<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/">
	<channel>
		<title><![CDATA[Forum für Geschichte - 	Französische Revolution und Napoleon]]></title>
		<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/</link>
		<description><![CDATA[Forum für Geschichte - http://www.forum-geschichte.at/Forum]]></description>
		<pubDate>Thu, 23 Apr 2026 16:56:23 +0000</pubDate>
		<generator>MyBB</generator>
		<item>
			<title><![CDATA[Win a Prize Worth Up to $100,000.77!]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15462</link>
			<pubDate>Thu, 23 Oct 2025 06:57:45 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15462</guid>
			<description><![CDATA[iPhone 17, gaming laptops, gift cards, crypto &amp; more! <br />
Join now: <a href="https://telegra.ph/Get-a-gift-worth-up-to-10000077-10-23-5068" target="_blank">https://telegra.ph/Get-a-gift-worth-up-t...10-23-5068</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[iPhone 17, gaming laptops, gift cards, crypto &amp; more! <br />
Join now: <a href="https://telegra.ph/Get-a-gift-worth-up-to-10000077-10-23-5068" target="_blank">https://telegra.ph/Get-a-gift-worth-up-t...10-23-5068</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Belagerung von Condé 1793]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15425</link>
			<pubDate>Mon, 29 Jul 2024 08:10:53 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=15425</guid>
			<description><![CDATA[Beim Blättern in einem franz. Bildband zur Revolution 1789-1795 las ich zufällig von der Eroberung der Stadt Condé im Jahr 1793 durch württembergische Truppen.<br />
<br />
Zack - war mir völlig neu.<br />
<br />
Nun sind meine Kenntnisse der franz. Sprache alles andere als belastbar, da habe ich meine Frau zu Hilfe geholt. "Doch, ja, das steht da."<br />
Hmm, dachte ich, das müssten dann ja Truppen des Schwäbischen Kreises gewesen sein.<br />
Und ja, das führte weiter. <br />
Die franz. Wiki wusste mehr.<br />
<br />
Es waren österreichische Truppen und franz. Royalisten unter dem Befehl von Herzog<br />
Ferdinand Friedrich von Württemberg, jüngerer Bruder des späteren Königs Friedrich von Württemberg, die Condé belagerten und schließlich eroberten.<br />
<br />
Die nachgeborenen Württemberg Prinzen spielten in den Kriegen von 1700 bis 1815<br />
auf allen Seiten eine gewisse Rolle.<br />
Die "Condeer" wiederum als Sammelbegriff der franz. Royalisten in den Koalitionskriegen <br />
aufseiten des Reiches pp. weniger rühmliche Rollen.<br />
Jedenfalls etliche Nüsse, die da zu knacken waren, bis es mir "tagte".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Beim Blättern in einem franz. Bildband zur Revolution 1789-1795 las ich zufällig von der Eroberung der Stadt Condé im Jahr 1793 durch württembergische Truppen.<br />
<br />
Zack - war mir völlig neu.<br />
<br />
Nun sind meine Kenntnisse der franz. Sprache alles andere als belastbar, da habe ich meine Frau zu Hilfe geholt. "Doch, ja, das steht da."<br />
Hmm, dachte ich, das müssten dann ja Truppen des Schwäbischen Kreises gewesen sein.<br />
Und ja, das führte weiter. <br />
Die franz. Wiki wusste mehr.<br />
<br />
Es waren österreichische Truppen und franz. Royalisten unter dem Befehl von Herzog<br />
Ferdinand Friedrich von Württemberg, jüngerer Bruder des späteren Königs Friedrich von Württemberg, die Condé belagerten und schließlich eroberten.<br />
<br />
Die nachgeborenen Württemberg Prinzen spielten in den Kriegen von 1700 bis 1815<br />
auf allen Seiten eine gewisse Rolle.<br />
Die "Condeer" wiederum als Sammelbegriff der franz. Royalisten in den Koalitionskriegen <br />
aufseiten des Reiches pp. weniger rühmliche Rollen.<br />
Jedenfalls etliche Nüsse, die da zu knacken waren, bis es mir "tagte".]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Leppich, sein Ballon und der Brand von Moskau]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14090</link>
			<pubDate>Tue, 28 Jun 2022 12:49:42 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14090</guid>
			<description><![CDATA[Die "National Geographic" liest hier im Forum mit.<br />
Zumindest im Rätsel Bereich<br />
<br />
Vor ein paar Wochen habe ich diese Reihe im Jux-Rätsel geschrieben:<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>    Suebe schrieb:  <br />
    Im Zamoysky steht leider nichts dazu.<br />
    Tolstoi hat dieser "Story" in Krieg und Frieden eine knappe Seite gewidmet.<br />
    Leppich heißt der "Held" ein Franke aus der Würzburger Gegend.<br />
    Er hat sich 1811/12 mit dem Bau von Lenkbaren Luftschiffen beschäftigt.<br />
    Und, er war offensichtlich ein erfolgreicher Visionär, namhafte Unterstützer gefunden. Er hat bei seinen erfolglosen Versuchen sehr viel Geld verbraten.<br />
    Das hat aber letztlich alles, auch das von Cotta vorgeschossene Geld, Zar Alexander übernommen!<br />
    Ohne dies Leppich im geringsten übel zu nehmen!<br />
    Was zu erheblichen Spekulationen Anlass bot.<br />
    Und zu Teil 2 der Story führt.<br />
    Heute Abend mehr dazu.<br />
<br />
<br />
war ein langer Tag Big Grin<br />
<br />
Leppich war Miterfinder oder Verbesserer eines Musikinstrumentes. Daher seine Bekanntschaft mit Konradin Kreutzer. Die beiden gingen zusammen auf Tournee.<br />
Sind in Wien und Paris und und und aufgetreten.<br />
In Paris kauft Leppich einen gebrauchten Ballon. Von nun an befasste er sich<br />
mit der "Lenkbarmachung",<br />
In Stuttgart kann er, vermutlich über Konradin Kreutzer, Kronprinz Wilhelm für die Idee interessieren, der setzt ein paar Tübinger Professoren, darutnter Bohnenberger darauf an, die Leppichs Idee für realisierbar halten.<br />
Insbesondere die militärischen Möglichkeiten eines Lenkballons faszinieren Kronprinz Wilhelm.<br />
Teile des Tübinger Schlosses werden Leppich zur Verfügung gestellt, Cotta gibt Geld für das Kronprinz Wilhelm bürgt.<br />
Da der militärische Einsatz insbesondere gegen Napoleon geschehen sollte, werden unter der Hand die Stuttgarter Botschafter Wiens und Petersburg interessiert.<br />
<br />
Im Frühjahr 1812, als sich der Russlandfeldzug Napoleons zweifelsfrei ankündigt, bricht Leppich seine Zelte in Tübingen ab, und reist über Wien nach Moskau. Der russische Botschafter bezahlt die Schulden bei Cotta usw.<br />
In Moskau wird Leppich mit offenen Armen aufgenommen, eine "Fabrik" auserhalb Moskaus wird im zur Verfügung gestellt, 150 Mann Militär zur Bewachung eingeteilt. Wieder soll ein lenkbares Luftschiff entstehen, mit dem die Invasion Napoleons zurückgeschlagen werden soll.<br />
Es sollte eine Tragkraft von ca. 150 Mann Militär haben, zzgl. der vorgesehen Brandbomben.<br />
Der Erfolg sollte sicher sein....<br />
Kutusow hört von dem Luftschiff und fragt nach, man solle es ihm "endlich" zur Verfügung stellen... (dies ist eine Randnote, ohne Namensnennung bei Zamoyski)<br />
<br />
Kurz bevor die Franzosen Moskau besetzten bricht Leppich seine Zelte ab, die fertigen Luftschiffsteile werden zerstört.<br />
Rostoptschin, der Moskauer Governeur sendet ein enttäuschtes Schreiben an dem Zaren, dass alle Hoffnung getrogen hätte, und die Sache lediglich fürchterlich viel Geld gekostet hätte.<br />
<br />
Leppich reist nach Petersburg.<br />
Allerdings ist sein Aufenthalt für die ersten Tage der französischen Besetzung unklar, er soll bis zum Ausbruch des Brandes noch in Moskau geblieben sein.<br />
Das Material für die vorgesehenen Brandbomben soll entscheidend für den Brand Moskaus gewesen sein.<br />
Nur, etwas genaues weiß man nicht.<br />
<br />
Leppich ging jedenfalls zum Zaren, und kam im Frühjahr 1814 wieder nach Deutschland. Keineswegs vermögenslos.<br />
Er kaufte umgehend ein Schlößchen in der Nähe von Würzburg als Wohnsitz.<br />
An dieser Tatsache wird der Verdacht, dass Leppich der Brandstifter von Moskau war, festgemacht.<br />
Der Zar wird wohl kaum Leppich dafür belohnt haben, dass er ihm eine ganz erhebliche Menge Geld kaputt machte, mit seinen Lenkluftschiff-Versuchen.<br />
<br />
Erste Gerüchte, dass der Brandstifter ein Deutscher war, müssen unmittelbar nach dem Brand aufgekommen sein.<br />
<br />
Quelle: <a href="https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuel...hten/62892" target="_blank">https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuel...hten/62892</a><br />
"Armee im Untergang" eine Aufsatzsammlung über die württ. Beteiligung im NapoleonischenRusslandfeldzug <br />
<br />
Was noch zu ergänzen ist:<br />
Kein Schimmer wie Leppich die Steuerung des Ballons umsetzen wollte.<br />
Die og Publikation schweigt sich darüber vollständig aus.<br />
Es soll zwar eine "Zeichnung" geben, aber die ist nirgends einsehbar.<br />
<br />
Ich vermute mal, dass Leppich seine "Lenkungs-Theorie" geheim hielt.<br />
