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Wahlen-Allgemein 2014:
14.12.2013, 22:54
Beitrag: #1
Wahlen-Allgemein 2014:
Wie die letzten Jahre auch möchte ich für 2014 wieder einen Tread zum Thema Wahlen im deutschsprachigen Raum eröffnen, was ich hiermit auch machen werde.

Wichtige Wahlen im Jahr 2014 sind:

Österreich:Hier wird es im nächsten Jahr folgende größere Wahlen geben: Die Gemeinderatswahl in Salzburg, die Arbeiterkammerwahl, die Landtagswahlen in Vorarlberg und natürlich die EU-Parlamentswahl.

In Deutschland finden in mehreren Bundesländern Kommunalwahlen statt, in Brandenburg, Sachsen und Thüringen finden Landtagswahlen statt und eben die zum EU-Parlament.

Denke es wird wieder ein interessantes Wahljahr, mit zahlreichen Chancen zum Berichten und Diskutieren.

Freue mich auf hoffentlich wieder zahlreiche interessante Beiträge zum Thema.
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15.12.2013, 00:06
Beitrag: #2
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Österreich: Sebastian Kurz (27-jährig) ÖVP-Politiker und neuer Außenminister Österreichs. Der jüngste Amtsinhaber in der EU – soll sogar die eigene konservative Partei retten (erneuern) und Stimmen der jüngeren Wähler bringen.
Hat der's drauf oder ist er doch zu jung und unerfahren? Genügend Erfahrungen gesammelt als Staatssekretär für Integration ...?


Frühling läßt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte.
Süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon, wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's! Dich hab ich vernommen!

Eduard F. Mörike (1804-1875)
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15.12.2013, 00:13
Beitrag: #3
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(15.12.2013 00:06)Avicenna schrieb:  Österreich: Sebastian Kurz (27-jährig) ÖVP-Politiker und neuer Außenminister Österreichs. Der jüngste Amtsinhaber in der EU – soll sogar die eigene konservative Partei retten (erneuern) und Stimmen der jüngeren Wähler bringen.
Hat der's drauf oder ist er doch zu jung und unerfahren? Genügend Erfahrungen gesammelt als Staatssekretär für Integration ...?

Gegenüber ihm waren damals alle Skeptisch, dennoch finden viele das er das schwierige Integrationsresort gut managen konnte, was bei dem Thema ja gar nicht mal so einfach ist. Also ein politisches Talent ist er sicher.

Wo ich mir auch nicht so sicher bin ist ob er vom Typ her der richtige für den Posten des Außenministers ist. Bin gespannt, aber wenigstens einer der wenigen echten Persönlichkeiten dieser Regierung.
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21.12.2013, 06:01
Beitrag: #4
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Der neue Finanzminister macht uns lächerlich.....

Zitat:Österreichs Finanzminister blamiert sich im Fernsehen

20.12.2013 · In den Fernsehnachrichten musste sich der österreichische Finanzminister die Frage gefallen lassen, was ihn denn für dieses Amt qualifiziere. Seine Antwort war eindrucksvoll. Aber falsch.[...]

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/me...18853.html

MfG, Titus Feuerfuchs
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25.12.2013, 23:04
Beitrag: #5
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Wie es fast schon Tradition ist möchte ich am Beginn des Treads mal die Lage der Parteien in Österreich und das bevorstehende Wahljahr aus ihrer jeweiligen Sicht kurz analysieren. Über Fragen, Kommentare dazu usw. freue ich mich natürlich.

Im großen und ganzen finden in Österreich 2014 zwei wirklich große Wahlen statt die Landtagswahl in Vorarlberg und die EU-Wahl, daneben gibt es auch noch Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen im Bundesland Salzburg.
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25.12.2013, 23:07
Beitrag: #6
SPÖ-Wahljahr 2014:
Die SPÖ holte 2013 bei der Nationalratswahl erneut das schlechteste Ergebnis der Parteigeschichte. Die Partei befindet sich mittlerweile wieder in einer Koalition mit der ÖVP, Parteichef Faymann ist Bundeskanzler. Veränderungen gab es nicht allzu viele, der Klubchef wurde ausgewechselt (Schieder statt Cap). Die gesamte Stimmungslage ist im Moment, was ich so mitbekomme nicht gerade Pro-Regierungsparteien, auch deshalb weil man vor der Wahl viel versprach, danach aber „plötzlich“ ein Finanzloch das zu Einsparrungen zwingt auftauchte.

