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		<title><![CDATA[Forum für Geschichte - Religions- und Kirchengeschichte]]></title>
		<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/</link>
		<description><![CDATA[Forum für Geschichte - http://www.forum-geschichte.at/Forum]]></description>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2026 20:13:15 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Naturheilige Orte]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7938</link>
			<pubDate>Wed, 02 May 2018 16:20:36 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7938</guid>
			<description><![CDATA[Es gibt sie wohl überall.<br />
Im Smalltalk habe ich am 30.4. einen beschrieben.<br />
Für mich sind sie, neben geografischen Bezeichnungen, ein herausragender Nachweis von Siedlungskontinuität.<br />
Wobei Schluss mit der "Naturheiligkeit" hat dann oft das Christentum gemacht, alles verboten hat, oder indem man zB dort eine Kapelle oder Kirche baute.<br />
<br />
Neben dem og Heidentor kenne ich noch ein anderes Felsentor als "Naturheiligen Ort".<br />
Das Felsentor im Park von Inzigkofen auf der anderen Donauseite, gegenüber vom Amalienfelsen. Auf Karten meist als Eremitage verzeichnet.<br />
Es gibt einiges an Hallstatt und Latene-Funden auf diesem Felskopf, bei diesem Felstor.<br />
<br />
Vor ein paar Jahren fand man eine merowingerzeitliche Bestattung von drei "vornehmen Reitern" (Fundbericht) nahe verwandt, vermutlich Vater und Söhne, die gewaltsam zu Tode kamen. Und einem ca. 6 jährigen Knaben der ebenfalls ziemlich sicher ein Abkömmling war. Die Bestattung wohl in allem Respekt vor der vornehmen Herkunft.<br />
<br />
Amalie Zephyrine, Fürstin von Hzl-Sig. hat ca. 1820 auf beiden Donauseiten einen Park anlegen lassen, die Eremitage, ein Teehaus errichten lassen, und ein Kirchlein im gotischen Stil dem Hausheiligen der Hohenzollern Meinrad geweiht.<br />
<br />
1943 hat eine Sigmaringer Bürgerin für ihre beiden Brüder, die beide in Stalingrad blieben, dort einen Gedenkstein aufstellen lassen. "Unseren Helden von Stalingrad" (1943!)<br />
Nach Kriegsende brannte das Kirchlein ab. <br />
Jene Dame und etliche andere Spender haben dann dafür gesorgt, dass dort wieder eine Kapelle erstellt wurde, bescheiden ein Holzbau. <br />
Jetzt als Gedenkstätte für alle Gefallenen und speziell denen von Stalingrad.<br />
Jahrzehntelang trug die Kapelle zumindest halboffziell den Namen "Stalingrad-Kapelle" inzwischen, auch Stalingrad gerät so ein bißchen in Vergessenheit, spricht man wieder von der Eremitage.<br />
<br />
Eine Kontinuität über roundabout 3000 Jahre]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt sie wohl überall.<br />
Im Smalltalk habe ich am 30.4. einen beschrieben.<br />
Für mich sind sie, neben geografischen Bezeichnungen, ein herausragender Nachweis von Siedlungskontinuität.<br />
Wobei Schluss mit der "Naturheiligkeit" hat dann oft das Christentum gemacht, alles verboten hat, oder indem man zB dort eine Kapelle oder Kirche baute.<br />
<br />
Neben dem og Heidentor kenne ich noch ein anderes Felsentor als "Naturheiligen Ort".<br />
Das Felsentor im Park von Inzigkofen auf der anderen Donauseite, gegenüber vom Amalienfelsen. Auf Karten meist als Eremitage verzeichnet.<br />
Es gibt einiges an Hallstatt und Latene-Funden auf diesem Felskopf, bei diesem Felstor.<br />
<br />
Vor ein paar Jahren fand man eine merowingerzeitliche Bestattung von drei "vornehmen Reitern" (Fundbericht) nahe verwandt, vermutlich Vater und Söhne, die gewaltsam zu Tode kamen. Und einem ca. 6 jährigen Knaben der ebenfalls ziemlich sicher ein Abkömmling war. Die Bestattung wohl in allem Respekt vor der vornehmen Herkunft.<br />
<br />
Amalie Zephyrine, Fürstin von Hzl-Sig. hat ca. 1820 auf beiden Donauseiten einen Park anlegen lassen, die Eremitage, ein Teehaus errichten lassen, und ein Kirchlein im gotischen Stil dem Hausheiligen der Hohenzollern Meinrad geweiht.<br />
<br />
1943 hat eine Sigmaringer Bürgerin für ihre beiden Brüder, die beide in Stalingrad blieben, dort einen Gedenkstein aufstellen lassen. "Unseren Helden von Stalingrad" (1943!)<br />
Nach Kriegsende brannte das Kirchlein ab. <br />
Jene Dame und etliche andere Spender haben dann dafür gesorgt, dass dort wieder eine Kapelle erstellt wurde, bescheiden ein Holzbau. <br />
Jetzt als Gedenkstätte für alle Gefallenen und speziell denen von Stalingrad.<br />
Jahrzehntelang trug die Kapelle zumindest halboffziell den Namen "Stalingrad-Kapelle" inzwischen, auch Stalingrad gerät so ein bißchen in Vergessenheit, spricht man wieder von der Eremitage.<br />
<br />
Eine Kontinuität über roundabout 3000 Jahre]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Christliche Missionare]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7228</link>
			<pubDate>Thu, 29 Sep 2016 17:47:44 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7228</guid>
			<description><![CDATA[Hier hat einer, in ganz anderem Zusammenhang, die These vertreten, Herrnhuter Missionare hätten Innuit resp. Eskimo-Frauen auf Grönland in nennenswerter Zahl geehelicht und in anderen Fällen, ebenfalls in nennenswerter Zahl eigene illegitime Nachkommen adoptiert.<br />
<br />
So wären die vielen Worte die Eskimos-Innuit für Schnee hätten, nicht zu letzt entstanden.<br />
<br />
Nun will ich gar nicht lange über die Herrnhuter schreiben, da fehlen mir Detail-Kenntnisse.<br />
Über die Basler Mission jedoch habe ich welche. <br />
Mein Onkel war als solcher Missionar in Afrika, meine beiden Vettern sind im Kinderheim der Mission in Basel etliche Jahre aufgewachsen.<br />
Meine Tante hat ihr ganzes Leben lang die Sammeltätigkeit der Basler Mission in meiner Heimatstadt organisiert und geleitet.<br />
Der Pfarrer der mich einst konfirmierte war als Missionar in Indien.<br />
<br />
Nee, ist nicht.<br />
Das sind üble Phantasieprodukte.<br />
Ganz üble.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hier hat einer, in ganz anderem Zusammenhang, die These vertreten, Herrnhuter Missionare hätten Innuit resp. Eskimo-Frauen auf Grönland in nennenswerter Zahl geehelicht und in anderen Fällen, ebenfalls in nennenswerter Zahl eigene illegitime Nachkommen adoptiert.<br />
<br />
So wären die vielen Worte die Eskimos-Innuit für Schnee hätten, nicht zu letzt entstanden.<br />
<br />
Nun will ich gar nicht lange über die Herrnhuter schreiben, da fehlen mir Detail-Kenntnisse.<br />
Über die Basler Mission jedoch habe ich welche. <br />
Mein Onkel war als solcher Missionar in Afrika, meine beiden Vettern sind im Kinderheim der Mission in Basel etliche Jahre aufgewachsen.<br />
Meine Tante hat ihr ganzes Leben lang die Sammeltätigkeit der Basler Mission in meiner Heimatstadt organisiert und geleitet.<br />
Der Pfarrer der mich einst konfirmierte war als Missionar in Indien.<br />
<br />
Nee, ist nicht.<br />
Das sind üble Phantasieprodukte.<br />
Ganz üble.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Konfession  -  Evangelisch, katholisch im Alltag]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5920</link>
			<pubDate>Thu, 12 Dec 2013 11:44:21 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5920</guid>
			<description><![CDATA[Es gibt eine "schwäbische" Sartire ganz anderen Inhalts von Thaddäus Troll aus den 60ern in der ein schwäbischer Unternehmer nach Australien fliegt, um seinen dortigen Vertreter zu kontrollieren. Eine der Begründungen: Der ist katholisch!<br />
<br />
Noch ein Ereignis aus der europäischen Politik:<br />
