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Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
24.07.2017, 19:31
Beitrag: #1
Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Porsche hatte ab November 1932 für die neue ab 1934 geltende Rennformel Daen für ein Rennwagenprojekt zusammengestellt.
Er bot sein Projekt der neu entstandenen Auto Union an.

Bei der Auto Union hatte man sich in die Richtung noch keinerlei Gedanken gemacht, und außerdem fehlte es an Geld.
Der Wanderer-Vorstand Claus Detlov von Oertzen fragte aber bei offiziellen Stellen an, ob Zuschüsse zu bekommen wären. Diese sagte man ihm zu, jedoch nur wenn Hitler zustimmen würde.
So fuhren Oertzen, der Konstrukteur Porsche und der für den Wagen vorgesehene Fahrer Hans Stuck zu Hitler.

Hitler befasste sich zuerst mit dem Wanderer-Vorstand Oertzen, und erklärte ihm, dass die Auto Union keine Zukunft hätte, und den nationalen Rennwagen Mercedes bauen würde.
Oertzen soll ihm geantwortet haben, dass er, Hitler, auch keine Zukunft gehabt hätte, als er aus Landsberg kam, und wo würde er jetzt stehen.

Hitler hätte sich dann knapp 2 Stunden mit Porsche unterhalten, und die Technik des projektierten Rennwagens detailliert und sachkundig diskutiert haben.

Am Ende des Gesprächs war Hitler dann bereit, wie für den Mercedes-Rennwagen einen jährlichen Zuschuss von 300.000 Reichsmark für den Auto Union Rennwagen auszureichen.

Die Auto Union erwarb daraufhin im März 1933 das Rennwagenprojekt von Porsche für insgesamt 300.000 RM. Am 12. Januar 1934 erfolgten vor hohem Publikum auf der AVUS die ersten Probefahrten.
Dieser Mittelmotor-Rennwagen, damals sprach man von "Heckmotor", war seiner Zeit recht weit voraus. Es war schon ein genialer Wurf Porsches.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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27.07.2017, 03:18
Beitrag: #2
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(24.07.2017 19:31)Suebe schrieb:  Dieser Mittelmotor-Rennwagen, damals sprach man von "Heckmotor", war seiner Zeit recht weit voraus. Es war schon ein genialer Wurf Porsches.
Die Mittelmotor-Renner galten als sehr tückisch und gerieten teilweise schon beim Geradeausfahren in den Grenzbereich. Bernd Rosemeyer starb in einem Auto - Union Renner.
Am gleichen Tag war Caracciola im Frontmotor - Mercedes Rekord gefahren, ohne Probleme.

Porsche baute auch schwächliche Volks-PKW mit den Antrieb hinter dem Fahrer, was sich bekanntlich als überwiegend nachteilig herausstellte. Ob also hinter dem Antriebskonzept Kalkül oder einfach nur Starrsinn steckte, man weiß es nicht. Die Liste der Porsche-Flops ist auf jeden Fall bemerkenswert lang und prominent.

Selbst der, völlig zurecht, abgelehnte Porsche Tiger hatte den für deutsche Panzer unüblichen und nachteiligen Heckantrieb und luftgekühlte Motoren. Daraus wurden ja dann bekanntlich der Ferdinand, der in Kursk oft nicht einmal das Schlachtfeld erreichte und wenn, dann dort den Dienst quittierte. Um den genialen Ingenieur nicht bloßzustellen wurde dann die Legende vom fehlenden MG erfunden. Was natürlich Nonsens war, die Elefant waren Distanzwaffen und sie waren begleitet von Panzern mit MGs.

