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Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
15.10.2012, 11:20
Beitrag: #1
Die gegenwärtige Rolle des KFZ - Spiegel unserer modernen Gesellschaft?
(14.10.2012 21:16)Bunbury schrieb:  
(14.10.2012 17:26)Suebe schrieb:  Außer dem Einkaufspreis in dem der Gewinn liegt, gibt es noch einen Merksatz, auch den darf man nicht vergessen:

Sinn und Zwecke jeder kaumännischen Tätigkeit ist der Gewinn.

Gewinn ja. Aber es gibt einen Utnerschied zwischen Gewinn und Abzocke. Gewinn ist das, was man sich mit harter Arbeit ehrlich verdient- Abzocke das, was man sich mit List, Tücke und Täuschung erschleicht.


(14.10.2012 17:26)Suebe schrieb:  Verlangt also bitte nicht von Handel oder Industrie, dass die die Verantwortung übernehmen, dass "die große Masse" irgend einen Schrott rsp. Quark kauft.
.



Doch, genau das tue ich. Sie tragen sehr wohl Verantwortung dafür, wenn minderwertige Produkte zu niedrigen Preisen in den Markt gedrückt werden.
Sie tragen die Verantwortung dafür, daß gewisse Bedürfnisse beim Käufer erst geweckt werden.

Daß der Verbraucher so wenig kritisch hinterfragt, ist wieder seine Verantworutng.





Das ist die Spitze der Verkaufskunst. Dem Eskimo den Kühlschrank verkaufen.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Smile
An welche Produkte denkst du?
Nicht, dass wir ständig von unterschiedlichen Dingen schreiben, ohne es zu merken.

Beispiel:
Bei mir in der Ecke war/ist das deutsche Textilzentrum. Ein Markt der zumindest seit den 50ern weltweit durch verschiedene aufeinander folgende Abkommen reguliert war,
seit 2005 gibt es das nicht mehr.
Folge: wenn du heute bei uns durchs Städtle fährst, kann ich dir von ein paar Dutzend Firmen die Industriebrache zeigen, Firmen, die noch in den 80ern Weltgeltung hatten.
Insbesondere Frauen-Arbeitsplätze sind da zu Tausenden ersatzlos weggefallen.
Die Näherin in Indien kann eine Nähmaschine nach ein paar Tagen so gut bedienen wie die in der Alb.
Die genannte Trikotnäherin, Akkordarbeit, hat aber für ungelernte Arbeitskräfte immense Summen verdient. Das heute den Familieneinkommen fehlt.
Das ist die Kehrseite der "ausgebeuteten drittwelt Näherin", von der halt auch keiner redet.


Anderes Beispiel:
Nimm mal die Bilanz eines der Luxusautohersteller, Daimler oder BMW (Audi passt aus beteiligungsgründen nicht so ganz), schau in die G+V, dann teile mal diese Milliardenbeträge durch die Anzahl der verkauften Autos. Nun weißt du, um wieviel zehntausende von Euro diese Autos zu teuer verkauft werden.
Unsozial?

Nö, es ist nicht unsozial, die/der wo eine dieser "Plutokraten"-Kisten kauft, macht das doch aus freier Entscheidung.
Das ist aber zumindest heute der Motor unserer Volkswirtschaft.

Lass mal die Masse die Karren nicht mehr kaufen, wetten dass es uns allen geht wie der "Näherin in der Alb". 2 Jahre Alg, dann aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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15.10.2012, 16:03
Beitrag: #2
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 11:20)Suebe schrieb:  Das ist die Spitze der Verkaufskunst. Dem Eskimo den Kühlschrank verkaufen.

Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Smile
An welche Produkte denkst du?
Nicht, dass wir ständig von unterschiedlichen Dingen schreiben, ohne es zu merken.

Zu allererst denke ich an Produkte für Kinder. Aber dazu komme ich später noch einmal, wenn ich meinen Buchtipp vorstelle.

Zu den Kleidern komme ich später noch einmal. Da muss ich noch etwas nachschauen.

(15.10.2012 11:20)Suebe schrieb:  Anderes Beispiel:
Nimm mal die Bilanz eines der Luxusautohersteller, Daimler oder BMW (Audi passt aus beteiligungsgründen nicht so ganz), schau in die G+V, dann teile mal diese Milliardenbeträge durch die Anzahl der verkauften Autos. Nun weißt du, um wieviel zehntausende von Euro diese Autos zu teuer verkauft werden.
Unsozial?

Nö, es ist nicht unsozial, die/der wo eine dieser "Plutokraten"-Kisten kauft, macht das doch aus freier Entscheidung.
Das ist aber zumindest heute der Motor unserer Volkswirtschaft.

Lass mal die Masse die Karren nicht mehr kaufen, wetten dass es uns allen geht wie der "Näherin in der Alb". 2 Jahre Alg, dann aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden.

