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Elternmodelle und Kindererziehung .
18.12.2012, 12:43
Beitrag: #1
Elternmodelle und Kindererziehung .
Servus .

Auf Wunsch von Bunbury eröffne ich mit nachfolgendem Beitrag
ein neues Thema .


Titus Feuerfuchs schrieb:

Im Ernst:
Ich stimme Rosenkranz grundsätzlich zu. Das was von Schmied und -grosso modo linken- Bildungsexperten betrieben wird, stellt die Kernfamilie, die nach wie vor das Ideal darstellt, als übeholt dar. Das ist schlicht und einfach eine unzulässige Indoktrination, mit der schon Volksschüler (Warum muss sich ein 6-Jähriger schon mit z.B.Transgender beschäftigen?) konfrontiert werden
Veraltet ist sie nicht, ob sie ein Ideal ist, weiß ich nicht. Was ist ein ideal, in dem Fall, überhaupt??

Ich schon. Jedes Kind braucht Vater und Mutter. Es geht auch mit Alleinerziehern, Patchworkfamilien oder Homosexuellen Paaren, die z.B. Kinder adoptieren, ist nat. alles völlig ok.

Das Ideal ist jedoch eine funktionierende Partnerschaft zwischen Mann und Frau, aus der Kinder hervorgehen, so "konservativ" bin ich nunmal.
Kinder leider unter Scheidung und Alleinerziehung oft enorm. Deshalb ist es für mich untragbar, dieses bewährte Ideal aus ideologischen Gründen zu desavouieren.


Text vom LUKI :

Servus .

Abgesehen davon daß zufälligerweise die Frau Rosenkranz in Ansätzen
einmal eine akzeptable Ansicht vertritt ist es auch meine Überzeugung
daß es zwar , aufgrund von Scheidungen oder Todesfällen verschiedenste Familienmodelle gibt .
Es für die Kinder aber eminent wichtig für ihr Heranwachsen ist , wenn möglich
in einer funktionierenden Zweierbeziehung aufzuwachsen .

Eigenartigerweise ist man seit Kurzem sogar auf die tiefschürfende Erkenntniss gekommen daß es für die Knaben und ihr Selbstverständniss und auch ihrem Verständniss zu ihrem späteren Umfeld nicht gerade förderlich ist ,
in Kindergärten und anschließend in den Volksschulen nur
von Lehrerinnen betreut zu werden .

Bei Manchen , auch bei verheiraten Eltern ( Vater Pendler oder Montage ),
fehlt zuhause schon das positive väterliche Vorbild
und dann auch noch in der Schule ?

Zwar bin ich in meinem Bekanntenkreis , dank meiner Ansichten ,
als zu liberal verschrien .
Aber bei der Erziehung unseres Nachwuchses hört es sich auf .
Aufgrund von mir obgenannten Konstellationen gibt es leider
immer zu wenig intakte Familien .

Ja , wir müssen die Realität akzeptieren und das Beste ,
auch in anderen Lebensmöglichkeiten
oder in Zeitfamilienmodellen finden .
Aber nicht unter der Prämisse daß sich die getrennten Exehepartner
eventuell selbstverwirklichen wollen , sondern nur unter der Vorraussetzung ,
was ist das Beste für die betroffenen Kindern .

Und noch zum Thema gleichgeschlechtlicher Liebe .
Da ja Niemand auf die Welt gekommen ist und dann irgendwann
beschlossen hatte , es sei ja so lustig und ab heute bin ich lesbisch oder
homosexuell ist doch Quatsch .

Laut Studien betrifft das die doch sehr hohe Anzahl von ca. 10%.
der Bevölkerung .
Und da sind die bisexuell Veranlagten noch gar nicht erwähnt .
Für die sexuelle Ausrichtung jedes Einzellnen von uns können wir nichts .

Das entscheidet sich schon im Mutterleib und dürfte hormonell gesteuert sein .
Gleichgeschlechtliche Beziehungen gibt es nicht nur beim Homo Sapiens Sapiens .
Nein das gibt es sogar im Tierreich und sogar bei Lebewesen die schon
um Jahrtausende älter sind als unsere Spezies .

Kurzer Ausflug in die Geschichte :
Bei den Hellenen war es ein unter älteren zu jüngeren Männern normales
und von der Gesellschaft gewolltes Verhalten .

Aber um wieder zur Kindererziehungsfunktion in Paarbeziehungen zurückzukommen .
Leider müssen wir mit Alleinerziehenden Eltern leben .
Für Kinder und ihre Persönlichkeitsbildung aus solchen Familien sehr schlecht .
Aber beser als ganz ohne Elternteil .

Aber Kinder in Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare bekämen
zwar viel Liebe und Aufmerksamkeit .
Aber das ersetzt doch nicht das Aufwachsen in einer intakten Familie
mit Vater und Mutter .

Und sollte man mich aufgrund meiner Meinung und Überzeugung
einen altmodischen oder rückständigen Menschen heissen ,
dann bitte ich Diesen nur kurz daran zu denken ,
daß wir diesen Disput in einem Geschichteforum führen .
Und die Geschichte des Homo Sapiens Sapiens hat vermutlich desswegen
einen so großen Erfolg gezeigt , weil von Beginn an die weiblich-männliche
Paarbeziehung die Aufzucht der Nachkommen partnerschaftlich
übernommen hatten .
Und dann erst die Sippe .

Wesshalb sollten wir jetzt im einunzwanzigsten Jahrhunderts , zum Nachteil
unserer Kinder , an dieser Erfolgsgeschichte etwas ändern ?
Nur weil es einige wenige Weltanschauungsverbesserer verändern wollen ,
denen es wichtiger ist ihre ach so modernen Ansichten zu vertreten .
Aber das Wichtigste dabei ausser Acht lassen , nämlich daß es vorrangigig
nur um das Wohl und Wehe der eventuell betroffenen Kindern geht .

Trotzdem Grüße vom Luki.

PS:
Titus .
Deine Aussage bezüglich des Aufklärungleitfadens ist doch komplett falsch .
Du verunsicherst nur unsere deutschen Freunde .

Natürlich ist das ein Leitfaden für alle Schüler von 6. bis 15. Jahren .
Aber in Teilen jeweils für das entwicklungsgeschichtliche Alter verfasst .
Daß Sechsjährige schon mit sexuellen Sonderformen ( Wie Transgender ) ,
wie von Titus beschrieben schon belästigt werden ist Quatsch .

Dieser Leitfaden versucht den Nachwuchs je in ihrem Alter zu begleiten .
Zugegeben , für manche Eltern ist das revolutionär und nichtgewünscht .

