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Weltmächte der Zukunft:
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01.07.2013, 14:21
Beitrag: #51
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Im Norden wird es nicht ewig so weitergehem. Irgendwann wird das Regime auseinanderfallen und der Wiedervereinigung wird nichts mehr im weg stehen. Dann sind sie aber Immernoch eigekeilt zwischen China, Russland und Japan wo wollen die da eine Regionalmacht werden?
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01.07.2013, 15:23
Beitrag: #52
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(01.07.2013 14:21)kugelschreiber schrieb: Im Norden wird es nicht ewig so weitergehem. Irgendwann wird das Regime auseinanderfallen und der Wiedervereinigung wird nichts mehr im weg stehen. Diese wird für den Süden wohl alles andere als Kostengünstig. Meineswissens war die Wiedervereinigung für Deutschland schon relativ schwierig. Ich habe zwar wenig Ahnung von der DDR-Zeit, aber ich denke das Nordkorea wirtschaftlich um vieles weiter hinten ist als die DDR damals. Regionalmacht, das ist schwer zu sagen. Aber wichtige Wirtschaftsmacht denke ich, da ist schon was drinnen. |
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01.07.2013, 16:31
Beitrag: #53
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(01.07.2013 14:21)kugelschreiber schrieb: Im Norden wird es nicht ewig so weitergehem. Irgendwann wird das Regime auseinanderfallen und der Wiedervereinigung wird nichts mehr im weg stehen. Dann sind sie aber Immernoch eigekeilt zwischen China, Russland und Japan wo wollen die da eine Regionalmacht werden? Es ist nicht gesagt, dass nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Kim-Regimes eine Vereinigung von Nord- und Südkorea folgen wird. China wird nur die Zustimmung zu einer Vereinigung der beiden Staaten geben, wenn die USA bereit ist, Korea als entmilitarisiertes, neutrales Land zu akzeptieren. Das sehe ich aber nicht kommen, das US-Army bzw. die US-Navy werden in und um Südkorea präsent bleiben. Somit wird China einen nordkoreanischen Pufferstaat bevorzugen und notfalls das Regime auswechseln. Südkorea selbst wird nicht die Leistungen erbringen können, die notwendig zum Aufbau Nordkoreas wären. Man kann keine Parallelen von der deutschen oder der vietnamesischen Wiedervereinigung zur politischen Situation Koreas ziehen. "Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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14.07.2013, 19:41
Beitrag: #54
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(01.07.2013 10:16)WDPG schrieb:Wobei Nordkoreas Militärmacht jetzt nicht so übermächtig ist.(16.08.2012 22:29)Annatar schrieb: unter dem Schutz der USA ?? (01.07.2013 10:16)WDPG schrieb: Muss sagen Südkorea als bedeutende Wirtschaftsmacht ja, aber als politische Welt- oder Großmacht sehe ich es wohl auch in der Zukunft nicht.Stimmt. Südkorea ist eher wirtschaftlich bedeutend. (01.07.2013 16:31)Sansavoir schrieb: Südkorea selbst wird nicht die Leistungen erbringen können, die notwendig zum Aufbau Nordkoreas wären. Man kann keine Parallelen von der deutschen oder der vietnamesischen Wiedervereinigung zur politischen Situation Koreas ziehen.Stimmt, weswegen viele Bewohne rim Süden nicht gerade für die Wiedervereinigung sind. Die Kosten würden Südkorea auffressen. "Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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20.07.2013, 16:14
Beitrag: #55
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(14.07.2013 19:41)Annatar schrieb: Wobei Nordkoreas Militärmacht jetzt nicht so übermächtig ist. Sie ist gefährlich genug, allein wegen der Zahlenstärke - gut, das war bei Saddam auch der Fall - aber auch wegen des Atompotentials. Wenn Kim der Junge durchdreht, haben wir eine Katastrophe! VG Christian |
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20.07.2013, 22:04
Beitrag: #56
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(20.07.2013 16:14)913Chris schrieb:Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Nordkoreas Armee ist groß das stimmt, aber sie ist mehrhetilich schlecht ausgerüstet und ausgebildet. Von der Ernährung der Soldaten ganz zu schweigen.(14.07.2013 19:41)Annatar schrieb: Wobei Nordkoreas Militärmacht jetzt nicht so übermächtig ist. Nukleares Potential hat Nordkorea, aber wie groß dieses ist, weiß keiner. Deswegen halte ich das Gefahrenpotential der nordkoreanischen Armee für geringer, als es in den westlichen Medien dargestellt wird. "Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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21.07.2013, 21:29
