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Zwang zur Marke:
16.05.2013, 18:05
Beitrag: #1
Zwang zur Marke:
Ich möchte hier mal einen Tread eröffnen der mit der Jugend zusammenhängt. Zumindest in meiner Hauptschulzeit (ist ja auch schon eine Weile her) war es total wichtig immer die neueste und natürlich nicht ganz billige Kleidung anzuziehen. Habe das Gefühl dieser „Zwang zur Marke“ ist unter Teenagern noch immer vorhanden, möchte das mal als Anlass zu einer Diskussion nehmen. Hier ein paar Fragestellungen zur Orientierung:

-Was haltet ihr persönlich von Markenkleidung?
-Welche Folgen hat dieser Zwang zur Marke im Teenageralter für die Familie und Gesellschaft gesamt?
-Gibt es diesen überhaupt und wenn ihr ihn auch erlebt habt, habt ihr da mitgespielt?
-Kann man diesen Gruppenzwang in diesem Alter verhindern und wenn ja wie?

Um nur ein paar Diskussionsansätze zu eröffnen. Freue mich auf eine interessante Diskussion zum Thema.
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17.05.2013, 12:24
Beitrag: #2
RE: Zwang zur Marke:
Ich kannte eine Stickerei, die hat lange Jahre die Krokodile für jene nicht billige Markenkleidung gestickt.

Als sie pleite ging (ob die Krokodile zu billig abgegeben werden mussten?)
haben die Beschäftigten Hosentaschenweise Krokodile rausgeschleppt.
Was aus denen wohl wurde?

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17.05.2013, 18:31
Beitrag: #3
RE: Zwang zur Marke:
(16.05.2013 18:05)WDPG schrieb:  -Was haltet ihr persönlich von Markenkleidung?
-Welche Folgen hat dieser Zwang zur Marke im Teenageralter für die Familie und Gesellschaft gesamt?
-Gibt es diesen überhaupt und wenn ihr ihn auch erlebt habt, habt ihr da mitgespielt?
-Kann man diesen Gruppenzwang in diesem Alter verhindern und wenn ja wie?


Der Zwang zur Marke ist immer noch vorhanden, er beginnt allerdings nun schon im Grundschulalter und erstreckt sich leider nicht mehr nur noch auf Kleidung. Genauso wichtig ist es auch, den richtigen Ranzen zu tragen, die richtigen Stifte zu haben, die richtigen Dinge zu sammeln (wie -bei Jungs- Match-Attacks oder Pokemon).
Schon in der Grundschule werden Kinder, die nicht die richtigen Dinge und Sachen haben, ausgegrenzt, auch wenn es noch einige engagierte Grundschullehrer gibt, die versuchen, das zu unterbinden. Es gibt Eltern, die begrüßen dieses Lehrerengagement, weil sie selbst eigentlich diesen Konsumzwang nicht gut finden, aber eben einfach nicht wollen, daß ihr Kind ausgegrenzt wird, und es gibt natürlich Eltern, die das nicht gut finden, weil sie sich selbst vor allem über Marken definieren.
Hier geht der Druck dann aber häufig noch von den Eltern aus. Nur wer die richtigen Sachen hat, der darf auch nachmittags zum Spielen kommen bzw. zu dem darf das Kind auch zum Spielen gehen. Nur wer durch die entsprechendne Kaufentscheidungen zeigt, daß er der richtige Umgang für das Kind ist, wird dann zu den Geburtstagsfeiern eingeladen.
Allerdings denke ich, daß ich das hier schon ein bißchen extrem erlebt habe, ich habe noch die Hoffnung, daß es zumindest noch ein paar Fleckchen gibt, an denen das anders ist.