Aber genau diese Eltern kaufen ihren 9/10. Jährigen das neueste Händy ,
mit unkontrolliertem Internetzugang und lassen sie mit ihren berechtigten
Fragen , selbst geschockt , Alleine .

Da ist es mir schon lieber sie bekommen wenigstens in der Schule
von ausgebildeten Pädagogen , anhand des Leitfadens Antworten
auf ihre Fragen .

Besonders wenn sich 10/11. Jährige auf ihrem Internethandy gerade
die ersten Minuten eines Hardcorepornos reingezogen hatten
( Selbst entdeckt , Hany eingezogen und den Eltern gebracht ,
aber ihre Kinder , nein die doch nicht ).

Wer ist daran Schuld ?
Die Unterrichtsleitfäden , oder die gutsituierten ach so katholischen Eltern
die unbegleitet ihrem zehnjährigem Filius mit dem geschenktem Handy ,
zwar ungewollt aber trotzdem unverantwortlich , den Zugang zu extremen
Pornofilmen ermöglicht hatten ?

Ich denke das ist hier die Frage .

Nochmals Servus .

Und übrigens , Morgen ist auch noch ein Tag Cool
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18.12.2012, 13:50
Beitrag: #2
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(18.12.2012 12:43)Luki schrieb:  Servus .

Auf Wunsch von Bunbury eröffne ich mit nachfolgendem Beitrag
ein neues Thema .


Abgesehen davon daß zufälligerweise die Frau Rosenkranz in Ansätzen
einmal eine akzeptable Ansicht vertritt ist es auch meine Überzeugung
daß es zwar , aufgrund von Scheidungen oder Todesfällen verschiedenste Familienmodelle gibt .
Es für die Kinder aber eminent wichtig für ihr Heranwachsen ist , wenn möglich
in einer funktionierenden Zweierbeziehung aufzuwachsen .

Eigenartigerweise ist man seit Kurzem sogar auf die tiefschürfende Erkenntniss gekommen daß es für die Knaben und ihr Selbstverständniss und auch ihrem Verständniss zu ihrem späteren Umfeld nicht gerade förderlich ist ,
in Kindergärten und anschließend in den Volksschulen nur
von Lehrerinnen betreut zu werden .

Bei Manchen , auch bei verheiraten Eltern ( Vater Pendler oder Montage ),
fehlt zuhause schon das positive väterliche Vorbild
und dann auch noch in der Schule ?

Zwar bin ich in meinem Bekanntenkreis , dank meiner Ansichten ,
als zu liberal verschrien .
Aber bei der Erziehung unseres Nachwuchses hört es sich auf .
Aufgrund von mir obgenannten Konstellationen gibt es leider
immer zu wenig intakte Familien .

Ja , wir müssen die Realität akzeptieren und das Beste ,
auch in anderen Lebensmöglichkeiten
oder in Zeitfamilienmodellen finden .
Aber nicht unter der Prämisse daß sich die getrennten Exehepartner
eventuell selbstverwirklichen wollen , sondern nur unter der Vorraussetzung ,
was ist das Beste für die betroffenen Kindern .


Ich stimme dir hier absolut zu.

Es ist nur leider nicht mehr gesellschaftliche Realität. Lassen wir einfach mal die Ehe ohne Kinder außen vor, das würde hier zu weit führen.

Es geht um die traditionelle Familie. Eltern und Kinder. Gesellschaftlich ist es heutzutage absolut kein Problem mehr, wenn jemand sagt "Ich habe keinen Bock mehr auf meine Familie. Die ist nicht so, wie ich mir das mal vorgestellt habe, also weg damit."

Das ist gesetzlich sanktioniert. Das darf man tun. Und gesellschaftlich anerkannt ist es auch- zumindest, wenn der Mann geht. Oder, wenn die Frau geht und die Kinder mitnimmt. Daran stößt sich keiner, die Betreffenenden müssen auch nicht mit gesellschaftlichen Nachteilen rechnen.
Gut, Männer, die mit und Frauen, die ohne Kinder gehen, werden dann schon eher etwas seltsam angesehen. Der Mann kann jeglichen beruflichen Aufstieg vergessen, die Frau jeden gesellschaftlichen.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Wenn Papa geht, dann ist das Unterhaltsrecht seit 2008 so gestrickt, daß Mama arbeiten muss, wenn eine öffentliche Betreuung zur Verfügung steht. Über deren Qulität müssen wir nicht weiter diskutieren- sie ist finanziell viel zu schlecht aufgestellt, um überhaupt so etwas wie "Qualität" hervorbringen zu können.

ja, es ist schon von Vorteil, daß eine Frau nicht mehr mit einem gewalttätigen Ehemann verheiratet bleiben muss, der sie und die Kinder schlägt. Und es ist sicher für die ganze Familie das beste, wenn die Kinder eben nicht mehr unter einem alkoholkranken Vater oder einer alkoholkranken Mutter zu leiden haben. Auch, daß eine Frau einen Mann verlassen kann, der sich an den Kindern vergreift, ist ein ganz großer Schritt nach vorne gewesen. Und wo sich Eltern nur streiten und aufs Blut zerfleischen, ist eine trennung sicherlich auch besser.

Aber die Mehrheit der Trennungen fördert das Kindswohl definitv nicht.
Diese Freiheit, nicht mehr verheiratet bleiben zu müssen ist einen Schritt zu weit gegangen. Ein Mann und eine Frau beschließen, gemeinsam eine Familie zu gründen, gemeinsam Kinder in die Welt zu setzen und sie gemeinsam großzuziehen.
Und irgendwann stellt einer von beiden fest, daß das ja jetzt doch irgendwie nicht das ist, was er/ sie sich vom Leben vorgestellt hat und beschließt zu gehen.

Und das wird demjenigen auch ziemlich leicht gemacht. Viel zu leicht. Kein Bock mehr? Man geht- und alles ist okay. Zahlen muss man nicht mehr unbedingt so viel wie früher. Und weil ja jeder weiß, daß die Kinder beide Eltern brauchen, muss man nicht mal auf die Kinder verzichten. Gesellschaftlich ist das ganze auch kein Problem mehr.

Den Kindern erlegt man ganz munter ein Pendeln zwischen zwei Welten auf und erzählt ihnen am Ende sogar noch so einen Quatsch, daß sie doch das große Glück haben, zwei Welten kennenzulernen. Ob sie das auch so empfinden, werden Kinder selten gefragt.

Die Vermittlungsleistung, die in einer normalen Ehe die Eltern innehaben, nämlich zwischen ihren beiden Standpunkten einen Kompromiss zu finden, wird bei getrennt lebenden Eltern den Kindern auferlegt. Sie müssen die Kompromisse finden, sie müssen vermitteln. Und damit sind Kinder vor allem vor der Pubertät gnadenlos überfordert.

