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Germanisch/deutsche Dialekte
28.01.2013, 10:48
Beitrag: #141
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 09:39)Uta schrieb:  
(21.12.2012 21:20)Suebe schrieb:  Bei uns gibt es das Wort "keien" das man so grob mit "werfen" umschreiben kann.
In meinem Wohnort hat "keien" aber außerdem noch die Bedeutung von "hinfallen". Was lt. Mundartforschern nur hier nachzuweisen ist.

Bist du dir da sicher?
Mir ist das "na keie" (hinfallen) durchaus auch geläufig.


und das "fort keia" (wegschmeißen) ebenfalls?

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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28.01.2013, 10:53
Beitrag: #142
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 10:48)Suebe schrieb:  
(28.01.2013 09:39)Uta schrieb:  Bist du dir da sicher?
Mir ist das "na keie" (hinfallen) durchaus auch geläufig.


und das "fort keia" (wegschmeißen) ebenfalls?

Ja, sicher
allerdings nicht hier im Schwarzwald. Aber aus dem RW- Umfeld kenne ich das schon. Hab es selbst oft verwendet. Vielleicht ist da der Einfluss von der Alb sehr stark?
In RW tummeln sich ja doch viele Heuberger Wink

Gruß Uta

nicht ärgern, nur wundern...
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28.01.2013, 12:23
Beitrag: #143
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 10:53)Uta schrieb:  
(28.01.2013 10:48)Suebe schrieb:  und das "fort keia" (wegschmeißen) ebenfalls?

Ja, sicher
allerdings nicht hier im Schwarzwald. Aber aus dem RW- Umfeld kenne ich das schon. Hab es selbst oft verwendet. Vielleicht ist da der Einfluss von der Alb sehr stark?
In RW tummeln sich ja doch viele Heuberger Wink

Gruß Uta


der "Heuberg" hieß bei uns früher Hardt, genauer Ebinger Hardt, und man ist bis heute nicht so glücklich, dass durch den "badenserischen" Truppenübungsplatz dieser Name mehr oder weniger untergegangen ist.
für uns lag der Heuberg jenseits von Schlichem und Bära.

Aber OK.
Die og Info habe ich von Dr. Hermann Bizer aus seinem Tailfinger Heimatbuch. (war übrigens mein erster Englischlehrer und Deutschlehrer :coolSmile dort weist er auf die Doppelbedeutung des Wortes "keia" hin, die man nur in Ebingen kennen würde, andernorts und auch in Tailfingen dagegen ncht.
Ich lese es am besten nochmals nach. Vielleicht spielt mir der Alois einen Streich......

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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28.01.2013, 12:50
Beitrag: #144
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 12:23)Suebe schrieb:  der "Heuberg" hieß bei uns früher Hardt, genauer Ebinger Hardt, und man ist bis heute nicht so glücklich, dass durch den "badenserischen" Truppenübungsplatz dieser Name mehr oder weniger untergegangen ist.
für uns lag der Heuberg jenseits von Schlichem und Bära.

Danke für die Info!

Ich muss fairerweise aber auch zugeben, dass in RW und Umgebung jeder, der sich sprachlicherseits als "von dr Alb" stammend zu erkennen gibt, automatisch auf den ominösen "Heuberg" verortet wird. Fragt man allerdings, wo denn der Heuberg genau sei, kann dir in RW kaum einer eine befriedigende Antwort geben. Irgendwo zwischen Balingen und Tuttlingen....

Zitat:Aber OK.
Die og Info habe ich von Dr. Hermann Bizer aus seinem Tailfinger Heimatbuch. (war übrigens mein erster Englischlehrer und Deutschlehrer :coolSmile dort weist er auf die Doppelbedeutung des Wortes "keia" hin, die man nur in Ebingen kennen würde, andernorts und auch in Tailfingen dagegen ncht.
Ich lese es am besten nochmals nach. Vielleicht spielt mir der Alois einen Streich......
Vielleicht hat er ja schon recht, vielleicht wurde das Wort "exportiert".


