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Zwang zur Marke:
20.05.2013, 19:55
Beitrag: #21
RE: Zwang zur Marke:
Eine marke kann insofern hilfreich sein, wenn sie einem die Kaufentscheidung erleichtert. Ganz ehrlich gesagt gibt es ja mittlerweile uendlich viele Marken- und ich zumindest als eher unwilliger Käufer fühle mich in Geschäften mit einem riesensortiment leicht überfordert. Von daher greife ich gerne auf altbewährtes zurück- das ist der positive Aspekt von Marke.

Ich lehne Marken ab, wenn da mit irgnedwelchen marketingtricks miese Qualität zur aboluten "Inmarke" erklärt wurde und jeder, der das Zeug nicht trägt, ein Outsider ist...

Was kann man dagegen tun? Nicht viel, spätestens in der Pubertät wird jeder in die Versuchung geraten, sich etwas zu kaufen, bloß weil es hipp ist.
Der beste Weg, Kinder davor zu schützen, ist meiner Meinung nach, sie so lange wie möglich von jeglicher Art von Werbung fernzuhalten. Das geht durchaus- ich habe z.B. meine beiden nur Kika direkt fernsehen lassen, und habe Kinderserien ansonsten auf Video gekauft.
Das hat den Großen zumindest eine Weile länger vom Markenzwang ferngehalten, mittlerweile wirkt es aber auch nicht mehr...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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22.05.2013, 13:55
Beitrag: #22
RE: Zwang zur Marke:
Bei mir persönlich war das in der Hauptschulzeit so, ich hatte ehrlich gesagt lange kaum ein Bewusstsein sich „gut“ zu kleiden, hauptsächlich bequem muss es sein, auch die Pubertät änderte daran nur wenig. Den Markenzwang habe ich schon mitgemacht, eher mitmachen müssen, denn sonst ist man sehr, sehr schnell Außenseiter. Gekauft habe ich (bzw. meine Eltern) die Sachen aber nicht unbedingt weil sie mir so viel besser gefallen haben, eher für meine Klassenkollegen.

OK, das ist nicht weiter schlimm, irgendwo passt man sich gerade in diesem Alter doch den in der Klasse üblichen Trends an (ist auch bei anderen Bereichen, Musik, Technik usw. so). Andererseits gibt es mir schon auch etwas zu denken. Teure Marken kosten, Geld ist nicht in jedem Haushalt gerade üppig vorhanden – keine entsprechende Kleidung, bedeutet also eine Abstempelung als „Arm“. Finde ich irgendwie schon schlimm. Und natürlich stellt sich auch für Eltern eine Frage der Vernunft, etwas kaufen weil es in ist aber sinnlos erscheint, stelle ich mir gar nicht mal so einfach vor.

Ich persönlich muss sagen ich habe im nachhinein gesehen erst sehr spät ein wirkliches Modebewusstsein entwickelt. Heute trage ich auch zum Teil Markenkleidung, mit dem Zwang zur Marke hat das aber wenig zu tun. Ein Grund ist das bei manchen Dingen (z.B. Schuhen) der praktische Nutzen oder mir gefällt eben das jeweilige T-Shirt vom Design her. Das sind heute weit eher Dinge die meine Kaufentscheidung beeinflussen, als irgendein Gruppenzwang.
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22.05.2013, 13:59
Beitrag: #23
RE: Zwang zur Marke:
(22.05.2013 13:55)WDPG schrieb:  OK, das ist nicht weiter schlimm, irgendwo passt man sich gerade in diesem Alter doch den in der Klasse üblichen Trends an (ist auch bei anderen Bereichen, Musik, Technik usw. so).....

Wo ich seltsamerweise etwas widerspenstiger (gegenüber meinen Altersgenossen) war, ist die Musik. Oft ist es so das Stars/Bands von jedem gehört werden müssen und dann innerhalb von ein paar Monaten sowas von out sind, obwohl ihre Musik doch gut war.