Beitrag: #57
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(20.07.2013 22:04)Annatar schrieb:(20.07.2013 16:14)913Chris schrieb: Sie ist gefährlich genug, allein wegen der Zahlenstärke - gut, das war bei Saddam auch der Fall - aber auch wegen des Atompotentials.Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Nordkoreas Armee ist groß das stimmt, aber sie ist mehrhetilich schlecht ausgerüstet und ausgebildet. Von der Ernährung der Soldaten ganz zu schweigen. Das wirklich Gefährliche an Nordkorea ist, dass eine Armee dieser Größe die südkoreanische Armee überrollen kann. Opfer zählen in Nordkorea nichts, und die Taktik der "Menschenwelle" war zumindest im Koreakrieg schon einmal gegen technisch überlegene Gegner erfolgreich. Gegen die USA in heutiger Ausrüstung würde Nordkorea nichts ausrichten können, aber dann stünde China Gewehr bei Fuß, was die USA auf keinen Fall wollen können. Korea könnte bei einem Durchdrehen Kims ein weiteres Mal zur Lunte an der Weltbombe werden... VG Christian |
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22.07.2013, 23:03
Beitrag: #58
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(21.07.2013 21:29)913Chris schrieb:Naja Nordkroea hat aber bei weitem weniger Einwohner als der Süden. Von daher bringt die Taktik der menschlichen Welle nicht viel.(20.07.2013 22:04)Annatar schrieb: Da bin ich mir nicht ganz so sicher. Nordkoreas Armee ist groß das stimmt, aber sie ist mehrhetilich schlecht ausgerüstet und ausgebildet. Von der Ernährung der Soldaten ganz zu schweigen. Das Problem ist meiner Meinung nach auch nicht Nordkorea, sonder viel mehr China. Keiner weiß, wie China reagieren würde, falls Nordkorea durchdrehen würde. "Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
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23.07.2013, 03:18
Beitrag: #59
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(22.07.2013 23:03)Annatar schrieb: Naja Nordkroea hat aber bei weitem weniger Einwohner als der Süden. Von daher bringt die Taktik der menschlichen Welle nicht viel. Ein Problem ist, dass China die "Korea-Frage" mit der "Taiwan-Frage" gekoppelt hat, d.h. eine Zustimmung Chinas zur Wiedervereinigung Koreas wird nur erfolgen, wenn im Gegenzug Taiwan mit China wiedervereinigt wird bzw. ist. Das nukleare Potential Nordkoreas kann zur Gefahr werden, wenn Kim III. in Machtkämpfen mit dem Militär oder der kommunistischen Partei verwickelt ist. Soweit ich richtig informiert bin, wechselte er nach seinem Machtantritt einige hohe Militärs aus. Möglicherweise ist das ein Grund für seine aggressives Politik, mit der er sich vor hohen Parteifunktionären und Militärs zu rechtfertigen versucht. Nicht vergessen darf man, dass auch in Südkorea ein Politikwechsel stattgefunden hat. Während die ehemaligen und inzwischen verstorbenen Präsidenten Kim Dae-jung und Roh Moo-hym eine Politik der Annäherung und des Ausgleichs mit Nordkorea führten, favorisieren die seit 2008 amtierenden Staatspräsidenten wieder eine härtere Gangart gegenüber Nordkorea. Die jetzige, seit diesem Jahr amtierende Staatspräsidentin Park Geun-hye ist die Tochter des von 1961 bis 1979 in Südkorea diktatorisch regierenden Präsidenten Park Chung-hee, auf dem der nordkoreanische Geheimdienst Attentate ausübte, wie z.B. 1974, bei dem seine Gattin bzw. die Mutter der heutigen Präsidentin umkam. 1979 kam Park während eines (letztlich erfolglosen) Putsches von Teilen des Militärs und Geheimdienstes um. Fakt ist, dass Park sowohl neben seiner rigorosen Innen- und Wirtschaftspolitik auch eine aggressive Außenpolitik gegenüber Nordkorea betrieb. Letzteres ist natürlich nur unter den Bedingungen des Kalten Krieges bzw. dem Hintergrund des Vietnamkrieges zu verstehen. Des Weiteren darf man nicht vernachlässigen, dass Teile der südkoreanischen Öffentlichkeit den ehemaligen Präsidenten Park für einen Kollabrateur der Japaner hielten bzw. halten. Das Thema der Kollaboration während der von 1910 bis 1945 dauernden Herrschaft in Korea ist bis heute nicht aufgearbeitet wurden. Es wurde durch die Ereignisse des Koreakrieges und der koreanische Teilung aus der öffentlichen Diskussion und Wahrnehmung verdrängt. Es bleibt daher zu hoffen, dass die südkoreanische Demokratie soweit gefestigt ist, die Geschichte Koreas während der japanischen Besetzung ehrlich aufzuarbeiten, ohne dabei in Säbelrasseln gegenüber Nordkorea zu verfallen. Ebenso ist es wünschenswert, dass die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye ihre Politik gegenüber Nordkorea nach den heutigen Erfordernissen vernünftig führt und sich nicht von aus ihrer Familiengeschichte begründeten Emotionen leiten lässt. "Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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26.07.2013, 05:21