Da bin ich mir nicht so sicher. Denn diese Nobel- und Luxuskarossierien verursachen volkswirtschaftliche Schäden, für die wir alle aufkommen müssen.
Das größte Problem, das diese übergroßen Luxuskarossen verursachen, sind Verkehrsbehinderungen. Kann ich hier im Wohngebiet jeden Morgen wunderbar beobachten. Will an einer bestimmten Kreuzung ein Polo, Golf oder Corsa links abbiegen, gibt es kein Problem- wer gerade aus will, kommt weiter. Steht da aber ein Touareg, staut sich der Verkehr auf der Geradeausspur bis zu 400 m zurück. Ich habe es gerade nicht im Kopf, wie groß der Volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsstaus ist, aber er ist immens- und die großen Nobelkarossen haben durchaus ordentlichen Anteil daran.
In Gegenden, in denen es diese Fahrzeuge häufiger gibt, müssen die Kommunen ordentlich Geld bezahlen, um die Schulwege für Kinder sicherer zu machen- in diesen großen Geländewagen sind Kinder nämlich nicht zu sehen. Bring mal deinen Enkel in zwei Jahren zu Fuß zum Kindergarten, dann wirst du sehen, was ich meine.
Dann wirst du dich vielleicht über die immensen Kitagebühren wundern, die die Stadt erheben muss, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Wie gesagt, dann denk einfach mal an mich.

Machen wir mit den Auswirkungen auf die Gesundheit weiter? Mittlerweile ist es erwiesen, daß Feinstaub Atemwegserkrankungen verursacht. Hauptverursacher von Feinstaub ist der Straßenverkehr. So ein großer Luxusschlitten bläst natürlich vielmehr an Feinstaub in die Luft als ein kleineres Auto. Muss ich wirklich noch etwas zu Gesundheitsleistungen sagen? Kann es im Interesse einer Volkswirtschaft liegen, Leute krank werden zu lassen? Krankenkosten, Arbeitsausfälle usw.
Natürlich schafft auch das wieder Arbeitsplätze. In Krankenhäusern, Rehazentren und dergleichen mehr. Aber bist du wirklich der Meinung, daß diese Art von Wirtschaftswachstum wünschenswert ist?

Das sind bei den Luxuskaroserien nur zwei Aspekte. Ich glaube, mir fallen noch drei, vier andere Gründe ein, warum diese Auots in letzter Konsequenz unsozial sind, angefangen vom Umweltasbpekt über den Straßenbau selbst.... Die Folgekosten trägt immer die Allgemeinheit.

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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15.10.2012, 17:38
Beitrag: #3
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
In Bezug auf Autos muß ich da mal hart widersprechen (trotz fahrens eines Wagens der unteren Mittelklasse Ford).
Jedes, aber auch jedes Produkt hat Auswirkungen auf die Umwelt. Autos besonders, sie halfen aber die Welt schneller zu erobern und den Rythmus der Welt zu beschleunigen. Nehmen wir Dein Beispiel, übrigens auch vertreten noch bis vor ein paar Jahren von den Grünen. Deutschland soll es doch wie Frankreich und Italien machen, sich auf Wagen der unteren -und Kleinwagenklasse beschränken, das hat Zukunft. Der Blick nach Frankreich und Italien zeigt diese Zukunft und wer alles richtig gemacht hat. Die sprudelnen Gewinne werden übrigens auch dazu benutzt, sich in den Sparten der Franzosen und Italiener mit noch besseren Produkten zu bewerben, was z.Z. auch gut gelingt.
Übrigens, trotz Feinstaubplakette, trotz Durchfahrtsverboten, Einbahnstraßenregelungen, ist an den Meßstationen im Sperrbereich Berlin, keine spürbare Senkung des Feinstaubes festgestellt worden !
Es gibt jetzt schon Wissenschaftler die die Hysterie über die Atemwegserkrankungen die durch Autos verursachten Feinstaub, als Ursache in Frage stellen.
Das Luxuskarossen auch mehr Steuern einbringen, wissen einige Kommunen auch zu schätzen, besonders bei den Steuern die die Fahrer in der Kommune lassen.
solon
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15.10.2012, 18:53
Beitrag: #4
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  In Bezug auf Autos muß ich da mal hart widersprechen (trotz fahrens eines Wagens der unteren Mittelklasse Ford).
Jedes, aber auch jedes Produkt hat Auswirkungen auf die Umwelt. Autos besonders, sie halfen aber die Welt schneller zu erobern und den Rythmus der Welt zu beschleunigen. Nehmen wir Dein Beispiel, übrigens auch vertreten noch bis vor ein paar Jahren von den Grünen. Deutschland soll es doch wie Frankreich und Italien machen, sich auf Wagen der unteren -und Kleinwagenklasse beschränken, das hat Zukunft. Der Blick nach Frankreich und Italien zeigt diese Zukunft und wer alles richtig gemacht hat.