Das hinderte mich irgendwie damals nicht daran dennoch noch das zu hören was ich wollte und ab und zu sogar in heftigen Diskussionen den sehr wechselnden Musikgeschmack meiner Kollegen in Frage zu stellen.
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22.05.2013, 21:51
Beitrag: #24
RE: Zwang zur Marke:
(22.05.2013 13:55)WDPG schrieb:  Bei mir persönlich war das in der Hauptschulzeit so, ich hatte ehrlich gesagt lange kaum ein Bewusstsein sich „gut“ zu kleiden, hauptsächlich bequem muss es sein, auch die Pubertät änderte daran nur wenig. Den Markenzwang habe ich schon mitgemacht, eher mitmachen müssen, denn sonst ist man sehr, sehr schnell Außenseiter. Gekauft habe ich (bzw. meine Eltern) die Sachen aber nicht unbedingt weil sie mir so viel besser gefallen haben, eher für meine Klassenkollegen.

OK, das ist nicht weiter schlimm, irgendwo passt man sich gerade in diesem Alter doch den in der Klasse üblichen Trends an (ist auch bei anderen Bereichen, Musik, Technik usw. so). Andererseits gibt es mir schon auch etwas zu denken. Teure Marken kosten, Geld ist nicht in jedem Haushalt gerade üppig vorhanden – keine entsprechende Kleidung, bedeutet also eine Abstempelung als „Arm“. Finde ich irgendwie schon schlimm. Und natürlich stellt sich auch für Eltern eine Frage der Vernunft, etwas kaufen weil es in ist aber sinnlos erscheint, stelle ich mir gar nicht mal so einfach vor.

Ich persönlich muss sagen ich habe im nachhinein gesehen erst sehr spät ein wirkliches Modebewusstsein entwickelt. Heute trage ich auch zum Teil Markenkleidung, mit dem Zwang zur Marke hat das aber wenig zu tun. Ein Grund ist das bei manchen Dingen (z.B. Schuhen) der praktische Nutzen oder mir gefällt eben das jeweilige T-Shirt vom Design her. Das sind heute weit eher Dinge die meine Kaufentscheidung beeinflussen, als irgendein Gruppenzwang.

Es ist ein bißchen auch hier wie mit der Rocklänge.
Meine Generation trug Parka und Jeans, basta.
10-15 Jahre vorher trug der Mann von Welt Baskenmütze, rollkragenpullover und langen Strickschal, schaut mal Bilder von Sarte.

1960 wurde Armin Hary Olympiasieger über 100m, ging der kleine Suebe (8 Jahre alt) zum Friseur, Bürstenhaarschnitt. Wie Armin Hary.
Hat mein Vater den Weltrekord im Hochsprung aus dem Stand gebrochen Rolleyes "in seinem Beisein nur noch mit Mütze, wenn überhaupt" - "eine Sträflingsfrisur wie ein Iwan" waren Meinungsäußerungen.

Ein paar Jahre später waren ihm die Haare in die andere Richtung nicht recht.
Das Bild vom Tanzstundenball lag tagelang bei ihm auf dem Schreibtisch, jeder der in die Nähe kam, durfte es sehen, "der mit de längste Hoar und am Fransekittel ischt mei Jonger"
tja, verantwortlich ist niemand, es sei denn unsere Eltern, denn die haben uns erzogen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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23.05.2013, 04:42
Beitrag: #25
RE: Zwang zur Marke:
Momentan ist es mir egal, ob das gekaufte Produkt ein Markenprodukt ist oder nicht.
Hauptsache ist, dass es mir gefällt und ich mir das Produkt leisten kann.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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23.05.2013, 08:37
Beitrag: #26
RE: Zwang zur Marke:
(23.05.2013 04:42)Sansavoir schrieb:  Momentan ist es mir egal, ob das gekaufte Produkt ein Markenprodukt ist oder nicht.
Hauptsache ist, dass es mir gefällt und ich mir das Produkt leisten kann.

Ja klar.
Es geht mir auch verdammt weit am Allerwertesten vorbei ob auf meinen Klamotten irgendeine Edelmarke steht oder nicht. Taugt das Zeugs was, ists OK, wenn nicht fliegt es in den Lumpensack.
Ach halt, ob es mir gefällt ist zweitrangig, in Fragen des Geschmacks ist Madam die entscheidende Person.
Hat die mir doch letzte Woche meine beste Jeans mit Gewalt entwendet... so kannst du nicht rumlaufen ....Dodgy
ein überaus strapazierfähiges Stück, hat nirgends gekniffen, nicht gerutscht, gut, war vielleicht 15 Jahre alt, aber ist das ein Grund?????
na ja, was will man machen, wenn höhere Instanzen ein Machtwort sprechen.

Wenn ich es aber richtig sehe, geht es in dem 3nd mehr oder weniger darum, wie man die eigenen Kinder durch den "Marken-Gruppen-Zwang" durchlotst.