Aber ich schrieb ja, Bohnenberger + Co scheint es schlüssig vorgekommen sein. </blockquote>
<br />
und jetzt schreibt die "national geographic" den folgenden Artikel<br />
<br />
<a href="https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/06/zar-alexander-i-mit-der-luftwaffe-gegen-napoleon?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE" target="_blank">https://www.nationalgeographic.de/geschi...obal-de-DE</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die "National Geographic" liest hier im Forum mit.<br />
Zumindest im Rätsel Bereich<br />
<br />
Vor ein paar Wochen habe ich diese Reihe im Jux-Rätsel geschrieben:<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>    Suebe schrieb:  <br />
    Im Zamoysky steht leider nichts dazu.<br />
    Tolstoi hat dieser "Story" in Krieg und Frieden eine knappe Seite gewidmet.<br />
    Leppich heißt der "Held" ein Franke aus der Würzburger Gegend.<br />
    Er hat sich 1811/12 mit dem Bau von Lenkbaren Luftschiffen beschäftigt.<br />
    Und, er war offensichtlich ein erfolgreicher Visionär, namhafte Unterstützer gefunden. Er hat bei seinen erfolglosen Versuchen sehr viel Geld verbraten.<br />
    Das hat aber letztlich alles, auch das von Cotta vorgeschossene Geld, Zar Alexander übernommen!<br />
    Ohne dies Leppich im geringsten übel zu nehmen!<br />
    Was zu erheblichen Spekulationen Anlass bot.<br />
    Und zu Teil 2 der Story führt.<br />
    Heute Abend mehr dazu.<br />
<br />
<br />
war ein langer Tag Big Grin<br />
<br />
Leppich war Miterfinder oder Verbesserer eines Musikinstrumentes. Daher seine Bekanntschaft mit Konradin Kreutzer. Die beiden gingen zusammen auf Tournee.<br />
Sind in Wien und Paris und und und aufgetreten.<br />
In Paris kauft Leppich einen gebrauchten Ballon. Von nun an befasste er sich<br />
mit der "Lenkbarmachung",<br />
In Stuttgart kann er, vermutlich über Konradin Kreutzer, Kronprinz Wilhelm für die Idee interessieren, der setzt ein paar Tübinger Professoren, darutnter Bohnenberger darauf an, die Leppichs Idee für realisierbar halten.<br />
Insbesondere die militärischen Möglichkeiten eines Lenkballons faszinieren Kronprinz Wilhelm.<br />
Teile des Tübinger Schlosses werden Leppich zur Verfügung gestellt, Cotta gibt Geld für das Kronprinz Wilhelm bürgt.<br />
Da der militärische Einsatz insbesondere gegen Napoleon geschehen sollte, werden unter der Hand die Stuttgarter Botschafter Wiens und Petersburg interessiert.<br />
<br />
Im Frühjahr 1812, als sich der Russlandfeldzug Napoleons zweifelsfrei ankündigt, bricht Leppich seine Zelte in Tübingen ab, und reist über Wien nach Moskau. Der russische Botschafter bezahlt die Schulden bei Cotta usw.<br />
In Moskau wird Leppich mit offenen Armen aufgenommen, eine "Fabrik" auserhalb Moskaus wird im zur Verfügung gestellt, 150 Mann Militär zur Bewachung eingeteilt. Wieder soll ein lenkbares Luftschiff entstehen, mit dem die Invasion Napoleons zurückgeschlagen werden soll.<br />
Es sollte eine Tragkraft von ca. 150 Mann Militär haben, zzgl. der vorgesehen Brandbomben.<br />
Der Erfolg sollte sicher sein....<br />
Kutusow hört von dem Luftschiff und fragt nach, man solle es ihm "endlich" zur Verfügung stellen... (dies ist eine Randnote, ohne Namensnennung bei Zamoyski)<br />
<br />
Kurz bevor die Franzosen Moskau besetzten bricht Leppich seine Zelte ab, die fertigen Luftschiffsteile werden zerstört.<br />
Rostoptschin, der Moskauer Governeur sendet ein enttäuschtes Schreiben an dem Zaren, dass alle Hoffnung getrogen hätte, und die Sache lediglich fürchterlich viel Geld gekostet hätte.<br />
<br />
Leppich reist nach Petersburg.<br />
Allerdings ist sein Aufenthalt für die ersten Tage der französischen Besetzung unklar, er soll bis zum Ausbruch des Brandes noch in Moskau geblieben sein.<br />
Das Material für die vorgesehenen Brandbomben soll entscheidend für den Brand Moskaus gewesen sein.<br />
Nur, etwas genaues weiß man nicht.<br />
<br />
Leppich ging jedenfalls zum Zaren, und kam im Frühjahr 1814 wieder nach Deutschland. Keineswegs vermögenslos.<br />
Er kaufte umgehend ein Schlößchen in der Nähe von Würzburg als Wohnsitz.<br />
An dieser Tatsache wird der Verdacht, dass Leppich der Brandstifter von Moskau war, festgemacht.<br />
Der Zar wird wohl kaum Leppich dafür belohnt haben, dass er ihm eine ganz erhebliche Menge Geld kaputt machte, mit seinen Lenkluftschiff-Versuchen.<br />
<br />
Erste Gerüchte, dass der Brandstifter ein Deutscher war, müssen unmittelbar nach dem Brand aufgekommen sein.<br />
<br />
Quelle: <a href="https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuel...hten/62892" target="_blank">https://www.landesarchiv-bw.de/de/aktuel...hten/62892</a><br />
"Armee im Untergang" eine Aufsatzsammlung über die württ. Beteiligung im NapoleonischenRusslandfeldzug <br />
<br />
Was noch zu ergänzen ist:<br />
Kein Schimmer wie Leppich die Steuerung des Ballons umsetzen wollte.<br />
Die og Publikation schweigt sich darüber vollständig aus.<br />
Es soll zwar eine "Zeichnung" geben, aber die ist nirgends einsehbar.<br />
<br />
Ich vermute mal, dass Leppich seine "Lenkungs-Theorie" geheim hielt.<br />
Aber ich schrieb ja, Bohnenberger + Co scheint es schlüssig vorgekommen sein. </blockquote>
<br />
und jetzt schreibt die "national geographic" den folgenden Artikel<br />
<br />
<a href="https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/06/zar-alexander-i-mit-der-luftwaffe-gegen-napoleon?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE" target="_blank">https://www.nationalgeographic.de/geschi...obal-de-DE</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Am 1. Juni 1776 Hinrichtung in Wiblingen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14080</link>
			<pubDate>Wed, 01 Jun 2022 13:31:08 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=14080</guid>
			<description><![CDATA[Vor 244 Jahren wurde in Wiblingen, heute Ulm-Wiblingen der Jurist Josef Nickel wegen Gotteslästerung<br />
enthauptet, verbrannt und die Asche in die Iller gestreut.<br />
<br />
Einstiger Jesuiten-Zögling hatte er nichtsdestotrotz im evanglischen Tübingen studiert, (nach anderen Quellen in Paris) wo ihm etliches von Voltair etc. untergekommen ist. <br />
Kurz zuvor hatte er in Ulm den Journalisten Schubart besucht gehabt, der ihm ein "harmloses Büchlein" geliehen hatte. Was Schubart in der Folge etliche schlaflose Nächte bereitet hat.<br />
<br />
Nickel hat in einem katholischen Wirtshaus etliches von Voltair usw. verkündet, wurde angezeigt, in den "übelsten Kerker" gesperrt und zum Tod verurteilt, "gnadenhalber" vor dem Scheiterhaufen enthauptet....<br />
Zum großen Entsetzen des aufgeklärten Deutschlands<br />
<br />
Schubart schrieb später, das hätte nur in der hintersten, verkommensten Ecke des katholischen Schwabens geschehen können.<br />
<br />
Quelle: Andrea Hahn, Poesie im Kreuzgang]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Vor 244 Jahren wurde in Wiblingen, heute Ulm-Wiblingen der Jurist Josef Nickel wegen Gotteslästerung<br />
enthauptet, verbrannt und die Asche in die Iller gestreut.<br />
<br />
Einstiger Jesuiten-Zögling hatte er nichtsdestotrotz im evanglischen Tübingen studiert, (nach anderen Quellen in Paris) wo ihm etliches von Voltair etc. untergekommen ist. <br />
Kurz zuvor hatte er in Ulm den Journalisten Schubart besucht gehabt, der ihm ein "harmloses Büchlein" geliehen hatte. Was Schubart in der Folge etliche schlaflose Nächte bereitet hat.<br />
<br />
Nickel hat in einem katholischen Wirtshaus etliches von Voltair usw. verkündet, wurde angezeigt, in den "übelsten Kerker" gesperrt und zum Tod verurteilt, "gnadenhalber" vor dem Scheiterhaufen enthauptet....<br />
Zum großen Entsetzen des aufgeklärten Deutschlands<br />
<br />
Schubart schrieb später, das hätte nur in der hintersten, verkommensten Ecke des katholischen Schwabens geschehen können.<br />
<br />
Quelle: Andrea Hahn, Poesie im Kreuzgang]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nettelbeck]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13187</link>
			<pubDate>Fri, 05 Nov 2021 09:47:42 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13187</guid>
			<description><![CDATA[Die FAZ kritisch zu Nettelbeck<br />
<br />
<a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-erfurter-nettelbeckufer-und-die-geschichtspolitik-der-ddr-17611809-p2.html" target="_blank">https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d...09-p2.html</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die FAZ kritisch zu Nettelbeck<br />
<br />
