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Die Wehrmachtsausstellung
04.12.2017, 12:35
Beitrag: #1
Die Wehrmachtsausstellung
Die erste Wehrmachtsausstellung startete vor 22 Jahren, und ich finde man kann sie inzwischen historisch diskutieren.

hier mal ein Link zur Einstimmung
http://www.bpb.de/geschichte/zeitgeschic...lung?p=all

hier Bogdan Musials Schlussbemerkung aus dem Link:

Zitat:Die schonungslose Aufarbeitung der eigenen Geschichte in Deutschland ist einmalig und wird den Deutschen im Ausland hoch angerechnet und zweifellos erwartet. Wahr ist aber auch, dass die aufklärerische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zuweilen sehr emotional geführt und von Mystifizierungen, wissenschaftlich unhaltbaren Thesen, peinlichen Ungenauigkeiten, ideologischem Eifer und Manipulationen begleitet wird. Dies sind in der Regel Randerscheinungen jedes sensiblen und politisch brisanten Prozesses. Die Wehrmachtausstellung und der Konflikt um sie waren Produkte des gesellschaftlichen Klimas, das in den 1990er-Jahren in Deutschland herrschte, und reflektieren die Probleme der Deutschen, die ihnen der Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute bereitet.

Ach war das eine Freude, als Gott der Herr mich schuf, ein Kerl wie Samt und Seide .....
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06.12.2017, 16:37
Beitrag: #2
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Jetzt hatte ich doch tatsächlich gedacht, hier würden die Popagandisten der verschiedenen Politikrichtungen gar fröhlich miteinander parlieren.

Heer, Longerich, Mommsen, Streit, Messerschmitt und und und ....
wer war da nicht alles konträr involviert...
Bogdan Musials Stern ging auf.

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10.12.2017, 13:27
Beitrag: #3
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Wobei die Grundaussage die schon die 1. Wehrmahtsausstellung machte, ist ja nicht nur nicht falsch, die ist durchaus richtig.
Nur, wie die rübergebracht wurde, insbesondere in den Diskussionen von Heer et. Cie, diese arrogante Impertinez war halt alles andere als zielführend.

Insofern hatte Reemtsma vollkommen recht, dass er Heer rausschmiss.

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10.12.2017, 14:17
Beitrag: #4
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Jawoll,
eine Diskussion über die Ereignisse um die 1. Wehrmachts-Ausstellung herum.

Dass dies nötig sein kann, haben die "Carell"-Thesen die die letzten Wochen in den Foren verbreitet wurden nachhaltig bewiesen.

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10.12.2017, 21:56
Beitrag: #5
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(10.12.2017 14:30)Köbis17 schrieb:  
(10.12.2017 14:17)Suebe schrieb:  Jawoll,
eine Diskussion über die Ereignisse um die 1. Wehrmachts-Ausstellung herum.

Dass dies nötig sein kann, haben die "Carell"-Thesen die die letzten Wochen in den Foren verbreitet wurden nachhaltig bewiesen.

Ist das der allgemeine Tenor oder nur eine einzelne subjektive Wahrnehmung um die historischen Ereignisse?

(Also nicht falsch verstehen, ich möchte keine Diskussion abwürgen und ich finde es gut, auch immer wieder drauf hinzuweisen, daß die Erkenntnisse aus der Naziherrschaft mit all ihren Instanzen nicht in Vergessenheit geraten darf.)


Wenn nur einer von denen, die in letzter Zeit hier Thesen wie "Hitler in Wirklichkeit ein Kommunist" oder "Hitler hätte seine Generale machen lassen sollen, die hätten den Krieg gewonnen"
vertreten haben, etwas über die Wehrmachtsausstellung liest,
wäre schon viel gewonnen.