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wollte sich Vorarlberg der Schweiz anschließen. Geografisch hätte es durchaus Sinn gemacht, das übrige Österreich ist lediglich über einen Hochgebirgspass (Arlberg) zu erreichen.<br />
Und auch sonst. Das "daneben" liegende Fürstentum Liechtenstein hat da ebenfalls die jahrhundertelange Bindung an Ö aufgegeben und ist unter die Fittiche der Eidgenossenschaft geflüchtet.<br />
Aus dem Vorarlberger Projekt wurde aber nichts, die Schweiz hat abgelehnt, eine der Begründungen war, dass dies den mühsam austarierten Religionsproporz der Eidgenossenschaft aus dem Gleichgewicht bringen würde.<br />
<br />
Es war der Anachronismus des 20. Jahrhunderts, <br />
vermutlich können Bewohner weniger gemischt konfessioneller Gegenden sich gar nicht vorstellen was für ein so ziemlich alle Lebensbereiche tangierender Faktor die Konfession noch vor ein paar Jahrzehnten war.<br />
<br />
Ich werde versuchen zum Thema eine "Post-Serie" zu schreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt eine "schwäbische" Sartire ganz anderen Inhalts von Thaddäus Troll aus den 60ern in der ein schwäbischer Unternehmer nach Australien fliegt, um seinen dortigen Vertreter zu kontrollieren. Eine der Begründungen: Der ist katholisch!<br />
<br />
Noch ein Ereignis aus der europäischen Politik:<br />
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wollte sich Vorarlberg der Schweiz anschließen. Geografisch hätte es durchaus Sinn gemacht, das übrige Österreich ist lediglich über einen Hochgebirgspass (Arlberg) zu erreichen.<br />
Und auch sonst. Das "daneben" liegende Fürstentum Liechtenstein hat da ebenfalls die jahrhundertelange Bindung an Ö aufgegeben und ist unter die Fittiche der Eidgenossenschaft geflüchtet.<br />
Aus dem Vorarlberger Projekt wurde aber nichts, die Schweiz hat abgelehnt, eine der Begründungen war, dass dies den mühsam austarierten Religionsproporz der Eidgenossenschaft aus dem Gleichgewicht bringen würde.<br />
<br />
Es war der Anachronismus des 20. Jahrhunderts, <br />
vermutlich können Bewohner weniger gemischt konfessioneller Gegenden sich gar nicht vorstellen was für ein so ziemlich alle Lebensbereiche tangierender Faktor die Konfession noch vor ein paar Jahrzehnten war.<br />
<br />
Ich werde versuchen zum Thema eine "Post-Serie" zu schreiben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Verbrechen - ein inhärenter Bestandteil des Christentums?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5886</link>
			<pubDate>Wed, 27 Nov 2013 05:14:03 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5886</guid>
			<description><![CDATA[Anläßlich zu Haralds Aussage im Nachbarthread über (prä)historische Tiere, gibt's hier einen neuen Thread.<br />
<br />
<br />
Das Christentum wird des Öfteren mit mit großen Verbrechen assoziiert (Kreuzzüge, Inquisition, Kolonisation, gewaltsame Missionierung, Religionskriege, etc...),<br />
<br />
obwohl es von seiner Grundidee, ich beziehe mich da insbesondere auf's NT, eine Religion ist, die auf Verzeihen und (bedingungsloser, naiv anmutender) Nächstenliebe aufgebaut ist - ein grotesk erscheinender Gegensatz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Anläßlich zu Haralds Aussage im Nachbarthread über (prä)historische Tiere, gibt's hier einen neuen Thread.<br />
<br />
<br />
Das Christentum wird des Öfteren mit mit großen Verbrechen assoziiert (Kreuzzüge, Inquisition, Kolonisation, gewaltsame Missionierung, Religionskriege, etc...),<br />
<br />
obwohl es von seiner Grundidee, ich beziehe mich da insbesondere auf's NT, eine Religion ist, die auf Verzeihen und (bedingungsloser, naiv anmutender) Nächstenliebe aufgebaut ist - ein grotesk erscheinender Gegensatz.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau: Der Beweis für die Existenz Gottes]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5555</link>
			<pubDate>Tue, 10 Sep 2013 14:43:55 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5555</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite> <span style="font-weight: bold;">Formel von Kurt Gödel: Mathematiker bestätigen Gottesbeweis</span><br />
<br />
Ein Wesen existiert, das alle positiven Eigenschaften in sich vereint. Das bewies der legendäre Mathematiker Kurt Gödel mit einem komplizierten Formelgebilde. Zwei Wissenschaftler haben diesen Gottesbeweis nun überprüft - und für gültig befunden.<br />
<br />
Jetzt sind die letzten Zweifel ausgeräumt: Gott existiert tatsächlich. Ein Computer hat es mit kalter Logik bewiesen - das MacBook des Computerwissenschaftlers Christoph Benzmüller von der Freien Universität Berlin.</blockquote>
<br />
aus Spiegel online<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/formel-von-kurt-goedel-mathematiker-bestaetigen-gottesbeweis-a-920455.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...20455.html</a><br />
<br />
selber kann ich da wenig beitragen.<br />
Aber wir haben doch hier ein paar Religions- und Kirchengeschichtler.<br />
Ich bin gespannt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite> <span style="font-weight: bold;">Formel von Kurt Gödel: Mathematiker bestätigen Gottesbeweis</span><br />
<br />
Ein Wesen existiert, das alle positiven Eigenschaften in sich vereint. Das bewies der legendäre Mathematiker Kurt Gödel mit einem komplizierten Formelgebilde. Zwei Wissenschaftler haben diesen Gottesbeweis nun überprüft - und für gültig befunden.<br />
<br />
Jetzt sind die letzten Zweifel ausgeräumt: Gott existiert tatsächlich. Ein Computer hat es mit kalter Logik bewiesen - das MacBook des Computerwissenschaftlers Christoph Benzmüller von der Freien Universität Berlin.</blockquote>
<br />
aus Spiegel online<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/formel-von-kurt-goedel-mathematiker-bestaetigen-gottesbeweis-a-920455.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...20455.html</a><br />
<br />
selber kann ich da wenig beitragen.<br />
Aber wir haben doch hier ein paar Religions- und Kirchengeschichtler.<br />
Ich bin gespannt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Vaticanum II - der Schritt in die Moderne?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2634</link>
			<pubDate>Mon, 25 Feb 2013 08:51:46 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2634</guid>
			<description><![CDATA[Hier möchte ich - wie schon angekündigt - aus historischer Sicht das zweite Vaticanum (1962 -1965) beleuchten. Dazu werde ich eine kleine Serie schreiben und stecke noch in den Planungen. Ich würde mir einige Dinge herausgreifen um nicht zu viel schreiben, Fragen und Problemstellungen einfach offen lassen, damit wir Anknüpfungspunkte für Diskussionen haben. <br />
<br />
Ich halte diese Folgen für absolut denkbar und Relevant:<br />
<br />
1. Historischer und Zeitgeschichtlicher Kontext der Veranstaltung<br />
2. Verlauf  + Arbeitsweisen<br />
3. Schillernde Personen: Johannes XXII, Karl Rahner, Joseph Ratzinger im Kurzportrait<br />
4. Wichtige Dokumente: "Gaudium et Spes" + "Lumen Gentium" + "Dei Verbum".<br />
5. Rezeption und Nachwirkungen <br />
6. Zusammenfassung der Problemfragen. <br />
<br />
Vorschläge und Wünsche kann man mir gerne noch zukommen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hier möchte ich - wie schon angekündigt - aus historischer Sicht das zweite Vaticanum (1962 -1965) beleuchten. Dazu werde ich eine kleine Serie schreiben und stecke noch in den Planungen. Ich würde mir einige Dinge herausgreifen um nicht zu viel schreiben, Fragen und Problemstellungen einfach offen lassen, damit wir Anknüpfungspunkte für Diskussionen haben. <br />