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23.05.2013, 11:12
Beitrag: #27
RE: Zwang zur Marke:
Eigentlich schon, aber eine zündende Idee hatte dafür noch keiner. Wenn ich die hätte, würde ich ein Buch darüber schreiben und Millionen damit verdienen- entweder, weil dankbare Eltern es kaufen und viel Geld sparen, oder weil die Werbewirtschaft mir Millionen dafür bietet, daß es nicht erscheint.Big Grin

Zusammenfassend läßt sich vielleicht folgendes festhalten:

Je älter die Kinder sind, umso weniger lassen sie sich von Marken fernhalten, weil sie immer irgendwo jemanden kennen, der sich über die Marke definiert. Das erleben sie in der Erwachsenenwelt, das müssen sie als Jugendliche auch ausprobieren.

Einschränken, aber keinesfalls verhindern, ließe sich das nur, wenn man die Werbung für Jugendkleidermarken, Handys und dergleichen verbieten würde. Wenn die Jugendlichen nicht wüßten, was es gibt, könnten sie auch nicht auf den Gedanken kommen, daß sie sich darüber definieren müssen.

Mein Fazit lautet letztendlich- wir, als gesamte Gesellschaft, müssten aufhören, uns über das zu definieren, was wir besitzen. Aber solange Papa das größte Auto und die neueste technische Spielerei haben muss und Mama die richtige Handtasche und das richtige Kleidungstück, sollten wir uns nicht wundern, daß unsere Kinder das auch ausprobieren müssen. Und da wir bei Schulanmeldungen nun mal nicht schreiben können "ich möchte, daß mein Sohn /meine Tochter nicht mit Kindern von markengeilen Eltern in eine Klasse kommt", nutzt es auch nichts, wenn wir vernünftig sind. je höher der Anteil an Eltern, die sich über ihren Besitz definieren, um so größer ist der Druck auf die Kinder- und um so heftiger die Auseinandersetzungen.

Es bleibt nur die Hoffnung, daß die Kinder irgendwann mal merken, daß der Typ dahinten mit dem riesengroßen Smartphone eigentlich auch nur ein riesnvolltrottel ist, der die englisch- Vokabeln auf die gleiche Weise lernen muss wie man selbst...

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Volker Pispers
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23.05.2013, 11:40
Beitrag: #28
RE: Zwang zur Marke:
(23.05.2013 11:12)Bunbury schrieb:  Es bleibt nur die Hoffnung, daß die Kinder irgendwann mal merken, daß der Typ dahinten mit dem riesengroßen Smartphone eigentlich auch nur ein riesnvolltrottel ist, der die englisch- Vokabeln auf die gleiche Weise lernen muss wie man selbst...

Noch dazu, wo das Smartphone kaum lange hält, weil´s immer wieder aus der Hosentasche rutscht und zu Boden knallt...ganz anders als z.B. mein zwar neues, aber relativ altertümliches Handy, das zwar einen (kleinen) Touchscreen hat, aber daneben auch noch Tasten. Richtige Tasten! Für mich ein Luxus...und es passt in jede Hosentasche.
Wink

VG
Christian
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23.05.2013, 11:54
Beitrag: #29
RE: Zwang zur Marke:
Die zündende Idee:
Überzeugen, an Hand von nachvollziehbaren Bauklatschern. Siehe i-Pod.
Natürlich eine Ochsentour.
Aber halt auch der Königsweg.


Kindererziehung ist überhaupt eine Ochsentour.
Aber was rentiert sonst auf dieser unserer schönen Welt?
Nix
Also doch der Königsweg

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24.05.2013, 19:10
Beitrag: #30
RE: Zwang zur Marke:
Allgemein, wenn ihr hier im Forum über die Probleme redet, die die Jugend von heute so hat, frage ich mich schon teilweise, in welcher Welt ich lebe oder auf welcher Eliteschule ich denn bin (ein Gymnasium im Arbeiter- und Einwandererviertel von Ludwigshafen...)

Markenmäßig bin ich ja nur sehr bedingt bei den Trend-Klamotten angesiedelt, was aber noch keinen gestört hat. Und so direkt, wie meine Stufenkameraden ihre Kritikpunkte an Mitschülern äußern, glaube ich auch nicht, dass sie irgendwie Verachtung mir gegenüber aus irgendwelchen Gründen verbergen.