<a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/das-erfurter-nettelbeckufer-und-die-geschichtspolitik-der-ddr-17611809-p2.html" target="_blank">https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d...09-p2.html</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[200 Todestag Napoleon Bonapartes]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13129</link>
			<pubDate>Wed, 05 May 2021 15:37:06 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=13129</guid>
			<description><![CDATA[Erstaunlicherweise wird er inzwischen auch in Frankreich kritischer gesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Erstaunlicherweise wird er inzwischen auch in Frankreich kritischer gesehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Befreiungskriege]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7836</link>
			<pubDate>Mon, 05 Mar 2018 10:50:56 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7836</guid>
			<description><![CDATA[1809 ist der preußische Major Schill bei Straßenkämpfen in Stralsund gefallen.<br />
Der Hintergrund, wie Schill einen Volksaufstand gegen Napoleon entfachen wollte, und wie dies scheiterte, unterstelle ich mal als bekannt.<br />
<br />
Nun las ich in einem Roman zu dem "schwarzen Herzog" dass sich Jerome, König von Westfalen und Napoleons Bruder,<br />
den abgetrennten Kopf Schills in seine Residenz bringen ließ.<br />
<br />
Stimmt das?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[1809 ist der preußische Major Schill bei Straßenkämpfen in Stralsund gefallen.<br />
Der Hintergrund, wie Schill einen Volksaufstand gegen Napoleon entfachen wollte, und wie dies scheiterte, unterstelle ich mal als bekannt.<br />
<br />
Nun las ich in einem Roman zu dem "schwarzen Herzog" dass sich Jerome, König von Westfalen und Napoleons Bruder,<br />
den abgetrennten Kopf Schills in seine Residenz bringen ließ.<br />
<br />
Stimmt das?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Suche Bücher über Napoleons Strategie]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7207</link>
			<pubDate>Sun, 11 Sep 2016 19:33:24 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7207</guid>
			<description><![CDATA[Hallo <img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" /> <br />
Ich muss für die Schule eine 40.000 Zeichenarbeit mit freier Themenwahl erstellen. Das Thema welches ich mir ausgedacht habe soll die Unterschiede und Überschneidungen von Nepoleons und der Kriegstheorie von Sun Tsu beinhalten. Um diesbezüglich Vergleiche anstellen zu können brauche ich natürlich Bücher die die Kriegsstrategie(en) Napoleons behandeln.<br />
Ich wäre dankbar für Vorschläge und Tipps wie ich solche Werke am besten finden kann <img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" />.<br />
Schonmal danke im Voraus ^.^<br />
Gruß Michi<br />
PS: Ich hoffe ich bin im richtigen Forumsbereich....]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hallo <img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" /> <br />
Ich muss für die Schule eine 40.000 Zeichenarbeit mit freier Themenwahl erstellen. Das Thema welches ich mir ausgedacht habe soll die Unterschiede und Überschneidungen von Nepoleons und der Kriegstheorie von Sun Tsu beinhalten. Um diesbezüglich Vergleiche anstellen zu können brauche ich natürlich Bücher die die Kriegsstrategie(en) Napoleons behandeln.<br />
Ich wäre dankbar für Vorschläge und Tipps wie ich solche Werke am besten finden kann <img src="images/smilies/smile.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Smile" title="Smile" />.<br />
Schonmal danke im Voraus ^.^<br />
Gruß Michi<br />
PS: Ich hoffe ich bin im richtigen Forumsbereich....]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Ergebnis der 100 Tage]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7175</link>
			<pubDate>Thu, 28 Jul 2016 16:06:22 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7175</guid>
			<description><![CDATA[Ich bin mal vor Jahren völlig zufällig auf die Folgen für Frankreich der 100 Tage Herrschaft gestoßen.<br />
Und habe hierzu "woanders" eine Artikelserie geschrieben.<br />
Die werde ich die nächsten Tage hier reinkopieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich bin mal vor Jahren völlig zufällig auf die Folgen für Frankreich der 100 Tage Herrschaft gestoßen.<br />
Und habe hierzu "woanders" eine Artikelserie geschrieben.<br />
Die werde ich die nächsten Tage hier reinkopieren.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Marie-Antoinettes Frauen]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7156</link>
			<pubDate>Sun, 19 Jun 2016 20:33:24 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7156</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: large;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #0000CD;"><span style="font-family: Times New Roman;">Was man sich heute als normal verdienende Frau auch manchmal wünschen würde und auch mit Politik verbinden möchte, hatte Marie-Antoinette als französische Königin schon lange!<br />
<br />
Sie hatte eine eigene Stylistin, Näherin und dazu war sie auch noch Modeministerin, wenn auch inoffiziell, doch hätte die Königin, die Macht gehabt, sie hätte sie an das politische ( Mode-) Pult gesetzt. Die Rede ist von Rose Bertin, sie war sehr mächtig und war eine enge Vertraute der Madame Royale. Doch trotzdem ein wenig bescheiden.<br />
Dazu hatte sie eine eigene Portraitmalerin, also nach heutigen Maßstäben eine erfolgreiche Fotografin.  <img src="images/smilies/new/camera.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Camera" title="Camera" /><br />
Sie wollte sie unbedingt am Hofe haben und hat es auch durchgesetzt. Es war, Elisabeth Vigee`- Lebrun, der  diese Ehre zuteil wurde. Sie war eine der erfolgreichsten Malerinnen in der Rokoko Epoche.<br />
<br />
Gerne sagt man Marie-Antoinette war eine egozentrische, männerverschlingende und nicht feministische Person, jedoch tut man ihr Unrecht. Denn der Hofstaat, hat ihr sprichwörtlich, das Volk vom Halse gehalten. Man weiß auch bis heute nicht, ob die Königin, viele Liebhaber hatte, aber man spekuliert bis heute. So kann man viel über sie sagen, aber dass sie die Frauen nicht gemocht hätte und sie sich   nicht für sie eingesetzt hätte, das ist nicht der Wahrheit entsprechend!<br />
<br />
Achja, noch dazu hat Marie-Antoinette den Satz:" Dann soll das Volk doch Kuchen essen.", niemals gesagt. Das wurde historisch festgestellt und anerkannt.<br />
<br />
<img src="images/smilies/new/cake.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Cake" title="Cake" /><br />
</span></span></span><br />
<br />
<br />
<a href="https://fashion1psychology.files.wordpress.com/2013/03/marie_antoinette_1767a.jpg" target="_blank">https://fashion1psychology.files.wordpre..._1767a.jpg</a><br />
<br />
<br />
<a href="http://i.skyrock.net/0938/73180938/pics/2943677487_1_3.jpg" target="_blank">http://i.skyrock.net/0938/73180938/pics/...87_1_3.jpg</a><br />
<br />
Also,die Bilder sind nicht von mir. <img src="images/smilies/shy.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Shy" title="Shy" /><br />
</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: large;"><span style="font-size: medium;"><span style="color: #0000CD;"><span style="font-family: Times New Roman;">Was man sich heute als normal verdienende Frau auch manchmal wünschen würde und auch mit Politik verbinden möchte, hatte Marie-Antoinette als französische Königin schon lange!<br />
<br />
Sie hatte eine eigene Stylistin, Näherin und dazu war sie auch noch Modeministerin, wenn auch inoffiziell, doch hätte die Königin, die Macht gehabt, sie hätte sie an das politische ( Mode-) Pult gesetzt. Die Rede ist von Rose Bertin, sie war sehr mächtig und war eine enge Vertraute der Madame Royale. Doch trotzdem ein wenig bescheiden.<br />
Dazu hatte sie eine eigene Portraitmalerin, also nach heutigen Maßstäben eine erfolgreiche Fotografin.  <img src="images/smilies/new/camera.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Camera" title="Camera" /><br />
Sie wollte sie unbedingt am Hofe haben und hat es auch durchgesetzt. Es war, Elisabeth Vigee`- Lebrun, der  diese Ehre zuteil wurde. Sie war eine der erfolgreichsten Malerinnen in der Rokoko Epoche.<br />
<br />
Gerne sagt man Marie-Antoinette war eine egozentrische, männerverschlingende und nicht feministische Person, jedoch tut man ihr Unrecht. Denn der Hofstaat, hat ihr sprichwörtlich, das Volk vom Halse gehalten. Man weiß auch bis heute nicht, ob die Königin, viele Liebhaber hatte, aber man spekuliert bis heute. So kann man viel über sie sagen, aber dass sie die Frauen nicht gemocht hätte und sie sich   nicht für sie eingesetzt hätte, das ist nicht der Wahrheit entsprechend!<br />
<br />
Achja, noch dazu hat Marie-Antoinette den Satz:" Dann soll das Volk doch Kuchen essen.", niemals gesagt. Das wurde historisch festgestellt und anerkannt.<br />
<br />
