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Kindheit und Jugend im Wandel:
12.11.2012, 21:23
Beitrag: #1
Kindheit und Jugend im Wandel:
Möchte hier mal ein aktuelleres Thema, das Jugend und Kindheit betrifft aufmachen. Ich zumindest finde man kann in den letzen Jahren und Jahrzehnten hier in einigen Bereichen einen Wandel feststellen.

Möchte daher einmal folgende Fragen stellen:

-Wo und wie hat sich die Kindheit und auch die Jugend in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert?
-Was sind eurer Meinung nach die Gründe, was die Folgen?
-Was blieb gleich?

Und noch ein Ausblick in die Zukunft:

-Wohin denkt ihr wird sich die Zukunft der Jugend hin entwickeln?

Gebe zu ein breit gefächertes Thema, wo viel hineinpasst, über Freizeitgestalltung, Erziehung, Bildung, Einstellungen und vieles mehr kann es hier gehen. Denke es ist ein Thema mit viel Dikussionspotential.

Freue mich schon auf eine interessante Diskussion zu diesem Thema.
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12.11.2012, 23:46
Beitrag: #2
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Wo und wie hat sich die Kindheit und auch die Jugend in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert?

Schon wenn ich nur die letzten 30 Jahre betrachte, sehe ich mehrere Trends. Vergliche man Kindheiten der 50/60 mit den 80/90 und dann mit heute, wären die Veränderungen noch extremer.
Heute habe ich den Eindruck, dass Kinder so etwas wie eine "aussterbende Art" sind, die in eigenen Reservaten gehalten und geschützt werden. Sie treten im täglichen Leben in der Umwelt von kinderlosen Berufstätigen fast nicht mehr in Erscheinung.
Das zumindest war in den 80ern noch anders. Da gab es einfach noch ein paar mehr Kinder, manchmal sah man ältere Kinder sogar noch unbeaufsichtigt auf Spielplätzen und auf Straßen.
Sad Heute muß man wahrscheinlich in "Unterschichtstadtteile" gehen, um sie in "freier Wildbahn" zu beobachten.Big Grin
Das klingt grauslich zynisch, entspricht aber leider meiner Wahrnehmung. In meiner Stadt wurden einige Spielplätze schon ergänzt um Seniorentrimmdich-Geräte.



(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Was sind eurer Meinung nach die Gründe, was die Folgen?
Die voll berufstätige Mittelschicht kriegt Kinder nur sehr schwer in ihren Alltag integriert, mit Stress, Wohlstandseinbußen und viel Organisation. Immer häufiger verzichten sie ganz oder verpassen den richtigen Zeitpunkt, weil ihre Lebensverhältnisse unsicher sind und sie ständig flexibel sein müssen.
Wenn sie Kinder haben, müssen diese genauso nach Zeitplan funktionieren wie die Eltern. So jedenfalls mein Eindruck, wenn ich diese tollen Familienterminkalender sehe, wo die diversen Nachmittagsaktivitäten verwaltet werden.
Ich weiß gar nicht, ob es heute noch Kinder gibt, die nach Mittagessen und Hausaufgaben sagen: "Ich geh´jetzt raus spielen" und dann wissen die Eltern bis zum Abendessen nicht, was sie so treiben und wo sie sind.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Was blieb gleich?

Ganz schwere Frage, vielleicht so einfache Dinge, wie Laterne gehen im November.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  Und noch ein Ausblick in die Zukunft:

-Wohin denkt ihr wird sich die Zukunft der Jugend hin entwickeln?
Ich befürchte, die Kindheiten werden sich noch weiter voneinander entfernen. Den verplanten, überbehüteten und wohlhabenden Kindern auf der einen Seite stehen überrobuste Straßenkinder gegenüber, die sich wahrscheinlich immer seltener in den Schulen treffen werden. Gewöhnliche, mittlere Kindheiten mit ausreichender Fürsorge und einem altersgerechten Stück Freiheit werden noch seltener werden.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  Gebe zu ein breit gefächertes Thema, wo viel hineinpasst, über Freizeitgestalltung, Erziehung, Bildung, Einstellungen und vieles mehr kann es hier gehen. Denke es ist ein Thema mit viel Dikussionspotential.

Das Thema ist in der Tat sehr breit, erstmal habe ich nur geschrieben, was mir spontan einfiel. Gerade eben fällt mir noch die Mobilfunktechnik und das I-net ein, zwei Entwicklungen der letzten 20 Jahre, die sich extrem auf die Kindheit ausgewirkt haben.
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14.11.2012, 10:31
Beitrag: #3
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Wo und wie hat sich die Kindheit und auch die Jugend in den letzten Jahren und Jahrzehnten verändert?
Es gibt immer weniger Kinder und Jugendliche. D.h. viele Kinder wachsen ohne Geschwister auf. Außerdem ist es so, dass die Kinder entweder ihre Freizeit nur passiv vor Fernseher oder PC verbringen oder eben ins andere Extrem fallen und einen knapp organisierten Alltag haben. Da wird Montag in die AG X gegangen, Dienstag gehts zum Sport im Verein Y, Mittwoch zur Musikschule, Donnerstag auf den Reiterhof usw., Mal spontan irgendwo Fußball spielen ist nicht mehr drin. Um dies alles zu managen, sind Eltern auf die Hilfe von Großeltern, Onkels, Tanten usw. angewiesen.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Was sind eurer Meinung nach die Gründe, was die Folgen?
1. Familienplanung ist heute besser möglich. Deswegen gibt es in vielen Mittelschichtsfamilien kaum mehr als zwei Kinder.

2. Eltern stehen unter Leistungsstress. Das führt dazu, dass sich um die Kinder wenig gekümmert wird oder die Kinder so eingespannt werden, dass sie abends völlig erschöpft sind. Wie das bei den einzelnen Familien abläuft, ist vom Geldbeutel abhängig.

3. Kinder und Jugendliche sind als Konsumenten ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor. Markenbewusstsein und Konkurrenzdenken werden früh geprägt.

4. Ebenso haben viele Kinder in den Grundschulen den Druck, die Zulassung zum Gymnasium zu schaffen. Viele Aufgaben sind ohne Hilfe von Erwachsenen nicht zu bewältigen. Wer da keine Unterstützung bekommt, hat eben Pech gehabt. Lehrern ist es egal ob der Opa den Vortrag vorbereitet hat oder das Kind selbst.

5. Klingt Böse, aber die Folgen sind: Viele Kinder haben psychische Störungen, die medikamentös behandelt werden. Lehrer werden beauftragt, die Einnahme irgendwelcher Pillen zu kontrollieren. Und wenn man Lehrer oder Eltern so reden hört, scheint die Hälfte der Kinder an ADHS zu leiden.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Was blieb gleich?
Die endlosen Fragen, was aus der Jugend mal werden soll.