Ein Smartphone habe ich auch nicht, was ebenfalls noch keinen gestört hat. Einmal hat eine Mitschülerin gefragt, ob ich denn eines hätte (ich weiß auch nicht, wie sie auf diese Frage kam), ich habe mit "Nein" geantwortet und dann ging das Gespräch in eine andere Richtung weiter.

Bislang habe ich einfach noch kein Smartphone gebraucht. Und mein Geld nutze ich lieber für andere Dinge.
Ich glaube, da liegt einer der Gründe, warum ich so "untrendy" bin: Ich habe ein Taschengeld, das ausreicht, um sich zumindest nicht zu teure Bücher (was auch sonst Cool Big Grin) und einige andere Dinge zu kaufen, und wenn ich andere Interessen hätte, könnte ich es auch für PC-Spiele oder eine Spielekonsole ausgeben. Und hätte ich mir nicht zu Weihnachten die komplette Fischer Weltgeschichte in 36 Bänden gewünscht (Blush Wink), hätte ich auch zu dieser Gelegenheit ein Smartphone bekommen wie mein kleiner Bruder, der es sich so gewünscht hat. Aber ich habe halt nicht so viel Geld zur Verfügung wie manche meiner Klassenkameraden, die Smartphone (natürlich ein IPhone der neuesten Generation), Gaming-PC (mit der besten Grafikkarte etc.) und Unmengen an gar nicht mal so billigen Spielen besitzen. Die können eben ihre Eltern davon überzeugen, dass ein Smartphone genauso wie ein intaktes Geodreieck zur Grundausstattung gehört und kriegen es dann spendiert. Das geht mit meinen Eltern nicht, die wissen ganz genau, dass man nur ein Handy zum Telefonieren braucht, mit dem man sie im Notfall erreichen kann - und auch das nicht an jedem Schultag, sondern nur, wenn man ihnen beispielsweise Bescheid sagen muss, wann sie einen irgendwo abholen müssen.

Allgemein habe ich das Gefühl, dass viele Eltern die Tatsache, dass sie immer weniger Zeit für ihre Kinder haben (oder sich immer weniger davon nehmen), damit zu kompensieren versuchen, dass ihre Kind alles hat, was es vermeintlich zum Leben braucht. Wenn alle Eltern ihren Kindern ein etwas weniger Geld zur Verfügung stellen würden, wäre das sicherlich eine gute Gegenmaßnahme gegen den besagten "Zwang zur Marke".


Aber ansonsten frage ich mich weiterhin, warum meine Stufe so vernünftig ist?!? Wir (mich eingeschlossen) versuchen schon seit längerem, den einzigen Mitschüler, der nicht bei Facebook ist, zu einem Beitritt zu überreden - mit sachlichen Argumenten und freundlichem Umganston. Wenn ich einen aus der Stufe als unbeliebt bezeichnen würde, dann wäre es der, der den ganzen Tag liest und weder in der Pause noch bei Kursveranstaltungen mit anderen zu kommunizieren versucht.
Solch ein enormer Druck zur Marke, wie er hier teilweise dargestellt wird, ist mir noch nicht aufgefallen - auch wenn ich die meisten meiner jetzt 17- bis 18-jährigen Mitschüler nicht für derart vernünftige und anständige Fast- bis Ganz-Erwachsene, sondern insgeheim eher für niveaulose, alberne, unvernünftige und kindische, sich ihrem Alter nicht angemessen benehmende (wenn auch nette) Menschen halte Rolleyes

(Ich hoffe, das liest jetzt keiner von denen mit...)

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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24.05.2013, 20:23
Beitrag: #31
RE: Zwang zur Marke:
Dann- Herzlichen Glückwunsch, Maxdorfer, daß du so viel Glück mit deiner Schule hast.

Dir dürfte beim aufmerksamen Lesen aber sicher nicht entgangen sein, daß ich mehrmals darauf verweis, daß es hier bei uns so ist und daß ich denke, daß unsere Gegend hier auch ein bißchen extrem ist.

Das glaube ich im übrigen wirklich. Wenn Leute bereit sind, 400.000 € für eine Vierzimmer- Wohnung in einem häßlichen Betonklotz direkt an einer Hauptverkehrsstraße auszugeben, dann kann man wohl davon ausgehen, daß es extrem ist. 80% der Anwohner hier arbeiten in Frankfurt- und davon sind sicherlich 80% Banker (zumindest gefühlt.)