-EU-Wahl: Wie man hier steht ist schwer zu sagen, fand bisher Umfragen da lag man auf Platz 1 und auch welche wo man auf Platz 3 hinter ÖVP und FPÖ abrutschte. Unklar ist auch noch wer Spitzenkandidat wird. EU-Delegierter Jörg Leichtfried spielt sich hier im Moment am ehesten hervor, aber scheinbar möchte die Partei eher eine Frau. Der bisherige Delegationsleiter Swoboda tritt nicht mehr an.

-Vorarlberg: Landesparteichef und wohl Spitzenkandidat Ritsch ist nicht immer auf der gleichen Linie wie die Bundespartei – vielleicht auch eine bewusste Taktik um sich von dieser abzugrenzen, was in Vorarlberg durchaus gut ankommen könnte. In österreichs westlichstem Bundesland ist die SPÖ ziemlich schwach, 2009 lag man mit nur 10,02 auf Platz 4 nur knapp im zweistelligen Bereich, ein Plus muss das Ziel sein.

Wie gesagt wirklich was zu der Stimmung in den beiden bedeutendsten Wahl 2014 zu sagen ist schwer, ob sie sich auf die Bundespartei auswirken würden ist schwer zu sagen, einerseits würde ich sagen „nein, weil für die Partei zu unwichtig“, andererseits muss man auch sagen 2015 stehen viele wichtige Wahlen an, da geht es zum Beispiel um das für die SPÖ sehr wichtig Wien und im Falle von heftigen Niederlagen könnte man schon ordentlich nervös werden.
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25.12.2013, 23:17
Beitrag: #7
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(21.12.2013 06:01)Titus Feuerfuchs schrieb:  Der neue Finanzminister macht uns lächerlich.....

Zitat:Österreichs Finanzminister blamiert sich im Fernsehen

20.12.2013 · In den Fernsehnachrichten musste sich der österreichische Finanzminister die Frage gefallen lassen, was ihn denn für dieses Amt qualifiziere. Seine Antwort war eindrucksvoll. Aber falsch.[...]

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/me...18853.html

Gut ich würde das jetzt nicht überbewerten, denke jeder Minister redet irgendwann mal Quatsch. Aber ich gebe zu mir wäre es lieber gewesen wenn Maria Fekter im Amt geblieben wäre. Weiß nicht irgendwie war sie mir mit der Zeit sogar relativ sympatisch. Wirkte kompetent, in Verhandlungen sicher respekteinflössender als Spindelegger und war irgendwie dann doch eine Persönlichkeit mit einer gewissen Ausstrahlung - das alles fehlt Spindelegger.
Das Budgetloch das plötzlich da war laste ich ihr nicht wirklich an. Also sicher eine der besten Finanzminster/innen der letzten Jahre (Messlatte liegt hier nicht sehr hoch).
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30.12.2013, 23:45
Beitrag: #8
ÖVP-Wahljahr 2014:
Für die ÖVP ist 2014 ein wichtiges Wahljahr. Die Stimmung ist nicht gerade für die Volkspartei, einen Startbonus haben Spindelegger und seine Partei nicht gerade. Um so wichtiger ist für die Partei es sich bei den Wahlen halbwegs halten können.

-EU-Wahlen: Wo die ÖVP hier genau liegt ist schwer zu sagen, habe schon Umfragen gelesen bei denen sie auf Platz 3 liegt, aber auch schon welche wo man sich auf Platz 1 befindet. Platz 1 holte man bei der letzten EU-Wahl, damals war Ex-Innenminister Strasser Spitzenkandidat, doch aufgrund eines Skandals musste er zurücktreten. Othmar Karas der mehr bei der letzten Wahl mehr Vorzugsstimmen holte als der Spitzenkandidat, wird diesesmal Spitzenkandidat. Ex-Jusitzministerin Karl könnte ebenfalls auf die Liste weit vorne kommen.

-Vorarlberg-Landtagswahlen: 2009 gelang es der ÖVP die Absolute Mehrheit zu verteidigen. Damals war Herbert Sausgruber noch der Landeshauptmann, 2011 folgte ihm Markus Wallner nach. Dieser ist nun Spitzenkandidat. Bei den Umfragen die ich gelesen habe, sieht es nicht danach aus, als würde es gelingen die Absolute Mehrheit zu verteidigen.