<img src="images/smilies/new/cake.png" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Cake" title="Cake" /><br />
</span></span></span><br />
<br />
<br />
<a href="https://fashion1psychology.files.wordpress.com/2013/03/marie_antoinette_1767a.jpg" target="_blank">https://fashion1psychology.files.wordpre..._1767a.jpg</a><br />
<br />
<br />
<a href="http://i.skyrock.net/0938/73180938/pics/2943677487_1_3.jpg" target="_blank">http://i.skyrock.net/0938/73180938/pics/...87_1_3.jpg</a><br />
<br />
Also,die Bilder sind nicht von mir. <img src="images/smilies/shy.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Shy" title="Shy" /><br />
</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Winkopp und die Endzeit des Kurfürstentums Mainz]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7146</link>
			<pubDate>Tue, 07 Jun 2016 05:53:18 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=7146</guid>
			<description><![CDATA[Hier will unser zaphod uns Wissbegierigen etliches aufdecken<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Och sorry,aber ich hab da leider nicht mitgerätselt,das wär mein Thema gewesen<br />
Natürlich kennt man Friedrich Karl Joseph von Erthal,Peter Adolf Winkopp, Johann Baptist von Bentzel-Sternau und die story dahinter<br />
Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthals "Vertraute" war übrigens jene Sophie von Couenhoven,der ich hier mal ein Rätsel gewidmet hatte. </blockquote>
zitat zaphod]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hier will unser zaphod uns Wissbegierigen etliches aufdecken<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Och sorry,aber ich hab da leider nicht mitgerätselt,das wär mein Thema gewesen<br />
Natürlich kennt man Friedrich Karl Joseph von Erthal,Peter Adolf Winkopp, Johann Baptist von Bentzel-Sternau und die story dahinter<br />
Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthals "Vertraute" war übrigens jene Sophie von Couenhoven,der ich hier mal ein Rätsel gewidmet hatte. </blockquote>
zitat zaphod]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Napoleonische Flurbereinigung]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6946</link>
			<pubDate>Fri, 22 Jan 2016 18:31:31 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6946</guid>
			<description><![CDATA[Unter diesem Begriff wird bis heute die territoriale Neugliederung Deutschlands zwischen ca. 1800 und ca. 1810 verstanden.<br />
Wobei so richtig beendet wurden die ganzen Umverteilungen ja eigentlich erst mit dem Wiener Kongress.<br />
<br />
Den Historikern der 19. Jahrhunderts, meist Borussophil, war das eine dringend notwendigt und zweckmäßige Neugliederung.<br />
<br />
Was ich aber in weiten Teilen sehr in Frage stellen möchte. Die neuen, weit vergrößerten Territorien waren ja in sich sehr weitgehend "abgeschlossen" und nach außen abgeschottet. Auch gab es regional eher noch mehr Besonderheiten und "Blödsinnigkeiten" als zuvor.<br />
<br />
Der Spruch von der "Flurbereinigung" würde mMn nur stimmen, wenn die diversen Territorien des HRR ähnliche souveräne Rechte gehabt hätten. Was nun aber ganz und gar nicht der Fall war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Unter diesem Begriff wird bis heute die territoriale Neugliederung Deutschlands zwischen ca. 1800 und ca. 1810 verstanden.<br />
Wobei so richtig beendet wurden die ganzen Umverteilungen ja eigentlich erst mit dem Wiener Kongress.<br />
<br />
Den Historikern der 19. Jahrhunderts, meist Borussophil, war das eine dringend notwendigt und zweckmäßige Neugliederung.<br />
<br />
Was ich aber in weiten Teilen sehr in Frage stellen möchte. Die neuen, weit vergrößerten Territorien waren ja in sich sehr weitgehend "abgeschlossen" und nach außen abgeschottet. Auch gab es regional eher noch mehr Besonderheiten und "Blödsinnigkeiten" als zuvor.<br />
<br />
Der Spruch von der "Flurbereinigung" würde mMn nur stimmen, wenn die diversen Territorien des HRR ähnliche souveräne Rechte gehabt hätten. Was nun aber ganz und gar nicht der Fall war.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Rheinbund]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6715</link>
			<pubDate>Wed, 08 Jul 2015 18:42:03 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6715</guid>
			<description><![CDATA[Vorab: <br />
Ich habe absolut nicht die Absicht hierzu Blog-Beiträge zu verfassen, im Gegenteil würde ich gerne hier eine lebhafte Diskussion entfachen wollen.<br />
<br />
Zur Begriffs-Klärung: gemeint ist der Rheinbund der Jahre 1806 bis 1813<br />
<br />
Wie ist dieser Staatenbund oder Bundesstaat historisch zu sehen?<br />
<br />
Wobei dies bereits ein bemerkenswerter Punkt ist, denn die Diskussion "Staatenbund" oder "Bundesstaat" und wo die Unterschiede liegen sollen, gibt es seit genau dieser Zeit.<br />
Und nur im deutschsprachigen Bereich. Woanders auf der Welt sieht man dies als zwei Seiten einer Medaille.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Vorab: <br />
Ich habe absolut nicht die Absicht hierzu Blog-Beiträge zu verfassen, im Gegenteil würde ich gerne hier eine lebhafte Diskussion entfachen wollen.<br />
<br />
Zur Begriffs-Klärung: gemeint ist der Rheinbund der Jahre 1806 bis 1813<br />
<br />
Wie ist dieser Staatenbund oder Bundesstaat historisch zu sehen?<br />
<br />
Wobei dies bereits ein bemerkenswerter Punkt ist, denn die Diskussion "Staatenbund" oder "Bundesstaat" und wo die Unterschiede liegen sollen, gibt es seit genau dieser Zeit.<br />
Und nur im deutschsprachigen Bereich. Woanders auf der Welt sieht man dies als zwei Seiten einer Medaille.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haben die Berliner Napoleon 1806 zugejubelt?]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6677</link>
			<pubDate>Wed, 22 Apr 2015 17:35:29 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6677</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite><span> (21.04.2015 16:27)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43561#pid43561" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>"Ich hätte Berlin zerstören sollen" (Napoleon-Zitat aus dem Film "Waterloo"), stimmt das? Wenn es allein nach Blücher, dem alten damals 72jährigen Sturkopf (Mecklenburger eben), gegangen wäre, hätte er das gern mit ganz Paris gemacht und den Pöbel darin füsilieren lassen. Napoleon konnte von Glück reden, nicht diesem senilen Franzosenfresser in die Hand gefallen zu sein.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.04.2015 20:21)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43566#pid43566" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (21.04.2015 16:27)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43561#pid43561" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>"Ich hätte Berlin zerstören sollen" (Napoleon-Zitat aus dem Film "Waterloo"), stimmt das? Wenn es allein nach Blücher, dem alten damals 72jährigen Sturkopf (Mecklenburger eben), gegangen wäre, hätte er das gern mit ganz Paris gemacht und den Pöbel darin füsilieren lassen. Napoleon konnte von Glück reden, nicht diesem senilen Franzosenfresser in die Hand gefallen zu sein.</blockquote>
<br />
<br />
Woher denn auch.<br />
Es wird selten ein Heerführer und Staatsoberhaupt in der frisch eroberten Hauptstadt des Gegners mit größerem Jubel empfangen worden sein.<br />
Als Napoleon in Berlin!</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.04.2015 21:07)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43570#pid43570" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Den angeblich großen allgemeinen Jubel der lokalen Bevölkerung hat man auch 1812 nach der Einnahme von Moskau nach Paris gemeldet.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (22.04.2015 15:58)</span>Harald schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43575#pid43575" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Die preußische Königin Louise  -  eine Mecklenburgerin - hat sich erfolgreich und ohne Rücksicht auf ihre Gesunsheit als antifranzösische Propagandistin betätigt und ich glaube nicht, daß ein Berliner Napoleon noch zugejubelt hat, höchstens seinem Abzug.</blockquote>
<br />
<br />
Woanders kam diese Frage auf.<br />
<br />
Und mMn ist sie klar zu beantworten.<br />