OT: Eine kleine Anekdote nur für den Sueben:

Rottweiler Narrensprung, Klein-Uta steht an der Straße, hinter ihr ein älteres Ehepaar, mit sehr markantem Zungenschlag.
Plötzlich ruft er aufgeregt: "Do, hosch's Heizmanne gsäh?"
Sie darauf: "Wau????"
Er: "Sell danne dau, s'hot grad gwauke."
Klein-Uta fassungslos, hat kein Wort verstanden. Der Opa von Klein-Uta meint nur lapidar: "Heuberg! Eindeutig Heuberg!" Big Grin

nicht ärgern, nur wundern...
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28.01.2013, 15:09
Beitrag: #145
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 09:39)Uta schrieb:  
(21.12.2012 21:20)Suebe schrieb:  Bei uns gibt es das Wort "keien" das man so grob mit "werfen" umschreiben kann.
In meinem Wohnort hat "keien" aber außerdem noch die Bedeutung von "hinfallen". Was lt. Mundartforschern nur hier nachzuweisen ist.

Bist du dir da sicher?
Mir ist das "na keie" (hinfallen) durchaus auch geläufig.

Aus dem Bairischen kenn ich den Ausdruck, es habe jemanden "hi ghaut", also "hin gehauen", das hat aber mit eurem "keien" wahrscheinlich nix zu tun.
Im Lexer bin ich überraschenderweise auch auf keinen Hinweis gestoßen. Aus dem Mittelhochdeutschen kommt das Wort also auch nicht. Spricht alles tatsächlich für eine lokale Sprachspezialität...

VG
Christian
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28.01.2013, 15:49
Beitrag: #146
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 12:50)Uta schrieb:  Danke für die Info!

Ich muss fairerweise aber auch zugeben, dass in RW und Umgebung jeder, der sich sprachlicherseits als "von dr Alb" stammend zu erkennen gibt, automatisch auf den ominösen "Heuberg" verortet wird. Fragt man allerdings, wo denn der Heuberg genau sei, kann dir in RW kaum einer eine befriedigende Antwort geben. Irgendwo zwischen Balingen und Tuttlingen....



OT: Eine kleine Anekdote nur für den Sueben:

Rottweiler Narrensprung, Klein-Uta steht an der Straße, hinter ihr ein älteres Ehepaar, mit sehr markantem Zungenschlag.
Plötzlich ruft er aufgeregt: "Do, hosch's Heizmanne gsäh?"
Sie darauf: "Wau????"
Er: "Sell danne dau, s'hot grad gwauke."
Klein-Uta fassungslos, hat kein Wort verstanden. Der Opa von Klein-Uta meint nur lapidar: "Heuberg! Eindeutig Heuberg!" Big Grin

Aus aktuellem Anlass:
am Samstag starb der Schwiegergroßvater meiner Tochter.
Hat man dem erzählt, dass für uns der schnellste Weg nach Schwenningen über Wellendingen wäre, hat er sich fast kaputt gelacht, und folgenden Monolog gehalten: "Wa, vo Wellendingen obenra? Die Sau kauf i et!" Hot der Bauer gesagt "Ja worom au des? Mei Alte ischt vo det".

Er ruhe in Frieden.
War ein netter Mensch.



TT:
Der Gebirgsstock den man heute gemeinhin Heuberg nennt, wird so grob von einer Linie Tuttlingen-Balingen-Ebingen-Sigmaringen-Tuttlingen umgrenzt.
Die Region der 10 Tausender, nach den 10 Bergen die 1.000 m und mehr über NN messen und alle in dem Bereich sind.
Quer über den "heutigen" Heuberg geht aber eine Sprachgrenze, das Übergangsgebiet zu jenen, die eine Lautverschiebung verschlafen haben.
Und früher war es grob so, dass soweit schwäbisch gesprochen wurde, war es das Hardt und wo die alemannischen Brocken, wie zB das von dir genannte "wau" für wo oder das "dau" für du, dazwischen kamen, war der Heuberg.
Am Harras ist die Sprach-Grenze zu verorten oder zwischen Nusplingen und Egesheim, eben diese recht großen Waldgebiete dort.