Wenn sie Pech haben, kommen sie nicht zur Ruhe. Pendeln nicht nur zwischen zwei Standpunkten, sondern auch zwischen zwei Orten (schicke Kombination in Verbindung mit G8 übrigens.)

Dazu kommt dann der Alltag. Einer muss plötzlich das machen, was vorher zwei gemacht haben. Da muss man sich nichts vormachen- es geht ganz einfach nicht. In Normalen Zeiten muss das keinen Mangel bedeuten, aber wenn es stressig wird, wenn zuviel auf einmal kommt, dann fehlt auf einmal jemand. Das ist ganz einfach so. Die Kinder müssen Einschränkungen hinnehmen. Und sie werden dann vielleicht doch mal eine Runde schneller vor dem Fernseher zwischengeparkt.

Es fehlt jemand, der die Vermittlung zwischen Kind und Elternteil übernimmt, wenn es so langsam losgeht mit den Pubertätsbedingten Konflikten.

Und es fehlt ein wichtiges Elternteil.
Wenn ein zwölfjähriger veränderungen an sich feststellt- dann redet er nicht unbedingt die Mutter darauf an, genauso wenig wie das Mädchen, das das erste Mal die Periode bekommt, mit Papa darüber redet.
Frauen, die ohne Vater aufgewachsen sind, haben laut Studien ein sehr viel geringeres Selbstwertgefühl, weil ihnen der gegengeschlechtliche Elternteil in der Pubertät zum widerspiegeln gefehlt hat. Das gleiche gilt für Jungs, die ohne Mutter aufwachsen...

Daß Kinder beide Eltern brauchen, hat sich in unserer Gesllschaft zwar dahingehend durchgesetzt, daß nur noch sehr selten ein Elternteil das alleinige SOrgerecht bekommt, aber die Trennung wird ihnen dadurch zusätzlich erleichtert...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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18.12.2012, 18:41
Beitrag: #3
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(18.12.2012 13:50)Bunbury schrieb:  
(18.12.2012 12:43)Luki schrieb:  Servus .

Auf Wunsch von Bunbury eröffne ich mit nachfolgendem Beitrag
ein neues Thema .


Abgesehen davon daß zufälligerweise die Frau Rosenkranz in Ansätzen
einmal eine akzeptable Ansicht vertritt ist es auch meine Überzeugung
daß es zwar , aufgrund von Scheidungen oder Todesfällen verschiedenste Familienmodelle gibt .
Es für die Kinder aber eminent wichtig für ihr Heranwachsen ist , wenn möglich
in einer funktionierenden Zweierbeziehung aufzuwachsen .

Eigenartigerweise ist man seit Kurzem sogar auf die tiefschürfende Erkenntniss gekommen daß es für die Knaben und ihr Selbstverständniss und auch ihrem Verständniss zu ihrem späteren Umfeld nicht gerade förderlich ist ,
in Kindergärten und anschließend in den Volksschulen nur
von Lehrerinnen betreut zu werden .

Bei Manchen , auch bei verheiraten Eltern ( Vater Pendler oder Montage ),
fehlt zuhause schon das positive väterliche Vorbild
und dann auch noch in der Schule ?

Zwar bin ich in meinem Bekanntenkreis , dank meiner Ansichten ,
als zu liberal verschrien .
Aber bei der Erziehung unseres Nachwuchses hört es sich auf .
Aufgrund von mir obgenannten Konstellationen gibt es leider
immer zu wenig intakte Familien .

Ja , wir müssen die Realität akzeptieren und das Beste ,
auch in anderen Lebensmöglichkeiten
oder in Zeitfamilienmodellen finden .
Aber nicht unter der Prämisse daß sich die getrennten Exehepartner
eventuell selbstverwirklichen wollen , sondern nur unter der Vorraussetzung ,
was ist das Beste für die betroffenen Kindern .


Ich stimme dir hier absolut zu.

Es ist nur leider nicht mehr gesellschaftliche Realität. Lassen wir einfach mal die Ehe ohne Kinder außen vor, das würde hier zu weit führen.

Es geht um die traditionelle Familie. Eltern und Kinder. Gesellschaftlich ist es heutzutage absolut kein Problem mehr, wenn jemand sagt "Ich habe keinen Bock mehr auf meine Familie. Die ist nicht so, wie ich mir das mal vorgestellt habe, also weg damit."

Das ist gesetzlich sanktioniert. Das darf man tun. Und gesellschaftlich anerkannt ist es auch- zumindest, wenn der Mann geht. Oder, wenn die Frau geht und die Kinder mitnimmt. Daran stößt sich keiner, die Betreffenenden müssen auch nicht mit gesellschaftlichen Nachteilen rechnen.
Gut, Männer, die mit und Frauen, die ohne Kinder gehen, werden dann schon eher etwas seltsam angesehen. Der Mann kann jeglichen beruflichen Aufstieg vergessen, die Frau jeden gesellschaftlichen.

Gehen wir noch einen Schritt weiter. Wenn Papa geht, dann ist das Unterhaltsrecht seit 2008 so gestrickt, daß Mama arbeiten muss, wenn eine öffentliche Betreuung zur Verfügung steht. Über deren Qulität müssen wir nicht weiter diskutieren- sie ist finanziell viel zu schlecht aufgestellt, um überhaupt so etwas wie "Qualität" hervorbringen zu können.

ja, es ist schon von Vorteil, daß eine Frau nicht mehr mit einem gewalttätigen Ehemann verheiratet bleiben muss, der sie und die Kinder schlägt. Und es ist sicher für die ganze Familie das beste, wenn die Kinder eben nicht mehr unter einem alkoholkranken Vater oder einer alkoholkranken Mutter zu leiden haben. Auch, daß eine Frau einen Mann verlassen kann, der sich an den Kindern vergreift, ist ein ganz großer Schritt nach vorne gewesen. Und wo sich Eltern nur streiten und aufs Blut zerfleischen, ist eine trennung sicherlich auch besser.

Aber die Mehrheit der Trennungen fördert das Kindswohl definitv nicht.
Diese Freiheit, nicht mehr verheiratet bleiben zu müssen ist einen Schritt zu weit gegangen. Ein Mann und eine Frau beschließen, gemeinsam eine Familie zu gründen, gemeinsam Kinder in die Welt zu setzen und sie gemeinsam großzuziehen.
Und irgendwann stellt einer von beiden fest, daß das ja jetzt doch irgendwie nicht das ist, was er/ sie sich vom Leben vorgestellt hat und beschließt zu gehen.