Jawoll, sie haben, und nicht zu knapp.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite><span> (21.04.2015 16:27)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43561#pid43561" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>"Ich hätte Berlin zerstören sollen" (Napoleon-Zitat aus dem Film "Waterloo"), stimmt das? Wenn es allein nach Blücher, dem alten damals 72jährigen Sturkopf (Mecklenburger eben), gegangen wäre, hätte er das gern mit ganz Paris gemacht und den Pöbel darin füsilieren lassen. Napoleon konnte von Glück reden, nicht diesem senilen Franzosenfresser in die Hand gefallen zu sein.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.04.2015 20:21)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43566#pid43566" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (21.04.2015 16:27)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43561#pid43561" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>"Ich hätte Berlin zerstören sollen" (Napoleon-Zitat aus dem Film "Waterloo"), stimmt das? Wenn es allein nach Blücher, dem alten damals 72jährigen Sturkopf (Mecklenburger eben), gegangen wäre, hätte er das gern mit ganz Paris gemacht und den Pöbel darin füsilieren lassen. Napoleon konnte von Glück reden, nicht diesem senilen Franzosenfresser in die Hand gefallen zu sein.</blockquote>
<br />
<br />
Woher denn auch.<br />
Es wird selten ein Heerführer und Staatsoberhaupt in der frisch eroberten Hauptstadt des Gegners mit größerem Jubel empfangen worden sein.<br />
Als Napoleon in Berlin!</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (21.04.2015 21:07)</span>Arkona schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43570#pid43570" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Den angeblich großen allgemeinen Jubel der lokalen Bevölkerung hat man auch 1812 nach der Einnahme von Moskau nach Paris gemeldet.</blockquote>
<br />
<blockquote><cite><span> (22.04.2015 15:58)</span>Harald schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=43575#pid43575" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Die preußische Königin Louise  -  eine Mecklenburgerin - hat sich erfolgreich und ohne Rücksicht auf ihre Gesunsheit als antifranzösische Propagandistin betätigt und ich glaube nicht, daß ein Berliner Napoleon noch zugejubelt hat, höchstens seinem Abzug.</blockquote>
<br />
<br />
Woanders kam diese Frage auf.<br />
<br />
Und mMn ist sie klar zu beantworten.<br />
Jawoll, sie haben, und nicht zu knapp.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Meersburg Ling von Linggenfeld]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6676</link>
			<pubDate>Tue, 21 Apr 2015 14:01:36 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6676</guid>
			<description><![CDATA[Bei den bevorzugten Urlaubsregionen in Deutschland war neulich hier vom Bodensee, und natürlich wurde da auch Meersburg genannt, die Rede.<br />
<br />
Falls die nächsten Monate mal einer hinkommt, hier ein kleines Bemerkenswert:<br />
<br />
Aus Meersburg stammt einer der, zeitgenössisch bekanntesten Rheinbundsoldaten.<br />
Major Lingg später: von Linggenfeld<br />
er "rettete" besser verschonte Hersfeld Anno 1807<br />
<br />
von der Website der Stadt Hersfeld:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Im vierten Koalitionskrieg war Hersfeld wieder von französischen Truppen besetzt. In Hersfeld rückte am 24. Dezember 1806 eine Kompanie des ersten italienischen leichten Infanterieregiments (Teil der Koalitionsarme von Napoléon) unter Kapitän Guillien ein. Sie sollten am nächsten Tag weiter nach Kassel und dann weiter an die Front in Polen marschieren. Viele Soldaten der Kompanie (etwa 160 Mann) wurden in Privathaushalten einquartiert. Nach dem Kirchenbuch der Stadtkirche, kam es zwischen dem Tuchbereiter Pforr in der Wallengasse und dem Sergeantmajor Martinelli zum Streit wegen des Nachtlagers. Martinelli zog seinen Degen und es kam zum Kampf. Durch den Lärm im Haus, kamen dem Sergeantmajor weitere italienische Soldaten, die sie gerade vor dem Haus befanden, zu Hilfe. Daraufhin lief Pforr an ein Fenster und rief „Bürgerrecht". Der Auflauf vor dem Haus und auf den Straßen wurde immer größer und Gerüchte über die entlassenen kurhessischen Soldaten, die sich noch in der Stadt aufhielten, kursierten. So geriet die Situation außer Kontrolle. Viele Bürger bewaffneten sich mit „Äxten, Sensen, Stangen und dergleichen Mordgewehr“ und griffen die Italiener die sich auf den Straßen aufhielten an. Es fielen Schüsse, dabei kam ein italienischer Soldat ums Leben und ein Hauptmann wurde verletzt. Die anderen wurden entwaffnet und gefangen genommen.<br />
Erst als sich daraufhin die Lage wieder beruhigte, wurden die Bürger sich der Lage bewusst, in die sie durch den Aufruhr geraten waren. Kurfürst Wilhelm I. war zu diesem Zeitpunkt von Napoléon schon abgesetzt worden, so bat Bürgermeister Johann Michael Gesing beim französischen Generalgouverneur in Kassel um Gnade für die Stadt. Hersfeld musste zunächst Einquartierungskosten für die anrückenden badischen Truppen und eine Wiedergutmachungsleistung zahlen (z. B. 5000 Paar Schuhe, 1000 Soldatenmäntel und 5000 Taler).<br />
Napoléon entschied dennoch, die Stadt zu plündern und an allen vier Ecken anzuzünden. Mit der Ausführung wird der badische Oberstleutnant Johann Baptist Lingg beauftragt. Am 20. Februar 1807 führte dieser, mit stillschweigender Duldung seiner französischen Vorgesetzten, den Befehl nur wörtlich aus. Es wurden nur vier einzeln stehende Häuser angezündet. Es waren ein Heu- und Strohmagazin am Stift, ein bretternes Exerzierhaus neben dem Brauhaus auf dem Markt, ein kleines Gebäude in der Nähe der Tuchfabrik Braun und das Sondersiechenhaus an der Fuldabrücke. Somit rettet Lingg die Stadt auch vor Plünderung und völliger Vernichtung. Er wurde für sein Handeln von den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. und Wilhelm II. mit dem Großkreuz des hessischen Löwenordens ausgezeichnet und geadelt. Er führte später den Namen Lingg von Linggenfeld. </blockquote>
<br />
das Ereignis und damit Lingg wurden innerhalb kürzester Zeit in ganz Deutschland bekannt.<br />
Johann Peter Hebel <br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Da trat der brave Kommandant von Hersfeld vor die Reihen seiner baldigen Jäger, stellte ihnen zuerst das traurige Schicksal der Einwohner lebhaft vor die Augen und sagte hierauf: »Soldaten! Die Erlaubnis zu plündern fängt jetzt an. Wer dazu Lust hat, der trete heraus aus dem Glied!« So sprach der Kommandant; und wer jetzt ein Glas voll Wein hat neben sich stehen, der trinke es aus zu Ehren der badischen Jäger. Kein Mann trat aus dem Glied. Nicht einer! Der Aufruf wurde wiederholt. Kein Fuss bewegte sich; und wollte der Kommandant geplündert haben, so hätte er müssen selber gehen. Aber es war niemand lieber als ihm, dass die Sache also ablief; das ist leicht zu bemerken. Als die Bürger das erfuhren, war es ihnen zumute wie einem, der aus einem schweren Traum erwacht. Ihre Freude ist nicht zu beschreiben. Sie schickten sogleich eine Gesandtschaft an den Kommandanten, liessen ihm für diese Milde und Grossmut danken und boten ihm aus Dankbarkeit ein grosses Geschenk an. Wer weiss, was mancher getan hätte! Aber der Kommandant schlug dasselbe ab und sagte: er lasse sich keine gute Tat mit Geld bezahlen. »Nur zum Andenken von euch«, setzte er hinzu, »erbitte ich mir eine silberne Münze, auf welcher die Stadt Hersfeld vorgestellt ist und der heutige Auftritt. Dies soll das Geschenk sein, welches ich meiner künftigen Gattin aus dem Krieg mitbringen will.« <span style="font-weight: bold;">Dies ist geschehen im Februar des Jahrs 1807, und so etwas ist des Lesens zweimal wert</span>.</blockquote>
aus Gutenberg.de<br />
<br />
Recht hat er der J.P. Hebel<br />
<br />
Es muss noch eine zweite Fassung der Rede Linggs an seine Soldaten geben, ich musste sie mal in der Penne zergliedern, lange her, gefunden habe ich diese Fassung bis heute nicht mehr.<br />
<br />
Also, wer nach Meersburg kommt, gedenke dem tapferen Ling von Linggenfeld.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bei den bevorzugten Urlaubsregionen in Deutschland war neulich hier vom Bodensee, und natürlich wurde da auch Meersburg genannt, die Rede.<br />
<br />
Falls die nächsten Monate mal einer hinkommt, hier ein kleines Bemerkenswert:<br />
<br />
Aus Meersburg stammt einer der, zeitgenössisch bekanntesten Rheinbundsoldaten.<br />
Major Lingg später: von Linggenfeld<br />
er "rettete" besser verschonte Hersfeld Anno 1807<br />
<br />