"Es gibt nur eine Sache die größer ist als die Liebe zur Freiheit: Der Hass auf die Person, die sie dir weg nimmt."(Che Guevara)
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27.07.2017, 09:36
Beitrag: #3
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(27.07.2017 03:18)Triton schrieb:  
(24.07.2017 19:31)Suebe schrieb:  Dieser Mittelmotor-Rennwagen, damals sprach man von "Heckmotor", war seiner Zeit recht weit voraus. Es war schon ein genialer Wurf Porsches.
Die Mittelmotor-Renner galten als sehr tückisch und gerieten teilweise schon beim Geradeausfahren in den Grenzbereich. Bernd Rosemeyer starb in einem Auto - Union Renner.
Am gleichen Tag war Caracciola im Frontmotor - Mercedes Rekord gefahren, ohne Probleme.
./.

Das war ein großer Wurf.
Die von dir wiedergegebene Einschätzung war die altgedienter Kardan-Rennfahrern die mit dem Mittelmotor nicht zurecht kamen. Die einzigen von der alten Garde waren Stuck und Nuvolari die ihn beherrschten.
Paul Pietsch hat in vermutlich seinem letzten Fernseh-Auftritt auch darauf hingewiesen, dass Rosemeyer die Umstellungsprobleme nicht hatte, da er ohne "Kardan-Umweg" direkt in den Mittelmotor-Renner stieg. Was natürlich für die späteren Fahrer H-P. Müller usw. ebenso galt.

Dass Rosemeyer mit dem Rekordwagen rausflog war ein Problem der Aerodynamik, Caracciola hat da schlicht Glück gehabt, oder halt keine Boe erwischt.
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die im Winkel von 90° gen Himmel steigenden Audis bei der DTM vor ein paar Jahren, Aerodynamik führt zu Auftrieb, und das kann zum grpßen Problem werden. Für Rosemeyer wars tödlich,

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27.07.2017, 11:15
Beitrag: #4
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
"Wheelspin could be induced at over 100 mph (160 km/h), and the marked oversteer that persisted throughout the cars' development made all the Auto Unions difficult to handle, although the smaller engined Type D was a bit easier to drive because of the smaller engine and the half as much space it took up in comparison to the 6L V16 in the previous Type C. This was due to the fact that all 4 tyres were the same size, the big engines (particularly the 6L V16 in the Type C) were very heavy, and racing cars during this time did not have aerodynamic downforce- which effectively meant there was no way to keep the rear stable, therefore making it impossible to get rid of the car's oversteer. "
https://en.wikipedia.org/wiki/Auto_Union_racing_car
Wenn ich es richtig verstehe, dann war der große Vorteil eines Mittelmotorrennwagens, das bessere Fahrverhalten durch die günstigere Gewichtsverteilung, damals nicht nutzbar. Eigentlich hätten die Dinger nie so gebaut werden dürfen, weil Fehlkonstruktionen. Die Ingenieure von Daimler-Benz waren nicht deppert, die sahen sich die Konkurrenz schon genau an. Aber klauten sie die Mittelmotor-Idee?
Hut ab natürlich vor den Fahrern, die sich in solche Biester reinsetzten.

Auto-Union, oder später Audi und DKW, das muss man ihnen lassen, setzten die gemachten Erfahrungen konsequent um und bauten Frontmotor-Frontantriebs-Autos als die ganze Welt noch Käfer oder Fiat 500 fuhr. Was sich als der richtige Weg erwies. ist bekannt.

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27.07.2017, 15:18
Beitrag: #5
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(27.07.2017 11:15)Triton schrieb:  "Wheelspin could be induced at over 100 mph (160 km/h), and the marked oversteer that persisted throughout the cars' development made all the Auto Unions difficult to handle, although the smaller engined Type D was a bit easier to drive because of the smaller engine and the half as much space it took up in comparison to the 6L V16 in the previous Type C. This was due to the fact that all 4 tyres were the same size, the big engines (particularly the 6L V16 in the Type C) were very heavy, and racing cars during this time did not have aerodynamic downforce- which effectively meant there was no way to keep the rear stable, therefore making it impossible to get rid of the car's oversteer. "
https://en.wikipedia.org/wiki/Auto_Union_racing_car
Wenn ich es richtig verstehe, dann war der große Vorteil eines Mittelmotorrennwagens, das bessere Fahrverhalten durch die günstigere Gewichtsverteilung, damals nicht nutzbar. Eigentlich hätten die Dinger nie so gebaut werden dürfen, weil Fehlkonstruktionen. Die Ingenieure von Daimler-Benz waren nicht deppert, die sahen sich die Konkurrenz schon genau an. Aber klauten sie die Mittelmotor-Idee?
Hut ab natürlich vor den Fahrern, die sich in solche Biester reinsetzten.