Ich habe es soeben nochmals nachgelesen, der Dr. Bizer weist explizit daraufhin, dass der Ebinger zweierlei Bedeutungen für "keien" kennen würde, der Tailfinger aber nicht. er schreibt es in wunderschöner Lautschrift, die ich damals nicht schnallte, als er mein Steißtrommler war, und heute natürlich noch weniger, außerdem ist sie inzwischen ja eh überholt, ........................irgendwie geht mir heute schon die Vergangenheit nach

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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28.01.2013, 16:47
Beitrag: #147
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 15:49)Suebe schrieb:  Aus aktuellem Anlass:
am Samstag starb der Schwiegergroßvater meiner Tochter.
Das tut mir leid.

Zitat:TT:
Der Gebirgsstock den man heute gemeinhin Heuberg nennt, wird so grob von einer Linie Tuttlingen-Balingen-Ebingen-Sigmaringen-Tuttlingen umgrenzt.
Die Region der 10 Tausender, nach den 10 Bergen die 1.000 m und mehr über NN messen und alle in dem Bereich sind.
Quer über den "heutigen" Heuberg geht aber eine Sprachgrenze, das Übergangsgebiet zu jenen, die eine Lautverschiebung verschlafen haben.
Und früher war es grob so, dass soweit schwäbisch gesprochen wurde, war es das Hardt und wo die alemannischen Brocken, wie zB das von dir genannte "wau" für wo oder das "dau" für du, dazwischen kamen, war der Heuberg.
Am Harras ist die Sprach-Grenze zu verorten oder zwischen Nusplingen und Egesheim, eben diese recht großen Waldgebiete dort.
Danke! Smile

Man hat mitunter bei einigen Dörfern/kleineren Städten schon den Eindruck, sie wären zumindest so lange von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, dass sich eine eigene Sprache herausbilden konnte. Ich brauchte z.B. rund 2 Jahre, bis ich die Bedeutung von "migga mian" herausbekommen habe. (Es heißt: bremsen müssen...Rolleyes.)

Eigentlich eine Lebensaufgabe, das aufzudröseln

nicht ärgern, nur wundern...
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28.01.2013, 21:14
Beitrag: #148
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(28.01.2013 16:47)Uta schrieb:  Man hat mitunter bei einigen Dörfern/kleineren Städten schon den Eindruck, sie wären zumindest so lange von der Außenwelt abgeschnitten gewesen, dass sich eine eigene Sprache herausbilden konnte. Ich brauchte z.B. rund 2 Jahre, bis ich die Bedeutung von "migga mian" herausbekommen habe. (Es heißt: bremsen müssen...Rolleyes.)

Eigentlich eine Lebensaufgabe, das aufzudröseln

Das ist richtig.
Und Sprache lebt. Das ist wirklich ein überaus interessantes Kapitel.
Bei uns gibt es ein Stadtviertel, in den 50ern erbaut und damals überwiegend von Heimatvertriebenen und Flüchtligen bewohnt. In dem Viertel haben die damals Jüngeren (heute sind die zwischen 70 und 80) in dem Bemühen sich anzupassen, einen recht prägnanten "Slang" gesprochen. Den man heute natürlich nicht mehr hört.
Das "Fläsch le Bier" klingt mir noch in den Ohren, für das schwäbische "Fläschle Bier" das "le" aber französisch ausgesprochen wie der männliche franz. Artikel.

