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		<title><![CDATA[Forum für Geschichte - Philosophie]]></title>
		<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/</link>
		<description><![CDATA[Forum für Geschichte - http://www.forum-geschichte.at/Forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 13:17:07 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau    Das Kapital - neu gelesen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2297</link>
			<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 15:02:58 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=2297</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Das Kapital, neu gelesen </span><br />
<span style="font-weight: bold;">Erstens kommt es anders</span></blockquote>
<br />
<img src="http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos8612013020227297380-jpg/7723248/3-format1.JPG" border="0" alt="[Bild: 3-format1.JPG]" /><br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Karl Marx schätzte Balzac. Besonders gut gefiel ihm die Geschichte mit dem Titel „Das unbekannte Meisterwerk“. Sie handelt von einem Maler, der die schlechthin vollkommene Frauengestalt auf die Leinwand bannen will. Viele Jahre arbeitet er an dem Werk. Und als er es erstmals enthüllt, finden die Betrachter eine Vielzahl von schillernden Farbschichten, aber keine Frau. Nur an einer Unterkante erkennt man die Vollendung eines weiblichen Fußes. Marx-Forscher meinen, dass der Autor des „Kapital“ sich selbst in jenem Balzac’schen Maler wiederfand.<br />
<br />
Denn die gängige Vorstellung von einem genialen Kopf mit abgeschlossenem Hauptwerk trifft auf Marx und sein 1867 erschienenes „Kapital“ nicht zu.<br />
<br />
./.<br />
<br />
In der MEGA, die eine Umsetzung der „Formulierungspartituren“, der schwer entzifferbaren Manuskripte mit vielen Korrekturen darstellt, wird ein Karl Marx sichtbar, der sich selbst infrage stellt. Diese „Entsiegelung“ war die Nachwelt ihm schuldig, zu ihrem eigenen Vorteil. Denn der selbstkritische Marx ist, wie Kurz launig formulierte, immer noch ein MEGA-Star, den Deutschland jetzt nicht mehr zu suchen braucht.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-kapital-neu-gelesen-erstens-kommt-es-anders/7723232.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-ka...23232.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Das Kapital, neu gelesen </span><br />
<span style="font-weight: bold;">Erstens kommt es anders</span></blockquote>
<br />
<img src="http://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos8612013020227297380-jpg/7723248/3-format1.JPG" border="0" alt="[Bild: 3-format1.JPG]" /><br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Karl Marx schätzte Balzac. Besonders gut gefiel ihm die Geschichte mit dem Titel „Das unbekannte Meisterwerk“. Sie handelt von einem Maler, der die schlechthin vollkommene Frauengestalt auf die Leinwand bannen will. Viele Jahre arbeitet er an dem Werk. Und als er es erstmals enthüllt, finden die Betrachter eine Vielzahl von schillernden Farbschichten, aber keine Frau. Nur an einer Unterkante erkennt man die Vollendung eines weiblichen Fußes. Marx-Forscher meinen, dass der Autor des „Kapital“ sich selbst in jenem Balzac’schen Maler wiederfand.<br />
<br />
Denn die gängige Vorstellung von einem genialen Kopf mit abgeschlossenem Hauptwerk trifft auf Marx und sein 1867 erschienenes „Kapital“ nicht zu.<br />
<br />
./.<br />
<br />
In der MEGA, die eine Umsetzung der „Formulierungspartituren“, der schwer entzifferbaren Manuskripte mit vielen Korrekturen darstellt, wird ein Karl Marx sichtbar, der sich selbst infrage stellt. Diese „Entsiegelung“ war die Nachwelt ihm schuldig, zu ihrem eigenen Vorteil. Denn der selbstkritische Marx ist, wie Kurz launig formulierte, immer noch ein MEGA-Star, den Deutschland jetzt nicht mehr zu suchen braucht.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-kapital-neu-gelesen-erstens-kommt-es-anders/7723232.html" target="_blank">http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-ka...23232.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sine ira et Studio - Geschichtsschreibung bei Tacitus.]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1507</link>