Auto-Union, oder später Audi und DKW, das muss man ihnen lassen, setzten die gemachten Erfahrungen konsequent um und bauten Frontmotor-Frontantriebs-Autos als die ganze Welt noch Käfer oder Fiat 500 fuhr. Was sich als der richtige Weg erwies. ist bekannt.

Es gibt seit ca. 1960 im Formelsport nix anderes mehr, nur noch Mittelmotor. Gerade mal 27 Jahre nach dem Auto Union P-Wagen. (ziehst du da noch 8-9 Jahre Krieg ab, ging das nicht sooo lange) Also "kopiert" wird bis heute.

An dem Rennwagen wurde bis 1939 weder an der Vorder- noch an der Hinterachse groß was geändert.
Die Erfolge des Auto Union und des Mercedes hielten sich etwa die Waage, aber zB 1937 (dem letzten Jahr der 750kg Formel) war der Auto Union derart übrlegen, dass DB mehrfach Nennungen für Rennen zurückzog. (Quelle Dr. Kirchberg)

DKW hat schon seit 1929 Fronttriebler gebaut. Nur mal nebenbei. Halt Kleinwagen, (von den Spandauer Schwingachsen DKW weiß heute eh niemand mehr was Shade) Aber diese Bauart eignet sich nicht, um hohe Leistungen auf die Straße zu bringen. Da ist, je nach Fahrzeuggewicht bis heute irgendwo zwischen 100 und 150 KW Schluss. Was glaubst du denn, warum Audi (Porsches Enkel Piech) die "Quattro"-Idee hatte?

Das war ein großer Wurf!

Zu dem "Ferdinand" habe ich auch schon anderes gelesen, müsste aber nachschlagen, lassen wir das halt mal so stehen.
Es ist ja keine Frage, dass auch ein Technisches Genie wie Porsche manches in den Sand gesetzt hat.
Der Auto Union Rennwagen jedoch ganz im Gegenteil.

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31.07.2017, 16:36
Beitrag: #6
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Mir ist heute Nacht nochmals der "Kirchberg" über den Nachttisch gerutscht.Rose

Der schreibt, dass Mercedes damals den stärksten jemals im Formelsport verwendeten Motor entwickelt und eingebaut hätte. (Das Buch stammt aus den 90er Jahren)
Die Auto Union aber bis zu 150 PS Minderleistung über Fahrverhalten und Aerodynamik hätte ausgleichen können.
Was nun doch sehr für die wegweisende Konstruktion spricht.

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31.07.2017, 21:45
Beitrag: #7
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(31.07.2017 16:36)Suebe schrieb:  Was nun doch sehr für die wegweisende Konstruktion spricht.
Wegweisend auf jeden Fall, seit 1960 sitzt der Motor bei reinrassigen Rennwagen in der Mitte.
Aber eben auch "der Zeit voraus".
Das sind 2 verschiedene Paar Stiefel.

Es fehlte halt an Abtrieb, um die Fuhre mit den unglaublich starken Motoren von damals fahrbar zu machen. Und auch an den geeigneten Reifen. Da war ein Frontmotor berechenbarer.
Man schaue sich mal die ersten erfolgreichen Mittelmotorrenner der Nachkriegszeit an, kleine, zierliche Zigarren mit niedrigem Schwerpunkt und 2,5 Liter Motörchen.
Die Fahrer von damals, besonders die der PS-starken Silberpfeile, hatten Schneid. Ich würde mir wahrscheinlich schon nach wenigen Metern in die Hosen machen, ohne Helm, ohne Gurt, ohne brauchbare Bremsen und noch einem Benzinfass in direkter Nachbarschaft. Und dazu noch Leistung wie blöd.

