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		<title><![CDATA[Forum für Geschichte - Kultur, Alltag und Gesellschaft des Mittelalters]]></title>
		<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/</link>
		<description><![CDATA[Forum für Geschichte - http://www.forum-geschichte.at/Forum]]></description>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2026 10:21:15 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Neues über eine altbekannte Chronik]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15386</link>
			<pubDate>Fri, 16 Jun 2023 18:16:32 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15386</guid>
			<description><![CDATA[<a href="https://mittelalter.hypotheses.org/5283" target="_blank">https://mittelalter.hypotheses.org/5283</a><br />
<a href="https://www.academia.edu/11294033/Klaus_Graf_Fiktion_und_Geschichte_Die_angebliche_Chronik_Wenzel_Grubers_Greisenk&#8203;lage_Johann_Hollands_Turnierreime_und_eine_Zweit%C3%BCberlieferung_von_Jakob_P%C&#8203;3%BCterichs_Ehrenbrief_in_der_Trenbach_Chronik_1590_?email_work_card=title" target="_blank">https://www.academia.edu/11294033/Klaus_...card=title</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="https://mittelalter.hypotheses.org/5283" target="_blank">https://mittelalter.hypotheses.org/5283</a><br />
<a href="https://www.academia.edu/11294033/Klaus_Graf_Fiktion_und_Geschichte_Die_angebliche_Chronik_Wenzel_Grubers_Greisenk&#8203;lage_Johann_Hollands_Turnierreime_und_eine_Zweit%C3%BCberlieferung_von_Jakob_P%C&#8203;3%BCterichs_Ehrenbrief_in_der_Trenbach_Chronik_1590_?email_work_card=title" target="_blank">https://www.academia.edu/11294033/Klaus_...card=title</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Endet doch letztlich wieder alles bei den Welfen?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13538</link>
			<pubDate>Sat, 12 Feb 2022 19:38:01 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13538</guid>
			<description><![CDATA[Habe gerade wieder einmal in einem Stammbaum etwas Lustiges entdeckt. Während die Staufer sich nur indirekt über einige Damen (besonders über Margareta von Sachsen und Konstanze von Aragon), als Ahnen erhalten konnten, gelang es den Welfen ihre weiblichen und männlichen Nachfahren wesentlich zahlreicher in den Stammbäumen der europäischen Herrscherhäuser seit dem Mittelalter zu platzieren.<br />
<br />
Noch heute gibt es einige besonders prominenten Nachfahren von Heinrich dem Löwen, so zum Beispiel einem gewissen Herrn, der seit Jahren immer wieder als der "Prügelprinz" für Schlagzeilen in der deutschen und österreichischen Regenbogenpresse sorgt (Ernst August von Hannover, Ehemann von Caroline von Monaco) oder die Queen (die englische Königin Elisabeth). <br />
<br />
Wobei sie im Unterschied zu ihm nicht angeblich keineswegs das Temperament des Löwen geerbt haben dürfte. Zumindest wird in den Zeitungsschlagzeilen oft genug darauf hingewiesen, dass Ernst August auch in dieser Hinsicht ein wahrer Nachfahre von Heinrich dem Löwen ist. <br />
Fairerweise ist allerdings anzumerken, dass Heinrich der Löwe, soweit mir bekannt, bisher noch niemals als der Prügelherzog oder Prügellöwe bezeichnet wurde. Und davon, dass er etwa Chronisten (vermutlich die mittelalterlichen Pendants zu den heutigen Journalisten)  tatsächlich verprügelt haben soll, habe ich auch noch nichts gehört. Übrigens sind mir auch noch keine von Heinrich dem Löwen tatsächlich verprügelten Reichsfürsten und Reichsgrafen untergekommen.)<br />
<br />
Aber Spaß bei Seite - Heinrich der Löwe beziehungsweise sein Enkel Otto, der erste Herzog von Braunschweig zu Lüneburg haben zahlreiche Nebenlinien über Töchter und Söhne begründet, die mehr oder weniger existieren, aber, wie die neuere Forschung inzwischen entdeckt hat, war es Heinrichs Onkel Welf VI., der über seine bisher in der Forschung wenig beachtete Tochter das verwirklicht haben dürfte, was Heinrich und seinen Söhnen nicht wirklich gelang. Zumindest wenn wir den Forschungsergebnisse eines Werner Robl, der wiederum auf Forschungsarbeiten des Lokalhistorikers Armin Wolf aufbaut, Glauben schenken.<br />
<br />
Quelle für die folgende Theorie:<br />
Werner Robl: Graf Rudolf von Pfullendorf - Mittler zwischen Staufern und Welfen, 2016, einzusehen auf <a href="https://www.academia.edu/31262957/Graf_Rudolf_von_Pfullendorf_Mittler_zwischen_Staufern_und_Welfen" target="_blank">https://www.academia.edu/31262957/Graf_R...und_Welfen</a> <br />
<br />
Außer seinem Sohn Welf VII., der in Italien bei der "Katastrophe von Rom" starb, soll Welf VI. (gest. um 1191), der Onkel von Heinrich dem Löwen, noch eine Tochter gehabt haben, eine Elisabeth, die mit dem in Schwaben ansässigen Grafen Rudolf von Pfullendorf (gest. 1181) aus einer Nebenlinie der Udalrichinger verheiratet war. Ihr Sohn teilte das Schicksal ihres Bruders Welf VII. <br />
<br />
Allerdings wird Elisabeth und Rudolf noch eine Tochter zugeschreiben. Diese Ita von Pfullendorf (gest. vor 1191) war mit dem Grafen Albrecht (III.) von Habsburg verheiratet, einer ihrer Urenkel war Graf Rudolf (IV.) von Habsburg, besser bekannt als König Rudolf I.<br />
<br />
Wenn das stimmt, waren die Habsburger, die sich im 13. und 14. Jahrhundert in der Nachfolge der Staufer (und der Zähringer) sahen, also in Wirklichkeit eine "Nebenlinie" der Welfen. <br />
Und denn Welfen gelangten auf diesem dynastischen Umweg doch noch zur Kaiserkrone. Rudolf I. war schließlich der Spitzenahn, die "römischen" Könige und die Kaiser, ausgenommen der umstrittene Günther von Schwarzburg, waren nach 1314 alle Nachkommen von ihm.<br />
<br />
<img src="images/smilies/tongue.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Tongue" title="Tongue" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Habe gerade wieder einmal in einem Stammbaum etwas Lustiges entdeckt. Während die Staufer sich nur indirekt über einige Damen (besonders über Margareta von Sachsen und Konstanze von Aragon), als Ahnen erhalten konnten, gelang es den Welfen ihre weiblichen und männlichen Nachfahren wesentlich zahlreicher in den Stammbäumen der europäischen Herrscherhäuser seit dem Mittelalter zu platzieren.<br />
<br />
Noch heute gibt es einige besonders prominenten Nachfahren von Heinrich dem Löwen, so zum Beispiel einem gewissen Herrn, der seit Jahren immer wieder als der "Prügelprinz" für Schlagzeilen in der deutschen und österreichischen Regenbogenpresse sorgt (Ernst August von Hannover, Ehemann von Caroline von Monaco) oder die Queen (die englische Königin Elisabeth). <br />
<br />
Wobei sie im Unterschied zu ihm nicht angeblich keineswegs das Temperament des Löwen geerbt haben dürfte. Zumindest wird in den Zeitungsschlagzeilen oft genug darauf hingewiesen, dass Ernst August auch in dieser Hinsicht ein wahrer Nachfahre von Heinrich dem Löwen ist. <br />
Fairerweise ist allerdings anzumerken, dass Heinrich der Löwe, soweit mir bekannt, bisher noch niemals als der Prügelherzog oder Prügellöwe bezeichnet wurde. Und davon, dass er etwa Chronisten (vermutlich die mittelalterlichen Pendants zu den heutigen Journalisten)  tatsächlich verprügelt haben soll, habe ich auch noch nichts gehört. Übrigens sind mir auch noch keine von Heinrich dem Löwen tatsächlich verprügelten Reichsfürsten und Reichsgrafen untergekommen.)<br />
<br />
Aber Spaß bei Seite - Heinrich der Löwe beziehungsweise sein Enkel Otto, der erste Herzog von Braunschweig zu Lüneburg haben zahlreiche Nebenlinien über Töchter und Söhne begründet, die mehr oder weniger existieren, aber, wie die neuere Forschung inzwischen entdeckt hat, war es Heinrichs Onkel Welf VI., der über seine bisher in der Forschung wenig beachtete Tochter das verwirklicht haben dürfte, was Heinrich und seinen Söhnen nicht wirklich gelang. Zumindest wenn wir den Forschungsergebnisse eines Werner Robl, der wiederum auf Forschungsarbeiten des Lokalhistorikers Armin Wolf aufbaut, Glauben schenken.<br />
<br />
Quelle für die folgende Theorie:<br />
Werner Robl: Graf Rudolf von Pfullendorf - Mittler zwischen Staufern und Welfen, 2016, einzusehen auf <a href="https://www.academia.edu/31262957/Graf_Rudolf_von_Pfullendorf_Mittler_zwischen_Staufern_und_Welfen" target="_blank">https://www.academia.edu/31262957/Graf_R...und_Welfen</a> <br />
<br />
Außer seinem Sohn Welf VII., der in Italien bei der "Katastrophe von Rom" starb, soll Welf VI. (gest. um 1191), der Onkel von Heinrich dem Löwen, noch eine Tochter gehabt haben, eine Elisabeth, die mit dem in Schwaben ansässigen Grafen Rudolf von Pfullendorf (gest. 1181) aus einer Nebenlinie der Udalrichinger verheiratet war. Ihr Sohn teilte das Schicksal ihres Bruders Welf VII. <br />
<br />
Allerdings wird Elisabeth und Rudolf noch eine Tochter zugeschreiben. Diese Ita von Pfullendorf (gest. vor 1191) war mit dem Grafen Albrecht (III.) von Habsburg verheiratet, einer ihrer Urenkel war Graf Rudolf (IV.) von Habsburg, besser bekannt als König Rudolf I.<br />
<br />
Wenn das stimmt, waren die Habsburger, die sich im 13. und 14. Jahrhundert in der Nachfolge der Staufer (und der Zähringer) sahen, also in Wirklichkeit eine "Nebenlinie" der Welfen. <br />
Und denn Welfen gelangten auf diesem dynastischen Umweg doch noch zur Kaiserkrone. Rudolf I. war schließlich der Spitzenahn, die "römischen" Könige und die Kaiser, ausgenommen der umstrittene Günther von Schwarzburg, waren nach 1314 alle Nachkommen von ihm.<br />
<br />
<img src="images/smilies/tongue.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Tongue" title="Tongue" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Eichen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13479</link>
			<pubDate>Fri, 14 Jan 2022 14:59:09 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13479</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite>Nun ja, die Rotbuche, und die ist gemeint wenn es darum geht, kommt in Schottland gar nicht natürlich vor.<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche#Verbreitung_und_Standort" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche#V...d_Standort</a></blockquote>
<br />
Willst du mir jetzt ernsthaft etwas über Bäume erzählen?<img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" /><br />
Falls ja, lade ich dich gerne ein, mich auf einer meiner Führungen über Wälder und ihre Historie zu begleiten...<img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" /><br />
Welche Buche sollte sonst gemeint sein? Die Rot-Buche ist die einzige echte Buchenart Europas (und nein, die Hainbuche ist keine Buche, sie heißt nur so...) Warum das so ist, wäre vielleicht mal ein eigenes Thema wert... Aber das berührt eher den Bereich an Geschichte, der hier nicht ganz so viel vertreten ist...[/quote]<br />
<br />
Wenn ich mal eine Frage an die Biologen und Baumwissenschaftler stellen darf.<br />
<br />
Schon lange ist mir aufgefallen, dass auf den Felsköpfen und Aussichtspunkten der Alb ziemlich regelmäßig Eichen wachsen. In aller Regel Krüppelige, aber Eichen.<br />
<br />
Vor 50-60 Jahren stellte ich mir Germanenhorden vor, die an diesen Stellen bei gewaltigen Feuern gewaltige Kübel oder Fässer mit Bier zu Ehren Wotans usw. leerten.<br />
