.
Wissenschaftliche Forscher halten sich streng an das, was sie taten.

Josephine Tey, Alibi für einen König
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09.10.2019, 14:51
Beitrag: #24
RE: Armer Konrad ./. Bauernkrieg
Die Aufstände des Jahres 1525 waren im Herbst 1524 längst angelegt.
Unter den "Bauern" besprochen und vereinbart.

Das verlangte Schneckensammeln, die Schnecken waren damals wie heute eine gesuchte Delikatesse, die sich der Graf von Lupfen gönnen wollte, war insofern lediglich ein Anlass.
Aber, Ursache der Bauernaufstände, auch für den Armen Konrad, war die fehlende Rechtssicherheit,
"Bekommt der Herzog morgen was er heute will, will er übermorgen noch viel mehr....." Zitat aus dem Schrifttum zum AK

Der Zimmermann, "Der große deutsche Bauernkrieg" ist obwohl inzwischen 160 Jahre alt,
eine nach wie vor zuverlässige Quelle.
Das "Fuchsausgraben" als eine der hzl-Sensenrevolutionen ist hier mow OT,
wobei auch da geht es um die fehlende Rechtssicherheit.

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