<br />
Ich halte diese Folgen für absolut denkbar und Relevant:<br />
<br />
1. Historischer und Zeitgeschichtlicher Kontext der Veranstaltung<br />
2. Verlauf  + Arbeitsweisen<br />
3. Schillernde Personen: Johannes XXII, Karl Rahner, Joseph Ratzinger im Kurzportrait<br />
4. Wichtige Dokumente: "Gaudium et Spes" + "Lumen Gentium" + "Dei Verbum".<br />
5. Rezeption und Nachwirkungen <br />
6. Zusammenfassung der Problemfragen. <br />
<br />
Vorschläge und Wünsche kann man mir gerne noch zukommen lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau  Die irische Mission]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2592</link>
			<pubDate>Fri, 22 Feb 2013 16:56:37 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2592</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://images.nzz.ch/app.php/eos/v2/image/view/643/-/text/ad470c6e/1.18016491.1361464492.jpg" border="0" alt="[Bild: 1.18016491.1361464492.jpg]" /><br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Irische Mission<br />
Auf Columbans Spuren<br />
<br />
Kein anderes europäisches Land hat – gemessen an seiner Grösse – zeitweise so viele Missionare in die Welt geschickt wie Irland. Sie knüpften an eine frühere Welle von irischen «Peregrini» an. <br />
<br />
«Es war wie eine Berufsarmee, die ausschliesslich aus Offizieren besteht», stellt der Priester Hugh MacMahon fest, der Leiter des Dachverbandes der irischen Missionen. MacMahon, der über 70 Jahre alt sein muss, ist erst vor wenigen Monaten nach Dublin zurückgekehrt. Er diente fast dreissig Jahre in Korea als «Columban Missionary», anschliessend 17 Jahre in Hongkong und China. Sein militärischer Vergleich bezieht sich auf die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, als über 7000 irische Männer und Frauen in Übersee in den Missionen dienten. Das war rein quantitativ der Höhepunkt; damals waren die meisten irischen Missionare Priester, heute ist der Laien-Anteil grösser. Gemessen an seiner Bevölkerung stellte Irland das grösste Kontingent der katholischen Missionare, ja selbst in absoluten Zahlen gehörte es damals zur Spitzengruppe. Inzwischen ist diese Zahl auf rund zweieinhalbtausend geschrumpft, das Durchschnittsalter liegt über 65 Jahren. Das Ende ist absehbar.<br />
<br />
./.<br />
<br />
Irische Missionare hatten ja im Frühmittelalter, nach dem Kollaps des Weströmischen Reiches, das Christentum exportiert: zuerst nach Schottland und Nordengland, dann nach Frankreich, Süddeutschland, in die Schweiz und nach Österreich. Columbanus der Jüngere, der Luxeuil und Bobbio gründete, war einer der prominentesten unter diesen «Peregrini». Das letztjährige Jubiläum für Columbans Gefährten Gallus erinnerte an diese Spuren. Nach einer Hochblüte im 7. und 8. Jahrhundert, von dem Meisterwerke wie das «Book of Kells» noch zeugen, gab es im 12. Jahrhundert eine neuerliche irische Hochkonjunktur im süddeutschen Raum, die von Marianus Scotus in Regensburg ausging. Die Iren wurden damals als Scotti bezeichnet; deshalb die verbreiteten Schotten-Klöster. So fallen die Ursprünge der irischen Eigenstaatlichkeit mit den Anfängen eigener Missions-Orden zusammen. <br />
<br />
./.<br />
<br />
MacMahon bestätigt, dass damals jede irische Familie, direkt oder indirekt, Kontakte zu einem Missionar hatte. Horgan, der Buchautor, führt die irischen Sympathien für die Dritte Welt ausdrücklich auf die Dialektik zwischen den individuellen Erfahrungen der Missionare und der Wahrnehmung des irischen Publikums zurück. Horgan tritt damit dem Vorwurf entgegen, die irischen Missionare seien koloniale Büttel gewesen. Seine Argumente sind überzeugend: Zum einen kamen die Iren zu spät, zum anderen waren sie aus eigener, leidvoller Erfahrung gefeit gegen die Propagierung einer Herrenrasse. Die irische Öffentlichkeit war somit nicht auf die in den Medien verbreitete, vorherrschende Meinung angewiesen, sondern hatte eigene, zuverlässige Quellen. Das hatte Tradition: Roger Casement, der irische Protestant, der erfolglos deutsche Waffen für die Oster-Rebellen schmuggeln wollte, hatte die grauenhaften Praktiken in den Gummi-Plantagen in Kongo und Amazonien blossgestellt und Joseph Conrad zu seiner Novelle «Das Herz der Finsternis» inspiriert.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/auf-columbans-spuren-1.18016492" target="_blank">http://www.nzz.ch/aktuell/international/...1.18016492</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://images.nzz.ch/app.php/eos/v2/image/view/643/-/text/ad470c6e/1.18016491.1361464492.jpg" border="0" alt="[Bild: 1.18016491.1361464492.jpg]" /><br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Irische Mission<br />
Auf Columbans Spuren<br />
<br />
Kein anderes europäisches Land hat – gemessen an seiner Grösse – zeitweise so viele Missionare in die Welt geschickt wie Irland. Sie knüpften an eine frühere Welle von irischen «Peregrini» an. <br />
<br />
«Es war wie eine Berufsarmee, die ausschliesslich aus Offizieren besteht», stellt der Priester Hugh MacMahon fest, der Leiter des Dachverbandes der irischen Missionen. MacMahon, der über 70 Jahre alt sein muss, ist erst vor wenigen Monaten nach Dublin zurückgekehrt. Er diente fast dreissig Jahre in Korea als «Columban Missionary», anschliessend 17 Jahre in Hongkong und China. Sein militärischer Vergleich bezieht sich auf die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts, als über 7000 irische Männer und Frauen in Übersee in den Missionen dienten. Das war rein quantitativ der Höhepunkt; damals waren die meisten irischen Missionare Priester, heute ist der Laien-Anteil grösser. Gemessen an seiner Bevölkerung stellte Irland das grösste Kontingent der katholischen Missionare, ja selbst in absoluten Zahlen gehörte es damals zur Spitzengruppe. Inzwischen ist diese Zahl auf rund zweieinhalbtausend geschrumpft, das Durchschnittsalter liegt über 65 Jahren. Das Ende ist absehbar.<br />
<br />
./.<br />
<br />
Irische Missionare hatten ja im Frühmittelalter, nach dem Kollaps des Weströmischen Reiches, das Christentum exportiert: zuerst nach Schottland und Nordengland, dann nach Frankreich, Süddeutschland, in die Schweiz und nach Österreich. Columbanus der Jüngere, der Luxeuil und Bobbio gründete, war einer der prominentesten unter diesen «Peregrini». Das letztjährige Jubiläum für Columbans Gefährten Gallus erinnerte an diese Spuren. Nach einer Hochblüte im 7. und 8. Jahrhundert, von dem Meisterwerke wie das «Book of Kells» noch zeugen, gab es im 12. Jahrhundert eine neuerliche irische Hochkonjunktur im süddeutschen Raum, die von Marianus Scotus in Regensburg ausging. Die Iren wurden damals als Scotti bezeichnet; deshalb die verbreiteten Schotten-Klöster. So fallen die Ursprünge der irischen Eigenstaatlichkeit mit den Anfängen eigener Missions-Orden zusammen. <br />
<br />
./.<br />
<br />
MacMahon bestätigt, dass damals jede irische Familie, direkt oder indirekt, Kontakte zu einem Missionar hatte. Horgan, der Buchautor, führt die irischen Sympathien für die Dritte Welt ausdrücklich auf die Dialektik zwischen den individuellen Erfahrungen der Missionare und der Wahrnehmung des irischen Publikums zurück. Horgan tritt damit dem Vorwurf entgegen, die irischen Missionare seien koloniale Büttel gewesen. Seine Argumente sind überzeugend: Zum einen kamen die Iren zu spät, zum anderen waren sie aus eigener, leidvoller Erfahrung gefeit gegen die Propagierung einer Herrenrasse. Die irische Öffentlichkeit war somit nicht auf die in den Medien verbreitete, vorherrschende Meinung angewiesen, sondern hatte eigene, zuverlässige Quellen. Das hatte Tradition: Roger Casement, der irische Protestant, der erfolglos deutsche Waffen für die Oster-Rebellen schmuggeln wollte, hatte die grauenhaften Praktiken in den Gummi-Plantagen in Kongo und Amazonien blossgestellt und Joseph Conrad zu seiner Novelle «Das Herz der Finsternis» inspiriert.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.nzz.ch/aktuell/international/auf-columbans-spuren-1.18016492" target="_blank">http://www.nzz.ch/aktuell/international/...1.18016492</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Katholische Kirche & Menschenrechte - Ein Lernprozess?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1602</link>