In der weiterfrührenden Schule setzt sich das dann natürlich fort. Handy, I-Pod und natürlich auch die richtige Kleidung entscheiden darüber, ob man "hipp" ist oder nicht. Hier sind es dann aber zunehmend die Kinder, die den Druck ausüben- die haben durchaus schon über die Eltern da etwas mitbekommen.
Ich hatte kürzlich die Diskussion mit meinem Sohn genau zu diesem Thema. Er hat ein billiges, kleines Samsung Handy, keine WI, keinen Nintendo (er hatte mal einen, hat ihn aber aus Frust geschrottet...) und sein mühsam zusammengesarter I-Pod war nach 15 Monaten kaputt. Er braucht ihn eigentlich nur zum Musikhören, im Internet ist er nicht unterwegs, erspielt keine Spiele- also hätte es eigentlich auch ein normaler MP3 Player getan.
Aber da hat er sich dann das erste Mal auf die Hinterbeine gestellt und gemeint, er möchte wenigstens ein Teil haben, wo er mit seinen Klassenkameraden mithalten kann. Entweder einen I-Pod oder ein Smartphone, halt so, daß er nicht in jeder Beziehung der Idiot ist und wenigstens in einer Sache mitreden kann. Genauso wie es ein bescheurtes "Hollister"- Sweatshirt sein mußte, daß qualitativ völlger Rotz ist und soviel kostet wie drei "normale" Sweatshirts zusammen. Aber eines mußte es sein.
Ne, gut finde ich das nicht. Aber ich ziehe mit. Weil ich es letztendlich schlimmer finde, wenn er auf keine Geburtsttagsfeier mehr eingeladen wird. Und dann fluche ich auf diese idiotischen anderen Eltern, die soviel Wert auf den Mist legen, daß sich schon Kinder nur noch über den Besitz solcher Dinger definieren.
ich habe übrigens einmal versucht, die Eltern zum gemeinsamen "Wir machen da nicht mit" zu überreden. Die meisten wären dabei gewesen. Aber eine Handwoll legt halt immer Wert darauf, zu zeigen, daß sie sich das leisten können...

Ich sehe die Ursache übrigens darin, daß viele aus der Mittelschaft sich fast zwanghaft von der Unterschicht abgrenzen wollen...

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17.05.2013, 22:50
Beitrag: #4
RE: Zwang zur Marke:
(17.05.2013 18:31)Bunbury schrieb:  Der Zwang zur Marke ist immer noch vorhanden, er beginnt allerdings nun schon im Grundschulalter und erstreckt sich leider nicht mehr nur noch auf Kleidung. Genauso wichtig ist es auch, den richtigen Ranzen zu tragen, die richtigen Stifte zu haben, die richtigen Dinge zu sammeln (wie -bei Jungs- Match-Attacks oder Pokemon).
.......

Extrem gut Analysiert, muss dir auch absolut recht geben. Natürlich ist beim Markenzwang nicht nur Kleidung betroffen.

Gegen Marken grundsätzlich habe ich nichts. Früher z.B. war es mir extrem wichtig Markensportschuhe zu haben. Nicht wirklich wegen dem Trend, sondern weil sie einfach mehr aushalten als andere und ich Schuhe kaufen hasse. Heute nehme ichs nicht mehr so genau, aber das mit dem mehr aushalten stimmt.

Aber das mit dem Markenzwang kritisiere ich genauso wie du. Auch das es Eltern gibt, die das noch fördern.
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17.05.2013, 23:15
Beitrag: #5
RE: Zwang zur Marke:
Oh, ich bin durchaus markenbewußt- ich bin nämlich ein ziemlich fauler Konsument, der Einkaufsorgien nichts abgewinnen kann. Von daher greife ich gerne auf das zurück, was ich schon kenne, was paßte und mir gut gefiel.

Meinem älteren Sohn z.B. kaufe ich immer Fußballschuhe der gleichen Marke, weil ich weiß, daß die so schneiden, daß es an seine Fußform paßt, während die Konkurrenzmarke immer zu eng ist. Nur wenn die Stammamrke irgendwann mal nicht mehr paßt, probiere ich dann die nächste.

Ich habe nur keine Lust, viel Geld für schlecht sitzende Schuhe auszugeben, nur weil die marke gerade in ist. Dennoch hat Sohnemann sein Weihnachtsgeld genau dafür rausgehauen- mit dem Ergebnis, daß er ein Hühnerauge hat. Eigentlich soll er die Schuhe nur noch für zwei drei Stunden bei besonderen Gelegenheiten anziehen, aber hin und wieder schleicht er doch damit in die Schule...