Und das wird demjenigen auch ziemlich leicht gemacht. Viel zu leicht. Kein Bock mehr? Man geht- und alles ist okay. Zahlen muss man nicht mehr unbedingt so viel wie früher. Und weil ja jeder weiß, daß die Kinder beide Eltern brauchen, muss man nicht mal auf die Kinder verzichten. Gesellschaftlich ist das ganze auch kein Problem mehr.

Den Kindern erlegt man ganz munter ein Pendeln zwischen zwei Welten auf und erzählt ihnen am Ende sogar noch so einen Quatsch, daß sie doch das große Glück haben, zwei Welten kennenzulernen. Ob sie das auch so empfinden, werden Kinder selten gefragt.

Die Vermittlungsleistung, die in einer normalen Ehe die Eltern innehaben, nämlich zwischen ihren beiden Standpunkten einen Kompromiss zu finden, wird bei getrennt lebenden Eltern den Kindern auferlegt. Sie müssen die Kompromisse finden, sie müssen vermitteln. Und damit sind Kinder vor allem vor der Pubertät gnadenlos überfordert.

Wenn sie Pech haben, kommen sie nicht zur Ruhe. Pendeln nicht nur zwischen zwei Standpunkten, sondern auch zwischen zwei Orten (schicke Kombination in Verbindung mit G8 übrigens.)

Dazu kommt dann der Alltag. Einer muss plötzlich das machen, was vorher zwei gemacht haben. Da muss man sich nichts vormachen- es geht ganz einfach nicht. In Normalen Zeiten muss das keinen Mangel bedeuten, aber wenn es stressig wird, wenn zuviel auf einmal kommt, dann fehlt auf einmal jemand. Das ist ganz einfach so. Die Kinder müssen Einschränkungen hinnehmen. Und sie werden dann vielleicht doch mal eine Runde schneller vor dem Fernseher zwischengeparkt.

Es fehlt jemand, der die Vermittlung zwischen Kind und Elternteil übernimmt, wenn es so langsam losgeht mit den Pubertätsbedingten Konflikten.

Und es fehlt ein wichtiges Elternteil.
Wenn ein zwölfjähriger veränderungen an sich feststellt- dann redet er nicht unbedingt die Mutter darauf an, genauso wenig wie das Mädchen, das das erste Mal die Periode bekommt, mit Papa darüber redet.
Frauen, die ohne Vater aufgewachsen sind, haben laut Studien ein sehr viel geringeres Selbstwertgefühl, weil ihnen der gegengeschlechtliche Elternteil in der Pubertät zum widerspiegeln gefehlt hat. Das gleiche gilt für Jungs, die ohne Mutter aufwachsen...

Daß Kinder beide Eltern brauchen, hat sich in unserer Gesllschaft zwar dahingehend durchgesetzt, daß nur noch sehr selten ein Elternteil das alleinige SOrgerecht bekommt, aber die Trennung wird ihnen dadurch zusätzlich erleichtert...
Ich lasse eure Beiträge unzerstückelt, denn es könnte sonst etwas vom Zusammenhang verloren gehen.

Ihr habt beide so recht - mit allem Für und Wider. Ich glaube, es ist für eine normale Entwicklung von Kindern sehr gut, wenn sie mit beiden Elternteilen - wenn beide Elternteile gut für sie sind - in einer Familie aufwachsen können. Dabei ist es unerheblich, ob die beiden Elternteile verheiratet sind.
Das Modell der verheirateten Eltern muß aber nicht immer wieder propagiert werden. Die Familie ist die kleinste Zelle der Gesellschaft, egal ob mit oder ohne Trauschein oder dem Segen irgendeines Schamanen.

Aber es kann auch schief gehen. Aus welchen Gründen auch immer. Am Schlimmsten trifft es diejenigen Kinder, wenn das Scheitern mit häuslicher Gewalt zu tun hat. Wenn doch, dann ist eine Trennung unumgänglich.

Egal worin die Gründe für die Trennung zu suchen sind - dannach muss eine akzeptable Lösung gefunden werden, so dass die Kinder möglichst unbeschadet aus solch einem Konflikt hervorgehen können.

Es war, glaube ich, Bunbury gewesen, der geschrieben hatte, dass es immer noch nicht gesellschaftlich völlig anerkannt ist, wenn z.B. die Frau ohne Kinder geht und sie dem Mann überläßt oder auch sonstwem.

Das stimmt, das kenne ich selbst. Meine Exfrau ist damals ohne unsere gemeinsame 14-jährige Tochter gegangen. Im Nachhinein war es sicher besser so, aber ich stand erstmal allein da - hatte aber fast nur positive Resonanzen auf meiner Seite. Was ich mir alles "zumuten" würde - großen Respekt und Anerkennung auf meiner Seite. Sie dagegen war die "Rabenmutter", was ich zu dem Zeitpunkt damals selbst so empfand.
Zum Glück sind wir alle sehr vernünftig mit den Umständen umgegangen, und nach einem ca. 3monatigem Schmollen konnte auch meine Tochter wieder einigermaßen mit ihrer Mitter reden. Heute, nach 12 Jahren, ist das Verhältnis wieder ganz normal.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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19.12.2012, 08:51
Beitrag: #4
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
Grundsätzlich stimme ich euch allen im Großen und Ganzen zu.
Es ist einfach besser für ein Kind und seine Entwicklung, in einer kompletten Familie und am besten noch mit Geschwistern aufzuwachsen (es ist ein anderes Thema, aber an meiner Mutter, einem Einzelkind, merke ich genauso wie sie selbst, dass sie ganz anders mit so manchen Problemen umgeht wie mein Vater, der einen etwa gleichaltrigen Bruder hatte). Mutter und Vater haben beide ihre Rolle in der Erziehung. Das ist ja nebenbei auch für mich der Grund, dass ich gegen zu frühen Kindergartenbesuch und für (Achtung, jetzt oute ich mich) das Kindergeld zumindest in den ersten drei Jahren bin.
Wenn häusliche Gewalt im Spiel ist, dann ist eine Scheidung natürlich nicht so einfach ablehnbar, und wenn genügend mütterliche Liebe da ist, kann auch so dem Kind einiges gegeben werden. Und auch wenn es zwischen Vater und Mutter einfach nicht mehr funktioniert, sollte man "vernünftig mit den Umständen umgehen" (Wallenstein).