(12.11.2012 21:23)WDPG schrieb:  -Wohin denkt ihr wird sich die Zukunft der Jugend hin entwickeln?
Die Jugend wird keine geschlossene Gesellschaftsgruppe bleiben. Ist sie schon seit langem nicht mehr. Es werden aber noch mehr Subkulturen entstehen, die sich strikt voneinander abgrenzen. Und die materiell verwöhnten Kinder der Mittelschicht werden wohl kaum noch mit Straßenkids kommunizieren und umgedreht wird es auch so sein.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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14.11.2012, 16:16
Beitrag: #4
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
Sansavoir und Renegat haben bereits ganz wesentliche Punkte angeführt. Von mir noch ein wenig zur Ergänzung.

Erstens gibt es DIE Jugend nicht, hat es nie gegeben und wird es nie geben. Es gibt Kinder und Jugendliche, jeder von ihnen mit einer eigenen Persönlichkeit und mit ganz individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten oder Hemmnissen.

Zweitens haben sich Erziehungsgrundsätze in den letzten Jahrzehnten maßgeblich gewandelt. Zwischen der Zeit, in der die Kinder körperlich gezüchtigt wurden und ihre Eltern zu siezen hatten, bis hin zur antiautoritären bzw. laissez-fair-"Erziehung" liegt nicht mal ein ganzes Menschenalter.
Ohne die rigiden, strengen Erziehungsmethoden befürworten zu wollen, kommt man aber dennoch nicht daran vorbei, die teilweise katastrophalen Folgen der Laissez-fair zu bemerken. Letztlich wurde eine ganze Generation erziehungsunfähiger Eltern geschaffen, deren eigene Nachkommen sich in einer immer komplizierteren und schnelllebigen Zeit zurechtfinden müssen, entweder völlig auf sich alleine gestellt, ohne Unterstützung und Rückhalt, oder überbehütet und einem egozentrischen Weltbild verhaftet. Wichtige soziale Werte werden und wurden nicht vermittelt.

Zur Frage, was gleich blieb:
Das Bild, das die reifere Generation von der Jugend hat und umgekehrt.
"DIE Jugend" war nach Meinung "DER Älteren" schon immer verdorben und unnütz, alles nur Taugenichtse und Faulenzer.... Wink
DIE Alten waren umgekehrt schon immer Spaßbremsen und Spießer.

Ebenfalls unverändert ist die Tatsache, dass DIE Jugend schon immer besser war, als ihr Ruf.

nicht ärgern, nur wundern...
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15.11.2012, 11:54
Beitrag: #5
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
Das Hauptproblem der heutigen Kindheit- und Jugend besteht meiner Meinung nach vor allem darin, daß sie von allen Seiten unter Beobachtung steht.

Kinder sind nicht mehr einfach Kinder, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, sondern Kinder - je nach Beobachtergruppe- die zukünftigen Rentenbeitragszahler, die Zukünftigen Arbeitnehmer, die zukünftigen Konsumenten.
Für ihre Eltern sind Kinder auch oft entweder Statussymbole oder sollen die Leere im Leben der Eltern füllen oder den Erfolg haben, der den Eltern aus irgendwelchen Gründen versagt blieb.

Von daher stehen Kinder vom Tage ihrer Geburt an unter Beobachtung. Sie müssen sich optimal entwickeln, ihre Potentiale entfalten und natürlich darf kein wesentliches Zeitfenster verpaßt werden, denn die Kinder müssen ja von allen Seiten her "optimiert" werden. Durch die Eltern, durch die Kitas, durch die Schulen etc. Überall, wo scheinbare Defizite erkannt werden, sind auch ganz schnell die zur Stelle, die an der Beseitigung der Defizite verdienen.

Ich bin froh, daß ich heute kein Kind mehr bin. Wieviele Stunden habe ich mich als Kind im Wald herumgedrückt, bei dem vergeblichen Versuch, aus Zweigen Baumhäuser zu bauen? Irgendwelche anderen Kinder waren da auch immer, nie die gleichen, ohne daß man sich verabredet hat...

Man stelle sich das heute mal vor. Heute würden am Waldrand mindestens drei Mütter stehen, die ihre Kinder bobachten. Und sie würden natürlich ständig eingreifen.
Ach quatsch. Die Kinder würden ja erst gar nicht in den Wald gehen, ich vergaß... G8. Zwergenjudo. Frühenglisch.

Das Ergebnis einer kompletten gesellschaftlichen Fehlentwicklung... Nicht nur Schuld der Eltern. Denn die stehen schließlich auch von allen Seiten unter Druck- sie müssen Kinder abliefern- beim zukünftigen Arbeitgeber, als Leistungsträger, Als Rentenzahler, als brave Konsumenten- die allen Anforderungen gerecht werden. Ansonsten haben sie nämlich versagt und es nicht gut gemacht.
Ob die Rahmenbedingungen dafür stimmen, fragt allerdings kein Schwein...


Aber nicht alles ist heute sehr viel schlechter. Was ich besser finde, ist, daß heute nicht mehr der "Zwang" besteht, daß der Sohn das Gewerbe des Vaters lernen muss... Und natürlich, daß Mädchen nicht mehr zwangsläufig auf das hausfrauendasein vorbereitet werden...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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15.11.2012, 12:49
Beitrag: #6
Rückgang der Spielflächen:
Ich schließe mich der Meinung von Renegat und Sansavoir an, das die Kindheit heute sehr stark an Lockerheit verloren hat. Eigentlich schade denn gerade in der Kindheit sollte diese noch da sein.

Da mein Eindruck sehr stark in diese Richtung geht möchte ein kurzes Beispiel bringen: Meinen Eindruck von der Veränderung der Spielflächen.

Ich bin 27 Jahre alt. Von Erzählungen der Generation meiner Eltern und auch den Generationen davor, habe ich den Eindruck als wäre vor allem die umliegende Natur und das was sie jeweils so bietet die Gegend gewesen in der man sich mit altersgenossen getroffen hat und miteinander gespielt hat. Damals, so mein Eindruck, war noch nicht dafür gesorgt das da ja alles sicher war und ja niemand einen blauen fleck beim Spiel abbekam.