Beitrag: #60
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(14.07.2013 19:41)Annatar schrieb: Südkorea selbst wird nicht die Leistungen erbringen können, die notwendig zum Aufbau Nordkoreas wären. Man kann keine Parallelen von der deutschen oder der vietnamesischen Wiedervereinigung zur politischen Situation Koreas ziehen.Stimmt, weswegen viele Bewohne rim Süden nicht gerade für die Wiedervereinigung sind. Die Kosten würden Südkorea auffressen. [/quote] Das wahrscheinlichste Szenario ist, das es einfach zur Wiedervereinigung kommt. Nach den Kräften des Marktes werden die Nordkoreaner dann schnell aufholen. Südkorea kann es nicht finanzieren, sofort seinen Wohlstand im Norden einzuführen. Das brauch es aber auch nicht. Es werden die Rahmenbedingungen für einen Wirtschaftsraum gestellt. viele Grüße Paul aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt |
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28.07.2013, 10:15
Beitrag: #61
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(26.07.2013 05:21)Paul schrieb: ist, das es einfach zur Wiedervereinigung kommt. Nach den Kräften des Marktes werden die Nordkoreaner dann schnell aufholen. Südkorea kann es nicht finanzieren, sofort seinen Wohlstand im Norden einzuführen. Das brauch es aber auch nicht. Es werden die Rahmenbedingungen für einen Wirtschaftsraum gestellt. Schwer zu sagen, ob du da recht hast. OK, ein Wirtschaftsaufschwung würde kommen, aber man muss auch sehen das Nordkorea total am Boden liegt, das es für die Leute dort wohl nicht so einfach ist mit einem kapitalistischem System Leben zu lehrnen und das sie es gewohnt sind Südkorea jahrzehntelang als ihren Erzfeind zu sehen. |
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28.07.2013, 10:42
Beitrag: #62
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Nun sind aber schon, als Kim Il Sung in Nordkorea die Macht ergriff, Tausende Nordkoreaner nach Süden geflüchtet.
Zieht man die DDR als Vegleichsbeispiel heran, dürfte es wohl auch in Korea im Falle einer Wiedervereinigung oder auch nur Grenzöffnung zu einerm Exodus kommen. Und den würde Südkorea nicht verkraften können. Andererseits ist Nordkorea viel rohstoffreicher als Südkorea. Zum Vergleich: Rohstoffe Nordkorea (Quelle: Wikipedia): Kohle Blei Wolfram Zink Graphit Magnesit Eisenerz Kupfer Gold Pyrit Salz Flussspat Wasserkraft Rohstoffe Südkorea (Quelle: http://www.schatzwert.de/rohstoffe/boden...rea.html): Wolfram. Ich würde sagen, die südkoreanischen Konzerne reißen sich erst mal die Rohstoffgebiete unter den Nagel und beuten diese aus, wobei fast zwangsläufig die nordkoreanische Bevölkerung wenige, dafür gut bezahlte Arbeitsplätze bekommt (nach einer Anfangszeit der Dumpinglöhne), aber die Masse der Nordkoreaner müsste dann schauen, wo sie bleibt. "Blühende Landschaften" sehe ich im Falle einer Wiedervereinigung Koreas im Norden nicht, dafür hat der Staat Südkorea auch zu wenig Reserven, allenfalls die südkoreanischen Konzerne könnten da was leisten, die werden es aber nicht umsonst machen. Was dann nach relativ kurzer Zeit zum Ärger der Nordkoreaner führen wird und - abhängig davon, wie gewalttätig der Abschied der Kim-Dynastie von der Macht ausfällt - über kurz oder lang zu Aufständen im Norden und eventuell auch im Süden. Das würde dann die Großmächte - China, USA und evtl. auch Russland - auf den Plan rufen und fertig ist die nächste Großkrise... VG Christian |
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30.07.2013, 23:05
Beitrag: #63
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(26.07.2013 05:21)Paul schrieb:Das halte ich ehrlich gesagt für ziemlich idealistisch.(14.07.2013 19:41)Annatar schrieb: Südkorea selbst wird nicht die Leistungen erbringen können, die notwendig zum Aufbau Nordkoreas wären. Man kann keine Parallelen von der deutschen oder der vietnamesischen Wiedervereinigung zur politischen Situation Koreas ziehen. Nordkorea steht wirtschaftlich noch schlechter da, als die DDR vor dier Wiedervereinigung und die ging auch nur mit großen Problemen über die Bühne. Im Fall von Nord- und Südkorea wären die Probleme nich viel größer. "Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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31.07.2013, 14:23
Beitrag: #64
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RE: Weltmächte der Zukunft:
vieleicht haben sie ja von uns gelernt und machen es besser.
