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Oppostition DDR
15.12.2013, 16:24
Beitrag: #1
Oppostition DDR
Hallo Comunity,
Ich muss am Dienstag eine Gfs über das Thema Opposition in der DDR halten. Mein Problem ist ich brauche eine Leitffrage und dass ich nicht weiss wo und wir ich anfangen soll. Das Thema ist sher vielfältig und hat viele kleine Teilgebiete und nicht ein Strang an dem man sich orientieren kann.
Ich woollt also fragen was ihr mir für leitfragen in diesem Thema vorschlagen könntet und wie ihr einen derartigen vortrag gliedern würdet. Vllt hat ja auch von euch noch jmd das gleiche Thema gehabt und könnte mir sein altes referat "ausleihen". Wäre super wenn ihr konstruktieve antworten geben könntet. Schon mal Danke im vorraus ihr seit mir echt ne hilfe
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15.12.2013, 22:42
Beitrag: #2
RE: Oppostition DDR
(15.12.2013 16:24)Weidro schrieb:  Hallo Comunity,
Ich muss am Dienstag eine Gfs über das Thema Opposition in der DDR halten. Mein Problem ist ich brauche eine Leitffrage und dass ich nicht weiss wo und wir ich anfangen soll. Das Thema ist sher vielfältig und hat viele kleine Teilgebiete und nicht ein Strang an dem man sich orientieren kann.
Ich woollt also fragen was ihr mir für leitfragen in diesem Thema vorschlagen könntet und wie ihr einen derartigen vortrag gliedern würdet. Vllt hat ja auch von euch noch jmd das gleiche Thema gehabt und könnte mir sein altes referat "ausleihen". Wäre super wenn ihr konstruktieve antworten geben könntet. Schon mal Danke im vorraus ihr seit mir echt ne hilfe


Am Dienstag 17. Dezember 2013, es eilt also.
Schulart?
Klasse?
Wie lange? 15 Minuten oder mehr?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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16.12.2013, 00:50
Beitrag: #3
RE: Oppostition DDR
Oh ja es eilst sehr Wink -.- . Also ich bin auf dem Gymnasium in der Abschlussklasse (12te) und Geschichte ist mein Neigungsfach also 4-Stündig. Länge sollte so bei 30 minuten liegen. Muss mich halt morgen den ganzen tag ransetzten ^^. Muss jetzt aber nich der überagenste vortrag sein da der Lehrer nicht grad der strengste ist. (glaub es hatten 10 Leute 15 Punkte in ihrer Gfs bei ihm Smile )
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16.12.2013, 13:49
Beitrag: #4
RE: Oppostition DDR
(16.12.2013 00:50)Weidro schrieb:  Oh ja es eilst sehr Wink -.- . Also ich bin auf dem Gymnasium in der Abschlussklasse (12te) und Geschichte ist mein Neigungsfach also 4-Stündig. Länge sollte so bei 30 minuten liegen. Muss mich halt morgen den ganzen tag ransetzten ^^. Muss jetzt aber nich der überagenste vortrag sein da der Lehrer nicht grad der strengste ist. (glaub es hatten 10 Leute 15 Punkte in ihrer Gfs bei ihm Smile )


au au au
da sehe ich mich, mit einem fertigen Vortrag außerstande zu helfen. zu meiner Schulzeit vor 40 Jahren hatte man andere Themen.

Du hast hierhergefunden, also hast du im i-net schon recherchiert.

Trotzdem,
kennst du die Site?
http://www.kas.de/wf/de/71.6620/

die?
http://www.schule-bw.de/unterricht/faech...ition.html


bpb ist immer gut
http://www.bpb.de/suche/?suchwort=opposi...hen=Suchen


und jetzt halt viel Glück

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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16.12.2013, 14:45
Beitrag: #5
RE: Oppostition DDR
Danke für die Seiten Smile
Hier mal meine Gliederung bis jetzt:
1.Christlicher und Kirchlicher Widerstand
2.Studentischer- und Jugendwiderstand
3.Versteckte Botschaften in Musik und Literatur
4.Friedliche Revolution 1989
5.Juni Aufstand
6.Punk in der DDR