Und als Hintergrund für diese Feiern die Eichen brauchten.<br />
<br />
In Scheffels Ekkehard ist ein solches Szenario beschrieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite>Nun ja, die Rotbuche, und die ist gemeint wenn es darum geht, kommt in Schottland gar nicht natürlich vor.<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche#Verbreitung_und_Standort" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Rotbuche#V...d_Standort</a></blockquote>
<br />
Willst du mir jetzt ernsthaft etwas über Bäume erzählen?<img src="images/smilies/wink.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Wink" title="Wink" /><br />
Falls ja, lade ich dich gerne ein, mich auf einer meiner Führungen über Wälder und ihre Historie zu begleiten...<img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" /><br />
Welche Buche sollte sonst gemeint sein? Die Rot-Buche ist die einzige echte Buchenart Europas (und nein, die Hainbuche ist keine Buche, sie heißt nur so...) Warum das so ist, wäre vielleicht mal ein eigenes Thema wert... Aber das berührt eher den Bereich an Geschichte, der hier nicht ganz so viel vertreten ist...[/quote]<br />
<br />
Wenn ich mal eine Frage an die Biologen und Baumwissenschaftler stellen darf.<br />
<br />
Schon lange ist mir aufgefallen, dass auf den Felsköpfen und Aussichtspunkten der Alb ziemlich regelmäßig Eichen wachsen. In aller Regel Krüppelige, aber Eichen.<br />
<br />
Vor 50-60 Jahren stellte ich mir Germanenhorden vor, die an diesen Stellen bei gewaltigen Feuern gewaltige Kübel oder Fässer mit Bier zu Ehren Wotans usw. leerten.<br />
Und als Hintergrund für diese Feiern die Eichen brauchten.<br />
<br />
In Scheffels Ekkehard ist ein solches Szenario beschrieben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Herren und die Mädchen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13159</link>
			<pubDate>Tue, 10 Aug 2021 13:17:40 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13159</guid>
			<description><![CDATA[Wo beginnt die Untersuchung?<br />
Natürlich bei Kaiser Sigismund und seinem Besuch in Bern<br />
<br />
<a href="https://www.academia.edu/34739338/Die_Herren_und_die_M%C3%A4dchen_F%C3%BCrsten_und_st%C3%A4dtische_Prostitution_im&#8203;_sp%C3%A4tmittelalterlichen_Reich_in_K%C3%B6nig_Reich_und_F%C3%BCrsten_im_Mittel&#8203;alter_Beitr%C3%A4ge_zur_Geschichte_der_Universit%C3%A4t_Greifswald_12_ed_Oliver_&#8203;Auge_Stuttgart_2017_p_223_253?email_work_card=view-paper" target="_blank">https://www.academia.edu/34739338/Die_He...view-paper</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wo beginnt die Untersuchung?<br />
Natürlich bei Kaiser Sigismund und seinem Besuch in Bern<br />
<br />
<a href="https://www.academia.edu/34739338/Die_Herren_und_die_M%C3%A4dchen_F%C3%BCrsten_und_st%C3%A4dtische_Prostitution_im&#8203;_sp%C3%A4tmittelalterlichen_Reich_in_K%C3%B6nig_Reich_und_F%C3%BCrsten_im_Mittel&#8203;alter_Beitr%C3%A4ge_zur_Geschichte_der_Universit%C3%A4t_Greifswald_12_ed_Oliver_&#8203;Auge_Stuttgart_2017_p_223_253?email_work_card=view-paper" target="_blank">https://www.academia.edu/34739338/Die_He...view-paper</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wo liegt der Hexenberg ?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=12828</link>
			<pubDate>Mon, 14 Sep 2020 11:46:44 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=12828</guid>
			<description><![CDATA[Die Vorstellung des Brocken im Harz als "Hexenberg" / "Blocksberg" stammt aus nachmittelalterlicher Zeit.<br />
Im Mittelalter war in Südwestdeutschland - d.h. in Baden-Württemberg, der Deutschschweiz und dem westlichen Bayern (Allgäu) bis zum Lech - der "Hexenberg" der "Heuberg" in der Schwäbischen Alp / am Ostausläufer des Schwarzwalds.  Wurden in den europäischen Hexenprozessen immer verschiedene lokale Plätze angegeben, wo die Hexen zu ihren Hexensabbaten hinflogen, so wurde in Südwestdeutschland (unter der Folter) mehrheitlich überregional mit dem Heuberg als Sabbatort gestanden.<br />
<br />
Meine Frage - vor allem an den Sueben, weil es sich hier wohl um seine Region handelt: <br />
Wenn ich im Google-Maps nach dem Grossen Heuberg suche (ich will den Berg, nicht die Geo-Region) werden zwei Hochebenen angezeigt:<br />
Die erste bei Nusplingen auf dem "Westerberg"<br />
Die zweite bei Bärenthal auf / in der Irndorfer Hardt<br />
<br />
Welches ist nun der "Hexenberg" resp. der "Grosse Heuberg" - oder ist ev. nur die Grossregion gemeint ?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Vorstellung des Brocken im Harz als "Hexenberg" / "Blocksberg" stammt aus nachmittelalterlicher Zeit.<br />
Im Mittelalter war in Südwestdeutschland - d.h. in Baden-Württemberg, der Deutschschweiz und dem westlichen Bayern (Allgäu) bis zum Lech - der "Hexenberg" der "Heuberg" in der Schwäbischen Alp / am Ostausläufer des Schwarzwalds.  Wurden in den europäischen Hexenprozessen immer verschiedene lokale Plätze angegeben, wo die Hexen zu ihren Hexensabbaten hinflogen, so wurde in Südwestdeutschland (unter der Folter) mehrheitlich überregional mit dem Heuberg als Sabbatort gestanden.<br />
<br />
Meine Frage - vor allem an den Sueben, weil es sich hier wohl um seine Region handelt: <br />
Wenn ich im Google-Maps nach dem Grossen Heuberg suche (ich will den Berg, nicht die Geo-Region) werden zwei Hochebenen angezeigt:<br />
Die erste bei Nusplingen auf dem "Westerberg"<br />
Die zweite bei Bärenthal auf / in der Irndorfer Hardt<br />
<br />
Welches ist nun der "Hexenberg" resp. der "Grosse Heuberg" - oder ist ev. nur die Grossregion gemeint ?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Mythos vom "Edlen Ritter"]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=10105</link>
			<pubDate>Mon, 30 Dec 2019 11:48:00 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=10105</guid>
			<description><![CDATA[Spektrum der Wissenschaft beschäftigt sich mit dem Rittertum<br />
<br />
<a href="https://www.spektrum.de/news/der-mythos-vom-edlen-ritter/1694750?utm_source=pocket-newtab" target="_blank">https://www.spektrum.de/news/der-mythos-...ket-newtab</a><br />
<br />
demnach war der Edle Ritter schon im Hochmittelalter ein unerreichtes Idealbild<br />
<br />
aus dem Link<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Ritter gelten traditionell als zentrales Element mittel­alterlicher Kriegsführung, ein Ehrenkodex und eine höfische Kultur als essenzielle Elemente des Rittertums.<br />
<br />
Neuere Quellenstudien zeigen jedoch, dass erfolgreiche Belagerungen oft wichtiger waren als die Feldschlacht. Andere Waffengattungen trugen daher nicht minder zum Sieg bei.<br />
<br />
Offenbar war das Rittertum ein Ideal, das im Mittelalter der Heroisierung des Adels und der Herrscher diente. Für die militärische Praxis spielte es kaum eine Rolle.</blockquote>
<br />
insbesondere in der militärischen Wirklichkeit sah es ganz anders aus.<br />
<br />
aber lest selbst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Spektrum der Wissenschaft beschäftigt sich mit dem Rittertum<br />
<br />
<a href="https://www.spektrum.de/news/der-mythos-vom-edlen-ritter/1694750?utm_source=pocket-newtab" target="_blank">https://www.spektrum.de/news/der-mythos-...ket-newtab</a><br />
<br />
demnach war der Edle Ritter schon im Hochmittelalter ein unerreichtes Idealbild<br />
<br />
aus dem Link<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Ritter gelten traditionell als zentrales Element mittel­alterlicher Kriegsführung, ein Ehrenkodex und eine höfische Kultur als essenzielle Elemente des Rittertums.<br />
<br />
Neuere Quellenstudien zeigen jedoch, dass erfolgreiche Belagerungen oft wichtiger waren als die Feldschlacht. Andere Waffengattungen trugen daher nicht minder zum Sieg bei.<br />
<br />
Offenbar war das Rittertum ein Ideal, das im Mittelalter der Heroisierung des Adels und der Herrscher diente. Für die militärische Praxis spielte es kaum eine Rolle.</blockquote>
<br />
insbesondere in der militärischen Wirklichkeit sah es ganz anders aus.<br />
<br />
aber lest selbst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Verschiedene Beinamen - zeitgenössisch bedingt oder Notwendigkeit der "Historiker"]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=8647</link>
			<pubDate>Tue, 01 Jan 2019 00:07:03 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=8647</guid>
			<description><![CDATA[Es gibt einige historische Persönlichkeiten, die mehrere Beinamen haben - warum eigentlich? In einigen Fällen dürften die Gründe klar zu erkenne sein, in anderen eher weniger, wobei vermutlich auch entscheidend war, ob diese Beinamen zeitgenössisch oder auf spätere Generationen zurückzuführen sind? Daneben wäre auch die Möglichkeit einer Entwicklung zu Überlegung.<br />
<br />
Ein Beispiel für einen Beinamen, der sich aufgrund einer Entwicklung verändert hat, dürfte Herzog Leopold (III., manchmal auch der IV.) von Österreich aus der Familie, die in der Forschung später als Babenberger oder Luitpoldiner bezeichnet wurde, sein. Ursprünglich dürfte er den Beinamen Leopold der Fromme gehabt haben, nach seiner Heiligsprechung (1468/69 vom Papst zugesagt, 1485 ausgeführt) wurde er Leopold der Heilige.<br />
<br />
<br />
Ob das auch bei Olav (II.) von Norwegen der Fall gewesen sein könnte, der in den Sagas als Olav der Dicke bezeichnet wird, aber auch als Olav der Heilige.<br />
<br />
Bei den beiden Herrschern Pedro dem Grausamen, auch Pedro dem Gerechte, dürften zwei verschiedene Perspektiven ausschlaggebend gewesen sein, von denen sich keine letztlich endgültig durchgesetzt hat. Hier ist wohl auch die Frage interessant, ob die beiden, der König von Kastilien und der König von Portugal später miteinander verwechselt wurden.<br />
<br />
Ähnlich könnte der Fall auch bei Herzog Albrecht (VI.) von Österreich aus dem Haus Habsburg liegen: Albrecht der Verschwender oder Albrecht der Freigiebige, wobei hier auch Friedrich III. sowohl aktiv als auch passiv mitgewirkt haben dürfte. <br />
<br />
Interessant dürfte der Fall bei Herzog Albrecht (II.) von Österreich, einem anderen Habsburger liegen, bei dem zwei Beinamen zu finden sind: Albrecht der Lahme und Albrecht der Weise. Beide Namen dürften sich auf historische Tradition gründen.<br />
<br />
Bei weiteren, eher unbekannten Habsburgern (Wilhelm, Albrecht IV., Leopold III., Leopold IV.) und Babenbergern (Heinrich I., Friedrich I.)und vermutlich auch in anderen Herrscherfamilien dürften die unterschiedlichen Beinamen wohl eher damit zusammenhängen, dass von späteren Geschichtsschreibern versucht wurde, Herrschern, die wenig Beachtung gefunden haben, auch einen Beinamen zu geben, wobei es vermutlich aufgrund der überlieferten Fakten oder Legenden die Schwierigkeit gab, dass sich kein scheinbar eindeutiger oder passender Beiname anbot.<br />
<br />