			<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 13:05:06 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1602</guid>
			<description><![CDATA[Ich habe mich im Rahmen meines Seminares im lezten Semester mit der Frage beschäftigt, wie sich die Katholische Kirche an der Wurzel der Menschenrechte, der französischen Revolution zu ihnen verhalten hat.<br />
<br />
Ich habe auf Grund von kirchlichen Dokumenten und der Untersuchung der Umstände wie die Menschenrechtserklärung von 1789 zu Stande kam vieles, auch für mich überraschendes herausgefunden. <br />
<br />
Es drängt sich gerade zu der Eindruck auf, als ob die Menschenrechte  an sich bei der Kirche gar nicht zur Debatte standen, sondern lediglich, dass die Kirchhe Angst um ihre Integration und Kulturation in einem neuen Staatsgebilde hat. Dass sich daraus - für die katholische Kirche durchaus typische - Missverständnisse entwickelten ist fast schon vorherrsehbar. Jedoch ist das alles auch unter dem Eindruck zu lesen, wie die Loyalität für die in Wien beschlossenen Resterautionsprozessen zum Vorschein kommt. Also ist ein Theologe berechtigt, schon von "peinliche Aussagen zu den Menschenrechten" zu sprechen oder steckt da etwas anderes dahinter? <br />
<br />
Meine Analyse zeigt, Mahnungen, die Ausgesprochen werden, deuten darauf hin, dass der Staat sich an die Rechte gefälligst halten zu habe und das die katholische Kirche durchaus eine Existenzberichtung darin sieht und die Menschenrechte nicht  an sich angewendet sieht. Die Kirche lehnt ein bürgerliches Recht also nur ab, wenn es nur für Bürger gelten soll, aber nicht auf für die im Staat verwurzelten Institutionen. Ein Schutzreflex im darauf folgenden Jahrhundert zeigt, dass alles was der Kirche gefährlich werden kann und von bürgerlicher Seite kommt verurteilt wird. Oberflächlich sieht es danach aus, als ob die Kirche sich massiv gegen Menschen- und Bürgerrechte wehrt, tiefer gegraben aber sieht man vor allem, dass die Schreiben, in der es zu diesen Verurteilungen kommt immer an die gerichtet sind, die versuchen die innerkirchliche Autorität zu untergraben. <br />
<br />
Geht man davon aus, dass die Kirche eine begrübndete Angst hat, von außen außen unter dem Schutzmantel der Menschenrechte kaputtdemonstriert zu werden, sind die Verurteilung der Rechte nur letzte Konsequenz. Sie schont sogar die Menschen mit Urteilen, die eigentlich dahinter stehen. <br />
<br />
So lautet mein (allzu plakatives) Fazit: Nicht die Rechte, sondern der Missbrauch und die Auslassung katholisch-kirchlicher Organisation wurden massiv angeprangert. Es kommt zu einer Verfeindung zwischen Liberalen und katholischer Kirche.  <br />
<br />
Exklusiv für das Forum stelle ich meine gesammte Hausarbeit (für den wos interresiert) zur Verfügung, da stehts halt ausführlicher und begründerter drin. Und wer mich kennt weiß, dass ich für keine Seite Partei ergreifen will, ich bin zwar katholisch Gläubig und engagiert, war aber auch mal FDP-Mitglied und bin immernoch Mitglied der Jungen Liberalen. Also, jetzt weiß man, welche Intention ich hatte. <img src="images/smilies/biggrin.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Big Grin" title="Big Grin" /><br />
<br />
Link: <a href="http://www.workupload.com/file/zabyRhj" target="_blank">http://www.workupload.com/file/zabyRhj</a><br />
Wichtig: Passwort: forumgeschichte<br />
<br />
Steht  ab heute 90 Tage im Internet danach Löschung. (aus Sicherheitsgründen) <br />
<br />
PS: Bitte überließt die Rechtschreibfehler! Weiß auch nicht, wie die immer da rein kommen. Ich lese es zweimal durch, eine Lekteur ließt es durch und berichtigt... Hm...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich habe mich im Rahmen meines Seminares im lezten Semester mit der Frage beschäftigt, wie sich die Katholische Kirche an der Wurzel der Menschenrechte, der französischen Revolution zu ihnen verhalten hat.<br />
<br />
Ich habe auf Grund von kirchlichen Dokumenten und der Untersuchung der Umstände wie die Menschenrechtserklärung von 1789 zu Stande kam vieles, auch für mich überraschendes herausgefunden. <br />
<br />
Es drängt sich gerade zu der Eindruck auf, als ob die Menschenrechte  an sich bei der Kirche gar nicht zur Debatte standen, sondern lediglich, dass die Kirchhe Angst um ihre Integration und Kulturation in einem neuen Staatsgebilde hat. Dass sich daraus - für die katholische Kirche durchaus typische - Missverständnisse entwickelten ist fast schon vorherrsehbar. Jedoch ist das alles auch unter dem Eindruck zu lesen, wie die Loyalität für die in Wien beschlossenen Resterautionsprozessen zum Vorschein kommt. Also ist ein Theologe berechtigt, schon von "peinliche Aussagen zu den Menschenrechten" zu sprechen oder steckt da etwas anderes dahinter? <br />
<br />
Meine Analyse zeigt, Mahnungen, die Ausgesprochen werden, deuten darauf hin, dass der Staat sich an die Rechte gefälligst halten zu habe und das die katholische Kirche durchaus eine Existenzberichtung darin sieht und die Menschenrechte nicht  an sich angewendet sieht. Die Kirche lehnt ein bürgerliches Recht also nur ab, wenn es nur für Bürger gelten soll, aber nicht auf für die im Staat verwurzelten Institutionen. Ein Schutzreflex im darauf folgenden Jahrhundert zeigt, dass alles was der Kirche gefährlich werden kann und von bürgerlicher Seite kommt verurteilt wird. Oberflächlich sieht es danach aus, als ob die Kirche sich massiv gegen Menschen- und Bürgerrechte wehrt, tiefer gegraben aber sieht man vor allem, dass die Schreiben, in der es zu diesen Verurteilungen kommt immer an die gerichtet sind, die versuchen die innerkirchliche Autorität zu untergraben. <br />
<br />
Geht man davon aus, dass die Kirche eine begrübndete Angst hat, von außen außen unter dem Schutzmantel der Menschenrechte kaputtdemonstriert zu werden, sind die Verurteilung der Rechte nur letzte Konsequenz. Sie schont sogar die Menschen mit Urteilen, die eigentlich dahinter stehen. <br />
<br />
So lautet mein (allzu plakatives) Fazit: Nicht die Rechte, sondern der Missbrauch und die Auslassung katholisch-kirchlicher Organisation wurden massiv angeprangert. Es kommt zu einer Verfeindung zwischen Liberalen und katholischer Kirche.  <br />
<br />
Exklusiv für das Forum stelle ich meine gesammte Hausarbeit (für den wos interresiert) zur Verfügung, da stehts halt ausführlicher und begründerter drin. Und wer mich kennt weiß, dass ich für keine Seite Partei ergreifen will, ich bin zwar katholisch Gläubig und engagiert, war aber auch mal FDP-Mitglied und bin immernoch Mitglied der Jungen Liberalen. Also, jetzt weiß man, welche Intention ich hatte. <img src="images/smilies/biggrin.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Big Grin" title="Big Grin" /><br />
<br />
Link: <a href="http://www.workupload.com/file/zabyRhj" target="_blank">http://www.workupload.com/file/zabyRhj</a><br />
Wichtig: Passwort: forumgeschichte<br />