Hier ist die Jugend genau so, wie ich sie beschrieben habe. Wenn es bei dir anders ist, dann besteht ja tatsächlich noch Hoffnung, daß die zukünftige Erwachsenengeneration nicht nur aus geltungssüchtigen, narzisstischen Egomanen besteht, die wie selbstverständlich erwarten, daß sich die ganze Welt nur um sie zu drehen hat...

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Volker Pispers
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25.05.2013, 10:33
Beitrag: #32
RE: Zwang zur Marke:
(23.05.2013 11:54)Suebe schrieb:  Die zündende Idee:
Überzeugen, an Hand von nachvollziehbaren Bauklatschern. Siehe i-Pod.
Natürlich eine Ochsentour.
Aber halt auch der Königsweg.


Kindererziehung ist überhaupt eine Ochsentour.
Aber was rentiert sonst auf dieser unserer schönen Welt?
Nix
Also doch der Königsweg
Der is zwar teuer - denn ein modernes "hippes" Elektronikgerät is nu mal teuer, Stichwort Marke - aber da man aus eigenen Fehlern am besten lernt, sehe ich auch keinen anderen Ausweg als die Kids ihre Fehler machen zu lassen und darauf zu achten, dass es nicht allzu sehr ins Geld läuft.
Noch kriegen meine zwei kein Taschengeld, aber wenn, dann gibt´s das Taschengeld und keinen Cent mehr. Wenn das alle ist, sind sie halt pleite.

So weit meine Pläne... Big Grin

VG
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25.05.2013, 11:12
Beitrag: #33
RE: Zwang zur Marke:
(25.05.2013 10:33)913Chris schrieb:  Der is zwar teuer - denn ein modernes "hippes" Elektronikgerät is nu mal teuer, Stichwort Marke - aber da man aus eigenen Fehlern am besten lernt, sehe ich auch keinen anderen Ausweg als die Kids ihre Fehler machen zu lassen und darauf zu achten, dass es nicht allzu sehr ins Geld läuft.
Noch kriegen meine zwei kein Taschengeld, aber wenn, dann gibt´s das Taschengeld und keinen Cent mehr. Wenn das alle ist, sind sie halt pleite.

So weit meine Pläne... Big Grin

VG
Christian

Das ist zwar sehr löblich, aber doch ein Stück weit Theorie...
Denn das, was deine Mädels an Taschengeld bekommen (und ich geeh davon aus, daß du dabei in einem vernünftigen Rahmen bleibst) dürfte bei eisernem Sparen und Verzicht auf alles andere dann ungefähr mit 13 für ein Smartphone reichen.
Da sie jetzt aber noch keine Vorstellung davon haben, daß sie mal eines brauchen werden, werden sie jetzt auch noch nicht dafür sparen und mit 13 wollen sie es dann doch haben...Wink
Dann mußt du überlegen, wie du die Kohle dafür auftreibst. Die zwei werden dann so schlau sein, und sich Geld von der Verwandtschaft dafür schenken lassen. Das Geld hast du aber bis dahin immer zumindest zum Teil dafür genutzt, Klamotten zu kaufen, was dir dann auch wieder fehlt- und wie gesagt, auch da muss- wenn man nicht so eine Schule erwischt wie maxdorfer- halt hin und wieder mal eine Marke her....

Ich bin irgendwann auch mal mit solchen Plänen wie du gestartet...Wink

Ich habe jetzt überlegt, sie dafür ein bißchen arbeiten zu lassen, aber für geld funktioniert das momentan nicht, mein Großer war kürzlich ein wenig wütend und war der Meinung, diese Wut an einer Scheibe auslassen zu müssen. Zahlt zwar die versicherung, aber das weiß er nicht und irgendwie bin ich doch der Meinung, daß er dafür die Balkone schrubbend vom Moos befreien soll...Wenn er schon so wütend ist, kann er es auch gut zu meinem Nutzen rauslassen...