			<pubDate>Tue, 04 Dec 2012 20:10:31 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1507</guid>
			<description><![CDATA[Geschichte zu schreiben ist ein alter Hut. Und es ist sogar so alt, dass das im alten Rom schon der Fall war. Römische Geschichtsschreibung, so waren sich die römischen Historiker einig, sollten Lehrwerke für kommende Generationen sein. Kommende Generationen sollten als wie aus der Philosophie für das Leben lernen. Dabei wird der Begriff <span style="font-style: italic;">Exemplum</span> benutzt, wie unschwer zu erkennen ist, das Beispiel. <br />
<br />
Genaue Rangabfolge, genaue, präzise und bis ins kleinste Detail beschriebene Vorgänge sollten also nutzen, die Geschichte als Gebrauchtsanweisung zu verwenden. Dazu ist es notwendig neutral zu bleiben, um der Nachwelt ein Werk zu überlassen das genau dem entspricht wie es damals war (den Satz mal im Hinterkopf behalten W.S. <img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" /> ).<br />
<br />
Soweit die Theorie. Doch was uns römische Geschichtsschreiber überliefern ist nicht das, was wir als saubere Geschichtsschreibung kennen. Spitzzüngige und Spitzfederige Autoren der Antike schreiben in der Regel nicht aus dem Antrieb, den sie vorgeben - sie wollen für ihre Gegenwärtige Situation etwas in die Vergangenheit reflektieren um etwas für die Zukunft zu erreichen. Politisch angeheizte Schriften also. <br />
<br />
Doch ist das was uns dann die römischen Historiker überliefert haben alles Markulatur? Wenn sie uns eine solche Reflexion voranbringen, verfälscht das nicht das Geschichtsbild das wir von römischer Geschichte haben? Wie kommen wir dann, wenn überhaupt auf die Wahrheit? Diese Fragen sind hochspannend. Nach den Fakten beginnt die Diskussion. <br />
<br />
Lassen wir doch mal die Geschichte doch mal im Jahre 56. mit der Geburt Publius Cornelius Tacitus beginnen. Heute kennen wir ihn als genialen Schriftsteller des Pricipates und als Historiker besonderer Bedeutung für die Antike des ersten Jarhunderts. Tacitus enstammt aus einer alten Familie der Novilität und ist begeisterter Anhänger der römischen Republik, die er nur noch aus der Familientradion kennt. Aber als er aufwächst und heranreift, merkt er wohl, dass er nicht nur aus Familiengebundenheit sonder wohl am eigenen Leibe spürt, was geistige Freiheit bedeutet. Dazu später mehr.<br />
<br />
Tacitus, aus eigenem Antrieb Geschichtschreiber, angelehnt an Sallust, den er offenbar gut gekannt und auch studiert hat, kann die Geschichtsschreiberei wohl auch seinen Lieblingsberuf nennen, so wie es Sallust einst getan hat. Aber seis drum. <br />
<br />
Uns nimmt Tacitus mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Nein, nicht wie man vielleicht meinen könnte fängt er mitten in der Geschichte an. Er beginnt weit bevor der Principat erschaffen wird. Er beginnt mit der römischen Königszeit. Liest man über seine Annalen könnte man denken, dass eine Vorgeschichte wählt um den Einstieg für den Leser zu vereinfachen. Aber weit gefehlt. Er manipuliert den Leser (und den römischen noch viel mehr als uns) mit Begriffen die zwar eindeutig sind ( <span style="font-style: italic;">libertas</span> = Freiheit<span style="font-style: italic;"> moderatio </span>  = Mäßigung) aber immer konnotiert sind, und zwar positiv oder auch negativ. Und er erzielt bei einem römischen Leser gleich mit seinem ersten Satz einen Schock, an ein Trauma, das Rom nur schwer überwinden konnte und seit Gaius Caesar  wieder mehr Schrecken verbreitete:<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Urbem Romam a principio reges habuere</blockquote>
 Tacitus, Ann. 1.<br />
<br />
Also, am Anfang da herrschten Könige. Das erste Grauen läuft dem Leser schon über dem Rücken. Doch das ist nicht alles. Er stellt sie gleich in Kontrast mit der <span style="font-style: italic;">libertas</span> der republikanischen Freiheit. Und gleich wieder in Kontrast zur Diktatur. Er spielt jedoch nur auf Caesar an. Und dann auch auf Augustus. Aber nun wird es für unser Thema interessant:<br />
<br />
