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Vertrag von Saint Germain
14.08.2012, 12:10
Beitrag: #41
RE: Vertrag von Saint German
Ich habe hier auch erfahren das meine Aussage bezüglich zu Saint German
irrational ist und den Vertrag gerechtfertigt finde.
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14.08.2012, 12:22
Beitrag: #42
RE: Vertrag von Saint German
Der Rückblick auf den Wiener Kongress ist hier tatsächlich interessant hast du recht Josip.

Beim ersten Pariser Frieden hatte Frankreich noch deutlich bessere Bedingungen diktiert bekommen, wie nach den "100 Tagen". Wobei der Gebietsstreifen im Saarland unbedeutend war.
Viel wichtiger, nach dem 2. Pariser Frieden bekam Frankreich hohe Kriegsentschädigungszahlungen auferlegt. Allein an Preussen 800 Millionen Goldfranken.
Beim 1. Frieden 1814, war da noch gar nichts vorgesehen.

Der Unterschied zwischen ÖU 1918 und Frankreich 1814, die Kriege hatte Frankreich unter der Herrschaft des Ursurpators Napolen vom Zaun gebrochen.
ÖU dagegen unter der angestammten zig-Jahrhunderte herrschenden Dynastie.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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14.08.2012, 12:41
Beitrag: #43
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 12:10)Josip schrieb:  Ich habe hier auch erfahren das meine Aussage bezüglich zu Saint German
irrational ist und den Vertrag gerechtfertigt finde.

Hmmm,
ein Diktatfriede ist immer so eine Sache. "Fair" wird so einer nie sein, die Frage nach "gerecht" oder "ungerecht" führt da nicht weiter.

Zur Auflösung des Habsburgerreiches:
Ich habe irgendwann mal gelesen, dass es Quer durch ÖU durchaus erhebliche Zustimmung zum gemeinsamen Staat gegeben hätte.
Es bei freien Entscheidungen durchaus fraglich gewesen wäre, wie dieser ausgegangen wäre.
Die Zuordnung der meisten Nachfolgestaaten zu den "Siegerstaaten" für die Akzeptanz in den ersten Jahren mitentscheidend gewesen wäre.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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14.08.2012, 12:47
Beitrag: #44
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 12:22)Suebe schrieb:  Der Rückblick auf den Wiener Kongress ist hier tatsächlich interessant hast du recht Josip.

Beim ersten Pariser Frieden hatte Frankreich noch deutlich bessere Bedingungen diktiert bekommen, wie nach den "100 Tagen". Wobei der Gebietsstreifen im Saarland unbedeutend war.
Viel wichtiger, nach dem 2. Pariser Frieden bekam Frankreich hohe Kriegsentschädigungszahlungen auferlegt. Allein an Preussen 800 Millionen Goldfranken.
Beim 1. Frieden 1814, war da noch gar nichts vorgesehen.

Der Unterschied zwischen ÖU 1918 und Frankreich 1814, die Kriege hatte Frankreich unter der Herrschaft des Ursurpators Napolen vom Zaun gebrochen.
ÖU dagegen unter der angestammten zig-Jahrhunderte herrschenden Dynastie.

Du weißt aber suebe, dass Du mit diesem Hinweis denjenigen Vorschub leistest, die aus nationalistichen Gründen sich nach dem 1. WK ungerecht behandelt fühlten, wie es ja auch in Deutschland bei unseren Rechten war.
Und DAS willst Du doch sicherlich nicht unterstüzen.
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14.08.2012, 13:07
Beitrag: #45
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 12:05)krasnaja schrieb:  
(14.08.2012 11:10)Josip schrieb:  Ich wollte nicht die Ausrottung untergraben. Das war schrecklich,brutal,unmoralisch und unmenschlich. Ich wollte nur
hinweisen das nicht nur Österreich sondern halt auch alle anderen Länder
wenn nicht so brutal aber trotzdem Kriegsverbrechen gemacht haben.
Dein Beitrag hat mir auch gesagt das der Vertrag von Saint German
mehr als nur gerechtfertigt war, egal ob mit oder ohne Süd-Tirol.
Ich hatte auch nicht gesagt das Demokratie ein schlechtes System
ist, jedoch muss es noch "reifen". In den USA die schon von Anfang an
eine Demokratie war/ist gibt es ja auch einiges was man verbessern könnte.
Vielleicht nicht die Wahlbedingungen aber die Waffengesetze und
auch die Meinungsfreiheit ist ein bisschen übertrieben da dort Nazis
einfach herumschreien ohne Konsiquenzen. Ich meine jedem das seine
wenn es nicht irrational oder einfach komplett bescheuert ist.