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03.02.2013, 22:12
Beitrag: #149
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Eine interessante Entwicklung beschreibt die NZZ:

Zitat:SMS in Schwyzertütsch
Die Verschriftlichung der Mundart[
/quote]

[Bild: 1.17974733.1359698373.jpg]

[quote]Wer Kinder hat, weiss, dass sie ihre SMS in Mundart verfassen. Schreibt man nun auf Hochdeutsch oder Mundart zurück? Die Frage ist von tiefgreifender Bedeutung für den Gebrauch der Mundart, der sich bisher auf Mündlichkeit beschränkte. Es ist eine linguistische Revolution im Gange, deren Ende weit offen ist

Auf Facebook gibt es eine Seite, sie heisst «Schwyzerdütsch» und zählt über 270 000 Follower. Zum Vergleich: Analoge Seiten für die «Deutsche Sprache» bringen es zusammen auf etwa 85 000 Fans, und sogar die internationale «English Language»-Community auf Facebook ist kleiner. Auf der Schwyzerdütsch-Seite tauscht man sich, wie in jedem sozialen Netz, über alles Mögliche aus, mit Vorliebe über «heimische» Themen und sehr viel – über Dialektwörter. Man fragt zum Beispiel, ob jemand wisse, was «pfägsä» heisse; es laufen Sammelaktionen für Dialektausdrücke, so wie etwa für die «Pfütze»: Glungge, Guntä, Glonge, Gudlä, Gumpi, Guddla – zum Wort sind 1400 «Kommentär» eingegangen. Doch die Facebook-Seite ist nicht nur als Volks-Idiotikon interessant. Und sie ist auch nicht nur Zeugnis des markanten Interesses, das viele Schweizer heute an ihrer Mundart haben. Die Seite gibt auch Einblick in die spannende Entwicklung, die Schweizerdeutsch zurzeit durchmacht. Es ist eine Entwicklung, die den linguistischen Wissensstand über Schweizerdialekte in vielen Aspekten überholt hat.
Die neue Handy-Generation

Das Erste, was nicht mehr zutrifft: dass Schweizerdeutsch eine mündliche Sprachvarietät ist, in der nur «gelegentlich» geschrieben wird. Die altersdurchmischte, zum grössten Teil jedoch aus jüngeren Leuten bestehende Schwyzerdütsch-Gemeinschaft kommuniziert auf Facebook eben auf Mundart. Das wäre gar nicht möglich gewesen, wenn sich diese im letzten Jahrzehnt nicht zu einer etablierten Schriftsprache entwickelt hätte.

zum weiterlesen
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/ueb...1.17973385

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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05.05.2013, 12:20
Beitrag: #150
Bairische Dialekte
.
Servus .

Gerade habe ich Erschütterndes gelesen .
Und das Heute , am 5.5. dem Mundarttage !!!

Es ist Feuer am Dach .
In Bayern überlegt man , bei der UNESCO einen Antrag
zu stellen die Süddeutschen bairischen Dialekte als
regionale Minderheitensprache anzuerkennen .

Ich wußte gar nicht daß Bairisch schon seit 2009.
im UNESCO-Atlas der gefährdeten Sprachen aufscheint !!!!!!

Zum Nachlesen :

http://www.nachrichten.at/oberoesterreic...70,1113928

G.v.Luki.

Und übrigens , Morgen ist auch noch ein Tag Cool
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09.05.2013, 18:29
Beitrag: #151
RE: Bairische Dialekte
(05.05.2013 12:20)Luki schrieb:  Ich wußte gar nicht daß Bairisch schon seit 2009.
im UNESCO-Atlas der gefährdeten Sprachen aufscheint !!!!!!

Nach meinen Erfahrungen mit der modernen Jugend durchaus logisch. Kaum einer, der noch bairisch spricht.
Ich tu das meine dazu, dass aus mir einem Bairisch-Sprecher zumindest zwei neue hervorgehen. Wink

VG
Christian
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10.05.2013, 16:23
Beitrag: #152
RE: Bairische Dialekte
(09.05.2013 18:29)913Chris schrieb:  
(05.05.2013 12:20)Luki schrieb:  Ich wußte gar nicht daß Bairisch schon seit 2009.
im UNESCO-Atlas der gefährdeten Sprachen aufscheint !!!!!!