<br />
Steht  ab heute 90 Tage im Internet danach Löschung. (aus Sicherheitsgründen) <br />
<br />
PS: Bitte überließt die Rechtschreibfehler! Weiß auch nicht, wie die immer da rein kommen. Ich lese es zweimal durch, eine Lekteur ließt es durch und berichtigt... Hm...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau   Das Kamel und das Nadelöhr]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1246</link>
			<pubDate>Thu, 08 Nov 2012 18:49:27 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1246</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Durch das Nadelöhr in den Himmel</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Brown, in Princeton lehrender Althistoriker, ist mit Büchern über Augustinus, über das Leben der Heiligen und über Sexualität und Keuschheit im frühen Christentums bekannt geworden. Nun hat er dem christlichen Umgang mit Reichtum in der Spätantike eine opulente Untersuchung gewidmet.</span><br />
<br />
 In der antiken Welt bestand Reichtum im Besitz ausgedehnter, landwirtschaftlich genutzter Ländereien. Von Sklaven oder Kleinbauern bewirtschaftet, warfen sie hohe Erträge ab, die den Eigentümern ein luxuriöses Leben ermöglichten, das diese zwischen ihren Residenzen in der Grossstadt und ihren ländlichen Villen verbrachten. Kein Reicher dachte daran, seinen Reichtum nur selbst zu geniessen. Der typische Reiche trat als Wohltäter seiner Heimatstadt auf. Er stiftete ihr vielleicht ein öffentliches Bad oder einen Turnplatz (Gymnasium). Besonders beliebt war die wiederholte Stiftung öffentlicher Spiele, die die Bewohner einer Stadt für mehrere Tage in ein Theater lockten. Dem Stifter trug dies öffentliche Ehrung ein; er galt als Wohltäter.<br />
<br />
Das Kamel und der Reiche<br />
Christen und christliche Gemeinden verfügten traditionell über wenig Besitz, schon gar nicht über Reichtümer. Das änderte sich auch nicht, als Konstantin zu Beginn des 4. Jahrhunderts ein christliches Kaisertum begründete und als kaiserlicher Wohltäter christliche Gotteshäuser errichten liess. Auch nach Konstantins Tod blieben Christen im Wirtschaftsleben unauffällig. Erst etwa seit dem Jahr 370 strömten der Kirche immer mehr Reiche zu. Für Gemeinden und Theologen stellte sich die Frage, wie mit Reichtum zu verfahren sei. Was ist von Jesu Wort zu halten, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel? Soll man dem Rat folgen, den Jesus dem reichen Jüngling gegeben hat: «Geh, verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen»? Wenn ja, wer genau sind die Armen? Sollen Christen, dem Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde folgend, ihren Besitz zusammenlegen?<br />
<br />
Die biblische Überlieferung bot keine eindeutige, für die Praxis geeignete Weisung. So begann ein Zeitalter von Disput und Experiment: das Zeitalter, das der amerikanische Historiker Peter Brown zum Thema seines bisher umfangreichsten Buches macht: «Through the Eye of A Needle. Wealth, the Fall of Rome, and the Making of Christianity in the West, 350–550 AD».</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/durch-das-nadeloehr-in-den-himmel-1.17768547" target="_blank">http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/lit...1.17768547</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Durch das Nadelöhr in den Himmel</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Brown, in Princeton lehrender Althistoriker, ist mit Büchern über Augustinus, über das Leben der Heiligen und über Sexualität und Keuschheit im frühen Christentums bekannt geworden. Nun hat er dem christlichen Umgang mit Reichtum in der Spätantike eine opulente Untersuchung gewidmet.</span><br />
<br />
 In der antiken Welt bestand Reichtum im Besitz ausgedehnter, landwirtschaftlich genutzter Ländereien. Von Sklaven oder Kleinbauern bewirtschaftet, warfen sie hohe Erträge ab, die den Eigentümern ein luxuriöses Leben ermöglichten, das diese zwischen ihren Residenzen in der Grossstadt und ihren ländlichen Villen verbrachten. Kein Reicher dachte daran, seinen Reichtum nur selbst zu geniessen. Der typische Reiche trat als Wohltäter seiner Heimatstadt auf. Er stiftete ihr vielleicht ein öffentliches Bad oder einen Turnplatz (Gymnasium). Besonders beliebt war die wiederholte Stiftung öffentlicher Spiele, die die Bewohner einer Stadt für mehrere Tage in ein Theater lockten. Dem Stifter trug dies öffentliche Ehrung ein; er galt als Wohltäter.<br />
<br />
Das Kamel und der Reiche<br />
Christen und christliche Gemeinden verfügten traditionell über wenig Besitz, schon gar nicht über Reichtümer. Das änderte sich auch nicht, als Konstantin zu Beginn des 4. Jahrhunderts ein christliches Kaisertum begründete und als kaiserlicher Wohltäter christliche Gotteshäuser errichten liess. Auch nach Konstantins Tod blieben Christen im Wirtschaftsleben unauffällig. Erst etwa seit dem Jahr 370 strömten der Kirche immer mehr Reiche zu. Für Gemeinden und Theologen stellte sich die Frage, wie mit Reichtum zu verfahren sei. Was ist von Jesu Wort zu halten, eher komme ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in den Himmel? Soll man dem Rat folgen, den Jesus dem reichen Jüngling gegeben hat: «Geh, verkaufe deinen Besitz und gib ihn den Armen»? Wenn ja, wer genau sind die Armen? Sollen Christen, dem Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde folgend, ihren Besitz zusammenlegen?<br />
<br />
Die biblische Überlieferung bot keine eindeutige, für die Praxis geeignete Weisung. So begann ein Zeitalter von Disput und Experiment: das Zeitalter, das der amerikanische Historiker Peter Brown zum Thema seines bisher umfangreichsten Buches macht: «Through the Eye of A Needle. Wealth, the Fall of Rome, and the Making of Christianity in the West, 350–550 AD».</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/durch-das-nadeloehr-in-den-himmel-1.17768547" target="_blank">http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/lit...1.17768547</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau  Hinter jedem großen Mannn steht eine Frau]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1190</link>
			<pubDate>Fri, 02 Nov 2012 19:16:32 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1190</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Wie eine getürmte Nonne Martin Luther erzog</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Die ehemalige Zisterzienserin Katharina von Bora arbeitete als Modell für Cranach und machte Luther einen Heiratsantrag. Der Reformator, der selbstständige Frauen nicht mochte, ließ sich überzeugen.</span><br />
<br />
Die hohen Mauern, Stacheldraht und Alarmanlage fehlten, auch die Schusswaffen der Wachleute, ansonsten war das Anwesen organisiert wie ein modernes Gefängnis. Ständiges Ausgangsverbot, Sprechverbot, spartanisches Leben, Gespräche mit Besuchern nur unter Aufsicht durch vergitterte Fenster, streng kontrollierter Postverkehr mit der Außenwelt.<br />
<br />
Diese Welt zu verlassen hatte sich in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1523 die 24-jährige Katharina von Bora aufgemacht, gemeinsam mit acht Leidensgenossinnen. Schwarz waren sie gekleidet, als sie durch den gepflegten Garten, dann über die Feldmark schlichen. Sie alle waren Nonnen, von ihren Familien vor Jahren, noch im Kindesalter, im besonders streng geführten Zisterzienserinnenkloster Nimbschen in der Nähe von Leipzig abgegeben. "Entsorgt", um Kostgänger loszuwerden, auch als Akt des Ablasses.<br />
<br />