Eine andere Frage ist auch noch, ob die moderne Kleinfamilie des 20. und 21. Jahrhunderts im Gegensatz zu früheren Großfamilien ein Rückschritt war. Rein gefühlsmäßig tendiere ich zu "ja". Eine große Gruppe mit potentiellen Bezugspersonen, man macht Erfahrungen mit vielen anderen Menschen. Meine These deshalb noch am Rande: Der Kindergarten ist der Nachfolger der Großfamilie.
Ich weiß, dass ich zum eigentlichen Kernthema nicht sonderlich viel beigetragen habe, aber da haben Titus, Luki, Bunbury und Wallenstein ja schon viel richtiges gesagt.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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19.12.2012, 11:09
Beitrag: #5
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(19.12.2012 08:51)Maxdorfer schrieb:  Eine andere Frage ist auch noch, ob die moderne Kleinfamilie des 20. und 21. Jahrhunderts im Gegensatz zu früheren Großfamilien ein Rückschritt war. Rein gefühlsmäßig tendiere ich zu "ja". Eine große Gruppe mit potentiellen Bezugspersonen, man macht Erfahrungen mit vielen anderen Menschen. Meine These deshalb noch am Rande: Der Kindergarten ist der Nachfolger der Großfamilie.
Ich weiß, dass ich zum eigentlichen Kernthema nicht sonderlich viel beigetragen habe, aber da haben Titus, Luki, Bunbury und Wallenstein ja schon viel richtiges gesagt.
Doch, du hast sehr viel dazu beigetragen, Maxdorfer. Seit gestern denke ich an diesem Kleinfamilienelternmodell herum und frage mich, wie alt und prägend das wirklich ist. Könnte sein, dass auch die Kleinfamilie eine Erfindung des Industriezeitalters ist.
Die Geschwister, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen, Nachbarn, kurz, das ganze soziale Netz ist für Kinder bestimmt genauso wichtig. Im besten Fall können sich Kinder dort ihre Vorbilder und Bezugspersonen selber suchen.
Die besondere Beziehung zu einem großen Bruder oder einer kleinen Lieblingsschwester hält und trägt u.U. viel länger, nämlich über den Tod der Eltern hinaus.
Und ja, kann gut sein, dass Kindergarten und Krabbelgruppe der moderne Ersatz dafür ist, weil Groß- und sogar Kleinfamilen durch das Arbeitsleben räumlich soweit getrennt voneinander sind.
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19.12.2012, 21:36
Beitrag: #6
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(19.12.2012 11:09)Renegat schrieb:  Doch, du hast sehr viel dazu beigetragen, Maxdorfer.

Dem stimme ich ausdrücklich zu. Wäre ja noch schöner, wenn es gerade bei diesem Thema nur auf den Standpunkt der Elterngeneration ankäme.

(19.12.2012 11:09)Renegat schrieb:  Seit gestern denke ich an diesem Kleinfamilienelternmodell herum und frage mich, wie alt und prägend das wirklich ist. Könnte sein, dass auch die Kleinfamilie eine Erfindung des Industriezeitalters ist.

Das glaube ich jetzt weniger. Die richtige Kleinfamilie sehe ich eher als Ergebnis der Flexibilisierung der Arbeitswelt.
Meine Eltern, Onkel, Tanten sind eben noch nicht berufsbedingt weggezogen. Alle meine Tanten und Onkel wohnten noch im gleichen Ort oder im Nebenort. Zwei meiner Onkel waren stolz darauf, in dem Unternehmen, in dem sie ihre Lehre gemacht hatten, auch in Rente gegangen zu sein, ein dritter Onkel hat einmal von einem örtlichen Bauunternehmen zum nächsten gewechselt.
Man wohnte zwar nicht mehr unter einem Dach, aber in "Rufweite" und wenn irgendwo Not am Mann war, ging auch irgendwie alles. Als meine Mutter ein paar Jahre nach dem Tod meines Vaters für eine Woche ins Krankenhaus mußte, bleiben wir halt bei meiner Tante, die im gleichen Ort wohnte, Familienfeiern waren immer sehr lusitg und ich erinnere mich noch daran, wie der Cousin meiner Cousine (also von der anderen Seite, nicht mein Cousin) die treppe herunterkam und meinte "unsere Onkel und tanten sind alle voll.".
Auch bei den Klassenkameraden, deren Eltern des Jobs wegen in die Nähe der großen Stadt gezogen waren, waren die Wege zu den Familien im "Hinterland" für heutige Verhältnisse nicht wirklich weit- 30 bis 50 km. Auch hier war im Notfall dann doch eben mal einer schnell zu Stelle...

(19.12.2012 11:09)Renegat schrieb:  Die Geschwister, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen, Nachbarn, kurz, das ganze soziale Netz ist für Kinder bestimmt genauso wichtig. Im besten Fall können sich Kinder dort ihre Vorbilder und Bezugspersonen selber suchen.

genauso habe ich es erlebt. Es gab den einen Onkel, der vor allem als schlechtes Beispiel diente, was auch recht nützlich war, und es gab die Tante, die wunderbare Geschichten zu erzählen hatte...



(19.12.2012 11:09)Renegat schrieb:  Und ja, kann gut sein, dass Kindergarten und Krabbelgruppe der moderne Ersatz dafür ist, weil Groß- und sogar Kleinfamilen durch das Arbeitsleben räumlich soweit getrennt voneinander sind.

Nein, das glaube ich nicht. Daß das in irgendeiner Art und Weise ein Ersatz ist. Innerhalb eines Familienverbandes muss man irgendwie miteinander auskommen. Mag die eine Tante auch noch so eine Nervensäge sein- man kann sie ja schlecht aus der Familie rausschmeißen und ersetzen. Man muss im Familienverband wohl dann doch eher lernen, mit denen auszukommen, die man hat.

Die Kita ist da viel unverbindlicher. Kinder, die einem nicht passen, oder dren Eltern den Eltern nicht passen, kommen eben nicht zu Besuch. Und spätestens, wenn sich nach der Kindergartenzeit die Wege in die Schulen trennen (weil die Grundschulen fest vorgeschriebene Einzugsgebiete haben), bleibt von einer Kindergartenfreundschaft, die sich nicht auf die Eltern erstreckt, nicht viel bestehen.

Befreundete Familien können einen gewissen Ersatz für die eigene Familie bieten und einen teil der Lücken füllen, aber dann muss die Bindung schon eine recht enge sein. Einfache Kindergartenfreundschaften reichen da nicht aus...

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21.12.2012, 10:36
Beitrag: #7
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(19.12.2012 21:36)Bunbury schrieb:  
(19.12.2012 11:09)Renegat schrieb:  Und ja, kann gut sein, dass Kindergarten und Krabbelgruppe der moderne Ersatz dafür ist, weil Groß- und sogar Kleinfamilen durch das Arbeitsleben räumlich soweit getrennt voneinander sind.