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine historische Romanbiographie von Bernd Kaufmann, wo dieser zumindest "versucht", einem historisch belegten Herrscher, einen "neuen" Beinamen zu geben. Titel seiner zweiteiligen Biographie lautet: Der Verleumdete: Die Geschichte des Landgrafen Albrecht II. von Thüringen: Eine historische Romanbiografie. Dieser Herr ist unter dem Namen Albrecht der Entartete (oder der Unartige) bekannt, der Autor ist der Ansicht, dass er dieses Beinamen wirklich nicht verdient hat, darauf bezieht sich der Titel. (Ich muss zugeben, dass ich seine Argumentation im Nachwort plausibel, jedenfalls durchaus bedenkenswert finde, ich könnte mir vorstellen, dass er mit seinen Überlegungen, auch wenn sie im Widerspruch zu der üblichen Geschichtssicht stehen, richtiger liegt, als diese. Leider ist der Roman trotz mancher gelungener Einzelszene und einiger netter Ideen als Ganzes nicht wirklich gelungen. Vermutlich wäre hier eine historische Abhandlung in Form eines Aufsatzes / Essays, die zweckmäßigere Lösung gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt einige historische Persönlichkeiten, die mehrere Beinamen haben - warum eigentlich? In einigen Fällen dürften die Gründe klar zu erkenne sein, in anderen eher weniger, wobei vermutlich auch entscheidend war, ob diese Beinamen zeitgenössisch oder auf spätere Generationen zurückzuführen sind? Daneben wäre auch die Möglichkeit einer Entwicklung zu Überlegung.<br />
<br />
Ein Beispiel für einen Beinamen, der sich aufgrund einer Entwicklung verändert hat, dürfte Herzog Leopold (III., manchmal auch der IV.) von Österreich aus der Familie, die in der Forschung später als Babenberger oder Luitpoldiner bezeichnet wurde, sein. Ursprünglich dürfte er den Beinamen Leopold der Fromme gehabt haben, nach seiner Heiligsprechung (1468/69 vom Papst zugesagt, 1485 ausgeführt) wurde er Leopold der Heilige.<br />
<br />
<br />
Ob das auch bei Olav (II.) von Norwegen der Fall gewesen sein könnte, der in den Sagas als Olav der Dicke bezeichnet wird, aber auch als Olav der Heilige.<br />
<br />
Bei den beiden Herrschern Pedro dem Grausamen, auch Pedro dem Gerechte, dürften zwei verschiedene Perspektiven ausschlaggebend gewesen sein, von denen sich keine letztlich endgültig durchgesetzt hat. Hier ist wohl auch die Frage interessant, ob die beiden, der König von Kastilien und der König von Portugal später miteinander verwechselt wurden.<br />
<br />
Ähnlich könnte der Fall auch bei Herzog Albrecht (VI.) von Österreich aus dem Haus Habsburg liegen: Albrecht der Verschwender oder Albrecht der Freigiebige, wobei hier auch Friedrich III. sowohl aktiv als auch passiv mitgewirkt haben dürfte. <br />
<br />
Interessant dürfte der Fall bei Herzog Albrecht (II.) von Österreich, einem anderen Habsburger liegen, bei dem zwei Beinamen zu finden sind: Albrecht der Lahme und Albrecht der Weise. Beide Namen dürften sich auf historische Tradition gründen.<br />
<br />
Bei weiteren, eher unbekannten Habsburgern (Wilhelm, Albrecht IV., Leopold III., Leopold IV.) und Babenbergern (Heinrich I., Friedrich I.)und vermutlich auch in anderen Herrscherfamilien dürften die unterschiedlichen Beinamen wohl eher damit zusammenhängen, dass von späteren Geschichtsschreibern versucht wurde, Herrschern, die wenig Beachtung gefunden haben, auch einen Beinamen zu geben, wobei es vermutlich aufgrund der überlieferten Fakten oder Legenden die Schwierigkeit gab, dass sich kein scheinbar eindeutiger oder passender Beiname anbot.<br />
<br />
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch eine historische Romanbiographie von Bernd Kaufmann, wo dieser zumindest "versucht", einem historisch belegten Herrscher, einen "neuen" Beinamen zu geben. Titel seiner zweiteiligen Biographie lautet: Der Verleumdete: Die Geschichte des Landgrafen Albrecht II. von Thüringen: Eine historische Romanbiografie. Dieser Herr ist unter dem Namen Albrecht der Entartete (oder der Unartige) bekannt, der Autor ist der Ansicht, dass er dieses Beinamen wirklich nicht verdient hat, darauf bezieht sich der Titel. (Ich muss zugeben, dass ich seine Argumentation im Nachwort plausibel, jedenfalls durchaus bedenkenswert finde, ich könnte mir vorstellen, dass er mit seinen Überlegungen, auch wenn sie im Widerspruch zu der üblichen Geschichtssicht stehen, richtiger liegt, als diese. Leider ist der Roman trotz mancher gelungener Einzelszene und einiger netter Ideen als Ganzes nicht wirklich gelungen. Vermutlich wäre hier eine historische Abhandlung in Form eines Aufsatzes / Essays, die zweckmäßigere Lösung gewesen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Reichskleinodien]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=8179</link>
			<pubDate>Thu, 14 Jun 2018 11:04:27 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=8179</guid>
			<description><![CDATA[An anderer Stelle hier ist vom Heiligen Gral die Rede.<br />
<br />
Ich bin der Meinung, dass die Geschichten um den "Heiligen Gral" mehr oder weniger eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie die "Sagen" um die Reichskleinodien haben.<br />
Meine These.<br />
<br />
Hier Wiki zu den Reichskleinodien<br />
<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien</a><br />
<br />
<img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d9/Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG/220px-Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG" border="0" alt="[Bild: 220px-Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG]" /><br />
<br />
<br />
[/quote]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[An anderer Stelle hier ist vom Heiligen Gral die Rede.<br />
<br />
Ich bin der Meinung, dass die Geschichten um den "Heiligen Gral" mehr oder weniger eine ähnliche Entstehungsgeschichte wie die "Sagen" um die Reichskleinodien haben.<br />
Meine These.<br />
<br />
Hier Wiki zu den Reichskleinodien<br />
<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien" target="_blank">https://de.wikipedia.org/wiki/Reichskleinodien</a><br />
<br />
<img src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d9/Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG/220px-Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG" border="0" alt="[Bild: 220px-Weltliche_Schatzkammer_Wien_%28189%292.JPG]" /><br />
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<br />
[/quote]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aber Untergang der Staufer - Aber was war mit den Welfen?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7820</link>
			<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 11:54:30 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7820</guid>
			<description><![CDATA[Nachdem der Thread <a href="http://Der%20Untergang%20der%20Hohenstaufen" target="_blank">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7807&page=3</a> recht viele Ansätze für Diskussionen bietet, halte ich es für sinnvoller für die  folgende Frage einen eigenen Thread zu eröffnen.<br />
<br />
Was sich immer wieder bei historischen Geschehnissen beobachten lässt, ist das "Prinzip der Rivalitäten", wobei natürlich nicht außer acht gelassen werden darf, dass in den meisten Konflikten wesentlich mehr historische Akteure verstrickt waren, als zwei rivalisierende Dynastien. Da haben noch das einfache Volk, andere Dynastien, Landstände, Städte, die wenigstens die "freie Stadtluft" tatsächlich atmen wollen etc. (Abgesehen von manchen Fällen, wo später Legende und Sage eine Konstellation weiterentwickelt haben, man denke nur an einen Rudolf von Habsburg als "angeblichen" Erbe der Staufer.)<br />
<br />
Was mir aber beim Untergang der Staufer auffällt - wo waren eigentlich die Welfen, die immerhin ursprünglich die Hauptgegner gewesen waren? In den italienischen Städten hat sich diesbezüglich eine Erinnerung an diese Rivalität gehalten. Sie mag auf die Zeit eines Otto von Braunschweig zurückgehen, aber hatte der Mann seine Familie so diskretiert, dass es beim Untergang der Staufer nicht mehr möglich war, als Welfe diverse "Erbschaftsansprüche" anzumelden, um das Ganze einmal scherzhaft zu umschreiben.<br />
<br />
Zu Beginn haben wir Konrad von Waiblingen / Hohenstaufen, der zunächst gegen Lothar aus Sachsen unterliegt, dann aber sich gegen dessen Schwiergersohn Heinrich den Stolzen behauptet. (Das es dabei eher fragwürdig zu gegangen sein dürfte und der plötzliche Tod dieses Heinrichs für ihn äußerst vorteilhaft war, ist mit Blick auf meine Fragestellung nicht unbedingt wichtig.)<br />
<br />
Wenig später haben wir immerhin Friedrich I. Barbarossa und Heinrich den Löwen. Heinrich der Löwe, dessen tiefer Fall letztlich selbst für einen Reichsfürsten ungewöhnlich tief gewesen ist. Die Familie verliert sogar ihren hochadeligen Status. Aber die Söhne Heinrich und Otto gewinnen wieder die Oberhand, der eine durch eine tolle Heirat (die wohl ursprünglich keineswegs für ihn die große Liebesgeschichte war, als die sie später gesehen wurde), der andere, indem er dank seinem Onkel mütterlicherseits selbst nach der Krone greift und dank eines Mordes, an dem ihm eine mögliche Beteiligung jedenfalls nicht nachgewiesen werden konnte, tatsächlich als römisch-deutscher König eine Chance hat.<br />
<br />
Letztlich aber ist nichts für Dauer, der eine scheitert als König, der andere hat keine männlichen Erben und über seine Tochter (Agnes) kommt die Kurpfalz, die einst über seine erste Ehefrau (Agnes) an ihn gekommen ist, an eine andre Familie, die Herzöge von Bayern (Wittelsbacher), die, wenn gleich mit Einschränkungen den bayrischen Löwenanteil nach dem Sturz Heinrich des Löwens "eingesackt" haben.<br />
<br />
Wenig später gewinnt Friedrich II. Stupor Mundi ein Weltreich, das er freilich nur mit Einschränkungen halten kann. (Nur ein Zufall, dass Erinnerungen an ihn im Heiligen Römischen Reich und eine Verklärung seiner Person später auf seinen gleichnamigen Großvater übertragen wurden?)<br />
<br />
Doch nun kommt der Neffe von Heinrich und Otto zum Zug. Aussöhnung - Braunschweig wird zum Reichsfürstentum erhoben. Die Nachfahren von Heinrich dem Löwen haben zwar Bayern und Sachsen nicht wieder bekommen, sind aber rehabilitiert. In der Folge sind sie dann in den Geschichtsbüchern kaum mehr präsent, höchstens als Ehepartnerinnen und Ehepartner anderer Promis. (Ich gehe hier von dem aus, was Menschen vielleicht noch wissen können, die sich nicht wirklich ernsthaft mit Geschichte beschäftigt haben.)<br />
<br />
Ich war selbst erstaunt, als ich vor einigen Jahren im Zusammenhang mit einer Rätselfragen-Block, den ich in einem Forum mit Musiktheater-Interessierten eingestellt hatte, bei der Suche nach einem Tipp für eine unbekannte Oper des 19. Jahrhunderts, bei deren Erraten es Schwierigkeiten gab, feststellte, dass die Queen eine direkte Nachfahrin von Heinrich dem Löwen ist.<br />
Mit Staufer sind untergegangen und wurden verklärt, ihre Gegenspieler, die Welfen sind in der "historischen Unauffälligkeit" verschwunden, aber existieren noch immer und haben es inzwischen doch zu einer Königskrone gebracht.<br />
<br />
Aber warum spielten die Welfen keine Rolle mehr, als es zum Untergang der Staufer kam? Warum kamen sie nicht noch einmal zum Zug, wie sich das für einige andere rivalisierende Dynastien im Mittelalter beobachten lässt? Hatten sie sich durch Otto IV. etwa so diskrediert oder gab es da andere Gründe?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Nachdem der Thread <a href="http://Der%20Untergang%20der%20Hohenstaufen" target="_blank">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7807&page=3</a> recht viele Ansätze für Diskussionen bietet, halte ich es für sinnvoller für die  folgende Frage einen eigenen Thread zu eröffnen.<br />