Hier hätte ich jetzt am liebsten laut gebrüllt vor Lachen, auch wenn es eigentlich zum Heulen ist. Der Volkswagenkonzern hat seine Marktmacht dazu genutzt, bei den CO2 Emissionen zu tricksen ohne Ende, weil er zur Vermeidung von Strafzahlungen seitens der EU etwas sehr kreative Wege bei der Berechnung selbiger eingeschlagen hat. Peugot und Renault, die da ehrlicher waren, hatten leider Gottes das Nachsehen. E10 war übrigens ein weiterer Versuch, der deutschen Autombilindustrie, die in der Umwelttechnik weiter entwickelten Franzosen auszutricksen.

Ansonsten zeigt gerade das Beispiel der Luxuswagen, daß die Rechnung der Herrschenden aufgeht. Laß die Mittelschicht in dem Glauben, sie könnten in die Oberschicht aufsteigen, in dem du ihnen Prestige-Güter schmackhaft machst, und sie zahlen absolut bereitwillig. (Und natürlich werden sie nie dazu gehören.)

Luxuswagen sind ein ganz prima Beispiel für diese scheinbaren Oberschicht- Güter...



(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Übrigens, trotz Feinstaubplakette, trotz Durchfahrtsverboten, Einbahnstraßenregelungen, ist an den Meßstationen im Sperrbereich Berlin, keine spürbare Senkung des Feinstaubes festgestellt worden !

Das überrascht mich nicht. Nicht jede Maßnahme, die angeblich aus Umweltgründen durchgeführt wird, ist auch wirklich sinnvoll. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Es gibt jetzt schon Wissenschaftler die die Hysterie über die Atemwegserkrankungen die durch Autos verursachten Feinstaub, als Ursache in Frage stellen.

Natürlich gibt es die. Es ist bekannt, daß man für jede anerkannte Theorie Wissenschaftler finden kann, die sich dagegen aussprechen. Und großen Konzernen fällt es irgendwie immer ganz leicht, Wissenschaftler zu finden, die ihre Meinungen vertreten.

(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Das Luxuskarossen auch mehr Steuern einbringen, wissen einige Kommunen auch zu schätzen, besonders bei den Steuern die die Fahrer in der Kommune lassen.
solon

Nur diejenigen, die noch nichts von "Folgekosten" gehört haben. Ich gebe aber zu, das sind die meisten.
Eigentlich erstaunlich, wenn man es recht bedenkt. Offensichtlich weist auch die wirtschaftliche Ausbildung hierzulande gravierende Mängel auf. Von "Folgekosten" Und "Kosten-Nutzen-Analysen" hat anscheinend noch keiner was gehört...

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15.10.2012, 18:58
Beitrag: #5
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Das Luxuskarossen auch mehr Steuern einbringen, wissen einige Kommunen auch zu schätzen, besonders bei den Steuern die die Fahrer in der Kommune lassen.
solon
Die gehen abe rnicht an die Kommune, sondern in erster Line an den Bund.
Die KFZ-Steuer ist eine Bundessteuer und keine Gemeindesteuer.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
Marquis de La Fayette
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15.10.2012, 19:18
Beitrag: #6
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 18:58)Annatar schrieb:  
(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Das Luxuskarossen auch mehr Steuern einbringen, wissen einige Kommunen auch zu schätzen, besonders bei den Steuern die die Fahrer in der Kommune lassen.
solon
Die gehen abe rnicht an die Kommune, sondern in erster Line an den Bund.
Die KFZ-Steuer ist eine Bundessteuer und keine Gemeindesteuer.

Dabke für die Richtigstellung. Ich war zu faul, nachzuschlagen, ob es so ist, mir schwante das aber auch so...

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15.10.2012, 19:28
Beitrag: #7
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 19:18)Bunbury schrieb:  
(15.10.2012 18:58)Annatar schrieb:  Die gehen abe rnicht an die Kommune, sondern in erster Line an den Bund.
Die KFZ-Steuer ist eine Bundessteuer und keine Gemeindesteuer.

Dabke für die Richtigstellung. Ich war zu faul, nachzuschlagen, ob es so ist, mir schwante das aber auch so...
Bitte. Smile Big Grin

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16.10.2012, 13:38
Beitrag: #8
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 19:28)Annatar schrieb:  
(15.10.2012 19:18)Bunbury schrieb:  Dabke für die Richtigstellung. Ich war zu faul, nachzuschlagen, ob es so ist, mir schwante das aber auch so...
Bitte. Smile Big Grin