Das die Natur bzw. freigehaltenen Flächen in den letzten Jahren weniger geworden sind kann ich stark nachvollziehen, wenn ich an den Ort in dem ich aufgewachsen bin beobachte, bzw. ich mich zurückerinnere. Früher hatten wir noch 2 Schlittenberge, auf einem steht mittlerweile ein Wohnhaus, das andere wird kaum noch zum Schlittenfahren verwendet (was man so hört ist auch der Besitzer des Grundes dort nicht so begeistert von schlittenfahrenden Kindern). Schon zu meiner Zeit als Kind konnte ich beobachten wie die Spielfläche zurückging, als Ersatz so mein Eindruck dienten damals extrem große Spielplätze mit allem drum und dran, denn diese schossen in den 90ern nur so aus dem Boden, nicht nur in meinem damaligen Heimatort sondern überall in Österreich.

Ich wuchs in einer Wohnsiedlung mit einem sehr großen Hof auf, mit einem Fußballplatz in der Mitte und mit einem der besagten gigantischen Spielplätzen. Damals weiß ich noch war mir der unsrige nicht mal groß genug, da gabs spektakuläreres. Wir nutzen dennoch vieles als Spielfläche, oft war es gar nicht so recht, wenn wir in den vorhandenen Büchschen und Bäumen eine Lager bauten usw. das bekamen wir schon damals zu spühren.

Heute hat sich die Entwicklung noch viel weiter verstärkt, so mein Eindruck. Irgendwann kamen bei den Spielplätzen die Sicherheitsbedenken, sie wurden sicherer, kleiner und wohl auch kostengünstiger (auch der auf den ich damals gespiel hatte, da ist statt einer großen Kletterkonstruktion heute nur noch eine Schaukel und eine Rutsche mit einer Sandfläche). Die Kinder die in den Höfen spielen wurden gleichzeitig weniger. Angst es könnte sich jemand was tun, Ganztagseinrichtungen die oft vorhanden sein müssen und auch die Verbauung der Gegend sind nur ein paar Faktoren die dafür sorgten das die Spielflächen kleiner wurden und werden. Der Trend, so habe ich das Gefühl geht in Richtung „Weniger Natur, mehr Sicherheit – weg vom Spielplatz, hinein in Kinderbetreuungseinrichtungen und betreute Aktivitäten.

Ich vermute der Trend wird leider auch in Zukunft weitergehen, fürchte auch er ist nicht das Beste für die Entwicklung der betroffenen Kinder. Denn vor allem eine gewisse Selbstständigkeit bezogen auf die Gabe sich selbstständig in der Freizeit beschäftigen zu können geht hier dann doch irgendwie verloren.
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15.11.2012, 12:57
Beitrag: #7
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 12:49)WDPG schrieb:  Ich schließe mich der Meinung von Renegat und Sansavoir an, das die Kindheit heute sehr stark an Lockerheit verloren hat. Eigentlich schade denn gerade in der Kindheit sollte diese noch da sein.

Auch mein Eindruck geht in diese Richtung und ich möchte ein kurzes Beispiel bringen: Meinen Eindruck von der Veränderung der Spielflächen.

Ich bin 27 Jahre alt. Von Erzählungen der Generation meiner Ältern und auch den Generationen davor, habe ich den Eindruck als wäre vor allem die Umliegende Natur und das was sie jeweils so bietet die Gegend gewesen in der man sich mit altersgenossen getroffen hat und miteinander gespielt hat. Damals, so mein Eindruck, war noch nicht dafür gesorgt das da ja alles sicher war und ja niemand einen blauen fleck beim Spiel abbekam.

Das die Natur bzw. freigehaltenen Flächen in den letzten Jahren weniger geworden sind kann ich stark nachvollziehen, wenn ich an den Ort in dem ich aufgewachsen bin beobachte, bzw. ich mich zurückerinnere. Früher hatten wir noch 2 Schlittenberge, auf einem steht mittlerweile ein Wohnhaus, das andere wird kaum noch zum Schlittenfahren verwendet (was man so hört ist auch der Besitzer des Grundes dort nicht so begeistert von Schlittenfahrenden Kindern). Schon zu meiner Zeit als Kind konnte ich beobachten wie die Spielfläche zurückging, als Ersatz so mein Eindruck dienten damals extrem große Spielplätze mit allem drum und dran, denn diese schossen in den 90ern nur so heraus, nicht nur in meinem damaligen Heimatort sondern überall in Österreich.

Ich wuchs in einer Wohnsiedlung mit einem sehr großen Hof auf, mit einem Fußballplatz in der Mitte und mit einem der besagten gigantischen Spielplätzen. Damals weiß ich noch war mir der unsrige nicht mal groß genug, da gabs spektakuläreres. Wir nutzen dennoch vieles als Spielfläche, oft war es gar nicht so recht, wenn wir in den vorhandenen Büchschen und Bäumen eine Lager bauten usw. das bekamen wir schon damals zu spühren.

Heute hat sich die Entwicklung noch viel weiter verstärkt, so mein Eindruck. Irgendwann kamen bei den Spielplätzen die Sicherheitsbedenken, sie wurden sicherer, kleiner und wohl auch kostengünstiger. Die Kinder die in den Höfen spielen wurden gleichzeitig weniger. Angst es könnte sich jemand was tun, Ganztagseinrichtungen die oft vorhanden sein müssen und auch die Verbauung der Gegend sind nur ein paar Faktoren die dafür sorgten das die Spielflächen kleiner wurden und werden. Der Trend, so habe ich das Gefühl geht in Richtung „Weniger Natur, mehr Sicherheit – weg vom Spielplatz, hinein in Kinderbetreuungseinrichtungen und betreute Aktivitäten.

Ich vermute der Trend wird leider auch in Zukunft weitergehen, fürchte auch er ist nicht das Beste für die Entwicklung der betroffenen Kinder.

Das ist er auf jeden fall nicht- und man darf sich auch gerne fragen, inwieweit das die steigende Anzahl von ADHS- Fällen begründet. Ich sehe da einen Zusammenhang, ebenso wie in der Zunahme der Gewalt unter Jugendlichen.

Es gibt einen Pädagogen, der als Ursache der zunehmenen Aggrssivität und Unruhe von Kindern und Jugendlichen vor allem nicht ausgelebte Bewegungsenergie sieht, und nach allem, was ich so die letzten Jahre erlebt habe, neige ich dazu, ihm zuzustimmen.

Es fehlen die unbeobachteten Frei- und Bewegungsräume für Kinder, sowohl, das den Raum als auch was die Zeit angeht.

Wir haben wohl viel zu sehr Angst, daß Kinder sich falsch entwickeln können oder ihnen etwas zustößt, wenn wir nicht alles haargenau überwachen können...

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Volker Pispers
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15.11.2012, 13:00
Beitrag: #8
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(15.11.2012 11:54)Bunbury schrieb:  Man stelle sich das heute mal vor. Heute würden am Waldrand mindestens drei Mütter stehen, die ihre Kinder bobachten. Und sie würden natürlich ständig eingreifen.
Ach quatsch. Die Kinder würden ja erst gar nicht in den Wald gehen, ich vergaß... G8. Zwergenjudo. Frühenglisch.