Ich hatte Dir geraten, hier gut aufzupassen, weil Du hier Einiges lernen kannst.
Ich sage es noch ganz friedlich und unterstelle Dir noch, das Du in Unkenntnis Begriffe gebrauchst, die unzulässig sind:
(Siehe oben in Deinem Beitrag markiert)
Der Satz "Jedem das Seine" stand im Eingangstor vom KZ Buchenwald.
Ich will mal NOCH !!! davon ausgehen, dass Du das in unbeschwerter Jugendlichkeit getan hast, wobei es mir schon etwas schwerer fällt, wenn ich mir Deinen ersten Beitrag ansehe, deine Meinung über Demokratie lese und Deine Relativierung von Kriegsverbrechen.

Es tut mir schrecklich leid, ich wollte auf gar keinen Fall hier niemanden Beleidigen. Der Satz:Jedem das Seine, war auf gar keinen Fall Natzionalsozailistisch gedacht. Ich finde Demokratie ja auch gut auf jedem Fall besser als absolute Monarchie,Faschismus,Komunismus etc.
Ich will ja nur sagen das kein System ganz Gerecht oder Perfekt ist.
Wenn ich dich wieder Beleidigt habe tut es mir leid auch für die Letztenmale tut es schrecklich mir leid. Noch was. Kriegsverbrechen finde ich egal von welchem Land einfach nur blödsinnig(milde ausgesprochen) egal ob von Ö oder ÖU,Deutschland,Frankreich,USA,GB u.s.w..
Also es tut mir schrecklich leid das ich eine Nazi Parolle zitiert habe. Ich
hatte mich schrecklich gefühlt als ich das erfuhr
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14.08.2012, 14:17
Beitrag: #46
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 12:47)krasnaja schrieb:  
(14.08.2012 12:22)Suebe schrieb:  Der Rückblick auf den Wiener Kongress ist hier tatsächlich interessant hast du recht Josip.

Beim ersten Pariser Frieden hatte Frankreich noch deutlich bessere Bedingungen diktiert bekommen, wie nach den "100 Tagen". Wobei der Gebietsstreifen im Saarland unbedeutend war.
Viel wichtiger, nach dem 2. Pariser Frieden bekam Frankreich hohe Kriegsentschädigungszahlungen auferlegt. Allein an Preussen 800 Millionen Goldfranken.
Beim 1. Frieden 1814, war da noch gar nichts vorgesehen.

Der Unterschied zwischen ÖU 1918 und Frankreich 1814, die Kriege hatte Frankreich unter der Herrschaft des Ursurpators Napolen vom Zaun gebrochen.
ÖU dagegen unter der angestammten zig-Jahrhunderte herrschenden Dynastie.

Du weißt aber suebe, dass Du mit diesem Hinweis denjenigen Vorschub leistest, die aus nationalistichen Gründen sich nach dem 1. WK ungerecht behandelt fühlten, wie es ja auch in Deutschland bei unseren Rechten war.
Und DAS willst Du doch sicherlich nicht unterstüzen.


Diese Gefahr sehe ich da aber jetzt wirklich nicht.

Der rücksichtsvolle Umgang mir Frankreich 1814 ist der wiedereingesetzten Dynastie der Bourbonen geschuldet, deren neue Herrschaft man nicht von vorneherein schwer belasten wollte. Nach den 100 Tagen entfiel dieser Grund zT.
Wobei die Franzosen der Jahre nach 1814 sich, wie die Deutschen nach dem 1. WK, sich bitter beklagten.
Nicht in der Lage waren zu begreifen, dass sie recht gut davongekommen waren.
Die "natürlichen Grenzen" der Rheins usw. mangelten den Franzosen bis 1870 sehr.

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14.08.2012, 14:30
Beitrag: #47
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 13:07)Josip schrieb:  Es tut mir schrecklich leid, ich wollte auf gar keinen Fall hier niemanden Beleidigen.
Josip, dir braucht überhaupt nichts leid zu tun, wenn du hier etwas schreibst.
Solange du niemanden persönlich beleidigst oder gegen geltende Gesetze verstößt, gibt es dafür keinen Grund.