Nein, das glaube ich nicht. Daß das in irgendeiner Art und Weise ein Ersatz ist. Innerhalb eines Familienverbandes muss man irgendwie miteinander auskommen. Mag die eine Tante auch noch so eine Nervensäge sein- man kann sie ja schlecht aus der Familie rausschmeißen und ersetzen. Man muss im Familienverband wohl dann doch eher lernen, mit denen auszukommen, die man hat.

Die Kita ist da viel unverbindlicher. Kinder, die einem nicht passen, oder dren Eltern den Eltern nicht passen, kommen eben nicht zu Besuch. Und spätestens, wenn sich nach der Kindergartenzeit die Wege in die Schulen trennen (weil die Grundschulen fest vorgeschriebene Einzugsgebiete haben), bleibt von einer Kindergartenfreundschaft, die sich nicht auf die Eltern erstreckt, nicht viel bestehen.

Befreundete Familien können einen gewissen Ersatz für die eigene Familie bieten und einen teil der Lücken füllen, aber dann muss die Bindung schon eine recht enge sein. Einfache Kindergartenfreundschaften reichen da nicht aus...

Da hast du wiederum Recht, ein voller Ersatz für Großfamilien sind die Kindergärten nicht. Aber zu einem Stück weit entspricht es sich schon im Umgang mit anderen Menschen, wenn man Großfamilie bzw. Kindergarten mit dem Aufwachsen in der Kleinfamilie mit ein bis drei anderen Menschen vergleicht.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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21.12.2012, 11:09
Beitrag: #8
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
Sicher, Kitas bieten natürlich die besten Möglichkeiten für Kinder, Sozialverhalten zu lernen- und ehrlich gesagt ist das meiner Meinung auch wirklich die Hauptaufgabe einer Kita. Kitas sind auch ein guter Ort, um Kinder schon auf das heutige Leben einzustimmen.
Kinder lernen dort nicht nur das Auskommen mit anderen Kindern, sie lernen auch recht früh, mit Trennungen umzugehen. Heute ist die altersgemischte Gruppe Regel, also lernen die Kinder, daß die Gruppe sich ständig verändert. Auch lernen sie, daß Bezugspersonen häufig wechseln können. Eine gute Vorbereitung aufs Leben, wo sie damit leben müssen, daß die meisten Beziehungen nur sehr temporär sind.
Aber gerade deswegen können Kitas die Familien nicht wirklich ersetzen...

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21.12.2012, 16:40
Beitrag: #9
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 11:09)Bunbury schrieb:  Sicher, Kitas bieten natürlich die besten Möglichkeiten für Kinder, Sozialverhalten zu lernen- und ehrlich gesagt ist das meiner Meinung auch wirklich die Hauptaufgabe einer Kita. Kitas sind auch ein guter Ort, um Kinder schon auf das heutige Leben einzustimmen.
Kinder lernen dort nicht nur das Auskommen mit anderen Kindern, sie lernen auch recht früh, mit Trennungen umzugehen. Heute ist die altersgemischte Gruppe Regel, also lernen die Kinder, daß die Gruppe sich ständig verändert. Auch lernen sie, daß Bezugspersonen häufig wechseln können. Eine gute Vorbereitung aufs Leben, wo sie damit leben müssen, daß die meisten Beziehungen nur sehr temporär sind.
Aber gerade deswegen können Kitas die Familien nicht wirklich ersetzen...
Sozialverhalten können die Kinder natürlich auch ohne eine Kita, einen Kindergarten oder ähnliches erlernen und erfahren.

Wenn man sich die Geschichte des Kindergartens anschaut, erkennt man schnell, dass das vielleicht die Grundintention war incl. einer pädagogischen Erziehung, aber die real entstehenden Kindergärten einer eigenen Dynamik unterlagen.

Die entstandenen Kindergärten haben die Kinder für eine gewisse Zeit aufgenommen, damit die Mütter Gelegenheit hatten arbeiten zu können, so dass diese unter Aufsicht standen und auch versorgt wurden. Der pädagogische Aspekt kam erst relativ spät hinzu, zumindest einer aus heutiger Sicht sehr fragwürdiger.
Natürlich ist in einer solchen Einrichtung zwangsläufig ein Sozialverhalten zu erfahren, egal ob und wie geleitet, gesteuert wird oder auch gar nicht.
Es gab auch die (Prakto)Theoretiker (z.B. Föbel, Reinthaler, von Brunszvik u.a.) bezüglich dieser Art Betreung - nur sind deren Gedanken in die damals real entstandenen Kindergärten nur unzureichend eingeflossen.

Bis zu den heutigen Kitas war es noch ein langer Weg.

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21.12.2012, 19:30
Beitrag: #10
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
Was die Kindertagesstätten anbetrifft, kann ich eigentlich nur so viel sagen, daß ich bei meinem älteren Sohn, als der 2 1/2 war, festgestellt habe, daß ich ihm einfach nicht mehr genug an Anregung bieten kann. Bis dahin war das kein Problem. Sozialkontakte hatte er durchaus- Spielkreis und zwei Vormittage die Woche bei einer Tagesmutter, bei der noch zwei andere Kinder waren- aber irgendwie reichte es nicht mehr. Den haushalt hatte er hinreichend erkundet, Wald war zwar immer spannend, aber den ganzen Tag ging da auch nicht mehr...
Die Kita hat ihn dann natürlich erst einmal umgehauen- so viele neue Kinder, soviele Regeln und dergleichen mehr- aber von Anfang fühlte er sich dort richtig wohl.
Man muss aber dazu sagen, daß die Kita zu dem zeitpunkt noch nicht nach dem Bildungs- und Erziehungsplan organisiert war. Als mein jüngerer kam, gab es selbigen- und irgendwie hatte der nicht halb so viel Spaß. ...

Ich denke, daß Elternhaus und Kita, wenn sie zusammenarbeiten, wichtige Säulen in der Kindererziehung darstekken. Problemaitsch wird es, wenn Erzieherinnen (wie leider immer häufiger der Fall) der Meinung sind, das sie die armen Kinder vor ihren ihnen übelwollenden Eltern erretten müssen oder wenn Mütter der Meinung sind, daß Erzieherinnen sich doch bitte jetzt mal zwei Stunden zeit nehmen müssen, damit Sohnemann das Fangen lernt. Für die restlichen 21 Kinder ist ja dann noch die andere Betreuuerin da...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
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21.12.2012, 19:31
Beitrag: #11
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 16:40)Wallenstein schrieb:  Bis zu den heutigen Kitas war es noch ein langer Weg.