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31.07.2013, 14:33
Beitrag: #65
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| RE: Weltmächte der Zukunft: | |||
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31.07.2013, 16:01
Beitrag: #66
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(31.07.2013 14:33)WDPG schrieb:(07.03.2013 14:55)WDPG schrieb: Würde Russland also sehr wohl noch als eine Weltmacht sehen, wohin die Reise in der Zukunft geht, kann man gerade bei Russland schwer sagen. Solange Russland in dieser Größe existiert, wird es auch weltpolitisch eine Rolle spielen. Momentan ist die eher kleiner, und sie war auch vor dem 2.Wk keine echte weltpolitische Rolle - Russland war die längste Zeit seiner Existenz Randmacht oder auch "schlafender Riese", der aber nie wirklich erwacht ist -, aber allein wegen der Größe Russlands und weil Russland mindestens seine Nachbarländer schon immer politisch beeinflusst hat und weil eben wegen der Größe die Zahl der russischen Nachbarländer riesig ist, wird Russland im eurasiatischen Raum eine größere Rolle spielen. Weltmacht - das ist wohl zu hoch gegriffen, dazu hat Russland zu viele interne Probleme und zu wenig Wirtschaftsmacht. Schafft es Russland, einen wirtschaftlichen Aufstieg hinzukriegen wie z.B. China (und demnächst vielleicht auch Indien), dann kann es zu einer Weltmacht werden wie z.B. Mitte des 19.Jhs. (als Russland zusammen mit Österreich DIE konservative/restaurative Macht des europäischen Kontinents war, und Europa war damals der weltbeherrschende Kontinent) oder im 18.Jh (unter Peter und Katharina), aber eine Supermacht wie die Sowjetunion wird es wohl von russischem Boden aus so bald nicht wieder geben. VG Christian |
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31.07.2013, 17:29
Beitrag: #67
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Da stimme ich Dir zu. Russland wird möglicherweise in Zukunft eine größere Rolle als potentieller Verbündeter / Partner Chinas spielen.
"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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09.08.2013, 13:54
Beitrag: #68
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(31.07.2013 16:01)913Chris schrieb: Solange Russland in dieser Größe existiert, wird es auch weltpolitisch eine Rolle spielen. Momentan ist die eher kleiner, Grundsätzlich hast du hier mit vielen recht. Bezüglich der jetzigen kleineren Rolle muss ich sagen das mein persönlicher Eindruck ist, das die Rolle unter Jelzin oft um einiges kleiner war als jetzt unter Putin. Zuvor wirkte Russland oft als der Ex-Riese im Chaos, heute hört man immer wieder von Oligarchen die in der Wirtschaft auch Europas nicht unwesentlich sind (Große Betriebe kaufen usw.) und das ganze wirkt als stabiler (als damals), kann aber auch sein das hier vieles nicht durchdringt. Genau diese oft eher verborgene Lage ist das was immer wieder die Frage aufwirft wie stark ist Russland tatsächlich. OK, Militärisch ist man heute noch ein Gigant. Aber wie sieht es mit der Wirtschaft aus. Manchmal liest man von Russland als überschätzte Wirtschaftsmacht, könnte sein, andererseits braucht man nur den Bereich Erdgas nehmen, die Gasprom ist soweit ich das sehe hier mit Abstand der größte Konzern die Welt. Auch wie es der Bevölkerung tatsächlich geht, ist gar nicht mal so leicht ersichtlich. Was die Zukunft betrifft kann alles kommen. Vor allem spannend ist die Frage was nach der Ära Putin kommt. Vom geregelten Übergang zu einem neuen starken Mann, bis zu Chaos/weiterer Zerfall. Von Demokratisierung bis zum Gefährlichen Mann an der Staatsspitze ist hier alles möglich. Was ich schon denke: Russland wird in dieser oder jener Form auch weiterhin eine bedeutende Rolle spielen, das kommt alleine schon von der Größe des Landes her. |
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09.08.2013, 14:41
Beitrag: #69
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Russland wird aufgrund seiner Bodenschätze weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Ein großes Problem Russlands ist aber der Bevölkerungsrückgang. Der Nachfolger von Putin wird wohl von ihm selbst eingesetzt werden. Aus Angst vor der Rückkehr der Chaosjahre unter Jelzin wird wahrscheinlich die Mehrheit des russischen Volkes einer geregelten Machtübergabe zustimmen.
"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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11.08.2013, 03:45
Beitrag: #70
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Das jetzige Vorgehen der russischen Führung gegen Einwanderung aus ehemaligen Gus-Staaten zeigt die Angst vor Überfremdung durch "Tataren", also türkischsprachige Einwanderer aus diesen Staaten, die eine höhere Geburtenrate aufweisen, als die Russen.