Ich seh dich jetz mal als meinen Persönlichen Berater Wink
Was würdest du zu der Gliederung sagen ? Ist die so annehmbar?
Und hättest du noch ideen zu einer Leitfrage ?
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16.12.2013, 16:37
Beitrag: #6
RE: Oppostition DDR
(16.12.2013 14:45)Weidro schrieb:  Danke für die Seiten Smile
Hier mal meine Gliederung bis jetzt:
1.Christlicher und Kirchlicher Widerstand
2.Studentischer- und Jugendwiderstand
3.Versteckte Botschaften in Musik und Literatur
4.Friedliche Revolution 1989
5.Juni Aufstand
6.Punk in der DDR

Ich seh dich jetz mal als meinen Persönlichen Berater Wink
Was würdest du zu der Gliederung sagen ? Ist die so annehmbar?
Und hättest du noch ideen zu einer Leitfrage ?


Gut so.
Lediglich in der Sortierung würde ich 1989 als letzten Punkt nehmen.
Und den 17. Juni weit vorne ansetzen.
Dazwischen, 17. juni bis Mauerbau hat die DDR-Regierung beim Machterhalt ganz zweifellos von der Massenflucht jener Jahre profitiert.
Wem es "gestunken" hat, ist halt gegangen, war ja bis zum 13. August 1961 kein großes Problem.
Aber so kann sich ja eine Opposition gleich gar nicht bilden.

Später wurde dies durchaus auch von Staatswegen gemacht, siehe die Ausbürgerung Biermanns, oder als vor dem Staatsbesuch Honeckers Ausreisewillige in 5stelliger Höhe rausgesetzt wurden.
Dann noch der Häftlingsfreikauf


Zur Leitfrage auch ein Link
http://www.helpster.de/leitfrage-so-geli...erat_91718


Wie wärs: "DDR-Opposition zwischen Flucht, Vertreibung und Gefängnis"
Vertreibung als Synonym für Ausbürgerung.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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16.12.2013, 19:01
Beitrag: #7
RE: Oppostition DDR
(16.12.2013 16:37)Suebe schrieb:  Dazwischen, 17. juni bis Mauerbau hat die DDR-Regierung beim Machterhalt ganz zweifellos von der Massenflucht jener Jahre profitiert.
Wem es "gestunken" hat, ist halt gegangen, war ja bis zum 13. August 1961 kein großes Problem.
Aber so kann sich ja eine Opposition gleich gar nicht bilden.

Entschuldige bitte, wenn ich da nur diesen einen Punkt rausgreife.
Es ist sicher nicht völlig falsch und der Punkt hat durchaus eine Berechtigung mit aufgezählt zu werden, nur denke ich, dass der Fakt dieser massenhaften Abwanderung wohl etwas zu einseitig beleuchtet wird.
Völlig abseits irgendwelcher moralischer oder ideologischer Wertungen, muss einfach konstatiert werden, dass gerade in jener Zeit, die DDR personell und in Folge dessen, ökonomisch am Ausbluten war.
Hoch qualifizierte Arbeitskräfte - Facharbeiter, Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte - haben aus nachvollziehbaren Gründen dieses Land verlassen.
Das ist wirtschaftlich nicht spurlos an der damals noch jungen "Republik" vorbeigegangen. Dieser Prozess wurde rein technisch durch den Mauerbau beendet. Dass das ganze System dazu verurteilt war über kurz oder lang, auf die eine oder andere Weise ohnehin zu kollabieren, darf nicht aus den Augen verloren werden, steht aber auf einem anderen Blatt.
Zu diesem Zeitpunkt war es aus Sicht der kommunistischen Staatsführung und auch der Sowjets eine richtige und nachvollziehbare Entscheidung.