<br />
Was sich immer wieder bei historischen Geschehnissen beobachten lässt, ist das "Prinzip der Rivalitäten", wobei natürlich nicht außer acht gelassen werden darf, dass in den meisten Konflikten wesentlich mehr historische Akteure verstrickt waren, als zwei rivalisierende Dynastien. Da haben noch das einfache Volk, andere Dynastien, Landstände, Städte, die wenigstens die "freie Stadtluft" tatsächlich atmen wollen etc. (Abgesehen von manchen Fällen, wo später Legende und Sage eine Konstellation weiterentwickelt haben, man denke nur an einen Rudolf von Habsburg als "angeblichen" Erbe der Staufer.)<br />
<br />
Was mir aber beim Untergang der Staufer auffällt - wo waren eigentlich die Welfen, die immerhin ursprünglich die Hauptgegner gewesen waren? In den italienischen Städten hat sich diesbezüglich eine Erinnerung an diese Rivalität gehalten. Sie mag auf die Zeit eines Otto von Braunschweig zurückgehen, aber hatte der Mann seine Familie so diskretiert, dass es beim Untergang der Staufer nicht mehr möglich war, als Welfe diverse "Erbschaftsansprüche" anzumelden, um das Ganze einmal scherzhaft zu umschreiben.<br />
<br />
Zu Beginn haben wir Konrad von Waiblingen / Hohenstaufen, der zunächst gegen Lothar aus Sachsen unterliegt, dann aber sich gegen dessen Schwiergersohn Heinrich den Stolzen behauptet. (Das es dabei eher fragwürdig zu gegangen sein dürfte und der plötzliche Tod dieses Heinrichs für ihn äußerst vorteilhaft war, ist mit Blick auf meine Fragestellung nicht unbedingt wichtig.)<br />
<br />
Wenig später haben wir immerhin Friedrich I. Barbarossa und Heinrich den Löwen. Heinrich der Löwe, dessen tiefer Fall letztlich selbst für einen Reichsfürsten ungewöhnlich tief gewesen ist. Die Familie verliert sogar ihren hochadeligen Status. Aber die Söhne Heinrich und Otto gewinnen wieder die Oberhand, der eine durch eine tolle Heirat (die wohl ursprünglich keineswegs für ihn die große Liebesgeschichte war, als die sie später gesehen wurde), der andere, indem er dank seinem Onkel mütterlicherseits selbst nach der Krone greift und dank eines Mordes, an dem ihm eine mögliche Beteiligung jedenfalls nicht nachgewiesen werden konnte, tatsächlich als römisch-deutscher König eine Chance hat.<br />
<br />
Letztlich aber ist nichts für Dauer, der eine scheitert als König, der andere hat keine männlichen Erben und über seine Tochter (Agnes) kommt die Kurpfalz, die einst über seine erste Ehefrau (Agnes) an ihn gekommen ist, an eine andre Familie, die Herzöge von Bayern (Wittelsbacher), die, wenn gleich mit Einschränkungen den bayrischen Löwenanteil nach dem Sturz Heinrich des Löwens "eingesackt" haben.<br />
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Wenig später gewinnt Friedrich II. Stupor Mundi ein Weltreich, das er freilich nur mit Einschränkungen halten kann. (Nur ein Zufall, dass Erinnerungen an ihn im Heiligen Römischen Reich und eine Verklärung seiner Person später auf seinen gleichnamigen Großvater übertragen wurden?)<br />
<br />
Doch nun kommt der Neffe von Heinrich und Otto zum Zug. Aussöhnung - Braunschweig wird zum Reichsfürstentum erhoben. Die Nachfahren von Heinrich dem Löwen haben zwar Bayern und Sachsen nicht wieder bekommen, sind aber rehabilitiert. In der Folge sind sie dann in den Geschichtsbüchern kaum mehr präsent, höchstens als Ehepartnerinnen und Ehepartner anderer Promis. (Ich gehe hier von dem aus, was Menschen vielleicht noch wissen können, die sich nicht wirklich ernsthaft mit Geschichte beschäftigt haben.)<br />
<br />
Ich war selbst erstaunt, als ich vor einigen Jahren im Zusammenhang mit einer Rätselfragen-Block, den ich in einem Forum mit Musiktheater-Interessierten eingestellt hatte, bei der Suche nach einem Tipp für eine unbekannte Oper des 19. Jahrhunderts, bei deren Erraten es Schwierigkeiten gab, feststellte, dass die Queen eine direkte Nachfahrin von Heinrich dem Löwen ist.<br />
Mit Staufer sind untergegangen und wurden verklärt, ihre Gegenspieler, die Welfen sind in der "historischen Unauffälligkeit" verschwunden, aber existieren noch immer und haben es inzwischen doch zu einer Königskrone gebracht.<br />
<br />
Aber warum spielten die Welfen keine Rolle mehr, als es zum Untergang der Staufer kam? Warum kamen sie nicht noch einmal zum Zug, wie sich das für einige andere rivalisierende Dynastien im Mittelalter beobachten lässt? Hatten sie sich durch Otto IV. etwa so diskrediert oder gab es da andere Gründe?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Untergang der Hohenstaufen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7807</link>
			<pubDate>Mon, 22 Jan 2018 15:15:42 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7807</guid>
			<description><![CDATA[Köbi meinte, dass das ein Extra-Thema wäre.<br />
Und er hat recht.<br />
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 06:08)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60160#pid60160" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (16.01.2018 16:00)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60146#pid60146" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Widerspruch! Sizilien wäre Schwäbisch! <img src="images/smilies/new/devil.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Devil" title="Devil" /><br />
<br />
Riga wäre jedoch deutsch, und ich glaube Polen und England auch. <br />
Nicht so meine Zeit, aber in den hinteren Hirnwindungen ist da noch was versteckt, der Staufer Heinrich V. und Richard Löwenherz auf der Burg Trifels der sein Königreicch anschlißend zu Lehen nehmen musste</blockquote>
<br />
Stimmt. Aber das Königreich Sizilien war ein eigenständiges politisches Gebilde. Es war kein Teil des HRR. Heinrich VI., Friedrich II. und Konrad IV. waren nur deutscher Kaiser bzw. Könige, die in Personalunion auch als Könige von Sizilien herrschten. Deswegen sind Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1254" wirklich nur Klamauk. Sie entstanden in der Wendezeit als ironische Reaktion auf Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1937". <br />
<br />
Ende 1192 wurde Richard auf seiner Rückreise aus dem Heiligen Land vom österreichischen Herzog Leopold V. gefangenommen und Anfang 1193 auf Burg Trifels überführt. Dort wurde er der Obhut Heinrichs VI. übergeben, der für die Freilassung Richards an England eine Lösegeldforderung in Höhe von 100.000 Kölner Mark stellte. Das entspricht etwa 23,4 Tonnen Silber. Diese Menge entsprach etwa dem Steuereinkommen des Angevinischen Reiches für 5 Jahre. Der von Richard eingesetzte Regent - sein Bruder Johann Ohneland - war nicht bereit, diese Summe zu zahlen. Allerdings gelang es einer Adelsfraktion unter Führung von Richards Mutter Eleonore von Aquitanien das Lösegeld aufzubringen, sodass Richard am 2. Februar 1194 freigelassen wurde und nach England zurückkehrte. Das Lösegeld schwächte England sehr, es ist eine Ursache für den Untergang des Angevinischen Reiches im Jahr 1204.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 10:03)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60161#pid60161" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite>Zitat:</cite>Stimmt. Aber das Königreich Sizilien war ein eigenständiges politisches Gebilde. Es war kein Teil des HRR. Heinrich VI., Friedrich II. und Konrad IV. waren nur deutscher Kaiser bzw. Könige, die in Personalunion auch als Könige von Sizilien herrschten. Deswegen sind Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1254" wirklich nur Klamauk. Sie entstanden in der Wendezeit als ironische Reaktion auf Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1937".</blockquote>
<br />
Das ist natürlich richtig. Die genannten jedoch, waren außerdem Herzöge von Schwaben auch Konradin!<br />
Daher mein Spruch vom "schwäbischen" Sizilien.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 10:03)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60161#pid60161" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist natürlich richtig. Die genannten jedoch, waren außerdem Herzöge von Schwaben auch Konradin!<br />
Daher mein Spruch vom "schwäbischen" Sizilien.</blockquote>
<br />
Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 23:30)</span>Teresa C. schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60173#pid60173" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
Wobei im Zusammenhang mit einer Polit-Intrige wahrscheinlich doch zu berücksichtigen ist, inwieweit die weitere Entwicklung im ehemaligen Herzogtum Schwaben überhaupt um 1268 bereits vorhersehbar war und wer zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein Interesse an der Ausschaltung Konradins gehabt haben dürfte beziehungsweise wer direkt vom Tod Konradins profitiert hat.<br />
<br />
Konradins Italienzug fand 1267/1268 statt, er wurde 1268 zusammen mit einigen Begleiter hingerichtet.<br />
<br />
Von diesen Begleitern ist eigentlich nur Friedrich von Baden bekannter. Dieser Friedrich war ein Sohn der Babenbergerin Gertrud, die als Schwester von Herzog Friedrich II. dem Streitbaren nach dessen Tod Anspruch für sich beziehungsweise ihre Familie auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark hatte. Sie hatte vorübergehend päpstliche Unterstützung und konnte sich zunächst sogar in Teilen der Steiermark für kurze Zeit gegen den böhmischen König Przemysl Ottokar II. behaupten. Es ist vielleicht kein Zufall, dass sie nach der Hinrichtung ihres Sohnes von ihm endgültig aus dem Herzogtum Steiermark vertrieben wurde. <br />
Quelle, z. B.: Bertold Sutter: Die Steiermark in Zeiten des Umbruches. Zum Kampf um die Steiermark im Interregnum und ihre Leistungen nach 1282 zur Rettung der Herrschaft des Hauses Habsburg in Österreich. In: Othmar Pickl (Hrsg.): 800 Jahre Steiermark und Österreich 1192-1992. Der Beitrag der Steiermark zu Österreichs Größe. Graz 1992, S. 97-145<br />
<br />
Zumindest bietet sich hier die Frage an, ob der König Ottokar etwas mit der Hinrichtung Konradins (oder Friedrichs) zu tun hatte?<br />
<br />
Graf Rudolf IV. von Habsburg wurde erst 1273, also einige Jahre später zum römisch-deutschen König gewählt, zum Zeitpunkt seiner Wahl war sicher noch nicht vorhersehbar, dass es ihm als König einmal mit Zustimmung der Reichsfürsten möglich sein würde, seine eigenen Söhne mit den Herzogtümer Österreich und Steiermark zu belehnen und schon gar nicht, dass die Herrschaft seiner Nachfahren über diese damaligen Herzogtümer letztlich mehr als 600 Jahre dauern würde. Interessant wäre sicher, ob er mit Blick auf das frühere Herzogtum Schwaben bereits vor 1273 vom Tod Konradins profitierte.<br />
<br />
Es wäre sicher auch interessant, zu sehen, wer die übrigen Begleiter Konradins waren, die hingerichtet wurden und wie es um ihre Situation um 1267 bestellt war. <br />
<br />