Tacitus beklagt sich, dass die Rezeption der Kaiser eher verfälscht worden sind. Aus Angst zum Guten in der Lebenszeit der Kaiser, aus Hass und Insznierung zum Schlechten nach deren Tod. Es schimmert durch, von dem Pricipat, was Augustus 14. n. Chr. spätestens schuf, hält er nichts. Seine Vorrede, er würde ohne Parteilichkeit für und wieder schreiben verkommt zu einer geläufigen Formalie, zumal er die fadenscheinige Begründung gibt, dass er dazu keine Beweggründe habe. <br />
<br />
Rhetorisch ist Tacitus ein Meister. Er führt den Leser durch die Zeit, die er schrecklich und als wahre Knechtschaft (<span style="font-style: italic;">Servitas</span>) empfindet. Das sagt er in seinen Ausführungen durchaus deutlich. Und er bedient sich Stilmitteln, die ungewöhnlich sind, der Leser aber immer wieder darauf reinfällt. Das sind:<br />
<br />
- Vage Behauptungen: Tacitus stellt einen Fakt dar. Und dann streut er Gerüchte in den Text ein, die immer einseitig gegen die Person laufen, gegen die er schreibt. Seine Leserführung gelingt deswegen, weil er durch das bewusste Streuen seiner Handlung immer einen "Beigeschmack" gibt. Vereinfacht nach dem Motto: "der hat ja schonmals... und da dann das Gerücht... wäre ja was wahres dran, wenn man denkt was da schonmals war...). <br />
<br />
- Übertreibungen und Untertreibungen: In der Antike nichts neues... Aber Tacitus übertreibt so vornehm, dass man sie kaum wahrnimmt.<br />
<br />
- Ausnutzen von Konnotationen: Er spielt mit den Wörtern und weiß, was er einem Leser anhand von Begriffen für Gefühle und Assoziationen hervorrufen kann. <br />
<br />
- Bewusstes verbreiten von Unwahrheiten: in der Antike nicht neu. Nur Tacitus macht das so charmant, dass es in das Muster der Vagnis passt aber der Leser  soll merken, dass ist eine Untermahlung und zwingt ihm einen Schluss auf.<br />
<br />
___<br />
<br />
Sine ira et studio. Ohne Zorn und Eifer. Ich würde behauten, Tacitus deutet auf die Warheit hin. Aber wir können uns nur hypothetisch der Warheit annähern. Tacitus legt uns einen Brocken vor, wo wir erst mal filtern sollten, was wir brauchen, um wie mit Ranke zu zeigen, wie es damals eigentlich gewesen. <br />
<br />
Also die Fragen für die Diskussion nochmals: <br />
<br />
Können wir als Geschichtsschreiber "ohne Zorn und Eifer schreiben"? <br />
Was kann ein Historiker neutral halten und was nicht?<br />
Was kann ein Historiker erreichen und was will er erreichen? <br />
Machen die Fakten Tacitus eher zum Geschichtsschreiber oder Geschichtenschreiber? <br />
Haben wir als Nachwelt einen Anspruch auf damalige Warheiten? <br />
<br />
Weiter Fragen dazu gerne her.<br />
<br />
[/size]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Geschichte zu schreiben ist ein alter Hut. Und es ist sogar so alt, dass das im alten Rom schon der Fall war. Römische Geschichtsschreibung, so waren sich die römischen Historiker einig, sollten Lehrwerke für kommende Generationen sein. Kommende Generationen sollten als wie aus der Philosophie für das Leben lernen. Dabei wird der Begriff <span style="font-style: italic;">Exemplum</span> benutzt, wie unschwer zu erkennen ist, das Beispiel. <br />
<br />
Genaue Rangabfolge, genaue, präzise und bis ins kleinste Detail beschriebene Vorgänge sollten also nutzen, die Geschichte als Gebrauchtsanweisung zu verwenden. Dazu ist es notwendig neutral zu bleiben, um der Nachwelt ein Werk zu überlassen das genau dem entspricht wie es damals war (den Satz mal im Hinterkopf behalten W.S. <img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" /> ).<br />
<br />
Soweit die Theorie. Doch was uns römische Geschichtsschreiber überliefern ist nicht das, was wir als saubere Geschichtsschreibung kennen. Spitzzüngige und Spitzfederige Autoren der Antike schreiben in der Regel nicht aus dem Antrieb, den sie vorgeben - sie wollen für ihre Gegenwärtige Situation etwas in die Vergangenheit reflektieren um etwas für die Zukunft zu erreichen. Politisch angeheizte Schriften also. <br />
<br />
Doch ist das was uns dann die römischen Historiker überliefert haben alles Markulatur? Wenn sie uns eine solche Reflexion voranbringen, verfälscht das nicht das Geschichtsbild das wir von römischer Geschichte haben? Wie kommen wir dann, wenn überhaupt auf die Wahrheit? Diese Fragen sind hochspannend. Nach den Fakten beginnt die Diskussion. <br />
<br />