Es bringt nichts, Marken generell zu verdammen- in dem Dickicht des Überangebots können sie eine wertvolle Orientierung sein, die einem die Kaufentscheidung erleichtern. Nur sie nur deshalb zu verwenden, weil sie gerade in sind...

Und leider ist allein der Markenname heute keine Garantie für Qualität mehr- in China fertigen lassen alle. Und wir wissen doch auch warum....

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Volker Pispers
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17.05.2013, 23:24
Beitrag: #6
RE: Zwang zur Marke:
(17.05.2013 23:15)Bunbury schrieb:  Meinem älteren Sohn z.B. kaufe ich immer Fußballschuhe der gleichen Marke, weil ich weiß, daß die so schneiden, daß es an seine Fußform paßt, während die Konkurrenzmarke immer zu eng ist. Nur wenn die Stammamrke irgendwann mal nicht mehr paßt, probiere ich dann die nächste.

Das mit den Schuhen kenne ich von meiner Hauptschulzeit. Ich habe im Gegensatz zu meinen Klassenkollegen nie Nike-Schuhe gehabt (was von diesen natürlich auf bemerkt wurde), der Grund: Bis heute passen mir die Schuhe nicht, mein Fuß ist einfach zu dick dafür (Adidas, Puma, Reebock hingegen schon).

Wie gesagt insgesamt bin ich hier komplett deiner Meinung, Markenbewusstsein, so nach dem Grund "mir gefällts oder ich möchte mit einer sinnvollen Begründung Markenkleidung haben", ist in Ordnung, aber gegen den Zwang es müssen Markenschuhe, Markenshirts usw. sein bin ich auch absolut.
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18.05.2013, 08:10
Beitrag: #7
RE: Zwang zur Marke:
Googelt mal die Fragen, die in Deutsch-Abschlussarbeiten jeglicher Schulart als Erörterungsthemen gestellt werden. Die Frage nach den Markenklamotten kommt da wieder und wieder.
Und wenn man mal die zugehörigen Erörterungen liest, grausts einem. Das ist schon regelrecht Markenterror, der da durchscheint...

Ich halt von Marken gar nichts. Wenn mir was gefällt und es passt und ist auch dem Trageanlass angemessen - auf den Spielplatz oder in die Disko zieht man halt anderes an als für den Beruf oder zum Grillen - dann kauf ich´s. Aldi hat da öfter gute Sachen...
Ich bin dann allerdings auch so stur, dass ich, wenn ich die Wahl habe, extra das Noname-Produkt kaufe...
Insofern unterwerfe ich mich dem Markenterror schon auch, nur eben ex negativo... Smile

VG
Christian
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18.05.2013, 10:08
Beitrag: #8
RE: Zwang zur Marke:
Vielleicht sollte man die Diskussion auch mal umgekehrt aufziehen.

Wer ist nicht schon mal auf Neu-Schrott reingefallen?
Ich habe mal 4 Jeans auf einen Sitz gekauft, waren billig, haben gerade mal 100 Märker gekostet.
Als jede mal durch die Waschmaschine gegangen ist, hatte ich gar keine mehr. Nähte aufgegangen, eingelaufen um ein paar Zentimeter usw.
Ist mir bei Levi´s noch nie passiert.
Meine Frau hat zum Ehestand eine Küchenmaschine angeschafft, Bauknecht weiß was Frauen wünschen, DM 450,--, hat 29 Jahre gehalten.
Neue gekauft, keine 150 Euronen, Zubehörteile 2 Schränke voll, nach 2,5 Jahren Schrott.
Jetzt hat sie eine Bosch. Knapp 300 euronen, viel weniger Zubehörteile. Aber ich denke das Teil hält.

Von Autos schreibe ich besser gar nichts.
Wer aber schon mal eine Ford- oder eine BMW-Bremse sich angeschaut hat, weiß zumindest wo ein Teil des Mehrpreises herkommt.

Daher, meine Damen und Herren, verehrte Gemeinde kommt das Markenbewusstsein.
Dass es dann auch wieder Kapriolen schlägt ist nicht zu vermeiden.

