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Panzerschiffe
29.08.2013, 07:51
Beitrag: #41
RE: Panzerschiffe
(14.03.2013 10:50)Suebe schrieb:  
(13.03.2013 22:42)Arkona schrieb:  Tja, woran liegt es denn, dass Kriegsschiffe zum Teil immer noch "heavy armor" haben? Weil Militärs nun mal stockkonservativ sind. Ginge es nach denen allein, würde man heute noch zu Pferd kämpfen. Big Grin

Kann man so wohl sehen.
Und wenn sie dann mal über den eigenen Schatten springen, gehts wie mit den britischen Hinterladern, der Schuss nach hinten los.

Cole, neben Ericsson der Protagonist von Geschütztürmen, ist mit einem nach seinen Vorstellungen gebauten britischen Panzerschiff in der Biscaya gekentert und mit fast der ganzen Besatzung ersoffen. Man bemühte sich zdZ Panzerschiffe mit möglichst niedrigem Freibord zu bauen, die in dem Fall durch die Geschütztürme kopflastig wie eine A-Klasse wurden.

(20.05.2013 21:54)Suebe schrieb:  
(20.05.2013 11:06)913Chris schrieb:  Wo hast du die Info her? Ich hab gestern nur kurz über Tante Wiki recherchiert, deswegen würd´s mich interessieren, was ich übersehen hab... Wink

VG
Christian


Aus dem Großhirn des Sueben. Wink

Kannst aber auch nachlesen bei J. Rudloff, "Die Einführung der Panzerung im Kriegsschiffbau und die Entwicklung der ersten Panzerflotten" Berlin 1910.
Die Nordstaaten bauten zwischen dem 1. 4. 61 und dem 1.4.1865 63 Panzerschiffe mit 62.367to. zu einer Summe von $ 35 848 212.
aaO Seite 32

(28.08.2013 14:51)Köbis17 schrieb:  
(19.05.2013 22:02)Suebe schrieb:  Die Nordstaaten haben um die 70 Panzerschiffe gebaut, die Südstaaten 32 Stück.
Womit die industrielle Überlegenheit nochmals verdeutlicht wird.

Ein Vergleich um die Bauzahlen von gepanzerten Schiffen die nicht mehr als Prototypen darstellten, wenn überhaupt! ist entsprechend der historischen Betrachtung des Panzerschiffbaus nicht angebracht.
Der Eisen- oder Stahlschiffbau der Nord-, Süd- oder Ganzamerikanischen Marine war nur von aktueller Innovation geprägt, aber hatte nie die Wurzel einer maritimen Bestrebung wie auch die Möglichkeit, der Entwicklung die schon im Krimkrieg und davor begonnen hatte (Stichwort: Dampfantrieb) gleichzuziehen oder eine entsprechenden technischen Strömung der europäischen Entwicklung der Marine wertvolle Ansetze zu liefern.
Der Monitor war selbst mit seinem Turm, als Küstenpanzerschiff unbrauchbar, obwohl die Amis, wie auch ein paar europäische Mächte an diesen Typ festhielten eine Sackgasse!

Ansonsten kamen bis weit in die Anfänge des 20. Jahrhunderts keine wichtigen Entwicklungsschübe aus der Ami-Feder ...

Also verschont einem die Diskussion um eine Flotte, die nur durch einen Krieg genutzt wurde, aber an einer Entwicklung keinen Anteil hatte.


Hallo Köbis,
ich habe bei dieser Postingserie überwiegend daraus:
Zitat:J. Rudloff, "Die Einführung der Panzerung im Kriegsschiffbau und die Entwicklung der ersten Panzerflotten" Berlin 1910.
geschöpft.
Mangels anderer/besserer Quellen.
Ist auch online verfügbar: http://www.digizeitschriften.de/dms/img/...ID=dmdlog4

So gering würde ich den US-Anteil an der maritimen Entwicklung übrigens nicht einschätzen.
zB die Tea-Klipper sind doch ein endogenes US-Eigengewächs.
Auch die Flussschifffahrt.
1835 soll es in den USA ca. 3.000 Dampfmaschinen gegeben haben, 800 davon sollen auf Flussschiffen.
Zitat:Prophyläen Technikgeschichte
Band 3 Seite 138

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13.09.2013, 20:09
Beitrag: #42
RE: Panzerschiffe
Hier habe ich noch einen Bericht über den Flottenbesuch eines US-Monitors in St. Petersburg (Russland) 1869 gefunden.

Zitat:Amerikanische Monitors.

Den Monitor "„Miantonomoh,“" welcher die außerordentliche amerikanische Gesandtschaft nach St. Petersburg geleitet hat, beschreibt der Copenhagener Correspondent des "„Kr. B.“" in folgender Weise: Die Gestalt des Monitors ist äußerst originell. Sein Deck ragt im Ganzen nur 34 Zoll über die Wasserlinie hervor; seine Länge beträgt 259, seine Breite 24 Fuß. Der Bord ist mit einem 7 1/2 Zoll dicken Panzer bedeckt, der noch eine hölzerne Unterlage von 3 1/2 Fuß Dicke hat. Das Deck ist mit 1/2 Zoll dicken Eisenplatten belegt, die auf einer 9 Zoll dicken Unterlage ruhen. Von diesem Deck erheben sich zwei drohende eiserne Thürme von 9 Fuß Höhe, deren Wände 11 Zoll dick sind.

auch die Geschütztürme waren schon Maschinenbetrieben:
Zitat:In jedem Thurme befinden sich zwei Geschütze mit einem Kaliber von 15 Zoll. Das Gewicht jedes Geschützes beträgt 21 Tonnen, das jedes Geschosses 480 Pfd. und zur Ladung werden 30, 50 und 60 Pfd. Pulver gebraucht. Jeder Thurm dreht sich mit den Geschützen zusammen auf einer verticalen Achse; diese Bewegung wird durch Hülfe zweier Dampfmaschinen erreicht

von da:
http://dingler.culture.hu-berlin.de/arti...i183mi01_4

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14.09.2013, 07:26
Beitrag: #43
RE: Panzerschiffe
Interessant ist auch, was man 1869 zur Seetüchtigkeit dieses Monitors zu sagen wusste:

Zitat:Wenn sich der Monitor in See befindet, gehen die Wellen beständig über das Deck und um |75| die Thürme bilden sich Brandungen, aber die Brücken werden von keiner Spritzwelle erreicht. Die Schwankungen des Monitors sind auch bei der größten Aufregung des Meeres so gering, daß sie höchstens 5 Grad getragen. Der englische Lootse wunderte sich sehr, es beim starken Wellengange in der Cajüte so ruhig zu finden, als wenn das Fahrzeug im Hafen vor Anker läge

Quelle siehe oben

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