Krasnaja hat eine Menge richtiger Dinge geschrieben. Seine Worte sollten aber nicht in jedem Fall auf die Goldwaage gelegt werden.
Er schrieb:
Zitat:Ich sage es noch ganz friedlich und unterstelle Dir noch, das Du in Unkenntnis Begriffe gebrauchst, die unzulässig sind:
(Siehe oben in Deinem Beitrag markiert)
Der Satz "Jedem das Seine" stand im Eingangstor vom KZ Buchenwald.
Natürlich sind diese Worte oder diese Wortgruppe nicht unzulässig oder gar verboten s.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Jedem_das_Seine.
Sie sind, aus den von krasnaja genannten Gründen, aber negativ belastet und sollten nur mit Bedacht verwendet werden. Das ist alles.

Der Suebe hat wieder einmal weise geschrieben:
Zitat:Hmmm,
ein Diktatfriede ist immer so eine Sache. "Fair" wird so einer nie sein, die Frage nach "gerecht" oder "ungerecht" führt da nicht weiter.

Hey Josip, lies dir doch einfach mal den entsprechenden Wiki-Artikel durch und schau dir auch die zahlreichen Querverweise an. Dort gibt es jede Menge objektiver Informationen zu erkunden.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Saint-Germain

Zum anderen glaube ich ohnehin nicht, dass du ein unwissender, jugendlicher Bub bist.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
weißbindig wie der Vesta Priesterin,
an deines Seelentempels Säulenrand
und streute lächelnd weiße Blüten hin.

(Rainer Maria Rilke)
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14.08.2012, 14:31
Beitrag: #48
RE: Vertrag von Saint German
Generell und global halte ich die misslungenen Friedensverträge von 1919 mit für hauptverantwortlich an der Masse aller Konflikte seit 1920.
Bis heute!

Während des Krieges haben die Alliierten die allergrößten Versprechungen gemacht, nur um weitere Staaten und Völker zum Kriegseintritt und der Unterstützung der Entente zu veranlassen.
Verschiedenen Staaten dieselben Gebiete versprochen usw. usf. Schantung und Kiautschou an Japan und an China, Dalmatien an Serbien und an Italien, Palästina den Juden und den Arabern usw. usf.

Auch auf dem Balkan hätte man sich andere Lösungen als Grenzziehungen an Stellen wo zumindest seit der Sintflut nie eine Grenze war, vorstellen können,

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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14.08.2012, 14:42
Beitrag: #49
RE: Vertrag von Saint German
Wallenstein, ich verstehe unter zulässig etws zuzulassen und DAS gilt ME nicht für den Gebrauch dieses Satzes, darum ist dieser Satz nicht zulässig,
und ich meine hier nicht das philosophische suum ciuque.
Wer den unsäglichen Begriff gebraucht, führt was im Schilde !!
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14.08.2012, 14:51
Beitrag: #50
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 14:42)krasnaja schrieb:  Wallenstein, ich verstehe unter zulässig etws zuzulassen und DAS gilt ME nicht für den Gebrauch dieses Satzes, darum ist dieser Satz nicht zulässig,
und ich meine hier nicht das philosophische suum ciuque.
Wer den unsäglichen Begriff gebraucht, führt was im Schilde !!
Ist denkbar, krasnaja, vielleicht sogar wahrscheinlich. Warten wir's aber einfach mal ab. Handeln können wir immer noch.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
sich Nacht und Sonne sieghaft zu versöhnen.
...
So kam dich meine Liebe krönen.
Und meine nächteblasse Sehnsucht stand,
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14.08.2012, 15:07
Beitrag: #51
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 14:31)Suebe schrieb:  Generell und global halte ich die misslungenen Friedensverträge von 1919 mit für hauptverantwortlich an der Masse aller Konflikte seit 1920.
Bis heute!

Während des Krieges haben die Alliierten die allergrößten Versprechungen gemacht, nur um weitere Staaten und Völker zum Kriegseintritt und der Unterstützung der Entente zu veranlassen.
Verschiedenen Staaten dieselben Gebiete versprochen usw. usf. Schantung und Kiautschou an Japan und an China, Dalmatien an Serbien und an Italien, Palästina den Juden und den Arabern usw. usf.

Auch auf dem Balkan hätte man sich andere Lösungen als Grenzziehungen an Stellen wo zumindest seit der Sintflut nie eine Grenze war, vorstellen können,

kleiner Widerspruch, ich einmal unterstelle, dass Du Deine Aussage auch für Versailles geltend verstanden wissen willst.