von der Website der Stadt Hersfeld:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Im vierten Koalitionskrieg war Hersfeld wieder von französischen Truppen besetzt. In Hersfeld rückte am 24. Dezember 1806 eine Kompanie des ersten italienischen leichten Infanterieregiments (Teil der Koalitionsarme von Napoléon) unter Kapitän Guillien ein. Sie sollten am nächsten Tag weiter nach Kassel und dann weiter an die Front in Polen marschieren. Viele Soldaten der Kompanie (etwa 160 Mann) wurden in Privathaushalten einquartiert. Nach dem Kirchenbuch der Stadtkirche, kam es zwischen dem Tuchbereiter Pforr in der Wallengasse und dem Sergeantmajor Martinelli zum Streit wegen des Nachtlagers. Martinelli zog seinen Degen und es kam zum Kampf. Durch den Lärm im Haus, kamen dem Sergeantmajor weitere italienische Soldaten, die sie gerade vor dem Haus befanden, zu Hilfe. Daraufhin lief Pforr an ein Fenster und rief „Bürgerrecht". Der Auflauf vor dem Haus und auf den Straßen wurde immer größer und Gerüchte über die entlassenen kurhessischen Soldaten, die sich noch in der Stadt aufhielten, kursierten. So geriet die Situation außer Kontrolle. Viele Bürger bewaffneten sich mit „Äxten, Sensen, Stangen und dergleichen Mordgewehr“ und griffen die Italiener die sich auf den Straßen aufhielten an. Es fielen Schüsse, dabei kam ein italienischer Soldat ums Leben und ein Hauptmann wurde verletzt. Die anderen wurden entwaffnet und gefangen genommen.<br />
Erst als sich daraufhin die Lage wieder beruhigte, wurden die Bürger sich der Lage bewusst, in die sie durch den Aufruhr geraten waren. Kurfürst Wilhelm I. war zu diesem Zeitpunkt von Napoléon schon abgesetzt worden, so bat Bürgermeister Johann Michael Gesing beim französischen Generalgouverneur in Kassel um Gnade für die Stadt. Hersfeld musste zunächst Einquartierungskosten für die anrückenden badischen Truppen und eine Wiedergutmachungsleistung zahlen (z. B. 5000 Paar Schuhe, 1000 Soldatenmäntel und 5000 Taler).<br />
Napoléon entschied dennoch, die Stadt zu plündern und an allen vier Ecken anzuzünden. Mit der Ausführung wird der badische Oberstleutnant Johann Baptist Lingg beauftragt. Am 20. Februar 1807 führte dieser, mit stillschweigender Duldung seiner französischen Vorgesetzten, den Befehl nur wörtlich aus. Es wurden nur vier einzeln stehende Häuser angezündet. Es waren ein Heu- und Strohmagazin am Stift, ein bretternes Exerzierhaus neben dem Brauhaus auf dem Markt, ein kleines Gebäude in der Nähe der Tuchfabrik Braun und das Sondersiechenhaus an der Fuldabrücke. Somit rettet Lingg die Stadt auch vor Plünderung und völliger Vernichtung. Er wurde für sein Handeln von den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. und Wilhelm II. mit dem Großkreuz des hessischen Löwenordens ausgezeichnet und geadelt. Er führte später den Namen Lingg von Linggenfeld. </blockquote>
<br />
das Ereignis und damit Lingg wurden innerhalb kürzester Zeit in ganz Deutschland bekannt.<br />
Johann Peter Hebel <br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Da trat der brave Kommandant von Hersfeld vor die Reihen seiner baldigen Jäger, stellte ihnen zuerst das traurige Schicksal der Einwohner lebhaft vor die Augen und sagte hierauf: »Soldaten! Die Erlaubnis zu plündern fängt jetzt an. Wer dazu Lust hat, der trete heraus aus dem Glied!« So sprach der Kommandant; und wer jetzt ein Glas voll Wein hat neben sich stehen, der trinke es aus zu Ehren der badischen Jäger. Kein Mann trat aus dem Glied. Nicht einer! Der Aufruf wurde wiederholt. Kein Fuss bewegte sich; und wollte der Kommandant geplündert haben, so hätte er müssen selber gehen. Aber es war niemand lieber als ihm, dass die Sache also ablief; das ist leicht zu bemerken. Als die Bürger das erfuhren, war es ihnen zumute wie einem, der aus einem schweren Traum erwacht. Ihre Freude ist nicht zu beschreiben. Sie schickten sogleich eine Gesandtschaft an den Kommandanten, liessen ihm für diese Milde und Grossmut danken und boten ihm aus Dankbarkeit ein grosses Geschenk an. Wer weiss, was mancher getan hätte! Aber der Kommandant schlug dasselbe ab und sagte: er lasse sich keine gute Tat mit Geld bezahlen. »Nur zum Andenken von euch«, setzte er hinzu, »erbitte ich mir eine silberne Münze, auf welcher die Stadt Hersfeld vorgestellt ist und der heutige Auftritt. Dies soll das Geschenk sein, welches ich meiner künftigen Gattin aus dem Krieg mitbringen will.« <span style="font-weight: bold;">Dies ist geschehen im Februar des Jahrs 1807, und so etwas ist des Lesens zweimal wert</span>.</blockquote>
aus Gutenberg.de<br />
<br />
Recht hat er der J.P. Hebel<br />
<br />
Es muss noch eine zweite Fassung der Rede Linggs an seine Soldaten geben, ich musste sie mal in der Penne zergliedern, lange her, gefunden habe ich diese Fassung bis heute nicht mehr.<br />
<br />
Also, wer nach Meersburg kommt, gedenke dem tapferen Ling von Linggenfeld.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Presseschau Die Harnröhrchenspritze der Piraten]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6631</link>
			<pubDate>Fri, 06 Feb 2015 14:31:37 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=6631</guid>
			<description><![CDATA[Apiegel Online<br />
<br />
Frau Dr. Angelika Frantz von Spiegel Online berichtet über Funde vom Piratenschiff des "Blackbaerd"<br />
darunter eine Syohilis-spritze<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ausgegraben-harnroehrenspritze-des-piraten-blackbeard-a-1016924.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...16924.html</a><br />
<br />
Ausriss:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das Freibeuterleben barg allerhand Risiken: Verletzungen aus dem Nahkampf, Durchfall durch fauliges Wasser und nicht zuletzt die sexuell übertragbaren Krankheiten der Hafenhuren. Der berühmte Pirat Blackbeard wusste sich zu helfen.<br />
<br />
Piratenschiffe gab es viele - Ärzte und Chirurgen aber waren höchst selten mit an Bord. Das wissen Historiker schon lange. Kein Wunder, dass der berüchtigte Pirat Blackbeard selbst unter seinen Feinden nach Medizinern fahndete, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.</blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Apiegel Online<br />
<br />
Frau Dr. Angelika Frantz von Spiegel Online berichtet über Funde vom Piratenschiff des "Blackbaerd"<br />
darunter eine Syohilis-spritze<br />
<br />
<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/ausgegraben-harnroehrenspritze-des-piraten-blackbeard-a-1016924.html" target="_blank">http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensc...16924.html</a><br />
<br />
Ausriss:<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das Freibeuterleben barg allerhand Risiken: Verletzungen aus dem Nahkampf, Durchfall durch fauliges Wasser und nicht zuletzt die sexuell übertragbaren Krankheiten der Hafenhuren. Der berühmte Pirat Blackbeard wusste sich zu helfen.<br />
<br />
Piratenschiffe gab es viele - Ärzte und Chirurgen aber waren höchst selten mit an Bord. Das wissen Historiker schon lange. Kein Wunder, dass der berüchtigte Pirat Blackbeard selbst unter seinen Feinden nach Medizinern fahndete, um für den Fall der Fälle gewappnet zu sein.</blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Völkerschlacht Leipzig 1813]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5832</link>
			<pubDate>Sat, 12 Oct 2013 16:46:24 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=5832</guid>
			<description><![CDATA[In diesen Tagen jährt sich die Völkerschlacht bei Leipzig zum 200. Mal.<br />
<br />
Niemals vorher und nachher sollen auf deutschem Boden so viele Menschen innerhalb so kurzer Zeit ums Leben gekomme sein.<br />
<br />
Nicht in Kalkriese, nicht bei der Eroberung von Magdeburg nicht in den Hamburger Bombennächten und nicht in Dresden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[In diesen Tagen jährt sich die Völkerschlacht bei Leipzig zum 200. Mal.<br />
<br />
Niemals vorher und nachher sollen auf deutschem Boden so viele Menschen innerhalb so kurzer Zeit ums Leben gekomme sein.<br />
<br />
Nicht in Kalkriese, nicht bei der Eroberung von Magdeburg nicht in den Hamburger Bombennächten und nicht in Dresden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Aufklärung und frühe revolutionäre Bestrebungen im Deutschland des 18.Jhdts]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=3434</link>
			<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 20:03:56 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=3434</guid>
			<description><![CDATA[Bereits im Vorfeld der Französischen Revolution gab es im Heiligen Römischen Reich diverse Bestrebungen und Bewegungen, um aufklärerisches Gedankengut umzusetzen ,teilweise als Reform von oben ,teilweise als revolutionäre Bewegung von unten<br />
In diesem thread sollen diese diversen lokalen und regionalen Aktivitäten beleuchtet werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Bereits im Vorfeld der Französischen Revolution gab es im Heiligen Römischen Reich diverse Bestrebungen und Bewegungen, um aufklärerisches Gedankengut umzusetzen ,teilweise als Reform von oben ,teilweise als revolutionäre Bewegung von unten<br />
In diesem thread sollen diese diversen lokalen und regionalen Aktivitäten beleuchtet werden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hohenzollerische Lande]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1442</link>