Ich vermute das sie schon in den Wald gehen würde, aber eben im Zuge eines "geführten und gut beobachteten Waldspatziergangs mit irgendeiner Betreuungsperson" so das ja nichts passiert.

Was da eben übersehen wird, da wird der Wald präsentiert wie im Museum, aber nicht wirklich erlebt.
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15.11.2012, 13:10
Beitrag: #9
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
Ja, das ist so. Kinder bekommeen den Wald als etwas schützenswertes präsentiert, in dem sie sich vorsichtig bewegen müssen, damit sie nichts kaputt machen. Das verwehrt ihnen aber wichtige Sinneserfahrungen.
Den Fehler habe ich am Anfang auch gemacht, bis ich irgendwann mal Rundgägnge mit dem Förster gemacht habe. Das hat mich dann doch recht heftig mit der Beschränkheit dieser Ansichten konfrontiert.
Lediglich im Frühjahr sollte man etwas vorsichtiger sein und sich nicht ständig querwaldein bewegen, aber ansonsten ist das eigentlich kein Problem.. Ansonsten gilt es, die Kinder laufen zu lassen...

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15.11.2012, 13:35
Beitrag: #10
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 12:57)Bunbury schrieb:  Es gibt einen Pädagogen, der als Ursache der zunehmenen Aggrssivität und Unruhe von Kindern und Jugendlichen vor allem nicht ausgelebte Bewegungsenergie sieht, und nach allem, was ich so die letzten Jahre erlebt habe, neige ich dazu, ihm zuzustimmen.

Was sagt die Politik dann, als Reaktion (übrigens nicht nur die sondern auch die Medien): Wir brauchen das "Wundermittel tägliche Turnstunde".

Ich denke mir da oft, alles schön und gut, aber es ist doch nicht wirklich das selbe ob ich irgendwo in einem Turnsaal laufe, weil der Lehrer es sagt, oder ob ich Stunden lang bei Räuber und Gendarmspielen herumrenne.
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15.11.2012, 14:27
Beitrag: #11
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 13:35)WDPG schrieb:  
(15.11.2012 12:57)Bunbury schrieb:  Es gibt einen Pädagogen, der als Ursache der zunehmenen Aggrssivität und Unruhe von Kindern und Jugendlichen vor allem nicht ausgelebte Bewegungsenergie sieht, und nach allem, was ich so die letzten Jahre erlebt habe, neige ich dazu, ihm zuzustimmen.

Was sagt die Politik dann, als Reaktion (übrigens nicht nur die sondern auch die Medien): Wir brauchen das "Wundermittel tägliche Turnstunde".

Ich denke mir da oft, alles schön und gut, aber es ist doch nicht wirklich das selbe ob ich irgendwo in einem Turnsaal laufe, weil der Lehrer es sagt, oder ob ich Stunden lang bei Räuber und Gendarmspielen herumrenne.
Es ist ja nicht nur die Bewegungsenergie, die natürlich auch, da habt ihr recht. ADHS und andere psychische Störungen sind auf dem Vormarsch, nicht nur bei Kindern. Da ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten in unserer Gesellschaft, bei den Kindern als den Schwächsten sieht man es zuerst.
Ich habe dieses "immer funktionieren müssen" in Verdacht, bin aber sehr unsicher, weil funktionieren mußten die Menschen früher auch, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die älteren Kinder mußten sogar im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ran. In ärmeren Ländern haben Kinder auch heute noch ihre täglichen Pflichten und sind damit viel mehr eingebunden in die Welt der Erwachsenen.
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15.11.2012, 14:52
Beitrag: #12
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 14:27)Renegat schrieb:  Es ist ja nicht nur die Bewegungsenergie, die natürlich auch, da habt ihr recht. ADHS und andere psychische Störungen sind auf dem Vormarsch, nicht nur bei Kindern. Da ist etwas aus dem Gleichgewicht geraten in unserer Gesellschaft, bei den Kindern als den Schwächsten sieht man es zuerst.
Ich habe dieses "immer funktionieren müssen" in Verdacht, bin aber sehr unsicher, weil funktionieren mußten die Menschen früher auch, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Die älteren Kinder mußten sogar im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit ran. In ärmeren Ländern haben Kinder auch heute noch ihre täglichen Pflichten und sind damit viel mehr eingebunden in die Welt der Erwachsenen.

Oh, weih, ob das nicht vielleicht dann doch viel zu weit weg führt vom eigentlichen Thread?

Ich probiere es trotzdem. Lassen wir das "Funktionieren müssen" mal eben außen vor, denn darüber läßt sich im Rahmen der heutigen Gesellschaft trefflich streiten, gehört aber nicht hierher.

Ich stelle mal wieder eine These auf, die wieder mal umstritten sein dürfte (und die ich natürlich nicht alleine entwickelt, sondern zum Großteil abgekupfert habe).
Ich glaube, fast alle Probleme im Bereich der Kindheits- und Jugendentwicklung lassen sich darauf zurückführen, daß das Leben der Kinder nicht mehr gemeinsam mit ihren Eltern stattfindet. Die Trennung der Familien im Alltag ist eine recht neue Entwicklung und Kind der industriellen Revolution.
Natürlich müssen Kinder zur Schule gehen- aber ursprünglich war die Schule dafür da, daß die Kinder dort rechnen und schreiben gelernt haben. Wesentliche andere Dinge haben sie im Elternhaus gelernt, im Umgang mit Geschwistern und Verwandten und Nachbarn.

Heute werden Kinder schon ganz früh aus dem alltäglichen Leben ihrer Eltern "entfernt" und in spezielle Einrichtungen gebracht, in denen sie nach wissenschaftlichen Vorstellungen "ideal" erzogen und gefördert werden können. Sie werden in einem abgeschotteten Raum aufgezogen, der sie fernhält von dem, was da draußen "Alltag" ist. Sicherlich mit tollen pädagogischen Angeboten, die das elternhaus nicht bieten kann.
Die Frage ist aber, ob soziale und pädagogische Anreize wirklich alles sind, was ein Kind zur Entwicklung einer stabilen persönlichkeit braucht.
Von der Krippe kommt es dann möglichst ganztägig in eine Kita, um dann am Abend "Qualitätszeit" mit den Eltern zu genießen- wieder völlig abgeschottet von so alltäglichen banalen Dingen wie Einkaufen gehen, Betten machen, Staub wischen und dergleichen mehr.
Die Schullaufbahn schließt nahtlos an, Mama und papa leben in einer fernen Welt, die sich "Büro" nennt, um dort zu "arbeiten". Das wissen die Kinder, aber sie haben keine Vorstellung davon, was "Arbeiten" bedeutet. Sie sehen kein fertiges Endergebnis wie früher der Schustersohn die Schuhe, die der Vater angefertigt hat. Sie sehen nur, daß Papa und Mama müde und oft schlecht gelaunt aus diesem fernen, seltsamen ort "Büro" nach Hause kommen, in dem sie so etwas abstraktes tun wie "Geld verdienen". Warum muss man Geld denn verdienen? Geld ist doch im Portmonnaie, und wenn nicht, dann schiebt Mama so eine komische Karte in einen Schlitz, tippt auf einem Gerät herum und dann darf sie alles mitnehmen, was sie ausgesucht hat.