Die Klosterflucht barg immense Risiken. Nicht nur für die Frauen, die, hätte man sie ergriffen, aus strenger Klosterklausur in regelrechte Kerkerhaft gekommen wären. Mehr noch für diejenigen, die im Hintergrund alles organisiert hatten. Auf Fluchthilfe für Nonnen, als "Entführung" bezeichnet, hatte Herzog Georg, Herrscher im albertinischen Sachsen, die Todesstrafe festgesetzt. Dennoch hatten drei Männer aus Torgau, darunter der Pfarrer, einen Planwagen organisiert. Mit ihm gelangten die Nonnen in die Elbestadt im Reich Friedrichs des Weisen, Kurfürst von Sachsen, wo sie unbehelligt waren, schließlich nach Wittenberg.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.welt.de/kultur/history/article110448603/Wie-eine-getuermte-Nonne-Martin-Luther-erzog.html" target="_blank">http://www.welt.de/kultur/history/articl...erzog.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Wie eine getürmte Nonne Martin Luther erzog</span><br />
<span style="font-weight: bold;">Die ehemalige Zisterzienserin Katharina von Bora arbeitete als Modell für Cranach und machte Luther einen Heiratsantrag. Der Reformator, der selbstständige Frauen nicht mochte, ließ sich überzeugen.</span><br />
<br />
Die hohen Mauern, Stacheldraht und Alarmanlage fehlten, auch die Schusswaffen der Wachleute, ansonsten war das Anwesen organisiert wie ein modernes Gefängnis. Ständiges Ausgangsverbot, Sprechverbot, spartanisches Leben, Gespräche mit Besuchern nur unter Aufsicht durch vergitterte Fenster, streng kontrollierter Postverkehr mit der Außenwelt.<br />
<br />
Diese Welt zu verlassen hatte sich in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1523 die 24-jährige Katharina von Bora aufgemacht, gemeinsam mit acht Leidensgenossinnen. Schwarz waren sie gekleidet, als sie durch den gepflegten Garten, dann über die Feldmark schlichen. Sie alle waren Nonnen, von ihren Familien vor Jahren, noch im Kindesalter, im besonders streng geführten Zisterzienserinnenkloster Nimbschen in der Nähe von Leipzig abgegeben. "Entsorgt", um Kostgänger loszuwerden, auch als Akt des Ablasses.<br />
<br />
Die Klosterflucht barg immense Risiken. Nicht nur für die Frauen, die, hätte man sie ergriffen, aus strenger Klosterklausur in regelrechte Kerkerhaft gekommen wären. Mehr noch für diejenigen, die im Hintergrund alles organisiert hatten. Auf Fluchthilfe für Nonnen, als "Entführung" bezeichnet, hatte Herzog Georg, Herrscher im albertinischen Sachsen, die Todesstrafe festgesetzt. Dennoch hatten drei Männer aus Torgau, darunter der Pfarrer, einen Planwagen organisiert. Mit ihm gelangten die Nonnen in die Elbestadt im Reich Friedrichs des Weisen, Kurfürst von Sachsen, wo sie unbehelligt waren, schließlich nach Wittenberg.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.welt.de/kultur/history/article110448603/Wie-eine-getuermte-Nonne-Martin-Luther-erzog.html" target="_blank">http://www.welt.de/kultur/history/articl...erzog.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Limburger Bischof van Elst]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=490</link>
			<pubDate>Wed, 29 Aug 2012 07:29:55 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=490</guid>
			<description><![CDATA[Der kath. Bischof van Elst kommt in Hessen nicht aus den Schlagzeilen raus. Zuerst fliegt er in der besten Flugzeugklasse, welche die Lufthansa hat, nach Indien, um dort armen ind. Arbeitern, die 12 Stunden am Tag arbeiten müssen, zu helfen. Dann verkauft er über 7000 Wohnungen in Frankfurt und lässt sich ein Prunkgebäude für mehrere Millionen in Limburg errichten. Die Kath. Laienbewegung steht ihm kritisch gegenüber. Welch ein Unterschied zun seinem Vorgänger Kamphaus der ein bescheidener Mensch war.<img src="images/smilies/angry.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Angry" title="Angry" /><br />
Ich bin froh ev. und nicht kath. zu sein.<img src="images/smilies/rolleyes.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Rolleyes" title="Rolleyes" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der kath. Bischof van Elst kommt in Hessen nicht aus den Schlagzeilen raus. Zuerst fliegt er in der besten Flugzeugklasse, welche die Lufthansa hat, nach Indien, um dort armen ind. Arbeitern, die 12 Stunden am Tag arbeiten müssen, zu helfen. Dann verkauft er über 7000 Wohnungen in Frankfurt und lässt sich ein Prunkgebäude für mehrere Millionen in Limburg errichten. Die Kath. Laienbewegung steht ihm kritisch gegenüber. Welch ein Unterschied zun seinem Vorgänger Kamphaus der ein bescheidener Mensch war.<img src="images/smilies/angry.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Angry" title="Angry" /><br />
Ich bin froh ev. und nicht kath. zu sein.<img src="images/smilies/rolleyes.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Rolleyes" title="Rolleyes" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Auszug aus einem Brief von mir zum Thema Liberale und Katholiken]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=316</link>
			<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 20:40:12 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=316</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das schlechte Verhältnis zwischen Liberalen und Kirchen rührt nicht a priori von politischen Gründen. Bei genauerem Hinsehen hat sich das erst nach der französischen Revolution bzw. nach dem damals dort herrschenden Kulturkampf nach und nach entwickelt. Im Grunde genommen trug der mittlere und niedere Klerus (also Priester, Prälaten, Diakone und wenige Presbyter) die Revolution sogar mit, die Quellen sprechen sogar dafür, dass von der Amtskirche ein gewisses Wohlwollen dieses Umstandes ausging. Jedoch brauchte der Staat Geld und somit wurden katholische Besitztümer konfisziert. Eine Radikalisierung der sogenannten „revolutionären Vernunftsreligion“ nutzte dies ferner um Kirchtürme einzureisen, da sie gegen die Gleichheit der Menschen verstoße, andere Menschen hätten ja auch keine so hohe Gebäude. Es trat dann der Bruch mit dem liberalen und säkularem Staat und der Kirche ein, wobei die Breve des Papstes sich nicht gegen die Revolution und noch weniger der Erklärung der Menschenrechte richtete, sondern im Allgemeinen den Umständen. Die Liberalen der französischen Revolution haben ihre eigenen Grundsätze verraten. Statt einer rechtlichen Gleichbehandlung der jeweiligen Kirchen wurden die katholischen Kirchen (auch wegen des Prunks und Reichtums) regelrecht ausgebeutet, obwohl Verträge dies verboten hatten. Bei der protestantischen Kirche Frankreich wurden diese Verträge jedoch eingehalten. Das ist in den Augen der katholischen Kirche ein klarer Verstoß gegen  das liberale Ansinnen der Demokraten, vor allem auch des Artikels 17 der französischen Verfassung – der Schutz des Eigentums vor dem Staat. Es bedarf hierüber wohl keiner genaueren Erklärung. Auch die Religionsfreiheit sieht der Papst verletzt, da der neue französische Staat Katholiken ausgrenzte und gezielt diskriminierte. Dazu kommt dann ein Bruch mit Napoleon Bonaparte als er in dem „Versöhnungskonkordat“ 1801 eine Sonderklausel hinzu fügte, den ssogenannten„organischen Artikel“ der der Kirche keine Gelegenheit mehr gab, sich selbst zu organisieren. Dies wurde als Betrug aufgefasst, der protestierende Papst sogar festgenommen und eingesperrt. <br />
<br />
Was danach passierte war eine Art Kontrastierung. Auf Seiten der Kirche gab es keinen Grund mehr einem säkularen und liberalen Staat zu vertrauen, somit verurteilte man das Begehren nach bürgerlichem Herrschen und die Liberalen zahlten es mit einer Marginalisierung der Katholiken in Europa heim. <br />
<br />