			<pubDate>Mon, 26 Nov 2012 14:24:13 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=1442</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite><span> (24.11.2012 13:50)</span>Wallenstein schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=14484#pid14484" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (24.11.2012 12:58)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=14482#pid14482" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Falls es interessiert, kann ich mehr dazu schreiben, allerdings ist es natürlich ein absoluter Regionalfall, der kaum auf größeres Interesse stossen wird.<br />
Insofern belasse ich es mal dabei.</blockquote>
Die Geschichte beider Fürstenhäuser ist aber durchaus interessant, besonders auch, wie sie nach 1848 an Preußen fielen.<br />
Für einen allgemeinen Überblick würden mich Karten der beiden Fürstentümer interessieren.<br />
So weit ich das gesehen habe, waren die Besitzungen durchaus auch verteilt, aber für die Hauptterritorien gibt es sicher Übersichtskarten.<br />
<br />
Wenn du da was hättest.</blockquote>
<br />
<br />
OK.<br />
warum nicht.<br />
<br />
Mal als Überblick:<br />
<br />
Die Hohenzollern sind seit dem 11. Jahrhundert nachzuweisen. Die spätere "preußische Linie" trennte sich noch im Hochmittelalter zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als sie Burggrafen von Nürnberg wurden. Auch bei den süddeutschen Hohenzollern gab es spätere Trennung weiterer Linien, in zeitweilig drei, später nur noch 2 Linien. Hohenzollern-Hechingen, reichsunmittelbar. Und Hohenzollern-Sigmaringen wobei Sigmaringen ein österreichisches Lehen war, man aber die Haigerlocher Linie ererbt hatte, die widerum reichsunmittelbar war. Gefürstet wurden die beiden Linien im 30jährigen Krieg. <br />
Im großen und ganzen besass man ein den heutigen Betrachter überaus verwirrendes Sammelsurium an Besitzungen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Rechtsstellung. <br />
Nichts besonderes im damaligen Südwestdeutschland. <br />
<br />
Besonders war aber die außergewöhnliche hohe Verschuldung beider Fürstenhäuser. Hzl-Hechingen war 1790 seit gut 200 Jahren mehr oder weniger Zahlungsunfähig, und in Sigmaringen sah es nicht viel besser aus, jährlichen Einkünften von ca. 30.000 fl standen Schulden von ca. 1.000.000 fl gegenüber.<br />
<br />
Außergewöhnlich auch die seit über 200 Jahren schwelenden Konflikte Hzl.-Hechingens mit den eigenen Untertanen, die sich in mindestens 14 "Sensen-Revolutionen" äußerten, und in etlichen Prozessen vor dem Reichskammergericht, die Fürst wie Untertanen erhebliche Kosten verursachten.<br />
Wobei die Ursachen dafür immer in der extensiven Ausübung des Jagdrechts der Fürsten lag. Teile des Fürstentums waren sg. "Freipürsch" Gebiet wo es ein fürstl. Jagdrecht nicht gab, das aber "selbstverständlich" eingefordert und auch ausgeübt wurde.<br />
1795 bahnte sich dann unter württ. Vermittlung ein Ausgleich mit der Stadt Hechingen und 1798 mit dem übrigen Fürstentum an.<br />
Der "Landes-Vergleich für Hohenzollern-Hechingen" vom 26. Juni 1798<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.verfassungen.de/de/bw/hohenzollern/vergleich98-i.htm" target="_blank">http://www.verfassungen.de/de/bw/hohenzo...ch98-i.htm</a><br />
<br />
eine konkrete Ausräumung von Streitpunkten, nach der ständischen Tradition des alten Reiches. Wobei man allgemeine "weltverbessernde" Floskeln wie sie in den Verfassungen des 19. und 20. Jahrhunderts so gerne gebraucht werden, vergeblich suchen wird.<br />
<br />
Den Landesvergleich hat das ganze Fürstentum angenommen, außer der Gemeinde Bisingen, wo man in alter schwäbischer Tradition "Noi, ainer an Selbstmord" (nein, eher ein Selbstmord) sagte. <img src="images/smilies/biggrin.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Big Grin" title="Big Grin" /><br />
<br />
<br />
Zu beachten bitte ich aber, auch wen das Fürstentum Hohenzollern wenig interessiert, <br />
<span style="font-weight: bold;">das war die Rechtspraxis im alten Reich!<br />
Die Untertanen hatten eine Stelle wo sie gegen Übergriffe ihres Fürsten klagen konnten. Wo sie, wenn sie Recht hatten, auch Recht bekamen!</span>[/b]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite><span> (24.11.2012 13:50)</span>Wallenstein schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=14484#pid14484" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite><blockquote><cite><span> (24.11.2012 12:58)</span>Suebe schrieb: <a href="http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?pid=14482#pid14482" class="quick_jump">&nbsp;</a></cite>Falls es interessiert, kann ich mehr dazu schreiben, allerdings ist es natürlich ein absoluter Regionalfall, der kaum auf größeres Interesse stossen wird.<br />
Insofern belasse ich es mal dabei.</blockquote>
Die Geschichte beider Fürstenhäuser ist aber durchaus interessant, besonders auch, wie sie nach 1848 an Preußen fielen.<br />
Für einen allgemeinen Überblick würden mich Karten der beiden Fürstentümer interessieren.<br />
So weit ich das gesehen habe, waren die Besitzungen durchaus auch verteilt, aber für die Hauptterritorien gibt es sicher Übersichtskarten.<br />
<br />
Wenn du da was hättest.</blockquote>
<br />
<br />
OK.<br />
warum nicht.<br />
<br />
Mal als Überblick:<br />
<br />
Die Hohenzollern sind seit dem 11. Jahrhundert nachzuweisen. Die spätere "preußische Linie" trennte sich noch im Hochmittelalter zu Beginn des 13. Jahrhunderts, als sie Burggrafen von Nürnberg wurden. Auch bei den süddeutschen Hohenzollern gab es spätere Trennung weiterer Linien, in zeitweilig drei, später nur noch 2 Linien. Hohenzollern-Hechingen, reichsunmittelbar. Und Hohenzollern-Sigmaringen wobei Sigmaringen ein österreichisches Lehen war, man aber die Haigerlocher Linie ererbt hatte, die widerum reichsunmittelbar war. Gefürstet wurden die beiden Linien im 30jährigen Krieg. <br />
Im großen und ganzen besass man ein den heutigen Betrachter überaus verwirrendes Sammelsurium an Besitzungen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Rechtsstellung. <br />
Nichts besonderes im damaligen Südwestdeutschland. <br />
<br />
Besonders war aber die außergewöhnliche hohe Verschuldung beider Fürstenhäuser. Hzl-Hechingen war 1790 seit gut 200 Jahren mehr oder weniger Zahlungsunfähig, und in Sigmaringen sah es nicht viel besser aus, jährlichen Einkünften von ca. 30.000 fl standen Schulden von ca. 1.000.000 fl gegenüber.<br />
<br />
Außergewöhnlich auch die seit über 200 Jahren schwelenden Konflikte Hzl.-Hechingens mit den eigenen Untertanen, die sich in mindestens 14 "Sensen-Revolutionen" äußerten, und in etlichen Prozessen vor dem Reichskammergericht, die Fürst wie Untertanen erhebliche Kosten verursachten.<br />
Wobei die Ursachen dafür immer in der extensiven Ausübung des Jagdrechts der Fürsten lag. Teile des Fürstentums waren sg. "Freipürsch" Gebiet wo es ein fürstl. Jagdrecht nicht gab, das aber "selbstverständlich" eingefordert und auch ausgeübt wurde.<br />
1795 bahnte sich dann unter württ. Vermittlung ein Ausgleich mit der Stadt Hechingen und 1798 mit dem übrigen Fürstentum an.<br />
Der "Landes-Vergleich für Hohenzollern-Hechingen" vom 26. Juni 1798<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.verfassungen.de/de/bw/hohenzollern/vergleich98-i.htm" target="_blank">http://www.verfassungen.de/de/bw/hohenzo...ch98-i.htm</a><br />
<br />
eine konkrete Ausräumung von Streitpunkten, nach der ständischen Tradition des alten Reiches. Wobei man allgemeine "weltverbessernde" Floskeln wie sie in den Verfassungen des 19. und 20. Jahrhunderts so gerne gebraucht werden, vergeblich suchen wird.<br />
<br />
Den Landesvergleich hat das ganze Fürstentum angenommen, außer der Gemeinde Bisingen, wo man in alter schwäbischer Tradition "Noi, ainer an Selbstmord" (nein, eher ein Selbstmord) sagte. <img src="images/smilies/biggrin.gif" style="vertical-align: middle;" border="0" alt="Big Grin" title="Big Grin" /><br />
<br />
<br />
Zu beachten bitte ich aber, auch wen das Fürstentum Hohenzollern wenig interessiert, <br />
<span style="font-weight: bold;">das war die Rechtspraxis im alten Reich!<br />
Die Untertanen hatten eine Stelle wo sie gegen Übergriffe ihres Fürsten klagen konnten. Wo sie, wenn sie Recht hatten, auch Recht bekamen!</span>[/b]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ein weiblicher Kaspar Hauser Fall]]></title>
			<link>http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=984</link>
			<pubDate>Mon, 01 Oct 2012 10:36:33 +0000</pubDate>
			<guid isPermaLink="false">http://www.forum-geschichte.at/Forum/showthread.php?tid=984</guid>
			<description><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Das Grab im Wald</span><br />
<br />