Tja , ich schrieb ja auch nur etwas von Steuern und nicht von KFZ Steuern. In der Regel sind aber die Fahrer von Luxuskarossen gute Steuerzahler in ihren Gemeinden. Die stehen nämlich auch vor großeren Anwesen und komischerweise sind diese Gemeinden immer besser ausgestattet , im Verhältnis zu den Gemeinden wo man nicht solche Verhältnisse vorfindet. Falsch ist auch, das man im Glauben ist, das die KFZ Steuer nicht in die Gemeinde zurückgeht. Der Straßenbau wird vorrangig durch die KFZ Steuer mitfinanziert. Der Bund dürfte demnach nur in Autobahnen und einigen überregionalen Straßen investieren, wenn das Geld nur beim Bunde verbliebe. Aber 1/3 der Kosten der Landstraßen, Dorfstraßen und Stadtstraßen wird im Rahmen der Möglichkeiten vom Bund mitfinanziert. Problem bleibt meist das Eigendrittel der Kommune. Damit das die Eigenfinanzierung steht, kommt unser Luxuskarossenbesitzer und seine anderen Steuern wieder mit ins Spiel und schon schließt sich der Kreis. Jedenfalls sieht das hier jeder im Berliner Speckgürtel , manchmal sogar ganz drastisch.
Über so genannte CO2 Emissionen und den Klimawandel möchte ich hier nicht diskutieren, wäre zu OT für diesen thread.
solon
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16.10.2012, 13:56
Beitrag: #9
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Über so genannte CO2 Emissionen und den Klimawandel möchte ich hier nicht diskutieren, wäre zu OT für diesen thread.

Das ist die Diskussion schon eine ganze Weile...Angry

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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16.10.2012, 15:45
Beitrag: #10
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Deutschland soll es doch wie Frankreich und Italien machen, sich auf Wagen der unteren -und Kleinwagenklasse beschränken, das hat Zukunft.

Aber noch nicht heute. Peugeot stellt grade tausende Leute auf die Straße - Kandidaten für die Unterschicht. Renault kämpft auch seit Jahren. Genauso Fiat. In der Autoindustrie steckt der große Gewinn in den oberen Fahrzeugklassen, beginnend mit der Mitteklasse (mittlerweile ist das die "Golfklasse").

Fördert Deutschland gezielt NUR die Kleinwagen, geht das zu Lasten der Volkswirtschaft, für die die Autoindustrie DER Motor ist. Das fördert die Arbeitslosigkeit und das wiederum schwächt die Mittelschicht, aus der die meisten Arbeiter heute stammen. Die gleiten dann schnell ab in die Unterschicht. Siehe USA.

VG
Christian
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16.10.2012, 16:40
Beitrag: #11
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(16.10.2012 15:45)913Chris schrieb:  
(15.10.2012 17:38)solon schrieb:  Deutschland soll es doch wie Frankreich und Italien machen, sich auf Wagen der unteren -und Kleinwagenklasse beschränken, das hat Zukunft.

Aber noch nicht heute. Peugeot stellt grade tausende Leute auf die Straße - Kandidaten für die Unterschicht. Renault kämpft auch seit Jahren. Genauso Fiat. In der Autoindustrie steckt der große Gewinn in den oberen Fahrzeugklassen, beginnend mit der Mitteklasse (mittlerweile ist das die "Golfklasse").

Fördert Deutschland gezielt NUR die Kleinwagen, geht das zu Lasten der Volkswirtschaft, für die die Autoindustrie DER Motor ist. Das fördert die Arbeitslosigkeit und das wiederum schwächt die Mittelschicht, aus der die meisten Arbeiter heute stammen. Die gleiten dann schnell ab in die Unterschicht. Siehe USA.

VG
Christian


Der Audi A2 fällt mir als Beispiel ein, dass der Kunde sehr oft etwas ganz anderes fordert, als er dann kauft.
Hat Ford mit seinem Edsel schon in den 50ern schmerzhaft erfahren müssen.

OK, weg vom Auto nur ein Teilaspekt.

Beispiele wo Industrie/Handel das beschriebene Szenario wirklich geschafft haben, "einen Artikel, in miserabler Qualität, den keiner braucht" in nennenswerter Stückzahl zu vermarkten,
würde mich sehr interessieren.

Ich will keineswegs behaupten, dass das nicht hin und wieder klappt, bin aber der Meinung, dass das umgekehrte Szenario, "dass ein Artikel in guter Qualität,zu vernünftigen Preisen, den eigentlich jeder braucht" im Regal stehen bleibt wie sauer Bier, wesentlich häufiger passiert.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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17.10.2012, 00:28
Beitrag: #12
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Tja , ich schrieb ja auch nur etwas von Steuern und nicht von KFZ Steuern. In der Regel sind aber die Fahrer von Luxuskarossen gute Steuerzahler in ihren Gemeinden. Die stehen nämlich auch vor großeren Anwesen und komischerweise sind diese Gemeinden immer besser ausgestattet , im Verhältnis zu den Gemeinden wo man nicht solche Verhältnisse vorfindet.