Russland könnte sich gegen eine solche Entwicklung eigentlich nur noch "schützen", wenn es die Einwanderung aus nichttürkischen Staaten forcieren würde, z.B. aus China, Indien, Afrika. Der Bevölkerungsrückgang trotz Einwanderung aus ehemaligen Gus-Staaten resultiert neben der niedrigen Geburtenrate, aus der starken Auswanderung z.B. von Ruslanddeutschen und Auswanderern nach Israel. viele Grüße Paul aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt |
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25.08.2013, 10:32
Beitrag: #71
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(28.06.2012 20:39)WDPG schrieb: -Brasilien: Muss sagen über Aufstrebende Länder wie Brasilien oder auch Südafrika weiß ich zuwenig. Die Entwicklung ist die Richtung Weltmacht, es ist aber möglich das sie irgendwann schneller wieder endet als es im Moment aussieht, bin gespannt. Ähnlich bei Indien, sicher das Land hat großes Potential, aber auch starke Soziale Probleme. Brasilien befindet sich wirtschaftlich auf einem aufsteigenden Ast, auch wenn das leider auf Kosten der Umwelt und des Kulturerbes geht. Allerdings reicht das meiner Meinung nach nicht aus, um in absehbarer Zeit zu einer Weltmacht aufzusteigen. Hinzu kommen massive infrastrukturelle Probleme in Brasilien. Vor ein paar Monaten beispielsweise hat man es in den Nachrichten gesehen, da kommen hunderte LKWs mit exportfertigen Waren, mit denen das Land eine Menge Geld machen könnte. Aufgrund der schlechten Straßen- und sonstigen Verkehrsverhältnissen (Wikipedia spricht von einem "desaströsen Zustand" der Straßen) stauten sich die Wagen jedoch in kilometer- und tagelangen Staus vor den Flughäfen und Häfen und ein großer Teil der Waren wurde schlecht. Allgemein machen die Inflation und die Spaltung der Gesellschaft Brasilien zu schaffen. Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch) |
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25.08.2013, 21:05
Beitrag: #72
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Brasilien wird in den nächsten Jahre keine Weltmacht werden. Allerdings hat das Land einige Möglichkeiten, seine wirtschaftliche und politische Bedeutung zu erhöhen. Die erste Option wäre eine noch stärkere Orientierung auf Südamerika. Das Problem ist die aufgrund der unterschiedlichen Sprache entstandene Sonderrolle von Brasilien. Länder wie Ecuador, Peru oder Bolivien orientieren sich eher an Argentinien und Chile. Nur Paraguay kooperiert mit Brasilien. Eine wirtschaftliche Partnerschaft mit Chile und Argentinien wäre ebenfalls eine Option, die Frage ist, ob die Chilenen und Argentinier dafür bereit sind. Ein weiterer Weg, den Brasilien für die Zukunft erwägt, ist der stärkerer Ausbau von wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Portugal und vor allem zu den ehemaligen portugiesischen Kolonien.
In diesem Sinn stimme ich auch Maxdorfer zu, dass Brasilien sich aufstrebend entwickelt, wobei es schwer ist, den genauen Weg Brasiliens und die Dauer dieser Entwicklung einzuschätzen. "Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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25.08.2013, 21:09
Beitrag: #73
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(25.08.2013 21:05)Sansavoir schrieb: Ein weiterer Weg, den Brasilien für die Zukunft erwägt, ist der stärkerer Ausbau von wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Portugal und vor allem zu den ehemaligen portugiesischen Kolonien. Hier soll ja im Moment Angola eine aufstrebende Wirtschaftsmacht sein (meine jetzt nicht das es ein Kandidat für eine zukünftige Weltmacht wäre, aber ein möglicherweise für Brasilien interessanter Handelspartner). |
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26.08.2013, 18:13
Beitrag: #74
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RE: Weltmächte der Zukunft:
So ist es. Neben Angola sind auch Mocambique oder Guinea-Bissau potentielle Partner der brasilianischen Wirtschaft.
"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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20.10.2016, 01:19
Beitrag: #75
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Ich glaube die Europäische Gemeinschaft wurde bisher nicht als Weltmacht aufgezählt. Sie kompensiert die niedrige Geburtenrate durch Einwanderung und bleibt eine Wirtschaftsmacht.
Die USA und Kanada könnten sich relativ problemlos vereinigen und wären dann eine noch größere Weltmacht. viele Grüße Paul aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt |
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20.10.2016, 09:26
Beitrag: #76
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(20.10.2016 01:19)Paul schrieb: Die USA und Kanada könnten sich relativ problemlos vereinigen und wären dann eine noch größere Weltmacht.Das stimmt, diese beiden Staaten sind sich wohl ähnlicher als sonst 2 große Industrienationen. Die EU mag Wirtschaftsmacht bleiben, aber gerade die Zuwanderung sorgt für große Probleme nicht nur politischer Art. Momentan spaltet die Zuwanderung die EU doch mehr als sie ihr nützt. "Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara) |
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20.10.2016, 21:18
Beitrag: #77
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| RE: Weltmächte der Zukunft: | |||