Also, mich wundert es wenig, wenn es so viele Probleme gibt. Kinder früher wußten, was Alltag bedeutet, acuh wenn der Alltag nicht sonderlich schön war- sie waren im Stande, ihn zu meistern.
Was wissen Kinder heute schon vom Alltag?
Wenn oftmals die vielen Parallelgesellschaften in unserer Gesellschaft bejklagt werden, wird oft genug vergessen, daß diese Parallelgesellschaft eben auch eine ist...

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15.11.2012, 16:12
Beitrag: #13
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 14:52)Bunbury schrieb:  Ich probiere es trotzdem. Lassen wir das "Funktionieren müssen" mal eben außen vor, denn darüber läßt sich im Rahmen der heutigen Gesellschaft trefflich streiten, gehört aber nicht hierher.

Ich stelle mal wieder eine These auf, die wieder mal umstritten sein dürfte (und die ich natürlich nicht alleine entwickelt, sondern zum Großteil abgekupfert habe).
Ich glaube, fast alle Probleme im Bereich der Kindheits- und Jugendentwicklung lassen sich darauf zurückführen, daß das Leben der Kinder nicht mehr gemeinsam mit ihren Eltern stattfindet. Die Trennung der Familien im Alltag ist eine recht neue Entwicklung und Kind der industriellen Revolution.
Natürlich müssen Kinder zur Schule gehen- aber ursprünglich war die Schule dafür da, daß die Kinder dort rechnen und schreiben gelernt haben. Wesentliche andere Dinge haben sie im Elternhaus gelernt, im Umgang mit Geschwistern und Verwandten und Nachbarn.

Heute werden Kinder schon ganz früh aus dem alltäglichen Leben ihrer Eltern "entfernt" und in spezielle Einrichtungen gebracht, in denen sie nach wissenschaftlichen Vorstellungen "ideal" erzogen und gefördert werden können. Sie werden in einem abgeschotteten Raum aufgezogen, der sie fernhält von dem, was da draußen "Alltag" ist. Sicherlich mit tollen pädagogischen Angeboten, die das elternhaus nicht bieten kann.
Die Frage ist aber, ob soziale und pädagogische Anreize wirklich alles sind, was ein Kind zur Entwicklung einer stabilen persönlichkeit braucht.
Von der Krippe kommt es dann möglichst ganztägig in eine Kita, um dann am Abend "Qualitätszeit" mit den Eltern zu genießen- wieder völlig abgeschottet von so alltäglichen banalen Dingen wie Einkaufen gehen, Betten machen, Staub wischen und dergleichen mehr.
Die Schullaufbahn schließt nahtlos an, Mama und papa leben in einer fernen Welt, die sich "Büro" nennt, um dort zu "arbeiten". Das wissen die Kinder, aber sie haben keine Vorstellung davon, was "Arbeiten" bedeutet. Sie sehen kein fertiges Endergebnis wie früher der Schustersohn die Schuhe, die der Vater angefertigt hat. Sie sehen nur, daß Papa und Mama müde und oft schlecht gelaunt aus diesem fernen, seltsamen ort "Büro" nach Hause kommen, in dem sie so etwas abstraktes tun wie "Geld verdienen". Warum muss man Geld denn verdienen? Geld ist doch im Portmonnaie, und wenn nicht, dann schiebt Mama so eine komische Karte in einen Schlitz, tippt auf einem Gerät herum und dann darf sie alles mitnehmen, was sie ausgesucht hat.

Also, mich wundert es wenig, wenn es so viele Probleme gibt. Kinder früher wußten, was Alltag bedeutet, acuh wenn der Alltag nicht sonderlich schön war- sie waren im Stande, ihn zu meistern.
Was wissen Kinder heute schon vom Alltag?
Wenn oftmals die vielen Parallelgesellschaften in unserer Gesellschaft bejklagt werden, wird oft genug vergessen, daß diese Parallelgesellschaft eben auch eine ist...

Absolut richtig, ich stimme dir in allem zu, auch der Zeitpunkt dieser Entwicklung ist mit Beginn der Industriealisierung richtig gewählt. Damals hat die Trennung von Arbeit und Privatleben begonnen. Bis die Welten so komplett getrennt waren wie heute, brauchte es allerdings noch fast 100 Jahre, denn zumindest den Haushalt als Arbeitsplatz konnten Kinder bis vor einiger Zeit noch durchgängig erleben.
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13.12.2012, 11:46
Beitrag: #14
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
Ich lese hier immer G8 und die armen Kinder.

Ist den Damen und Herren eigentlich bekannt, dass in Baden-Württemberg mal zwei Schuljahre in 15 Monaten durchgezogen wurden?
Aber ohne Einschränkungen im Lehrplan!
Drei Nachmittage mit je 3 Vollzeitstunden, (am 4. Nachmittag war Konfimantenunterricht)
und Hausaufgaben über Hausaufgaben. (ich habe sie nicht gemacht, aber das ist natürlich eine andere Geschichte Tongue)
38 Schüler in der Klasse, und pro Jahr sind um die 7 durchgefallen. (ich auchAngry, siehe oben)

Zwei Schuljahre zuvor hatten wir im Wechsel mit der Paralellklasse 2 res. 3 Tage je Woche nur Nachmittags Unterricht. Schichtunterricht nannte sich dies.
Im Zeichen der Schulraumnot.
Dass JEDEN Samstag sowieso Schule war, ist vermutlich auch unbekannt?

Als wir in der 10. waren, gab es 2 Klassen á 46 Schüler. Die Schulraumnot war nicht mehr so groß, aber Lehrer gab es noch nicht.
Ist morgens die Tür aufgeflogen der Horst kam rein, Klassenlehrer und Major der Reserve, hat gebrüllt:
"Hier schmeiß ich 10 Mann raus, die haben ja einen Vogel, eine Oberstufenklasse mit 46 Schülern".
Zu Ostern gab es dann ein paar zusätzliche Lehrer und wir wurden geteilt und waren nur noch etwas über 30, von denen haben sie dann nur noch 5 rausgeschmissen. Die "Drohung" des Horst war überaus ernst gemeint.