"Nichts ist befriedigender, als sich an Schwierigkeiten zu erinnern, die man gemeistert hat." (N. Stoffel)
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18.05.2013, 13:08
Beitrag: #9
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 10:08)Suebe schrieb:  Vielleicht sollte man die Diskussion auch mal umgekehrt aufziehen.

Wer ist nicht schon mal auf Neu-Schrott reingefallen?
(...) 4 Jeans (...)
(...) Küchenmaschine (...)
(...) Autos (...)
Daher, meine Damen und Herren, verehrte Gemeinde kommt das Markenbewusstsein.
Dass es dann auch wieder Kapriolen schlägt ist nicht zu vermeiden.

Je teurer das Gerät, desto günstiger ist es, Marke zu kaufen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Da geb ich dir recht.

Wir reden aber denke ich hauptsächlich von Kleidung.
Gut, Levi´s ist Levi´s, das seh ich auch so, zumindest, was die amerikanischen Levi´s angeht - für jede Figur einen Schnitt.
Aber auch die Jeans, die ich hier bei K&L und Konsorten gekauft hab bzw. früher noch gekauft bekommen hab (so viel zum Stichwort Vorbildfunktion von ElternWink ), haben oft zehn Jahre und länger gehalten. Dann waren sie zwar nur noch für die Gartenarbeit zu gebrauchen weil relativ unansehnlich, aber sie waren noch anziehbar!
T-Shirts, die meine Zwillinge öfter mal von H&M kriegen (nicht von mir), labbern schneller aus als die vom Aldi oder von C&A. Meine Beobachtung.
Hosen sind nach ein paar Wochen momentan durchgewetzt, egal ob Marke oder nicht. Also kauf ich lieber die billigeren. Also Nicht-Marke.
Gut, da wird dann von der Mutter moniert, was die für einen Schnitt hätten, aber hey: Die Kinder sind sechs Jahre alt und "knieeln" auf dem Kunststoffteppich genauso wie im Sandkasten, was will ich da mit Markenjeans?!?

VG
Christian
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18.05.2013, 15:15
Beitrag: #10
RE: Zwang zur Marke:
Wobei man ja gerade bei H & M in der Kinderabteilung mit unter das Gefühl hat, daß der eine oder andere Designer pädophile Neigungen hat. Okay, ich übertreibe- aber die H & M Kinderkollektion heutzutage ist das absloute Grauen. Es ist nicht mehr dem entsprechenden Kinderalter angepaßt, sondern verkleinert immer nur noch den Erwachsenenstil.. Spaghetti- Träger- Tops für 2 jährige, Hemden in Größe 86, Kleider für 2 jährige, die mit ihrer Mama im Partnerlook gehen "wollen"

Das ist nämlich das größte Problem, das ich bei der Kinderkleidung sehe. Sie ist mitunter absolut bewegungsuntauglich, hält nichts mehr aus- aber wird immer mehr auf Erwachsenenkleidunggetrimmt.
Meiner Meinung nach schon ein erster Schritt hin zur Erziehung zur Definition über Klamotten- aber hier könnten ja auch noch die Eltern entscheiden, daß sie den Mist nicht mehr mitmachen.
Anderswo gibt es auch oft bessere Kinderkleidung...

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18.05.2013, 15:33
Beitrag: #11
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 13:08)913Chris schrieb:  Wir reden aber denke ich hauptsächlich von Kleidung.
Gut, Levi´s ist Levi´s, das seh ich auch so, zumindest, was die amerikanischen Levi´s angeht - für jede Figur einen Schnitt.
Aber auch die Jeans, die ich hier bei K&L und Konsorten gekauft hab bzw. früher noch gekauft bekommen hab (so viel zum Stichwort Vorbildfunktion von ElternWink ), haben oft zehn Jahre und länger gehalten.
./.

Gestern habe ich gelesen, dass es jetzt auch "Porsche-Häuser" zu kaufen gibt.
"Entwickelt von der sagenhaften Porsche-Design-Abteilung" umgesetzt von irgendeinem Architektur-Büro.
Wenn ich das mache, sowas kaufe, anderes Beispiel eine "Porsche-Uhr" dann muss ich das Geld im Lotto gewonnen oder schlicht gestohlen haben.
Das sind lediglich Versuche der Gewinn-Maximierung. ein in völlig anderen Bereichen erworbenes Markenimage für sündhaftes teures Geld abzocken.