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10.12.2017, 23:36
Beitrag: #6
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Nach der Weizsäcker-Rede am 8. Mai 1985 war die Wehrmachtsausstellung das wichtigste Ereignis, das zur Aufarbeitung des 2. Weltkriegs beitrug. Dass Austellungen zum 2. Weltkrieg, ich demke da z.B. an "Dresden 1945" von Asisi, immer noch notwendig sind, zeigen die vielen abstrusen Theorien über A.H. und Konsorten. Trotzdem denke ich, dass in Deutschland versucht wird, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten. In Spanien gibt es z.B. noch ein Franco-Mausoleum. In Russland schaffte man den Spagat, einerseits die 1918 ermordete Zarenfamilie heilig zu sprechen, andererseits Stalin zu rehabilitieren. D.h. aber nicht, dass wir uns zufrieden auf die Schultern klopfen können, es gibt noch viel zu tun.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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11.12.2017, 01:34
Beitrag: #7
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Es gibt kein Land, das die Verbrechen seiner jüngeren Vergangenheit so gründlich aufgearbeitet hat, wie Deutschland. Deutsche Gründlichkeit halt....

MfG, Titus Feuerfuchs
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11.12.2017, 13:52
Beitrag: #8
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Musial nennt seinen Aufsatz für die bpb zum Thema, von mir oben verlinkt, nicht umsonst Bildersturm.

Die Bilder waren es, die empörten. Damals 1995-1997 lebten ja noch sehr viele Zeitzeugen, die die Fehler entdeckten, die wussten wie ungarische oder finnische Uniformen aussahen. Was die Ausstellungsmacher nicht wussten, oder nicht wissen wollten.
Das wurde dann aber von den Ausstellungsmachern weder geändert, noch auch nur überprüft.
Die Kritiker dagegen unter hohem juristischem Aufwand versucht mundtot zu machen.

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15.12.2017, 18:29
Beitrag: #9
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(11.12.2017 01:34)Titus Feuerfuchs schrieb:  Es gibt kein Land, das die Verbrechen seiner jüngeren Vergangenheit so gründlich aufgearbeitet hat, wie Deutschland. Deutsche Gründlichkeit halt....

*Hüstel* du meinst, vertuscht hat!
Wenn man im Nachhinein betrachtet, wie viele Nazis es nach dem Krieg wieder in Verantwortungsvolle Positionen, sei in der West- oder Ostzone, geschafft haben, wurde nur ein kleiner Teil zur Rechenschaft gezogen. Und die Aufarbeitung Anbetracht der neuen rechtsgerichteten politischen Entwicklung, auch mittlerweile bis in den Bundestag, zeigt auf, daß auch eine gute Aufarbeitung nichts nutzt, wenn die Menschen nichts daraus lernen!

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15.12.2017, 20:33
Beitrag: #10
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 18:29)Flora_Sommerfeld schrieb:  Wenn man im Nachhinein betrachtet, wie viele Nazis es nach dem Krieg wieder in Verantwortungsvolle Positionen, sei in der West- oder Ostzone, geschafft haben, wurde nur ein kleiner Teil zur Rechenschaft gezogen.

Das stimmt zwar, aber seit etwa 1970 erhielten doch viele Nazis noch ihre gerechte Strafe. Simon Wiesenthal oder Beate Klarsfeld u.v.a. haben nicht umsonst gelebt und gearbeitet. Aber es ist trotzdem eine Schande, dass z.B. Kriegsverbrecher wie Josef Mengele oder Alois Brunner nicht mehr verurteilt werden können oder Albert Speer nach 20 Jahren ein freier Mann war. Zwar begann man in Deutschland viel zu spät mit der Aufarbeitung der Nazi-Zeit, aber seit ca. 1970 wurde doch einiges geleistet. Nach 2000 bekannten sich auch einige Unternehmen zu ihrer Schuld und es erfolgten Entschädigungen an die damaligen Zwangsarbeiter bzw. deren Angehörige.