In der 8. hatten wir Sportunterricht, die Knaben der drei 8. und der zwei 9. Klassen miteinander, gleichzeitig, über 120 Schüler! In einer Sprthalle die Platz für vielleicht 40 Schüler hatte.
Der Sportlehrer ist rumgerannt, hat Pfeifen und Schlüsselbunde um sich geschmissen, wer bei der Aufforderung "Welche Backe?" aufs Hinterquartier zeigte, bekam einen Tritt, wer links oder rechts zeigte, eine Ohrfeige.
Unmögliche Zustände. Denn verboten waren die Ohrfeigen an württ. Gymnasien schon seit Königs Zeiten.
Aber wie hätte er das sonst auch nur ein bißchen im Rahmen halten können?

(Ich habe ihm später mal den Briefkasten in die Luft gesprengt, denn Rache muss schließlich sein :coolSmile

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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13.12.2012, 12:10
Beitrag: #15
RE: Rückgang der Spielflächen:
(15.11.2012 16:12)Renegat schrieb:  Absolut richtig, ich stimme dir in allem zu, auch der Zeitpunkt dieser Entwicklung ist mit Beginn der Industriealisierung richtig gewählt. Damals hat die Trennung von Arbeit und Privatleben begonnen. Bis die Welten so komplett getrennt waren wie heute, brauchte es allerdings noch fast 100 Jahre, denn zumindest den Haushalt als Arbeitsplatz konnten Kinder bis vor einiger Zeit noch durchgängig erleben.

Kindheit und Jugend sind eine Entdeckung der Aufklärung.
Zuvor gab es nicht einmal Kleidung die im geringsten Kindgerecht gewesen wäre. Verkleinerte Erwachsenenmode.

Wobei sich Kindheit und Jugend noch sehr lange auf das Bürgertum beschränkten, der Adel hatte ganz andere Vorstellungen von seinem Nachwuchs und dessen Erziehung, (die Kadettenanstalten zB waren ein Relikt der Adelsvorstellungen) und in der Unterschicht hieß es "Not kennt kein Gebot".

Die Fröbelschen Kindergärten zB sind eine klare Entwicklung die aus der Aufklärung entstanden ist. Wobei die zuvor nicht existente "Kindheit und Jugend" nun keineswegs eine auf Deutschland beschränkte Erscheinung war, die Frau des 48er Revolutionärs Carl Schurz hatte bei Fröbel gearbeitet, und stieß nach der gemeinsamen Flucht die Entwicklung in den USA an. Daher der Name "Kindergarten" in den Staaten.

Wobei die Zeit vor dem 19. Jahrhundert auf Grund der "Fundleere" bei diesen Punkten nach wie vor mit ganz erheblicher Vorsicht betrachtet werden muss.
Manches was da heute als unumstößliche Tatsache betrachtet wird, verträgt die Nachschau nicht.
So ist vor ca. 20 Jahren eine "Statistik" datierend aus dem Jahr 1786 aus Murrhardt aufgetaucht, in der die selbständig Tätigen aufgelistet wurden,
aus irgend einem Grund hat der Schreiber nach Geschlechtern getrennt.
20% der selbständig Tätigen waren Witwen und unverheiratete Frauen, sog. "Eigenbrötlerinnen"!
Womit das Wort "Eigenbrötler" gleich auch erklärt wird.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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13.12.2012, 13:54
Beitrag: #16
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(13.12.2012 11:46)Suebe schrieb:  Ich lese hier immer G8 und die armen Kinder.

Ja, und das völlig zu Recht. Ich will heute nicht mehr Kind sein. Mir reicht es, daß die Woche mein Sohn völlig fix und fertig vor der Tür stand, tränenüberströmt, und weswegen das alles? Wegen eines verdammten, zu Bruch gegangen Zirkels. Mehr war es nicht.
Ich würde mit Sohnemann umgehend zum Psychiater rennen, wenn ich nicht von anderen Müttern ähnliche Stories zu hören bekäme.

Du kannst das mit früher gar nicht vergleichen.

(13.12.2012 11:46)Suebe schrieb:  Ist den Damen und Herren eigentlich bekannt, dass in Baden-Württemberg mal zwei Schuljahre in 15 Monaten durchgezogen wurden?
Aber ohne Einschränkungen im Lehrplan!
Drei Nachmittage mit je 3 Vollzeitstunden, (am 4. Nachmittag war Konfimantenunterricht)
und Hausaufgaben über Hausaufgaben. (ich habe sie nicht gemacht, aber das ist natürlich eine andere Geschichte Tongue)
38 Schüler in der Klasse, und pro Jahr sind um die 7 durchgefallen. (ich auchAngry, siehe oben)

Zwei Schuljahre zuvor hatten wir im Wechsel mit der Paralellklasse 2 res. 3 Tage je Woche nur Nachmittags Unterricht. Schichtunterricht nannte sich dies.
Im Zeichen der Schulraumnot.

Ja, ich weiß- heute ist es im Vergleich dazu paradiesisch.
Was natürlich stimmt, wenn man es oberflächlich betrachtet. Die Äußerlichen Bedingungen haben sich enorm gebessert. Das stimmt schon.

Ansonsten kannst du Unterricht zu deiner Zeit nicht mit Unterricht von heute vergleichen. Daß ein Kind von heute ein bißchen mehr und auch komplexeren Unterrichtsstoff zu bewältigen hat als zu deiner Zeit, ist dir aber schon klar, oder?

Das Problem bei G8 liegt vor allem darin, daß sich aufgrund der verkürzten Schulzeit Kinder mit Dingen beschäftigen müssen, die sie noch gar nicht richtig erfassen können. Die lehrpläne interssieren sich leider Gottes überhaupt nicht für die Hirnforschung, sondern nur für den "internationalen Wettbewerb."
Bevor ein Kind geistig im Stande ist, den Begriff "Bundesland" überhaupt zu erfassen, muss es aber schon sämtliche 16 Bundeländer auswendig gelernt haben, mit Hauptstädten. Ein Beispiel.
Die zweite Fremdsprache folgt im Abstand von einem Jahr auf die erste Fremdsprache. Viele Schüler bringen die Vokabeln durcheinander (zumal Stundenpläne auch noch oft so idiotisch sind, Englisch auf Französisch folgen zu lassen, oder umgekehrt). Sohnemann macht in der 6. Klasse Grammatik das, was wir in der 8. gemacht haben. In Mathe muss er Geometrieaufgaben lösen, ohne daß ihm die Grundlagen beigebracht wurden- also so ein verdammt lästiges Zeug wie, daß es ohne spitzen Bleistift nicht geht und daß man das Geodreieck nicht annagen darf, weil sonst die Zeichnungen nicht funktionieren.
Die Grundschule ist auch nicht viel besser-es wird ein Mathematikbuch verwendet, das darauf basiert, daß Kinder aus ihren fehlern lernen sollen. Neurophysiologisch ist aber nachgewiesen, daß Kinder vor dem 12.Lebensjahr gar nicht im Stande sind, aus Fehlern zu lernen.