Was Wahlniederlagen bei den beiden Wahlen 2014 bedeuten würden kann man schwer sagen, heuer wurde bereits der Generalsekretär (Blümel statt Rauch) und der Klubobmann (Lopatka statt Kopf) ausgetauscht. Ob es zu diesen kommt, das würde ich noch nicht als fix bezeichnen – obwohl die ÖVP im Bund schwach abschnitt gelang es ihr zumindest 2013 einige male zu überraschen.
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31.12.2013, 00:08
Beitrag: #9
FPÖ-Wahljahr 2014:
Irgendwie eine eigenartige Situation, der FPÖ wurde Anfang 2013 bei Wahlen sehr viel zugetraut, dann gingen die Landtagswahlen zum Teil daneben, schließlich war man bei der Nationalratswahl 2013 doch sehr erfolgreich. Die Konkurrenz „Team Stronach“ ist stark am absteigenden Ast. Nun wird der FPÖ wieder viel zugetraut. Gestärkt werden die Freiheitlichen auch durch die Stimmung gegen die große Koalition (die vor allem aufgrund der fehlenden großen Würfe im Koalitionsprogramm kritisiert wird).

-EU-Wahlen: Manche Umfragen trauen den Freiheitlichen sogar Platz 1 zu, bei manchen liegt man sehr nahe an SPÖ und ÖVP. Man hat einerseits den Schwung aufgrund der Wahlen und andererseits kann man sich als die „Alternative für EU-Gegner“ präsentieren. Ich persönlich vermute die FPÖ wird hier überschätzt .Man muss auch bedenken das man 2009 bei nur etwas mehr als 12% lag und das viele EU-Gegner nicht unbedingt FPÖ-Fans sind (eine Chance für andere Alternativen zu denen ich noch kommen werde). Andreas Mölzer wird wieder Spitzenkandidat werden, man möchte sich allerdings in einer Doppelspitze positionieren, wer die 2 Person ist, ist noch nicht klar Obermayer (bisher schon EU-Abgeordneter), Vilimsky (einer der beiden Generalsekratäre der FPÖ) oder Babara Kappl (meineswissens gilt sie hauptsächlich als wirtschaftsliberale in der Partei) sind möglichkeiten.

-Vorarlberg-Wahl: In Vorarlberg sind die Freiheitlichen schon bisher sehr stark, 2009 holte man Platz 2 und mehr als 25%. Denke man wird auch diesesmal mit einem starken Ergebnis rechnen können – vor allem wenn die ÖVP verliert. Interessante wird wie sich Parteichef und wohl auch Spitzenkandidat Egger positioniert. Als Alternative zu Wallner? Als stärkste Oppositionspartei oder als starker Koalitionspartner für die ÖVP? (letzteres vermute ich am wenigsten).

Die Freiheitlichen haben also im Wahljahr 2014 insgesamt gute Chancen stärker zu werden, fix ist das natürlich noch nicht (man könnte ja auch bei den EU-Wahlen die hohen Erwartungen nicht erfüllen und die Protestwähler könnte auch in Vorarlberg zu anderen Parteien, wie den neos gehen).
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01.01.2014, 17:53
Beitrag: #10
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(25.12.2013 23:17)WDPG schrieb:  
(21.12.2013 06:01)Titus Feuerfuchs schrieb:  Der neue Finanzminister macht uns lächerlich.....

[...]Aber ich gebe zu mir wäre es lieber gewesen wenn Maria Fekter im Amt geblieben wäre. Weiß nicht irgendwie war sie mir mit der Zeit sogar relativ sympatisch. Wirkte kompetent, in Verhandlungen sicher respekteinflössender als Spindelegger und war irgendwie dann doch eine Persönlichkeit mit einer gewissen Ausstrahlung - [...]