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21.10.2016, 12:16
Beitrag: #78
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(20.10.2016 21:18)Flora_Sommerfeld schrieb: Wenn es doch relativ problemlos wäre, warum tut man es dann nicht?Tja, das frage ich mich auch. "Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara) |
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21.10.2016, 14:01
Beitrag: #79
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(21.10.2016 12:16)Triton schrieb:(20.10.2016 21:18)Flora_Sommerfeld schrieb: Wenn es doch relativ problemlos wäre, warum tut man es dann nicht?Tja, das frage ich mich auch. Muss sagen ich kenne beide Länder dann doch zu wenig um zu beurteilen ob es da wirklich so wenige Unterschiede gibt. Was ich mich erinnern kann hat Kanada ein strengeres Waffengesetz. Weiß nicht ob da Sozialsystem ähnlich ist usw. Außerdem braucht es für beide Staaten einen Nutzen, wenn es eine Vereinigung geben würde und ich bin mir nicht sicher ob sich Kanadier und US-Amerikaner so gerne mögen (gibt's da nicht auch einen "Konkurrenzkampf" wie zwischen Österreich und Deutschland, der oft hochgespielt wird). Zugegeben die Informationen nach denen ich auf diese Überlegungen schließe sind dürftig. |
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21.10.2016, 16:09
Beitrag: #80
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(21.10.2016 14:01)WDPG schrieb: Muss sagen ich kenne beide Länder dann doch zu wenig um zu beurteilen ob es da wirklich so wenige Unterschiede gibt. Was ich mich erinnern kann hat Kanada ein strengeres Waffengesetz.Laut dem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" von Michael Moore nicht. Zugegeben, Moore ist ziemlich populistisch, aber der Film ging der Frage nach, warum es solche Amokläufe häufig in den USA, aber wenige in Kanada gibt, obwohl aucb jeder Kanadier seine Waffe im Nachtschrank hat. Moore kam in seinem Film zu dem Schluss, dass die Kanadier einfach sehr viel weniger paranoid sind, dass es aber nicht an der Waffengesetzgebung liegt. (21.10.2016 14:01)WDPG schrieb: Weiß nicht ob da Sozialsystem ähnlich ist usw. Außerdem braucht es für beide Staaten einen Nutzen, wenn es eine Vereinigung geben würde und ich bin mir nicht sicher ob sich Kanadier und US-Amerikaner so gerne mögen (gibt's da nicht auch einen "Konkurrenzkampf" wie zwischen Österreich und Deutschland, der oft hochgespielt wird). Es gibt vor allem einen Streitpunkt zwischen Kanada und den USA und der lautet- Wasser. Ich habe vor etlichen jahren mal einen Bericht in einem Wissenschaftsmagazin gelesen, der von der Wasserverteilung Nordamerikas spricht. Der Wasserverbrauch in den USA ist gigantisch, während die Kanadier mehr Wasser haben als sie nach Meinung der USA bräuchten. Von wissenschaftlicher Seite aus wurden diverse Möglichkeiten erörtert, Kanadas Wasservorräte bis nach Texas umzuleiten. ich weiß nicht, wie aktuell das noch immer ist, aber wenn man jetzt zunehmend Berichte liest, dass Nestlé sich Kanadas Wasserreservoirs aneignet, um das Wasser dann letztendlich auch in die USA zu verkaufen, spricht das nicht unbedingt dafür, dass sie sich immer so wahnsinnig lieb haben... Selbst denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht selbst denkt, denkt überhaupt nicht
Oscar Wilde
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22.10.2016, 10:10
Beitrag: #81
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(21.10.2016 16:09)Bunbury schrieb:(21.10.2016 14:01)WDPG schrieb: Muss sagen ich kenne beide Länder dann doch zu wenig um zu beurteilen ob es da wirklich so wenige Unterschiede gibt. Was ich mich erinnern kann hat Kanada ein strengeres Waffengesetz.Laut dem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" von Michael Moore nicht. Zugegeben, Moore ist ziemlich populistisch, aber der Film ging der Frage nach, warum es solche Amokläufe häufig in den USA, aber wenige in Kanada gibt, obwohl aucb jeder Kanadier seine Waffe im Nachtschrank hat. Moore kam in seinem Film zu dem Schluss, dass die Kanadier einfach sehr viel weniger paranoid sind, dass es aber nicht an der Waffengesetzgebung liegt. OK, dann hatte ich das falsch in Erinnerung. |
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22.10.2016, 12:24
Beitrag: #82
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RE: Weltmächte der Zukunft:
(22.10.2016 10:10)WDPG schrieb:(21.10.2016 16:09)Bunbury schrieb: Laut dem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine" von Michael Moore nicht. Zugegeben, Moore ist ziemlich populistisch, aber der Film ging der Frage nach, warum es solche Amokläufe häufig in den USA, aber wenige in Kanada gibt, obwohl aucb jeder Kanadier seine Waffe im Nachtschrank hat. Moore kam in seinem Film zu dem Schluss, dass die Kanadier einfach sehr viel weniger paranoid sind, dass es aber nicht an der Waffengesetzgebung liegt. oder meine Informationen sind veraltet.... Mir fällt gerade ein, der Film hat ja etliche Jahre auf dem Buckel und ist vielleicht gar nicht mehr so aktuell.... Selbst denken ist nicht selbstsüchtig. Wer nicht selbst denkt, denkt überhaupt nicht
Oscar Wilde
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20.03.2018, 23:07
Beitrag: #83
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Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China?