Na, ich weiß nicht.
Vielleicht waren/sind bei euch die Kindergärten und Tagesstätten besser.
Wir (frau+ich) haben da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Und zT überaus negative.
Es gibt keinerlei Standards, besser gesagt, es überwacht sie kein Schwein, was die mit den Kindern tun, oder nicht, ist dem gut/schlechtdünken der Kindergärtnerin anheim gestellt.

Fröbel muss des öfteren im Grabe rotieren.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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21.12.2012, 19:38
Beitrag: #12
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 19:31)Suebe schrieb:  Na, ich weiß nicht.
Vielleicht waren/sind bei euch die Kindergärten und Tagesstätten besser.
Wir (frau+ich) haben da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Und zT überaus negative.
Es gibt keinerlei Standards, besser gesagt, es überwacht sie kein Schwein, was die mit den Kindern tun, oder nicht, ist dem gut/schlechtdünken der Kindergärtnerin anheim gestellt.

Fröbel muss des öfteren im Grabe rotieren.

Komm nach Hessen, da gibt es den Bildungs- und Erziehungsplan.Das Schuhebinden lernen die Kinder da zwar nicht mehr (brauchen sie auch nicht, es gibt ja Klettverschlüsse), aber sie werden ganz wichtig auf die Schule vorbereitet...

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21.12.2012, 19:57
Beitrag: #13
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 19:38)Bunbury schrieb:  Komm nach Hessen, da gibt es den Bildungs- und Erziehungsplan.Das Schuhebinden lernen die Kinder da zwar nicht mehr (brauchen sie auch nicht, es gibt ja Klettverschlüsse), aber sie werden ganz wichtig auf die Schule vorbereitet...

Schön für euch Hessen.
Bei uns kommen die Kinderlein dann in die Schule, und haben dann dort zwei Jahre "Vorschule", spielen spielen spielen alles soft alles weich alles Warmduschen
Ja Heimat Allerwertesten und Wolkenbruch, ich habe am Ende der 2. Klasse morgens die Zeitung gelesen.
Und konnte nichts am 1. Schultag, derweil ich mich nachhaltig weigerte einen Buchstaben zu schreiben oder sonst so einen Quark zu machen Confused

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21.12.2012, 21:02
Beitrag: #14
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 19:38)Bunbury schrieb:  
(21.12.2012 19:31)Suebe schrieb:  Na, ich weiß nicht.
Vielleicht waren/sind bei euch die Kindergärten und Tagesstätten besser.
Wir (frau+ich) haben da sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Und zT überaus negative.
Es gibt keinerlei Standards, besser gesagt, es überwacht sie kein Schwein, was die mit den Kindern tun, oder nicht, ist dem gut/schlechtdünken der Kindergärtnerin anheim gestellt.

Fröbel muss des öfteren im Grabe rotieren.

Komm nach Hessen, da gibt es den Bildungs- und Erziehungsplan.Das Schuhebinden lernen die Kinder da zwar nicht mehr (brauchen sie auch nicht, es gibt ja Klettverschlüsse), aber sie werden ganz wichtig auf die Schule vorbereitet...
Das Schuhebinden - du meinst das mit den Schnürsenkeln und den Schuhen, genau wie die Uhr lesen lernen - das sollte man zu Hause lernen.
Wozu braucht man denn sonst Eltern überhaupt noch?

Das bisschen "Liebe", was die Kleinen brauchen, das kriegen Außenstehende auch noch auf die Reihe.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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21.12.2012, 21:07
Beitrag: #15
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
man scheint meine Begeisterung zu teilen.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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21.12.2012, 23:28
Beitrag: #16
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 21:02)Wallenstein schrieb:  Das Schuhebinden - du meinst das mit den Schnürsenkeln und den Schuhen, genau wie die Uhr lesen lernen - das sollte man zu Hause lernen.

Ich erinnere mich an Holzrahmen mit roten Tüchern, durch die ein gelbes Band geflochten war, das zusammengebunden werden mußten. So etwas hatten meine Eltern zu Hause nicht. Daran ließ es sich viel einfacher üben...

Natürlich war das nur ein Beispiel. Eine gerade Linie schneiden ist ein anderes. Eine Fläche ausmalen ist ein drittes. Messer und Gabel auf dem Tisch abzählen ist das nächste.

Natürlich kann man das alles auch zu Hause lernen- und einen teil davon lernt man auch zu Hause. Aber wenn ein Kind den ganzen Tag in der Kita ist, dann kann man ihm schlecht zu Hause etwas beibringen, oder? Da sollte schon ein Teil auf die Kita entfallen.

Das meinte ich damit, daß sich Kita und Elternhaus ergänzen müssen.

Nur leider werden den Kindern heute notwendige kleine Fingerfertigkeiten eben nicht mehr vermittelt, weil sie jetzt möglichst rechtzeitig im "Zeitfenster" musikalisch und fremdsprachlich geschult werden müssen. Außerdem sind die Erzieherinnen fürchterlich damit beschäftigt, die Kinder zu beobachten und alles zu dokumentieren, was die Kinder so treiben, damit sich die Entwicklung des Kindes möglichst lückenlos nachlesen läßt. (Habe ich für meinen jüngeren Sohn hier. Schön säuberlich abgeheftet im Ordner, drei Seiten für die ersten anderthalb Jahre. Nie gelesen. Nie gebraucht. Und deswegen die möglichweirse fünf Seiten für die nächsten eineinhalb Jahre auch nie angefordert) Sie raten den Eltern dann gerne zu Sprachtherapien oder Ergotherapien oder terrorisieren Eltern bisweilen mit von ihnen vermuteten Entwicklungs- und Persönlichkeitsstörungen.

Das Bild, das Erzieherinnen in hessischen Kitas von Kindern haben, muss eigentlich erschreckend sein. Denn bei jedem Kind wird von vorneherein vermutet, daß es irgendeine Störung hat, die man um Gottes Willen entdecken muss, damit man noch rechtzeitig etwas dagegen tun kann.

Mir wäre es lieber, sie würden den Kindern ganz einfach beibringen, wie man Schuhe bindet. Dann würden nicht so viele Grundschullehrerinnen im Gang knien müssen, um den Kindern die Schuhe zu binden....

(21.12.2012 21:02)Wallenstein schrieb:  Wozu braucht man denn sonst Eltern überhaupt noch?

Ich nehme an, daß du das ironisch gemeint hast. ich hoffe es zumindest für dich. Sonst muss ich dich in der Luft zerreißen.Wink

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22.12.2012, 14:18
Beitrag: #17
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(21.12.2012 23:28)Bunbury schrieb:  
(21.12.2012 21:02)Wallenstein schrieb:  Wozu braucht man denn sonst Eltern überhaupt noch?
Ich nehme an, daß du das ironisch gemeint hast. ich hoffe es zumindest für dich. Sonst muss ich dich in der Luft zerreißen.Wink
Tu(mach) es oder tu(mach) es nicht.
In jedem Fall könnte ich dich verstehen.
Ich bin immer noch ziemlich durch den Wind - du weißt was ich meine.