Dies alles hätte schon in den 1950er Jahren geleistet werden müssen. Aber schau nach Spanien: Die Rechte pilgert relativ ungestört an jedem 20. November zum Grabmal Francos. Unter Juan Carlos I. wurde ganz bewusst nicht die Vergangenheit aufgearbeitet, aber auch jetzt passiert nicht viel, obwohl in den letzten Jahren einige Massengräber franquistischer Verbrechen gefunden wurden. Ebenso erfolgte in Italien keine Aufarbeitung der Verbrechen des Mussolini-Regimes statt. Die Verbrechen der kroatischen Ustascha werden nicht nur durch den kroatischen Staat, sondern auch von der katholischen Kirche vertuscht. In der Slowakei bemüht man sich, dass Tiso-Regime salonfähig zu machen. In der Ukraine gilt Stepan Bandera als Volksheld. In Frankreich gab es offensichtlich nur zwei Kollaborateure namens Petain und Laval ...

(15.12.2017 18:29)Flora_Sommerfeld schrieb:  Und die Aufarbeitung Anbetracht der neuen rechtsgerichteten politischen Entwicklung, auch mittlerweile bis in den Bundestag, zeigt auf, daß auch eine gute Aufarbeitung nichts nutzt, wenn die Menschen nichts daraus lernen!

Es haben sicher viel zu viele Menschen nichts dazu gelernt, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die aus der Geschichte der jüngeren deutschen Vergangenheit gelernt haben und es verhindern werden, dass ein Drittes Reich neu entsteht.

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15.12.2017, 20:41
Beitrag: #11
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 20:33)Sansavoir schrieb:  Das stimmt zwar, aber seit etwa 1970 erhielten doch viele Nazis noch ihre gerechte Strafe.

Hmmm, wie viele Helfer braucht es, um 6 Millionen Menschen in Lagern zu ermorden? 3, 9, 18, 100, 1.000, 10.000 oder mehr?

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15.12.2017, 20:46
Beitrag: #12
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 20:33)Sansavoir schrieb:  Es haben sicher viel zu viele Menschen nichts dazu gelernt, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die aus der Geschichte der jüngeren deutschen Vergangenheit gelernt haben und es verhindern werden, dass ein Drittes Reich neu entsteht.

Das wird nicht passieren, dass ist sicher, klar. Aber wir werden etwas neues bekommen, von dem noch keiner einer Vorstellung hat, die Aufhebung der Netzneutralität im www. über die USA hat das eingeleitet … die Lüge wird irgendwann die Wahrheit und wir haben Verhältnisse wie in 1984 vorhergesagt ...

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16.12.2017, 05:01
Beitrag: #13
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 18:29)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(11.12.2017 01:34)Titus Feuerfuchs schrieb:  Es gibt kein Land, das die Verbrechen seiner jüngeren Vergangenheit so gründlich aufgearbeitet hat, wie Deutschland. Deutsche Gründlichkeit halt....

*Hüstel* du meinst, vertuscht hat!
Wenn man im Nachhinein betrachtet, wie viele Nazis es nach dem Krieg wieder in Verantwortungsvolle Positionen, sei in der West- oder Ostzone, geschafft haben, wurde nur ein kleiner Teil zur Rechenschaft gezogen. Und die Aufarbeitung Anbetracht der neuen rechtsgerichteten politischen Entwicklung, auch mittlerweile bis in den Bundestag, zeigt auf, daß auch eine gute Aufarbeitung nichts nutzt, wenn die Menschen nichts daraus lernen!

Ok, dann sage mir

1) Welches Land hat die Verbrechen seiner Vergangenheit besser aufgearbeitet?

2) Mit wem hättest du die vielen vakanten Posten nach 45 besetzen wollen? Mit toten Juden oder toten Ex-Soldaten?

3) Wo genau der Link zur AFD ist. Weder EU-Kritik, noch Immigrationskritik oder Islamkritik (Hauptthemen der AFD) war für die Nazis Thema.
Genausowenig sind für die AFD die Hauptanliegen der Nazis (Lebensraum im Osten mittels Vernichtungskrieg, industrieller Massenmord an den Juden und anderen Gruppen) ein Thema.