https://www.tagesschau.de/ausland/volksk...a-125.html Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte? Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... Erich Kästner |
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21.03.2018, 11:49
Beitrag: #84
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb: Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China? Experten sprechen davon, dass wir es in Zukunft mit einer multipolaren Weltordnung zu tun haben werden. Das bedeutet, dass nach Amerikas partiellem Rückzug aus Spannungsgebieten andere Mächte das Vakuum zu füllen versuchen. Dabei steht die künftige Weltmacht China an erster Stelle, welche anderen Mächte hinzukommen - auch jeweils starke regionale Mächte wie z.B. die Türkei, der Iran, Indien, Russland - bleibt ungewiss. (20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb: Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte? Die Gefahr internationaler Konflikte ist nach Amerikas Rückzug aus einstigen Interessegebieten - z.B. Nahost - größer geworden. Wenn künftig niemand mehr als Ordnungsmacht auftritt, können sich kleine regionale Konflikte zu gefährlichen Brandherden hochschaukeln. |
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21.03.2018, 20:25
Beitrag: #85
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb: Hat des koloniale Schüren von Angst im 19. und 20 Jahrhundert gegen über einer Gelben Gefahr einen neuenen Stellenwert erhalten, mit den neuen Tönen aus China? China befand sich seit ca. 1840 - also dem Beginn des 1. Opiumkriegs - bis zum Tod von Mao bzw. der Entmachtung der Viererbande 1976/78 in einer Krise. Die Reformen von Deng leiteten den bis heute andauernden Aufstieg von China ein. Dass Xi vor einigen Tagen die Grundlagen schuf, mehrmals als Staatspräsident wiedergewählt zu werden, sehe ich als innerchinesische Sache an. Xi möchte sich (und seiner Politikergeneration - der sogenannten 5. Generation) die Macht über das Jahr 2023 absichern. Wahrscheinlich fürchtet er interne Abrechnungen, ähnlich nach dem Abtreten der 3. bzw. 4. Generation in den Jahren 2003 bzw. 2013. Wir müssen uns halt an den Global Player China gewöhnen. Vor 1840 hatte China mehr oder weniger bedeutende Epochen, ein stetes Auf und Ab. Krisen wurden gemeistert und wir erlebten in den letzten Jahrzehnten die Überwindung einer Krise. (20.03.2018 23:07)Flora_Sommerfeld schrieb: Ist der Nationalismus der aktuellen Zeit, neue Zündschnur für einen neuen weltweiten Konflikt ungeahnten Ausmaßes zwischen Mächten, die bis heute noch keiner so wirklich auf dem Schirm hatte? Das ist keine einfache Frage. Ich sehe genauso wie Dietrich im Rückzug der USA auch eine Gefahr. Einerseits weil regionale Mächte wie Saudi-Arabien, Türkei oder der Iran aktiver ihre politischen, wirtschaftlichen und geostrategischen Ziele umsetzen werden. Andererseits sehe ich auch die Gefahr, dass die USA selbst nationalistischer wird. Die Politik Russlands schätze ich so ein, dass Putin zur Politik der Zaren seit Nikolaus I. bzw. zur Politik der Sowjetunion zurückgekehrt ist. Russland wird nie zulassen, dass Staaten wie die Ukraine, Weißrussland, Georgien, Kasachstan usw. sich anderen Staatenbündnissen, Militärpakten oder Wirtschaftsorganisationen anschließen wird. Weiterhin muss man auch berücksichtigen, dass nicht nur der zunehmende Nationalismus eine Gefahr ist, sondern auch der Zerfall von Nationen. Das Scheitern der Bildung von Nationen bzw. Nationalstaaten erleben wir gerade in Syrien, im Irak, in Libyen, im Jemen oder in Somalia, um nur einige Beispiele zu nennen. "Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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22.03.2018, 20:43
Beitrag: #86
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
Q
(21.03.2018 11:49)Dietrich schrieb: Experten sprechen davon, dass wir es in Zukunft mit einer multipolaren Weltordnung zu tun haben werden. Das bedeutet, dass nach Amerikas partiellem Rückzug aus Spannungsgebieten andere Mächte das Vakuum zu füllen versuchen. Dabei steht die künftige Weltmacht China an erster Stelle, welche anderen Mächte hinzukommen - auch jeweils starke regionale Mächte wie z.B. die Türkei, der Iran, Indien, Russland..... Für mich stellt sich hier aber noch eine Frage: Zieht sich die USA wirklich dauerhaft als "Weltpolizist" zurück? Ok, das ist Trumps Linie, aber der ist ja auch nicht auf ewig Präsident, danach könnte es wieder einen Richtungswechsel geben. |
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22.03.2018, 21:11
Beitrag: #87
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(21.03.2018 20:25)Sansavoir schrieb: ...... Stimmt viele der von dir genannten Staaten wurden über lange Zeit durch mächtige Diktatoren zusammengehalten. Als die Weg waren, was wohl oft zurecht, anfangs bejubelt wurde, zeigte sich die Instabilität dieser Staaten. Staaten bei denen ein Zerfall zu befürchten ist findet man nicht nur im Nahen Osten sondern z.B. im Raum Afrika sehr viele. Leider verlaufen diese Spaltungen selten friedlich. |
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23.03.2018, 04:14
Beitrag: #88
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RE: Weltmächte der Zukunft:
In Syrien scheitert kein Nationalstaat. Es gibt religiöse u. nationale Probleme und das Aufbegehren gegen eine Diktatur, sowie die Einmischung von außen, z.B. das die Türkei syrisches Land anektieren will.