Ein Friedensvertrag ist auch immer ein Gericht. Vertrag kommt zwar auch von vertragen, ein Friedensvertrag ist aber nur dann ein Vertrag zum vertragen, wenn man sich vertragen will.
Dass ein Friedensvertrag immer NACH einem Krieg abgeschlossen wird, das ist den Deutschen und den Österreichern wohl nie so richtig bewusst geworden, ebenso, dass sie die Kriegsschuldigen, besser die Kriegsverursacher waren, ist ihnen ebenso nie richtig aufgegangen.

Und DARIN, nicht in den Verträgen selber, liegt die Ursache des Grundübels.
Die Verträge selber waren, unter Bezug auf das Vergangene, ausgewogen.
Ausgewogener z.B. als der Verkrüppelungsfriede, den das Deusche Reich 1 Jahr vorher Russland aufgedrück hat.

Ein Kriegsverlierer muss bluten, das ist nun einmal so und dürfte allgemein als richtig angesehen werden (natürlich, für Deutschland oder Östereich gilt das natürlich nicht...) Big Grin
Es wäre doch hochgradiger Realitätsverlust gewesen, und für manche. auch hier im Forum noch heute , anzunehmen, die Entente hätte 4 Jahre geblutet, um dann ein Konstruk aller Deutschen zu schaffen ? Das Reich, Östereich,, Deutsch-Östereich , Tirol. Ein Riesenblock von um die 100 Mio
Wer das nicht begreift, von Verweigerung des Selbstbestimmungsrechtes für die Deutschen faselt, der hat nen Schuss.

Die Verträge waren ausgewogen, nichts hätte besser gemacht werden können. Sie trugen DARUM ein Belastung (ich schreibe nicht KEIM) in sich, nicht weil sie schlecht waren, sondern weil 2 Länder, Deutschland und Österreich sie aus alter Hybris nicht akzeptierten.

Ich schrieb in einem anderen Beitrag einmal als Schlusssatz: Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Deutschland nach dem 1. Weltkrieg von der Entente compl. für einige Jahre besetzt worden wäre.
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14.08.2012, 15:26
Beitrag: #52
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 15:07)krasnaja schrieb:  Ich schrieb in einem anderen Beitrag einmal als Schlusssatz: Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn Deutschland nach dem 1. Weltkrieg von der Entente compl. für einige Jahre besetzt worden wäre.


Krasnaja, du siehst das hier lediglich durch die germanozentrische Brille.
Du musst das global betrachten.

Konfliktherde die uns bis heute zu schaffen machen: Palästina, Balfour-Deklaration, Syrien, sehr aktuell, der Irak, usw. usf.

Schon in den 20er Jahren, Schantung und Kiautchou war den Japanern versprochen, darüberhinaus hat man es auch den Chinesen versprochen, die Chinesen sind dann in Versailles beleidigt abgereist, ohne den Vertrag zu unterschreiben. Die Streiks in Tsingtao 1919 gehören zum Gründungs-Mythos der KP Chinas. (Ihr müsst mehr Mao lesen:coolSmile
Hinterher haben die Amis sich stark gemacht, dass die Gebiete doch zu China kamen, waren die Japaner auch beleidigt.

Ähnliches hat sich mit Dalmatien abgespielt, Italien und den "Südslawen" versprochen. Als es die Jugoslawen schließlich bekamen, hatten die Südtiroler endgültig keine Chance mehr. Wobei der Adria-konflikt Triest und Fiume bis nach dem 2. WK schwelte. Und in Südtirol hat es noch in den 60ern "gekracht".

In der Masse Konflikte, die mit den Kriegsverlierern wenig bis nichts zu tun haben.
Die aus dem Streit um die Beute entstanden sind.

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14.08.2012, 15:37
Beitrag: #53
RE: Vertrag von Saint German
Du weißt aber auch, dass diese von Dir genannten Dinge NICHTS mit den von Dir eingangs genannten Friedensverträgen zutun haben.
Du hatteste ausdrüklich auf die Friedensverträge von 1919 hingewiesen.
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14.08.2012, 16:51
Beitrag: #54
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 14:42)krasnaja schrieb:  Wallenstein, ich verstehe unter zulässig etws zuzulassen und DAS gilt ME nicht für den Gebrauch dieses Satzes, darum ist dieser Satz nicht zulässig, und ich meine hier nicht das philosophische suum ciuque. Wer den unsäglichen Begriff gebraucht, führt was im Schilde !!