Wobei ich zugeben muss: Mir hätte es auch nicht eingeleuchtet, dass ein Auto schneller wird, wenn man ein vorne und hinten Bretter dran anbringt.

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01.08.2017, 09:58
Beitrag: #8
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(31.07.2017 21:45)Triton schrieb:  
(31.07.2017 16:36)Suebe schrieb:  Was nun doch sehr für die wegweisende Konstruktion spricht.
Wegweisend auf jeden Fall, seit 1960 sitzt der Motor bei reinrassigen Rennwagen in der Mitte.
Aber eben auch "der Zeit voraus".
Das sind 2 verschiedene Paar Stiefel.

Es fehlte halt an Abtrieb, um die Fuhre mit den unglaublich starken Motoren von damals fahrbar zu machen. Und auch an den geeigneten Reifen. Da war ein Frontmotor berechenbarer.
Man schaue sich mal die ersten erfolgreichen Mittelmotorrenner der Nachkriegszeit an, kleine, zierliche Zigarren mit niedrigem Schwerpunkt und 2,5 Liter Motörchen.
Die Fahrer von damals, besonders die der PS-starken Silberpfeile, hatten Schneid. Ich würde mir wahrscheinlich schon nach wenigen Metern in die Hosen machen, ohne Helm, ohne Gurt, ohne brauchbare Bremsen und noch einem Benzinfass in direkter Nachbarschaft. Und dazu noch Leistung wie blöd.

Wobei ich zugeben muss: Mir hätte es auch nicht eingeleuchtet, dass ein Auto schneller wird, wenn man ein vorne und hinten Bretter dran anbringt.



Erfolgreich der Zeit voraus, Triton.
3 mal war Caracciola auf Mercedes Europameister, einmal Rosemayer und einmal H.P. Müller auf Auto Union, Hans Stuck hat noch diverse Bergtitel geholt.
Alles sonst (alfa, bugatti, bentley, maserati und und und) hat ab 1935 nichts zählbares mehr zustande gebracht.

Aber das stimmt natürlich, der Mercedes hat so ca. 560 PS gehabt und wenn in einer Rennsaison mal "bloß" 10 ins Gras bissen, war man schon zufrieden.

Ist den Kolleginnen und Kollegen der Le Mans Unfall von Levegh mit dem 300SLR ein Begriff? Über 70 Tote!
Was Mercedes zum Anlass nahm sein Rennengagement zu beenden.
Russisch Roulette ist irgendwie harmlos dagegen.

OT:
Aber das Motorrad meines Nachbarn hat 200 PS, neulich hatte er vergessen, dass er neue Reifen drauf hatte, den hats nach 50 m auf der Straße vor seiner Garageneinfahrt um sein Moped herumgewickelt .....
auch Russisch Roulette....

Auf dem Hockenheim Ring haben sie Hermann Lang ein knappes Jahr vor seinem Tod noch mal mit einem 1939er Rennwagen fahren lassen, und der hat dem Kompressor röhren lassen, dass MB-Classic kpl einen Herzinfarkt bekam.
Dem Lang hat es diebisches Vergnügen bereitet.

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01.08.2017, 10:06
Beitrag: #9
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Edit:
Die Spolier braucht man nicht um schneller zu sein, die braucht man um den nötigen Abtrieb auf die Straße zu bringen, damit man nicht wie Rosemeyer im Wald die Seele aushaucht.

Der erste der einen Spoiler gewerblich produzierte war übrigens Kamei, für den KäferBat "Tiefensteuer" nannte Karl Meier das Teil, und es sieht überaus modern aus. Frontspoiler täte man heute dazu sagen.

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01.08.2017, 14:35
Beitrag: #10
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Mein Vater bezeichnete den Frontspoiler (Serie) an seinem Opel Kadett als "Schneeräumer", einen anderen Sinn konnte er sich nicht denken.