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25.05.2013, 11:17
Beitrag: #34
RE: Zwang zur Marke:
(25.05.2013 11:12)Bunbury schrieb:  Da sie jetzt aber noch keine Vorstellung davon haben, daß sie mal eines brauchen werden, werden sie jetzt auch noch nicht dafür sparen und mit 13 wollen sie es dann doch haben...Wink

Naja, wenn ich mal von mir ausgeh (wobei ich im Vergleich zu meinen Kameraden immer sehr wenig Taschengeld bekommen hab), ich hab mir mit etwa 13 mein 12-Gang-Rad gekauft, bezahlt hab ich mit lauter Zehnerl, Fuchzgerl und Markl. Der Verkäufer hat so was von gegrinst...
Ich muss also auf dieses Rad auch eine Zeitlang gespart haben, wobei ich immer auch fleißig Matchbox-Autos gekauft hab.

Is mir irgendwo klar, dass die Taschengeldgeschichte irgendwie anders laufen wird wie jetzt geplant, aber danke, dass du mir die Hoffnung nehmen willst. *grrr...* Wink

VG
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25.05.2013, 11:28
Beitrag: #35
RE: Zwang zur Marke:
(25.05.2013 11:17)913Chris schrieb:  Is mir irgendwo klar, dass die Taschengeldgeschichte irgendwie anders laufen wird wie jetzt geplant, aber danke, dass du mir die Hoffnung nehmen willst. *grrr...* Wink

VG
Christian

Das möchte ich doch gar nicht. Ich will dich doch nur darauf vorbereiten, daß du gelegentlich über einen Plan B nachdenken solltest- ihc bin ziemlich blauäugig hinten übergefallen...
Aber vielleicht hast du ja Glück und es klappt. (Wobei ich nicht wissen möchte, was eigentlich unbedingt sein muss, wenn deine Mädels 13 sind- ich wette, ein Smartphone ist dann schon wieder so was von gestern...)

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
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25.05.2013, 11:59
Beitrag: #36
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 15:33)Suebe schrieb:  Gestern habe ich gelesen, dass es jetzt auch "Porsche-Häuser" zu kaufen gibt. "Entwickelt von der sagenhaften Porsche-Design-Abteilung" umgesetzt von irgendeinem Architektur-Büro.
Wenn ich das mache, sowas kaufe, anderes Beispiel eine "Porsche-Uhr" dann muss ich das Geld im Lotto gewonnen oder schlicht gestohlen haben.
Das sind lediglich Versuche der Gewinn-Maximierung. ein in völlig anderen Bereichen erworbenes Markenimage für sündhaftes teures Geld abzocken.

Ich hab eine Jeep-Uhr Wink
Das ist mir aber auch erst vor ein paar Wochen aufgefallen...

Die hab ich mir aber vor sehr langer Zeit (auf jeden Fall vor 2007) ausgesucht, als ich noch nicht einmal wusste, was Gruppenzwang oder Markenbewusstsein ist...

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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25.05.2013, 12:40
Beitrag: #37
RE: Zwang zur Marke:
(25.05.2013 11:28)Bunbury schrieb:  Das möchte ich doch gar nicht. Ich will dich doch nur darauf vorbereiten, daß du gelegentlich über einen Plan B nachdenken solltest- ihc bin ziemlich blauäugig hinten übergefallen...

Werd ich auch. Bin ich mir ziemlich sicher... Big Grin

VG
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04.09.2013, 11:16
Beitrag: #38
RE: Zwang zur Marke:
(25.05.2013 11:59)Maxdorfer schrieb:  
(18.05.2013 15:33)Suebe schrieb:  Gestern habe ich gelesen, dass es jetzt auch "Porsche-Häuser" zu kaufen gibt. "Entwickelt von der sagenhaften Porsche-Design-Abteilung" umgesetzt von irgendeinem Architektur-Büro.
Wenn ich das mache, sowas kaufe, anderes Beispiel eine "Porsche-Uhr" dann muss ich das Geld im Lotto gewonnen oder schlicht gestohlen haben.
Das sind lediglich Versuche der Gewinn-Maximierung. ein in völlig anderen Bereichen erworbenes Markenimage für sündhaftes teures Geld abzocken.

Ich hab eine Jeep-Uhr Wink
Das ist mir aber auch erst vor ein paar Wochen aufgefallen...

Die hab ich mir aber vor sehr langer Zeit (auf jeden Fall vor 2007) ausgesucht, als ich noch nicht einmal wusste, was Gruppenzwang oder Markenbewusstsein ist...