Das kann ich zu 100% unterschreiben.Thumbs_up

MfG, Titus Feuerfuchs
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01.01.2014, 19:18
Beitrag: #11
Die Grünen-Wahljahr 2014:
Die Grünen waren die Sieger der Landtagswahlen 2013, bei der Nationalratswahl war man zwar ein Gewinner holte aber nicht so viele Stimmen wie vorhergesagt. Große Veränderungen gab es seither nicht (kein Wunder man holte immerhin das beste Ergebnis der Parteigeschichte und man kann wenn die Stimmungslage so weitergeht wohl weiter auf Kosten der Regierungsparteien gewinnen).

-Vorarlberg: 2009 landeten die Grünen sogar vor der SPÖ auf Platz 3 (man holte 10,58%), schwer zu sagen ob man diesesmal dazugewinnen kann, einerseits „ja“ auf Kosten von SPÖ und ÖVP, andererseits könnten die neos den Grünen Stimmen kosten. 2009 war Klubobmann Rauch der Spitzenkandidat, ob er auch diesesmal Spitzenkandidat wird weiß ich nicht, kann es mir aber vorstellen. Wenn die ÖVP die absolute Mehrheit verliert wäre man wohl ein potentieller Koalitionspartner.

-EU-Wahlen: Ulrike Lunacek ist wie bei der letzten EU-Wahl die Spitzenkandidatin der Grünen, auf Platz 2 kommt Michel Raimon der 2010 Spitzenkandidat der Grünen bei der Burgenländischen Landtagswahl war. Madeleine Petrovic, die in den 90er Jahren einige Zeit Parteichefin, 1994 und 1995 Spitzenkandidatin war und in letzter Zeit die Niederösterreichische Landesgruppe führte, versucht über einen Vorzugsstimmenwahlkampf ein Mandat zu erringen.
Wie stark die Grünen wirklich sind ist schwer zu sagen, bei den Umfragen liegen die Grünen gut (12-13%), was aber noch nichts heißt.

Die Lage der Grünen ist einerseits gar nicht mal so leicht einzuschätzen, insgesamt kann ich mir vorstellen das es so weitergeht wie in den letzten Jahren (außer eben bei Landtagswahlen wie in Salzburg), da und dort ein leichter Plus oder Minus, insgesamt ein leichter Aufwärtstrend und immer wieder die Rolle eines potentiellen kleinen Koalitionspartners.
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01.01.2014, 19:32
Beitrag: #12
Team-Stronach - Wahljahr 2014:
Das Team Stronach. Man bereitet sich sehr gut auf die Nationalratswahlen vor. Stronach holt mehrere Abgeordnete in seine Partei, schafft in 3 Landtage erfolgreich den Einzug. Dann schon während dem Wahlkampf das eine oder andere Problem, man holt nicht mal 6%, trotz hohem Budget und obwohl ursprünglich mal 10% und mehr vorhergesagt wurden.

Schließlich: Streit und Personalrochaden in allen Landtagsparteien, Stronach selbst spielt so gut wie keine Rolle mehr (zieht sich bald aus der Politik zurück) und die Wähler die Stroachs Partei gewählt haben sehen schnell das sie nicht ihn sondern eine Frau Nachbauer gewählt haben.

Im Moment sieht es so aus als hätte es die Partei nicht geschafft sich als längerfristige Alternative für Protestwähler zu positionieren. In diesen Zeichen stehen auch die Landtagswahlen 2014 für das Team Stronach.

-Vorarlberg: Christoph Haagen (früher BZÖ) ist hier soweit ich weiß der Parteichef, er sucht nach geeigneten Spitzenkandidaten. Ob man diesen findet und ob man überhaupt antritt ist ungewiss. Ich persönlich vermute eher nicht, denn man hätte mehr zu verlieren als zu gewinnen. Schafft man den Einzug in den Landtag nicht, ist das schon mal ein Signal für die Schwäche der Partei, außer Haagen sehe ich kaum bekannte Gesichter und irgendwie tummeln sich da einige Chancenreichere, so das ein Einzug schwer werden wird – ein Antritt kostet außerdem Geld und das wird Stronach nicht mehr so einfach hergeben.

-EU-Wahl: Nicht so viel anders sieht es bei der EU-Wahl aus. Man könnte versuchen vor allem die EU-Skeptiker für sich zu gewinnen. Ein Potential wäre da. Aber ich denke auf Grund der oben genannten Geschichte hat man da zu sehr ein Vertrauensproblem um Stimmen holen zu können. Andere Parteien, bereiten sich längst auf die EU-Wahl vor, vom Team Stronach hört man da kaum was, außer das man noch nicht sicher sagen kann ob man antritt. Und wie gesagt ein Antritt kostet Geld.

