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Herrenkramersche Krippe
03.02.2020, 19:58
Beitrag: #1
Herrenkramersche Krippe
Gestern 2. Feb. 2020, absolutes Sauwetter - was tun?
Habe ich meine Frau überzeugt, dass wir mal wieder nach Rottweil müssen,
Die Reichstadtatmoshäre dort zieht mich sehr an.
Außerdem wollte ich mal wieder in Dominikaner Museum

Unterwegs fällt mir ein, da war doch etwas mit einer Krippe aus dem 18. Jahrhundert.

Und Bingo, im Stadtmuseum im Herderschen Haus, steht eine "Spielkrippe" eben die Herrenkramersche Krippe, die vom 1. Weihnachtsfeiertag bis Lichtmess Sonntags dreimal bespielt wird.

Es war toll, es war Klasse!
Die Krippe wird mit Stabpuppen bespielt, es wird bestes Schwäbisch geredet, ca. 30 Zuschauer haben Platz im "Zuschauerraum" man wird aufgefordert zum Mitsingen (keiner hat sich an meinen falschen Tönen gestört)
ein richtiges Erlebnis
Etwas ganz außergewöhnliches.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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04.02.2020, 05:46
Beitrag: #2
RE: Herrenkramersche Krippe
Wie wird die frühere Reichsstadt Rottweil, immerhin befand sich hier ein doch sehr bekanntes Gericht, eigentlich heute beurteilt?

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Nur die Geschichtenschreiber erzählen uns, was die Leute dachten.
Wissenschaftliche Forscher halten sich streng an das, was sie taten.

Josephine Tey, Alibi für einen König
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04.02.2020, 17:22
Beitrag: #3
RE: Herrenkramersche Krippe
(04.02.2020 05:46)Teresa C. schrieb:  Wie wird die frühere Reichsstadt Rottweil, immerhin befand sich hier ein doch sehr bekanntes Gericht, eigentlich heute beurteilt?

Wie meist du das?
Die freien Reichsstädte waren 1800pp eigentlich durchgehend pleite, und brachten überaus nennenswerte Schulden ins Königreich Württemberg mit.
So auch Rottweil.
Die exorbitante Schuldenlast war auch der Grund, dass es kaum Widerstand gegen die Übernahme in die neuen Kleinstaaten gab. Ganz im Gegensatz zu den Klöstern.
Aber das war ja nicht deine Frage.

Rottweil ist auch heute noch Gerichtsstadt, auch einen Knast gibt es heute noch dort. Hohe graubraune Mauern, noch höheres Gebäude, obenrum Stacheldrahtrolle. Wirkt fast wie eine alte Ritterburg.
Man sieht der Stadt heute noch an, dass da im 16.-17.-18. Jahrhundert der Wohlstand hauste. Anders als in den württ. Landstädten, vermutlich war die Abgabenlast halt nicht so hoch, was dann wieder zu den Schulden führte....
Die Rottweiler Bürgerhäuser, Traufständig, große aufgesetzte Dachluken mit vorgesetzten Kränen, und allüberall die typischen Erker, bestimmt 100 Stück in der Stadt.
Die Kirchen, die Türme,
so hat eine deutsche Reichsstadt auszusehen Thumbs_up

[Bild: 3690?&doCrop=1&width=705...height=262]

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