An der Rechnung kann etwas nicht stimmen. Denn hier gibt es sauviele Luxuskarossen. und es gibt auch irgendwie extrem teure Häuser. Und doch kann sich unserer Gemeinde eigentlich kein Schwimmbad leisten, wird es aber trotzdem bauen. Denn die Eltern der Kinder in den Luxusanwesen und die Schule, auf die die Kinder in den Luxusanwesen gehen, schreien nach einem Schimmbad, am besten ein Spaßbad mit Sauna. Und das werden sie auch bekommen.
Im Gegenzug werden die Kitagebühren drastisch erhöht. Was nun wiederum die Besitzer der Luxuskarossen gar nicht kratzt, weil sie das locker bezahlen können.
Aber nicht diejenigen, die nicht in diesen Luxusvillen wohnen. Es werden also mal wieder die Kinder zu hause bleiben, die Bildung am nötigsten hätten.
(Und damit habe ich hoffentlich den Haken zurück zum Thema geschlagen...)

Entschuldige, daß ich gerade mal wieder zynisch werde, aber mir ist jetzt gerade mal danach.

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Volker Pispers
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17.10.2012, 13:40
Beitrag: #13
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Tja , ich schrieb ja auch nur etwas von Steuern und nicht von KFZ Steuern. In der Regel sind aber die Fahrer von Luxuskarossen gute Steuerzahler in ihren Gemeinden. Die stehen nämlich auch vor großeren Anwesen und komischerweise sind diese Gemeinden immer besser ausgestattet , im Verhältnis zu den Gemeinden wo man nicht solche Verhältnisse vorfindet.
Das die Gemeinden vielleicht besser ausgestattet sind liegt aber nicht an den reichen Personen. Denn eine Gemeinde finanziert sich zu einem großteil durch die Gewerbesteuer und die ist nicht vom Einkommen der Bürger abhängig, sondern von der Wirtschaftskraft der Betriebe/Gewerbe.
In meiner Heimatstadt z.B. beträgt der Anteil der Gewerbesteuer an den Gesamteinnahmen ca. 61,8%. Der Anteil der Grundsteuer B und des Einkommensteueranteils nur ca. 22%.
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Falsch ist auch, das man im Glauben ist, das die KFZ Steuer nicht in die Gemeinde zurückgeht. Der Straßenbau wird vorrangig durch die KFZ Steuer mitfinanziert. Der Bund dürfte demnach nur in Autobahnen und einigen überregionalen Straßen investieren, wenn das Geld nur beim Bunde verbliebe. Aber 1/3 der Kosten der Landstraßen, Dorfstraßen und Stadtstraßen wird im Rahmen der Möglichkeiten vom Bund mitfinanziert.
Nein. Der Bund unterstützt die Kommunen mit 1,34 Mrd. € im Jahr. Bei Gesamtausgaben von 5,74 Mrd. € im Jahr 2009 sind das noch nicht einmal ein Viertel der Kosten.
Abgesehen davon hat der Bund den Kommunen in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben aufgezwungen, ohne ausreichend Geld zur verfügung zu stellen.
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Problem bleibt meist das Eigendrittel der Kommune. Damit das die Eigenfinanzierung steht, kommt unser Luxuskarossenbesitzer und seine anderen Steuern wieder mit ins Spiel und schon schließt sich der Kreis.
Nein, s.o.

Ich glaube wir sollten die ganze Diskussion darüber auslagern.

"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten."
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18.10.2012, 15:08
Beitrag: #14
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(17.10.2012 13:40)Annatar schrieb:  
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Tja , ich schrieb ja auch nur etwas von Steuern und nicht von KFZ Steuern. In der Regel sind aber die Fahrer von Luxuskarossen gute Steuerzahler in ihren Gemeinden. Die stehen nämlich auch vor großeren Anwesen und komischerweise sind diese Gemeinden immer besser ausgestattet , im Verhältnis zu den Gemeinden wo man nicht solche Verhältnisse vorfindet.
Das die Gemeinden vielleicht besser ausgestattet sind liegt aber nicht an den reichen Personen. Denn eine Gemeinde finanziert sich zu einem großteil durch die Gewerbesteuer und die ist nicht vom Einkommen der Bürger abhängig, sondern von der Wirtschaftskraft der Betriebe/Gewerbe.
In meiner Heimatstadt z.B. beträgt der Anteil der Gewerbesteuer an den Gesamteinnahmen ca. 61,8%. Der Anteil der Grundsteuer B und des Einkommensteueranteils nur ca. 22%.
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Falsch ist auch, das man im Glauben ist, das die KFZ Steuer nicht in die Gemeinde zurückgeht. Der Straßenbau wird vorrangig durch die KFZ Steuer mitfinanziert. Der Bund dürfte demnach nur in Autobahnen und einigen überregionalen Straßen investieren, wenn das Geld nur beim Bunde verbliebe. Aber 1/3 der Kosten der Landstraßen, Dorfstraßen und Stadtstraßen wird im Rahmen der Möglichkeiten vom Bund mitfinanziert.
Nein. Der Bund unterstützt die Kommunen mit 1,34 Mrd. € im Jahr. Bei Gesamtausgaben von 5,74 Mrd. € im Jahr 2009 sind das noch nicht einmal ein Viertel der Kosten.
Abgesehen davon hat der Bund den Kommunen in den letzten Jahren immer mehr Aufgaben aufgezwungen, ohne ausreichend Geld zur verfügung zu stellen.
(16.10.2012 13:38)solon schrieb:  Problem bleibt meist das Eigendrittel der Kommune. Damit das die Eigenfinanzierung steht, kommt unser Luxuskarossenbesitzer und seine anderen Steuern wieder mit ins Spiel und schon schließt sich der Kreis.
Nein, s.o.