Nach meinen Erfahrungen mit der modernen Jugend durchaus logisch. Kaum einer, der noch bairisch spricht.
Ich tu das meine dazu, dass aus mir einem Bairisch-Sprecher zumindest zwei neue hervorgehen. Wink

VG
Christian

Ich habe sehr gekämpft.
Mit 1/3 Erfolg. Die Mittlere penetrant nach der Schrift, die Älteste naja, der Jüngste ein Schwabe wie er im Buche steht.

Zitat:OT: Eine kleine Anekdote nur für den Sueben:

Rottweiler Narrensprung, Klein-Uta steht an der Straße, hinter ihr ein älteres Ehepaar, mit sehr markantem Zungenschlag.
Plötzlich ruft er aufgeregt: "Do, hosch's Heizmanne gsäh?"
Sie darauf: "Wau????"
Er: "Sell danne dau, s'hot grad gwauke."
Klein-Uta fassungslos, hat kein Wort verstanden. Der Opa von Klein-Uta meint nur lapidar: "Heuberg! Eindeutig Heuberg!

eine kleine Anekdote exclusiv für Uta:
Der junge Suebe hat seine Heutige vielleicht einzwei Wochen poussiert. Eines Sonntagspätnachmittags ist er mit ihr einkehren gegangen, Schwenningen/Baden also Heuberg.
Als die Bedienung kam, zwecks Bezahlung, hat der Suebe einen der blöden Sprüch gemacht wie "hoffentlich langts Geld, oder kann ich spülen" oder so ähnlich.
Die Bedienung, offensichtlich der autochthonen Bevölkerung entstammend:
"Ha, du werscht Sonntigsgeld schau versoffe hau"
Es traf mich ein vielsagender gar nichts gutes versprechender Blick von der Seite.
Hinterher die überhaupt nicht rhetorische Frage: "Kennst du die?"
Nein, auf Ehre und Gewissen, ich hatte die Dame noch nie gesehen.

Das Sonntagsgeld hatte ich sowieso nicht versoffen, überhaupt wurde ich durch den Einfluss meiner Begleiterin ein viel besserer Mensch. Aber das muss man zuerstmal glaubhaft rüberbrigen.....
Schwerstarbeit.

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10.05.2013, 16:44
Beitrag: #153
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 16:23)Suebe schrieb:  Als die Bedienung kam, zwecks Bezahlung, hat der Suebe einen der blöden Sprüch gemacht wie "hoffentlich langts Geld, oder kann ich spülen" oder so ähnlich.
Die Bedienung, offensichtlich der autochthonen Bevölkerung entstammend:
"Ha, du werscht Sonntigsgeld schau versoffe hau"
Es traf mich ein vielsagender gar nichts gutes versprechender Blick von der Seite.
Hinterher die überhaupt nicht rhetorische Frage: "Kennst du die?"
Nein, auf Ehre und Gewissen, ich hatte die Dame noch nie gesehen.

Das Sonntagsgeld hatte ich sowieso nicht versoffen, überhaupt wurde ich durch den Einfluss meiner Begleiterin ein viel besserer Mensch. Aber das muss man zuerstmal glaubhaft rüberbrigen.....
Schwerstarbeit.

Servus Suebe .

Au Weh , au Weh .

Das war ja Schwerstarbeit für Dich ?
Du warst ja direkt von Mißtrauen umzingelt . Confused

G.v.Luki

Und übrigens , Morgen ist auch noch ein Tag Cool
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10.05.2013, 18:03
Beitrag: #154
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 16:23)Suebe schrieb:  
(09.05.2013 18:29)913Chris schrieb:  Nach meinen Erfahrungen mit der modernen Jugend durchaus logisch. Kaum einer, der noch bairisch spricht.
Ich tu das meine dazu, dass aus mir einem Bairisch-Sprecher zumindest zwei neue hervorgehen. Wink

VG
Christian

Ich habe sehr gekämpft.
Mit 1/3 Erfolg. Die Mittlere penetrant nach der Schrift, die Älteste naja, der Jüngste ein Schwabe wie er im Buche steht.