Im Moment sieht es nicht so aus als würde 2014 ein gutes Wahljahr für das Team Stronach werden, bin gespannt wie es dort weitergeht.
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01.01.2014, 19:51
Beitrag: #13
neos - Wahljahr 2014:
Die „neos“ waren die Überraschung bei der Nationalratswahl 2013. Auch wenn im Nachhinein gerne so getan wird als war ein Einzug eh klar, rechnete in Wahrheit kaum jemand mit diesem. Im großen und ganzen sind die neos ein liberales Wahlbündnis bestehend aus einer Kerngruppe neos (hervorgegangen aus der Initiative Österreich spricht, soweit ich das sehe), Liberales Forum (1993-1999 im Nationalrat), JuLis und kleineren Parteien (z.B. Onlinepartei), sowie Einzelpersonen.

Man trat 2013 an, bereitete sich geschickt vor und brachte Bauunternehmen Haselsteiner im richtigen Moment als Jocker. So schaffte man dann knapp mit nicht ganz 5% den Einzug in den Nationalrat. Im Gegensatz zum oben beschriebenen Team Stronach räumen Medien den neos in naher Zukunft durchaus gute Chancen bei Wahlen ein.

-EU-Wahl: Wer bei der Wahl Spitzenkandidat/in wird, wird in Form von Vorwahlen entschieden. Als aussichtsreichsten Kandidatin wird LiF-Chefin Mlinar genannt, auch Angelika Werthman (zog einst mit Hans Peter Martin ins EU-Parlament ein, war zuletzt für die Liberalen im EU-Parlament tätig) wird mit den neos in Verbindung gebracht. Sie müsste doch eigentlich eine Kandidatur ermöglichen können (so kann man auf das Sammeln von Unterstützungserklärungen verzichten). Bei Umfragen stehen die neos gut, sogar 10% werden für möglich gehalten. Ich persönlich denke zumindest bei dieser Wahl das die neos überschätzt werden. In Österreichs Bevölkerung herrscht nicht gerade ein EU-Begeisterung, doch die neos sind starke EU-Befürworter. Will man die Unterstützung der Bevölkerung bekommen muss man also extrem gut vermitteln können das man für eine „andere EU“ ist, was nicht gerade leicht zu vermitteln sein wird. Also ich würde sagen Einzug ja, aber nicht mit zweistelligem Ergebnis.

-Vorarlberg: Bei den Nationalratswahlen holte man hier mehr als 13%, in Vorarlberg war man am erfolgreichsten (von hier kommt auch Parteichef Strolz, was er auch immer wieder gerne betont). Das man bei der Landtagswahl antritt gilt als fix. Spitzenkandidat dürfte der Unternehmer Chris Alge werden. Denke schon das man den Einzug schaffen wird, den Grünen und der ÖVP könnte man Stimmen kosten, eventuell auch der SPÖ. Wie stark man aber sein wird ist schwer einzuschätzen.

Wie gesagt die neos werden nach ihren überraschenden Einzug von den Medien sehr stark gemacht. Ob daraus ein Hype entstehen kann von dem man profitiert oder ob man schlussendlich eher enttäuscht dasteht, darauf kann man gespannt sein. Mein Vermutung ist das weitere Erfolge folgen werden, diese allerdings geringer ausfallen werden, als von den Meiden und Umfragen im Moment vermutet.
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01.01.2014, 20:16
Beitrag: #14
Wahljahr 2014 aus Sicht der kleineren Parteien Teil 1: Rückblick und EU-Wahlen
Nun möchte ich noch zu den Kleineren Parteien kommen:

-Das BZÖ schaffte den Einzug in den Nationalrat 2013 knapp nicht mehr, Parteichef Bucher ist weg. Grosz (früher mal Generalsekretär, außerdem Spitzenkandidat in Graz und in Parteichef der Landesgruppe Steiermark) wurde neuer Parteichef. Sehr viel Prominenz hat man nicht mehr aufzubieten, manche zogen sich aus der Politik zurück und von manchen trennte sich das BZÖ auch im Streit (Stadler, Petzner).