Ich glaube wir sollten die ganze Diskussion darüber auslagern.

Deshalb schrieb ich auch von Berlin und Umland (Brandenburg) und weiß das ganz gut, weil ich einige Gemeinderatssitzungen selbst mitverfolgte. Habe nämlich mein Garten im Umland. Da wir in Deutschland (meistens) Finanzhoheit und Finanzautonomie haben, kann ich eben nur von Dem sprechen, was ich selber mitverfolgte.
solon
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20.10.2012, 21:00
Beitrag: #15
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(18.10.2012 15:08)solon schrieb:  Deshalb schrieb ich auch von Berlin und Umland (Brandenburg) und weiß das ganz gut, weil ich einige Gemeinderatssitzungen selbst mitverfolgte. Habe nämlich mein Garten im Umland. Da wir in Deutschland (meistens) Finanzhoheit und Finanzautonomie haben, kann ich eben nur von Dem sprechen, was ich selber mitverfolgte.
solon
Okay, dann unterscheidet sich die Situation in Berlin und Brandenbrug ganz schön von der in NRW.

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21.10.2012, 10:33
Beitrag: #16
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
Für Euch noch mal exclusiv aus Brandenburg ,Gemeinde Heidesee, Friedersdorf. Extra am Bauschild der Ortsdurchfahrt Friedersdorf angehalten. Dort steht "Finanziert durch: EU Mittel für...., Bundesmittel für....., Landesmittel für... und Mittel der Gemeinde Heidesee.
100 Jahre hat die Gemeinde die Ortsdurchfahrt nur geflickt, Pflastersteine mit Asphaltspritzern drin. Seit 10 Jahren ist ausgewiesen das Bauland, dann bebaut und einige gute Anwesen entstanden.
Jetzt scheint man die Eigenmittel zu haben diese Ortsdurchfahrt, die viele umliegende Ortschaften schon lange hatten zu modernisieren. Das war meine Intension.
solon
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22.10.2012, 06:25
Beitrag: #17
Wiedermal besonders lustig hier im Forum :-)
(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Da bin ich mir nicht so sicher. Denn diese Nobel- und Luxuskarossierien verursachen volkswirtschaftliche Schäden, für die wir alle aufkommen müssen.


Hier werden wieder grüne Stereotypen und Feindbilder kultiviert, dass es die reinste Freude ist.

Praktisch,wenn man wieder mal eine Outgroup gefunden hat, dazu gleich so eine praktische, "Umweltsünder" , "Bourgois" und damit "Klassenfeind" in einem.Wink

(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Das größte Problem, das diese übergroßen Luxuskarossen verursachen, sind Verkehrsbehinderungen. Kann ich hier im Wohngebiet jeden Morgen wunderbar beobachten. Will an einer bestimmten Kreuzung ein Polo, Golf oder Corsa links abbiegen, gibt es kein Problem- wer gerade aus will, kommt weiter. Steht da aber ein Touareg, staut sich der Verkehr auf der Geradeausspur bis zu 400 m zurück. Ich habe es gerade nicht im Kopf, wie groß der Volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsstaus ist, aber er ist immens- und die großen Nobelkarossen haben durchaus ordentlichen Anteil daran.

Weil bei dir um die Ecke die Menschen entweder nicht Autofahren können und oder die Straßenbauer Mist gebaut haben, richten sog "Luxuskarrossen" (die es gebraucht mit TÜV z.T. unter tausend Euro gibt) volkswirtschaftlichen Schaden an?

Lieferwägen und LKW haben demzufolge in deinem Grätzel Fahrverbot, weil sie ob ihrer Größe auf euren unterdimensionierten Verkehrsflächen keinen Platz haben?


Vielleicht wäre es ja 'ne Lösung, wenn die umweltzerstörenden und die Menschen ausbeutenden Kapitalistenfirmen Porsche, Mercedes, BMW, Audi (bzw. der VW-Konzern), etc. dichtmachen würden. Damit wäre der volkswirtschaftliche Schaden gebannt und die deutsche Wirtschaft gerettet. Big Grin Big Grin

Sorry ich vergaß, VW ist ja gar kein deutscher Konzern, wie ich jüngst von dir erfahren dkonnte.Wink



(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  In Gegenden, in denen es diese Fahrzeuge häufiger gibt, müssen die Kommunen ordentlich Geld bezahlen, um die Schulwege für Kinder sicherer zu machen- in diesen großen Geländewagen sind Kinder nämlich nicht zu sehen. Bring mal deinen Enkel in zwei Jahren zu Fuß zum Kindergarten, dann wirst du sehen, was ich meine.
Dann wirst du dich vielleicht über die immensen Kitagebühren wundern, die die Stadt erheben muss, um ihre Aufgaben erfüllen zu können. Wie gesagt, dann denk einfach mal an mich.