Die Silberpfeile waren NS-Staatswagen mit Sternen oder Zwiebelringen statt Hakenkreuzen drauf, so wahnsinnig viel Respekt habe ich da nicht. Motorsport ist teuer und Geld gewinnt hier fast immer Rennen.
Es hat laaange gedauert, bis deutsche Technik wieder erfolgreich war.

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01.08.2017, 15:13
Beitrag: #11
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(01.08.2017 14:35)Triton schrieb:  Mein Vater bezeichnete den Frontspoiler (Serie) an seinem Opel Kadett als "Schneeräumer", einen anderen Sinn konnte er sich nicht denken.
so wahnsinnig viel Respekt habe ich da nicht. Motorsport ist teuer und Geld gewinnt hier fast immer Rennen.
Es hat laaange gedauert, bis deutsche Technik wieder erfolgreich war.

Ähnlich ein Kumpel, der seinen Manta B "Schneepflug" nannte.

Zitat:Die Silberpfeile waren NS-Staatswagen mit Sternen oder Zwiebelringen statt Hakenkreuzen drauf,

wenn du wüßtest wie recht du hat. Idea
Du musst mal die Original-Aufnahmen aus den 30ern sehen, was die für Riesen-Hakenkreuze auf den schneeweißen Rennkombis trugen. Alle, auch Caracciola der später dann wie die anderen auch gerne im Widerstand gewesen wäre.
Bei den Publikationen der 50er60er70er "Männern, Frauen und Motoren" und so, sind die "Insignien" genau wie der NSKK-Korpsführer Hünlein peinlichst wegretuschiert.

Die 300.000 Reichsmärker die beide Unternehmen jährlich bekamen sollen Anfangs ca. 30% der Kosten, später noch ca 12 % gedeckt haben.
Also schon mehr als eine Anschubfinanierung.

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01.08.2017, 18:51
Beitrag: #12
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(01.08.2017 14:35)Triton schrieb:  ./.
Es hat laaange gedauert, bis deutsche Technik wieder erfolgreich war.

Nö,
im Formelsport bis 1954, bei den Sportwagen ab 1950, Motorräder ebenfalls ab 1950
und zuvor hat man die Deutschen nicht mitmachen lassen.

Ab 1956 haben sich die Werksteams dann sehr zurückgehalten, warum? nun das Wirtschaftswunder hat geboomt, Käfer DB 180 und Co haben jahrelange Lieferzeiten gehabt, warum da Geld für Rennexperimente ausgeben?
Die Motorrad-Rennteams sind der Zweiradkrise zum Opfer gefallen

Anfangs der 60er hat man in der AutoMotor und Sport mal wieder sehr geklagt, dass es kein deutsches Formel1 Team geben würde. Es kam ein Leserbrief von Karl Kling, damals DB-Sport-Chef, dass "heute" der Tourenwagensport für die Serie viel größere Erkenntnisse erlauben würde als die Formel Rennwagen. DB war zdZ bei den Tourenwagen mit einem Werksteam sehr erfolgreich.
Und irgendwo hatte er recht, was gab es zu der Zeit in der Formel 1? Ferrari und ein paar englische "Waschküchen-Schrauber" basta. Viele Namen die man nie zuvor und nie danach je wieder gehört hat.
Welche Bedeutung in der Automobil-Entwicklung haben auch Brabham, BRM, BRP und und und gehabt? Keine.

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01.08.2017, 21:33
Beitrag: #13
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Die 50er Jahre Silberpfeile waren doch überarbeitete NS-Wagen.
In den 60ern und 70ern waren sehr viele Hersteller in der Formel 1, nicht nur Ferrari. Mir fallen da Honda, Porsche, Alfa Romeo, Lamborghini, Matra, Renault ein, gab sicher noch mehr.

