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US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
18.12.2014, 18:44
Beitrag: #21
RE: US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
Als Lütjens den Funkspruch absetzte, wähnte er sich sowieso geortet (Funkmessbeobachtung meldete ankommende Radarstrahlen) und ich nehme an, dass er sich absichtlich einpeilen ließ.

Lütjens war nicht Kapitän der "Bismarck" sondern Flottenchef und als solcher auch für den Kreuzer "Prinz Eugen" verantwortlich. PE war kurz zuvor aus dem Verband zur Brennstoffergänzung und "freien Jagd" entlassen worden, während BM nur noch St.Nazaire/Brest ansteuerte. Lütjens musste unbedingt die alliierten Schiffe von PE fernhalten, weil sonst der Kreuzer und der Versorger gefährdet waren. Das erreichte er mit der Einpeilung.
Die Gefahr für BM war überschaubar, artilleristisch war ihr kein gleichschneller Gegner auch nur ansatzweise gewachsen und die Luftangriffe erwiesen sich bis dato als selten durchschlagend erfolgreich.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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18.12.2014, 20:06
Beitrag: #22
RE: US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
(18.12.2014 18:44)Triton schrieb:  Als Lütjens den Funkspruch absetzte, wähnte er sich sowieso geortet (Funkmessbeobachtung meldete ankommende Radarstrahlen) und ich nehme an, dass er sich absichtlich einpeilen ließ.

Lütjens war nicht Kapitän der "Bismarck" sondern Flottenchef und als solcher auch für den Kreuzer "Prinz Eugen" verantwortlich. PE war kurz zuvor aus dem Verband zur Brennstoffergänzung und "freien Jagd" entlassen worden, während BM nur noch St.Nazaire/Brest ansteuerte. Lütjens musste unbedingt die alliierten Schiffe von PE fernhalten, weil sonst der Kreuzer und der Versorger gefährdet waren. Das erreichte er mit der Einpeilung.
Die Gefahr für BM war überschaubar, artilleristisch war ihr kein gleihschneller Gegner auch nur ansatzweise gewachsen und die Luftangriffe erwiesen sich bis dato als selten durchschlagend erfolgreich.

Lütjens muss auch noch alles irgendwie mögliche versucht haben, um das Kriegstagebuch der Bismarck per Flugzeug in Sicherheit zu bringen, was aber nicht mehr gelang.
Es wäre ja überaus interessant was darin stand, und warum es Lütjens so wichtig war.
Beim Wrack hat man es nicht gefunden.
Jedoch den definitiven Nachweis, dass die Bismarck sich selbst versenkte. Berichte der Überlebenden diesbezüglich wurden von den Briten immer sehr angezweifelt. Aber das ist jetzt geklärt.

Zur og Scharnhorst,
mit entscheidend war, hat mir ein Zerstörermann der dabei war, einst erzählt, dass die deutschen Zerstörer mit schwerer See nur schlecht zurechtkamen, und deshalb vorzeitig von der Scharnhorst "weggeschickt" werden mussten. Unter Zerstörerdeckung wäre dies alles ziemlich sicher nicht passiert.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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18.12.2014, 20:11
Beitrag: #23
RE: US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
Das bordeigene Flugzeug konnte nicht starten...
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18.12.2014, 23:37
Beitrag: #24
RE: US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
Ich nehme an, Lütjens wollte genauere Angaben zur Radartechnik der Briten machen, die es zukünftig für Überwasserschiffe beinahe unmöglich machte, unentdeckt den freien Atlantik zu erreichen. Das Funkmessbeobachtungsgerät auf Bismarck war niegelnagelneu und Lütjens konnte schlecht in Funksprüchen erwähnen, woher er wusste, dass er ständig geortet wurde.

Nach der Bismarck ging kein deutscher Überwasserraider mehr durch eine der Passagen nördlich GBs in den Atlantik.

Übrigens: Da die Deutschen nur messen konnten, ob bei Ihnen Radarstrahlen ankommen, nahm Lütjens viel zu lange an, geortet zu sein. Radarstrahlen müssen nämlich auch die gleiche Strecke wieder zurück reichen. So narrte ihn das Gerät und er überschätzte die Reichweite des englischen Radars deutlich. Nicht sein Fehler.

Den genauen Grund für die Manövrierunfähigkeit gab er sicher auch an, und regte Umbauten an anderen Schiffen an. Bismarck war ja immer noch voll einsatzfähig, die Maschinen liefen, ein ausfahrbares "Ersatzruder" wäre die Lösung gewesen. Andere Schiffe hatten so etwas.
Wenn ich mich recht an die Bilder des Wracks entsinne, hatte sich eine Schraube in einem Ruderblatt verkeilt. Ein konstruktiver Fehler, Ruder und Schrauben zu nahe beieinander anzuordnen, so dass das Ruder nicht einfach weggesprengt werden konnte. Allein mit den Schrauben steuernd, wäre BM wohl noch entkommen...

Bei schwerer See konnte damals wohl so gut wie kein Schiff mit der Scharnhorst mithalten, auch die britischen Zerstörer nicht. Hood und Prince of Wales mussten bei ihrem Angriff auf die Bismarck die Zerstörereskorte auch abhängen, weil zu langsam. Was nichts daran ändert, dass alle deutschen Zerstörer bei rauher See schlecht im Wasser lagen.
Soviel ich weiß, waren die Zerstörer in einem Suchstreifen weitab der SH aufgestellt, somit sowieso nicht in unmittelbarer Nähe beim Rückmarsch. Merkwürdigerweise fand die Scharnhorst dann selbst den Geleitzug, besser gesagt die Nahsicherung aus schweren Kreuzern.

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19.12.2014, 09:51
Beitrag: #25
RE: US-Navy und die Bekämpfung von Seezielen
(18.12.2014 23:37)Triton schrieb:  Den genauen Grund für die Manövrierunfähigkeit gab er sicher auch an, und regte Umbauten an anderen Schiffen an. Bismarck war ja immer noch voll einsatzfähig, die Maschinen liefen, ein ausfahrbares "Ersatzruder" wäre die Lösung gewesen. Andere Schiffe hatten so etwas.
Wenn ich mich recht an die Bilder des Wracks entsinne, hatte sich eine Schraube in einem Ruderblatt verkeilt. Ein konstruktiver Fehler, Ruder und Schrauben zu nahe beieinander anzuordnen, so dass das Ruder nicht einfach weggesprengt werden konnte. Allein mit den Schrauben steuernd, wäre BM wohl noch entkommen...


Es ist bei den Probefahrten in der Ostsee wohl schon bemerkt worden, dass die Bismarck allein mit den Schrauben schon überaus schlecht zu navigieren war.
Aber es ließ sich nicht mehr ändern, vor der 1. Kriegsfahrt

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