Klar, Kindergartengebühren (Kita ist m.E. ein scheußliches Wort) sind deshalb so hoch, weil so viele Menschen teure große Autos fahren.
Müßte man die Kinder nur vor rumfahrenden Kleinwägen und Mopeds schützen, würde die Gebühr sicher exorbitant sinken.

(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Machen wir mit den Auswirkungen auf die Gesundheit weiter? Mittlerweile ist es erwiesen, daß Feinstaub Atemwegserkrankungen verursacht. Hauptverursacher von Feinstaub ist der Straßenverkehr.

Daraus könnte man eine grüne Satire basteln. Wäre toll für ein Kabarettprogramm .Wink

Ich schau' mir lieber die Fakten an, was hier ja einigen mittlerweile zu missfallen scheint.

Für alle, die noch nicht völlig mit grüner Propaganda indoktriniert sind, sei gesagt, dass der Verkehr nur 20% (von dem wieder nur kleiner Teil aufs Konto der paar "Luxuskarren" geht) des Feinstaubaufkommens in Ballungszentren ausmacht und dass die Umweltzonen (außer Schikanen für die Betroffenen, besonders sozial Schwächere) sogut wie nichts bringen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub#Entstehung

http://de.wikipedia.org/wiki/Umweltzone#...eutschland



(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  So ein großer Luxusschlitten bläst natürlich vielmehr an Feinstaub in die Luft als ein kleineres Auto.

Das lässt sich mit dieser Bestimmtheit überhaupt nicht sagen.
Beispiel aus meiner pers. Alltagserfahrung:

1) Oberklassefahrzeug:
Mercedes E 200CDI, Bj. 2001, 116 PS; Verbrauch rund 6,5 Liter

2) Kleinwagen:
VW Lupo, 1,0, selbes BJ., 50PS; Verbrauch rund 8 Liter


(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Muss ich wirklich noch etwas zu Gesundheitsleistungen sagen? Kann es im Interesse einer Volkswirtschaft liegen, Leute krank werden zu lassen? Krankenkosten, Arbeitsausfälle usw.

Die Belastung war vor 30 Jahren, als im Osten die filterlosen Braunkohlemeiler, im Ruhrpott die Hochöfen dampften und die Fahrzeuge ohne Kat mit verbleitem Benzin fuhren, deutlich höher und wir leben noch.
Lass dich doch nicht von der Propaganda verrückt machen. Da geht es nur ums Abkassieren und um politisches Kleingeld.

Wir können aber auch zurück auf die Bäume. Mehr Bewegung (würde den vielen Übergewichtigen gut tun), mehr Natur, mehr frische Luft....Wink

(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Natürlich schafft auch das wieder Arbeitsplätze. In Krankenhäusern, Rehazentren und dergleichen mehr. Aber bist du wirklich der Meinung, daß diese Art von Wirtschaftswachstum wünschenswert ist?

Paranoider Zynismus? Gibt es so etwas?

(15.10.2012 16:03)Bunbury schrieb:  Das sind bei den Luxuskaroserien nur zwei Aspekte. Ich glaube, mir fallen noch drei, vier andere Gründe ein, warum diese Auots in letzter Konsequenz unsozial sind, angefangen vom Umweltasbpekt über den Straßenbau selbst.... Die Folgekosten trägt immer die Allgemeinheit.

Irrtum. Autofahrer, insbesondere die teurerer und verbrauchsintensiverer Modelle, zahlen wesentlich mehr ein als sie aus dem Staatstopf entnehmen.

MfG, Titus Feuerfuchs
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22.10.2012, 06:33
Beitrag: #18
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(16.10.2012 15:45)913Chris schrieb:  Aber noch nicht heute. Peugeot stellt grade tausende Leute auf die Straße - Kandidaten für die Unterschicht. Renault kämpft auch seit Jahren. Genauso Fiat. In der Autoindustrie steckt der große Gewinn in den oberen Fahrzeugklassen, beginnend mit der Mitteklasse (mittlerweile ist das die "Golfklasse").

Ist ja angesichts der desaströsen französischen Wirtschaftspolitik kein Wunder. Zuerst werden Steuern ohne Ende herausgequetscht, was u.a. dzu führt, dass F zuenehmend an Wettbewerbsfähigkeit verliert, denn gedenkt der Staat (Holande) ebendieses Geld zu nehmen , um die großen Konzerne wieder zu stützen, was für eine Farce.