So und nun ein paar Worte zur Situation heute und damit wieder der Bogen zum Artikel: Wenn Kirchen (ich nehme nun die katholische) heute von den liberalen Werten sprechen, um die sie besorgt sind, ist das weder Opportunismus noch Heuchelei. Im Grunde wird bei intensivem Studium der kirchlichen Quellen deutlich, dass das liberale Naturrecht schon immer im Christentum latent verankert war. Es verwundert nicht, dass die Kirche nach außen hin ihre Probleme mit den geistigen Freiheitsrechten schwer tat, wollte sie damit aber nur verhindern, dass eine staatliche oder vielleicht irr-lehrende Macht in ihr Gefüge eingreift, denn Glaube lebt von und vor allem in einer Gemeinschaft, die sich in der Kirche manifestiert. Vom geschichtlichen Zusammenhang weiß man nun, dass diese Gefahr gar nicht so sehr besteht, wenn die interne Kommunikation einigermaßen gut funktioniert. Das zweite Vatikanische Konzil bestätigt, dass die Kirche in einem partnerschaftlichen Verhältnis zu einem säkularen Staat zu einem stehen muss, sobald er bereit ist, die Rechte ihrer Gläubigen zu schützen (als Negativbeispiel: Nordkorea, welche Christen verfolgen und sie im Untergrund praktisch leben müssen). Die Anerkennung der Menschenrechte sind somit Grund vorraussetzung für dieses Nebeneinander. </blockquote>
<br />
Literatur:<br />
<br />
 <br />
<br />
Neundörfer, Karl: Der ältere deutsche Liberalismus und die Forderung der Trennung von Staat und Kirche. Mainz, 1909.<br />
<br />
Bloch, Tamara: Die Stellungnahme der römisch-katholischen Amtskirche zur Frage der Menschenrechte seit 1215. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Gewährleistungen im CIC/1983. Frankfurt a. M., 2008. (Schriften zum Staatskirchenrecht Bd. 41).<br />
<br />
Hürten, Heinz: Kirche auf dem Weg in eine veränderte Welt. Ein Versuch über die Auseinandersetzung der Katholiken mit der Gesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts. Münster, 2003. (Beiträge zu Theologie, Kirche und Gesellschaft Bd. 6).<br />
<br />
Meyer, Wolfgang: Konflikte mit der Staatsmacht. Im Krieg der Weltanschauungen. In: G-Geschichte 3/08 (2008), Seiten: 40 - 45.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das schlechte Verhältnis zwischen Liberalen und Kirchen rührt nicht a priori von politischen Gründen. Bei genauerem Hinsehen hat sich das erst nach der französischen Revolution bzw. nach dem damals dort herrschenden Kulturkampf nach und nach entwickelt. Im Grunde genommen trug der mittlere und niedere Klerus (also Priester, Prälaten, Diakone und wenige Presbyter) die Revolution sogar mit, die Quellen sprechen sogar dafür, dass von der Amtskirche ein gewisses Wohlwollen dieses Umstandes ausging. Jedoch brauchte der Staat Geld und somit wurden katholische Besitztümer konfisziert. Eine Radikalisierung der sogenannten „revolutionären Vernunftsreligion“ nutzte dies ferner um Kirchtürme einzureisen, da sie gegen die Gleichheit der Menschen verstoße, andere Menschen hätten ja auch keine so hohe Gebäude. Es trat dann der Bruch mit dem liberalen und säkularem Staat und der Kirche ein, wobei die Breve des Papstes sich nicht gegen die Revolution und noch weniger der Erklärung der Menschenrechte richtete, sondern im Allgemeinen den Umständen. Die Liberalen der französischen Revolution haben ihre eigenen Grundsätze verraten. Statt einer rechtlichen Gleichbehandlung der jeweiligen Kirchen wurden die katholischen Kirchen (auch wegen des Prunks und Reichtums) regelrecht ausgebeutet, obwohl Verträge dies verboten hatten. Bei der protestantischen Kirche Frankreich wurden diese Verträge jedoch eingehalten. Das ist in den Augen der katholischen Kirche ein klarer Verstoß gegen  das liberale Ansinnen der Demokraten, vor allem auch des Artikels 17 der französischen Verfassung – der Schutz des Eigentums vor dem Staat. Es bedarf hierüber wohl keiner genaueren Erklärung. Auch die Religionsfreiheit sieht der Papst verletzt, da der neue französische Staat Katholiken ausgrenzte und gezielt diskriminierte. Dazu kommt dann ein Bruch mit Napoleon Bonaparte als er in dem „Versöhnungskonkordat“ 1801 eine Sonderklausel hinzu fügte, den ssogenannten„organischen Artikel“ der der Kirche keine Gelegenheit mehr gab, sich selbst zu organisieren. Dies wurde als Betrug aufgefasst, der protestierende Papst sogar festgenommen und eingesperrt. <br />
<br />
Was danach passierte war eine Art Kontrastierung. Auf Seiten der Kirche gab es keinen Grund mehr einem säkularen und liberalen Staat zu vertrauen, somit verurteilte man das Begehren nach bürgerlichem Herrschen und die Liberalen zahlten es mit einer Marginalisierung der Katholiken in Europa heim. <br />
<br />
So und nun ein paar Worte zur Situation heute und damit wieder der Bogen zum Artikel: Wenn Kirchen (ich nehme nun die katholische) heute von den liberalen Werten sprechen, um die sie besorgt sind, ist das weder Opportunismus noch Heuchelei. Im Grunde wird bei intensivem Studium der kirchlichen Quellen deutlich, dass das liberale Naturrecht schon immer im Christentum latent verankert war. Es verwundert nicht, dass die Kirche nach außen hin ihre Probleme mit den geistigen Freiheitsrechten schwer tat, wollte sie damit aber nur verhindern, dass eine staatliche oder vielleicht irr-lehrende Macht in ihr Gefüge eingreift, denn Glaube lebt von und vor allem in einer Gemeinschaft, die sich in der Kirche manifestiert. Vom geschichtlichen Zusammenhang weiß man nun, dass diese Gefahr gar nicht so sehr besteht, wenn die interne Kommunikation einigermaßen gut funktioniert. Das zweite Vatikanische Konzil bestätigt, dass die Kirche in einem partnerschaftlichen Verhältnis zu einem säkularen Staat zu einem stehen muss, sobald er bereit ist, die Rechte ihrer Gläubigen zu schützen (als Negativbeispiel: Nordkorea, welche Christen verfolgen und sie im Untergrund praktisch leben müssen). Die Anerkennung der Menschenrechte sind somit Grund vorraussetzung für dieses Nebeneinander. </blockquote>
<br />
Literatur:<br />
<br />
 <br />
<br />
Neundörfer, Karl: Der ältere deutsche Liberalismus und die Forderung der Trennung von Staat und Kirche. Mainz, 1909.<br />
<br />
Bloch, Tamara: Die Stellungnahme der römisch-katholischen Amtskirche zur Frage der Menschenrechte seit 1215. Eine Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Gewährleistungen im CIC/1983. Frankfurt a. M., 2008. (Schriften zum Staatskirchenrecht Bd. 41).<br />
<br />
Hürten, Heinz: Kirche auf dem Weg in eine veränderte Welt. Ein Versuch über die Auseinandersetzung der Katholiken mit der Gesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts. Münster, 2003. (Beiträge zu Theologie, Kirche und Gesellschaft Bd. 6).<br />
<br />
Meyer, Wolfgang: Konflikte mit der Staatsmacht. Im Krieg der Weltanschauungen. In: G-Geschichte 3/08 (2008), Seiten: 40 - 45.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dreieinigkeit (Trinität)]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=233</link>
			<pubDate>Sat, 14 Jul 2012 14:12:57 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=233</guid>
			<description><![CDATA[Die Dreieinigkeit Gottes ist im Christentum ein zentraler Punkt des Glaubens - ein einziger Gott als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. <br />
<br />
In welchen Religionen gibt es das noch? <br />
Welche Bedeutung hat die Zahl 3 in den Religionen sonst noch? <br />
Welche tiefere Bedeutung steckt hinter der Dreieinigkeit im Christentum? <br />
<br />
Ich freue mich auf eure Antworten und auf interessante Diskussionen...<br />
<br />
Wer das langweilig findet, muss ja nicht mitmachen. <br />
<br />
VG<br />