Interessant wäre zu wissen, ob es auch prominentere Begleiter Konradins gegeben hat, die mit ihm in Gefangenschaft geraten waren, aber nicht hingerichtet wurden.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 01:06)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60175#pid60175" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 23:30)</span>Teresa C. schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60173#pid60173" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Wobei im Zusammenhang mit einer Polit-Intrige wahrscheinlich doch zu berücksichtigen ist, inwieweit die weitere Entwicklung im ehemaligen Herzogtum Schwaben überhaupt um 1268 bereits vorhersehbar war und wer zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein Interesse an der Ausschaltung Konradins gehabt haben dürfte beziehungsweise wer direkt vom Tod Konradins profitiert hat.<br />
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Konradins Italienzug fand 1267/1268 statt, er wurde 1268 zusammen mit einigen Begleiter hingerichtet.<br />
<br />
Von diesen Begleitern ist eigentlich nur Friedrich von Baden bekannter. Dieser Friedrich war ein Sohn der Babenbergerin Gertrud, die als Schwester von Herzog Friedrich II. dem Streitbaren nach dessen Tod Anspruch für sich beziehungsweise ihre Familie auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark hatte. Sie hatte vorübergehend päpstliche Unterstützung und konnte sich zunächst sogar in Teilen der Steiermark für kurze Zeit gegen den böhmischen König Przemysl Ottokar II. behaupten. Es ist vielleicht kein Zufall, dass sie nach der Hinrichtung ihres Sohnes von ihm endgültig aus dem Herzogtum Steiermark vertrieben wurde. <br />
Quelle, z. B.: Bertold Sutter: Die Steiermark in Zeiten des Umbruches. Zum Kampf um die Steiermark im Interregnum und ihre Leistungen nach 1282 zur Rettung der Herrschaft des Hauses Habsburg in Österreich. In: Othmar Pickl (Hrsg.): 800 Jahre Steiermark und Österreich 1192-1992. Der Beitrag der Steiermark zu Österreichs Größe. Graz 1992, S. 97-145<br />
<br />
Zumindest bietet sich hier die Frage an, ob der König Ottokar etwas mit der Hinrichtung Konradins (oder Friedrichs) zu tun hatte?<br />
<br />
Graf Rudolf IV. von Habsburg wurde erst 1273, also einige Jahre später zum römisch-deutschen König gewählt, zum Zeitpunkt seiner Wahl war sicher noch nicht vorhersehbar, dass es ihm als König einmal mit Zustimmung der Reichsfürsten möglich sein würde, seine eigenen Söhne mit den Herzogtümer Österreich und Steiermark zu belehnen und schon gar nicht, dass die Herrschaft seiner Nachfahren über diese damaligen Herzogtümer letztlich mehr als 600 Jahre dauern würde. Interessant wäre sicher, ob er mit Blick auf das frühere Herzogtum Schwaben bereits vor 1273 vom Tod Konradins profitierte.<br />
<br />
Es wäre sicher auch interessant, zu sehen, wer die übrigen Begleiter Konradins waren, die hingerichtet wurden und wie es um ihre Situation um 1267 bestellt war. <br />
<br />
Interessant wäre zu wissen, ob es auch prominentere Begleiter Konradins gegeben hat, die mit ihm in Gefangenschaft geraten waren, aber nicht hingerichtet wurden.</blockquote>
<br />
<br />
Das geht mir auch schon lange durch den Kopf.....<br />
ob nicht auf der Piazza Mercato etliche dynastische "Probleme gelöst wurden"<br />
Nicht hingerichtet wurde Heinrich von Kastilien, warum wissen die Quellen nicht so richtig.<br />
Die Bayern-Herzöge und Rudolf von Habsburg sind beizeiten aus dem "Unternehmen" ausgestiegen, wobei angenommen wird, dass sie allesammt Konradin von der Fortsetzung abgeraten haben. Aber - was soll ein solcher Ratschlag bei einem 15jährigen?????<br />
Es muss sich wohl weniger um die "Blüte deutscher Ritterschaft" gehandelt haben, die da gen Sizilien ziehen wollten.<br />
Wer mir von den Hingerichteten noch "persönlich bekannt" ist, wäre Wolfrad Graf von Veringen-Nellenburg.<br />
Nachkomme der Grafen von Altshausen und versippt mir Württemberg und Württ-Grüningen, man beachte das Wappen.<br />
Es scheint mir, dass dort "Piazza Mercata" ein paar dynastische Probleme Südwestdeutschlands "gelöst" wurden <br />
<br />
Wobei die Frage bleibt, wie man einen 15jährigen zu so einer Aktion verleiten kann.<br />
Da müssen andere Absichten mit dahinter gestanden haben, und keineswegs redliche.<br />
Aber, ich kenne mich da nicht weiter aus.<br />
Was meinen die Mediavisten hier?</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 18:24)</span>Aguyar schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60181#pid60181" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
Die Kyburger musst Du wegnehmen, die waren kurz zuvor ausgestorben. Ihr Erbe ging - nach einem Konflikt zwischen Habsburg und Savoyen - an die Habsburger, und zwar bereits vor dem Aufbruch Konradins nach Italien.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 20:55)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60182#pid60182" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Vielen Dank! für die Info. Bin davon ausgegangen, weil Rudolfs I. Mutter eine geborene Gräfin von Kyburg<br />
war, aber so schnell geht es dann halt, dass eine Familie ausstirbt.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 22:23)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60184#pid60184" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Manfred war als König von Sizilien ja eigentlich auch schon ein Usurpator.<br />
Man hat so ein bißchen den Eindruck, dass die Staufer mit Friedrich II. zumindest in Deutschland ziemlich abgewirtschaftet hatten.<br />
<br />
Ich stelle mal die These in den Raum, dass der Nachruhm der Staufer zu einem ganz erheblichen Teil auf das Schicksal Konradins zurückgeht.</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Köbi meinte, dass das ein Extra-Thema wäre.<br />
Und er hat recht.<br />
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 06:08)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60160#pid60160" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (16.01.2018 16:00)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60146#pid60146" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Widerspruch! Sizilien wäre Schwäbisch! <img src="images/smilies/new/devil.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Devil" title="Devil" /><br />
<br />
Riga wäre jedoch deutsch, und ich glaube Polen und England auch. <br />
Nicht so meine Zeit, aber in den hinteren Hirnwindungen ist da noch was versteckt, der Staufer Heinrich V. und Richard Löwenherz auf der Burg Trifels der sein Königreicch anschlißend zu Lehen nehmen musste</blockquote>
<br />
Stimmt. Aber das Königreich Sizilien war ein eigenständiges politisches Gebilde. Es war kein Teil des HRR. Heinrich VI., Friedrich II. und Konrad IV. waren nur deutscher Kaiser bzw. Könige, die in Personalunion auch als Könige von Sizilien herrschten. Deswegen sind Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1254" wirklich nur Klamauk. Sie entstanden in der Wendezeit als ironische Reaktion auf Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1937". <br />
<br />
Ende 1192 wurde Richard auf seiner Rückreise aus dem Heiligen Land vom österreichischen Herzog Leopold V. gefangenommen und Anfang 1193 auf Burg Trifels überführt. Dort wurde er der Obhut Heinrichs VI. übergeben, der für die Freilassung Richards an England eine Lösegeldforderung in Höhe von 100.000 Kölner Mark stellte. Das entspricht etwa 23,4 Tonnen Silber. Diese Menge entsprach etwa dem Steuereinkommen des Angevinischen Reiches für 5 Jahre. Der von Richard eingesetzte Regent - sein Bruder Johann Ohneland - war nicht bereit, diese Summe zu zahlen. Allerdings gelang es einer Adelsfraktion unter Führung von Richards Mutter Eleonore von Aquitanien das Lösegeld aufzubringen, sodass Richard am 2. Februar 1194 freigelassen wurde und nach England zurückkehrte. Das Lösegeld schwächte England sehr, es ist eine Ursache für den Untergang des Angevinischen Reiches im Jahr 1204.</blockquote>
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<blockquote><cite><span> (20.01.2018 10:03)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60161#pid60161" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite>Zitat:</cite>Stimmt. Aber das Königreich Sizilien war ein eigenständiges politisches Gebilde. Es war kein Teil des HRR. Heinrich VI., Friedrich II. und Konrad IV. waren nur deutscher Kaiser bzw. Könige, die in Personalunion auch als Könige von Sizilien herrschten. Deswegen sind Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1254" wirklich nur Klamauk. Sie entstanden in der Wendezeit als ironische Reaktion auf Forderungen wie "Deutschland in den Grenzen von 1937".</blockquote>
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Das ist natürlich richtig. Die genannten jedoch, waren außerdem Herzöge von Schwaben auch Konradin!<br />
Daher mein Spruch vom "schwäbischen" Sizilien.</blockquote>
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<blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 10:03)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60161#pid60161" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist natürlich richtig. Die genannten jedoch, waren außerdem Herzöge von Schwaben auch Konradin!<br />
Daher mein Spruch vom "schwäbischen" Sizilien.</blockquote>
<br />
Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (20.01.2018 23:30)</span>Teresa C. schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60173#pid60173" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
Wobei im Zusammenhang mit einer Polit-Intrige wahrscheinlich doch zu berücksichtigen ist, inwieweit die weitere Entwicklung im ehemaligen Herzogtum Schwaben überhaupt um 1268 bereits vorhersehbar war und wer zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein Interesse an der Ausschaltung Konradins gehabt haben dürfte beziehungsweise wer direkt vom Tod Konradins profitiert hat.<br />
<br />
Konradins Italienzug fand 1267/1268 statt, er wurde 1268 zusammen mit einigen Begleiter hingerichtet.<br />
<br />
Von diesen Begleitern ist eigentlich nur Friedrich von Baden bekannter. Dieser Friedrich war ein Sohn der Babenbergerin Gertrud, die als Schwester von Herzog Friedrich II. dem Streitbaren nach dessen Tod Anspruch für sich beziehungsweise ihre Familie auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark hatte. Sie hatte vorübergehend päpstliche Unterstützung und konnte sich zunächst sogar in Teilen der Steiermark für kurze Zeit gegen den böhmischen König Przemysl Ottokar II. behaupten. Es ist vielleicht kein Zufall, dass sie nach der Hinrichtung ihres Sohnes von ihm endgültig aus dem Herzogtum Steiermark vertrieben wurde. <br />
Quelle, z. B.: Bertold Sutter: Die Steiermark in Zeiten des Umbruches. Zum Kampf um die Steiermark im Interregnum und ihre Leistungen nach 1282 zur Rettung der Herrschaft des Hauses Habsburg in Österreich. In: Othmar Pickl (Hrsg.): 800 Jahre Steiermark und Österreich 1192-1992. Der Beitrag der Steiermark zu Österreichs Größe. Graz 1992, S. 97-145<br />
<br />
Zumindest bietet sich hier die Frage an, ob der König Ottokar etwas mit der Hinrichtung Konradins (oder Friedrichs) zu tun hatte?<br />
<br />