-Die KPÖ: Holte 2013 zwar das beste Ergebnis seit langem, aber mit 1% kann man sie wohl kaum zu den großen Gewinnern zählen.

-Die Piratenpartei holte bei den Nationalratswahlen 2013 nicht einmal 1%, weitermachen wird man dennoch.

Nun aber zu den 2014 stattfindenden Wahlen:

-EU-Wahl:

-Hans Peter Martin: Bei der EU-Wahl 2009 gelang es Hans Peter Martin unglaubliche 17% zu holen. Wie schon gewohnt verliesen seine Mitstreiter später seine Liste. Ob er noch einmal antritt ist noch nicht ganz klar. Wenn würde ich ihn nicht unterschätzen, auch wenn er bei Umfragen nur bei 3% steht. Es gibt denke ich ein Wählerpotential aus Wählern die mit der EU unzufrieden sind, aber nicht die FPÖ wählen wollen, diese werden auch irgendwo hingehen, Martin ist da, denke ich noch immer eine Alternative. OK, es gab Skandale um ihn, aber ich vermute nicht das die meisten Leute diese aufmerksam beobachtet haben (ich zumindest nicht wirklich, weiß also auch nicht ob da was dran ist oder nicht). Die Frage ist ob ihn die Kronenzeitung nochmals unterstützt (was man so hört eher nicht.

-REKOS: Ewald Stadler zog für das BZÖ ins EU-Parlament ein. Mittlerweile ist er aber nicht mehr beim BZÖ, er wurde kurz nach der Wahlniederlage ausgeschlossen. Nun gründete er die REKOS (Reformkonservative), eine Gruppe die in Richtung CPÖ geht, von dieser wird die Partei auch Unterstützt (genauso wie von der Initiative JES, die ebenfalls im Konservativen Spektrum zu finden ist). Medienaufmerksamkeit erregte Stadler damit und ich vermute das er mit Petzner zusammenarbeiten wird, der sich auch schon als guter Wahlkampfmanager herausstellte. Aber ich persönlich gebe der Gruppe dennoch wenig Chancen. Weiß nicht ob das die Richtung ist die, die Leute anspricht und ob man dann wirklich vordergründig auch als Anti-EU-Partei gesehen wird, was aber nötig ist um da entsprechendes Potential ausschöpfen zu könne.

-BZÖ: Stadler kann sich mit seinen einstigen Parteifreunden um den Einzug duellieren. Das BZÖ sieht die EU-Wahl als „die Chance“ eine Kehrtwende zu schaffen. Zusammenarbeiten möchte man mit der EU-kritischen deutschen AfD. Wer Spitzenkandidat werden soll darüber habe ich noch nichts gefunden, meine Vermutung ist das Parteichef Grosz diese Rolle übernimmt, die Chancen sind schwer einzuschätzen, ich vermute eher nicht das man den Einzug schafften wird, zu kurz ist erst das scheitern bei den Nationalratswahlen vorbei.

-Wahlplattform: Eine sehr interessante, ich würde sagen eher Linke Wahlplattform soll im Gespräch sein, mit dabei: Piraten, KPÖ, der Wandel und Martin Ehrenhauser (zog einst mit Hans Peter Martin ein, zerstritt sich dann aber mit diesem). Eine spannende Alternative (zu anderen Protestwählerparteien) könnte das schon sein, wenn man sich entsprechend vermarkten kann (und sich nicht nur auf das NSA-Thema beschränkt), könnte man Stimmen von Martin holen. Die Frage ist aber ob man sich überhaupt einig wird, denn bei manchen finde ich gehen die Meinungen der einzelnen Parteien schon weit auseinander (die KPÖ ist ein EU-Gegner, die Piraten ein starker Befürworter), so verbindet doch irgendwie nur das NSA-Thema. Mal sehen, ob da was zustande kommt und wenn ja, was daraus wird.

-Auch andere wie die EU-Austrittspartei wollen meineswissens antreten, ich denke aber ihre Chancen sind gering.

Fortsetzung folgt..........
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09.01.2014, 22:29
Beitrag: #15
RE: Wahljahr 2014 aus Sicht der kleineren Parteien Teil 2: Vorarlberg:
(01.01.2014 20:16)WDPG schrieb:  Nun möchte ich noch zu den Kleineren Parteien kommen:

Fortsetzung folgt..........