Aber nein, ganz ironisch ist das nicht gemeint.
Was bleibt denn den Eltern, wenn sie solch elementare Dinge nicht an ihre Kinder weitergeben? Auch Zähneputzen gehört dazu, in späteren Jahren das Rasieren bei den jungen Männern, die Damenhygiene, egal wie problematisch die damals war.
Was bleibt? Nur, dass sie (die Eltern) die biologischen Produzenten sind?
Da muß einfach mehr sein. Das hat über Jahrhunderte, über Jahrtausende funktioniert. Zumindest in der einfachen, normalen Bevölkerung, z.T. selbst in den herrschaftlichen Familien.

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22.12.2012, 15:58
Beitrag: #18
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(22.12.2012 14:18)Wallenstein schrieb:  Aber nein, ganz ironisch ist das nicht gemeint.
Was bleibt denn den Eltern, wenn sie solch elementare Dinge nicht an ihre Kinder weitergeben? Auch Zähneputzen gehört dazu, in späteren Jahren das Rasieren bei den jungen Männern, die Damenhygiene, egal wie problematisch die damals war.

Okay, bleiben wir fürs erste mal beim Schuhebinden. Dir ist schon klar, daß ein sagen wir, vierjähriges Kind nicht einfach einmal gezeigt bekommt, wie man Schuhe bindet und schwupps- schon kann es das. Das muss etliche Male kommen, etliche Male geübt werden.
Natrülich mache ich das als Mutter mit meinen Kindern zu Hause. Nur-auch wenn ich mich einen ganzen Nachmittag hinsetze und übe, heißt das noch nicht, daß das Kind das am nächsten Tag kann. Schön ist es dann, wenn es in der Kita weitergeübt wird.
Schließlich muss ich meinen Kindern zu Hause ja auch noch ein paar andere Sachen beibringen. Sachen, bei denen es natürlich auch hilfreich ist, wenn die in der Kita ebenso eingeübt werden. Händewaschen nach dem Toilettengang zum Beispiel. Wegräumen, was man aus dem Regal genommen hat. Sich nicht den Teller vollschaufeln und dann alles stehen lassen. Eine Vorlage aus papier ausschneiden. Eine Fläche ausmalen. Eine Jacke anziehen usw.
Es ist einfach viel. Und da kann es meiner Meinung nach einfach nicht sein, daß eine Institution, die für sich immerhin in Anspruch nimmt, einen wertvollen (oder sogar wertvolleren) Anteil an der Erziehungsarbeit zu leisten, sich von den alltäglichen Aufgaben distanziert.

(22.12.2012 14:18)Wallenstein schrieb:  Was bleibt? Nur, dass sie (die Eltern) die biologischen Produzenten sind?
Da muß einfach mehr sein. Das hat über Jahrhunderte, über Jahrtausende funktioniert. Zumindest in der einfachen, normalen Bevölkerung, z.T. selbst in den herrschaftlichen Familien.

Du scheinst aber vollkommen im Frust zu stecken, wenn du der Meinung bist, daß Sachen der Hygiene so ungefähr das einzige sind, was Eltern ihren Kindern mitgeben können.
Ich habe meinen Kindern stundenlang vorgelesen, und tue es sogar heute noch manchmal. Ich war mit ihnen im Wald, habe sie über Baumstämme balancieren lassen und mit ihnen Staudämme im Bach gebaut. Ich habe ihnen beigebracht, "danke" zu sagen, wenn sie etwas geschenkt bekommen. (Okay, ich gebe zu, das ist dann vielleicht etwas altmodisch.)
Ich habe ihnen beigebracht, höflich und rücksichtsvoll zu sein (was sich im Laufe ihres Lebens vermutlich eher nachteilig für sie auswirken wird). Sie haben von mir gelernt, wie man sich am Esstisch zu benehmen hat und...und...und... Von daher komme ich nicht wirklich auf den Gedanken, meinen Kindern nichts beigebracht zu haben, nur weil der Ältere das Schuhebinden im Kindergarten gelernt hat...

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23.12.2012, 10:24
Beitrag: #19
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(22.12.2012 14:18)Wallenstein schrieb:  Was bleibt denn den Eltern, wenn sie solch elementare Dinge nicht an ihre Kinder weitergeben? Auch Zähneputzen gehört dazu, in späteren Jahren das Rasieren bei den jungen Männern, die Damenhygiene, egal wie problematisch die damals war.

Gerade bei der Sache der Hygiene zeigt sich aber ein echtes Problem von Alleinerziehenden. Zumindest dann, wenn sie ein oder mehrere gegengeschlechtliche Kinder großziehen.
Daran ändert dann auch der beste Wille nichts- wenn der Bub ein gewisses Alter ereicht, will er einfach nicht mehr, daß Mama ins Badezimmer kommt. Papa würde er vielleicht noch gerade so dulden. Zumindest würde das sein Schamgefühl nicht ganz so verletzen. Dabei tauchen gerade in dem gewissen Alter Fragen auf....

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30.12.2012, 00:50
Beitrag: #20
RE: Elternmodelle und Kindererziehung .
(22.12.2012 18:43)Annatar schrieb:  
(18.12.2012 00:35)Titus Feuerfuchs schrieb:  Ich schon. Jedes Kind braucht Vater und Mutter.
Also ist deiner Meinung nach die Kernfamilie das Ideal aus der Sicht des Kindes??

Natürlich.

(22.12.2012 18:43)Annatar schrieb:  Da slässt sich so gesehen nicht sagen. Kinder brauchen Bezugspersonen. Wer das ist und welches Geschlecht diese haben ist egal.

Nein. Kinder brauchen Vater und Mutter. Beide Elternteile übernehmen in d. Regel unterschiedliche Positionen innerhalb der Erziehung.

Bezüglich Bezugsperson hast du schon Recht, idealerweise sind das aber die Eltern, manchmal auch die Großeltern.
Oft machen auch andere Personen ihre Sache gut, z.B. Adoptiveltern, Alleinerzieher, etc...

Diese haben jedoch in der regel schlechtere Voraussetzungen. Adoptierte Kinder sind mitunter zerissen, Scheidungskinder dito. Alleinerziehern fehlt oft (nachvollziehbarer Weise) Zeit und Energie. Kinder können mit unter auch sehr anstrengend sein....

MfG, Titus Feuerfuchs
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