Graf Rudolf IV. von Habsburg wurde erst 1273, also einige Jahre später zum römisch-deutschen König gewählt, zum Zeitpunkt seiner Wahl war sicher noch nicht vorhersehbar, dass es ihm als König einmal mit Zustimmung der Reichsfürsten möglich sein würde, seine eigenen Söhne mit den Herzogtümer Österreich und Steiermark zu belehnen und schon gar nicht, dass die Herrschaft seiner Nachfahren über diese damaligen Herzogtümer letztlich mehr als 600 Jahre dauern würde. Interessant wäre sicher, ob er mit Blick auf das frühere Herzogtum Schwaben bereits vor 1273 vom Tod Konradins profitierte.<br />
<br />
Es wäre sicher auch interessant, zu sehen, wer die übrigen Begleiter Konradins waren, die hingerichtet wurden und wie es um ihre Situation um 1267 bestellt war. <br />
<br />
Interessant wäre zu wissen, ob es auch prominentere Begleiter Konradins gegeben hat, die mit ihm in Gefangenschaft geraten waren, aber nicht hingerichtet wurden.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 01:06)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60175#pid60175" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 23:30)</span>Teresa C. schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60173#pid60173" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Wobei im Zusammenhang mit einer Polit-Intrige wahrscheinlich doch zu berücksichtigen ist, inwieweit die weitere Entwicklung im ehemaligen Herzogtum Schwaben überhaupt um 1268 bereits vorhersehbar war und wer zu diesem Zeitpunkt tatsächlich ein Interesse an der Ausschaltung Konradins gehabt haben dürfte beziehungsweise wer direkt vom Tod Konradins profitiert hat.<br />
<br />
Konradins Italienzug fand 1267/1268 statt, er wurde 1268 zusammen mit einigen Begleiter hingerichtet.<br />
<br />
Von diesen Begleitern ist eigentlich nur Friedrich von Baden bekannter. Dieser Friedrich war ein Sohn der Babenbergerin Gertrud, die als Schwester von Herzog Friedrich II. dem Streitbaren nach dessen Tod Anspruch für sich beziehungsweise ihre Familie auf die Herzogtümer Österreich und Steiermark hatte. Sie hatte vorübergehend päpstliche Unterstützung und konnte sich zunächst sogar in Teilen der Steiermark für kurze Zeit gegen den böhmischen König Przemysl Ottokar II. behaupten. Es ist vielleicht kein Zufall, dass sie nach der Hinrichtung ihres Sohnes von ihm endgültig aus dem Herzogtum Steiermark vertrieben wurde. <br />
Quelle, z. B.: Bertold Sutter: Die Steiermark in Zeiten des Umbruches. Zum Kampf um die Steiermark im Interregnum und ihre Leistungen nach 1282 zur Rettung der Herrschaft des Hauses Habsburg in Österreich. In: Othmar Pickl (Hrsg.): 800 Jahre Steiermark und Österreich 1192-1992. Der Beitrag der Steiermark zu Österreichs Größe. Graz 1992, S. 97-145<br />
<br />
Zumindest bietet sich hier die Frage an, ob der König Ottokar etwas mit der Hinrichtung Konradins (oder Friedrichs) zu tun hatte?<br />
<br />
Graf Rudolf IV. von Habsburg wurde erst 1273, also einige Jahre später zum römisch-deutschen König gewählt, zum Zeitpunkt seiner Wahl war sicher noch nicht vorhersehbar, dass es ihm als König einmal mit Zustimmung der Reichsfürsten möglich sein würde, seine eigenen Söhne mit den Herzogtümer Österreich und Steiermark zu belehnen und schon gar nicht, dass die Herrschaft seiner Nachfahren über diese damaligen Herzogtümer letztlich mehr als 600 Jahre dauern würde. Interessant wäre sicher, ob er mit Blick auf das frühere Herzogtum Schwaben bereits vor 1273 vom Tod Konradins profitierte.<br />
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Es wäre sicher auch interessant, zu sehen, wer die übrigen Begleiter Konradins waren, die hingerichtet wurden und wie es um ihre Situation um 1267 bestellt war. <br />
<br />
Interessant wäre zu wissen, ob es auch prominentere Begleiter Konradins gegeben hat, die mit ihm in Gefangenschaft geraten waren, aber nicht hingerichtet wurden.</blockquote>
<br />
<br />
Das geht mir auch schon lange durch den Kopf.....<br />
ob nicht auf der Piazza Mercato etliche dynastische "Probleme gelöst wurden"<br />
Nicht hingerichtet wurde Heinrich von Kastilien, warum wissen die Quellen nicht so richtig.<br />
Die Bayern-Herzöge und Rudolf von Habsburg sind beizeiten aus dem "Unternehmen" ausgestiegen, wobei angenommen wird, dass sie allesammt Konradin von der Fortsetzung abgeraten haben. Aber - was soll ein solcher Ratschlag bei einem 15jährigen?????<br />
Es muss sich wohl weniger um die "Blüte deutscher Ritterschaft" gehandelt haben, die da gen Sizilien ziehen wollten.<br />
Wer mir von den Hingerichteten noch "persönlich bekannt" ist, wäre Wolfrad Graf von Veringen-Nellenburg.<br />
Nachkomme der Grafen von Altshausen und versippt mir Württemberg und Württ-Grüningen, man beachte das Wappen.<br />
Es scheint mir, dass dort "Piazza Mercata" ein paar dynastische Probleme Südwestdeutschlands "gelöst" wurden <br />
<br />
Wobei die Frage bleibt, wie man einen 15jährigen zu so einer Aktion verleiten kann.<br />
Da müssen andere Absichten mit dahinter gestanden haben, und keineswegs redliche.<br />
Aber, ich kenne mich da nicht weiter aus.<br />
Was meinen die Mediavisten hier?</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 18:24)</span>Aguyar schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60181#pid60181" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (20.01.2018 15:00)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60166#pid60166" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Das ist richtig. Konradin war aber nicht König von Sizilien, sondern Manfred. Da nach Konradins Tod das Herzogtum Schwaben zerfiel, stellt sich die Frage, ob dessen Feldzug gegen Karl von Anjou eine geschickt eingefädelte Polit-Intrige war, mit dem Ziel, den Staufer zu beseitigen. Nutznießer waren ja viele: Habsburg, Baden, Württemberg, Hohenzollern, Kyburg u.a.</blockquote>
<br />
Die Kyburger musst Du wegnehmen, die waren kurz zuvor ausgestorben. Ihr Erbe ging - nach einem Konflikt zwischen Habsburg und Savoyen - an die Habsburger, und zwar bereits vor dem Aufbruch Konradins nach Italien.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 20:55)</span>Sansavoir schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60182#pid60182" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Vielen Dank! für die Info. Bin davon ausgegangen, weil Rudolfs I. Mutter eine geborene Gräfin von Kyburg<br />
war, aber so schnell geht es dann halt, dass eine Familie ausstirbt.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.01.2018 22:23)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=60184#pid60184" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Manfred war als König von Sizilien ja eigentlich auch schon ein Usurpator.<br />
Man hat so ein bißchen den Eindruck, dass die Staufer mit Friedrich II. zumindest in Deutschland ziemlich abgewirtschaftet hatten.<br />
<br />
Ich stelle mal die These in den Raum, dass der Nachruhm der Staufer zu einem ganz erheblichen Teil auf das Schicksal Konradins zurückgeht.</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Verteilung fester Familiennamen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7467</link>
			<pubDate>Mon, 01 May 2017 17:35:55 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7467</guid>
			<description><![CDATA[Guten Abend liebe Forengemeinde,<br />
<br />
heute hat mal auch der Allwissende eine Frage. Wie verhielt es sich eigentlich mit der Vergabe der Familiennamen im Norddeutschen Raum? Ich habe als Mischling 1. Grades trotz Bajuwarentums einen nordischen Nachnamen welcher sich auf das Nordfriesische zurückleiten lässt. Nun endet mein Familienname in -s während es ihn auch in -sen Form gibt, spätere Änderungen sind ausgeschlossen da der Familienname bis ins Mittelalter zurückdatiert werden kann. Eine Theorie in meiner Familie lautet das die Kirch nicht zu erfreut über die -sen Namensgebung war und deshalb einige ihre Nachnamen kürzten. Wäre voll Banane wenn hier jemand sein Wissen darüber teilen könnte. <img src="images/smilies/new/lol.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Lol" title="Lol" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Guten Abend liebe Forengemeinde,<br />
<br />
heute hat mal auch der Allwissende eine Frage. Wie verhielt es sich eigentlich mit der Vergabe der Familiennamen im Norddeutschen Raum? Ich habe als Mischling 1. Grades trotz Bajuwarentums einen nordischen Nachnamen welcher sich auf das Nordfriesische zurückleiten lässt. Nun endet mein Familienname in -s während es ihn auch in -sen Form gibt, spätere Änderungen sind ausgeschlossen da der Familienname bis ins Mittelalter zurückdatiert werden kann. Eine Theorie in meiner Familie lautet das die Kirch nicht zu erfreut über die -sen Namensgebung war und deshalb einige ihre Nachnamen kürzten. Wäre voll Banane wenn hier jemand sein Wissen darüber teilen könnte. <img src="images/smilies/new/lol.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Lol" title="Lol" />]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wie deutsch sind die Schweizer?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7236</link>
			<pubDate>Tue, 11 Oct 2016 11:45:22 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7236</guid>
			<description><![CDATA[Eine schwierige Frage!<br />
<br />
Die Schweizer Eidgenossen fühlten sich bis zum Ausgang des Mittelalters dem Reich zugehörig, was allerdings nicht deckungsgleich mit einer "deutschen Identität" ist. Überhaupt sind solche Vokabeln in dieser Zeit mit Vorsicht zu genießen.<br />
<br />
Im Hochmittelalter besaßen die Fürstbischöfe von Basel, Genf und Lausanne Reichsstandschaft und waren somit auf den Reichstagen vertreten, ebenfalls die Reichsabtei St. Gallen oder die Reichsstädte Basel, Bern und Zürich. Um die Gotthardstraße für das Reich zu sichern, kaufte König Heinrich VII. 1231 den Grafen von Habsburg, dem bedeutendsten Dynastengeschlecht, die Leute von Uri ab und versprach ihnen die ewige Reichsunmittelbarkeit. 1240 erlangten die Leute von Schwyz ein ähnliches Privileg von Kaiser Friedrich II.<br />
<br />
Als 1291 die drei so genannten Waldstätte auf unbefristete Zeit im Ewigen Bund ein Landfriedensbündnis schlossen, wurde das zur Keimzelle der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Ab hier ändert sich allmählich das Verhältnis zum Reich, denn die Schweizer Reichsstädte treten ab dem 14. Jh. in das Bündnis ein, der Einfluss eines übergeordneten Reichsvogts schwindet.<br />
<br />
Im 15./16. Jh. erreichte die Eidgenossenschaft ungefähr ihren heutigen Umfang, das Verhältnis zum Reich kühlte sich immer mehr ab. Ein letzter Unterwerfungsversuch König Maximilians nach der Nichtanerkennung der Reformbeschlüsse des Wormser Reichstags von 1495 durch die Orte scheiterte im Schwabenkrieg 1499. Der Friede von Basel vom 22.9.1499 besiegelte mit dem Verzicht Maximilians auf alle Hoheitsrechte im Bundesgebiet de facto das Ausscheiden der Schweiz aus dem Reich, auch wenn es völkerrechtlich erst 1648 im Westfälischen Frieden dazu kam.<br />
<br />
Dass sich die Schweizer als "Deutsche" gefühlt hätten, scheint mir bis zum 16. Jh. eine anachronistische Sichtweise zu sein, nach der völkerrechtlichen Souveränität 1644 setzte sich die Entwicklung einer besonderen schweizerischen Identität verstärkt fort. Heute fühlen sich die Schweizer als eigene Nation mit Schweizer Identität, auch wenn Schwizerdütsch ein alemannischer Dialekt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine schwierige Frage!<br />