Soll ich das weiter fortsetzen? Die Kinder stehen unter einem gewaltigen zeitdruck, um Dinge zu lernen, die sie noch gar nicht richtig begreifen können. Sie merken das aber. Sie merken, daß sie das nicht richtig begreifen können- sie wissen aber auch, daß sie die Zeit nicht haben, das richtig zu begeifen. Sie müssen das Wissen sofort parat haben, notfalls, ohne es zu verstehen.Und Zeug zu lernen, das man nicht versteht, ist extrem mühsam.

Ich hatte in meiner Schulzeit noch Zeit. Zeit zum lernen. Zeit, um Dinge sacken zu lassen. zeit, um Dinge zu begreifen. Die fehlt heute bei G8. Das ist das Problem. Nicht der Nachmittagsunterricht an sich.

(13.12.2012 11:46)Suebe schrieb:  Dass JEDEN Samstag sowieso Schule war, ist vermutlich auch unbekannt?

Ich hatte auch Samstag Unterricht. Und? Heute sitzt Sohnemann jeden Samstagvormittag am Schulpensum, drei bis vier Stunden- für ihn kein großer Unterschied.
Für mich schon. Meine Mutter mußte nämlich nicht erstmal erklären, daß man bei Geometrie einen spitzen Bleistift braucht und warum.
Das hat damals noch der Lehrer gemacht.

Und da frage ich mich manchmal, ob der Staat so nicht einfach ein paar Kosten einsparen will...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
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13.12.2012, 17:57
Beitrag: #17
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(13.12.2012 13:54)Bunbury schrieb:  Du kannst das mit früher gar nicht vergleichen.

./.

Ja, ich weiß- heute ist es im Vergleich dazu paradiesisch.
Was natürlich stimmt, wenn man es oberflächlich betrachtet. Die Äußerlichen Bedingungen haben sich enorm gebessert. Das stimmt schon.

Ansonsten kannst du Unterricht zu deiner Zeit nicht mit Unterricht von heute vergleichen. Daß ein Kind von heute ein bißchen mehr und auch komplexeren Unterrichtsstoff zu bewältigen hat als zu deiner Zeit, ist dir aber schon klar, oder?

./.


Ich habe keine Ahnung, davon aber sehr viel Big Grin

Nur soviel:
Meine Frau Gemahlin hat 3 Stück, und der Jüngste war kein einfacher, zum Abi getritzt. (ja, sie hatten alle viel bessere Noten als ich)
Aber OK, ich hatte damit weniger zu tun.

Womit ich mehr zu tun habe:
es ist heute einem Hauptschulabsolventen nicht mehr möglich eine Kfz-Mechaniker-Lehre zu schaffen! (ach ja, der heißt heute "Mechatroniker" und muss sich in der Kfz-Elektronik auch auskennen) Und da, my Dear, weiß ich sehr genau von was ich rede. Ich habe 3 (in Worten DREI) vergebliche Versuche hinter mir, keine Problemfälle, die haben von der Hauptschule sogar recht gute Zeugnisse dahergebracht.
Nein, es geht nicht, keine Chance. Die packen schon das 1. Jahr Vollzeitberufsschule nicht, der Kenntnisstand eines heutigen Hauptschulabsolventen ist höchstens noch mit der 7. Klasse Anno 1990 zu vergleichen.
Mir kommt unter Realschulabschluss keiner mehr in die Werkstatt.

Ergo: Realschule = Hauptschule von früher

Und deiner Meinung nach Gymnasium = Grundstudium von früher.
Darf ich Zweifel anmelden?

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13.12.2012, 21:19
Beitrag: #18
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(13.12.2012 17:57)Suebe schrieb:  Ich habe keine Ahnung, davon aber sehr viel Big Grin

Nur soviel:
Meine Frau Gemahlin hat 3 Stück, und der Jüngste war kein einfacher, zum Abi getritzt. (ja, sie hatten alle viel bessere Noten als ich)
Aber OK, ich hatte damit weniger zu tun.

Womit ich mehr zu tun habe:
es ist heute einem Hauptschulabsolventen nicht mehr möglich eine Kfz-Mechaniker-Lehre zu schaffen! (ach ja, der heißt heute "Mechatroniker" und muss sich in der Kfz-Elektronik auch auskennen) Und da, my Dear, weiß ich sehr genau von was ich rede. Ich habe 3 (in Worten DREI) vergebliche Versuche hinter mir, keine Problemfälle, die haben von der Hauptschule sogar recht gute Zeugnisse dahergebracht.
Nein, es geht nicht, keine Chance. Die packen schon das 1. Jahr Vollzeitberufsschule nicht, der Kenntnisstand eines heutigen Hauptschulabsolventen ist höchstens noch mit der 7. Klasse Anno 1990 zu vergleichen.
Mir kommt unter Realschulabschluss keiner mehr in die Werkstatt.

Ergo: Realschule = Hauptschule von früher

Lieber Suebe, das überrascht mich nicht. Ich habe vor einigen Wochen einen sehr netten kleinen Artikel über ein bestimmtes Buch verfaßt, das sich mit gewissen Dingen auseindersetzt.
Daß die Kinder, die mit diesem System alleingelassen sind, was bei hauptschülern in der Regel der Fall ist, die grundlegensten Fähigkeiten nicht beherrschen, die am Arbetismarkt benötigt werden, überrascht mich da keineswegs. Wie gesagt, lies ruhig nach, was ich zu dem Buch "Die verkaufte Kindheit" geschrieben habe- vielleicht können wir da über die Fähigkeiten von Hauptschülern sprechen....

(13.12.2012 17:57)Suebe schrieb:  Und deiner Meinung nach Gymnasium = Grundstudium von früher.
Darf ich Zweifel anmelden?