MfG, Titus Feuerfuchs
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16.12.2017, 05:06
Beitrag: #14
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 20:46)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(15.12.2017 20:33)Sansavoir schrieb:  Es haben sicher viel zu viele Menschen nichts dazu gelernt, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die aus der Geschichte der jüngeren deutschen Vergangenheit gelernt haben und es verhindern werden, dass ein Drittes Reich neu entsteht.

Das wird nicht passieren, dass ist sicher, klar. Aber wir werden etwas neues bekommen, von dem noch keiner einer Vorstellung hat, die Aufhebung der Netzneutralität im www. über die USA hat das eingeleitet … die Lüge wird irgendwann die Wahrheit und wir haben Verhältnisse wie in 1984 vorhergesagt ...


Das ist doch schon jetzt z.T. der Fall. Beispiele?

- Die EU ist Ursache unseres Friedens und Wohlstandes
- Milliarden an Steuergeld, die nach Griechenland usw. fließen sind ein Gewinn für Deutschland
- Islam ist die Religion des Friedens
- Islamistischer Terror hat nichts mit dem Islam zu tun
- Immigration ist per se eine Bereicherung - egal woher und egal in welchem Ausmaß
- Alle Kinder sind gleichermaßen begabt
- Deutschland könne das Klima schützen
- usw...

MfG, Titus Feuerfuchs
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16.12.2017, 05:07
Beitrag: #15
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 20:41)Flora_Sommerfeld schrieb:  
(15.12.2017 20:33)Sansavoir schrieb:  Das stimmt zwar, aber seit etwa 1970 erhielten doch viele Nazis noch ihre gerechte Strafe.

Hmmm, wie viele Helfer braucht es, um 6 Millionen Menschen in Lagern zu ermorden? 3, 9, 18, 100, 1.000, 10.000 oder mehr?

Was hättest mit den kleinen Wehrmachtssoldaten oder SSlern gemacht?

Genickschuss für alle?

MfG, Titus Feuerfuchs
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16.12.2017, 05:12
Beitrag: #16
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(15.12.2017 20:33)Sansavoir schrieb:  
(15.12.2017 18:29)Flora_Sommerfeld schrieb:  Wenn man im Nachhinein betrachtet, wie viele Nazis es nach dem Krieg wieder in Verantwortungsvolle Positionen, sei in der West- oder Ostzone, geschafft haben, wurde nur ein kleiner Teil zur Rechenschaft gezogen.

Das stimmt zwar, aber seit etwa 1970 erhielten doch viele Nazis noch ihre gerechte Strafe. Simon Wiesenthal oder Beate Klarsfeld u.v.a. haben nicht umsonst gelebt und gearbeitet. Aber es ist trotzdem eine Schande, dass z.B. Kriegsverbrecher wie Josef Mengele oder Alois Brunner nicht mehr verurteilt werden können oder Albert Speer nach 20 Jahren ein freier Mann war. ..

Das stimmt, aber Flora sprach von "verantwortungsvollen Positionen". Und diese wurden nach 45 weder von Mengele, noch von Speer oder einem anderen Nazi dieser Kragenweite bekleidet.

MfG, Titus Feuerfuchs
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16.12.2017, 09:47
Beitrag: #17
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(16.12.2017 05:12)Titus Feuerfuchs schrieb:  ./.

Das stimmt, aber Flora sprach von "verantwortungsvollen Positionen". Und diese wurden nach 45 weder von Mengele, noch von Speer oder einem anderen Nazi dieser Kragenweite bekleidet.

Das stimmt.
Auch Dönitz, der aller schriftlichen Zeugnissen nach, nach seiner Freilassung in die Politik wollte, hat dies dann besser sein lassen.( Noch Jahre in Spandau hat er darauf bestanden, dass er das legitime Staatsoberhaupt Deutschlands wäre.)

Die Entnazifizierung war so ohne auch nicht, da hat so mancher zumindest ein jahrelanges Berufsverbot eingefangen.
Und hätte da nicht mit den beginnenden 50ern das Wirtschaftswunder eingesetzt, und man jeden brauchte, wer weiß ob die jemals wieder einen Fuss auf den Boden bekommen hätten.