<br />
Die Schweizer Eidgenossen fühlten sich bis zum Ausgang des Mittelalters dem Reich zugehörig, was allerdings nicht deckungsgleich mit einer "deutschen Identität" ist. Überhaupt sind solche Vokabeln in dieser Zeit mit Vorsicht zu genießen.<br />
<br />
Im Hochmittelalter besaßen die Fürstbischöfe von Basel, Genf und Lausanne Reichsstandschaft und waren somit auf den Reichstagen vertreten, ebenfalls die Reichsabtei St. Gallen oder die Reichsstädte Basel, Bern und Zürich. Um die Gotthardstraße für das Reich zu sichern, kaufte König Heinrich VII. 1231 den Grafen von Habsburg, dem bedeutendsten Dynastengeschlecht, die Leute von Uri ab und versprach ihnen die ewige Reichsunmittelbarkeit. 1240 erlangten die Leute von Schwyz ein ähnliches Privileg von Kaiser Friedrich II.<br />
<br />
Als 1291 die drei so genannten Waldstätte auf unbefristete Zeit im Ewigen Bund ein Landfriedensbündnis schlossen, wurde das zur Keimzelle der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Ab hier ändert sich allmählich das Verhältnis zum Reich, denn die Schweizer Reichsstädte treten ab dem 14. Jh. in das Bündnis ein, der Einfluss eines übergeordneten Reichsvogts schwindet.<br />
<br />
Im 15./16. Jh. erreichte die Eidgenossenschaft ungefähr ihren heutigen Umfang, das Verhältnis zum Reich kühlte sich immer mehr ab. Ein letzter Unterwerfungsversuch König Maximilians nach der Nichtanerkennung der Reformbeschlüsse des Wormser Reichstags von 1495 durch die Orte scheiterte im Schwabenkrieg 1499. Der Friede von Basel vom 22.9.1499 besiegelte mit dem Verzicht Maximilians auf alle Hoheitsrechte im Bundesgebiet de facto das Ausscheiden der Schweiz aus dem Reich, auch wenn es völkerrechtlich erst 1648 im Westfälischen Frieden dazu kam.<br />
<br />
Dass sich die Schweizer als "Deutsche" gefühlt hätten, scheint mir bis zum 16. Jh. eine anachronistische Sichtweise zu sein, nach der völkerrechtlichen Souveränität 1644 setzte sich die Entwicklung einer besonderen schweizerischen Identität verstärkt fort. Heute fühlen sich die Schweizer als eigene Nation mit Schweizer Identität, auch wenn Schwizerdütsch ein alemannischer Dialekt ist.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Recht kurioses Rechts im Mittelalter]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7110</link>
			<pubDate>Sun, 24 Apr 2016 20:29:39 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7110</guid>
			<description><![CDATA[Hier sollten kuriose Rechtsfälle,Urteile und Rechtsbräuche  zusammengetragen werden,wie sie in den mittelalterlichen Rechtstraditionen möglich waren und  das Rechtsverständnis,was dahinter stand  soll beleuchtet werden-]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hier sollten kuriose Rechtsfälle,Urteile und Rechtsbräuche  zusammengetragen werden,wie sie in den mittelalterlichen Rechtstraditionen möglich waren und  das Rechtsverständnis,was dahinter stand  soll beleuchtet werden-]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die mechanisierte Draht-Herstellung]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6757</link>
			<pubDate>Fri, 18 Sep 2015 13:54:51 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6757</guid>
			<description><![CDATA[Die mechanisierte Drahtherstellung.<br />
In Nürnberg wurde in gezielter Forschung im beginnenden 14. Jahrhundert die mechainisierte Drathherstellung entwickelt.<br />
Das ganze gelang in der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, hervorragender Handwerker verschiecdener "Fakultäten".<br />
Es mutet recht modern an.<br />
<br />
Bei Interesse schreibe ich hier gelegentlich dazu,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die mechanisierte Drahtherstellung.<br />
In Nürnberg wurde in gezielter Forschung im beginnenden 14. Jahrhundert die mechainisierte Drathherstellung entwickelt.<br />
Das ganze gelang in der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen, hervorragender Handwerker verschiecdener "Fakultäten".<br />
Es mutet recht modern an.<br />
<br />
Bei Interesse schreibe ich hier gelegentlich dazu,]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hunger,Plagen,Flut und Pest-das fatale 14-Jahrhundert]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6722</link>
			<pubDate>Sun, 19 Jul 2015 16:43:47 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6722</guid>
			<description><![CDATA["im sechsten Jahr der Regierung von Erzbischof Heinrich von Virneburg kam zu Maria Magdalena kam eine Flut,wo im Dom einem Mann das Wasser bis zum Gürtel stand,"<br />
Diese Eintragung in einer Mainzer Chronik liess mich auf die sogenannte Magdalenenflut des Jahres 1342 stoßen,das wohl größte Flutereignis in Mitteleuropa <br />
ImJahr 1342 war der Winter war bereits sehr kalt und schneereich und als Folge davonkam es  im Februar bei plötzlichen  Tauwetter zu ersten großen Überschwemmungen (In Prag riss die Moldau die Judithbrücke .den Vorläufer der  Karlsbrücke weg ) Nach einer erneuten langen Frostperiode und einem kalten , nasser Frühljahr kam es um den 22 Juli (Magdalenentag) zu einer sogenannten VB-Wetterlage mit verheerenden Niederschlägen als deren Folge Main, Rhein, Donau, Weser und Elbe nebst ihrer Nebenflüsse anschwollen weil das Wasser nicht mehr versickern konnte.  <br />
In der Folge riss das Wasser riesige Mengen an fruchtbarem Ackerland mit: Ein Drittel der gesamten Bodenerosion der letzten 1500 Jahr, geschätzte 13 Milliarden Tonnen Boden gingen in den wenigen Tagen der Magdalenenflut verloren – mehr als ansonsten über Jahrhunderte. Im Taunus und Hunsrück z.B.  rissen die Niederschläge innerhalb von wenigen Stunden tiefe Schluchten in die Hänge, die zum Teil heute noch zu sehen sind Viele Standorte sind besonders in den unteren und mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge bis heute nicht mehr ackerbaulich nutzbar.<br />
<br />
Die Folgen waren katastrophale Missernten in den Jahren 1343-46<br />
<br />
Und bereits vor dem Ereigniss hatte es 1338 und 39 Heuschreckenplagen und 1340 eine erste kleinere Pestwelle  dowie Mißernten und Hungersnöte gegeben.<br />
<br />
Wenn man das alles zusammennimmt , dann ist wohl auch die große Pestepidemie, die ab 1347 Mitteleuropa verheerte und ein Drittel der damaligen Bevölkerung auslöschte teilweise darauf zurück zu führen, dass<br />
der Erreger auf eine ausgezehrte ,halbverhungerte Bevolkerung traf. die vermutlich auch noch durch witterungsbedingte,durch das nasskalte Klima hervorgerufene Krankheiten geschwächt war]]></description>
			<content:encoded><![CDATA["im sechsten Jahr der Regierung von Erzbischof Heinrich von Virneburg kam zu Maria Magdalena kam eine Flut,wo im Dom einem Mann das Wasser bis zum Gürtel stand,"<br />
Diese Eintragung in einer Mainzer Chronik liess mich auf die sogenannte Magdalenenflut des Jahres 1342 stoßen,das wohl größte Flutereignis in Mitteleuropa <br />
ImJahr 1342 war der Winter war bereits sehr kalt und schneereich und als Folge davonkam es  im Februar bei plötzlichen  Tauwetter zu ersten großen Überschwemmungen (In Prag riss die Moldau die Judithbrücke .den Vorläufer der  Karlsbrücke weg ) Nach einer erneuten langen Frostperiode und einem kalten , nasser Frühljahr kam es um den 22 Juli (Magdalenentag) zu einer sogenannten VB-Wetterlage mit verheerenden Niederschlägen als deren Folge Main, Rhein, Donau, Weser und Elbe nebst ihrer Nebenflüsse anschwollen weil das Wasser nicht mehr versickern konnte.  <br />
In der Folge riss das Wasser riesige Mengen an fruchtbarem Ackerland mit: Ein Drittel der gesamten Bodenerosion der letzten 1500 Jahr, geschätzte 13 Milliarden Tonnen Boden gingen in den wenigen Tagen der Magdalenenflut verloren – mehr als ansonsten über Jahrhunderte. Im Taunus und Hunsrück z.B.  rissen die Niederschläge innerhalb von wenigen Stunden tiefe Schluchten in die Hänge, die zum Teil heute noch zu sehen sind Viele Standorte sind besonders in den unteren und mittleren Höhenlagen der Mittelgebirge bis heute nicht mehr ackerbaulich nutzbar.<br />
<br />
Die Folgen waren katastrophale Missernten in den Jahren 1343-46<br />
<br />
Und bereits vor dem Ereigniss hatte es 1338 und 39 Heuschreckenplagen und 1340 eine erste kleinere Pestwelle  dowie Mißernten und Hungersnöte gegeben.<br />
<br />
Wenn man das alles zusammennimmt , dann ist wohl auch die große Pestepidemie, die ab 1347 Mitteleuropa verheerte und ein Drittel der damaligen Bevölkerung auslöschte teilweise darauf zurück zu führen, dass<br />
der Erreger auf eine ausgezehrte ,halbverhungerte Bevolkerung traf. die vermutlich auch noch durch witterungsbedingte,durch das nasskalte Klima hervorgerufene Krankheiten geschwächt war]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zur Entstehung der Pest  -  Presseschau]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6711</link>
			<pubDate>Wed, 01 Jul 2015 13:28:12 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6711</guid>
			<description><![CDATA[Halb Europa wurde im Spätmittelalter entvölkert.<br />
Wie wurde aus einem recht harmlosen Darmbakterieum der Auslöser dieser Pandemien<br />
<br />
Spiegel online<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pest-wie-der-toedliche-erreger-entstanden-ist-a-1041415.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...41415.html</a><br />
<br />
aus dem Link<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Bis heute ist die Pest nicht abschließend besiegt. Nun haben Forscher genauer untersucht, wie der tödliche Erreger entstanden ist. Wyndham Lathem und seine Kollegen von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago haben die Fähigkeiten verschiedener Erregerstämme verglichen, die Krankheit auszulösen.<br />
<br />
Ausgangspunkt war das Darmbakterium Yersinia pseudotuberculosis, das Krankheiten im Verdauungstrakt verursachen kann, ohne einem Säugetier oder dem Menschen wirklich gefährlich zu werden. Aus ihm hat sich das Bakterium Yersinia pestis entwickelt - der Auslöser der lebensgefährlichen Pest. </blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Halb Europa wurde im Spätmittelalter entvölkert.<br />
Wie wurde aus einem recht harmlosen Darmbakterieum der Auslöser dieser Pandemien<br />
<br />
Spiegel online<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/pest-wie-der-toedliche-erreger-entstanden-ist-a-1041415.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur...41415.html</a><br />
<br />
aus dem Link<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Bis heute ist die Pest nicht abschließend besiegt. Nun haben Forscher genauer untersucht, wie der tödliche Erreger entstanden ist. Wyndham Lathem und seine Kollegen von der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago haben die Fähigkeiten verschiedener Erregerstämme verglichen, die Krankheit auszulösen.<br />
<br />
Ausgangspunkt war das Darmbakterium Yersinia pseudotuberculosis, das Krankheiten im Verdauungstrakt verursachen kann, ohne einem Säugetier oder dem Menschen wirklich gefährlich zu werden. Aus ihm hat sich das Bakterium Yersinia pestis entwickelt - der Auslöser der lebensgefährlichen Pest. </blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Isotopenanalyse Richard III. - Presseschau]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6472</link>