(14.08.2012 14:51)Wallenstein schrieb:  Ist denkbar, krasnaja, vielleicht sogar wahrscheinlich. Warten wir's aber einfach mal ab. Handeln können wir immer noch.

Kann natürlich sein, muss aber nicht. Ich habe den Begriff auch schon erwähnt, und das aus völliger Unkenntnis. Gut, ich war da ein Jahr jünger als josip jetzt, aber es ist, wie aus dem Wikipedia-Artikel hervorgeht, auch ein antiker Grundsatz und ein Sprichwort. Wenn man das mit der Buchenwald-Vergangenheit nicht weiß, benutzt man den schon gerne, denn es ist das Ergebnis vieler Diskussionen in Foren. Jeder soll das machen, dass ihm passt. Die Geschmäcker sind halt verschieden. Und so weiter.

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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14.08.2012, 16:59
Beitrag: #55
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 14:17)Suebe schrieb:  Wobei die Franzosen der Jahre nach 1814 sich, wie die Deutschen nach dem 1. WK, sich bitter beklagten.
Nicht in der Lage waren zu begreifen, dass sie recht gut davongekommen waren.
Die "natürlichen Grenzen" der Rheins usw. mangelten den Franzosen bis 1870 sehr.

Frankreich ist - obwohl es die Krieg stiftende Macht war - beim Wiener Kongress ohne jede territoriale Einbuße davongekommen und auch Reparationen hat es meines Wissens nicht leisten müssen. Es hat mich stets verwundert, dass der Deutsche Bund nicht zumindest das Elsass zurückgefordert hat, das Ludwig XIV. im 18. Jh. widerrechtlich annektierte und das - im Gegensatz zu Lothringen - nahezu ausschließlich deutsch besiedelt war.

Die von Metternich aufgestellte Regel der Legitimität betraf die Dynastie der Bourbonen - und auch die übrigen "legitimen" vornapoleonischen Dynastien Europas - nicht aber territoriale Fragen. Es wurde also in der Regel der vorrevolutionäre Besitzstand wiederhergestellt, was freilich in Deutschland kaum mehr möglich war. Somit entstand dort nur der Deutsche Bund als lockere Föderation souveräner deutscher Länder.

Deutschland ist 1918 auch relativ glimpflich davongekommen, zumindest wenn man seinen territorialen Bestand betrachtet. Das abgetrennte Westpreußen war stark polnisch besiedelt und im 18. Jh. gewaltsam ans Reich gekommen. Oberschlesien wurde in einen mehrheitlich deutsch besiedelten Westteil und einen vorwiegend polnisch besiedelten Ostteil getrennt, der nördlich Teil Norschleswisgs fiel an Dänemark, Malmedy und Eupen an Belgien - und das war's dann schon im großen und ganzen.

Was das Elsass betrifft, so hätte eigentlich auch dort eine Volksabstimmung stattfinden müssen. Das haben aber die Franzosen abgelehnt, weil sie angesichts der mehrheitlich deutschstämmigen Bevölkerung nicht sicher sein konnten, wie das Ergebnis ausfallen würde.
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14.08.2012, 17:00
Beitrag: #56
RE: Vertrag von Saint German
(13.08.2012 21:35)krasnaja schrieb:  
(13.08.2012 20:10)Maxdorfer schrieb:  Der Anschluss Österreich "heim ins Reich" war etwas ganz anderes, es ist sehr kurzsichtig, zu behaupten, eine Vereinigung Österreichs mit Deutschland hätte zwangsläufig zu den Schrecken der Hitler-Diktatur und des zweiten Weltkriegs geführt. Und zu sagen, dass hier die Sieger ganz klar die Geschichte schrieben, wurde zwar von den Nazis auch behauptet, was es aber noch nicht falsch macht. Du behauptest ja auch Dinge, die schon die DDR-Sozialisten behaupteten, und angeblich, ohne sie zu verteidigen!

Aber Maxdorfer, worin besteht denn der Unterschied zwischen einem gebrüllten heim ins reich von 1938 und einem Zusammenschluss aller Deutschen nach 1919 ?
Die Entente wusste schon, welches Gewaltpotenzial von einem derartigen Block ausgehen würde, und DARUM !! wurde das Vereinigungsverbot erlassen.
Mann Maxdorfer, so schwer ist das doch nicht zu verstehen.