Wenn ich das behauptet hätte, dürftest du sicherlich Zweifel anmelden.
Habe ich aber nicht.
Nun ist es eine Tatsache, daß die Kinder heute Dinge lernen müssen, die wir noch nicht gelernt haben- zum teil deshalb, weil man naturwissenschaftlich zu unserer Zeit noch nicht so weit war. Kontientalverschiebung war sicher nichts, was zu deiner Kindheit in Erdkunde unterrichtet wurde- das wurde ja erst Ende der 60 er Jahre anerkannt- und bis es Eingang in die Schule fand, war ich fast draußen. Heute gehört es natürlich dazu....

Nein, was ich behaupte, ist, daß Kinder aufgrund der verkürzten Schulzeit und den ungeheuren Erwartungen an das, was sie wissen sollen, zu oft mit Dingen konfrontiert werden, die sie aufgrund ihrer Hirnentwicklung noch nicht erfassen und verarbeiten können. Das führt dazu, daß sie bei einer Prüfung oder Klassenarbeit ein Wissen parat haben müssen, das sie auf den Punkt gelernt haben, aber eben nicht verstanden haben. Das erzeugt ein Gefühl von Überforderung, aber nicht das ungeheuer befriedigende Gefühl, etwas verstanden zu haben.
Leider stehen die Dinge dann, wenn die Kinder sie viel leichter begreifen würden, dann nicht mehr auf dem Plan, weil sie sie ja schon mal gelernt haben.

Und deswegen rechne ich eher damit, daß Abiturienten in Zukunft noch weniger wissen als vorher, und daß ihre sozialen Kompetenzen dann noch geringer sein werden.

Das sage ich.

Nicht, dß sie ein Grundstudium absolviert haben...

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13.12.2012, 22:23
Beitrag: #19
RE: Kindheit und Jugend im Wandel:
(13.12.2012 21:19)Bunbury schrieb:  Nun ist es eine Tatsache, daß die Kinder heute Dinge lernen müssen, die wir noch nicht gelernt haben- zum teil deshalb, weil man naturwissenschaftlich zu unserer Zeit noch nicht so weit war. Kontientalverschiebung war sicher nichts, was zu deiner Kindheit in Erdkunde unterrichtet wurde- das wurde ja erst Ende der 60 er Jahre anerkannt- und bis es Eingang in die Schule fand, war ich fast draußen. Heute gehört es natürlich dazu....

Wenn ich da einhaken darf.
Von der Kontinentaldrift die Alfred Wegener auf seiner Grönlandexpedition nachgewiesen hat, hat uns ein Grundschullehrer erzählt. Er war glaube ich Wegener-Fan.
Auf der Weltkarte die kontinente ausgeschnitten und aneinangergepasst.
Ob wir das später in der Penne auch wieder hatten, weiß ich nicht mehr.

Aber das ist doch nichts Bemerkenswertes, Wissen wird überholt, Neues kommt in die Lehrpläne, anderes wird ausgeschieden.

Und, es gab Fächer die Menge, in denen ich lediglich auf den Punkt bißchen was lernte, damit es eine drei hc gab, um sofort anschließend die Grauen Zellen wieder davon zu befreien.

OK, haben wir differierende Meinungen und werden eh zu keinem Konsens kommen.

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13.12.2012, 23:07
Beitrag: #20
Gehirnreifung
Nein, wahrscheinlich nicht. (Und schön, daß du einen modernen, aufgeschlossenen Lehrer hattest. Ich erinnere mich an das Gegenteil- und ich bin jünger....)

Du machst, wenn ich dich richtig verstehe, vor allem Faulheit und Desinteresse für schlechte Leistungen heute verantwortlich.

Ich sehe die Fehler in ganz anderen Bereichen. Die besseren Erziehungsbücher, die ich las, als meine Kinder klein waren (mir blieb nichts anderes übrig- es gab niemanden, den ich fragen konnte), sprachen immer davon, daß Kinder immer dann optimal gefördert würden, wenn sie da abgeholt wurden, wo sie in ihrer Entwicklung stünden. Dann wären sie im Stande, das beste aus den Anregungen herauszuziehen.

Und das sehe ich als den großen Fehler bei unserem Bildungssystem- die Kinder werden eben nicht da abgeholt, wo sie stehen. Sie werden permanent überfordert- nicht durch die Dauer des Unterrichts, sondern dadurch, daß von einem z.B. 12 jährigen Dinge verlangt werden, die aber erst ein 14 jähriger hirnreifungstechnisch bewältigen kann.

Eine nette kleine Geschichte habe ich dazu.
Während meiner vielen Urlaube in Schottland habe ich mich dort oben mit einer Grundschullehrerin angefreundet, und wir tauschen uns ganz gerne über die Unterschiede an unseren Schulen aus.

In Schottland können die Kinder mit 4 1/2 eingeschult werden- was dazu führte, daß ein Mädel, das eine Woche jünger war als mein jüngerer Sohn, bereits in die dritte Klasse ging, als mein Sohn eingeschult wurde.

Christine- so heißt die lehrerin- und ich unterhielten uns dann auch darüber, wie lange es gedauert hätte, bis meine Kinder lesen gelernt hätten. Ich sagte ihr, beide hätten irgendwann zwischen Weihnachten und Ostern nach ihrer Einschulung lesen können.
Soll ich dir verraten, wann Christines Grundschüler lesen konnten?
Ahnst du es? Ja, genau. In der Mitte der dritten Klasse.

Mit andern Worten: Schottische Grundschüler quälen sich zweieinhalb Jahre mit dem Lernen von Buchstaben, damit sie dann in etwa dem gleichen Alter lesen lernen wie deutsche Grundschüler, die das ein halbes Jahr tun.
Was vermutlich ganz schlicht und einfach damit zusammenhängt, daß sich die Fähigkeit, Buchstaben zu Wörtern zusammenzusetzen, bei den meisten Kindern im Alter von sechs bis sechseinhalb herausbildet.

Jeder vernünftige Mensch sollte sich dann fragen, ob es wirklich Sinn macht, dann Kinder 2 1/2 Jahre bevor sie überhaupt lesen können, zum lernen von Buchstaben zu zwingen. In der zeit wäre es vielleicht sinnvoller, den Kindern etwas anderes beizubringen.(die wenigsten schottischen Schüler können mit einer Schere umgehen).

Und so in etwa funktioniert G8.

Achso- jetzt rate mal, welche Schüler in Europa im Alter von 10 am wenigsten Lust haben, in ihrer Freizeit zu einem Buch zu greifen?
Richtig- es sind die britischen.

Aber wahrscheinlich kommen wir wirklich zu keinem Konsens. Denn du scheinst der Meinung zu sein, daß Lernen vor allem Qual und Anstrengung sein sollte
Das sehe ich nun mal anders. Ich lerne gerne. Und ich finde, Lernen kann einem durchaus auch positive Gefühle verschaffen...Dann lernt man nämlich freiwillig mehr...

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