In Vorarlberg treten oft noch einige, oft sogar halbwegs starke Kleinparteien an:

2009 holten die Gsiberger ein Bündnis mit mehreren Kleinparteien (VAU, migrantenliste NBZ, die Buntkarrierten, KPÖ usw.) immerhin 1,74%. Ob sie erneut antreten wollen oder ob Parteien wie VAU alleine antreten wollen, darüber fand ich nichts. Ganz zu unterschätzen sind diese nicht, VAU holte 1999 und 2004 immerhin mehr als 2%. Das reicht immerhin um so manchen Stimmen wegzunehmen die wichtig für das jeweilige Ziel (Einzug, Absolute Mehrheit usw.) sind. Und wer weiß bei eine „Politfruststimmung“ wie im Moment kann auch so manche Überraschung drin sein.

Ob das BZÖ gedenkt anzutreten weiß ich nicht. Ich vermute eher nicht, denn 2009 holte man hier nur etwas mehr als 1% und man hat wohl mehr zu verlieren als zu gewinnen.

Die CPÖ ist in Vorarlberg meist eher stark. 2008 und 2013 holte man hier das beste Bundesländerergebnis der Partei bei den Nationalratswahlen.

Ein Antreten der Piratenpartei könnte ich mir vorstellen. Wie die Chancen stehen würden ist schwer zu sagen.

Andere Listen würde ich nicht ganz ausschließen, wie gesagt in Vorarlberg gab es in der Vergangenheit des öfter Kleinparteien die über 1% schafften etwa die Liste Frizz die von 1989 bis 2004 bei jeder Landtagswahl dabei war.

Das ganze ist noch relativ unübersichtlich, wenn sie mehr ergibt werde ich natürlich darüber berichten.
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09.01.2014, 22:40
Beitrag: #16
Das Wahljahr 2014 aus der Sicht der kleineren Parteien - Teil 3 - Gesamt:
Gesamt muss man sagen das, dass Jahr 2014 für die Kleinparteien von unterschiedlicher Bedeutung ist:

-KPÖ: Diese Partei lässt sich nicht unterkriegen. 2013 holte man das beste Nationalratswahlergebnis seit langem (man war knapp stärker als 2006). Aber 1% ist nicht viel. Wirklich gute Karten hat man meist nur bei der einen oder anderen Gemeinderatswahl oder eben in der Hochburg Steiermark.

-Die Piratenpartei: Kämpft darum nicht total in der Versenkung zu verschwinden, denn in diese Richtung, so mein Eindruck geht’s im Moment. Ein starkes Auftreten bei einer der beiden Wahlen wäre da natürlich ein Signal.

-Die CPÖ hat in Vorarlberg bei einem Antritt die Möglichkeit zumindest ein respektables Ergebnis im Bereich der Kleinparteien zu erzielen (über 1%). Auf EU-Ebene Cooperiert man mit Stadlers REKOS.

-REKOS und Hans Peter Martin haben wohl die besten Chancen bei EU-Wahlen, wie gut diese tatsächlich sind ist schwer zu sagen. Würde sagen von den beiden hat Martin die bessere Chance. Wie gut oder schlecht Ehrenhausers Chancen mit einem Wahlbündnis mit KPÖ, Piraten und der Wandel stehen ist schwer zu sagen, kommt wohl auch darauf an ob die Medien dem Aufmerksamkeit geben oder nicht und natürlich ob es überhaupt zusammenkommt.

-Für das BZÖ könnte die EU-Wahl ganz entscheidend werden, verliert man hier total ist es wohl mit dem letzten Rest Medienaufmerksamkeit auch vorbei.


Für die erwähnten Parteien wird es wohl nicht leicht, andererseits hat ja auch schon das Jahr 2013 gezeigt das manche Überraschung drinnen ist, auch für die kleineren Parteien (Dinkhausers Liste blieb im Landtag in Tirol, die neos schafften den Einzug in den Landtag usw.).
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14.01.2014, 14:05
Beitrag: #17
Lage der ÖVP:
Bei der ÖVP kriselt es bereits jetzt gewaltig. Sonntag Nachts gab es eine Krisensitzung - zuerst hieß es sogar das Parteichef Spindelegger die Vertrauensfrage stellen wolle.