Wer war die geheimnisvolle "Dunkelgräfin" von Hildburghausen? Jetzt soll ihr Leichnam exhumiert werden.</blockquote>
<br />
<img src="http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2012-09/s17-marie-therese/s17-marie-therese-540x304.jpg" border="0" alt="[Bild: s17-marie-therese-540x304.jpg]" /><br />
<br />
Marie Thérèse mit Bruder Louis Joseph, gemalt von Élisabeth Vigée- Lebrun 1787<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das Grab soll ausgehoben werden. So hat es der Stadtrat zu Hildburghausen im Thüringer Wald am 27. Juni dieses Jahres beschlossen, um endlich Gewissheit zu haben, um wen genau es sich bei der »Dunkelgräfin« handelt, die seit 1837 auf dem Stadtberg begraben liegt. Doch während die einen schon die Touristenbusse anrollen sehen und die Kassen klingeln hören, formieren sich andere zum Widerstand und fordern: Lasst sie ruhen!<br />
<br />
Wer nur war die geheimnisvolle Frau, die wegen ihrer grünen Brille und des Schleiers, der stets ihr Gesicht bedeckte, als »Dunkelgräfin« in die Geschichte eingegangen ist?<br />
<br />
Die Spur führt ins Paris der Revolution, ins Jahr 1795: Seit vier Jahren wird Marie Thérèse Charlotte de Bourbon, die 16-jährige Tochter des französischen Königs Ludwig XVI. und seiner Frau Marie Antoinette, im Temple gefangen gehalten. Sie hat hier die Hinrichtung ihrer Eltern und den Tod ihres Bruders miterleben müssen. Sie hat ein Jahr Einzelhaft hinter sich, umgeben von Soldaten, die, wie sie in ihrem Tagebuch schreibt, meist betrunken waren. Ob sie tatsächlich vergewaltigt wurde, lässt sich nicht sicher sagen. Aber es besteht kein Zweifel, dass die Haft dem jungen Mädchen schwere psychische Schäden zugefügt hat.<br />
<br />
./.<br />
Offiziell wird die Prinzessin am 26. Dezember 1795 in Basel an die österreichischen Behörden übergeben. Aber wie sagte Victor Hugo? »Es gibt zwei Arten von Geschichte: die offizielle, lügenhafte Geschichte und dann die geheime, wo die wahren Ursachen der Ereignisse liegen.« Die Geschichte der Tochter Marie Antoinettes ist dafür ein vollendetes Beispiel.<br />
<br />
Nach der offiziellen Geschichtsschreibung trifft sie Anfang Januar 1796 am Wiener Hof ein, wird freundlich aufgenommen und wie eine Tochter des Kaisers behandelt. 1799 heiratet sie ihren Cousin und lebt als Herzogin von Angoulême in Litauen und England – am Hof ihres Onkels, eines Bruders Ludwigs XVI. Nach der Vertreibung Napoleons kehrt dieser 1815 – als Ludwig XVIII. – mithilfe der Alliierten auf den wiedererrichteten französischen Königsthron zurück. Im Juli 1830 aber kommt es zu einer erneuten Revolution in Paris und zur endgültigen Vertreibung der Bourbonen. Die Herzogin stirbt 1851 einsam und verbittert in Frohsdorf bei Wien.<br />
<br />
./.<br />
<br />
Die inoffizielle Version ist spektakulärer, nach neuesten Erkenntnissen aber die plausiblere. Schon im Januar 1796 schreibt Maria Karolina, Königin von Neapel und Schwester Marie Antoinettes: »Ich bin krank vor Angst, dass diese Bestien sich erlauben, ein anderes Mädchen anstelle meiner Nichte nach Wien zu schicken.« Und auch der englische Geheimagent Lord Wickham erhält von seinen Informanten beunruhigende Berichte von einer geplanten Flucht oder Entführung der Königstochter während ihres Aufenthalts in Basel. In den Archives nationales in Paris liegen zudem die Erpresserbriefe, die – Jahrzehnte später – eine ehemalige Untergouvernante an die Herzogin von Angoulême schreibt. In diesen Briefen droht sie damit, das Geheimnis der Vertauschung zu lüften. Bis zu ihrem Tod zahlt die Herzogin ein Vermögen an Schweigegeld.<br />
<br />
Die Korrespondenz belegt eindeutig, dass nicht die Tochter Marie Antoinettes in Wien angekommen ist, sondern ihre Halbschwester Marie Philippine, genannt Ernestine, eine uneheliche Tochter Ludwigs XVI. (Die Mutter ist eine seiner Kammerfrauen). Zusammen mit Marie Thérèse wurde sie am Hof zu Versailles erzogen.<br />
<br />
Die Briefe, die Maria Karolina von Neapel zwischen 1796 und 1799 an ihre Tochter, die österreichische Kaiserin, schickt, zeigen, dass man den Betrug in Wien schon sehr bald bemerkte.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.zeit.de/2012/39/Dunkelgraefin-Hildburghausen" target="_blank">http://www.zeit.de/2012/39/Dunkelgraefin-Hildburghausen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><cite>Zitat:</cite><span style="font-size: large;">Das Grab im Wald</span><br />
<br />
Wer war die geheimnisvolle "Dunkelgräfin" von Hildburghausen? Jetzt soll ihr Leichnam exhumiert werden.</blockquote>
<br />
<img src="http://images.zeit.de/wissen/geschichte/2012-09/s17-marie-therese/s17-marie-therese-540x304.jpg" border="0" alt="[Bild: s17-marie-therese-540x304.jpg]" /><br />
<br />
Marie Thérèse mit Bruder Louis Joseph, gemalt von Élisabeth Vigée- Lebrun 1787<br />
<br />
<blockquote><cite>Zitat:</cite>Das Grab soll ausgehoben werden. So hat es der Stadtrat zu Hildburghausen im Thüringer Wald am 27. Juni dieses Jahres beschlossen, um endlich Gewissheit zu haben, um wen genau es sich bei der »Dunkelgräfin« handelt, die seit 1837 auf dem Stadtberg begraben liegt. Doch während die einen schon die Touristenbusse anrollen sehen und die Kassen klingeln hören, formieren sich andere zum Widerstand und fordern: Lasst sie ruhen!<br />
<br />
Wer nur war die geheimnisvolle Frau, die wegen ihrer grünen Brille und des Schleiers, der stets ihr Gesicht bedeckte, als »Dunkelgräfin« in die Geschichte eingegangen ist?<br />
<br />
Die Spur führt ins Paris der Revolution, ins Jahr 1795: Seit vier Jahren wird Marie Thérèse Charlotte de Bourbon, die 16-jährige Tochter des französischen Königs Ludwig XVI. und seiner Frau Marie Antoinette, im Temple gefangen gehalten. Sie hat hier die Hinrichtung ihrer Eltern und den Tod ihres Bruders miterleben müssen. Sie hat ein Jahr Einzelhaft hinter sich, umgeben von Soldaten, die, wie sie in ihrem Tagebuch schreibt, meist betrunken waren. Ob sie tatsächlich vergewaltigt wurde, lässt sich nicht sicher sagen. Aber es besteht kein Zweifel, dass die Haft dem jungen Mädchen schwere psychische Schäden zugefügt hat.<br />
<br />
./.<br />
Offiziell wird die Prinzessin am 26. Dezember 1795 in Basel an die österreichischen Behörden übergeben. Aber wie sagte Victor Hugo? »Es gibt zwei Arten von Geschichte: die offizielle, lügenhafte Geschichte und dann die geheime, wo die wahren Ursachen der Ereignisse liegen.« Die Geschichte der Tochter Marie Antoinettes ist dafür ein vollendetes Beispiel.<br />
<br />
Nach der offiziellen Geschichtsschreibung trifft sie Anfang Januar 1796 am Wiener Hof ein, wird freundlich aufgenommen und wie eine Tochter des Kaisers behandelt. 1799 heiratet sie ihren Cousin und lebt als Herzogin von Angoulême in Litauen und England – am Hof ihres Onkels, eines Bruders Ludwigs XVI. Nach der Vertreibung Napoleons kehrt dieser 1815 – als Ludwig XVIII. – mithilfe der Alliierten auf den wiedererrichteten französischen Königsthron zurück. Im Juli 1830 aber kommt es zu einer erneuten Revolution in Paris und zur endgültigen Vertreibung der Bourbonen. Die Herzogin stirbt 1851 einsam und verbittert in Frohsdorf bei Wien.<br />
<br />
./.<br />
<br />
Die inoffizielle Version ist spektakulärer, nach neuesten Erkenntnissen aber die plausiblere. Schon im Januar 1796 schreibt Maria Karolina, Königin von Neapel und Schwester Marie Antoinettes: »Ich bin krank vor Angst, dass diese Bestien sich erlauben, ein anderes Mädchen anstelle meiner Nichte nach Wien zu schicken.« Und auch der englische Geheimagent Lord Wickham erhält von seinen Informanten beunruhigende Berichte von einer geplanten Flucht oder Entführung der Königstochter während ihres Aufenthalts in Basel. In den Archives nationales in Paris liegen zudem die Erpresserbriefe, die – Jahrzehnte später – eine ehemalige Untergouvernante an die Herzogin von Angoulême schreibt. In diesen Briefen droht sie damit, das Geheimnis der Vertauschung zu lüften. Bis zu ihrem Tod zahlt die Herzogin ein Vermögen an Schweigegeld.<br />
<br />
Die Korrespondenz belegt eindeutig, dass nicht die Tochter Marie Antoinettes in Wien angekommen ist, sondern ihre Halbschwester Marie Philippine, genannt Ernestine, eine uneheliche Tochter Ludwigs XVI. (Die Mutter ist eine seiner Kammerfrauen). Zusammen mit Marie Thérèse wurde sie am Hof zu Versailles erzogen.<br />
<br />
Die Briefe, die Maria Karolina von Neapel zwischen 1796 und 1799 an ihre Tochter, die österreichische Kaiserin, schickt, zeigen, dass man den Betrug in Wien schon sehr bald bemerkte.</blockquote>
<br />
zum weiterlesen<br />
<a href="http://www.zeit.de/2012/39/Dunkelgraefin-Hildburghausen" target="_blank">http://www.zeit.de/2012/39/Dunkelgraefin-Hildburghausen</a>]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>