Immerhin! Ich hatte keinerlei Erfolg Sad

Mein mir angetrauter Göttergatte verbrachte 45 seiner 46 Lenze in unseren herrlichen südwestlichen Gefilden, tut aber immer noch so als sei er direkt und erst vor Kurzem aus dem Niedersächsichen importiert worden. Unsere zwei mustergültigen Sprösslinge weigern sich konstant und äußerst erfolgreich, sich sprachlich in irgendeiner Weise an den hierzulande üblichen Zungenschlag anzupassen, fallen aber regelmäßig aus allen Wolken, wenn einer fragt:
"sog a'mol, woher kumsch du eigentlich?"
Sohn: "Na, von hier, woher denn sonst?"
Frager: "Hanoi, ka itt sei! Du schwätsch so komisch..."
Sohn: "Ehrlich? Findest du? Ich finde, ich rede ganz normal....." Confused

Also, ich gebe es unumwunden zu: ICH HABE VERSAGT! Blush

@suebe
das ist mal wieder eine herrliche Anekdote, die die schwäbische Seele zeigt... Gestern habe ich doch nach ewiger Zeit mal wieder Hannes und dr Bürgermeister geguckt. Ich hätte mich wegschmeissen können - vor allem als meine liebe Familie um Übersetzung gebeten hat.... Big Grin
Hab mir dann nur gedacht: "Ätsch Gäbele, selber schuld!!!"

Big Grin

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10.05.2013, 19:03
Beitrag: #155
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 18:03)Uta schrieb:  ......Gestern habe ich doch nach ewiger Zeit mal wieder Hannes und dr Bürgermeister geguckt. Ich hätte mich wegschmeissen können - vor allem als meine liebe Familie um Übersetzung gebeten hat.... Big Grin
Hab mir dann nur gedacht: "Ätsch Gäbele, selber schuld!!!"

Big Grin

Servus Uta .

Bevor die deutschen Privatsender mit sogenannten Regional Sendern
wie Atv und Puls 4 hereinkamen , da hatten wir beim Kabel auch noch den
SWR . Leider wurde der gekappt .

Hannes und der Bürgermeister war für mich faßt ein Pflichttermin .
Der arrogante , aber strohdumme Bürgermeister .
und der pfiffige Bürobote ( Mädchen für Alles ) Hannes ,
der beim Nachhauseweg vom Wirtshaus , frühmorgens
mit Vorliebe beim Pfarrer sturmleutete .

Da ich den Dialogen , für mich verständlich folgen konnte ,
vermutete ich daß die Texte in der Sendung etwas verständlicher ,
eben Sendegerecht aufbereitet wurden .
Zwecks größerer Reichweite .
Habe ich Recht oder irre ich mich ??

G.v.Luki

Und übrigens , Morgen ist auch noch ein Tag Cool
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10.05.2013, 20:30
Beitrag: #156
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 16:44)Luki schrieb:  Servus Suebe .

Au Weh , au Weh .

Das war ja Schwerstarbeit für Dich ?
Du warst ja direkt von Mißtrauen umzingelt . Confused

G.v.Luki

Meine Herzensdame kennt mich schon von der Schule her.
Und ist mir deshalb lange aus dem Weg gegangen. Confused

"Gute Freunde" haben sie dann auch eingehend vor mit gewarnt.
Wenn ich es so recht überlege, haben da noch so 2-3 ein paar Ohrfeigen gut.
Seis drum.
Ich habe erfolgreich Überzeugungsarbeit geleistet. Heart

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10.05.2013, 21:38
Beitrag: #157
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 19:03)Luki schrieb:  Bevor die deutschen Privatsender mit sogenannten Regional Sendern
wie Atv und Puls 4 hereinkamen , da hatten wir beim Kabel auch noch den
SWR . Leider wurde der gekappt .