Aber könnte man dies zweifellos interessante Thema in einem neunen 3nd diskutieren?
Vielleicht öffnet titus? flora? hierzu einen neuen Strang

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16.12.2017, 11:01
Beitrag: #18
RE: Die Wehrmachtsausstellung
(16.12.2017 05:07)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(15.12.2017 20:41)Flora_Sommerfeld schrieb:  Hmmm, wie viele Helfer braucht es, um 6 Millionen Menschen in Lagern zu ermorden? 3, 9, 18, 100, 1.000, 10.000 oder mehr?

Was hättest mit den kleinen Wehrmachtssoldaten oder SSlern gemacht?

Genickschuss für alle?

"Genickschuss für alle" kann und darf nicht die Lösung sein. Es geht nicht um Rache. Aber alle, die sich nachweislich an den Verbrechen der Nazis beteiligt haben, hätten vor ein Gericht gehört. Ihre individuellen Schuld müsste bewertet werden und dementsprechend verurteilt werden.

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16.12.2017, 11:35
Beitrag: #19
RE: Die Wehrmachtsausstellung
Zurück zur Wehrmachtsausstellung.


Die grundsätzliche Aussage auch der ersten Ausstellung ist zweifellos richtig.
Der Mythos von der "sauberen" Wehrmacht.

Entstanden ist dieser Mythos vor dem Hintergrund des beginnenden Kalten Krieges und insbesondere des sehr heißen Korea-Krieges.
Ulbricht philosophierte öffentlich über die Ereignisse in Süd-Korea und wie diese "militärische Lösung" auch fürDeutschland in Frage kommen würde. Die "Marionetten-Regierung" in Bonn wollte Ulbricht zumindest verbal mit der Kasernierten Volkspolizei "wegfegen". In der BRD gab es zdZ keine bewaffneten Kräfte, abgesehen von den Bereitschaftspolizeien der Länder. "Lediglich" die westlichen Besatzungstruppen.

Die Säbelrasslerei Ulbrichts führte zu großer Unruhe der Bevölkerung in Westdeutschland,
eben insbesondere vor dem Hintergrund des Korea-Krieges, der weitgehenden militärischen Eroberung durch Streitkräfte Nord-Koreas.
Auch von den West-Alliierten kam der Wunsch nach einer deutschen Beteiligung an der Verteidigung der BRD.
Adenauer hat 15 ehemalige Wehrmachtsoffiziere die möglichst "unbelastet" und am besten so ein bißchen dem Widerstand angehört haben sollten beauftragt ein Ppier über einen möglichen deutschen Beitrag zur Verteidigung der BRD zu erarbeiten.

Dies führte zur sg Himmeroder Denkschrift die im Oktober 1950 im Kloster Himmerod unter hoher Geheimhaltung entstand.
In dieser Denkschrift forderten die militärischen Spezialisten:
Zitat: Es wird vorausgesetzt, dass die Westmächte und die Regierung Adenauer unter anderem die Diffamierung der Wehrmacht und Waffen-SS einstellen, die als Kriegsverbrecher verurteilten Soldaten freilassen, sofern sie auf Befehl oder Grundlage alter deutscher Gesetze gehandelt haben, schwebende Verfahren einstellen und eine Ehrenerklärung für den deutschen Soldaten abgeben.
aus Wiki

diese Ehrenerklärung gab zuerst Eisenhower 1951 ab, und im Dezember 1952 auch Adenauer, der sie wenige Tage später auf die Waffen-SS erweiterte.

Und hier liegt die Ursache, dass sich bis zur Wehrmachtsausstellung jener Mythos in Deutschland hielt. "Die saubere Wehrmacht"
die Generals-Memoiren Manstein pp und dann noch unser besonderer Freund Carell sind auf den Zug aufgesprungen, und haben fröhlich an dem Mythos mitgesponnen.
[/quote]

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