			<pubDate>Tue, 19 Aug 2014 12:48:51 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6472</guid>
			<description><![CDATA[Der englische König Richard III. war ausweislich der Isotopenanalyse ein Freund königlicher Getränke. <img src="images/smilies/shy.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Shy" title="Shy" /><br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/isotopenanalyse-verraet-richards-iii-weinkonsum-a-986834.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...86834.html</a><br />
<br />
Frau Dr. Angelika Franz auf Spiegel Online<br />
<br />
Ausriss:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Besonders verräterisch sind die Sauerstoffisotope aus den letzten Jahren seines Lebens. Da die höheren Werte nicht mit einem Umzug in eine andere Gegen erklärt werden können, bleibt noch eine andere Möglichkeit: Die Verhältnisse der Sauerstoffisotope in der untersuchten Rippe sind charakteristisch für den Konsum großer Mengen von Wein.</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der englische König Richard III. war ausweislich der Isotopenanalyse ein Freund königlicher Getränke. <img src="images/smilies/shy.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Shy" title="Shy" /><br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/isotopenanalyse-verraet-richards-iii-weinkonsum-a-986834.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...86834.html</a><br />
<br />
Frau Dr. Angelika Franz auf Spiegel Online<br />
<br />
Ausriss:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Besonders verräterisch sind die Sauerstoffisotope aus den letzten Jahren seines Lebens. Da die höheren Werte nicht mit einem Umzug in eine andere Gegen erklärt werden können, bleibt noch eine andere Möglichkeit: Die Verhältnisse der Sauerstoffisotope in der untersuchten Rippe sind charakteristisch für den Konsum großer Mengen von Wein.</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wetzrillen,Pestrillen, Schleifrillen- was ist das an mittelalterlichen Bauwerken]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6394</link>
			<pubDate>Sun, 18 May 2014 21:43:29 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6394</guid>
			<description><![CDATA[Als ich zum ersten Mal auf das Thema gestoßen bin,  glaubte ich es handle sich um natürliche Verwitterungsspuren. Doch jetzt bin ich im Mainzer Dom ebenfalls auf das Phänomen gestoßen.Im hiesigen Dom befinden sich tatsächlich Wetzrillen /Pestrillen und zwar nicht außen am Bauwerk sondern innen und zwar an einer SEHR VERSTECKTEN Säule im ältesten Teil des Doms am Zugang zur Ostkrypta in der der Schrein der Mainzer Märtyrer aufbewahrt wird.Gleichzeitig liegt die Stelle unweit des Eingangsportals Die Säule steht in dem bis 1036 erbauten Teil,könnte aber auch noch aus dem ersten Dombau (975-1009) stammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Als ich zum ersten Mal auf das Thema gestoßen bin,  glaubte ich es handle sich um natürliche Verwitterungsspuren. Doch jetzt bin ich im Mainzer Dom ebenfalls auf das Phänomen gestoßen.Im hiesigen Dom befinden sich tatsächlich Wetzrillen /Pestrillen und zwar nicht außen am Bauwerk sondern innen und zwar an einer SEHR VERSTECKTEN Säule im ältesten Teil des Doms am Zugang zur Ostkrypta in der der Schrein der Mainzer Märtyrer aufbewahrt wird.Gleichzeitig liegt die Stelle unweit des Eingangsportals Die Säule steht in dem bis 1036 erbauten Teil,könnte aber auch noch aus dem ersten Dombau (975-1009) stammen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kreke - slawische Wörter im Deutschen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6061</link>
			<pubDate>Sat, 08 Feb 2014 18:59:18 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6061</guid>
			<description><![CDATA[Servus!<br />
Kennt jemand der norddeutschen Forumsmitglieder die Kreke?<br />
Ist wohl eine primitive Pflaumenart, die v.a. in den slawisch besiedelten Regionen Mecklenburgs verbreitet ist - oder war, denn anscheinend ist sie am Aussterben, nur noch alte Bäume sollen in Bauerngärten herumstehen.<br />
<br />
Ich hab nun gelesen (im aktuellen Band der Zeitschrift des Vereins ARKUM - Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V.), dass die Kreke auch noch im nördlichen Schwarzmeerbereich gefunden wurde und daher davon ausgegangen wird, dass diese Pflaumenart durch slawische Siedler in den Norden des heutigen Deutschland gelangt ist. Offenbar ist das eine Sorte, die wissenschaftlich noch gar nicht richtig erfasst ist!<br />
Was mich nun - abgesehen von der Frage, was ihr von der Theorie haltet, wie die Kreke nach Mecklenburg gekommen sit - interessiert: In dem Artikel ist davon die Rede, dass der Name "Kreke" vom niederdeutschen Wort für "klein" abgeleitet sei.<br />
Ist es ausgeschlossen, dass der Name so etwas wie "Griechen(pflaume)" bedeutet? Das Wort "Grieche" wurde im Mittelalter oft auch als "Krieche" geschrieben. Von "Krieche" zu "Kreke" ist es m.E. kein weiter Weg....und am Nordrand des Schwarzen Meeres lebten lange Zeit viele Griechen, als im frühen Mittelalter auch die Slawen in diese Gegend kamen, sind sie auf Byzantiner bzw. Griechen gestoßen. Wenn diese Slawen die damals dort wachsenden Pflaumen mitgenommen hätten und sie bis Norddeutschland gebracht hätten (bzw. die Kerne, die Früchte dürften kaum so lange gehalten haben), wäre es doch denkbar, dass die mecklenburger Slawen diese Früchte als "griechische Pflaumen" bezeichneten, im Unterschied zu den "klassischen" Pflaumen, die die ostfränkisch/deutschen Siedler hatten und die schon weiter gezüchtet waren.<br />
<br />
VG<br />
Christian]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Servus!<br />
Kennt jemand der norddeutschen Forumsmitglieder die Kreke?<br />
Ist wohl eine primitive Pflaumenart, die v.a. in den slawisch besiedelten Regionen Mecklenburgs verbreitet ist - oder war, denn anscheinend ist sie am Aussterben, nur noch alte Bäume sollen in Bauerngärten herumstehen.<br />
<br />
Ich hab nun gelesen (im aktuellen Band der Zeitschrift des Vereins ARKUM - Arbeitskreis für historische Kulturlandschaftsforschung in Mitteleuropa e.V.), dass die Kreke auch noch im nördlichen Schwarzmeerbereich gefunden wurde und daher davon ausgegangen wird, dass diese Pflaumenart durch slawische Siedler in den Norden des heutigen Deutschland gelangt ist. Offenbar ist das eine Sorte, die wissenschaftlich noch gar nicht richtig erfasst ist!<br />
Was mich nun - abgesehen von der Frage, was ihr von der Theorie haltet, wie die Kreke nach Mecklenburg gekommen sit - interessiert: In dem Artikel ist davon die Rede, dass der Name "Kreke" vom niederdeutschen Wort für "klein" abgeleitet sei.<br />
Ist es ausgeschlossen, dass der Name so etwas wie "Griechen(pflaume)" bedeutet? Das Wort "Grieche" wurde im Mittelalter oft auch als "Krieche" geschrieben. Von "Krieche" zu "Kreke" ist es m.E. kein weiter Weg....und am Nordrand des Schwarzen Meeres lebten lange Zeit viele Griechen, als im frühen Mittelalter auch die Slawen in diese Gegend kamen, sind sie auf Byzantiner bzw. Griechen gestoßen. Wenn diese Slawen die damals dort wachsenden Pflaumen mitgenommen hätten und sie bis Norddeutschland gebracht hätten (bzw. die Kerne, die Früchte dürften kaum so lange gehalten haben), wäre es doch denkbar, dass die mecklenburger Slawen diese Früchte als "griechische Pflaumen" bezeichneten, im Unterschied zu den "klassischen" Pflaumen, die die ostfränkisch/deutschen Siedler hatten und die schon weiter gezüchtet waren.<br />
<br />
VG<br />
Christian]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[römische & germanische Traditionen im Mittelalter]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5556</link>
			<pubDate>Tue, 10 Sep 2013 18:58:28 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5556</guid>
			<description><![CDATA[Hallo,<br />
<br />
ich hab mich letztens mit einem Kumpel, der ein wenig mehr Ahnung von Geschichte hat als ich, übers Mittelalter unterhalten. Dabei kamen wir darauf, dass das Mittelalter ja hauptsächlich ein Mischmasch, aus römischer und germanischer Kultur war, gemeinsam vereint unter der "Käseglocke" des Christentums...<br />
<br />
Wir haben dann beide festgestellt, dass von der römischen Kultur nach 500 n. Chr. nur wenig übriggeblieben ist. Außer einen Bruchteil des architektonischen Könnens der Antike und einige wenige Erfindungen, wie z. B. die Herstellung von Glas oder besseren Waffen blieb eigentlich nicht viel, oder? Zumindest was Kleidung, Benimmregeln und "Politik" betraf, war das Mittelalter doch eher eine "Weiterentwicklung" von germanischen Traditionen, oder?<br />
<br />
Wie gesagt, weder ich noch mein Kumpel sind Historiker oder kennen uns wirklich gut in der Materie aus... Deshalb wollte ich euch fragen, ob mir vielleicht jemand eine Webseite oder ein Buch empfehlen kann, dass sich nicht wie die meisten Geschichtsbücher, mit Königen, Kriegen und Schlachten, sondern eher mit der "Alltagskultur" des Mittelalters befasst!<br />
<br />
Natürlich wäre ich auch sehr dankbar, wenn mir jemand direkt eine Antwort darauf geben könnte, was im Mittelalter eher aus römischer oder aus germanischer Tradition stammt, aber das ist bestimmt zu spezifisch und ich habe ja auch keinen Zeitdruck...<br />
<br />
Vielen Dank für jede hilfreiche Antwort!<br />
<br />
lg<br />
........ vito]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo,<br />
<br />
ich hab mich letztens mit einem Kumpel, der ein wenig mehr Ahnung von Geschichte hat als ich, übers Mittelalter unterhalten. Dabei kamen wir darauf, dass das Mittelalter ja hauptsächlich ein Mischmasch, aus römischer und germanischer Kultur war, gemeinsam vereint unter der "Käseglocke" des Christentums...<br />
<br />
Wir haben dann beide festgestellt, dass von der römischen Kultur nach 500 n. Chr. nur wenig übriggeblieben ist. Außer einen Bruchteil des architektonischen Könnens der Antike und einige wenige Erfindungen, wie z. B. die Herstellung von Glas oder besseren Waffen blieb eigentlich nicht viel, oder? Zumindest was Kleidung, Benimmregeln und "Politik" betraf, war das Mittelalter doch eher eine "Weiterentwicklung" von germanischen Traditionen, oder?<br />
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Wie gesagt, weder ich noch mein Kumpel sind Historiker oder kennen uns wirklich gut in der Materie aus... Deshalb wollte ich euch fragen, ob mir vielleicht jemand eine Webseite oder ein Buch empfehlen kann, dass sich nicht wie die meisten Geschichtsbücher, mit Königen, Kriegen und Schlachten, sondern eher mit der "Alltagskultur" des Mittelalters befasst!<br />
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Natürlich wäre ich auch sehr dankbar, wenn mir jemand direkt eine Antwort darauf geben könnte, was im Mittelalter eher aus römischer oder aus germanischer Tradition stammt, aber das ist bestimmt zu spezifisch und ich habe ja auch keinen Zeitdruck...<br />
<br />
Vielen Dank für jede hilfreiche Antwort!<br />
<br />
lg<br />
........ vito]]></content:encoded>
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