Hannes und der Bürgermeister war für mich faßt ein Pflichttermin .
Der arrogante , aber strohdumme Bürgermeister .
und der pfiffige Bürobote ( Mädchen für Alles ) Hannes ,
der beim Nachhauseweg vom Wirtshaus , frühmorgens
mit Vorliebe beim Pfarrer sturmleutete .

Da ich den Dialogen , für mich verständlich folgen konnte ,
vermutete ich daß die Texte in der Sendung etwas verständlicher ,
eben Sendegerecht aufbereitet wurden .
Zwecks größerer Reichweite .
Habe ich Recht oder irre ich mich ??


Es ist bei allen diesen Dialektsendungen so, dass da nur sehr "gereinigter" Dialekt benutzt wird.
Eine Mundartform die so nirgens und von niemandem gesprochen wird.

Wobei, vor kurzem hat mir einer aus einem Dorf in der Nähe erzählt, dass sie, die Dörfler, dreisprachig aufwachsen würden.
Ihren örtlichen Dialekt, den städtischen (also meinen, sagte er nicht, meinte er aber) und die Standartsprache.
Soll heißen, der redet bereits Fremdsprache, wenn er mit mir über das Wetter schimpft.... .


Noch eine kleine Angeberei:
Mein Enkel sagt "Ähne" zu mir. Der Altschwäbische Großvater bleibt erhalten.
Ich freue mich wie die Sau!

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11.05.2013, 09:10
Beitrag: #158
RE: Bairische Dialekte
(10.05.2013 21:38)Suebe schrieb:  Ich freue mich wie die Sau!

Wenn meine zwei mal wieder einen bairischen Brocken in ihr Hochdeutsch mischen, tu ich das auch. Ich lausche aber auch wie ein Luchs! Wink

Leider ist die Mischung aus frühkindlichem Einfluss per preußischer Mama und hochdeutsch sprechendem Kindergarten (nicht aber die Erzieherinnen...) offenbar zu stark, als dass ich, Opa und Oma dagegen anstinken könnten...

Wird schon werden. Nachbars Sohn wuchs einst auch rein hochdeutsch auf und hat nun mit seinen fast 40 Lenzen einen bairischen Slang drauf, dass da Sau graust. Seine Kinder wiederum reden bairisch gefärbtes Hochdeutsch. Noch...
(???)

VG
Christian
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11.05.2013, 11:27
Beitrag: #159
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
Selbst wenn man hochdeutsch aufwächst und spricht, irgendwie hört man das immer raus. Meine erwachsene Tochter redet wie alle in der Niederlausitz, obwohl jetzt nach Kernsachsen gesiedelt (für mich berlinerisch) und behauptet ich quatsche wie Otto.

„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
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11.05.2013, 14:58
Beitrag: #160
RE: Germanisch/deutsche Dialekte
(11.05.2013 11:27)Arkona schrieb:  Selbst wenn man hochdeutsch aufwächst und spricht, irgendwie hört man das immer raus. Meine erwachsene Tochter redet wie alle in der Niederlausitz, obwohl jetzt nach Kernsachsen gesiedelt (für mich berlinerisch) und behauptet ich quatsche wie Otto.

Womit der schlagende Beweis (Angel) erbracht wäre, dass Friesisch halt doch keine eigene Sprache ist.
Sondern einer der Niederdeutschen Dialekte.

Es bringt die Menschheit sowieso keinen Millimeter in irgend eine Richtung weiter, dass ein Dialekt um den anderen zur "bedrohten Minderheiten- oder Regionalsprache" erklärt wird.
Und das sage ich als bekennender und überzeugter Dialektsprecher.

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