Lassen wir doch mal die Geschichte doch mal im Jahre 56. mit der Geburt Publius Cornelius Tacitus beginnen. Heute kennen wir ihn als genialen Schriftsteller des Pricipates und als Historiker besonderer Bedeutung für die Antike des ersten Jarhunderts. Tacitus enstammt aus einer alten Familie der Novilität und ist begeisterter Anhänger der römischen Republik, die er nur noch aus der Familientradion kennt. Aber als er aufwächst und heranreift, merkt er wohl, dass er nicht nur aus Familiengebundenheit sonder wohl am eigenen Leibe spürt, was geistige Freiheit bedeutet. Dazu später mehr.<br />
<br />
Tacitus, aus eigenem Antrieb Geschichtschreiber, angelehnt an Sallust, den er offenbar gut gekannt und auch studiert hat, kann die Geschichtsschreiberei wohl auch seinen Lieblingsberuf nennen, so wie es Sallust einst getan hat. Aber seis drum. <br />
<br />
Uns nimmt Tacitus mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Nein, nicht wie man vielleicht meinen könnte fängt er mitten in der Geschichte an. Er beginnt weit bevor der Principat erschaffen wird. Er beginnt mit der römischen Königszeit. Liest man über seine Annalen könnte man denken, dass eine Vorgeschichte wählt um den Einstieg für den Leser zu vereinfachen. Aber weit gefehlt. Er manipuliert den Leser (und den römischen noch viel mehr als uns) mit Begriffen die zwar eindeutig sind ( <span style="font-style: italic;">libertas</span> = Freiheit<span style="font-style: italic;"> moderatio </span>  = Mäßigung) aber immer konnotiert sind, und zwar positiv oder auch negativ. Und er erzielt bei einem römischen Leser gleich mit seinem ersten Satz einen Schock, an ein Trauma, das Rom nur schwer überwinden konnte und seit Gaius Caesar  wieder mehr Schrecken verbreitete:<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Urbem Romam a principio reges habuere</blockquote>
 Tacitus, Ann. 1.<br />
<br />
Also, am Anfang da herrschten Könige. Das erste Grauen läuft dem Leser schon über dem Rücken. Doch das ist nicht alles. Er stellt sie gleich in Kontrast mit der <span style="font-style: italic;">libertas</span> der republikanischen Freiheit. Und gleich wieder in Kontrast zur Diktatur. Er spielt jedoch nur auf Caesar an. Und dann auch auf Augustus. Aber nun wird es für unser Thema interessant:<br />
<br />
Tacitus beklagt sich, dass die Rezeption der Kaiser eher verfälscht worden sind. Aus Angst zum Guten in der Lebenszeit der Kaiser, aus Hass und Insznierung zum Schlechten nach deren Tod. Es schimmert durch, von dem Pricipat, was Augustus 14. n. Chr. spätestens schuf, hält er nichts. Seine Vorrede, er würde ohne Parteilichkeit für und wieder schreiben verkommt zu einer geläufigen Formalie, zumal er die fadenscheinige Begründung gibt, dass er dazu keine Beweggründe habe. <br />
<br />
Rhetorisch ist Tacitus ein Meister. Er führt den Leser durch die Zeit, die er schrecklich und als wahre Knechtschaft (<span style="font-style: italic;">Servitas</span>) empfindet. Das sagt er in seinen Ausführungen durchaus deutlich. Und er bedient sich Stilmitteln, die ungewöhnlich sind, der Leser aber immer wieder darauf reinfällt. Das sind:<br />
<br />
- Vage Behauptungen: Tacitus stellt einen Fakt dar. Und dann streut er Gerüchte in den Text ein, die immer einseitig gegen die Person laufen, gegen die er schreibt. Seine Leserführung gelingt deswegen, weil er durch das bewusste Streuen seiner Handlung immer einen "Beigeschmack" gibt. Vereinfacht nach dem Motto: "der hat ja schonmals... und da dann das Gerücht... wäre ja was wahres dran, wenn man denkt was da schonmals war...). <br />
<br />
- Übertreibungen und Untertreibungen: In der Antike nichts neues... Aber Tacitus übertreibt so vornehm, dass man sie kaum wahrnimmt.<br />
<br />
- Ausnutzen von Konnotationen: Er spielt mit den Wörtern und weiß, was er einem Leser anhand von Begriffen für Gefühle und Assoziationen hervorrufen kann. <br />
<br />
- Bewusstes verbreiten von Unwahrheiten: in der Antike nicht neu. Nur Tacitus macht das so charmant, dass es in das Muster der Vagnis passt aber der Leser  soll merken, dass ist eine Untermahlung und zwingt ihm einen Schluss auf.<br />
<br />
___<br />
<br />