Ehrlich gesagt habe ich die Lage gar nicht mal so dramatisch eingeschätzt. Am lautesten gegen die Bundeslinie äußerte sich anfangs Vorarlbergs Landeshauptmann Wallner. Kein Wunder dort sind heuer noch Wahlen und man möchte sich wohl von der erfolglosen Bundespartei etwas abgrenzen. Mit der Zeit kamen aber auch andere Landesparteien dazu.

Schließlich macht man nun so weiter wie bisher, eine Strategie mit hohem Streitpotential. Gründe für die Lage der Volkspartei gibt es mehrere. Einerseits eine gewisse Linienlosigkeit (wobei man diese mehreren Parteien bescheinigen kann), andererseits spielt wohl auch innerparteiliches eine Rolle. Niederösterreichs Landeschef Pröll hat in der ÖVP das sagen, der jetzige und der vorherige Bundesparteiobmann kamen mit seiner Unterstützung auf den Chefsessel. Der Westen kam zudem bei manchen Personalentscheidungen schlecht davon. Kein Wunder das die Kritiker ausgerechnet aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg kommen (bei der Steiermark kommt außerdem dazu das man verärgert ist das die Bundesregierung sich kein Beispiel am Reformkurs dort genommen hat).

Spindelegger macht also weiter, es ist wohl nicht unbedingt die Absicht gewesen ihn abzulösen. Aber eine Warnung wars. Der Druck steigt wohl wenn man so weitermacht und auch wenn man bei den Wahlen heuer schlecht abschneiden sollte. Wohl auch der Druck auf die ÖVP-Niederösterreich.
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19.01.2014, 16:33
Beitrag: #18
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Wie sieht es eigentlich mit den Deutschen EU-Wahlen aus, bekommen die auch so viel Medienaufmerksamkeit wie bei uns. Gibts Umfragen? Wie stehen die Chancen für die AfD was den Einzug betrifft (meiner Beobachtung nach wird die Partei im Moment von den Medien nur wenig beachtet)? Wie sind die Chancen der FDP hier einen kleinen Erfolg zu erzielen?
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19.01.2014, 18:13
Beitrag: #19
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
Ich habe nicht so den Eindruck, als würde man sich hier momentan besonders um die EU- Wahlen kümmern.
Die Groko in Berlin hat gerade ihre Arbeit aufgenommen, seit gestern ist die erste schwarz-grüne Koalition in einem Flächenland im Einsatz- ich denke, momentan war man in erster Linie damit beschäftigt.
Hier in Hessen würde ich sagen daß die AfD kurz vor dem Ende steht- zuviele Partei"obere" mußten in den letzten Wochen aus unterschiedlichen Gründen das Handttuch werfen, u.a. einer wegen deutlich rechtsradikaler Äußerungen. Die AfD ist halt eine Ein-Thema-Partei und mehr mit sich selbst als mit irgendwas sonst beschäftigt.
Dafür zappelt die FDP hier noch halbwegs lebendig herum- es könnte also sein, daß die hessische FDP von den Skandälchen der hessischen AfD profitiert... Inwieit sich das für Europa fortschreiben läßt---hm, ich weiß nicht...

Auf dem Grabstein dess Kapitalismus wird stehen: "Zuviel war nicht genug"
Volker Pispers
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19.01.2014, 18:42
Beitrag: #20
RE: Wahlen-Allgemein 2014:
(19.01.2014 18:13)Bunbury schrieb:  Hier in Hessen würde ich sagen daß die AfD kurz vor dem Ende steht- zuviele Partei"obere" mußten in den letzten Wochen aus unterschiedlichen Gründen das Handttuch werfen, u.a. einer wegen deutlich rechtsradikaler Äußerungen. Die AfD ist halt eine Ein-Thema-Partei und mehr mit sich selbst als mit irgendwas sonst beschäftigt.
Dafür zappelt die FDP hier noch halbwegs lebendig herum- es könnte also sein, daß die hessische FDP von den Skandälchen der hessischen AfD profitiert... Inwieit sich das für Europa fortschreiben läßt---hm, ich weiß nicht...

Der AfD klaut doch gerade Seehofers CSU die Themen, also kann sein, dass es sich erledigt hat. Allerdings benötigen sie für die EU-Wahl nur 3 %.
Von der FDP hört man ebenso wenig, mal sehn.
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