Der Maxdorfer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Dreieinigkeit Gottes ist im Christentum ein zentraler Punkt des Glaubens - ein einziger Gott als Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. <br />
<br />
In welchen Religionen gibt es das noch? <br />
Welche Bedeutung hat die Zahl 3 in den Religionen sonst noch? <br />
Welche tiefere Bedeutung steckt hinter der Dreieinigkeit im Christentum? <br />
<br />
Ich freue mich auf eure Antworten und auf interessante Diskussionen...<br />
<br />
Wer das langweilig findet, muss ja nicht mitmachen. <br />
<br />
VG<br />
Der Maxdorfer]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Geheimpapiere des Vatikan in der ital.Presse]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=43</link>
			<pubDate>Tue, 05 Jun 2012 07:22:43 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=43</guid>
			<description><![CDATA[Man vermutet, dass es im Vatikan einen Maulwurf gibt, der die dortigen Geimpapiere der Presse  zuleitet. Verschiedene Personen sind unter Verdacht, auch der Leibdiener des Papstes. Bendedikt redet die ganze Sache runter und meint, es wäre nicht so schlimm.<img src="images/smilies/rolleyes.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Rolleyes" title="Rolleyes" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Man vermutet, dass es im Vatikan einen Maulwurf gibt, der die dortigen Geimpapiere der Presse  zuleitet. Verschiedene Personen sind unter Verdacht, auch der Leibdiener des Papstes. Bendedikt redet die ganze Sache runter und meint, es wäre nicht so schlimm.<img src="images/smilies/rolleyes.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Rolleyes" title="Rolleyes" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein Haus voll Glorie schauet – der Ultramontanismus der katholischen Kirche]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14</link>
			<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 12:24:36 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14</guid>
			<description><![CDATA["Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land" kaum ein Kirchenlied steht so für den Habitus der katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts als das von Joseph Mohr. Dabei wird ein Kirchenbild propagiert, dass sich wie ein Strich durch die Moderne zieht und sich erst 1965 auf dem zweiten Vatikanum zur historischer Bedeutung läutern ließ.<br />
Es geht um die Ausrichtung der Kath. Kirche, die zunehmend ihre Macht verliert, es geht um Glauben oder Gehorsam, es geht um Politik oder Theologie. Auf diese kritische Phase kannte der Klerus nur eine Antwort: die absolute Fixierung auf das Bischofskolleg und dem Past im Vatikan.<br />
<br />
Es soll die Zeit werden, in der die Kirche den Anschluss an ihre Zeit verliert, es soll die Zeit werden, in der nur einwandfreie Katholiken ein Ghetto in Mitteleuropa bilden (Soceítas Perfekta). Es wird eine Zeit, in der eine theologische Begründung für Diktaturen gefunden werden soll - zu Nichte der geistigen Menschenrechte. <br />
<br />
In dieser Serie will ich versuchen, den Ultramontanismus zu deskripieren, Probleme aufzuzeigen, die hohe Theologie verständlich zu machen und damit zu erklären, warum die Kirche bzw. der Klerus wenig populäres Ansehen genießt. <br />
<br />
Je nach Stand meines Weiterkommens wird die Serie erweitert. <br />
<br />
Euer Werner S. <br />
<br />
P.S. Wers vorab nicht erwarten kann, dem kann ich empfehlen, sich doch mal mit dem Text Joseph Mohrs auseinader zu setzen.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Edit</span>: Ich habe einen Zeitplan ausgearbeitet, denn ich so genau wie möglich einhalten will:<br />
<br />
Folge 1: Was ist Ultramontanismus? Samstag, 9.06.2012.<br />
Folge 2: "Wir sehen wahrlich den Höllenpfuhl offen" Kirche und Menschenrechte im Ulramontannismus 16.06.2012<br />
Folge 3: Schwierig aber wichtig: Die Theologie der Ultramontanen. Das Erste Vatikanische Konzil 1870 - 1871* 14.07.2012<br />
Folge 4 "Ein Haus voll Glorie schauet" - Die Soceítas Perfecta - Utopie oder reeles Ghetto? Die Modernistenkrise 21.07.2012<br />
Folge 5: Der Schock - Kirche im dritten Reich. 28.07.2012<br />
<br />
* Auch für Nichtgläubige interessant, ich werde mich bemühen so sachlich und präzise zu bleiben wie möglich, jedoch die Komplexität so zu nehmen, dass man sie auch ohne persönlichen Bezug zur Theologie versteht.<br />
<br />
P.S. Zwischen den Beiträge ist auch immer genug Zeit und Platz für Fragen und Diskussionen. <img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA["Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land" kaum ein Kirchenlied steht so für den Habitus der katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts als das von Joseph Mohr. Dabei wird ein Kirchenbild propagiert, dass sich wie ein Strich durch die Moderne zieht und sich erst 1965 auf dem zweiten Vatikanum zur historischer Bedeutung läutern ließ.<br />
Es geht um die Ausrichtung der Kath. Kirche, die zunehmend ihre Macht verliert, es geht um Glauben oder Gehorsam, es geht um Politik oder Theologie. Auf diese kritische Phase kannte der Klerus nur eine Antwort: die absolute Fixierung auf das Bischofskolleg und dem Past im Vatikan.<br />
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Es soll die Zeit werden, in der die Kirche den Anschluss an ihre Zeit verliert, es soll die Zeit werden, in der nur einwandfreie Katholiken ein Ghetto in Mitteleuropa bilden (Soceítas Perfekta). Es wird eine Zeit, in der eine theologische Begründung für Diktaturen gefunden werden soll - zu Nichte der geistigen Menschenrechte. <br />
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In dieser Serie will ich versuchen, den Ultramontanismus zu deskripieren, Probleme aufzuzeigen, die hohe Theologie verständlich zu machen und damit zu erklären, warum die Kirche bzw. der Klerus wenig populäres Ansehen genießt. <br />
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Je nach Stand meines Weiterkommens wird die Serie erweitert. <br />
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Euer Werner S. <br />
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P.S. Wers vorab nicht erwarten kann, dem kann ich empfehlen, sich doch mal mit dem Text Joseph Mohrs auseinader zu setzen.<br />
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<span style="font-weight: bold;">Edit</span>: Ich habe einen Zeitplan ausgearbeitet, denn ich so genau wie möglich einhalten will:<br />
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Folge 1: Was ist Ultramontanismus? Samstag, 9.06.2012.<br />
Folge 2: "Wir sehen wahrlich den Höllenpfuhl offen" Kirche und Menschenrechte im Ulramontannismus 16.06.2012<br />
Folge 3: Schwierig aber wichtig: Die Theologie der Ultramontanen. Das Erste Vatikanische Konzil 1870 - 1871* 14.07.2012<br />
Folge 4 "Ein Haus voll Glorie schauet" - Die Soceítas Perfecta - Utopie oder reeles Ghetto? Die Modernistenkrise 21.07.2012<br />
Folge 5: Der Schock - Kirche im dritten Reich. 28.07.2012<br />
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* Auch für Nichtgläubige interessant, ich werde mich bemühen so sachlich und präzise zu bleiben wie möglich, jedoch die Komplexität so zu nehmen, dass man sie auch ohne persönlichen Bezug zur Theologie versteht.<br />
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P.S. Zwischen den Beiträge ist auch immer genug Zeit und Platz für Fragen und Diskussionen. <img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" />]]></content:encoded>
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