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

Eduard F. Mörike (1804-1875)
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16.12.2013, 19:25
Beitrag: #8
RE: Oppostition DDR
Hab die Gliederung entsprechend umgeschrieben:
1.Christlicher und Kirchlicher Widerstand
1.1Rahmenbedingungen
1.2Evangelische Landeskirchen
2. 17. Juni 1953
3. Studentischer- und Jugendwiderstand
4. Dissidenten und Bürgerechtler
4.1 Robert Haveman
4.2 Wolf Bierman
(5.Punk in der DDR)
6. Friedliche Revolution 1989

So besser ? Smile
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16.12.2013, 21:07
Beitrag: #9
RE: Oppostition DDR
(16.12.2013 19:01)Avicenna schrieb:  
(16.12.2013 16:37)Suebe schrieb:  Dazwischen, 17. juni bis Mauerbau hat die DDR-Regierung beim Machterhalt ganz zweifellos von der Massenflucht jener Jahre profitiert.
Wem es "gestunken" hat, ist halt gegangen, war ja bis zum 13. August 1961 kein großes Problem.
Aber so kann sich ja eine Opposition gleich gar nicht bilden.

Entschuldige bitte, wenn ich da nur diesen einen Punkt rausgreife.
Es ist sicher nicht völlig falsch und der Punkt hat durchaus eine Berechtigung mit aufgezählt zu werden, nur denke ich, dass der Fakt dieser massenhaften Abwanderung wohl etwas zu einseitig beleuchtet wird.
Völlig abseits irgendwelcher moralischer oder ideologischer Wertungen, muss einfach konstatiert werden, dass gerade in jener Zeit, die DDR personell und in Folge dessen, ökonomisch am Ausbluten war.
Hoch qualifizierte Arbeitskräfte - Facharbeiter, Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte - haben aus nachvollziehbaren Gründen dieses Land verlassen.
Das ist wirtschaftlich nicht spurlos an der damals noch jungen "Republik" vorbeigegangen. Dieser Prozess wurde rein technisch durch den Mauerbau beendet. Dass das ganze System dazu verurteilt war über kurz oder lang, auf die eine oder andere Weise ohnehin zu kollabieren, darf nicht aus den Augen verloren werden, steht aber auf einem anderen Blatt.
Zu diesem Zeitpunkt war es aus Sicht der kommunistischen Staatsführung und auch der Sowjets eine richtige und nachvollziehbare Entscheidung.



Habe ich scheints zu verkürzt geschrieben.

Die Massenabwanderung hat natürlich zu fürchterlichen Problemen für die DDR geführt.

Hier kommt es aber darauf an:
Hatte aber außerdem den durchaus willkommenen Nebeneffekt, dass sich eine innerstaatliche Opposition nicht bildete.
Die sich in anderen Staaten im Sowjetsystem zu der Zeit schon formierte.

Hätte es diese Möglichkeit der "Flucht" nicht gegeben, wer weiß wie sich die DDR und der Ostblock entwickelt hätten.
Denn 4 Millionen Menschen hätte weder Ulbricht noch Mielke einsperren können.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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16.12.2013, 23:30
Beitrag: #10
RE: Oppostition DDR
Sorry, habe Dein Posting erst jetzt gelesen. Vielleicht kann ich Dir noch helfen, obwohl es schon recht spät ist.

(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  Hab die Gliederung entsprechend umgeschrieben:
1.Christlicher und Kirchlicher Widerstand
1.1Rahmenbedingungen
1.2Evangelische Landeskirchen

Kann man machen, wird aber überbewertet. Der Großteil der Kirchenleute war systemtreu. Es ist sowohl der evang. als auch der kathol. Kirche nicht gelungen, ein oppositionelles Gegengewicht zum SED-Regime aufzubauen. Kirchlicher Widerstand war der Widerstand einzelner Pfarrer oder Priester, aber nicht der Institution Kirche. Als Beispiele kannst Du den Zeitzer Pfarrer Brusemann? (bitte prüfen), der sich aus Protest 1976 oder 1977 selbst verbrannte oder Christian Führer, Pfarrer der Nikolaikirche in Leipzig nennen. (Montagsgebete, Montagsdemo)
Soweit ich weiß, gibt es noch keine wissenschaftliche Veröffentlichung über die Rolle der Kirchen in der DDR. Dass die heutige Bevölkerung der neuen Bundesländer sich zum großen Teil als nicht kirchlich gebunden betrachtet, ist eine Folge der Kirchenpolitik der 1950er und 1960er Jahre.