Ich fürchte schon, denn der Zusammenschluss D's mit Österreich hatte auch 1938 nicht so große Folgen, geschweige denn dass er es 1919 gehabt hätte, (denn der Nicht-Zusammenschluss schürte doch die Wut gegen die Siegermächte, was genauso schlimm war), lediglich im Zusammenhang der scheinheiligen Nazi-Politik entfaltete er seine fatalen Folgen.

(13.08.2012 21:35)krasnaja schrieb:  Und unterlass bitte zukünftig irgendwelche unsachlichen Hinweise auf DDR - Sozialisten, die ich verteidigen würde, mit Verlaub: Dummes Zeug.

Um dich sinngemäß zu zitieren: Solche Äußerungen und unsachlichen Kommentare kenne ich eigentlich aus der extremeren Szene... Was einiges über unsren lieben krasnaja aussagt...

Wäre ich Antiquar, ich würde mich nur für altes Zeug interessieren. Ich aber bin Historiker, und daher liebe ich das Leben. (Marc Bloch)
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14.08.2012, 17:17
Beitrag: #57
RE: Vertrag von Saint German
Maxdorfer, krasnaja argumentiert hier sehr sachlich, und das tut er mit guten Begründungen.
Nimm das bitte zur Kenntnis.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
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14.08.2012, 17:21
Beitrag: #58
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 16:59)Dietrich schrieb:  
(14.08.2012 14:17)Suebe schrieb:  Wobei die Franzosen der Jahre nach 1814 sich, wie die Deutschen nach dem 1. WK, sich bitter beklagten.
Nicht in der Lage waren zu begreifen, dass sie recht gut davongekommen waren.
Die "natürlichen Grenzen" der Rheins usw. mangelten den Franzosen bis 1870 sehr.

Frankreich ist - obwohl es die Krieg stiftende Macht war - beim Wiener Kongress ohne jede territoriale Einbuße davongekommen und auch Reparationen hat es meines Wissens nicht leisten müssen. Es hat mich stets verwundert, dass der Deutsche Bund nicht zumindest das Elsass zurückgefordert hat, das Ludwig XIV. im 18. Jh. widerrechtlich annektierte und das - im Gegensatz zu Lothringen - nahezu ausschließlich deutsch besiedelt war.


Pardon[/quote]
Dietrich, aber das stimmt nicht.
Beim 1. Pariser Frieden wurden lediglich Entschädigungen für "private Schäden" vorgesehen.
Beim 2. Pariser Frieden wurden aber kräftig Reparationen auferlegt.
Siehe da:
http://www.forum-geschichte.at/Forum/sho...A4digungen

zum weiterlesen:
Wilhelm Treue "Wirtschafts und Technik-Geschichte Preussens, Berlin 1984.

Hätt Adam unser Bier besessen, er hätt den Apfel nicht gegessen.
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14.08.2012, 17:26
Beitrag: #59
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 17:12)Josip schrieb:  Das ich das übersetzte : suum cuique benutzt habe tut mir leid. Ich hatte es eigentlich Wortwörtlich gemeint ohne
jeglichen Hintergedanken. Ich verstehe schon wenn man jetzt auf mich etwas Wut auf mich hat hätte ich auch habe ich auch ein bisschen.
Junge, Josip, nimm dich etwas zusammen und versuch, wieder einigermaßen verständliche Sätze zu schreiben. Das kann doch nicht so schwer sein.

Oder hör auf mit der Schauspielerei.

Und du warst schön. In deinem Auge schien
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14.08.2012, 17:28
Beitrag: #60
RE: Vertrag von Saint German
(14.08.2012 17:17)Wallenstein schrieb:  Maxdorfer, krasnaja argumentiert hier sehr sachlich, und das tut er mit guten Begründungen.

Nimm das bitte zur Kenntnis.

Die Bemerkung "Dummes Zeug" halte ich nicht für sehr sachlich, besonders, wenn krasnaja selber bei einer solchen Aussage wieder in die Luft gehen würde (natürlich nicht als einziger).

Die sonstigen Aussagen in diesem Thread respektiere ich und versuche, eine gemäßigte Stellung zu dem sehr heißen Thema einzunehmen. Keine von krasnajas Aussagen zu diesem Thema tue ich grundsätzlich als falsch ab, trotz der inflationär hervorschwellenden Beiträge (von fast allen Beteiligten) lese ich jeden und korrigiere meine These nuanciert in eine oder die andere Richtung.

Nimm das bitte zur Kenntnis.

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