Viele Staaten die auseinanderfallen sind Vielvölkerstaaten, also keine Nationen. Allerdings findet man jetzt auch das auseinanderfallen von relativ ähnlichen Bevölkerungen, die eigentlich eher Dialektgruppen sind. Tschechen und Slowaken Südslawen Russen-Ukrainer Kastilier-Katalanen viele Grüße Paul aus dem hessischen Tal der Loganaha (Lahn) in der Nähe von Wetflaria (Wetzlar) und der ehemaligen Dünsbergstadt |
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24.03.2018, 00:12
Beitrag: #89
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(21.03.2018 20:25)Sansavoir schrieb: [...] Wären die Staaten im Nahen Osten Nationalstaaten oder wenigstens ethnisch halbwegs homogen, wäre die Region politisch wesentlich stabiler. Das Problem geht letzten Endes auf die vermurkste Grenzziehung von Sevres zurück. MfG, Titus Feuerfuchs |
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24.03.2018, 00:46
Beitrag: #90
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 00:12)Titus Feuerfuchs schrieb: Wären die Staaten im Nahen Osten Nationalstaaten oder wenigstens ethnisch halbwegs homogen, wäre die Region politisch wesentlich stabiler. In der Tat, die Westmächte Europas, vor allem damals Frankreich und Großbritannien, haben durch ihre willkürliche Grenzziehung Staaten kreiert, die so nicht wirklich Bestand haben sollten. Jedenfalls nicht über den Kolonialstatus hinaus. Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter? Diese Sortierung von Menschen nach angeblicher Ethnie und Herkunft ist doch nur ein nationalistisches Gehirngespinst. Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... Erich Kästner |
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24.03.2018, 01:55
Beitrag: #91
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 00:46)Flora_Sommerfeld schrieb: Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter? Hast Du andere Ideen, wie man den Nahen Osten politisch organisieren kann? In Syrien sind schon einige politische Experimente gescheitert. Beginnend mit dem Königtum von Feisal I., dem späteren irakischen König, dem Auseinanderfallen von Großsyrien in Syrien und Libanon oder die kurze Dauer der ägyptisch-Syrischen Einheit als Vereinigte Arabische Republik. Der Panarabismus von Nasser und Gaddafi oder der arabische Sozialismus der Bath-Partei unter dem Hafiz Assad funktionierten nicht, die syrische Einheit wurde nur durch Gewalt aufrechterhalten. Ein Staat kann doch nur funktionieren, wenn die Bevölkerung wohlhabend ist und/oder kulturelle, soziale, nationale, religiöse oder ideologische Gemeinsamkeiten hat. Der Großteil der Bevölkerung muss auch gleiche Vorstellungen über das Recht, über das Wirtschaftssystem und die Zukunft des Staates haben. In Syrien und im Irak treffen zu viele unterschiedliche, zum Teil antagonistische Ziele der Bevölkerungsgruppen aufeinander. Offensichtlich bestand das Konfliktpotential schon sehr lange, aber die Diktatoren "kehrten dies nur unterm Teppich". "Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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24.03.2018, 02:25
Beitrag: #92
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RE: Weltmächte der Zukunft - Gelbe Gefahr
(24.03.2018 01:55)Sansavoir schrieb:(24.03.2018 00:46)Flora_Sommerfeld schrieb: Aber die Andere Frage dich mich mir bei deiner Antwort stelle, wo willst du mit homogener ethnischer Zusammenstellung der Bevölkerung anfangen. Von Dorf zu Dorf, oder von Region zu Region oder noch weiter? Nein und wie kommst du auf die Frage? Meiner Meinung nach, sollten erst einmal die Großmächte USA, Russland und Europas einen Krieg Gegeneinander unterbinden und wieder in Verhandlungen ohne Kampf gehen. Das wird aber nur Funktionieren, wenn die Regionalmächte sprich Nachbarstaaten beteiligen werden und den offen Konflikt einstellen oder die weitere Unterstützung von Terroristischen Vereinigungen in Syrien stoppen. Wir Mächte in Europa, USA oder Russland könnten z.B. damit anzufangen, keine Waffen mehr zu liefern, weder an Gruppen die im direkten Konflikt stehen oder deren Nachbarländer oder unmittelbaren Nachbarländer oder selbsternannte Hegemonialmächte, wie die Saudis oder die Türkei ... z.b. Das sind aber nur einfache Überlegungen, die natürlich so sicherlich nicht einfach umzusetzen sind, aber dass letzte Problem, was die Leute in Syren haben, ist zu zuordnen, welche Stamm zu welchem gehört um es dann zu sortieren. Blödsinn, sowas. Nie darf man so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.... Erich Kästner |
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25.03.2018, 21:24
Beitrag: #93
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RE: Weltmächte der Zukunft:
Da gebe ich Dir recht.
"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero |
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