(16.10.2012 15:45)913Chris schrieb:  Fördert Deutschland gezielt NUR die Kleinwagen, geht das zu Lasten der Volkswirtschaft, für die die Autoindustrie DER Motor ist. Das fördert die Arbeitslosigkeit und das wiederum schwächt die Mittelschicht, aus der die meisten Arbeiter heute stammen. Die gleiten dann schnell ab in die Unterschicht. Siehe USA.

VG
Christian


Psst, das wollen hier manche nicht hörenRolleyes

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22.10.2012, 10:58
Beitrag: #19
RE: Wiedermal besonders lustig hier im Forum :-)
(22.10.2012 06:25)Titus Feuerfuchs schrieb:  Irrtum. Autofahrer, insbesondere die teurerer und verbrauchsintensiverer Modelle, zahlen wesentlich mehr ein als sie aus dem Staatstopf entnehmen.

Hier hätte ich jetzt gerne von dir einen Beweis, mit denen du sonst so schnell bei der Hand bist. Reicht die KFZ- Steuer dieser Fahrzeuge tatsächlich aus, um die Folgekosten zu decken? (Die Minralölsteuer reicht nicht aus, um die verbrauchsabhängigen Kosten zu decken, das ist bereits von mehreren Verbänden berechnet worden.)

Ich weiß es nicht genau. Ich weiß nur, daß sie Folgekosten verursachen, die in der Regel nicht berücksichtigt werden. Wie eben Verkehrsbehinderungen, Schulwege- Kennzeichnungen und dergleichen mehr. Ein Teil dieser Kosten wurde auch bereits beziffert, und der war recht hoch. Aber eine vollständige Berechnung gab es da noch nicht...

Es wäre mal interessant, das Ganze in einer Kosten- Nutzenanalyse zu brechnen, die aber nicht vorliegt. Dabei wäre es eigentlich ganz einfach. Bringt ein Gut der Gemeinschaft mehr als es sie kostet, dann ist es sicherlich wünschenswert, es zu fördern. Kostet es mehr als bringt, dann ist es volkswirtschaftlich idiotisch, dieses Gut weiter zu produzieren.
Dabei wären allerdings nicht nur die unmittelbaren Kosten zu berücksichtigen, sondern auch die Folgekosten wie z.B. Auswirkungen auf die Gesundheit und der Verbrauch an Luft und Boden.

Das ist der Ansatz, den man verfolgen müßte, um eine auf Dauer gesunde Volkswirtschaft zu erhalten.
Ansonsten- viel Spaß dabei, wenn immer weniger Geld im Portmonnaie bleibt... Ich glaiube, zur Oberschicht gehört keiner von uns...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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22.10.2012, 11:21
Beitrag: #20
RE: Nachdenken über die "Unterschicht"
(22.10.2012 06:33)Titus Feuerfuchs schrieb:  
(16.10.2012 15:45)913Chris schrieb:  Aber noch nicht heute. Peugeot stellt grade tausende Leute auf die Straße - Kandidaten für die Unterschicht. Renault kämpft auch seit Jahren. Genauso Fiat. In der Autoindustrie steckt der große Gewinn in den oberen Fahrzeugklassen, beginnend mit der Mitteklasse (mittlerweile ist das die "Golfklasse").

Ist ja angesichts der desaströsen französischen Wirtschaftspolitik kein Wunder. Zuerst werden Steuern ohne Ende herausgequetscht, was u.a. dzu führt, dass F zuenehmend an Wettbewerbsfähigkeit verliert, denn gedenkt der Staat (Holande) ebendieses Geld zu nehmen , um die großen Konzerne wieder zu stützen, was für eine Farce.


(16.10.2012 15:45)913Chris schrieb:  Fördert Deutschland gezielt NUR die Kleinwagen, geht das zu Lasten der Volkswirtschaft, für die die Autoindustrie DER Motor ist. Das fördert die Arbeitslosigkeit und das wiederum schwächt die Mittelschicht, aus der die meisten Arbeiter heute stammen. Die gleiten dann schnell ab in die Unterschicht. Siehe USA.

VG
Christian


Psst, das wollen hier manche nicht hörenRolleyes


Meine Güte, stellt ihr der Auswahl auf dem deutschen Autombilmarkt aber ein schlechtes Zeugnis aus.
Ich dachte bisher, die Angebotspalette reicht von Kleinstwagen über mittlere Kleinwagen, Mittelklassewagen usw bis Luxuskarossen.
Ihr schafft es tatsächlich, bei euren Argumenten ungfähr 75 % der Fahrzeuge überhaupt nicht zu betrachten...

Geht es auch anders als nur den Kleinwagen dem Luxusschlitten gegenüber zu stellen? Immer diese Schwarz-Weißmalerei.... Ist doch überhaupt keine Diskussionsgrundlage...

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Volker Pispers
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