Man muss den Kindern halt beibringen, am besten durch eigenes erleben, dass sich Markenartikel dort lohnen, wo eine Qualitätsaussage dahinter steht,
und wo es lediglich "cool" ist, es sich eben nicht lohnt, es sich um eine reine Abzocke handelt. Und die eigenen Kinder viel zu klug sind, als dass sie auf so etwas reinfallen. Idea

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18.05.2013, 15:41
Beitrag: #12
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 15:15)Bunbury schrieb:  Wobei man ja gerade bei H & M in der Kinderabteilung mit unter das Gefühl hat, daß der eine oder andere Designer pädophile Neigungen hat.
./.

Zustimmung.
Und die vielen Schwulen unter den Damenmode-Designern haben der Damenmode auch so gar nicht gut getan.

Aber seis drum, hier nicht Thema.

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18.05.2013, 17:38
Beitrag: #13
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 15:33)Suebe schrieb:  Man muss den Kindern halt beibringen, am besten durch eigenes erleben, dass sich Markenartikel dort lohnen, wo eine Qualitätsaussage dahinter steht,
und wo es lediglich "cool" ist, es sich eben nicht lohnt, es sich um eine reine Abzocke handelt. Und die eigenen Kinder viel zu klug sind, als dass sie auf so etwas reinfallen. Idea

Ich wünschte, es wäre so einfach. Aber die Werbeindustrie hat längst erkannt, daß sie für ihre Auftraggeber mehr herausholen kann, wenn sie die Eltern (für die die Werbung früher gemacht wurde) übergeht und sich direkt an die Kinder wendet.

Und wenn ein Kind nun mal nicht "cool" genug ist (bei den Jungens richtet sich das derzeit wohl nach der Sportlichkeit, bei den Mädchen bin ich mir nicht sicher), dann ist der Druck gerade auf diese Kinder riesig, eben wenigstens durch das Tragen der richtigen Kleidung oder den Besitz der richtigen Dinge "cool" zu sein.

Es wird immer Kinder geben, denen das egal ist, weil sie von ihrer Neigung her halt eigensinnig sind, aber ein Kind, dem es wichtig ist, in der Gruppe anerkannt zu sein, läßt sich davon massiv unter Druck setzen. Ich weiß nicht, ob es dann wirklich geschickt ist, wenn man dem als Eltern dann massiven Widerstand entgegensetzt.
Es hat meinem Spröling enorm zu denken gegeben, daß sein mühsam zusammengesparter I-Pod nach 15 Monaten kaputt war. Er war eigentlich selbst so weit zu sagen, daß ihm ein MP3 Player reichen würde, was völlig vernünftig gewesen wäre.
Aber dann gab es den einen oder anderen Vorfall in der Klasse, bei dem er nicht als "cool" galt, und jetzt beharrt er darauf, daß es wieder ein i_Pod sein muss, damit ihn die anderen nicht auslachen.
Es reicht dann irgendwie nicht, dem Kind zu sagen, daß man es genauso toll findet, wie es ist.Oder es ihm auch zu zeigen. In dem Alter ist es wohl enorm wichtig, wie es die anderen Kinder sehen- vielleicht muss dann einfach hoffen, daß diese Phase vorbei geht.

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18.05.2013, 19:34
Beitrag: #14
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 17:38)Bunbury schrieb:  ./.
Es wird immer Kinder geben, denen das egal ist, weil sie von ihrer Neigung her halt eigensinnig sind, aber ein Kind, dem es wichtig ist, in der Gruppe anerkannt zu sein, läßt sich davon massiv unter Druck setzen. Ich weiß nicht, ob es dann wirklich geschickt ist, wenn man dem als Eltern dann massiven Widerstand entgegensetzt.
Es hat meinem Spröling enorm zu denken gegeben, daß sein mühsam zusammengesparter I-Pod nach 15 Monaten kaputt war. Er war eigentlich selbst so weit zu sagen, daß ihm ein MP3 Player reichen würde, was völlig vernünftig gewesen wäre.
Aber dann gab es den einen oder anderen Vorfall in der Klasse, bei dem er nicht als "cool" galt, und jetzt beharrt er darauf, daß es wieder ein i_Pod sein muss, damit ihn die anderen nicht auslachen.
Es reicht dann irgendwie nicht, dem Kind zu sagen, daß man es genauso toll findet, wie es ist.Oder es ihm auch zu zeigen. In dem Alter ist es wohl enorm wichtig, wie es die anderen Kinder sehen- vielleicht muss dann einfach hoffen, daß diese Phase vorbei geht.
./.