Das kenne ich Smile Markenbewusstsein ist bei mir nicht vorhanden. Natürlich gehe auch ich in der Regel davon aus, dass Markenware eine bessere Qualität und somit Lebensdauer besitzt - aber Außnahmen bestätigen ja bekanntermaßen die Regel Wink Markenbewusstsein ist ok für denjenigen, der es sich leisten kann. Ansonsten finde ich nicht, dass Markenzwang herrscht da teure Produkte mit hohem Prestige nicht unbedingt für besseren Wert sprechen müssen. Ein gutes Beispiels ist zB Apple - trotz großem Bekanntheitsgrad sind die Produkte nicht immer das Beste. Gerade wenn ich an Laptopts etc denke, welche stets spezielle Adapter brauchen, nur damit sie mit anderen Geräten zusammen funktionieren. Da ists allein der Name, der das Produkt so hyped, nicht allerdings die Technik!
Von daher Markenprodukte sind echt ok - allerdings nur, wenn auch tatsächlich die entsprechende Qualität vorhanden ist!
Eine Jeepuhr ist aber auf jeden Fall ihr Geld wert.. Hatte mich auch vor einiger Zeit nach einem Modell hier im online Uhren Shop umgeschaut - macht auf jeden Fall so einiges her Wink

Der frühe Vogel fängt den Wurm,aber die zweite Maus bekommt den Käse.
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04.09.2013, 17:33
Beitrag: #39
RE: Zwang zur Marke:
(04.09.2013 11:16)theodorIX schrieb:  
(25.05.2013 11:59)Maxdorfer schrieb:  Ich hab eine Jeep-Uhr Wink
Das ist mir aber auch erst vor ein paar Wochen aufgefallen...

Die hab ich mir aber vor sehr langer Zeit (auf jeden Fall vor 2007) ausgesucht, als ich noch nicht einmal wusste, was Gruppenzwang oder Markenbewusstsein ist...

Das kenne ich Smile Markenbewusstsein ist bei mir nicht vorhanden. Natürlich gehe auch ich in der Regel davon aus, dass Markenware eine bessere Qualität und somit Lebensdauer besitzt - aber Außnahmen bestätigen ja bekanntermaßen die Regel Wink Markenbewusstsein ist ok für denjenigen, der es sich leisten kann. Ansonsten finde ich nicht, dass Markenzwang herrscht da teure Produkte mit hohem Prestige nicht unbedingt für besseren Wert sprechen müssen. Ein gutes Beispiels ist zB Apple - trotz großem Bekanntheitsgrad sind die Produkte nicht immer das Beste. Gerade wenn ich an Laptopts etc denke, welche stets spezielle Adapter brauchen, nur damit sie mit anderen Geräten zusammen funktionieren. Da ists allein der Name, der das Produkt so hyped, nicht allerdings die Technik!
Von daher Markenprodukte sind echt ok - allerdings nur, wenn auch tatsächlich die entsprechende Qualität vorhanden ist!

Es sagt ja auch keiner etwas gegen Markenprodukte. Gerade traditionsreiche Unternehmen werden ja oft sehr hoch geschätzt. Gefährlich wird allerdings dieser Zwang zur Marke, den es besonders an vielen Schulen gibt und der eine negative Entwicklung des 20. und besonders 21. Jahrhunderts ist.

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04.09.2013, 20:03
Beitrag: #40
RE: Zwang zur Marke:
Selbstzitat:
Zitat:Gestern habe ich gelesen, dass es jetzt auch "Porsche-Häuser" zu kaufen gibt. "Entwickelt von der sagenhaften Porsche-Design-Abteilung" umgesetzt von irgendeinem Architektur-Büro.
Wenn ich das mache, sowas kaufe, anderes Beispiel eine "Porsche-Uhr" dann muss ich das Geld im Lotto gewonnen oder schlicht gestohlen haben.
Das sind lediglich Versuche der Gewinn-Maximierung. ein in völlig anderen Bereichen erworbenes Markenimage für sündhaftes teures Geld abzocken.

Was ich meinte:
Wer ein Porsche Automobil kauft, gibt sein Geld für einen Markenartikel aus.
Das mag Ansichtssache sein ob es gerade ein Porsche sein muss, aber der "Markenartikel" als Qualitätsbegriff ist in dem Fall durchaus gerechtfertigt.
Wer sich jedoch ein "Porsche-Haus" bauen lässt, ist selbst schuld.

Denn:
Ungeprüft versteht die "Porsche-Design-Abteilung" zuerstmal vom Häuser entwerfen und bauen soviel wie ein Wildschwein vom Skatspielen.

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