Sine ira et studio. Ohne Zorn und Eifer. Ich würde behauten, Tacitus deutet auf die Warheit hin. Aber wir können uns nur hypothetisch der Warheit annähern. Tacitus legt uns einen Brocken vor, wo wir erst mal filtern sollten, was wir brauchen, um wie mit Ranke zu zeigen, wie es damals eigentlich gewesen. <br />
<br />
Also die Fragen für die Diskussion nochmals: <br />
<br />
Können wir als Geschichtsschreiber "ohne Zorn und Eifer schreiben"? <br />
Was kann ein Historiker neutral halten und was nicht?<br />
Was kann ein Historiker erreichen und was will er erreichen? <br />
Machen die Fakten Tacitus eher zum Geschichtsschreiber oder Geschichtenschreiber? <br />
Haben wir als Nachwelt einen Anspruch auf damalige Warheiten? <br />
<br />
Weiter Fragen dazu gerne her.<br />
<br />
[/size]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hat die Weltgeschichte ein Ziel? Von Aszendenz bis zum Historizismus]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=307</link>
			<pubDate>Fri, 03 Aug 2012 13:07:35 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=307</guid>
			<description><![CDATA[Das Selbstverständnis der Geschichtswissenschaft ist, dass man in der Geschichte eine Wahrnehmung der Welt ist. Wenn man zurück auf die Menschheit schaut, dann begreifen wir unser Tun als Sinn in einem gewissen Handlungsstrang. Doch die Frage "bis wohin werden wir Menschen uns noch entwickeln" steht natürlich offen. Ich möchte versuchen, zu erklären, wie es Geschichtsphilosophisch denn aussieht, mit der Frage, ob wir in der Geschichte ein Ziel verfolgen. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Die Fatalistischen (= Vorbestimmung) Ansichten:<br />
<br />
Aszendenzvostellung</span><br />
<br />
Es scheint eine biologische Erklärung in der Geschichte zu geben. Der Mensch stammt von Amphibien ab, die man an einer Linie sieht, hin zum Homo sapiens sapiens, zu hoher Kultur, Zivilisation und sozialer Organisation. Das Ziel der Menschheit heißt: besseres Leben, Fortschritt schafft Wohlstand damit der Mensch aus einer wilden Vergangenheit irgendwann das volkommene Glück empfindet. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Deszendenzvorstellung</span><br />
<br />
Gott schuf die Welt, Eva ließ sich von der Schlage verführen und es war aus mit dem bequemen, für Menschen unvorstellbares Leben. Die Vertreibung aus dem Paradies ist nur der Beginn für einen weitern Zefall der Sitten, der Moral und der Mensch wird irgendwann in ungezügelter Freiheit sich selbst vernichten oder sich warhlich zu Tode sündigen. Diese Vorstellung zeigt als Menscheitsziel eine unglückliche Weltengemeinschaft, in der das "Es" siegt und es keine Hoffnung gibt keine ehrliche Liebe und womöglich keine Aussicht auf ein menschliches miteinander.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Apokalyptik</span><br />
<br />
"Das Reich Gottes ist nah, kehrt um und glaubt an das Evanglium" schreibt Markus als Überschrift zu seiner Frohen Botschaft. Jesus Christus, Gottes Sohn und Gott selbst verkündet ebenfalls dass das Reich Gottes nah sei, aber man könne nicht sagen es da oder es ist dort. Die Apokalyptik sagt vorraus, das Ziel der Geschichte liegt in der Wiederherstellung eines Urzustandes. Im christlichen Verständnis heißt das, dass Gottes Ehre wieder hergestellt wird und das Leben in "Fülle" erreicht wird. Leider ist nicht erwähnt wie man diese Fülle spüren kann oder inwiefern sie vorstellbar ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">christliche Geschichtsphilosophie des Augustinus von Hippo</span><br />
<br />
Nicht weit weg von der göttlichen Apokalyptik steht die Augustinische Geschichtsphilosophie. Augustinus sieht unseren Staat gegen den Staat Gottes gegenläufig und zum Ende hin wird sich der göttliche Staat gegen den weltlichen durchsetzen. Die Geschehnisse sieht Augustinus von Gott gelenkt. Kritik daran gibt es durch jesuitische Theologen, z. B. Alfred Delp.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Marxistischer Historizismus</span> <span style="font-style: italic;">(nicht zu verwechsln mit Historismus</span><br />
<br />
Die Reichen hier, die Armen da, zwei Klassen, die unermüdlich gegeneinander kämpfen - alles mit dem Ziel, dass es irgendwann eine klassenlose Gesellschaft gibt und sie sich dann in ihren Urzustand zurück begibt. Dabei gibt es mehrere Stufen der Entwicklung, in der der Kapitalismus eine der letzten ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">christlicher Historizismus - "Heilsgeschichte"</span><br />