(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  2. 17. Juni 1953

Ein zentrales Ereignis in der Geschichte der DDR. Für Ursachen, Verlauf und Folgen des 17. Juni gibt es unzählige, teils widersprechende Publikationen. Versuche im Vortrag die Ereignisse nicht nur auf Ostberlin, RIAS und Arbeitsnormen usw. zu beschränken. Der Aufstand erfasste die gesamte DDR im Zeitraum vom 16. bis 20./22. Juni 1953. Es war nicht nur ein Arbeiteraufstand, sondern ein Volksaufstand, an dem sich vor allem viele Jugendliche (aber auch Rentner!) beteiligten. In verschiedenen Orten wurden Forderungen gestellt, wie Neuwahlen, Wiedervereinigung, Zulassung demokratischer Parteien, aber auch nach der Nichtanerkennung der Oder-Neisse-Grenze.

Kurz gesagt: das Thema 17. Juni ist ein Vortrag für sich. Der Schriftsteller Erich Loest wandelte sich von einen Befürworter des Sozialismus in einen Kritiker, später (nach 7 Jahren in Bautzen) wurde er ein entschiedener Gegner des Systems. Ähnliche Entwicklungen nahmen auch andere Intellektuelle.

(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  3. Studentischer- und Jugendwiderstand

War auch nur ein Widerstand einzelner Studenten und Jugendlicher.
Bekennende Regimegegner hatten nicht die Möglichkeiten zu studieren bzw. wurden als Studenten exmatrikuliert.

(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  4. Dissidenten und Bürgerechtler
4.1 Robert Haveman
4.2 Wolf Bierman

Das ist ein guter Ansatz. Die Biermann-Ausbürgerung war ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis. Du solltest weitere Dissidenten wie Jürgen Fuchs, Rudolf Bahro, Bärbel Bohley oder Musiker wie z.B. Renft oder Freygang usw. nennen.

(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  5.Punk in der DDR

Die Rebellion der Jugend zeigte sich nicht nur im Punk, das war erst ab ca. 1985. Vorher gab es schon Blueser und Tramper. Man kann darüber diskutieren, ob diese Bewegungen die Nischen der DDR-Jugendlichen waren oder schon Opposition war. Ich denke, dass es beides war. Gothics gab es am Schluss der DDR auch. Leider muss man aber auch sagen, dass es seit den 1980er Jahren auch Skinheads und Hooligans gaben, die auch auf ihre Weise gegen die DDR opponierten.

Hier mal zum Mithören, Feeling B um 1990

Feeling B - Ich such die DDR

(16.12.2013 19:25)Weidro schrieb:  6. Friedliche Revolution 1989

Wichtig: Die friedliche Revolution wurde von allen Bevölkerungsschichten getragen. Die Ziele der Oppositionellen waren aber sehr unterschiedlich.
Auch dieser Punkt wäre ein eigenes Referat wert, beginnend entweder mit den Enttäuschungen nach dem Honecker-Besuch in Bonn vom September 1987 oder mit den Ereignissen am 15. Januar 1988 in Ostberlin (Liebknecht-Luxemburg-Demo) bis zur Volkskammerwahl am 18. März 1990 bzw. bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990.

"Geschichte erleuchtet den Verstand, veredelt das Herz, spornt den Willen und lenkt ihn auf höhere Ziele." Cicero
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17.12.2013, 12:02
Beitrag: #11
RE: Oppostition DDR
Vielen dank für die hilfe an euch alle Big Grin
hab sie gerade gehalten und hab 14 punkte bekommen Big Grin
Danke Big Grin
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17.12.2013, 12:46
Beitrag: #12
RE: Oppostition DDR
(17.12.2013 12:02)Weidro schrieb:  Vielen dank für die hilfe an euch alle Big Grin
hab sie gerade gehalten und hab 14 punkte bekommen Big Grin
Danke Big Grin


Wow...........

Blitzstart mit Punktlandung.
Herzlichen Glückwunsch.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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