Ich weiß sehr wohl, dass es viel einfacher ist, globale Wahrheiten zu verkünden, wie dieselben umzusetzen.
Und da wünsche ich dir sehr viel Kraft um dies durchzustehen.

Das Erlebnis mit dem i-Pot geht aber doch schon mal in die richtige Richtung.

50 Jahre zurückgeblickt aus eigenem Erleben:
Zu der Zeit galt in der Schule einer etwas,
der entweder
a) "stark" war, die anderen mit der Faust überzeugen konnte.
war ich nicht, ich war bei den kleinsten und schmächtigsten
b) gute Schulnoten hatte
ging nicht, war ich zu faul.
Dann gab es noch den Weg c) für den ich mich irgendwann entschied
Große Klappe.
Die wird auch gefürchtet.

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18.05.2013, 22:12
Beitrag: #15
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 13:08)913Chris schrieb:  T-Shirts, die meine Zwillinge öfter mal von H&M kriegen (nicht von mir), labbern schneller aus als die vom Aldi oder von C&A. Meine Beobachtung.
Hosen sind nach ein paar Wochen momentan durchgewetzt, egal ob Marke oder nicht. Also kauf ich lieber die billigeren. Also Nicht-Marke.
Gut, da wird dann von der Mutter moniert, was die für einen Schnitt hätten, aber hey: Die Kinder sind sechs Jahre alt und "knieeln" auf dem Kunststoffteppich genauso wie im Sandkasten, was will ich da mit Markenjeans?!?

Das ist auch so etwas was mich immer wieder zu Kopfschütteln bringt. Wieso gibt es Leute die ihre Kinder hauptsächlich mit Markengewand ausstatten? Selbst wenn diese nicht kaputt gehen würden, sind sie sehr bald wieder zu klein - das ist für mich eine seltsame Angeberei, einiger weniger. Verstehe also absolut das du, das billigere Produkt hier für besser hältst.
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19.05.2013, 11:20
Beitrag: #16
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 17:38)Bunbury schrieb:  In dem Alter ist es wohl enorm wichtig, wie es die anderen Kinder sehen- vielleicht muss dann einfach hoffen, daß diese Phase vorbei geht.

Tut sie. Allerdings erst nach Ende der Pubertät...so Ende 20. Sagen die Entwicklungspsychologen...eigentlich sagen die "Anfang 20". Meine eigenen Erfahrungswerte sagen: "Tendentiell eher Ende 20"...
Aber ich bin in der Hinsicht eher Schwarzseher.
Wink

VG
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19.05.2013, 11:34
Beitrag: #17
RE: Zwang zur Marke:
(18.05.2013 22:12)WDPG schrieb:  Das ist auch so etwas was mich immer wieder zu Kopfschütteln bringt. Wieso gibt es Leute die ihre Kinder hauptsächlich mit Markengewand ausstatten? Selbst wenn diese nicht kaputt gehen würden, sind sie sehr bald wieder zu klein - das ist für mich eine seltsame Angeberei, einiger weniger. Verstehe also absolut das du, das billigere Produkt hier für besser hältst.

Hier muss ich mal deutlich widersprechen. Einspruch. Wink
Ich habe meinen Kindern durchaus auch eine bestimmte Marke gerne gekauft- und zwar ab Größe 104/110 die Kindersachen von Jako- O. Zugeben, die sind nicht ganz billig. Aber sie sind in der Regel praktisch, lassen sich gut waschen, sind kindgerecht (sprich, sie engen den natürlichen bewegungsdrall nicht ein)- und sie überleben ein Kind, was in meinem Fall durchaus wichtig war, weil ich nämlich zwei gleichgeschlechtliche Kinder im Abstand von drei Jahren habe. Die meisten Sachen gebe ich im übrigen jetzt noch an meinen Neffen weiter, der weitere drei Jahre jünger ist...Am meisten geliebt habe ich diese "getierhosen" wo sich entweder Frösche, Salamander oder Dinos getummelt haben, weil man darauf nicht gleuch jeden Fleck gesehen hat.