Motorsport ist selten 1:1 ein Entwicklungslabor für die Serie, Audi Quattro war da eine Ausnahme. Die Hersteller schulen dort den Ingenieursnachwuchs und betreiben Werbung. So ist Ferdinand Piech groß geworden und hat Porsche auf Augenhöhe zu den anderen Sportwagenherstellern mit Historie gebracht.

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02.08.2017, 09:43
Beitrag: #14
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(01.08.2017 21:33)Triton schrieb:  Die 50er Jahre Silberpfeile waren doch überarbeitete NS-Wagen.

ja, die hatten auch 4 räder und ein lenkradDevil

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02.08.2017, 10:25
Beitrag: #15
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Die ersten Silberpfeile in den 50ern waren aktualisierte Vorkriegsmodelle. Neue Modelle kamen erst mit der Regeländerung.

Die Nachkriegsporsche ohne Staatsknete waren dann mehr oder weniger chancenlos gegen die italienischen Kleinhersteller oder die britischen Garagisten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_787

140 KW Leistung, deshalb funktionierte der Mittelmotor ohne Spoiler und dicke Reifen.

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02.08.2017, 16:17
Beitrag: #16
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(02.08.2017 10:25)Triton schrieb:  Die ersten Silberpfeile in den 50ern waren aktualisierte Vorkriegsmodelle. Neue Modelle kamen erst mit der Regeländerung.

woher denn auch.
Das weiß wiki zum DB Formel 1 Motor von 1954 man beachte insbesondere die Benzineinspritzung

Zitat:Das Formel-1-Reglement für 1954/55 erlaubte Motoren von höchstens 2500 cm³ ohne Aufladung oder 750 cm³ mit Kompressor, was einer Halbierung der bisherigen Größen entsprach (4,5-Liter-Saugmotoren). Fritz Nallinger, Vorstandsmitglied für Konstruktion und Entwicklung, sowie Rudolf Uhlenhaut als Leiter des Versuchs gaben, wie alle Mitbewerber, dem 2500-cm³-Saugmotor den Vorzug. Gebaut wurde ein Achtzylinder-Reihenmotor, der in zwei Vierzylinderblöcke geteilt war und die Kraft in der Mitte abgab, um ein übermäßiges Verwinden einer extrem langen Kurbelwelle zu vermeiden. Zur Minimierung von Reibungsverlusten liefen die Kolben in Chrombuchsen und die Wellen waren rollengelagert. Auf Ventilfedern wurde zugunsten einer aufwendigen Desmodromik (Zwangssteuerung) verzichtet, was den Motor drehzahlfester machte.
Mercedes-Benz W 196 Monoposto

Neu war die Benzin-Direkteinspritzung des W 196, eine Technik, die vorher fast ausschließlich in Diesel- und in Flugmotoren angewandt wurde. Ingenieur Hans Scherenberg, der bei Daimler-Benz in den 1930er Jahren an der Entwicklung des ersten Diesel-Pkws Mercedes-Benz 260 D und an der Konstruktion des Motors DB 601 für das Jagdflugzeug Messerschmitt Bf 109 beteiligt war, hatte nach dem Krieg das Werk verlassen müssen. 1948 war Scherenberg bei dem Kleinwagenhersteller Gutbrod als Technischer Direktor eingetreten, wo er gemeinsam mit Karl-Heinz Göschel (1914–2009) und in Zusammenarbeit mit Bosch die Einspritzanlage für den Zweitaktmotor des „Gutbrod Superior“ (1951) konstruierte, die erste serienmäßige Benzineinspritzung im Automobilbau. 1952 kam er zusammen mit einem Team von Spezialisten aus dem Flugmotorenbau zurück. Göschel, der 1972 Nachfolger von Rudolf Uhlenhaut wurde, entwickelte 1953/54 maßgeblich die Einspritzanlage des W 196

Zitat:Die Nachkriegsporsche ohne Staatsknete waren dann mehr oder weniger chancenlos gegen die italienischen Kleinhersteller oder die britischen Garagisten:
https://de.wikipedia.org/wiki/Porsche_787

da erhebe ich auch Widerspruch.
Porsche hat mow weltweit die Klasse bis 1,5 ltr. Hubraum bei Sportwagen beherrscht, eigentlich vom ersten Tag an, als es einen Porsche gab.
Dass es mit der Formel 1 61/62 nicht so klappte ist ein anderes Thema, aber schon da konnten sie mit Dan Gurney als Fahrer einen Grand Prix Sieg verbuchen.