<br />
Gottes Heil legt sich auf die Welt - es ist eine Spielart der Apokalyptik, jedoch wird es dem Menschen selbst überlassen, ob er das will oder nicht, es kommt auf den Willen des Menschen an, ob man an Gott glaubt und sich demütig Gott vertraut - nur der Glaube an das Evanglium wird an sich moralisches Handeln erlauben und wenn der letzte glaubt, dann ist die Welt im Heil - also heil im Sinne von "zu Gott gehörend"<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Neoapokalyptik</span><br />
<br />
Schwere Stürme und Erdbeben nicht gekannten Außmaßes und Klimawandel - kosmische Gefahren wie ein Gammablitz und Deep Impakt - müssen zwangsläufig zum Weltuntergang führen. Der Mayakalender sagt es ja schon vorraus... <br />
<br />
Soweit die faltalistischen Ansichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Selbstverständnis der Geschichtswissenschaft ist, dass man in der Geschichte eine Wahrnehmung der Welt ist. Wenn man zurück auf die Menschheit schaut, dann begreifen wir unser Tun als Sinn in einem gewissen Handlungsstrang. Doch die Frage "bis wohin werden wir Menschen uns noch entwickeln" steht natürlich offen. Ich möchte versuchen, zu erklären, wie es Geschichtsphilosophisch denn aussieht, mit der Frage, ob wir in der Geschichte ein Ziel verfolgen. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;"> Die Fatalistischen (= Vorbestimmung) Ansichten:<br />
<br />
Aszendenzvostellung</span><br />
<br />
Es scheint eine biologische Erklärung in der Geschichte zu geben. Der Mensch stammt von Amphibien ab, die man an einer Linie sieht, hin zum Homo sapiens sapiens, zu hoher Kultur, Zivilisation und sozialer Organisation. Das Ziel der Menschheit heißt: besseres Leben, Fortschritt schafft Wohlstand damit der Mensch aus einer wilden Vergangenheit irgendwann das volkommene Glück empfindet. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Deszendenzvorstellung</span><br />
<br />
Gott schuf die Welt, Eva ließ sich von der Schlage verführen und es war aus mit dem bequemen, für Menschen unvorstellbares Leben. Die Vertreibung aus dem Paradies ist nur der Beginn für einen weitern Zefall der Sitten, der Moral und der Mensch wird irgendwann in ungezügelter Freiheit sich selbst vernichten oder sich warhlich zu Tode sündigen. Diese Vorstellung zeigt als Menscheitsziel eine unglückliche Weltengemeinschaft, in der das "Es" siegt und es keine Hoffnung gibt keine ehrliche Liebe und womöglich keine Aussicht auf ein menschliches miteinander.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Apokalyptik</span><br />
<br />
"Das Reich Gottes ist nah, kehrt um und glaubt an das Evanglium" schreibt Markus als Überschrift zu seiner Frohen Botschaft. Jesus Christus, Gottes Sohn und Gott selbst verkündet ebenfalls dass das Reich Gottes nah sei, aber man könne nicht sagen es da oder es ist dort. Die Apokalyptik sagt vorraus, das Ziel der Geschichte liegt in der Wiederherstellung eines Urzustandes. Im christlichen Verständnis heißt das, dass Gottes Ehre wieder hergestellt wird und das Leben in "Fülle" erreicht wird. Leider ist nicht erwähnt wie man diese Fülle spüren kann oder inwiefern sie vorstellbar ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">christliche Geschichtsphilosophie des Augustinus von Hippo</span><br />
<br />
Nicht weit weg von der göttlichen Apokalyptik steht die Augustinische Geschichtsphilosophie. Augustinus sieht unseren Staat gegen den Staat Gottes gegenläufig und zum Ende hin wird sich der göttliche Staat gegen den weltlichen durchsetzen. Die Geschehnisse sieht Augustinus von Gott gelenkt. Kritik daran gibt es durch jesuitische Theologen, z. B. Alfred Delp.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Marxistischer Historizismus</span> <span style="font-style: italic;">(nicht zu verwechsln mit Historismus</span><br />
<br />
Die Reichen hier, die Armen da, zwei Klassen, die unermüdlich gegeneinander kämpfen - alles mit dem Ziel, dass es irgendwann eine klassenlose Gesellschaft gibt und sie sich dann in ihren Urzustand zurück begibt. Dabei gibt es mehrere Stufen der Entwicklung, in der der Kapitalismus eine der letzten ist.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">christlicher Historizismus - "Heilsgeschichte"</span><br />