Bei bestimmten "billigen" Kinderklamotten habe ich leider die Erfahrung gemacht, daß sie nach dreimal waschen aussehen wie Hund. Und das ist für Kinder im Grundschulalter nicht mehr zwangsläufig okay. Ich habe dann einfach irgendwann aufgehört, die Tschibo- Sachen zu kaufen, die ich bis dahin gerne ganz gerne mal gekauft habe. Die Sachen sahen einfach furchtbar aus. (Außer die Socken. Die kaufe ich bis heute am liebsten da...)

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20.05.2013, 10:02
Beitrag: #18
RE: Zwang zur Marke:
(19.05.2013 11:34)Bunbury schrieb:  Bei bestimmten "billigen" Kinderklamotten habe ich leider die Erfahrung gemacht, daß sie nach dreimal waschen aussehen wie Hund. Und das ist für Kinder im Grundschulalter nicht mehr zwangsläufig okay. Ich habe dann einfach irgendwann aufgehört, die Tschibo- Sachen zu kaufen,

Das ist eben der Unterschied zwischen billig und günstig... Smile
Aber wenn ich bei Aldi oder auch mal bei KiK kaufe, die Sachen halten normalerweise einen Sommer/Winter, und dann sind meine zwei eh draus gewachsen. Bei Hosen leg ich wie gesagt höhere Maßstäbe an, bei Jacken auch, aber bei T-Shirts seh ich nicht ein, viel Geld auszugeben...

Das kommt noch früh genug, dass die zwei bestimmte Motive bevorzugen bzw. ignorieren. Wink

VG
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20.05.2013, 10:21
Beitrag: #19
RE: Zwang zur Marke:
ich glaube, das ist auch einfach eine Alterssache. Wenn Kinder in einem Alter sind, in dem sie die Sachen eh nur eine Saison tragen, ist das recht egal, wie lange eiN T-Shirt hält.

Meine zwei sind jetzt in einem Alter, in dem ein T-Shirt auch schon mal zwei Saisons halten kann, da ist es besser auf ein wenig Qualität zu achten. Da kaufe ich auch schon mal ganz gerne "gebraucht", wenn es qualitativ hochwertig ist.

Obwohl diese Gebrauchtmärkte hier immer schlechter werden. Die Klamotten lassen in der Qualität zu schnell nach, der Neukauf ist im Vergleich dazu zu billig- Tschibo und Aldi braucht man eignetlich gar nicht mehr zum Kleiderbasar zu geben, selbst wenn die Sachen flecklos und rißlos sind.. H & M im übrigen auch nicht. Aber meine Jako- O- T-Shirts (die meine Neffe nicht haben wollte) habe ich alle verkauft...

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20.05.2013, 18:57
Beitrag: #20
RE: Zwang zur Marke:
(19.05.2013 11:34)Bunbury schrieb:  ...Bei bestimmten "billigen" Kinderklamotten habe ich leider die Erfahrung gemacht, daß sie nach dreimal waschen aussehen wie Hund. Und das ist für Kinder im Grundschulalter nicht mehr zwangsläufig okay. Ich habe dann einfach irgendwann aufgehört, die Tschibo- Sachen zu kaufen, die ich bis dahin gerne ganz gerne mal gekauft habe. Die Sachen sahen einfach furchtbar aus. (Außer die Socken. Die kaufe ich bis heute am liebsten da...)

OK, da hast du natürlich mehr Erfahrung als ich, wenn es von der Qulität her was bringt und damit sinnvoll ist spricht finde ich absolut nichts dagegen.

Wie gesagt ich habe nichts gegen Marken an sich, gegen der erwähnten Markenzwang aber eigentlich schon, auch wenn es in Wahrheit schwer ist was dagegen zu tun.
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