Zitat:140 KW Leistung, deshalb funktionierte der Mittelmotor ohne Spoiler und dicke Reifen.
und da setzt es mir jetzt aus, was willst du mir damit sagen?

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02.08.2017, 16:48
Beitrag: #17
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(02.08.2017 16:17)Suebe schrieb:  und da setzt es mir jetzt aus, was willst du mir damit sagen?
Beitrag Nr.4 lesen und verstehen, ist halt auf ausländisch reinkopiert. Da steht ja schon: Je schwächer der Motor, desto beherrschbarer die Fuhre.
Ich verstehe nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.

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02.08.2017, 17:32
Beitrag: #18
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(02.08.2017 16:48)Triton schrieb:  
(02.08.2017 16:17)Suebe schrieb:  und da setzt es mir jetzt aus, was willst du mir damit sagen?
Beitrag Nr.4 lesen und verstehen, ist halt auf ausländisch reinkopiert. Da steht ja schon: Je schwächer der Motor, desto beherrschbarer die Fuhre.
Ich verstehe nicht, was es da nicht zu verstehen gibt.

Ja so,
keine Schimmer wo das herkommt,
denn natürlich ist das Gegenteil richtig.

Ihr Jungspunde sind alle nicht mehr mit echten "Heckschleudern" Auto gefahren, sonst kämen solche Mythen gleich gar nicht auf.

'Ein Mittelmotor ist Fahrtechnisch das neutralste was es überhaupt gibt, Straßenlage wie ein Brett ohne irgend einen der Nachteile der 3 anderen Bauarten.
Der einzige Grund, dass es nicht Mittelmotor-Autos á gros gibt, ist, dass das halt reine Zweisitzer sind, nicht mal Platz fürs Vesperbrot.

Alle anderen Argumente dagegen kannst du getrost vergessen.

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02.08.2017, 17:39
Beitrag: #19
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
Soo und jetzt zurück zum Thema.

Gestern Abend ist "Mein Mann der Rennfahrer" von Elly Beinhorn, der Witwe Bernd Rosemeyers über meinen Nachttisch gerutscht.
Bilder die Masse, natürlich Hauptsächlich von Rosemeyer, aber so ziemlich die ganze damalige Rennfahrer-Creme ist abgebildet, allesamt in der berühmten weißen Rennkombi, und alle mit wegretuschiertem Hakenkreuz.
Der Weltrekordwagen mit dem Rosemeyer verunglückte, natürlich auch abgebildet, wunderschönes Stück Technik, aber natürlich auch mit wegretuschiertem Hakenkreuz das in Wirklichkeit den "Mittelspoiler" zierte.

Naja denke ich, 50er Jahre.
Ein Blick auf den Vorsatz
Scheibenkleister, mit einem Vorwort der Witwe Rosemeyer von 1986.
Einfach Sch... wenn man sich zu seiner eigenen Vergangenheit nicht bekennen will.

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02.08.2017, 18:06
Beitrag: #20
RE: Wie Porsche und Hitler "zueinander" kamen
(02.08.2017 17:39)Suebe schrieb:  Einfach Sch... wenn man sich zu seiner eigenen Vergangenheit nicht bekennen will.
Ja, so mit der Nähe zu den Nazis und ihrem Gedankengut, da haben nicht wenige ihre Probleme.

Das Problem für den normalbegabten Fahrer mit Mittelmotorwagen ist der schmale Grenzbereich. Ein Fronttriebler schiebt halt über die Vorderräder und dann weiß man: Hoppla, jetzt ist genug.
Für Rennfahrer ist das natürlich kein Thema.

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