<br />
Gottes Heil legt sich auf die Welt - es ist eine Spielart der Apokalyptik, jedoch wird es dem Menschen selbst überlassen, ob er das will oder nicht, es kommt auf den Willen des Menschen an, ob man an Gott glaubt und sich demütig Gott vertraut - nur der Glaube an das Evanglium wird an sich moralisches Handeln erlauben und wenn der letzte glaubt, dann ist die Welt im Heil - also heil im Sinne von "zu Gott gehörend"<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;">Neoapokalyptik</span><br />
<br />
Schwere Stürme und Erdbeben nicht gekannten Außmaßes und Klimawandel - kosmische Gefahren wie ein Gammablitz und Deep Impakt - müssen zwangsläufig zum Weltuntergang führen. Der Mayakalender sagt es ja schon vorraus... <br />
<br />
Soweit die faltalistischen Ansichten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wozu Philosophie? - Einige Gedanken und Frage]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15</link>
			<pubDate>Sat, 02 Jun 2012 14:25:16 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15</guid>
			<description><![CDATA[Was denn die Philosophie bringe wurde schon Aristoteles gefragt. Innerhalb der christlichen Kulturen wurde die Kultur auf philosophischen  (vor allem Neoplatonischen) Aspekten aufgebaut. Heutzutage hat man den Eindruck, sie ist tatsächlich überflüssig. Lassen sich außer Bücher keine Konsumgüter mit ihr herstellen, auch die Bildung ist nicht unbedingt notwendig, wozu gibt es Romane, Novellen und so weiter.<br />
<br />
Heutzutage braucht man sich keine philosophische Gedanken machen, es scheint tatsächlich überflüssig, weil die Verfassung, in der Bundesrepublik das Grundgesetz ist auf einem festen (aber philosophischem) Boden und dennoch lässt es genug Spielraum für Pragmatik und politischem Couleur. Bei genauerem Hinsehen ist die Philosophie der politischen Parteien festgefahren. Jeder scheint Lösungen zu einem Problem anzubieten und erklärt in oft durchsichtig gebastelten Zusammenhängen, warum die angebotene Lösung gerade zu der Parteiphilosophie passe. <br />
<br />
Ist auch sonst das Leben geplagt von Sinnfreiheit, kommt man schnell auf die Idee, religiös zu werden oder sich ein Hobby zuzulegen, mit anderen Worten, sich selbst ein Sinn für sein Leben zu geben. Und diese Philosophie kann die nächste bringen. Wer kennt ihn denn nicht, den immer lustigen, fröhlichen, stattlichen und brillentragenden Professor für Philosophie, der unterm Baum sitzt und über Gott und die Welt nachdenkt? Und dann denkt man sich für was wird der bezahlt? Was leistet der Mann wertvolles außer jungen Menschen an der Uni zu lehren, denen nichts weiter bleibt als später selbst so zu werden? <br />
<br />
Und auch Modelle zu erschaffen. Modelle die gar nicht mal philosophisch scheinen, aber es dennoch sind. Wieso lebt beispielsweise der Mensch nicht vom Brot allein? Ist er von Gott erschaffen oder nur eine üble Laune der Natur, gewollt von einer Biologie die uns schaffen kann und wenn sie will uns auch auslöscht wenn sie will? Dann aber der Dreh: Wieso in aller Welt denken wir darüber nach und leben nicht einfach? Warum habe ich nötig die Geschichte zu reflektieren um meine Konsequenzen daraus zu kennen? Die Antworten werden nur einem in Gedankenmodellen einfallen. <br />
<br />
Und die wohl größte Frage: Wie sollen wir zusammenleben? Wieso ist mein Nebenmann so viel Wert als ich? Was erhält ihn am Leben und vor allem wie finde ich einen Lebenspartner oder Lebensparterin? Und wieso brauche ich das? Fragen über Fragen... Wie soll ich ohne Leben... <br />
<br />
Und dann natürlich klar: sind wir bereit Antworten (und vor allem die unbequemen davon zu finden) und offen und bereit zu sein, ein Stück unseres kurzem Leben dafür zu verplempern. <br />
<br />
Wenn man seinem Leben also einen Sinn geben will, wieso dann nicht auch mal akzeptierten, dass etwas unlogisches, wirtschaftlich nichts produktives, gedacht werden kann. Sei es Religion, die man fragt, sei es die Geschichte oder sogar die Sprache. Und wenn man das nächste mal tief betrübt ist, wird man philosophieren mit der Frage: Wieso tue ich mir das an?<br />
<br />
Philosophie heißt Fragen stellen. Fragen an das Leben, Antworten suchen auch in dem, was uns verspricht Antworten zu liefern. Dazu sind wir Menschen fähig. Was sagt Aristoteles wohl zu der Frage warum wir eine Philosophie brauchen um sie zu erklären?<br />
<br />
Ich hoffe auf eine spannende Diskussion]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Was denn die Philosophie bringe wurde schon Aristoteles gefragt. Innerhalb der christlichen Kulturen wurde die Kultur auf philosophischen  (vor allem Neoplatonischen) Aspekten aufgebaut. Heutzutage hat man den Eindruck, sie ist tatsächlich überflüssig. Lassen sich außer Bücher keine Konsumgüter mit ihr herstellen, auch die Bildung ist nicht unbedingt notwendig, wozu gibt es Romane, Novellen und so weiter.<br />
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Heutzutage braucht man sich keine philosophische Gedanken machen, es scheint tatsächlich überflüssig, weil die Verfassung, in der Bundesrepublik das Grundgesetz ist auf einem festen (aber philosophischem) Boden und dennoch lässt es genug Spielraum für Pragmatik und politischem Couleur. Bei genauerem Hinsehen ist die Philosophie der politischen Parteien festgefahren. Jeder scheint Lösungen zu einem Problem anzubieten und erklärt in oft durchsichtig gebastelten Zusammenhängen, warum die angebotene Lösung gerade zu der Parteiphilosophie passe. <br />
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Ist auch sonst das Leben geplagt von Sinnfreiheit, kommt man schnell auf die Idee, religiös zu werden oder sich ein Hobby zuzulegen, mit anderen Worten, sich selbst ein Sinn für sein Leben zu geben. Und diese Philosophie kann die nächste bringen. Wer kennt ihn denn nicht, den immer lustigen, fröhlichen, stattlichen und brillentragenden Professor für Philosophie, der unterm Baum sitzt und über Gott und die Welt nachdenkt? Und dann denkt man sich für was wird der bezahlt? Was leistet der Mann wertvolles außer jungen Menschen an der Uni zu lehren, denen nichts weiter bleibt als später selbst so zu werden? <br />
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Und auch Modelle zu erschaffen. Modelle die gar nicht mal philosophisch scheinen, aber es dennoch sind. Wieso lebt beispielsweise der Mensch nicht vom Brot allein? Ist er von Gott erschaffen oder nur eine üble Laune der Natur, gewollt von einer Biologie die uns schaffen kann und wenn sie will uns auch auslöscht wenn sie will? Dann aber der Dreh: Wieso in aller Welt denken wir darüber nach und leben nicht einfach? Warum habe ich nötig die Geschichte zu reflektieren um meine Konsequenzen daraus zu kennen? Die Antworten werden nur einem in Gedankenmodellen einfallen. <br />
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Und die wohl größte Frage: Wie sollen wir zusammenleben? Wieso ist mein Nebenmann so viel Wert als ich? Was erhält ihn am Leben und vor allem wie finde ich einen Lebenspartner oder Lebensparterin? Und wieso brauche ich das? Fragen über Fragen... Wie soll ich ohne Leben... <br />
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Und dann natürlich klar: sind wir bereit Antworten (und vor allem die unbequemen davon zu finden) und offen und bereit zu sein, ein Stück unseres kurzem Leben dafür zu verplempern. <br />
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Wenn man seinem Leben also einen Sinn geben will, wieso dann nicht auch mal akzeptierten, dass etwas unlogisches, wirtschaftlich nichts produktives, gedacht werden kann. Sei es Religion, die man fragt, sei es die Geschichte oder sogar die Sprache. Und wenn man das nächste mal tief betrübt ist, wird man philosophieren mit der Frage: Wieso tue ich mir das an?<br />
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Philosophie heißt Fragen stellen. Fragen an das Leben, Antworten suchen auch in dem, was uns verspricht Antworten zu liefern. Dazu sind wir Menschen fähig. Was sagt Aristoteles wohl zu der Frage warum wir eine Philosophie brauchen um sie zu erklären?<br />
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Ich hoffe auf eine spannende Diskussion]]></content:encoded>
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